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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Kokoloreslot:

Ein bisschen gruselig, spannend und amüsant geschrieben

Die dunklen Geheimnisse von Heap House von Edward Carey

Es geht in „Die dunklen Geheimnisse von Heap House“ um die Iremonger Dynastie, geheimnisvolle Gegenstände, die den direkten Familienmitgliedern von Geburt an zugeteilt werden, und es geht um den fast 16-jährigen Clod Iremonger, dem die Objekte ihren Namen sagen.

Das erste Drittel des Buches führt in diese skurrile Welt aus Müllbergen, die Herrschaft der Familie Iremonger, ihren Regeln und Familienmitglieder ein.

Man erfährt, auf welchem Weg Lucy Pennant nach Heap House kam, um dort fortan als Dienstmädchen zu arbeiten. Sie und Clod sind die Hauptfiguren und erzählen im Wechsel aus ihrer Sicht: Lucy als Bedienstete aus der unteren Schicht und Clod als direkter Nachfahre des großen Umritt Iremonger - seinem Großvater. Zwischen Lucy und Clod entsteht eine besondere Verbindung, die das Ende so mitreißend macht und die Fortsetzungen maßgeblich bestimmen wird. Der Cliffhanger am Ende war schon etwas gemein. Das englische Original verrät im Klappentext, worum es im zweiten Teil geht und das hört sich sehr vielversprechend an. Der Auftakt war jedenfalls gelungen. Uns hat die originelle Idee gefallen, die anspruchsvollen Verstrickungen und der spannende Erzählstil. Edward Carey hat eine deprimierende Welt erschaffen, lässt seine Figuren manchmal ganz schön leiden, überrascht mit einigen Twists und spielt wunderbar mit der Unwissenheit der Figuren. Empfehlenswert!

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Ein Spaziergang durch New York

Auf der Zunge von Jennifer Clement

Die luftige Absatzgestaltung, die nüchterne und klare Sprache, die Metaphern und der poetische Schreibstil haben mich schon beim Lesen der Leseprobe überzeugen können. Im Verlauf des Buches war ich dann etwas enttäuscht über diesen undurchsichtig, fragmentierten Ausflug durch New York, der viele Andeutungen macht, aber nichts Greifbares hinterlässt oder zusammenfügt, woran ich mich hätte halten können.

Sie begegnet Stereotypen, ist voller Erinnerung, die sie nie erlebt hat und wahrscheinlicher voller vernebelnder Substanzen. Zum Schluss wurde es immer surrealer und ich blieb irgendwann auf der Strecke. Jennifer Clement hatte mich verloren und blieb in ihrem „eigenen Gewahrsam“.

Nichtsdestotrotz mochte ich die schönen Sätze, die einen Sinn für das Schöne haben, den angenehmen Schreibstil und die spezielle Idee, die zwischen Genialität und Sinnlosigkeit schwankt. Deswegen würde ich es nur eingeschränkt empfehlen.

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Viel Potential für die Fortsetzungen

Auf dem Gipfel wachsen Chinanudeln von Benjamin Tienti; Sebastian Kiefer

In dieser Detektivgeschichte geht es um ein VR-Spiel namens MeloDIY, einen tragischen Unfall, skurrile Figuren und einen Hund mit ungewöhnlichen Fressvorlieben. Mittendrin ist die Hauptfigur Elmo, im Stadtteil Neukölln von Berlin. Der elfjährige trauert um seinen großen Bruder Berthold und hat nun ein “Ampelproblem“ vor der Haustür.

Die Sonderausgaben des Meisterdetektivs Rufus Rockefeller haben ihn mit dem nötigen Wissen ausgestaltet, um seinen ersten Fall zu bearbeiten. Alles beginnt mit einem streunendem Hund, der einen Haufen von Dingen in Gang setzt, die Elmo, die coolste Person der Welt kennenlernen lässt, einen wirren Erfinder und die geheimnisvolle Cora, die Mangos liebt.

Der Erzählstil ist abwechslungsreich und die Dialoge sind schnell und haben Witz. Es ist alles authentisch an den Berliner Kiez angepasst. Budenbesitzer mit Herz, Hilfsbereitschaft gegenüber Elmo und punkige Kids. Sehr unterhaltsame Geschichte, die sich auch super vorlesen lässt. Eine gelungen Mischung aus Ernsthaftigkeit, Tiefe, einem spannendem Detektivfall mit großer Tragweite und skurrilen Figuren. Das Thema Trauer wird aufgegriffen, ohne das es schwermütig wird. Sehr empfehlenswert gemacht. Man merkt deutlich, dass es ein Auftakt ist, bei dem alles erstmal anläuft, viele Fragen kommen auf, auf die noch keine Antworten folgen. Das bietet viel Potenzial für die Fortsetzungen. Der Schluss war abrupt, was vor allem meine kleinen Zuhörer nicht so toll fanden, weil noch so viele Fragen offen waren. Hier hätten wir uns einen runderen Abschluss gewünscht. Deswegen darf das Buch beim nächsten Mal gern ein paar Seiten mehr haben, damit der Abschied leichter fällt.

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Gewaltig und innovativ

Die Wächterinnen von New York von N. K. Jemisin

Es geht um eine originelle Buchidee: Städte, denen durch die Verkörperung eines Avatars Leben eingehaucht wird und einen bedrohlichen Kampf. New York ernennt fünf Wächterinnen, die nur gemeinsam gegen die dunkle Bedrohung bestehen können, die die Stadt bereits geschwächt hat. Ein fantasievoller Fantasy-Roman, der auch andere Genre-Elemente in sich vereint und eine originelle Mischung bereithält, die mich überraschen konnte.

N.K. Jemisins Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und stellenweise ausschweifend und langatmig, perfekt, um sich auf diese Neuartigkeit einzulassen. Erst mit Fortschreiten der Handlung begreift man die Zusammenhänge und es wird mit zunehmender Seitenzahl interessanter. Gelungen fand ich die Gestaltung der fünf Wächterinnen und ihrer Persönlichkeiten - ganz im Stil New Yorks kultureller Vielfältigkeit und die kritischen Zwischentöne zu Rassismus, Antisemitismus und literarischen Werken. Manchmal fehlte es mir aber an mitreißender Spannung. Ich halte diesen facettenreichen Auftakt einer Fantasy-Trilogie jedoch für vielversprechend. Eine innovative Geschichte, die auch wichtige Themen aufgreift. Vielleicht nicht unbedingt für Genrefans eine Empfehlung, aber für New York Liebhaber und Fans innovativer Ideen könnte sich ein Blick lohnen.

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Fantastisches Abenteuer und großer Lesespaß

Die vier verborgenen Reiche 1: Caspar und die Träne des Phönix von Abi Elphinstone

Wir waren sehr gespannt auf das beliebte Magieabenteuer aus England, das jetzt auch endlich in Deutschland erscheint. Der Auftakt um Casper und die vier verborgenen Reiche hat unsere Erwartungen übertroffen. Ich habe das Buch meinen Kindern vorgelesen und wurde auch als Erwachsenen bestens unterhalten.

Casper ist ein Außenseiter, der anderen lieber aus dem Weg geht. Auf der Flucht vor den fiesen Schülern findet er sich in einem hohlen Baum wieder, wo er Wilda trifft. Mit ihr prasseln allerhand Namen und Anschuldigungen auf ihn ein, die er nicht versteht. Warum hält sie ihn für einen Verbrecher? Es ist der Beginn eines aufregenden Abenteuers für Casper, Wilda und den Minidrache Arlo.

Was uns bei „Casper und die Träne des Phönix“ besonders begeistern konnte, waren die fantasievollen und skurrilen Kreationen und Ideen, die einen direkt in diese magische Welt entführen. Außerdem sind wir große Fans von dem Minidrachen Arlo. Wunderbar originell und fantasievoll vom Abi Elphinstone geschrieben und erdacht, hat es sehr viel Spaß gemacht, in dieses Abenteuer einzutauchen. Es geht um Freundschaft, Mut und Vertrauen. Die Hauptfiguren sind sympathisch, einfallsreich und machen eine spannende Entwicklung durch, die voller Vorfreude, die Fortsetzung erwarten lässt. Ein großartiger Auftakt mit viel Magie, Spannung, Einfallsreichtum und sympathischen Figuren. Sehr empfehlenswert!

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Lesenswert

Der große Fehler von Jonathan Lee

Andrew Haswell Green war ein außergewöhnlicher Mensch und Pionier seiner Zeit, dessen Liebe zur Natur und Literatur den Grundstein für das New York legte, das wir heute kennen. Mithilfe seiner Schwester erkannte Green die Bedeutung von Bildung und Wissen aus Büchern, und um seinem trubeligen Elternhaus zu entfliehen, entdeckte er die wohltuende Wirkung von langen Wanderungen in der Natur und die wichtige Rolle solcher grünen Oasen in Städten.

Jonathan Lee hat viele historische Dokumente zu Andrew Haswell Green gesichtet und die Lehrstellen mit ausschweifenden Details aufgefüllt, sodass sich „Der große Fehler“ zu einem Hommage entwickelt, die das Erbe von Andrew Haswell Green würdigt, über sein Leben und die Aufklärung seines Todes berichtet, aber auch eine spannende Lesezeit beschert.

Ich bin ohne große Erwartungen an den Roman gegangen. Vor allem der Handlungsort und das anfängliche Verbrechen haben mich neugierig gemacht. Tatsächlich waren die gegenwärtigen Ermittlungen von Inspektor McClusky geschickt eingebaut, während man immer wieder Einblicke in das Leben des Verstorbenen erhält. Man kann wunderbar die Atmosphäre New Yorks des 19. Jahrhundert auf sich wirken lassen und die Person Andrew Haswell Green und sein bedeutendes Wirken verstehen. Für mich war die Lektüre sehr unterhaltsam und bot einen interessanten Mehrwert an historischen Informationen.

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Außergewöhnlicher Fantasyepos

Luyánta von Albrecht Selge

Das wunderschöne Cover und der farblich passende Farbschnitt bietet einen echten Hingucker. Das macht natürlich neugierig, ob der 800 Seiten Wälzer auch hält, was der optische Eindruck verspricht. Deswegen habe ich mich sehr auf das Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Es geht um ein Mädchen, das bei einer Bergwanderung in den Dolomiten, von einem Pfeifton gelockt, ein Jahr in der Unselben Welt verschwindet.

Jolantha ist ein besonderes Mädchen, entwickelt sich weiter, lernt die magische Welt kennen und erlebt spannende Abenteuer.

Ich mochte die ausschweifenden Beschreibungen, auch wenn sich Albrecht Selge häufig in Nebensächlichkeiten verliert. Der moderne Schreibstil fügt sich gut ein und ich störte mich nicht an der jugendlichen Sprache. Die vielfältige und facettenreiche Fantasiewelt konnte mich begeistern. Eine fein erdachte Welt, die Pflanzen und Tiere der Alpen miteinbeziehen. Im Verlauf des Buches nimmt die Handlung an Tempo und Spannung zu und bietet ein unvorhersehbares Ende. Es lohnt sich meiner Meinung nach, diesem Wälzer eine Chance zu geben.

Fazit: Ein außergewöhnlicher Fantasyepos, mit tollen Charakteren, den ich allen empfehle, die fantastische Welten lieben und einen ausschweifenden Schreibstil mögen.

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Kurzweiliges Vergnügen mit neuen Ideen

Die schreckliche Adele 02 von Mr. Tan; Miss Prickly

Auch im zweiten Band der französischen Cartoon-Reihe sind wieder alle bekannten Charaktere aus dem ersten Band dabei: Adels Eltern, ihre Oma, Mitschüler, ihr Verehrer, ihre Katze und ihr imaginärer Freund. Genug Versuchskaninchen also, an denen Adele sich ausprobieren kann. Jetzt überlegt sie sich nicht nur schmerzhafte Experimenten für ihre Katze, sondern auch für ihren Verehrer, treibt Ärzte und Friseurinnen in den Wahnsinn oder spielt ihren Eltern kreative Streiche.

Adeles unverfälschte Art ist herrlich überspitzt und abgedreht. Sie ist böse, furchtlos, schonungslos und einfach furchtbar. Die kurzen Comic, die meistens drei bis vier Bilder umfassen, sind jedesmal verrückt, sadistisch und lustig. Jeder, der schwarzen Humor mag, wird Adele ins Herz schließen, weil sie viel Fantasie besitzt, ihre Andersartigkeit feiert und auch den Alltag ihrer Eltern ordentlich aufwirbelt. Die Fortsetzung überzeugt mit vielen neuen Ideen und lässt sich auch ohne Vorkenntnisse lesen. Adele ist öfter in der Natur unterwegs, zeigt ihre sensible Seite und - im Kontrast dazu - neue zynische Bösartigkeiten.

Der Illustrationen haben ihren ganz eigenen Stil und einen hohen Wiedererkennungswert, der hervorragend zu Adele passt. Das hat uns wieder super gefallen. Die Kürze der Sequenzen ist ideal, um einfach mal auf andere Gedanken zu kommen. Super für Zwischendurch!

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Verrückt, sadistisch und lustig

Die schreckliche Adele 01 von Miss Prickly; Mr. Tan

Am Anfang werden alle Charaktere sehr humorvoll vorgestellt: Adels Eltern, ihre Oma, Mitschüler, ihr Verehrer, ihre Katze und ihr imaginärer Freund. Genug Versuchskaninchen also, an denen Adele sich ausprobieren kann. Denn entweder überlegt sie sich schmerzhafte Experimenten für ihre Katze, nutzt schamlos ihren Verehrer aus oder schockiert ihre Eltern mit Provokation.

Adeles unverfälschte Art ist herrlich überspitzt und abgedreht. Sie ist böse, furchtlos, schonungslos und einfach furchtbar. Die kurzen Comic, die meistens drei bis vier Bilder umfassen, sind jedesmal verrückt, sadistisch und lustig. Jeder, der schwarzen Humor mag, wird Adele ins Herz schließen, weil sie viel Fantasie besitzt, ihre Andersartigkeit feiert und auch den Alltag ihrer Eltern ordentlich aufwirbelt. Das auch komplexe Themen wie Diktatur und Psychoanalyse aufgegriffen wird, macht für Kinder ebenso einen Reiz aus wie für Erwachsene, wenn der Gag auf mehreren Ebenen zündet.

Der Illustrationen haben ihren ganz eigenen Stil und einen hohen Wiedererkennungswert, der hervorragend zu Adele passt. Das hat uns super gefallen. Die Kürze der Sequenzen ist ideal, um einfach mal auf andere Gedanken zu kommen. Super für Zwischendurch!

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Sehnsucht nach einer ganz bestimmten Umarmung

Lass dich drücken! von Eoin McLaughlin

Eine bezaubernde Geschichte über Sehnsucht nach denen, die uns wichtig sind und das wunderbare Gefühl der Glückseligkeit, wenn wir diese wieder in unsere Arme schließen können.

Der Igel vermisst seine Freundin, die Schildkröte. Den ganzen Winter hat er sich besonders doll auf ihre Umarmung gefreut.

Obwohl er nach der Einsamkeit wieder seine Freunde Dachs, Elster und Eichhörnchen um sich hat, ist er traurig. Wo ist bloß seine Freundin, die Schildkröte?

Die Tiere sind sehr niedlich gezeichnet und die Illustrationen ergänzen nicht nur den Text, sie zeigen auch wunderbar ohne Worte, worum es geht, bringen einen zum Lächeln und machen Freude.

Igel und Schildkröte zeigen sehr schön, dass es sich manchmal lohnt, Geduld zu haben, und starke Sehnsucht auch zeigt, wie sehr man jemanden mag. Gleichzeitig kann Igel auf seine Freunde zählen, die für ihn da waren und alles versucht haben, um ihn auf andere Gedanken zu bringen.

Ein wunderbar herzerwärmendes, handliches Büchlein für Kinder ab 3 Jahren, das, leicht verständlich, mit schönen Bildern und kurzen Sätzen, eine bewegende Geschichte erzählt. Sehr empfehlenswert und ein schönes Geschenk.

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