Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von niki:

Das beste Buch 2025

Europäische Erziehung von Romain Gary

Dieser Roman zählt wohl zu den besten, die ich dieses Jahr gelesen habe.

Der 12-jährige Janek Twardowski wird während der Nazi-Besatzung Polens im Winter 1942 im sicheren Wald von seinem Vater in einem Erdloch versteckt, um sicher zu sein. Nachdem sein Vater umgekommen ist und die Mutter verschleppt wurde, schließt sich Jannek im Wald einer Partisanengruppe an.

Die Gruppe verübt immer wieder Anschläge auf die in der Umgebung stationierten Nazisoldaten - im Gegenzug werden von den Nazis als Racheakt wahllos Menschen umgebracht.

Bald lernt Janek die fast gleichaltrige Zosia kennen, die sich den Nazi anbietet und dabei gelernt hat, nichts zu spüren und zu empfinden. Immer wieder stellen sich die beiden die Frage, ob es Gewalt und Hass nach diesem Krieg nie mehr geben wird, auch keinen Hunger und man nie mehr unter Kälte zu leiden haben wird. Sie hoffen, dass die Menschen, insbesondere Europäer*innen doch daraus lernen müssen, dass es nur dann Musik, Bücher und Liebe auf der Welt geben kann.

Musik spielt eine wichtige Rolle in dem Roman. Als Janik zum ersten Mal einen Auftrag in Vilnius durchführen muss, hört er an der Tür der Adresse, die ihm genannt wurde, Geigenmusik und ist richtig fasziniert.

Immer wieder trifft er auf Menschen, die entweder Geige oder Klavier spielen können, und er fühlt dadurch, dass die Menschen nach diesem Krieg anders sein werden, nie wieder denkt er sich, darf, ja wird das passieren.

Ein so poetischer Roman, der zugleich so viel Schreckliches berichtet und beschreibt. Mir ist die Geschichte sehr nahe gegangen, sie hat mich sehr berührt.

Bei diesem Roman stimmt einfach alles: die schöne Sprache, Protagonist*innen, die ans Herz wachsen, und ein Plot, der zu Diskussionen anregt – ein Roman als Glaubensbekenntnis an Europa und die Europäer*innen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Ich habs in einem Tag verschlungen

Ein Tanz für mich allein von Eva Ibbotson

England, 1912
Die 18-jährige Harriet Morton wächst in einem herzlosen, gefühlskalten Haushalt bei ihrem verwitweten Vater und dessen Schwester, die ihm den Haushalt führt, in Cambridge auf. Sie war eine sehr gute Schülerin, musste aber die Schule auf Wunsch des Vaters verlassen. Er ist zwar selbst Professor für Philologie, seiner Tochter erlaubt er jedoch aufgrund des Ansehens keine weitere Bildung.

Sie soll einen Mann heiraten, der ihr in keinster Weise zusagt, weshalb sie alles dafür geben würde, dieser Heirat zu entkommen. Einzig der Ballettunterricht ist ihr geblieben, um für ein paar Stunden dem tristen Haushalt zu entkommen.

Als ihr eines Tages angeboten wird, sich einem Ensemble von Balletttänzerinnen anzuschließen, um in Manaus, im Amazonasgebiet auf Tournee zu gehen, ist dies ein sehr willkommener Ausweg für sie. Allerdings erlaubt ihr der Vater die Teilnahme an der Tournee nicht – Harriet macht es trotzdem.

In diesem Gebiet sind Europäer mit dem Kautschukhandel zu Reichtum gekommen. Einer dieser Reichen ist der Brite Rom Verney, der nach einer enttäuschten Liebe nach Brasilien ging.

Mir hat diese Geschichte ausgesprochen gut gefallen – die Beschreibung der Ballettstücke und der Tanzproben, des Amazonsgebietes und die Freundschaft und Solidarität der Mädchen untereinander. Der Roman ist nicht hoch literarisch, meist bin ich dann schnell von einer leichten Liebesgeschichte gelangweilt – aber dieses Buch ist doch ganz anders und ich habe es so genossen, fand es unglaublich spannend, auch ein wenig kitschig (im positiven Sinn), romantisch und ja, absolut vorhersehbar und trotzdem war ich total gefesselt und habe es in einem Tag verschlungen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Aufstieg und Fall der Marie Antoinette

Das kurze und verschwenderische Glück der Königin Marie Antoinette von Henriette Campan

Um 1820 hat Henriette Campan ihre Aufzeichnungen über Marie Antoinette von deren Ankunft in Frankreich bis zur Französischen Revolution niedergeschrieben. Henriette Campan war die Kammerfrau von Marie Antoinette und daher immer ganz nah am Geschehen dran. Alles, was wir heute über Marie Antoinette wissen, ob in Filmen oder Literatur, geht auf ihre Memoiren zurück.

Henriette Campan erzählt, dass Marie Antoinette als Österreicherin und jüngste Tochter der österreichischen Erzherzogin Maria Theresia und künftige Ehefrau von Ludwig XVI. in Frankreich nicht willkommen war. Ihr Leben in Überfluss und Luxus, aber auch ihr Wirken als Wohltäterin sind (eher kaum bekannt).

Henriette Campan ist gegenüber Marie Antoinette natürlich loyal, sieht sie aber auch in manchen Situationen sehr kritisch. Sie fügt das Puzzle zusammen, wie aus wahren Begebenheiten in Versailles und Gerüchten, die in Paris kursierten, ein Bild der Königin entstand, das nicht mehr aus den Köpfen der Menschen zu bringen war. Zum Beispiel die Halsband-Affaire: diese schadete Marie Antoinette sehr, obwohl sie hier unschuldig in einen Betrug hineingezogen wurde, der in der Bevölkerung nicht geglaubt wurde.

Dem Autor gelingt es unglaublich gut, meist zu Beginn der Kapitel, erklärend die jeweiligen Situationen, eingebettet in ihre Zeit, zu beschreiben und zu erklären, dabei überlässt er Henriette Campan das Wort. Relevante Hinweise finden sich in den Fußnoten.

Ganz einfach war es nicht immer, die einzelnen Protagonist*innen und ihre Ämter sowie Stellungen innerhalb der Gesellschaft in Versailles auseinander zu halten. Das hat jedoch der Geschichte insgesamt keinen Abbruch getan.

Schritt für Schritt erleben wir als Leser*innen mit, wie die französische Monarchin auf ihr Unglück bzw die Guillotine zusteuert. Während des Lesens hofft man, trotz besseren Wissens, dass sich das noch anders ausgeht, so fesselnd beschrieben sind die gesamten Aufzeichnungen.

Ganz große Empfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Ein richtiger Sommer-Read

Blaue Tage von Tatjana von der Beek

Christian, der Vater der beiden erwachsenen Töchter Leo und Emma, hatte sich distanziert und zwei Jahre nichts von sich hören lassen - nun lädt er überraschend zu seinem 60. Geburtstag beide Töchter mir ihren Partnern auf einen Segelturn in der Ägäis ein. Die Schwestern wissen nicht, was sie von dieser Einladung halten sollen.

Gleich zu Beginn, als sich alle in Athen treffen und das Boot besteigen, ist die Stimmung sehr gespannt. Nicht gerade förderlich für die Atmosphäre ist auch, dass weder der Vater noch Karl, der Partner von Leo, wirklich segeln können und so gibt es von Anfang an einige Turbulenzen. Dies ändert sich jedoch deutlich, als die Skipperin Alex mit aufs Boot kommt – damit gehen jedoch neue Konfliktpotenziale einher.

Leo belügt ihren Freund Karl. Sie haben besprochen, dass sie die Pille absetzt, um schwanger zu werden, tut dies aber nicht, weil sie hofft, eine Projektleitung zu bekommen. Ihre Schwester Emma möchte hingegen unbedingt schwanger werden; es klappt jedoch nicht auf natürlichem Weg. Leo ist angriffslustig, Emma hält das gar nicht aus und versucht ausgleichend einzuwirken – das wiederum empfindet Leo als illoyal. Auch der Vater scheint in den zwei abwesenden Jahren Ungesagtes angehäuft zu haben, über das er an Board nur kryptisch spricht.

Der Autorin Tatjana von der Beek gelingt es gut Stimmungen zu transportieren, wenn auf so engem Raum Konflikte und Spannungen brodeln. Ein atmosphärisch aufgeladener Roman, der auch durch Beschreibung von Gesten und Verhaltensweisen der Protagonist*innen deutlich macht, wie Meinungen und Einstellungen in Auseinandersetzungen non-verbal ausgedrückt werden können.

Genau das richtige für den Sommer, weil es spannend und sehr nachvollziehbar erzählt wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Das ist so richtig französisch

Chéri von Sidonie-Gabrielle Colette

Für alle Frankophilen unter uns, die die Autorin Colette bis jetzt nicht entdeckt haben, sei dieses Büchlein aus dem Manesse Verlag dringend empfohlen.

Colette, mit bürgerlichem Namen Sidonie-Gabrielle Claudine Colette (1873 – 1954), war ein Superstar der Literatur in Frankreich in der ersten Hälfte des 20.

Jahrhunderts. Chéri ist wohl die berühmteste Erzählung von Colette und die Geschichte ist so französisch – herrrrrlich.

Chéri ist mittlerweile ein Kultbuch und erzählt von dem 19-jährigen Fred, genannt Chéri, der äußerst reich, verwöhnt und schön ist. Er geht eine Beziehung mit der deutlich älteren, der 50-jährigen Kurtisane Lea de Lonval ein, einer Bekannten seiner Mutter, die ihn von Kind an kennt. Chéri muss aber eine andere Frau heiraten, eine arrangierte Hochzeit mit Edmée. Bis dahin empfand Lea de Lonval die Beziehung als locker und leicht, jedoch nun leidet sie zum ersten Mal an Liebeskummer.

Ein Roman, der sehr französisch und sinnlich ist und mir ausgesprochen gut gefallen hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Dringliche Empfehlung - Psychiatrie von 1920 bis in die 2020er

Gespensterfische von Svealena Kutschke

Im Mittelpunkt der Romans steht die Lübecker Jannsen Klinik. Laura Schmidt, die selbst Patientin der psychiatrischen Klinik war, lernt dort die Patientin Olga Rehfeld kennen. Olga wollte einst Schriftstellerin werden, doch sie lebt schon seit Jahren in der Psychiatrie.

Laura Schmidt möchte Olga Rehfelds Geschichte dokumentieren, die fast ihr gesamtes Erwachsenenleben in der Psychiatrie verbrachte.

Sie besorgt sich ein Diktiergerät und es ergibt sich, dass sie mit vielen Menschen, die unmittelbar mit der Klinik zu tun haben spricht – mit Patient*innen, Ärzt*innen, Psycholog*innen und Pflegepersonal spricht. Daraus generiert sich eine hundert Jahre umspannende Geschichte, von 1920 bis in die 2020er. Es geht um den Klinikalltag und die Beziehungen zueinander, die zeigen, wie sich die Gesellschaft geändert hat, gerade auch in Bezug auf psychische Erkrankungen. Vom Nichtwissen in der Nazi-Zeit über Behandlungsmethoden bis in die Gegenwart wird der Bogen gespannt.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven, jedoch nicht chronologisch erzählt. Das macht das Besondere in dieser romanhaften Erzählung aus. Insgesamt entsteht so ein Gesamteindruck der Psychiatrie der letzten hundert Jahre.

Ein kluges, anspruchsvolles Buch, zwischen Fakten in und Berichten aus der Psychiatrie, das genau meinen Geschmack getroffen hat. Daher empfehle ich es sehr gerne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Erinnern und vergessen - wirklich ein Meisterwerk

Mädchen, 1983 von Linn Ullmann

Die Tochter von Ingmar Bergmann und Liv Ullmann wird mit 16 Jahren von einem 44-jährigen Modefotografen angesprochen, ob sie nicht nach Paris kommen und sich für die französische Vogue fotografieren lassen möchte.

Linn wohnt mit ihrer Mutter in New York, möchte endlich erwachsen sein, wie alle Jugendlichen in diesem Alter, und fliegt im Januar 1983 gegen den Willen der Mutter nach Paris.

Es ist ein autofiktionaler Roman, in dem sich die Autorin 2021 während der Pandemie nach über 40 Jahren daran erinnert, wie sie in jener Nacht im Winter in Paris auf der Straße steht, ihr weder das Hotel noch die Straße einfallen, in dem sie wohnt, und sie auch nicht Französisch spricht. Einzig einen Zettel hat sie dabei, wo die Adresse des Fotografen notiert ist, zu dem sie mitten in der Nacht geht und – völlig überfordert von der Situation, in die sie sich leichtfertig begeben hat – in seinem Bett landet. Ein sexueller Missbrauch?

Das Foto von damals gibt es nicht mehr und auch der Fotograf hat wahrscheinlich keine Erinnerung mehr an sie.

Schon die längste Zeit wollte Linn Ullmann diese – zig Jahre lang danach noch als traumatisch erlebte – „Geschichte“ aufschreiben, es ist ihr jedoch nicht gelungen daran zu denken und sich zu erinnern, obwohl dieses Ereignis sie ihr Leben lang – leidvoll – begleitete. Die Autorin versucht sich zu erinnern, bricht die Gedanken ab, greift sie neu auf, bricht wieder ab, sie fügt unterschiedliche Lebensereignisse hinzu. Die Gedanken sind nicht chronologisch niedergeschrieben, sondern wie sie ihr gerade einfallen.

Eine eindrucksvolle Geschichte über das Sichtbar-sein-Wollen und Unerfahrenheit als junges Mädchen, übers Erinnern und Vergessen, ohne explizit die Frage, ob es sich um sexuellen Missbrauch handelte, anzusprechen.

Uneingeschränkte Empfehlung

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Eines der besten Bücher

Der Schlächter von Joyce Carol Oates

Basierend auf drei wahren Biografien, die hier zu einer fiktiven Person zusammengefasst werden, wird die Geschichte des „Gynäkopsychiaters“ Dr. Silas Aloysius Weirs erzählt, der Mitte des 19. Jahrhunderts in Pennsylvania als Gynäkologe bei psychisch kranken Frauen Eingriffe vornahm, um sie vom Wahnsinn zu heilen.

Der Werdegang von Dr. Weir, einem Arzt, der kein Blut sehen kann und sich eigentlich vor den Patientinnen graust, ist fast unglaublich. Silas Weir ist voller Komplexe und als er Direktor der staatlichen Heilanstalt für weibliche Geisteskranke wird, nützt er seine Position, um seine meist tödlichen Experimente an den Frauen im „Dienste der Wissenschaft“ auszuführen. Er ist getrieben von Ehrgeiz, um seine neuesten Erkenntnisse in den renommiertesten Journals in Amerika zu publizieren und dadurch Anerkennung in der Ärzteschaft und vor allem von seinem Vater zu erlangen – jedoch führt dieser Ehrgeiz dazu, dass immer mehr Frauen immer schlimmere medizinische Experimente und Versuche über sich ergehen lassen müssen.

Die Behandlungen sind grauenhaft, fast unerträglich – die Vorstellungen beim Lesen, dass die Durchführungen ohne Narkose erfolgten, kaum auszuhalten.

Ein Buch, dass über ein sehr schwarzes Kapitel der Medizin berichtet – es handelt sich, wie bereits erwähnt, um die Zusammenschau von drei realen Vorbildern. Wie schnell Frauen als psychisch krank erklärt und im wahrsten Sinne des Wortes weggesperrt wurden – um dann einem „Schlächter“ ausgeliefert zu sein.

Disclaimer: Eine Empfehlung für jene, die solch historische Unmenschlichkeiten aushalten. Ich fand es ganz großartig.

Aus dem Amerikanischen von Silvia Morawetz

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Ein MUSS für alle Wienliebhaber*innen

Stadt der Ideen von Richard Cockett

Nach dem Lesen dieses reichhaltigen Buches kann man kaum fassen, wie umfänglich durch die Auswanderung vieler Wiener*innen aufgrund des 1. Weltkrieges oder der Nazis Innovation, Intellektualität und Wissen verloren gegangen ist: „Wien hat den Grundstein für einen Großteil der geistigen und kulturellen Produktion der westlichen Welt im 20.

Jahrhundert gelegt“, sagt der britische Autor, Historiker und „Economist“-Journalist Richard Cockett.

Vor allem geht es dabei auch um die Einflüsse, die die assimilierten Jüd*innen leisteten. Sie setzten auf Bildung und konnten sich dann in Musik, Wissenschaft, Literatur, Philosophie, Psychologie, Medizin, aber auch in der Filmbranche in Hollywood, in der Architektur sowie Ökonomie und Konsumforschung verwirklichen. Bildung war insbesondere für die jüdischen Zuwander*innen der beste Weg zum gesellschaftlichen und ökonomischen Aufstieg in Wien.

Der große Vorteil Wiens gegenüber anderen europäischen Hauptstädten war damals, dass Wien die Hauptstadt eines Vielvölkerstaates und die Gesellschaft dadurch multikulturell war.

Größen in sämtlichen Disziplinen verließen Wien bzw Österreich und wurden in der Fremde mit Handkuss aufgenommen. Die Flüchtenden konnten dort ihre Ideen, Forschungen oder sonstige Entwicklungen fortführen. Viele wirken bis heute nach und es ist den wenigsten bewusst, dass der Grundstein dafür seinerzeit in Wien gelegt wurde.

Was für ein Buch! So hinreichend vielfältig wurde die Moderne in Wien noch nicht niedergeschrieben. Großartig ist auch die Aufmachung mit vielen Bildern und die Kapiteleinteilung. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt: zum Lernen und zum Staunen. Wenn man darüber nachdenkt, ist es wirklich arg, was hier angerichtet wurde und auch schade, dass es so, wie Wien einmal war, nie mehr sein wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Liebe vs Geld

Wut und Liebe von Martin Suter

Noah und Camilla sind ein Paar, bis sich Camilla aus Vernunft von Noah trennt. Sie liebt ihn nach wie vor, jedoch ist er ein erfolgloser Künstler und sie nicht mehr bereit, für ihrer beider Leben aufzukommen – mit einem Job, den sie gar nicht mag. Sie liebt Noah, aber nicht das Leben mit ihm.

Noah nimmt das nicht hin.

Er will um Camilla kämpfen, er liebt sie und möchte sie zurück. In der „Blauen Tulpe“ lernt Noah die Witwe Betty Hasler kennen, deren Mann nach drei Herzinfarkten aufgrund der vielen Arbeit verstorben ist. Schuld daran soll Peter Zaugg sein, der ehemalige Partner von Bettys verstorbenen Mann, da er ihn in den Tod getrieben hätte. Bettys Ansinnen ist nichts anderes als Rache: Peter Zaugg muss vor ihr sterben und sie bietet daher Noah eine Million Schweizer Franken für seinen Tod. Attraktiv für Noah, denn mit Geld könnte er seine Camilla zurückgewinnen und ihr das gewünschte Leben bieten.

Der Roman liest sich nett, hat Wendungen, die ich nicht erwartet hatte, kommt aber keinesfalls an seine „Vorgänger“ ran, Suter hat schon besser geschrieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi