Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Eternal-Hope:
Von den mutigen Freiheitskämpferinnen Irans
Auf den Straßen Teherans von Nila
"Auf den Straßen Teherans" von Nila ist ein kurzes Werk, nur 144 Seiten in der Printausgabe und eingeteilt in kurze Kapitel, die meist nicht mehr als ein bis höchstens zwei Seiten umfassen. Man hat es schnell durchgelesen. Doch das schwächt die Wirkung nicht ab, im Gegenteil, diese wird gerade durch diese Prägnanz verstärkt:
"Schreiben heißt, ein Zeugnis abzulegen; zu exhumieren, tiefe Gräben auszuheben.
" (S. 63)
Ich habe das Gefühl, dem Kern des Protestes der mutigen Iranerinnen und Iraner gegen dieses unterdrückerische Regime nahe gekommen zu sein und, auch nach Lektüre einiger anderer Bücher zum Thema, diesen noch einmal mehr verstehen und nachfühlen zu können.
Es geht immer wieder um die ganz jungen, oft noch nicht einmal volljährigen Menschen, die sich mutig dem Regime mit Protesten auf der Straße entgegen stellen und dafür angegriffen, inhaftiert und oft auch ermordet werden. Um eine Bewegung, die trotzdem weiterkämpft und sich nicht unterdrücken lässt. Immer mehr Frauen, die ohne Kopftuch auf die Straße gehen, Protestierende, die Mullahs, die als Symbol und Vertreter des Regimes gesehen werden, ihre Turbane von den Köpfen schleudern, trauernde Mütter und Väter, die nicht aufhören, ihre Stimmen zu erheben, bis sie hoffentlich irgendwann das Regime besiegt haben werden:
"In den sozialen Medien verbreiten Theatergruppen Videos von regimekritischen Aufführungen. Wir werfen Eimer mit Farbe auf offiziell genehmigte Wandmalereien, meist Bilder von Männern des Militärs. Wir hängen Plakate mit Namen geliebter Menschen, die vom Regime ermordet wurden, von Fußgängerbrücken. Wir färben das Wasser in öffentlichen Teichen und Brunnen blutrot. Wir möchten, dass jede:r aufwacht und sieht, was geschieht. Es ist, als würden wir versuchen, den Bewohner:innen der Erde telegrafische Botschaften von einem anderen Planeten zu senden." (S. 75)
Erwähnt werden jedoch auch jene Menschen aus der Generation der Eltern der jetzt Protestierenden, die nach über 46 Jahren Unterdrückung seit 1979 ihr Leben lang so eingeschüchtert waren, dass sie sich kaum mehr trauen, das Wort gegen das Regime zu erheben und mit Erstaunen auf die mutigen Proteste ihrer Kinder blicken.
Außerdem gibt es immer wieder kurze Einblicke in die Geschichte des Irans, in ein Volk, das auch nach der Islamisierung die eigene Sprache und Kultur nicht aufgegeben hat. Es geht um mutige Vorkämpferinnen schon vor Jahrhunderten, die auch damals schon ihr Leben dafür lassen mussten, um Poeten und Dichter, um blutige Kämpfe um die religiöse und weltanschauliche Deutungshoheit, die seit Jahrhunderten das Land prägen, um die Hintergründe der Revolution im Jahr 1979, um die Einflüsse des Westens auf den Iran und den Glauben oder Unglauben daran, sich selbst befreien zu können, und um vieles mehr.
Es ist ein mutiges, kraftvolles Buch, das ich allen, die sich neu für die aktuellen Freiheitskämpfe im Iran interessieren, aber auch jenen, die schon viel darüber wissen, nur wärmstens empfehlen kann, auf dass sich die Botschaft der Autorin verbreiten möge:
"Leben kann passiv sein. Etwas zu bezeugen ist nicht passiv. Dies sind die Worte, die ich in die Zukunft senden möchte, nachdem ich durch Blut gegangen bin. Für diejenigen, die nach uns kommen und im Strudel unserer Geschichte nach uns suchen werden. Falls sie nach uns suchen werden." (S. 113)
Rezensionen von Sternzauber:
Eine spannende Geschichte aus der Welt der Feen
Emma glaubt nicht an Feen von Cornelia Funke
Das Cover von „Emma glaubt nicht an Feen“ hat uns sofort neugierig gemacht und uns in eine spannende Welt entführt. Mich hat es begeistert, wie sehr die Kinder sofort begonnen haben zu rätseln, warum es so dicke Dornenranken gibt, was das Mädchen mit Stift und Papier macht und wer die blau-lila Gestalten sind – das ist doch ein perfekter Einstieg für eine Geschichte!
Diese erzählt von Emma, die es liebt draußen zu sein und die Natur um sie herum zu erforschen.
Neben ihrem Garten gibt es einen verwilderten Park, der ihr viele Forschermöglichkeiten bietet und eines Tages entdeckt sie ein sehr ungewöhnliches Insekt, dem sie bis tief in ein Brombeerdickicht folgt. Doch dann ist plötzlich alles anders: das Regenwetter hat sich in Sonnenschein verwandelt, aus dem Gestrüpp ist eine Lichtung mit Blumenwiese geworden und Emma selber ist plötzlich winzig klein. Was ist nur geschehen und wer sind die seltsamen und wütend dreinblickenden Wesen, die über ihr fliegen?
Wir lieben die Erzählweise von Cornelia Funke sehr, haben uns wahnsinnig auf dieses neue Buch gefreut und uns bereitwillig in diese unbekannte Welt entführen lassen. Wieder ist es der Autorin wunderbar gelungen, eine Geschichte zu erschaffen, die in sich so stimmig ist, dass wir wirklich ganz eintauchen und uns für die Zeit der Handlung in dieser neuen Welt einrichten konnten. Emma mochten wir von Anfang an sehr und es war so spannend herauszufinden, dass Feen in diesem Buch so ganz anders sind, als wir sie uns bisher vorgestellt hatten! Mehr verraten wir an dieser Stelle aber nicht, denn es ist einfach zu schön, sich die Einzelheiten selber zu erlesen!
Der Text liest sich sehr leicht und flüssig und ist unserer Meinung nach auch gut geeignet für das angegebene Alter (ab 7 Jahren), wenn er vorgelesen wird. Aber auch meine Nichte mit fast 10 Jahren hatte wirklich Freude an der Geschichte und ich als Erwachsene ebenfalls. Sie ist interessant und spannend, aber nicht zu gruselig und ich mochte es sehr, dass die Autorin für die Achtsamkeit gegenüber der Natur und für Natur- und Umweltschutz plädiert. Mit ihrer Geschichte schafft sie das ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit Empathie und Freude, was meiner Meinung nach immer der bessere Weg ist!
Bei den Bildern von Elias Linnekuhl sind wir uns nicht so ganz einig. Meine Nichte und mein Neffe fanden sie ganz toll, während ich sie auch mag, sie mir allerdings teilweise etwas zu eindimensional oder „glatt“ waren und ich mir mehr Ausdruck in der Mimik der Figuren gewünscht hätte. Da ich aber überstimmt wurde, können wir diesem Buch uneingeschränkte 5 Sterne schenken, denn wir hatten eine wundervolle Lesezeit an einem verregneten Wochenende!
Ein weiteres Highlight war für mich, dass die Geschichte zu Gesprächen anregte, die Kinder plötzlich vermehrt Fragen zu bestimmten Pflanzen hatten, wir recherchieren mussten und mein Neffe auch sehr aufmerksam im Garten unterwegs war, um mal nachzuschauen, ob nicht vielleicht doch auch bei uns Feen aus den Blüten purzeln könnten, woraus tolle Spiele entstanden sind. Und wenn wir es richtig verstehen, dann wird es wohl auch weitere Geschichten von Emma und der Welt der Feen geben, worauf wir uns bereits jetzt sehr freuen! Wir empfehlen diese Geschichte von Herzen und wünschen euch ganz viel Freude beim Kennenlernen!
Rezensionen von Claudia H.:
Für mich ein perfekter Roman
Things We Couldn’t Keep von Josefine James
Worum es geht:
Die Oscar-prämierte Schauspielerin Olivia Whitemore führt ein perfektes Leben. Sie ist eine der bestbezahlten Schauspielerinnen, wird geschätzt, von den Fans geliebt und verehrt. Niemand weiß, dass dies nur eine Fassade ist und Olivia seit Jahren ein Geheimnis mit sich herumträgt.
Dann tritt eine neue Assistentin Jordan in ihr Leben. Und mit ihr Sloan, für die Olivia sofort Gefühle entwickelt. Nur leider ist Sloan Jordans Mutter und damit für Olivia tabu. Außerdem ist Olivia ohnehin für alle Menschen nur eine Zumutung. Zumindest sieht Olivia das so.
Mein Fazit:
Schon nach der Kurzbeschreibung habe ich mich riesig auf diesen Roman gefreut. Meine Finger haben förmlich gekribbelt beim Umblättern. Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es geht gleich richtig stark los, man ist also sofort mitten drin in der Story, was ich immer ganz toll finde. Der Roman hat mich sofort gefesselt. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Olivia, Jordan und Sloan erzählt. Dadurch wird der Roman sehr schön emotional und man kann sich hervorragend in die Personen hineinfallen lassen. Alle drei sind tolle und auch ganz unterschiedliche Charaktere. Ein toller Schreibstil, eine tolle Story, für mich ein perfekter Roman.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und ich vergebe sehr gerne volle 5 Sterne.
Rezensionen von Claudia R.:
Abenteuerreise
4wheels - Auf dem Fahrrad um die Welt von Lion Kruse
Klappentext / Inhalt:
Lion Kurse legt uns den ersten Teil seiner Weltreise mit dem Fahrrad vor, die ihn mit seinem Kumpel Addy über 5 Kontinente führt.
Selten sind wir in einer Reiseerzählung so nah dran wie hier, an den Abenteurern und auch an den Menschen, denen sie begegnen. Gemeinsam mit den beiden erkunden wir Südafrika, Namibia und Botswana, sowie Vietnam, Kambodscha und Thailand.
Gemeinsam mit ihnen betreten wir Neuland, orientieren uns und beginnen zu verstehen, was das Leben dort ausmacht. Die Erlebnisse und Eindrücke derart anschaulich, nah und authentisch erzählt zu bekommen, ist ein Genuss!
Wir sehen, was sie sehen und begreifen, was sie begreifen. Gleichzeitig ahnen wir, wieviel mehr sie erlebt haben müssen, wie vielfältig die unbeschreiblichen Eindrücke sein müssen. In der Deutung der Verhaltensweisen, der Umstände und der Landschaft, liegt eine ganz große Stärke des Buches. Es ist ein Fenster in eine Welt, die meisten von uns nicht kennen, obwohl wir uns sehr dafür interessieren. Wir bekommen einen Zugang zu all dem, was einen dort erwartet.
Ganz nebenbei bekommen wir auch Abenteurer-knowhow von Lion Kurse: Wie Lebensmittel beschaffen, Unterkunft und Bezahlung organisieren? Welche geschriebenen und vor allem ungeschriebenen Regeln gibt es? Und nicht zuletzt: Wir fährt es sich mit dem Rad im Straßenverkehr in diesen Ländern am anderen Ende der Welt? Lion und Addy haben ein seltenes Abenteuer unternommen, rekordverdächtig viele Kilometer und Höhenmeter absolviert, viele Städte und Landschaften gesehen. Aber gleichzeitig gibt es keine Barriere zwischen diesen Teufelskerlen und uns Lesenden. Ein weiterer Grund, warum sich dieses Buch so gut liest!
Guido Lange, (Abenteurer und Autor)
Cover:
Das Cover zeigt die Spuren, die so ein Abenteuer hinterlässt und man kann hier die beiden Reisenden bei ihrer Tour erkennen. Man merkt die Strapazen, aber auch das Abenteuer förmlich in den Gesichtern und man bekommt Lust ein solches Abenteuer zu erleben. Das Cover ist klasse umgesetzt und es verspricht Spannung und Abenteuer.
Meinung:
Freiheit, Abenteuer und Weltreise in einem. Man bekommt Einblicke von Afrika und Südostasien aus einem anderen Blickwinkel und findet hinein in fremde Welten. Ein Reisebericht und Reiseabenteuer, der etwas anderen Art.
Die Beschreibungen sind bildlich und man kann sich sehr gut in das Erlebte hineinversetzen. Der Schreibstil ist locker und verständlich und es lässt sich sehr flüssig und gut lesen. Es wird alles sehr nah und lebendig beschrieben und so kann man sich alles sehr gut und bildlich vorstellen. Man hat das Gefühl bei der Reise und den Erlebnissen dabei zu sein und auch die Länder mit zu bereisen.
Die Berichte sind gut gegliedert und man kann dem Ganzen sehr gut folgen. Die Abschnitte haben eine gute Länge und auch die Überschriften sind passend und den Ablauf und die Route, sowie die Ereignisse gut wieder.
Am Beginn des Buches findet man zudem auch die Route und die bunten Bilder und Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab. Die Bilder geben Impressionen der Reise wieder und veranschaulichen das Ganze für den Leser sehr gut.
Die Geschichte und Berichte sind spannend und zugleich auch inspirierend, man bekommt Lust selbst solch ein Abenteuer zu erleben. Es zeigt aber auch die Anspannung, Anstrengung und Grenzerfahrung dahinter. Es ist sehr lebendig umgesetzt und zudem auch sehr authentisch. Man findet gut in die Erlebnisse hinein und kann diese gut nachvollziehen und miterleben. Ich finde es sehr spannend, was sie dort erlebt haben und habe einen großen Respekt vor einer solchen Weltreise.
Es liest sich locker und angenehm und es nimmt mit in andere Länder. Mir hat es viel Freude gemacht, diese Erlebnisse und Abenteuer zu lesen und so miterleben zu dürfen. Ein toller Reisebericht, der sehr authentisch und lebendig herübergebracht wird.
Fazit:
Spannender, authentischer und abenteuerlicher Reisebericht.
Rezensionen von askyfullofpages:
Liebe und Träume
Was wir von ihr wissen von Rebecca Fallon
[Unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar]
Geheimnisse.
Erinnerungen.
Wahrheit.✨
Eines kann ich vorwegnehmen: Das Hörbuch hat mir unglaublich gut gefallen. Ich bin immer noch beeindruckt, dass dies ein Debütroman ist. Rebecca Fallon ist ein unglaublich vielschichtiger Roman gelungen, der mich wirklich sehr berührt hat.
Es geht um Familiengeheimnisse, Identität, Verlust und die Frage, wie gut wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen. Die Autorin hat die Gefühlswelt jeder einzelnen Figur auf beeindruckende Weise herausgearbeitet.
Ein großes Kompliment geht auch an die Sprecherin. Sie hat das Hörbuch wunderbar eingesprochen und die unterschiedlichen Stimmungen und Emotionen mit viel Feingefühl transportiert. Für mich hat ihre Stimme perfekt zu dieser Geschichte gepasst.
Dieses Hörbuch hat mich berührt, nachdenklich gemacht und immer wieder überrascht. Für mich ist es ein außergewöhnlich starkes Debüt und ich freue mich schon auf das, was von der Autorin noch kommt. Eine klare Hörempfehlung für alle, die vielschichtige Familiengeschichten mit emotionaler Tiefe lieben.
Ich möchte mich herzlich bei DAV und NetGalley Deutschland für das Rezensionsexemplar bedanken. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst und ist wie immer ehrlich und unabhängig.
Rezensionen von Ryria:
Geschwisterbande
Ein Riesenspaß für die ganze Familie von Jennifer E. Smith
Vier Geschwister, Ende 30 bis Anfang 40, darunter ein Profisportler, ein Schriftsteller und eine Oscar-nominierte Schauspielerin - und trotz ihrer engen Beziehung in der Kindheit besteht aktuell fast kein Kontakt mehr. Ein gemeinsamer Wochenendtrip soll dies ändern, doch jeder bringt seine ganz eigenen Probleme mit auf die Reise und eine von ihnen hütet dazu noch drei Geheimnisse, die nun aufgedeckt werden sollen.
Zunächst mochte ich es sehr, dass man auch wirklich alle vier Perspektiven verfolgen kann, so steht keiner der Geschwister komplett im Fokus, sondern man lernt alle gut kennen. Ich hatte tatsächlich auch keinen Favoriten, alle Perspektiven hatten ihren ganz eigenen Charme und ich habe alle gleich gerne gelesen.
Immer wieder werden durch diese Perspektivwechsel auch Brücken zwischen den Geschwistern gespannt und man kann Gemeinsamkeiten und Verbindungen besser erkennen, was ich ganz schön geschrieben fand.
Generell hat mir der Schreibstil gut gefallen, es gab zwar keine sprachlichen Highlights, dafür bin ich durch die Seiten geflogen und konnte es entspannt lesen. Im Mittelteil gab es kleinere Längen, insgesamt war das Tempo aber durchaus angenehm.
Die Handlung selbst ist nicht großartig spannend, auch die Überraschungen und Geheimnisse konnte man eigentlich recht gut vorhersehen. Von daher sollte man es nicht lesen, wenn man auf so etwas Wert legt - stattdessen sollte man Gefallen an Familienbeziehungen und Geschwisterinteraktionen haben, denn diese stehen eindeutig im Fokus.
Es gibt emotionale Momente, viele witzige Stellen und Rückblicke in die Kindheit, während derer mir die Charaktere auch ans Herz gewachsen sind und auch wenn man sich das Ende denken konnte, fand ich den Weg dorthin doch sehr unterhaltsam.
Als Einzelkind war das Buch ein schöner Ausflug in die Welt einer größeren Familie und ich hätte gerne noch mehr Zeit mit dieser Familie verbracht.
Rezensionen von Odina:
Gefühlvoller Auftakt
Sturmland von Miriam Georg
In „Sturmland“ von Miriam Georg geht es um Cora, eine Reedertochter aus Hamburg, welche unter falschem Namen auf Norderney als Hauslehrerin arbeitet. Dort gerät sie mit ihrer Schülerin in Gefahr und begegnet dem Tagelöhner Onnen. Zwischen ihnen entsteht Nähe, doch beide haben Geheimnisse. Das Cover passt hervorragend zum Stil der Autorin und fängt die Atmosphäre des Romans sehr schön ein.
Der Schreibstil von Miriam Georg ist sehr flüssig, bildhaft und gefühlvoll. Ich war von Anfang an gefangen von der Geschichte rund um Cora und Onnen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Protagonisten sind klar und übersichtlich dargestellt. Cora war mir sehr sympathisch und auch Onnen fand ich durch seine Art besonders interessant. Mit der kleinen Emmi habe ich sehr mitgefühlt, denn ihr Schicksal hat mich berührt und sie tat mir sehr leid. Die Handlung ist emotional, spannend und atmosphärisch erzählt. Besonders das Ende hat mich bedrückt zurückgelassen, da ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Insgesamt ein sehr schönes Buch von Miriam Georg, das mich berührt und gefesselt hat. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.
Rezensionen von Alais:
Der ideale Begleiter für die Sternenbeobachtung
Sterne finden ganz einfach von Klaus M. Schittenhelm
Der Kosmos-Verlag kann mich immer wieder begeistern - mit diesem Buch aber ganz besonders. Ich hatte nämlich vor vielen Jahren schon einmal versucht, mithilfe eines Buches Sternenbilder zu erkennen, und war kläglich gescheitert. Mit diesem hingegen ist mir der Einstieg für einen kundigen Blick in den Nachthimmel jetzt endlich gelungen und das sogar erfreulich schnell.
Das Buch ist klar und übersichtlich gestaltet, zeigt, was sich wann im Jahresverlauf beobachten lässt, und lädt zum Träumen und Entdecken ein. In der Regel befindet sich auf der rechten Seite eine beschriftete Sternenkarte und links stehen Tipps zum Auffinden der Sternbilder sowie Wissenswertes und Erstaunliches rund um das Firmament. Im vorderen Teil werden einige praktische Tipps für die Sternenbeobachtung gegeben und im hinteren Teil wird dann noch kurz auf weitere Highlights am Himmel eingegangen.
Erst dachte ich, das Buch wäre für unterwegs ein bisschen zu groß, aber es passt gut in meinen Rucksack, ist relativ leicht und liegt gut in der Hand. Außerdem finde ich die Gestaltung sehr schön und elegant - und ich freue mich schon sehr auf viele spannende Stunden unter dem Nachthimmel mit diesem buchigen Begleiter!
Rezensionen von clematis:
Alles nur scheinbar
Einkehr (Neuauflage) von Tommie Goerz
Kommissar Friedemann Behütuns hat ein komisches Gefühl, eine sonderbare Dame berichtet, dass einige abgehandelte Todesfälle keine Unfälle gewesen sind, sondern Mord. Ohne Auftrag beginnt Friedo zu ermitteln und stößt auf unverständliche Nachrichten aus früheren Zeiten.
Schwer legt sich die brütende Hitze über das Land, träge gehen die Nachforschungen voran.
Behütuns mit seiner ruhigen, überlegten und gleichzeitig zielstrebigen Art lässt nicht locker, auch wenn manche Vorfälle schon aufgeklärt scheinen und endlich bei der Bevölkerung langsam in Vergessenheit geraten. Die großartig eingefangene Atmosphäre trägt auch diesen Kriminalroman von Tommie Goerz, Gegenwart und Vergangenheit laufen sachte ineinander. Zäh, gleich einem Zeitdehner, kriechen die Gedanken dahin, die Zusammenhänge und Verbindungen erschließen sich dem großartigen Peterleteam (denn alle sind mit dem Vornamen Peter gesegnet) und dem Leser nur langsam. Hervorragend gestaltet der Schriftsteller den Handlungsverlauf, bringt interessante Figuren ins Spiel und entwirft mit Leichtigkeit einen tiefgründigen Krimi, die Überraschung am Ende ist perfekt.
Wer das Außergewöhnliche sucht, greift bei Goerz zu, sowohl bei seinen Krimis als auch bei seinen literarischen Romanen kann man sich völlig im Geschehen verlieren und dabei noch einen grandiosen Schreibstil genießen.
Rezensionen von Annabell95:
Tat des Teufels
Der Totengräber und der Orden des Teufels (Die Totengräber-Serie 5) von Oliver Pötzsch
Wien 1896: Eine junge Frau wird unter mysteriösen, ritualhaften Umständen ermordet aufgefunden. Inspektor Leopold von Herzfeldt stößt bei seinen Ermittlungen auf eine einflussreiche Freimaurerloge, während Totengräber Augustin Rothmayer eine verstörende Grabschändung entdeckt, die den Fall noch rätselhafter macht.
Mit Hilfe von Julia Wolf und dem jungen Sigmund Freud versucht das Team, den Täter zu entlarven, doch die Spur führt in gefährliche Kreise und bringt besonders den Totengräber in große Gefahr.
"Der Totengräber und der Orden des Teufels" ist der fünfte Band der Totengräber-Reihe, die im historischen Wien spielt. Der Fall selbst ist in sich selbst abgeschlossen und kann auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wie bei allen anderen Reihen aber auch, empfiehlt es sich die Vorgängerbände zu kennen um in den vollen Genuss der Geschichte um die Charaktere zu kommen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen mit einem Hauch Humor und wienerischem Dialekt, der voll und ganz zum Setting in Wien passt. Dadurch wirkt alles sehr authentisch und durch die bildhafte Erzählweise werden die Handlungsorte sowie die Charaktere auch sehr lebendig.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, sodass es dynamisch und vielschichtig bleibt. Der Fall selbst überrascht mit Wendungen, falschen Fährten und Momenten, in denen man intensiv miträtselt. Besonders gelungen ist der Einbau von Sigmund Freud, der sich wunderbar ins historische Setting einfügt und zusätzliche Tiefe bringt.
Ein atmosphärisch dichter Kriminalroman, der das historische Wien mit all seinen Schattenseiten, gesellschaftlichen Strömungen und skurrilen Figuren lebendig macht. Es wurden historische Fakten, Freimaurer-Geheimnisse, Irrenhäuser, Zeitungsintrigen und die Meinungen der damaligen Zeit so geschickt mit dem Kriminalfall verbunden, dass man völlig in die Epoche eintaucht.
Da ich die Vorgängerbände bereits kenne, konnte ich sofort wieder Zugang zu den Charakteren finden und eine Bindung aufbauen. Die Hauptcharaktere Leo, Julia, Anna und Augustin Rothmayer sind alle sehr sympathisch, greifbar und ihre persönliche Geschichte wurde sehr schön weiterentwickelt. Am Besten ist immer noch der Totengräber Augustin Rothmayer, ein uriger Kautz, klug, verschroben und liebenswert.
Mein Fazit:
Ein spannender, atmosphärischer und historisch fundierter Wien-Krimi, der mit starken Figuren, cleveren Wendungen und einem unverwechselbaren Flair überzeugt. Klare Leseempfehlung für alle, die historische Krimis lieben.











