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Rezensionen von Lilli33:

Erschütternder Roman mit autobiografischen Zügen

Bekannt geworden ist Lilly Lindner durch die Veröffentlichung ihrer Autobiografie ?Splitterfasernackt? im Jahr 2011. Auch ?Was bleibt, wenn ich verschwunden bin? greift zum Teil eigene Erlebnisse der Autorin auf. Hier geht es um zwei Schwestern, Phoebe ist neun, April sechzehn. Beide sind hochintelligent, die Eltern hoffnungslos überfordert.

April ist in einer Spezialklinik, wo ihre Magersucht behandelt werden soll. So schreiben sich die beiden Mädchen Briefe, die ihr inniges Verhältnis erkennen lassen.

Anfangs fand ich die Briefform sehr ermüdend. Im Nachhinein empfinde ich diese Form des Romans als die einzig Passende. Nach wie vor schade finde ich, dass die Briefe nicht datiert sind. Das hätte mir eine Einordnung erleichtert.

Was die beiden Mädchen schreiben, ist erschütternd. Die Eltern sind nicht in der Lage, ihnen irgendwelchen Halt zu geben. Den geben sich Phoebe und April gegenseitig.

?Schwestern müssen schließlich zusammenhalten, weil man zusammen viel mehr halten kann als alleine.? (S. 17)

Doch was kann ein neunjähriges Kind groß bewirken, wenn die große Schwester quasi schon aufgegeben hat, wenn ihre ?Freundin Ana? (die Magersucht) alle Macht über sie hat? Die beiden Kinder sind nicht ?normal?, aber was ist schon normal? Und warum ist es überhaupt wichtig normal zu sein? Aprils Leben ist eine einzige Qual, sie fühlt sich unverstanden, zurückgewiesen und absolut einsam. Anstatt zu kämpfen, zieht sie sich in die Stille zurück, im Gegensatz zu Phoebe, die sich zum Glück nicht so schnell verbiegen lässt.

?Aber manchmal muss man die Wut und die Angst rausschreien, sonst bleiben sie in einem stecken, und dann explodiert man irgendwann.? (S. 161)

Über viele Weisheiten aus dem Mund der Neunjährigen muss man schmunzeln oder den Kopf schütteln, weil sie so wahr sind. Dabei sprüht das Buch vor lauter Wortspielen und Wortschöpfungen, fast war mir das schon etwas zu inflationär. Dadurch habe ich sicherlich das ein oder andere gar nicht mitbekommen. Überhaupt geht es viel um Wörter und Worte, denn mit ihnen kann man so viel Gutes tun oder aber auch zutiefst verletzen. Leider hat die Autorin die beiden Begriffe ?Wörter? und ?Worte? anscheinend willkürlich durcheinander geworfen, ohne die unterschiedliche Bedeutung zu würdigen. Das wird die meisten Leser wahrscheinlich nicht stören, wenn sie es überhaupt bemerken. Mich hat es leider sehr stark gestört, so stark, dass es stellenweise den Inhalt des Buches überlagert hat. Das hätte nicht sein müssen, und ich finde es sehr schade, denn davon abgesehen, kann Lilly Lindner wirklich sehr gut mit Wörtern und Worten umgehen. Ihre Sätze gehen unter die Haut.

Fazit:
Trotz kleiner Kritikpunkte gibt es von mir eine klare Leseempfehlung. Möge das Buch dazu beitragen, dass wir mehr aufeinander achten und uns gegenseitig stützen.

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Rezensionen von thora1:

Ein Buch daß einem das Herz zerreißt

Inhalt/Klappentext: Das erste Jugendbuch von Bestsellerautorin Lilly Lindner - Lilly Lindner ist ein Phänomen. Sie ist ein außergewöhnliches Schreibtalent. Nun hat sie ihr erstes Jugendbuch geschrieben und trifft mit ihrer glasklaren und poetischen Sprache jeden Leser direkt ins Herz. April ist fort.

Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

Dieses Buch hat mich sehr betroffen gemacht. Ich hab mit den Mädchen mitgefühlt und wäre sehr gerne mehr als einmal in das Buch hineingekrochen um die Mädchen in den Arm zu nehmen und ihnen Kraft zu geben. Mir sind bei vielen Abschnitten dieses Buches die Tränen gekommen. Diese Buch hat sich in mein Herz geschwindelt und bekommt einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal. Mich hat ganz besonders die Rolle der Eltern geschockt. Ich kann einfach nicht verstehen wieso die Eltern so sind. Ich konnte sehr gut spüren was die Schwestern füreinander empfinden. Der Schreibstil macht das Buch zu etwas ganz besonderen. Ich musste nach fast jedem 2. Brief eine Pause machen weil ich so mitgefiebert habe. Ich fand es auch sehr gut das der Wechsel der Perspektive von leeren Seiten eingeläutet wurde. Das Cover ist schlicht aber sagt wirklich alles über dieses Buch aus.

Ich habe diesem Buch 5 Sterne gegeben und dennoch habe ich das Gefühl es sind noch viel zuwenige Sterne. Für mich ist es ein Buch das nur mit dem Herzen bewertet werden kann.

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Rezensionen von Buchfee81:

Ein unbeschreibliches Buch

Zwei Schwestern, eine zerstörerische Krankheit und viele wundervolle Briefe.

Wie soll man den Schmerz und die Sehnsucht zweier Schwestern beschreiben, die sich nichts sehnlicher wünschen, als beisammen zu sein und die Welt mit Wörtern und Liebe zu bereichern ?

Phoebe ist verzweifelt, denn ihre große Schwester April ist krank.

Sehr krank.
Sie leidet an Magersucht und verliert sich immer mehr in ihrer Einsamkeit.
Als die beiden durch einen unausweichlichen Klinikaufenthalt getrennt werden, beginnt für sie die wohl schwierigste Zeit ihres Lebens.

Phoebe kämpft darum weiterhin gehört und gesehen zu werden, doch ihre Eltern sind derart in ihren eigenen Kummer versunken, dass sie sich an ihren Briefen festhält, die sie April schreibt.
Sie ist überzeugt davon, dass ihre Worte Gewicht haben und etwas Schönes in sich tragen und April dazu bewegen können, zu kämpfen. Für ihr Leben, für ihre Zukunft und für all die unausgesprochenen und ungehörten wundervollen Worte in ihrem Kopf.

"Ich schenke dir meine liebsten Worte. Damit du wieder ganz viel sprechen kannst, so wie früher. Denn kein Schmerz der Welt ist größer als dein Verstand. Und keine noch so hungrige Stille hat das Recht, deine Stimme zu verschlucken." Seite 267

Kaum ein Buch konnte mich so tief berühren, schockieren und gleichzeitig zur Verzweiflung treiben wie "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin".

Absolut ehrlich und schonungslos entführt Lilly Lindner uns in eine Geschichte, die kaum vorstellbar und doch real ist und tagtäglich unentdeckt um uns herum genauso geschieht.
Lilly Lindner hat einen ganz außergewöhnlichen Schreibstil und besticht mit einer solchen Sprachgewalt und wunderschönen Aussagen, dass man gar nicht genug Zitate aus diesem Buch sammeln kann.

Die Geschichte wird ausschließlich in Briefen erzählt, und auch wenn diese Briefform kein Novum in der Literatur ist, schafft sie doch in diesem Buch eine ganz besondere Atmosphäre, mal bedrückend und verzweifelt und dann wieder voller Liebe und Bewunderung.

Phoebe und April verbindet eine ganz eigene Beziehung, die geprägt ist von tiefer Zuneigung und Verständnis, aber auch von Angst und Verzweiflung.
Die beiden Mädchen scheinen so stark und ihrem Alter voraus zu sein, das es fast schmerzhaft ist, ihr Leid und ihre Hoffnungslosigkeit mitzuerleben .
An vielen Stellen der Geschichte, war ich einfach nur wütend und verzweifelt, ich wollte April in die Arme schließen und ihr zuhören und versuchen all die schlimmen Dinge die ihr zugefügt wurden, durch Taten oder unbedachte Worte, fortzunehmen und durch wunderschöne Momente zu ersetzen.

Es ist unvorstellbar, wie es manchen Eltern gelingt ihr Kind, durch Desinteresse, Überforderung oder schlichtweg Bosheit auszugrenzen und langsam aber sicher zu zerstören.

"Ich war acht Jahre alt. Und ich hatte gerade erst angefangen zu hungern. Ich wusste noch nicht, was Magersucht ist. Aber eines wusste ich: dass der nagende Schmerz in meinem Bauch besser war als die Einsamkeit in meinem Kopf." Seite 295

Dennoch besticht dieses Buch auch durch wunderbare kindliche Weisheiten, Wortwitz und ganz besondere Charaktere, die mit so viel Zuneigung und uneingeschränktem Vertrauen miteinander umgehen, dass man zwischendurch auch lächeln kann und den Glauben an die Freundschaft, Familie und das Gute und Einzigartige in unserer Welt nicht verliert.

Fazit

"Was bleibt, wenn ich verschwunden bin" ist definitiv kein Buch für nebenbei.
Man sollte sich auf die Geschichte einlassen und bereit sein, mit ganzem Herzen gefangen zu werden und die Gefühle Achterbahn fahren zu lassen.

Ein Roman, der mich tief berührt, schockiert und fassungslos zurück gelassen hat.
Aber auch eine Geschichte über die Kraft der Worte, Freundschaft, bedingungslose Liebe und Vertrauen, die Hoffnung schenkt, dass es nur dieser Dinge bedarf, um die Welt zum Guten zu verändern.

"Rücksicht nehmen ist eine schöne Wortzusammenstellung. Weil es klingt, als würde man sich umdrehen, jemanden sichten und dann zurückgehen, um für ihn da zu sein. Ich werde immer für dich zurückgucken. Und auch nach vorne und zur Seite. Überallhin wo du gerade bist." Seite 37

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Rezensionen von lisbeth0412:

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin...

...ein Teil von dir, aber auch ein Teil von jedem Menschen, der dich in deinem Leben berührt, geliebt, gehasst,..., hat.
Dieses Buch hat eine unglaubliche Sprache. Es ist gespickt mit Bildern und Wortspielen, dass man sich wünscht jedes einzelne Zitat auswendig lernen zu können und zu jeder Lebenslage selbst solch einen Spruch geben zu können.

Die Geschichte ist sehr ernst und traurig. Wenn man es schafft es mit einer gewissen Distanz zu lesen, weil man selbst etwas ähnliches im eigenen Umfeld erlebt hat, dann hat man Glück. Denn sonst sollte man sich jemanden suchen, mit dem man darüber reden kann, mit dem man darüber weinen kann. Mit dem man hoffen kann!
Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Im ersten schreibt die 9-jährige Phoebe Briefe an ihre im Krankenhaus liegende Schwester April, die sie von Herzen liebt. SIe erzählt ihr von ihrem Alltag und ihrer SUche nach Antworten. Antworten über das Leben. Antworten über eine Krnakheut, die sie nicht versteht und Antworten, zum Verhalten ihrer Eltern.
Im zweiten Teil kommt April zu Wort. Hier versucht sie ihrer Schwester zu erklären, warum es soweit gekommen ist, dass sie im Krankenhaus ist und das sie seit 8 Jahren am verschwinden ist.
Erst hier wird das ganze Ausmaß der Krankheit und insbesondere der begleitenden Umstände klar. Und man wünscht sich selbst dort zu sein und helfen zu können.

Lilly Lindner hat es geschafft ihre Geschichte trotz der Häßlichkeit, die Ana nun mal hat, in schöne Gewänder zu kleiden. Es wühlt auf, lässt nicht verstehen, aber ahnen, warum jemand seine Flucht zu Ana antritt. Vielen Dank für deine wunderschönen Worte, die du genauso schön in Szene setzen kannst, wie Phoebe und April es für dich getan haben!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:

nicht nur für Boxfans-lesenswert!

Man muss kein Freund des Boxens zu sein um dieses Buch als lesenswert zu empfinden. Die Mechanismen des NS Regimes, das faschistische Grauen, und Fanatismus ziehen an uns vorüber. Dazwischen Trollmann, der einen fast aussichtslosen Kampf gegen das infiltrierte System des Verbandes kämpft. Dieses Buch ist ein spätes Denkmal für Trollmann, stellvertretend für viele Menschen, denen es ähnlich ergangen ist.

Empfehlenswert als Pflichtlektüre an den Schulen!

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Rezensionen von Mel.E:

Wortaufstand der Satzbekenntnisse

"Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ist eines der Bücher, die ganz tief innen berühren, da sie eine fast schon zu deutliche Sprache sprechen. Nach Beenden des Buches, war ich eine ganze Weile lang fassungslos und den Tränen nah. Ich bin überzeugt, dass "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" die Leserschaft spalten wird und zwar in diejenigen, die sich ganz tief hineinfühlen können und in diejenigen, denen der Roman zu aufgesetzt erscheint.

"Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" lebt durch seine Worte und seinen Tiefgang, zumindest habe ich es so empfinden dürfen. Es gab so viele Sätze im Buch, die mich zum Nachdenken gebracht haben oder mir schmerzhaft bewusst gemacht haben, wie kostbar das Leben ist und man keinen Tag davon verschenken sollte. Ich bin der Autorin sehr dankbar für ihre deutliche Sprache, auch wenn sie nicht immer zu einem 9 Jährigen Mädchen wie Phoebe es ist passend erschienen. Soviel Weisheit und starke Wortauswahl scheint irgendwie nicht altersgemäß, obwohl, wenn ich mir Phoebe und April näher betrachte, ist es auf der anderen Seite doch wieder maßgeschneidert.

"Rücksicht nehmen ist eine schöne Wortzusammensetzung. Weil es klingt, als würde man sich umdrehen, jemanden sichten und dann zurückgehen, um für ihn da zu sein" Zitat S. 38

Die Aussagen des Buches sind recht einfach, denn wir lesen hier von einer heimtückischen Krankheit, die April komplett in ihre Fänge gezogen hat. Magersucht! April ist dabei sich komplett selbst zu verlieren und die Hintergründe werden erst so nach und nach klar. Mich hat es ehrlich gesagt fassungslos und wütend gemacht. Ich möchte es nicht weiter ausführen, da ich zu sehr spoilern würde. Für mich ist "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ein Buch, welches unbedingt gelesen werden sollte. Die Reaktionen von Aprils Eltern werden mir zwar niemals schlüssig sein, dennoch stellt sich ganz klar heraus, was Kinder in eine Essstörung ziehen könnte. Fehlendes Selbstbewusstsein, mangelnde Liebe und Aufmerksamkeit? In jedem von uns steckt der Wunsch so angenommen zu werden, wie wir sind und nicht in unserem Wissensdurst gemaßregelt zu werden.
"Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ist in zwei Teilen aufgebaut. Der erste Teil erzählt Phoebes Sicht der Dinge und der zweite Teil ist ein klein wenig als Antwort auf Phoebes drängenden Fragen an ihre ältere Schwester, ihre Wortverwandte zu lesen. Mich hat das Buch gestern dermaßen aufgewühlt, das ich eine kurze Pause einlegen musste, da ich es als sehr schmerzhaft empfunden habe. Mir fehlte auch oft das Verständnis für Aprils Eltern und wenn ich gekonnt hätte, hätte ich sie richtig geschüttelt, um sie zur Vernunft zu bringen. Das Schreien ist in dieser Familie an der Tagesordnung, daher wäre es vielleicht auch nicht schlimm gewesen, wenn ich sie angeschrien hätte, obwohl ich vermute, dass ich auf taube Ohren gestoßen wäre. Ich finde für mich persönlich keine Erklärung für das Denken und Handeln der Eltern. Aprils Schreie bleiben ungehört und daher zieht sie sich zurück. Irgendwann ist der Schritt ins Leben zurück viel zu groß und April zieht sich in ihr Schweigen zurück.

"Ich verstehe dich, April, denn manchmal will ich auch kein Wort mehr sagen. Denn wenn sowieso niemand zuhört, ist es leichter, still zu sein. Und vor allem ist es weniger anstrengend." Zitat S. 256

In diesem Roman begegnen uns viele wunderbare Dinge, die durch Worte geschehen, aber auch viel Schreckliches, Grausames, die eben auch durch Worte geschehen können. Es zeigt, das auch Worte manchmal der Grund allen Übels sein können. Durch Worte kann Wärme entstehen, aber auch tiefste Einsamkeit. Wählen wir unsere Worte einfach mit mehr Bedacht!

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin", da es in meinen Augen ein ganz besonders Buch war. Todtraurig, aber dennoch auf seine eigene Art und Weise wunderschön, obwohl in mir das schmerzhafte doch überwogen hat.

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Rezensionen von Lisa Thamer:

Ein Muss für Urban Explorers!

Shooting Lost Places von Charlie Dombrow

V

erlassene Orte haben ihren eigenen Reiz. Doch um dieses gewisse Etwas auf ein Foto bannen zu können, muss man einige Regeln befolgen. Diese bringt Charlie Dombrow dem Leser anschaulich näher. Und an den begleitenden Fotos kann man sich kaum sattsehen! Wohl eines der beeindruckendsten Fotografie-Sachbücher!

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Rezensionen von Wanderpfa.de:

Eine Lektüre für lange Winterabende

"Es wird schon gut gehen" von Wolfgang Nairz; Horst Christoph

Kein Buch für den Rucksack, denn dazu ist es zu schwer und zu schön aufgemacht, aber eine Lektüre für einige, lange Winterabende, wenn es die überhaupt noch gibt, stellt der bergsteigerische Lebensbericht des Everest-Bezwingers Wolfgang Nairz dar

Schon aufgrund seiner Grundstruktur eignet sich das Buch besonders dafür, auch mal zwischendrin aus der Hand gelegt zu werden.

Für ein lückenloses Lesen am Stück bietet es zu viel an Informationen und ist auch stilistisch nicht unbedingt ein literarisches Meisterwerk. Aber das tut dem Inhalt keinen Abbruch. Im Gegenteil: Gerade die eigenen Erzählungen des Autors, die sich abwechseln mit interessanten Interviews des Journalisten Horst Christoph wirken durch ihre bodenständige Ursprünglichkeit authentisch. Hingegen hätte man sich den einen oder anderen Gastbeitrag diverser Wegbegleiter lieber gespart.<br><br>

Immer wieder gern lese ich Geschichten wie die von der Winterbegehung des Direkten Nordpfeilers an der Kleinen Ochsenwand, bei der die Verwendung des Knies beim Klettern jedes Mal einen Schnaps kostete. Bei uns war es in der Jungmannschaft das Auslösen eines Steines oder das ?Betreten? des Seiles mit Steigeisen, die eine Radlermaßschuld auslösten.

Geschichten von Besteigungen an den höchsten Bergen der Welt klingen hingegen für mich immer wie aus Tausend und einer Nacht, egal, wer sie wie erzählt. Schön zu Lesen, einfach hinzunehmen, weil ohnehin nicht nachprüfbar und für Otto Normalbergsteiger in der Regel auch nicht nachlebbar. Aber ein Buch dient ja in erster Linie der Unterhaltung und die liefert das Buch ohne Zweifel, unterstützt von über 80 Bildern.

Die Themenvielfalt ist übrigens sehr weit gestreut. Es finden sich auch Berichte über die Seven Summits und eine bemerkenswerte Ballonfahrt in der Mongolei.

Ein Highlight sind sicherlich die privaten Briefe der Everest-Expedition 1978, die im Rahmen der Veröffentlichung erstmals dem interessierten Publikum einen noch persönlicheren Eindruck des damaligen Geschehens vermitteln.

Der Titel selbst ist natürlich auch Anlass, über das Thema Risikomanagement im eigenen Bergsteigerleben nachzudenken. Wenn es bislang immer gut gegangen ist, lässt sich mit dem Satz ?Es wird schon gutgehen? sicherlich gut leben. Aber wie sagte doch Luis Trenker so schön? ?Aufpassen müsst?s Buam, aufpassen! Oamal ned aufpasst, und Du bist Dei? ganzes Leb?n lang tot!?

Buchbesprechung vom 25.01.15 © Gipfelsammler vom Alpic.net/forum

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Rezensionen von Mathias Stöckl:

Ich weiß, wie du tickst von Martin Betschart

Dieses Buch gibt einen äußerst interessanten Einblick in die Verhaltensweisen unserer Mitmenschen und erklärt auch weshalb sie sich in gewissen Situationen so verhalten. Es eröffnet jedem ein besseres Verständnis seiner eigenen Aktionen und Reaktionen und lässt diese durch Beispiele und Übungen besser verstehen.

Es zielt darauf ab sie aktiv wahr zu nehmen und zu beeinflussen um in vielen Lebenslagen ein harmonischeres Miteinander zu ermöglichen.

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Rezensionen von HEYN Leserunde Sabine Moser:

sensationelles Buch auch für Nicht-Boxfans

Ich weiß, wie du tickst von Martin Betschart

S

prachlich ein Genuss ! Eine spannende wunderbare Geschichte - im Mittelpunkt steht der Boxer Trollmann, der eine schillernde zugleich fesselnde Rolle inne hat, zur Zeit das schrecklichen NS-Regimes, dem mit ironischem Feinsinn zu Leibe gerückt. Ein kurzweiliger Roman mit überraschenden Ausgang - Unbedingt Lesen!

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