Kunden em pfehlungen
Rezensionen von RebekkaT:
Das Blubbern von Glück
Das Blubbern von Glück 22.09.2014. von Jonsberg Barry
Dieses ganz besondere Buch bedarf auch einer ganz besonderen Rezension. Ganz im Stil von Candice habe ich durch das Alphabet eine Rezension verfasst und ihr jeden einzelnen Buchstaben gewidmet!
Am Anfang lernen wir Candice kennen, schnell merkt man, dass sie anders ist.
Besonders ist an Candice, dass sie immer ehrlich ist und alles ganz genau nimmt.
Chaos gibt es in ihrem Leben trotz Ordungsliebe genug.
Douglas aus einer anderen Dimension, der unbedingt zurück zu seinen wahren Eltern will und für Candice ein Freund wird.
Erdferkel-Fisch, die Candice auf keinen Fall als Göttin sehen darf, lieber soll sie Atheist werden.
Frances, ihre kleine, verstorbene Schwester geistert auch nach 7 Jahren durchs Haus und durchs Leben ihrer Familie.
Geld haben die Phees nicht viel, seit Candice Vater nicht mehr arbeitet.
Heimat ist für Candice Albright, die Stadt, die immer schläft.
Intelligent ist Candice, sie bringt immer nur As mit nach Hause.
Jim, ihr Vater, verschanzt sich im Schuppen, um an seinem Computer ein Programm zu erstellen, um es letztendlich seinem Bruder zu zeigen.
Küssen: ihren ersten Kuss bekam sie von Douglas, nachdem sie ins Wasser gesprungen ist, um ihre Familie zusammen zu führen, was erstmal misslang. Küssen findet sie komisch.
Liebe: Douglas liebt Candice, nur wie sie darüber denkt, ist nicht ganz klar, siehe K.
Mutig geht sie in die Schule und verstellt sich nicht, obwohl ihre Mitschüler sie für doof oder behindert halten. Sie hat keine Freunde, aber denkt, dass sie irgendwann schon Pyjamapartys feiern wird.
New Orleans: die Stadt hat für ihre Mutter eine ganz besondere Bedeutung, sei es beim New-Orleans-Abend oder ihr Geburtstagsgeschenk.
Offenheit, die ist es, die Candice so bezaubernd macht, ich glaube sie kann nichtmal lügen oder mit Absicht etwas falsch machen.
Patent ... ja, ein Patent hat Brian und Jim zu Feinden gemacht.
Querdenker: immer zwischen den Zeilen lesen, anders denken und darüberhinaus denken!
Reicher Onkel Brian liebt Candice und hilft ihr, wo er kann, trotzdem ist er ein Dickkopf, dem Geld scheinbar wichtiger ist als seine Familie.
Scheitelkäppchen-Fisch, den hat sie von Douglas bekommen, damit Erdferkel-Fisch nicht an Candice als Gott glaubt.
Tod, das bewegendste Kapitel, wie das F mit der Beschreibung von Frances Tod. Sowas passiert, ganz klar, aber wie sehr es eine Familie verändern kann, wie es auch Candice verändert hat, ist schwer, traurig, aber auch bewegend zu lesen.
Unausgesprochenes, aber dennoch zwischen den Zeilen zu ahnendes: herzlichen Glückwunsch an Barry Jonsberg, der zu Recht einer der renommiertesten und ausgezeichneten Schriftsteller Australiens ist. Ich werde ihn beobachten! ;-)
Vicky, ihre Mutter, leidet seit Frances Tod an Depressionen und ist somit kaum für Candice da.
Wir sollten uns alle ein wenig von Candice aneignen, ihre Sicht auf die Dinge und die Versuche, alle glücklich zu machen.
Xenophobie: ich habe es nachgeschlagen, die Angst vor Menschen.
York, also eher New York: da wohnt Denille, Candice Brieffreundin, in der Stadt die niemals schläft.
Zukunft: ich hoffe sehr, dass es noch ein weiteres Buch über Candice geben wird!
Cover: Fantasievoll und ich mag die Farben, nur habe ich mir Candice nie mit Brille vorgestellt.
Schreibstil: Das Buch habe ich verschlungen, es lies sich leicht lesen nur frage ich mich, ob es Kindern ab 10 auch gelingt, zwischen den Zeilen zu lesen und alles zu verstehen?!
Dieses Buch ist einfach nur schön und traurig zugleich. Zeigt es das Leben eines Mädchens, welches anders ist, aber eben auch in der wahren Welt vorkommt. Vieles erinnert mich an meinen 11. jährigen Sohn und seine Welt, deshalb bin ich dankbar noch ein bißchen mehr gesehen zu haben.
Rezensionen von MaggieGreene:
Ein Buch mit einer unvergesslichen Heldin
Das Blubbern von Glück 22.09.2014. von Jonsberg Barry
?Du singst dein eigenes Lied, Pumpkin, und du tanzt nach deiner eigenen Melodie. Du siehst die Welt mit anderen Augen als wir. Und weißt du was? Manchmal wünschte ich, jeder sähe sie mit deinen Augen. Ich weiß, dass die Welt dann ein besserer Ort wäre.? - Onkel Brian zu Candice
Candice Phee ist 12 Jahre alt und ein ganz besonderes Mädchen.
Sie ist sehr offen und ehrlich, sehr klug, und sie sieht die Dinge des Lebens auf ihre eigene Art.
Candice hat es nicht leicht im Leben: in der Schule gilt sie als seltsam und ist ein Außenseiter, und es fällt ihr oft nicht leicht, auf andere zuzugehen. Dann kann sie manchmal nur über geschriebene Notizen kommunizieren statt zu sprechen. Die größten Probleme gibt es aber in ihrer Familie: Nach einem furchtbaren Schicksalsschlag ist ihre Mutter depressiv, ihre Eltern haben sich auseinandergelebt, ihr Vater ist mit seinem Bruder verstritten. Dieser ist Candice' geliebter Onkel Brian, der ihr sehr wichtig ist.
Das ist eigentlich alles ein bißchen viel für ein so junges Mädchen, aber Candice gibt nicht auf: Ihre Mission ist es, alle glücklicher zu machen. Ihre Eltern, ihren Onkel Brian, selbst ihre Lehrerin, die wegen ihres Auges verspottet wird. Und da gibt es noch Douglas Benson, ihren Freund, der glaubt, einer anderen Dimension zu entstammen. Keine leichte Aufgabe für Candice, aber sie macht sich voller Zuversicht daran, die Welt zu verbessern...
Der australische Kinder- und Jugendbuchautor Barry Jonsberg hat ein zauberhaftes Buch geschrieben, das mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.
Candice ist eine wunderbare, witzige, rührende Heldin, wie es sie selten gibt.
Sie schreibt ihre Betrachtungen und Erinnerungen wie ein Alphabet von A-Z, ausgehend von einem Erlebnisbericht für die Schule, der bei ihr eben ein ganzes Buch wird.
Sie erzählt von ihrer chaotischen Familie, ihrem reichen Onkel Brian, ihrem Fisch Erdferkel, ihrer Schule, von Douglas aus einer anderen Dimension, von Trauer und Hoffnung. Das alles ist wunderbar zu lesen und lässt einen die Welt wirklich mit Candice' Augen sehen.
Ich habe mit Candice gelacht und geweint, gehofft und mich gefreut- und ich hätte am Schluss noch weiterlesen können, so sehr hat mir das Buch gefallen. Eines meiner absoluten Lese-Highlights in diesem Jahr, zu Recht mit dem Children's Peace Literature Award ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt.
Meiner Meinung nach ist es kein ausgesprochenes Kinderbuch, ich empfehle es auch für ältere Leser. Ich würde mir wünschen, dass Leute allen Alters Candice und ihre Welt entdecken. Von mir eine ganz besondere Leseempfehlung für dieses warmherzige und unvergessliche Buch!
Rezensionen von petris:
Von A wie Anfang bis Z wie Zeitenwende
Das Blubbern von Glück 22.09.2014. von Jonsberg Barry
A steht für Anfang
Und gleich von Anfang an hat mich dieses Buch begeistert. Candice Phee ist 12 Jahre alt und naja, nicht ganz so wie andere Mädchen ihres Alters. Allerdings hat sie auch schon eine ganze Menge erlebt, ihre Schwester ist als Baby gestorben, Onkel und Vater haben sich zerstritten,? Und sie hat sich eine großes Ziel gesetzt: Die Menschen um sich herum wieder glücklich zu machen.
B steht für Bedauern
Ich habe die kleine Candice die ganze Zeit durch bedauert. Dass die Erwachsenen um sie herum so verloren in ihrem Unglück sind und sie so wenig unterstützen. Aber wahrscheinlich würde Candice dieses Mitleid gar nicht wollen, denn tapfer und mit unglaublicher Kreativität, Ehrlichkeit und Sturheit macht sie sich ans Werk.
C steht für Chance
Es gelingt ihr tatsächlich, dass ihr Umfeld eine Chance auf mehr Glück bekommt. Wie sie das anstellt, was sie auf dem Weg dahin alles erlebt,? Das wird hier nicht weiter verraten! Das muss man einfach selber lesen.
D steht für Danke
Danke für dieses wunderbare Buch bei dem einfach alles stimmte. Ich habe die Charaktere geliebt (bzw. sie haben mich genervt, ihre Eltern z.B., wenn sie mit lauter Bezogenheit auf sich selber ihr wunderbares Mädchen ständig aus den Augen verlieren!), sie sind realistisch und sehr genau ausgearbeitet und sehr schön gezeichnet, die Sprache hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen (ein großes Lob an den Übersetzer! Das Buch funktioniert auf Deutsch perfekt, d.h. da hat die Übersetzung sehr gute Arbeit geleistet!), das Cover fand ich einladend und auch den Schluss sehr gelungen.
E steht für Ende
Das Ende ist neben dem Anfang wohl der schwierigste Teil eines Textes! Und wie viele Bücher verlieren ihren Glanz durch einen missglückten Schluss. Wie viele Bücher haben perfekte Enden?! Nicht sehr viele. Und Blubbern gehört dazu. Wunderbar aufgelöst, ein positives Ende ohne zu viel Kitsch, schön hoffnungsvoll, aber nicht zu übertrieben,? Einfach nur perfekt!
F steht für Fortsetzung
Ich bin kein Fan von erzwungenen Fortsetzungen, finde auch, dass das Blubbern so stehen bleiben kann. Aber sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich sie bestimmt wieder lesen. Die zweite Runde Erlebnisbericht A-Z, ich wäre dabei!
G steht für Großartig
Und genauso finde ich ?Das Blubbern von Glück?. Ein wunderbares Buch, vielleicht nicht unbedingt ideal als Kinderbuch. Aber für Erwachsene, die das Kind in sich bewahrt haben, die perfekte Lektüre. Ich habe es von der ersten Seite an geliebt und kann es nur allerwärmstens empfehlen. In mir hat es ein Blubbern von Glück hinterlassen.
Rezensionen von Tanja Zwiener Buchhandlung HEYN Klagenfurt:
Pure Lesefreude!
Stoner von John Williams
Wann kann man ein Leben als gelungen bezeichnen? Wenn man die eigenen Ziele erreicht, mit Ehefrau, Kindern und Freunden ein gutes soziales Umfeld hat? Wenn man eine steile Karriere vorweisen kann? Oder reicht EINE Leidenschaft im Leben, EINE große Liebe, damit ein Leben Sinn hat? John Williams beschreibt uns das, wie es scheint, voellig normale Leben eines amerikanischen Anglistikprofessors in der ersten Haelfte des vergangenen Jahrhunderts.
Und was meinen Sie: Ist dieses Leben gelungen?
In jedem Fall pure Lesefreude!!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:
eine Anatomie der Machtergreifung
Stoner von John Williams
Stephanie Bart, Deutscher Meister. Hamburg: Hoffmann und Campe 2014
"Fair is foul and foul is fair" - mit dieser Verdrehung gueltiger Werte locken schon Shakespeares Hexen den treuen Gefolgsmann Macbeth auf den Weg des moerderischen Machtgewinns. Bis heute bezeichnet "fair play" im Sport und darueber hinaus das "schoene", weil freie Spiel der Kraefte, das nach akkordierten Regeln ablaeuft; ein Verstoss gegen die vor dem Wettkampf festgelegten Regeln ist ein Foul.
Im 20. Jahrhundert koennte der Spruch der Hexen ueber einer Biographie des Wiener Fussballers Matthias Sindelar stehen.
Stephanie Bart fuehrt nun die Knebelung des "schoenen Spiels" durch den totalen Machtanspruch einer rassistischen Weltanschauung am Beispiel des Sinto Johann Wilhelm "Rukeli" Trollmann (1907-44) vor. Sein vorletzter Boxkampf trug ihm - und dem Roman - den Titel eines Deutschen Meisters im Halbschwergewicht ein; sein letzter Kampf war ein Lehrstueck in subversiver Affirmation: Unter politisch diktierten Bedingungen trat Trollmann mit blondiertem Haar und mehlbestaeubtem Koerper an und liess sich zusammenschlagen, quasi als blonder, weisser "Arier" und durch pseudo-sportliche Regeln geknebelt (s. die ausdrucksstarke Illustration unter Verwendung eines historischen Photos auf dem Schutzumschlag!). Die minutioese Schilderung dieses historischen Kampfes stellt den abschliessenden Hoehepunkt des Romans dar, der durch viele kleine 'Machtergreifungen' schwaechlicher Funktionaere ueberhaupt erst ermoeglicht und vorbereitet wird. So kann man das Werk angesichts und zugleich ungeachtet all seiner boxerischen Details als eine Anatomie der Machtergreifung lesen: Ob Sport oder Privatleben, Berliner Milieu oder englischer Aristokrat, ob Homo- oder Heterosexualitaet - der Totalitarismus (nicht nur) eines Hitler erhebt Anspruch auf die Macht ueber jeden Einzelnen und jeden Aspekt des Lebens.
Barts Fokus auf boxtechnische und physiologische Details macht die Lektuere fuer Box-Laien nicht unbedingt leichter. Er erfuellt aber eine zweifache Funktion: Zum einen hebt das Erzaehlen nie von der konkreten, koerperlichen Ebene ab ins abstrakt Weltanschauliche, auch nicht eines wohlmeinenden Anti-Faschismus. Zum anderen verweigert sich die Schilderung boxerischen Details jeder rassistischen Interpretation und damit der im europaeischen Denken tief verwurzelten Versuchung, die Ueberlegenheit z. B. eines Trollmann ueber verschiedenste Gegner auf einen 'naturhaften' ("Neger"-)Instinkt zurueck zu fuehren.
Fazit: ein ernstes, anschauliches und durch gelegentliche Glanzlichter von Berliner Schnauze auch unterhaltsames Buch; Realitaetsbezuege in der Gegenwart sind nicht ausgeschlossen.
Rezensionen von thora:
Candices Weg ins Glück
Das Blubbern von Glück 22.09.2014. von Jonsberg Barry
Die 12 jährige Candice ist ein besonderes Kind. Sie schenkt nur sehr wenigen Menschen ihr Vertrauen. Manche sind der Meinung sie ist behindert. Candice und ihr Familie haben mehrere Schicksalsschläge hinter sich. Diese haben sehr deutliche Spuren hinterlassen. Wird das Glück zu ihnen zurückkommen?
Es ist ein sehr berührendes zum teil auch humorvolles Buch.
Der Autor setzt sich mit einem sehr komplexen Thema auseinander. Es wechseln sich traurige und humorvolle Passagen ab. Mir gefällt der Aufbau sehr gut. Ich finde die Unterteilung der Kapitel sehr gelungen. Ich kann mir vorstellen das sich Kinder und Jugendliche gut in diesem Buch zurecht finden. Obwohl das Thema alles andere als kindgerecht ist hat der Autor es geschafft ein wirklich tolles Kinderbuch zu schreiben. Es hat nichts mit der Friede-Freude-Eierkuchenmentalität von Kinderbüchern zu tun. Ich fand das Candice sehr sympathisch beschrieben wurde mit all ihren Stärken und Schwächen. Es wurde auch sehr gut auf das Thema "anders sein" und Verlust eingegangen. Alles in Allem kann ich jedem der nicht ein Null-Acht-Fünfzehn-Buch lesen will dieses Buch nur empfehlen.
Rezensionen von LeseTante_Caro:
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen! Zu schön!
Das Blubbern von Glück 22.09.2014. von Jonsberg Barry
Candice Phee ist 12 Jahre alt und muss für ihre Schule einen Erlebnisbericht schreiben, der sich an sämtlichen Buchstaben des Alphabets orientiert. Das dies etwas länger dauert als erlaubt, kann man sich denken und Candice nutzt die Zeit dafür, in so manches Leben wieder ein wenig Lachen und Glück zu bringen.
Barry Jonsberg hat mit "Das Blubbern von Glück" ein Kinderbuch geschrieben, welches ich noch nicht oft gesehen habe. Schon lange stand es auf meiner Wunschliste und nun hatte ich endlich das Glück es zu lesen.
Candice Phee ist ein wunderbares, schlaues, aber auch eigenartiges Mädchen. Ein schwerer Schicksalsschlag hat die Familie Phee zerüttet. Der Vater versteckt sich hinter seiner erfolglosen Arbeit mit Computern. Und Candice' Mutter zerfließt in Depressionen. Candice kann und will so nicht mehr leben und versucht nun, durch ihre unvergleichliche Art, ihre Eltern wieder aufzuwecken.
Ich fand die Geschichte toll und Barry Jonsberg hat einen angenehmen Schreibstil. So schaffte er es immer die richtige Stimmung zu erzeugen. Ob man nun lachen, weinen oder einfach nur staunen wollte. Man reist förmlich durch ein kleines Labyrinth von Emotionen. Dabei erstaunt Candice durch ihr durchaus reifes Verhalten und der Umgang mit anderen Menschen.
Auch wenn sie mit fremden Menschen zunächst nur schriftlich kommunizieren kann, findet sie überall Kontakt und weiß sich zu helfen. Daher bewundere ich Candice für ihre Stärke und das Selbstvertrauen, dass sie an den Tag legt. Sie begegent jeden Menschen mit Respekt, ist er auch noch so gemein zu ihr.
Und am Ende hat Candice so manchen Menschen ein Stück glücklicher gemacht. Auch mich irgendwie, denn ich freue mich, dass ich dieses Buch lesen durfte und vergebe volle
5 Sterne *****
für einen Roman der von Melancholie nur so strotz, aber trotzdem einen lebensbejahend zurücklässt.
Rezensionen von BookHook:
Candice Phee macht glücklich!
Das Blubbern von Glück 22.09.2014. von Jonsberg Barry
Zum Inhalt:
Die zwölfjährige Candice hat es alles andere als leicht. Ihre kleine Schwester "Sky" ist am plötzlichen Kindstod gestorben, ihre Mutter hat Brustkrebs und verkriecht sich nur noch in das stockfinstere Schlafzimmer und ihr Vater hat sich mit seinem Bruder ("reicher Onkel Brian - alias ROB") bis aufs Blut zerstritten und zergeht in Selbstmitleid.
Aber Candice Phee wäre nicht Candice Phee, wenn sie nicht alles wieder in Ordnung bringen wollen würde!
Meine Meinung:
"Das Blubbern von Glück" ist ein wirklich ganz, ganz besonderes Buch. Allen voran natürlich wegen seiner außergewöhnlichen Protagonistin Candice Phee. Candice ist anders als alle anderen Kinder, aber dennoch geht sie zielstrebig durch ihr Leben, gibt niemals auf und kommt auf die absonderlichsten Ideen, um ihren Mitmenschen zu helfen. Sei es, ihrer Lieblingslehrerin mit dem "Kullerauge", Douglas Benson aus einer anderen Dimension oder auch einfach nur ihr Erdferkel-Fisch. Candice findet für jedes Problem, für jede Situation eine Lösung! Dabei liegen Lachen und Weinen oftmals dicht nebeneinander. Aber genau das ist die wunderbare Kernbotschaft dieses Buches für mich: "Gib niemals auf, Du kannst etwas verändern!".
Aber auch die anderen Charaktere sind wunderbar und in solch schillernder Vielfalt wirklich selten zu finden. Mein persönlicher Liebling, neben Candice, ist eindeutig Douglas Benson aus einer anderen Dimension. Auch er ist anders, auch er trägt sein ganz eigenes, multidimensionales Problem mit sich herum. Aber auch er gibt niemals auf!
Der Schreibstil des Autors ist ebenfalls wirklich etwas besonderes. Leicht, unbeschwert, schon fast tänzelnd, berichtet er durch Candice Phee selbst von den schwersten Schicksalsschlägen ohne in tiefe Melancholie abzurutschen. Und dabei bringt er den Leser des öfteren zum Schmuzeln oder zum Lachen, selbst wenn die Situation an sich eigentlich gar nicht komisch ist (z.B. als Candice Phee mit dem un-umkippbaren Dreirad umkippt).
Dieses Buch ist für mich ein kleines literarisches Gesamtkunstwerk, dass ich uneingeschränkt jedem jugendlichen oder erwachsenen Leser empfehlen möchte. Es ist wahr: Candice Phee bringt Glück!
FAZIT:
Meine Eindrücke zu diesem wunderbaren Buch in nur einem Satz zusammenzufassen ist schier unmöglich. Ich sage nur: Unbedingt Lesen!
Rezensionen von mrs.lucky@web.de:
Eine wunderbare Geschichte über ein außergewöhnliches Mädchen
Das Blubbern von Glück 22.09.2014. von Jonsberg Barry
Candice Phee ist 12 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Albright in Australien. Nach einigen Schicksalsschlägen haben ihre Eltern sich in Trauer und Depression zurückgezogen, so dass Candice oft auf sich allein gestellt ist. Candice selbst ist in ihrer Art und ihrer Auffassungsweise anders als ihre Klassenkameraden, dort ist sie eine Aussenseiterin und hat keine Freunde.
Als sie für die Schule einen Aufsatz verfassen soll, in dem sie zu jedem Buchstaben des Alphabets einen Absatz über sich selbst schreiben soll, wird schnell klar, dass es eine Mange gibt, von dem sie erzählen und das sie los werden möchte.
Während sie von ihrer Familie und ihrer Vergangenheit schreibt, wird ihr zudem bewusst, wie unglücklich alle Familienmitglieder schon seit langem sind, und dass sie daran dringend etwas ändern muss. Es soll in ihrer Familie das Glück wieder einziehen. Da Candice ein eher ungewöhnliches Mädchen ist, geraten auch ihre Versuche, ihre Familie wieder zusammen und zum Lachen zu bringen, sehr ausgefallen und besonders.
Mir hat das Buch sowohl inhaltlich als auch stilistisch sehr gut gefallen. Da das Buch aus Candice Aufsatz besteht, wird die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt. Dialoge lockern die Geschichte ebenso auf, wie Abschriften der Briefe, die Candice regelmäßig an ihre Brieffreundin in Amerika schreibt, obwohl sie noch nie eine Antwort darauf bekommen hat.
Diese Hartnäckigkeit ist nur eine der bemerkenswerten Eigenschaften Candices, die sie und dieses Buch so liebenswert machen. Candice ist von einer bestechenden Ehrlichkeit und Offenheit, mit der sie andere Menschen manchmal vor den Kopf stößt aber auch zum Nachdenken und ungewollt zum Lachen bringt. Candice ist sich bewusst, dass sie anders ist und denkt als ihre Mitschüler, spricht aber offen über ihre Schwächen, die sie für sich als gegeben akzeptiert. Sie ist manchmal verstörend direkt und sagt selber von sich, sie könne nicht anders, als die Wahrheit zu sagen, andererseits zeigt sie mit einigen ihrer Aktionen wie viel Einfühlungsvermögen sie besitzt.
Candice Schilderungen haben mich zum Lachen gebracht und dann wieder zu Tränen gerührt. Das Buch hat mich an vielen Stellen zum Nachdenken gebracht, ich bin nicht sicher, ob die Altersempfehlung ab 10 Jahren wirklich passend ist. Das Buch ist komplex, Candices Ausdrucksweise ist für eine 12-jährige sehr anspruchsvoll. Für Eltern bringt die Geschichte vermutlich mehr Erkenntnisse und Einblicke als für Kinder.
Rezensionen von silkedb@web.de:
Das Alphabet der Candice Phee
Das Blubbern von Glück 22.09.2014. von Jonsberg Barry
"Das Blubbern von Glück" von Autor Barry Jonsberg ist eine sehr ungewöhnliche Geschichte über die 12jährige Candice Phee und ihre Familie. Candice sind andere Dinge wichtig als ihren Mitschülern. Sie hat ihrer Meinung nach viele Freunde, doch beruht dies leider nicht auf Gegenseitigkeit.
Ihre besten Freunde sind daher eine Brieffreundin die ihr noch nie geantwortet hat und ihr Goldfisch Erdferkel-Fisch der wahrscheinlich an einer Identitätskrise leidet. Mit Computern kann Candice nichts anfangen, obwohl ihr Vater einen Reparaturdienst hat und ihr reicher Onkel Brian mit einem Computerprogramm Millionen gemacht hat. Seit ihre kleine Schwester Sky gestorben ist, hat Candice nicht mehr das Blubbern von Glück erlebt, das vorher ihre Familie erfüllt hat. Am liebsten würde Candice die ganze Welt glücklich machen, aber nun möchte sie erst einmal mit ihrer Familie anfangen. Dumm nur, dass ihre Bemühungen nicht immer auf fruchtbaren Boden fallen.
Geschrieben ist "Das Blubbern von Glück" aus der Perspektive von Candice. Sie erhält in der Schule die Aufgabe einen Aufsatz zu schreiben der von ihr selber handelt und bei dem jeder Absatz mit einem Buchstaben des Alphabets beginnt, in der Reihenfolge von A bis Z. Doch als Candice bemerkt, dass sie schon achtzehn Absätze braucht nur um den Leser ihren Namen mitzuteilen, beschließt sie, dass dies ein längeres Projekt werden muss und auch alle die ihr wichtig sind darin Erwählung finden müssen. So ergibt sich schließlich ein ganzes Buch von A wie Aufsatz über H wie Hoffnung, bis zu Z wie Zeitenwende.
Candice Überlegungen und Gedankengänge sind mehr als ungewöhnlich, doch immer voller Herz und Mitgefühl. Es ist ein Buch das es vermag Menschen verschiedenster Altersstufen anzusprechen und jeder wird darin etwas finden das ihm in Erinnerung bleibt. Es handelt von Kindern, ist aber kein reines Kinderbuch und Erwachsene können noch viel lernen von Candice Bemühungen das Blubbern von Glück zurück in ihre Familie zu bringen. Das Konzept des Schulaufsatzes der zu einem Buch führt und daher über Wochen hinweg erzählt wird fand ich nicht immer so ganz überzeugend und schlüssig was den Adressaten betrifft, aber das ist auch meine einzige Kritik an dieser Geschichte.
Empfehlen kann ich "Das Blubbern von Glück" daher an alle Leser die Geschichten mögen die das Herz berühren können und dabei auch Humor beweisen.



