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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Karoline Ferlitsch Buchhandlung HEYN Klagenfurt:

Ein wunderbarer Erzähler!

Zwei Herren am Strand von Michael Köhlmeier

In diesem tollen Buch beschreibt er Winston Churchills und Charlie Chaplins Handicap auf unnachahmliche Weise. Weltgeschichte und persönliches Schicksal in einer phantasievollen Geschichte. Einmal mehr beweist sich Köhlmeier als Meister des Erzählens.

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Rezensionen von Karoline Ferlitsch Buchhandlung HEYN Klagenfurt:

Streitbar gut!

Geisterstunde von Konrad Paul Liessmann

Liessmann zu lesen ist eine wahre Freude! Er räumt gehörig auf mit den sogenannten Bildungexperten und vermittelt anschaulich, logisch und klug, was Wissen ausmacht und wie er sich Schule und Uni vorstellt.

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Zum Grübeln!

Kindeswohl von McEwan Ian

Was ist wirklich zum Wohle des Kindes? Diese Frage stellt sich bei McEwan neuestem Buch. Eine toll erzählte Geschichte einer Jugendrichterin, die mit ihrem Gewissen kämpft.

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Rezensionen von Karoline Ferlitsch Buchhandlung HEYN Klagenfurt:

Ein echter T.C.Boyle

Hart auf hart von T.C. Boyle

T.C. Boyle von seiner besten Seite: Unglaublich gut, wie er den Freiheitswahn der Amerikaner entlarvt und die Aussenseiter ihrer Gesellschaft beschreibt. Ein spannendes und tolles Lesevergnuegen!

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Hart auf hart von T.C. Boyle

T.C. Boyle von seiner besten Seite: Unglaublich gut, wie er den Freiheitswahn der Amerikaner entlarvt und die Aussenseiter ihrer Gesellschaft beschreibt. Ein spannendes und tolles Lesevergnuegen!

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Ein echter T.C.Boyle

Hart auf hart von T. C. Boyle

T.C. Boyle von seiner besten Seite: Unglaublich gut, wie er den Freiheitswahn der Amerikaner entlarvt und die Außenseiter ihrer Gesellschaft beschreibt. Ein spannendes und tolles Lesevergnügen!

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Rezensionen von Bücherkiste:

Emotionale und Lliterarische Wucht

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin von Lindner Lilly

Ich entschuldige mich schon einmal vorab, für diese wahrscheinlich ausufernde Rezension, aber das liegt an Phoebe und an April und an Lilly, die mich so tief berührt haben und mir viele neue Worte für Dinge gezeigt haben, von denen ich dachte, es gäbe gar keine anderen Worte dafür.

Das Buch kann man auch für sich sehen, aber es ist durchaus hilfreich, sich vorher kurz mit der Autorin zu beschäftigen.

Lilly Lindner veröffentliche 2011 mit Mitte 20 ihre Autobiographie ?Splitterfasernackt?, in der sie davon erzählt, wie sie als Kind sexuell missbraucht wurde. Lindner wurde magersüchtig und verkaufte sich später als Prostituierte. Das Buch war ein großer Bestseller. Nicht nur wegen des grausamen Schicksals der Autorin, sondern besonders wegen ihres literarischen Talentes, auf das ich später noch eingehen werde. Ich habe ihr Buch damals nicht gelesen, weil ich normalerweise keine Erfahrungsbücher lese, von daher ging ich vollkommen unbedarft an ihr erstes Jugendbuch heran. Nur um gestern abend nach Beenden des Romans alle ihre bisherigen Bücher zu bestellen.

?Was fehlt, wenn ich verschwunden bin? ist keine leichte Lektüre. Das Thema ist traurig und es erschüttert einen um so mehr, weil Phoebe und April einem so nah sind, wie wirkliche Geschwister und weil Lilly Lindner eine Sprache hat, der man sich nicht entziehen kann. Eine Sprache, die einen lehrt, das Worte nicht einfach nur Worte sind, sondern das man sie neu verbinden kann. Immer wieder überraschen die Protagonisten mit Gedanken und Gefühlen, die noch nie jemand auf dieser Welt mit diesen Worten ausgesprochen hat und ich habe mich auf jeder Seite gefragt, wieso hat das noch nie jemand so ausgesprochen? Wieso denken nicht mehr Menschen so? Wieso findet Lilly Worte für meine Gedanken, obwohl sie sie gar nicht kennt?

Nach fünfzig Seiten habe ich aufgehört mir wunderschöne Sätze zu markieren, weil es eigentlich auf jeder Seite eine handvoll davon gab und mein Buch mittlerweile wie eine explodierte ?Bibliothek der schönen Worte? aussah.

?Ich glaube, es gibt bei Erwachsenen immer wieder Momente, in denen sie sich fragen, warum sie all die Dinge tun, die sie tun. Und dann überlegen sie ganz heftig, was sie stattdessen machen könnten. Sie kriegen Migräne. Sie nehmen Tabletten. Und am Ende machen sie dann doch das Gleiche, was sie auch schon vor dem Nachdenken getan haben. Aber wenn man vor dem Denken das Gleiche weiß wie nach dem Denken, dann ist man entweder nicht sehr klug, oder man hat unvollständig gedacht, oder in die falsche Richtung. Bei Frau Sener ist es besonders schlimm. Sie ist erst vierzig, aber sie sieht aus, als wäre sie schon neunundneunzig ? das ist das Alter, das auf Brettspielen als obere Begrenzung angegeben ist. Danach ist man zu alt für Spiele, dann beginnt der Ernst des Leben.? (S.55.)

Ich möchte vorweg nehmen, dass es in diesem Buch nicht wirklich um Magersucht geht. Die Magersucht ist ein Symptom und wird übrigens auch kaum beschrieben. Es geht viel mehr um die innere Welt von zwei Kindern, die so außergewöhnlich sind, dass ihre Eltern 24 Stunden am Tag mit ihnen überfordert sind. Es geht darum, wie Phoebe mit dem Schmerz umgeht, weil ihre Schwester monatelang fern von ihr in einem Krankenhaus lebt und um ihr Leben kämpft, während Phoebe keine Nachricht bekommt und ganz allein mit einem erstarrten Elternpaar leben muss. Es geht darum, wie April alleine mit ihren Gedanken und ihrem Schweigen in einem Krankenhausbett liegt und außer Worten, die sie für Phoebe in Briefen niederlegt, nichts mehr zu haben scheint, um diese Stille zu durchbrechen.

Ich mag eigentlich keine Briefromane, aber ich glaube ohne dieses Stilmittel hätte ?Was fehlt, wenn ich verschwunden bin? nicht diese emotionale und literarische Wucht. Interessant ist so zudem, wie unterschiedlich die beiden Schwestern z.B. die Beziehung zu den Eltern sehen. Berührend ist es aber vor allen Dingen, wie sehr die beiden sich lieben und wie sehr sie einander brauchen. Die neunjährige Phoebe mag den meisten Leser wohl näher sein. Sie ist wie ein kleiner Kobold mit ihrem nie stillstehenden Plappermäulchen und den wie April es ausdrückt ?butterkecksblonden? Haaren. Sie trägt ihr Herz und ihren Verstand auf der Zunge und lässt sich nicht verbiegen, auch wenn ihre Eltern sie meistens nur fragend anschauen, weil sie mal wieder etwas gesagt hat, was neunjährige Kinder eigentlich nicht sagen. Tatsächlich sagt sie viele Dinge, die nicht mal Erwachsene sagen, weil diese sich längst an die gängige Norm angeglichen haben.

Ich habe das Buch in einer Leserunde bei lovelybooks gelesen und es gab dort auch einen Fragetag, wo die Autorin uns Rede und Anwort stand. Danach hatte das Buch für mich ehrlich gesagt noch eine andere Kraft als vorher, denn tatsächlich sind Phoebe und April wohl eins. Sie sind Lilly. Sie sind die beiden Wege, die Lilly Lindner hätte einschlagen können, wenn das Leben für sie anders gelaufen wäre. Sowohl im Positiven, als auch im Negativen.

Für mich ist der Roman allerdings auch ein Zeichen für ein besseres Miteinander. Mehr aufeinander achtgeben, mehr hinschauen, mehr hinhören, auch wenn eigentlich das Gegenüber gar nichts sagt. Ja, es ist wohl auch eiin Plädoyer andere Menschen so sein lassen zu dürfen, wie sie sind. Wenn ein Kind anders ist, dann ist es anders. Wenn es über die Maßen talentiert und intelligent ist, dann möchte es vielleicht nicht wie die anderen auf dem Spielplatz Ball spielen oder später Partys feiern. Deswegen sind diese Menschen nicht weniger normal, als die anderen.

"Aber vielleicht gibt es ja auch gar keine hochbegabten Menschen, sondern nur ziemlich viele tiefbegabte."(S. 304).

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Rezensionen von Lilli33:

Erschütternder Roman mit autobiografischen Zügen

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin von Lindner Lilly

Bekannt geworden ist Lilly Lindner durch die Veröffentlichung ihrer Autobiografie ?Splitterfasernackt? im Jahr 2011. Auch ?Was bleibt, wenn ich verschwunden bin? greift zum Teil eigene Erlebnisse der Autorin auf. Hier geht es um zwei Schwestern, Phoebe ist neun, April sechzehn. Beide sind hochintelligent, die Eltern hoffnungslos überfordert.

April ist in einer Spezialklinik, wo ihre Magersucht behandelt werden soll. So schreiben sich die beiden Mädchen Briefe, die ihr inniges Verhältnis erkennen lassen.

Anfangs fand ich die Briefform sehr ermüdend. Im Nachhinein empfinde ich diese Form des Romans als die einzig Passende. Nach wie vor schade finde ich, dass die Briefe nicht datiert sind. Das hätte mir eine Einordnung erleichtert.

Was die beiden Mädchen schreiben, ist erschütternd. Die Eltern sind nicht in der Lage, ihnen irgendwelchen Halt zu geben. Den geben sich Phoebe und April gegenseitig.

?Schwestern müssen schließlich zusammenhalten, weil man zusammen viel mehr halten kann als alleine.? (S. 17)

Doch was kann ein neunjähriges Kind groß bewirken, wenn die große Schwester quasi schon aufgegeben hat, wenn ihre ?Freundin Ana? (die Magersucht) alle Macht über sie hat? Die beiden Kinder sind nicht ?normal?, aber was ist schon normal? Und warum ist es überhaupt wichtig normal zu sein? Aprils Leben ist eine einzige Qual, sie fühlt sich unverstanden, zurückgewiesen und absolut einsam. Anstatt zu kämpfen, zieht sie sich in die Stille zurück, im Gegensatz zu Phoebe, die sich zum Glück nicht so schnell verbiegen lässt.

?Aber manchmal muss man die Wut und die Angst rausschreien, sonst bleiben sie in einem stecken, und dann explodiert man irgendwann.? (S. 161)

Über viele Weisheiten aus dem Mund der Neunjährigen muss man schmunzeln oder den Kopf schütteln, weil sie so wahr sind. Dabei sprüht das Buch vor lauter Wortspielen und Wortschöpfungen, fast war mir das schon etwas zu inflationär. Dadurch habe ich sicherlich das ein oder andere gar nicht mitbekommen. Überhaupt geht es viel um Wörter und Worte, denn mit ihnen kann man so viel Gutes tun oder aber auch zutiefst verletzen. Leider hat die Autorin die beiden Begriffe ?Wörter? und ?Worte? anscheinend willkürlich durcheinander geworfen, ohne die unterschiedliche Bedeutung zu würdigen. Das wird die meisten Leser wahrscheinlich nicht stören, wenn sie es überhaupt bemerken. Mich hat es leider sehr stark gestört, so stark, dass es stellenweise den Inhalt des Buches überlagert hat. Das hätte nicht sein müssen, und ich finde es sehr schade, denn davon abgesehen, kann Lilly Lindner wirklich sehr gut mit Wörtern und Worten umgehen. Ihre Sätze gehen unter die Haut.

Fazit:
Trotz kleiner Kritikpunkte gibt es von mir eine klare Leseempfehlung. Möge das Buch dazu beitragen, dass wir mehr aufeinander achten und uns gegenseitig stützen.

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Rezensionen von thora1:

Ein Buch daß einem das Herz zerreißt

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin von Lindner Lilly

Inhalt/Klappentext: Das erste Jugendbuch von Bestsellerautorin Lilly Lindner - Lilly Lindner ist ein Phänomen. Sie ist ein außergewöhnliches Schreibtalent. Nun hat sie ihr erstes Jugendbuch geschrieben und trifft mit ihrer glasklaren und poetischen Sprache jeden Leser direkt ins Herz. April ist fort.

Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

Dieses Buch hat mich sehr betroffen gemacht. Ich hab mit den Mädchen mitgefühlt und wäre sehr gerne mehr als einmal in das Buch hineingekrochen um die Mädchen in den Arm zu nehmen und ihnen Kraft zu geben. Mir sind bei vielen Abschnitten dieses Buches die Tränen gekommen. Diese Buch hat sich in mein Herz geschwindelt und bekommt einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal. Mich hat ganz besonders die Rolle der Eltern geschockt. Ich kann einfach nicht verstehen wieso die Eltern so sind. Ich konnte sehr gut spüren was die Schwestern füreinander empfinden. Der Schreibstil macht das Buch zu etwas ganz besonderen. Ich musste nach fast jedem 2. Brief eine Pause machen weil ich so mitgefiebert habe. Ich fand es auch sehr gut das der Wechsel der Perspektive von leeren Seiten eingeläutet wurde. Das Cover ist schlicht aber sagt wirklich alles über dieses Buch aus.

Ich habe diesem Buch 5 Sterne gegeben und dennoch habe ich das Gefühl es sind noch viel zuwenige Sterne. Für mich ist es ein Buch das nur mit dem Herzen bewertet werden kann.

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Rezensionen von Buchfee81:

Ein unbeschreibliches Buch

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin von Lindner Lilly

Zwei Schwestern, eine zerstörerische Krankheit und viele wundervolle Briefe.

Wie soll man den Schmerz und die Sehnsucht zweier Schwestern beschreiben, die sich nichts sehnlicher wünschen, als beisammen zu sein und die Welt mit Wörtern und Liebe zu bereichern ?

Phoebe ist verzweifelt, denn ihre große Schwester April ist krank.

Sehr krank.
Sie leidet an Magersucht und verliert sich immer mehr in ihrer Einsamkeit.
Als die beiden durch einen unausweichlichen Klinikaufenthalt getrennt werden, beginnt für sie die wohl schwierigste Zeit ihres Lebens.

Phoebe kämpft darum weiterhin gehört und gesehen zu werden, doch ihre Eltern sind derart in ihren eigenen Kummer versunken, dass sie sich an ihren Briefen festhält, die sie April schreibt.
Sie ist überzeugt davon, dass ihre Worte Gewicht haben und etwas Schönes in sich tragen und April dazu bewegen können, zu kämpfen. Für ihr Leben, für ihre Zukunft und für all die unausgesprochenen und ungehörten wundervollen Worte in ihrem Kopf.

"Ich schenke dir meine liebsten Worte. Damit du wieder ganz viel sprechen kannst, so wie früher. Denn kein Schmerz der Welt ist größer als dein Verstand. Und keine noch so hungrige Stille hat das Recht, deine Stimme zu verschlucken." Seite 267

Kaum ein Buch konnte mich so tief berühren, schockieren und gleichzeitig zur Verzweiflung treiben wie "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin".

Absolut ehrlich und schonungslos entführt Lilly Lindner uns in eine Geschichte, die kaum vorstellbar und doch real ist und tagtäglich unentdeckt um uns herum genauso geschieht.
Lilly Lindner hat einen ganz außergewöhnlichen Schreibstil und besticht mit einer solchen Sprachgewalt und wunderschönen Aussagen, dass man gar nicht genug Zitate aus diesem Buch sammeln kann.

Die Geschichte wird ausschließlich in Briefen erzählt, und auch wenn diese Briefform kein Novum in der Literatur ist, schafft sie doch in diesem Buch eine ganz besondere Atmosphäre, mal bedrückend und verzweifelt und dann wieder voller Liebe und Bewunderung.

Phoebe und April verbindet eine ganz eigene Beziehung, die geprägt ist von tiefer Zuneigung und Verständnis, aber auch von Angst und Verzweiflung.
Die beiden Mädchen scheinen so stark und ihrem Alter voraus zu sein, das es fast schmerzhaft ist, ihr Leid und ihre Hoffnungslosigkeit mitzuerleben .
An vielen Stellen der Geschichte, war ich einfach nur wütend und verzweifelt, ich wollte April in die Arme schließen und ihr zuhören und versuchen all die schlimmen Dinge die ihr zugefügt wurden, durch Taten oder unbedachte Worte, fortzunehmen und durch wunderschöne Momente zu ersetzen.

Es ist unvorstellbar, wie es manchen Eltern gelingt ihr Kind, durch Desinteresse, Überforderung oder schlichtweg Bosheit auszugrenzen und langsam aber sicher zu zerstören.

"Ich war acht Jahre alt. Und ich hatte gerade erst angefangen zu hungern. Ich wusste noch nicht, was Magersucht ist. Aber eines wusste ich: dass der nagende Schmerz in meinem Bauch besser war als die Einsamkeit in meinem Kopf." Seite 295

Dennoch besticht dieses Buch auch durch wunderbare kindliche Weisheiten, Wortwitz und ganz besondere Charaktere, die mit so viel Zuneigung und uneingeschränktem Vertrauen miteinander umgehen, dass man zwischendurch auch lächeln kann und den Glauben an die Freundschaft, Familie und das Gute und Einzigartige in unserer Welt nicht verliert.

Fazit

"Was bleibt, wenn ich verschwunden bin" ist definitiv kein Buch für nebenbei.
Man sollte sich auf die Geschichte einlassen und bereit sein, mit ganzem Herzen gefangen zu werden und die Gefühle Achterbahn fahren zu lassen.

Ein Roman, der mich tief berührt, schockiert und fassungslos zurück gelassen hat.
Aber auch eine Geschichte über die Kraft der Worte, Freundschaft, bedingungslose Liebe und Vertrauen, die Hoffnung schenkt, dass es nur dieser Dinge bedarf, um die Welt zum Guten zu verändern.

"Rücksicht nehmen ist eine schöne Wortzusammenstellung. Weil es klingt, als würde man sich umdrehen, jemanden sichten und dann zurückgehen, um für ihn da zu sein. Ich werde immer für dich zurückgucken. Und auch nach vorne und zur Seite. Überallhin wo du gerade bist." Seite 37

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