Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gabiliest:
Glanz, Intrigen und zwei Morde
Einigkeit und Recht und Rache von Wolfgang Ainetter
Mit “Einigkeit und Recht und Rache” hat der bekannte Autor Wolfgang Ainetter seinen zweiten Kriminalroman um den Ermittler André Heidergott vorgelegt. Als profunder Kenner nicht nur des politischen Berliner Parketts sondern auch der Medienlandschaft entwirft der Verfasser das Bild einer Gesellschaft der Reichen, Schönen und Mächtigen, in die der Ermittler Heidergott nicht recht passen will.
Als gebürtiger und eher bodenständiger Wiener bringt er nach Berlin den Wiener Charme- er wird immer gerne eingesetzt, wenn man etwas erreichen möchte- und den berühmten Wiener Schmäh mit.
Der Untertitel “Ein Kanzleramtskrimi” führt bereits mitten in eine prestigeträchtige Veranstaltung, den Bundespresseball. Natürlich nehmen nicht nur der Bundeskanzler Oskar Vergis, sondern auch weitere Regierungsmitglieder teil. Doch als der Champagner serviert wird, brechen Kanzler und Finanzminister zusammen- tot!
André ermittelt mit seiner Chefin Emily Schippmann nun in der besten Berliner Gesellschaft, wo kam das verwendete, aber ausgefallene Gift her und wer hätte ein Mordmotiv? Stecken politische Täter hinter diesem feigen Verbrechen oder ist es religiös motiviert? Die Nachforschungen gestalten sich schwierig, denn auch die größte Medienzarin des Landes, Maresa Röhn, verfolgt dabei eigene Interessen, eines davon ist die gnadenlose Selbstdarstellung. Ihren Zugang zur Macht verdankt sie vor allem ihrem milliardenschweren Ehemann Alexander, der seiner Frau in keiner Weise gewachsen ist. Und doch- man sagt ja, stille Wasser seien tief!
Besonders gut gezeichnet ist der Ermittler André Heidergott. Aus dem Wiener Arbeiterbezirk Ottakring gebürtig ist er ebenso überzeugter Sozialdemokrat wie auch AfD Gegner. Obwohl er ein altes Auto fährt und keinen gesteigerten Wert auf Luxus legt, genießt er doch den gehobenen Lebensstandard mit seiner Freundin Caro. So gibt es inmitten von politischen Intrigen, persönlichen Befindlichkeiten und Eitelkeiten eine schöne Liebesgeschichte.
Wolfgang Ainetter hat einen Kriminalroman geschrieben, der nicht nur die Aufklärung eines Verbrechens in den Vordergrund stellt, sondern die politische Elite aus der Zeit der Ampelregierung elegant persifliert. Obwohl die Protagonisten dieses Buches schon im Vorsatz eidesstattlich erklären, nicht zu existieren, trägt die Namensgebung der Figuren dazu bei, dass kaum Interpretationsspielraum bleibt, wen der Autor in seinem Buch porträtieren möchte. Aber natürlich ist alles frei erfunden, natürlich gilt für alle namentlich genannten oder nur angedeuteten Personen, wie man in Österreich vorsorglich sagen würde, die Unschuldsvermutung.
Wer dieses mit subtilem Humor und feiner Ironie geschriebene Buch lesen möchte, muss keineswegs ein Politprofi sein, aus den zahlreichen- natürlich erfundenen und witzigen Geschehnissen- erschließt sich auch für mäßig Interessierte ein Kosmos, aus dem hier ein Insider plaudert. Als Österreicherin freut es mich natürlich besonders, dass auch österreichische Prominente nicht vergessen werden, René Benko wird sogar namentlich erwähnt, schließlich verantwortet es die größte Pleite, die die Alpenrepublik je gesehen hat.
So hat Wolfgang Ainetter mit “Einigkeit und Recht und Rache” einen hervorragend konstruierten, kurzweiligen und spannenden Kriminalroman geschrieben, in dem er nicht nur die Ermittler, sondern auch die Lesenden genüsslich in die Irre führt. In kurzen Kapiteln werden die Lesenden direkt angesprochen und befinden sich plötzlich selbst im Zentrum der Macht. Auch das gelungene Cover des Buches signalisiert, dass hier nicht nur ernste Regierungsgeschäfte beschrieben werden, sondern dass auch das echte Leben in all seinen Facetten nicht zu kurz kommt. Die Stärke des Buches liegt jedoch in der Darstellung des Berliner Regierungsviertels, die sowohl ungläubiges Staunen wie herzhaftes Lachen herausfordert. “Einigkeit und Recht und Rache” bietet satirische Unterhaltung im besten Wortsinn und damit ein herrliches Lesevergnügen.
Rezensionen von Peachybookdreams :
Leider enttäuscht
We Who Will Die von Stacia Stark
Der Schreibstil war leider überhaupt nicht mein Fall. Man wird ohne große Einleitung in das Worldbuilding geschmissen und es gibt viele Begriffe, die einem anfangs nicht erklärt werden. Hier wäre ein Glossar sehr hilfreich gewesen. Selbst nachdem ich das Buch beendet hatte, waren mir viele Dinge über die Sigillengezeichneten im Unklaren.
Was mich aber am meisten gestört hat, waren die vielen losen Enden. Jedes Mal, wenn sich ein neuer Plot entwickelt hat, kam der nächste und der vorherige geriet lange in Vergessenheit, erst auf den letzten 100 Seiten werden manche davon wieder aufgegriffen. Manche waren aber auch völlig sinnlos, da sie nicht weiter verfolgt worden sind. Für mich hat sich das Lesen angefühlt, als würde ich durch Reels oder kurz Videos scrollen, so schnell ist man von einer Szene zur nächsten gehüpft.
Auch die vielen Nebencharaktere haben mich überfordert. Ich habe irgendwann aus Neugier angefangen, mitzuzählen, wenn ein neuer Charakter aufgetreten ist, und ich bin auf ungefähr 64 Namen gekommen (Die Gottheiten habe ich nicht dazu gezählt). Die meisten werden in die Geschichte geworfen, ohne wirklich beschrieben zu werden, und haben auch nur einen kurzen Auftritt. Aber durch diese große Menge an Figuren habe ich einfach den Überblick verloren und ich konnte nicht wirklich eine Bindung zu ihnen aufbauen.
Arvelle ist mir durch ihre Liebe und Fürsorge zu ihren Brüdern sympathisch gewesen. Es dauert jedoch unglaublich lange, bis man einmal überhaupt ihren Namen erfährt und noch länger, um eine optische Beschreibung von ihr zu bekommen. Deshalb blieb sie lange Zeit eher blass.
Tiernon, der Maine Love Interest, hat bei mir nicht für Schmetterlinge gesorgt. Ich fand seine Art in vielen Bereichen super übergriffig und Besitzergreifend. Obwohl er lange Zeit nicht in Arvelles Leben war, nimmt er sich das Recht heraus, sie nach ihrer sexuellen Aktivität zu fragen, als er nicht bei ihr war.
Rorrik war der einzige Grund, warum ich das Buch nicht abgebrochen habe. Man wird aus ihm nicht ganz schlau, ob er nun gut, böse oder etwas dazwischen ist. Die Dialoge und die Chemie zwischen ihm und Arvelle haben mir deutlich besser gefallen. Dennoch reicht das für mich nicht aus, das nächste Buch lesen zu wollen.
Fazit: Die Idee war vielversprechend. Leider hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich selbst nicht ganz sicher war, in welche Richtung die Geschichte gehen soll. Fantasy-Elemente und Charaktere wurden dann in die Geschichte geworfen, wenn sie gerade vonnöten waren, weshalb sich mir kein klar strukturiertes Weltbild gezeigt hat.
Rezensionen von KersG:
Auf ins Abenteur!
Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello von Melanie Pignitter
Ich habe schon lange kein Buch mehr innerhalb eines Tages ausgelesen. Aber dieses hier hat mich so gefesselt, dass ich es direkt in einem Rutsch gelesen habe.
Die Autorin schreibt so gefühlvoll und einfühlsam. Ich konnte mich so gut in Lena hineinversetzen. In ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Ihre Selbstzweifel, die sie immer wieder überkommen kenne ich selbst nur zu gut.
Man kann direkt spüren, was in Lena vorgeht. Wie es ihr geht und wie sie immer wieder mit sich hadert.
Unser Körper zeigt einfach, wenn es nicht mehr geht. Lena ist am Limit. Immer am arbeiten und planen. Ich finde es sehr mutig von ihr, dass sie sich auf diese Reise begibt. Dass sie sich auf den Weg nach Italien macht. Doch Berta sorgt schon dafür, dass ihre Pläne sich in Luft auflösen. Ein Bulli mit Charakter!
Einfach ein Traum diese Geschichte! Der lockere Schreibstil und die tiefgründige Botschaft dahinter.
So gut geschrieben und genau das was ich jetzt gebraucht habe. Es ist nicht nur eine Geschichte. Es ist so viel mehr! Dann noch dieses farbenfrohe Cover dazu und man ist direkt in Urlaubsstimmung.
Ich liebe dieses Buch und von mir gibt er hier eine ganz klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Novalie:
Zuckersüß
Good Spirits von B.K. Borison
Zuckersüß
Die Geschichte mit den drei Weihnachtsgeistern kennen wir wahrscheinlich alle. Aber was, wenn der Geist der vergangenen Weihnacht, ein heißer Typ namens Nolan ist und zu einer verpeilten, knuffigen jungen Frau geschickt wird, die auf den ersten Blick kein schlechter Mensch ist?
Wie konnte es dazu kommen? Ist es ein Fehler im System, oder hat die Antiquitätenhändlerin Harriet doch etwas zu verbergen?
Die Suche nach Antworten führt die beide tief in Ihre Vergangenheit.
Dazu kommt dann auch noch etwas Zeitstress, weil Weihnachten immer näher rückt. Doch umso näher sie der Wahrheit kommen, umso näher finden sie auch zueinander.
Ich bin ein riesiger Fan davon, bekannte Ideen neu aufzuarbeiten und finde, dass es hier sehr gut funktioniert hat. Die beiden Protas waren mir sehr sympathisch und zuckersüß. Manchmal wollte ich sie einfach nur schütteln, aber meistens war ich mit ihren Handlungen ganz zufrieden.
Die Geschichte war auch sehr gut lesbar und die Kapitellänge angenehm. Das Buch hatte ein paar Längen, die aber gut genutzt werden, damit sich beide Protas glaubwürdig weiterentwickeln können.
Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen (Pluspunkt für die Katze).
Es ist einfach eine richtig knuffige Geschichte, die man auch zu anderen Jahreszeiten gut lesen kann.
Rezensionen von brauneye29:
Hat was
Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel
Zum Inhalt:
Sophie meistert Schule und Studium mit links, jetzt macht sie ein langweiliges Praktikum. Sie weiß eigentlich gar nicht mehr, was sie eigentlich will und kauft im Internet für einen Spottpreis ein Haus in Ostdeutschland und lässt alles hinter sich. Aber was will sie eigentlich wirklich? Und wie soll sie die langen Tage eigentlich rumbringen?
Meine Meinung:
Was für ein schräges Buch.
Sophie mit ihrer Bruchbude ohne Strom, eigentlich gar nicht viel Geld und dennoch will sie was daraus machen. Und sie macht es auch, fängt einfach an, findet sogar einen Job, aber will sie das alles wirklich? Immer wieder kommt sie ins Grübeln, wozu sicher auch ihre Freundin beiträgt, aber am Ende des Tages kann nur Sophie selbst herausfinden, was sie wirklich will. Ob ihr das gelingt, wird natürlich nicht verraten. Ich habe das Buch gerne gelesen und habe mich auch gut unterhalten gefühlt. Wer mal was ganz anderes lesen will, ist hier gut aufgehoben.
Fazit:
Hat was
Rezensionen von Daggy:
Ungwöhnlich geschrieben, aber sehr lebensnah
Amokalarm von Uli Black
H.C., dessen Vorname nur aus diesen beiden Buchstaben besteht wird von seinen Lehrern nie so angesprochen, sondern immer mit seinem Nachnamen „Nachtnebel“. H.C. wird bald 16 und er ist ein durchschnittlicher Schüler nur in Mathe ist er ein Genie, so bezeichnet ihn auch sein Mathelehrer. Am liebsten spielt er Basketball mit einen Freunden Mateo, Julian und Linus, auch hier ist er sehr er ein echter Meister im Körbe werfen.
Er hat keine Geschwister und seine Eltern kümmern sich vielleicht etwas zu sehr um ihn, denn H.C. hat vor einiger Zeit einen Zusammenbruch erlitten als sein großes Idol der Basketballer Kobe Bryant bei einem Helikopterunfall ums Leben kam. Inzwischen finden er beim Tragen des Trikots von Kobe Trost und er zieht sich dann damit ihn sein Zimmer zurück. Als Keira in H.C. Klasse auftaucht, spürt er gleich eine besondere Anziehung, aber er traut sich nicht sie anzusprechen. So macht Keira den ersten Schritt. Als sie dann allerdings an seinem 16. Geburtstag auftaucht und er dadurch ohne Abmeldung den Tag mit ihr statt mit seinen Eltern verbringt, ändert sich sein Verhältnis zu seinen Eltern und zu seinen Freunden.
Die Geschichte wird aus der Sicht von H.C. erzählt, er lässt uns an seinen Ängsten und Hoffnungen teilhaben und so erfahren wir in kleinen Dosen, wie es dazu kommt, dass er die Lehrer in Raum 24 der Schule mit einer Bombe bedroht. Zunächst geht es um den normalen Schulalltag, um Basketball und die Mathestunde. Später um seine Gefühle für Keira und die neue Hoffnung, die er aus dieser Liebe schöpft.
Besonders der Zusammenbruch aufgrund des plötzlichen Todes seinen Idols wurde sehr eindringlich beschrieben. Erst im letzten Teil erfuhren wir von der Intrige, des H.C. zu seiner Tat veranlasst hat, bis dahin berichtet er auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen vom Geschehen, das ist am Anfang etwas verwirrend, aber im Laufe der Geschichte entwirrt sich denn alles. Auch an die Jugendsprache musst ich mich erst gewöhnen und ich kann nicht beurteilen, wie identisch sie ist.
Ein spannendes Buch über einen Jungen, der einen Verlust verarbeiten muss, seine erste Liebe erlebt und der aus seinem Erleben heraus eine schlimme Entscheidung trifft. Ungewöhnlich sensibel erzählt - mit Einblicken in eine verletzte junge Seele.
Rezensionen von PMelittaM:
Hat mir noch besser als Band 1 gefallen
Fables - Farm der Tiere von Bill Willingham
Nachdem ein Feind das Märchenland erobert hat, sind die Fabel- und Märchenwesen, die Fables, in die reale Welt geflohen. Alle, die menschlich aussehen oder sich entsprechend verwandeln können, haben eine neue Heimat in New York gefunden und nennen ihre Gemeinde Fabeltown, doch jene, die das nicht können, leben auf der Farm, einem abgeschiedenen und magisch geschützten Ort.
Snow White, die stellvertretende Bürgermeisterin von Fabeltown, schaut in regelmäßigen Abständen auf der Farm nach dem Rechten, dieses Mal begleitet von ihrer Schwester Rose Red, die nach den Ereignissen im vorherigen Band noch Buße tun muss. Angekommen auf der Farm, stellt Snow White schnell fest, dass Weyland Smith, der Verwalter, verschwunden ist, und dann gibt es auch noch einen Mord.
Das Thema dieses Bandes ist schon mit dem Titel klar, aber natürlich gibt es hier einige Besonderheiten, denn die Bewohner:innen sind hier nicht nur Schweine, Kühe und Hühner, sondern auch der Tiger Shere Khan, eine Bärenfamilie mit ihrer Ziehtochter Goldilock und weitere aus vielen Geschichte bekannte Wesen. Die Namenschreibung habe ich übrigens aus dem Comicband übernommen. Der Ort ist abgeschieden und wird doch Sabotage noch abgeschiedener, und die Schwestern sind auf sich alleine gestellt. Was auf der Farm los ist, wird relativ schnell geklärt, doch wie kann man dagegen ankommen?
Schon der erste Band der Reihe hat mir gut gefallen, ich mag sowohl die Zeichnungen mit dem Charme der 1950er und 1960er Jahre und den kräftigen Farben, als auch die Geschichten an sich. Auch im zweiten Band trifft man wieder viele bekannte Fabel- und Märchenwesen, die im Anhang noch einmal näher beleuchtet werden. Die Geschichte ist spannend und hat ein paar Überraschungen auf Lager. Gut gefallen hat mir auch das abgeschlossene Setting.
Im Anhang finden sich Cover-Skizzen und weitere Entwürfe, sowie das schon genannte Personenverzeichnis.
Band 2 der Comicreihe hat mir noch besser als Band 1 gefallen, Idee, Charaktere, Zeichnungen und Setting unterhalten mich gut, ich freue mich schon auf die weiteren Bände.
Rezensionen von Petra:
Wettlauf mit dem Tod
Noch fünf Tage von Helena Falke
Lis liegt im Sterben, das Sylvester Menue, das sie zubereitet hatte für die Familie Harman war vergiftet, mit Polonium der neuesten Generation. Sie hat noch fünf Tage in denen sie herausfinden muss wer die Familie ermorden wollte ( denn sie scheint als Köchin der Kolateralschaden oder wie die Polizei denkt die Täterin zu sein ) und für ihre Tochter die Zukunft sichern.
Die Ermittlungen spielen sich nur im Krankenzimmer ab, einzig die Palliativ-Pflegerin Esme ist dabei, wenn sich Lis Gedanken über die möglichen Täter macht. Sie recherchiert auch für sie im Internet wenn sie es aufgrund ihres Zustands nicht kann. In Rückblicken werden herausragende Ereignisse, die Zorn, Wut oder andere gewaltige Gefühle als mögliche Motive erörtert.
Jede Szene hat genug Potential. Am Ende eine Überraschung, logisch, aber nicht vorhersehbar.
Die ganze Geschichte war in ihrer Art und Weise neu, ab und zu fehlte mir etwas Althergebrachtes und stellenweise waren mir etwas zuviel Details über das Leben der Schönen und Reichen eingeflochten, trotzdem war es spannend und interessant, vor allem weil Lis nicht einfach nur Opfer war. Sie war sehr von sich eingenommen, einen Makel den sie sich mit einigen anderen teilte, daher bekam sie nicht uneingeschränkte Sympathiepunkte.
Etwas das ich mag denn nicht immer ist alles schwarz und weiß.
Rezensionen von Gittl:
Vertrauen
Felsenfest von Nora Imlau
Ich bin begeistert!!!
Die Autorin Nora Imlau hat mit ihrem Buch über Halt und Vertrauen für Eltern und deren Kinder einen wunderbaren, einfühlsamen Wegweiser und Begleiter geschaffen.
Und zu diesen berührenden Texten kommt noch die wunderschön gestaltete Illustration von Frau Annika hinzu - besser und schöner geht es nicht.
Dieses Buch hätte ich mir gewünscht als ich Mama wurde, es hätte mir sicher einen anderen Blick auf manche Situationen und auch etwas mehr Gelassenheit vermittelt.
Aber es ist ein wunderschönes Geschenk für frischgebackene Eltern!
Das Buch ist sehr wertig verarbeitet und hat eine angenehme Haptik.
Das Cover ist sehr ansprechen von der Farbe und der Illustration.
Eine große Empfehlung an Eltern, Großeltern und all denen die Kinder lieben.
Es wird sicher nicht das letzte Buch von der Autorin sein, das ich gelesen habe.
Rezensionen von Shilo:
Entscheidungen mit Folgen
Das Schicksal der Tuchfabrik von Jana Engels
Eine Zeit des Wandels beginnt und stellt das Leben der Schwestern auf den Kopf. Schnell wird deutlich, dass hinter allem mehr steht als nur die Arbeit in der Fabrik.
Im Mittelpunkt steht Edith, die mit viel Kraft ihre Fabrik weiter ausbaut. Ihre Entscheidungen wirken nach außen stark, bringen aber auch Zweifel mit sich.
Der Erfolg hat seinen Preis, und das zeigt sich nach und nach. Gleichzeitig geraten die persönlichen Beziehungen ins Wanken. Die Ehe mit Franz wirkt nicht mehr so stabil wie früher, und der unerfüllte Kinderwunsch steht spürbar zwischen ihnen.
Auch Ursulas Geschichte fügt sich ruhig in das Gesamtbild ein. Nach dem Brand steht sie mit ihrer Familie vor einem Neuanfang und findet vorübergehend Halt bei ihrer Schwester. Die Nähe tut beiden gut, bringt aber auch Gefühle mit sich, die nicht einfach sind. Im Hintergrund verändern politische Entwicklungen die Lage zusätzlich. Erste Eingriffe machen sich bemerkbar und legen sich wie ein Schatten über den Alltag. Der Druck auf Edith wächst, bis sie an einen Punkt kommt, an dem sie Entscheidungen treffen muss, die ihr Leben verändern.
Die Geschichte ist klar und ruhig erzählt. Die Figuren wirken echt, ihre Sorgen und Hoffnungen lassen sich gut nachvollziehen. Manche Entwicklungen sind vorhersehbar, und an einigen Stellen hätte es etwas mehr Tiefe sein können. Trotzdem bleibt alles nah am Geschehen und gut lesbar.
Insgesamt ist es eine gelungene Fortsetzung, die die Geschichte der Schwestern konsequent weiterführt. Nicht alles ist perfekt, aber das Buch lässt sich gut lesen und bleibt im Gedächtnis.
4 von 5 Sternen. Eine Leseempfehlung für alle, die ruhige historische Geschichten mit starken Frauenfiguren und persönlichen Konflikten mögen.











