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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

Familiengeheimnisse

All die Jahre von J. Courtney Sullivan

Nora Flynn ist 21 als sie 1957 zusammen mit ihre 17-jährigen Schwester Theresa, für die sie nach dem frühen Tod der Mutter die Fürsorge übernommen hat, die weite Überfahrt von ihrer irischen Heimat nach Bosten zu ihrem Verlobten Charlie Rafferty angeht. Im gelobten Amerika soll sich für die beiden Mädchen das ärmliche Leben zum Besseren wenden.

Doch Theresa, die eigentlich Lehrerin werden wollte, wird von einem verheirateten Mann schwanger. Das Leben ändert sich nun nicht nur für Theresa, sondern auch für Nora, die den neugeborenen Patrick für ihr eigenes Kind ausgibt und ihn zusammen mit ihren eigenen 3 Kindern großzieht. Theresa vergräbt sich hinter den Mauern der Abtei der Unbefleckten Empfängnis und wird Nonne. Der Kontakt der Schwestern bricht irgendwann gänzlich ab und eine Zeit des Schweigens beginnt.
50 Jahre später, 2009, stirbt Patrick bei einem Verkehrsunfall. Bringt dieses traurige Ereignis die Schwestern wieder näher zueinander?

J. Courtney Sullivan ist eine Meisterin der leisen Töne. Sehr sensibel beschreibt sie die Gedanken und Sorgen der beiden Frauen, in der Gegenwart und auch in der Vergangenheit. Ich lerne die Beiden so intensiv kennen, kann zum Schluss verstehen, warum sie gehandelt haben, wie sie es getan haben. Von Noras Seite immer nur auf das Wohl der Anderen bedacht. Theresa, erst kleine Egoistin, die sich dann ganz dem Leben für Gott zuwendet und endlich ihren Frieden findet. Ich kenne ihre kleinen Geheimnisse und kann nachvollziehen, wie sich die Distanz für die Beiden immer mehr aufgebaut hat. Aus der einistigen innigen Verbundenheit baut vorallem Nora eine Mauer um sich abzugrenzen. In Noras Familie wird Theresa totgeschwiegen. Es gibt sie einfach nicht. Und für Noras Kinder ist es wie ein Schock, dass es plötzlich eine Schwester ihrer Mutter gibt.
Auch die anderen Personen der Geschichte haben so verschiedene und vielschichtige Charaktäre, die sich leicht einprägen lassen und das Familienbild komplettieren. Jeder hat so seine kleinen Geheimnisse, die hier langsam ans Licht kommen und die die Familie so menschlich und authentisch machen.

Ein sehr gefühvoller, sensibler und teilweise ergreifender Familienroman, der all die Jahre aus Vergangenheit und Gegenwart gekonnt zusammenführt. Da das Ende relativ offen bleibt, kann sich jeder seine Geschichte selbst zuende spinnen.

Ein tolles Buch für alle, die "geheimnisvolle" Familiengeschichten mögen.

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Rezensionen von Vicky:

Alles bricht auseinander

All die Jahre von J. Courtney Sullivan

Das Cover ist toll gestaltet, es gefällt mir gut und passt außerdem auch wunderbar in die Optik der anderen Bände dieser Reihe.

'Bruderkampf' ist bereits der elfte Band der Buchserie 'Die Chroniken der Seelenwächter' von Nicole Böhm – ich kann es nach wie vor nicht fassen dass es bereits so viele gibt - unglaublich! Unter 'Was bisher geschah' gibt es wie immer eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse wodurch man sich einfach und schnell wieder in die Geschichte rund um die Seelenwächter, Jess und Jaydee einfindet - das finde ich sehr gut und vor allem hilfreich wenn man einige Zeit nichts mit der Welt der Seelenwächter zu tun hatte!

Dieser Teil umfasst siebzehn Kapiteln, diese sind aus Sicht von verschiedenen Personen geschrieben.

Hauptsächlich berichten Jaydee und Jess aber zwischendurch reihen sich auch immer wieder Kapitel von und mit anderen Personen in das Buch ein. Die Kapitel fliegen nur so dahin, die Geschichte ist sehr spannend. Ehe man sich’s versieht hat man bereits wieder das Ende des Bandes erreicht und lässt einen sofort den nächsten herbeisehnen.

Zum 'Bonusmaterial': Die Bilder der Charaktere, es werden am Ende zwei 'neue' besprochen, sind gut gelungen, diese gefallen mir wieder sehr und sind außerdem interessant :-) Durch die 'Besprechung' erfährt man immer wieder noch mehr Details über die jeweiligen Figuren, welche in der Geschichte so nicht vorkommen.

Fazit: ACHTUNG - Nicole Böhm erzeugt mit ihren Seelenwächtern absolute Suchtgefahr!

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Rezensionen von SLovesBooks:

Gelungene Fortsetzung

His Dark Materials: Über den wilden Fluss von Pullman Philip

Meine Meinung:

Der goldene Kompass ist durch den Film relativ bekannt geworden, auch wenn die Verfilmung nicht in der Weise überzeugen konnte, als dass es Fortsetzungen gegeben hätte.
Da ich vor ein paar Monaten die Audiobooks dieser Reihe gehört hatte, war es für mich noch interessanter die Vorgeschichte zu lesen.

Diese Geschichte konnte mich wirklich begeistern. Sie greift den Charme der „Dark Materials“-Reihe auf, ergänzt diesen und bringt auch neue Aspekte in die Geschichte ein. Ich finde den Gesamtkontext sehr stimmig. Dieser Band bildet nun die Vorgeschichte und reiht sich auch gut in die Serie ein. Ich würde sicherlich nicht auf die Idee kommen, dass dieser Teil erst viele Jahre später als die eigentliche Reihe geschrieben wurde, wenn ich es nicht wüsste und die Serie in der nun neuen Reihenfolge lesen würde. Das ist ein schöner Aspekt.

Besonders sind bei Pullman immer die Charaktergestaltungen. Er hat eine ganz besondere Art seine Figuren dem Leser näher zu bringen. Es war mir nicht möglich Malcom nicht zu mögen. Er ist ein toller Junge, der innerhalb dieser Geschichte über sich hinauswachsen muss. Er war mir auf Anhieb sympathisch. Auch seine liebevolle Beziehung zu Lyra, welche Kennern der Reihe ein Begriff sein sollte, hat mich sofort begeistert.

Auch die Idee mit den Daemonen ist besonders. Jeder Charakter hat ein Daemon, einen Begleiter in Tiergestalt, der seine Seele darstellt. Mal eine ganz andere Idee als die ständigen Vampire, Werwölfe etc. Hier sieht man, dass man das nicht immer braucht, um eine Fantasy Geschichte zu schreiben.

Pullman hat wieder einige fantastische Elemente einbauen können. Trotzdem habe ich den Charakteren die Handlungen abgenommen.

Spannung ist hier reichlich vorhanden. Jedoch ist es keine konstant ansteigende Kurve. Vielmehr gibt es immer wieder Spannungsspitzen, auf welche wieder ruhigere Parts folgen, die vor allem den jüngeren Lesern die Möglichkeit gibt Luft zu holen und dem Gelesenen noch ein wenig nachzuhängen.

Der Schreibstil hat mich sehr durch die Geschichte getragen. Er ist ansprechend für Kinder ab 12 bzw. 14 (je nach Entwicklung). Die Sprache bringt oftmals einiges an Geschwindigkeit in die Geschichte. Aber auch die Gedanken und Gefühle der Charaktere werden realistisch dargestellt.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Jedem der die Reihe nicht kennt, würde ich empfehlen mit diesem Buch zu starten, weil es sich wirklich lohnt man bekommt eine ganz tolle Einführung in die Welt des Autors und erfährt so viele schöne Details.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

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Rezensionen von TheUjulala:

Zu wenig Emotionen und Romantik in flacher Handlung

Calypso (3). Jenseits der Wellen von Fabiola Nonn

Das Dritte Band durfte ich ebenfalls freundlicherweise vom Verlag Arena digi:tales als Rezensionsexemplar lesen. Die ersten beiden Bände hatte ich schon zur Verfügung bekommen und war anfangs von der sehr fantasievollen Unterwasserwelt begeistert. Das zweite Band hatte für mich dann leider einige kleinere Schwächen und so hoffte ich auf eine originelle Fortsetzung der Calypso-Saga.

Coverbild

Das Cover des dritten Bandes reiht sich in die der Vorgänger nahtlos ein. Auch hier sieht man unter einem klaren Sternenhimmel ein Wasserwelle, in der eine Frau in einem weißen Gewand schwimmt. Auf einem Felsen darüber sitzt eine kleinere weibliche Figur und sieht gedankenverloren in die Wellen hinein. Auch hier passt das Cover zum Genre, aber leider nicht mehr ganz zur Geschichte. Das verträumte und melancholische Bild verspricht eine fantasievolle Story mit romantischen Touch, den ich leider im dritten Band nicht finden konnte.

Handlung

Noemi sieht in Tosca einen der Abtrünnigen und kämpft erbittert gegen den Bau einer überdimensionierten Schutzhülle über die Siedlung. Doch Jonaz stellt sich gegen sie und wendet sich sogar von ihr ab. Zu Noemis Entsetzen muss sie auch noch feststellen, dass sich ihr kleiner Bruder Beek den Pionieren heimlich angeschlossen hat. Doch Noemi wird nicht ihrem Bruder nachgehen, sondern beschließt gegen die Abtrünnigen vorzugehen, die die Siedler bedrohen. Sie zieht mit ihren Freundin nach Celonia und kämpft gegen die mächtigen Abtrünnigen, um Jonaz aus ihren Fängen zu befreien. Um die Siedler im Seifenblasental zu retten, versucht sie die Khimaara und die Menschen an einen Tisch zu bringen. Dafür muss sie Wege gehen, die ihr nicht gefallen, zumal ihre übermächtigen Kräfte vor allem für Baran von größtem Interesse sind, Ash aber wendet sich immer mehr ab.

Buchlayout / eBook

Die gut 200 Seiten sind in 10 recht angenehmen, vielleicht etwas lange Kapitel eingeteilt. Und auch in diesem eBook ist die inneren Gestaltung so schlicht wie bei den Vorgängern. Lediglich ein Rautezeichen mit Kapitelnummer und einer kurzen Überschrift zieren den Anfang eines Kapitels. Wie Bei Band 1 und 2 wünschte ich mir hier eine kleine Ausschmückung.

Idee / Plot

Die ersten Probleme der Neusiedler scheinen im Griff zu sein, nun kommt die Gefahr doch von den Abtrünnigen aus der Ruinenstadt Celonia, die das Leben der Siedler bedrohen, diese morden und Jonaz entführen. Die Gemeinschaft der Neuansiedler fängt an zu zerfallen und einige beschließen aus dem Tal auszuziehen. Die sektenähnliche Gemeinschaft der Khimaara um Baran scheinen ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Noemis Zwillingsbruder Ashek ist dem Sektenanführer Baran hörig und wendet sich von ihr ab. Damit hat Baran ein mächtiges Druckmittel gegen das Mädchen, das wieder zwischen sämtlichen Welten steht. In Keiner ist sie wirklich willkommen und alles um sie herum schient zu zerfallen. Auch Jonaz und Nicon, zu beiden fühlt sich Noemi hingezogen, können ihr keinen Halt bieten, und vor allem Jonaz distanziert sich immer mehr von Emi. Sie muss sich nun ganz alleine um die Rettung der Siedlung und ihrer eigentlichen Heimat, ihre Familie, kümmern, denn sie kann keinen mehr vertrauen.

Im Grunde gefällt mir die Idee, bin aber von der Umsetzung nicht ganz überzeugt. Anfangs bahnte sich ein Beziehungskonflikt mit Jonaz an, der dann plötzlich nicht mehr existent war, und nicht einmal die Dreiecksbeziehung mit Nicon wurde hier weiter ausgebaut. Ab Mitte des Buches wurde der romantische Aspekt völlig weggelassen und Noemi verstrickte sich nur noch in taktische Grübeleien und Geplänkel.

Emotionen / Protagonisten

Anfangs finde ich Noemi sehr emotional. Vor allem ihre Angst um Beek, und ihre neue Zweisamkeit mit Nicon, ihre Gedanken um Ashek konnte ich sehr gut nachempfinden. Womit ich aber von Anfang an meine Probleme hatte, war die Beziehungskiste zwischen Jonaz und Noemi und auch Nicon und ihr. Irgendwie ist das weder Fisch noch Fleisch. Da kommt mir viel zu wenig Gefühl rüber und verblasst auch im weiteren Verlauf total. Klar, für Noemi steht viel mehr auf dem Spiel. Es hat mich auch gestört, dass Beek abgehauen ist, Noemi sich zunächst auch wirklich viele Gedanken um ihn gemacht hat, dieser Handlungsstrang dann aber über das ganze Buch kaum noch wirklich weiter aufgefasst wurde und in Vergessenheit gerät.
Mir wird Noemi mit der Zeit viel zu taktisch, viel zu kopflastig und überhaupt nicht mehr emotional. Das ist für mich nicht so ganz authentisch. Auch den Verlust, den die Freunde beim Kampf mit den Abtrünnigen erleiden mussten war mir viel zu oberflächlich. Von Baran in die Ecke gedrängt lässt sie sich dann auch zu einem Ritual überreden, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Irgendwie wirkt das nicht mehr so richtig tough, und ja mir fehlt da sogar ein wenig auch der Trotz, den man sich von einer Protagonistin eigentlich wünschen würde.

Zu den anderen Personen kann ich kaum noch etwas sagen, denn sie treten alle nur noch peripher auf. Ashek hüllt sich in Schweigen und ist gar nicht mehr präsent, das finde ich sehr schade. Nicon ist am Anfang oft in Noemis Nähe, wird dann aber plötzlich kaum noch mehr erwähnt, ebenso wie Jonaz. Auch alle anderen Freunde aus dem ersten und zweiten Buch verblassen komplett, Liah, Neyk, Braam, Franja und Noelle. Sie haben zwar ihre Auftritte - teilweise mit komischen Wendungen die ich zu konstruiert finde - aber irgendwie keine tragende Funktion mehr.

Zwischenmenschliche Spannungen kann ich keine mehr spüren, auch Noemis Zwiespalt zwischen den Welten zu sitzen ist mir dadurch auch einfach zu schwach.

Handlungsaufbau / Spannungsbogen

Die Handlung wird sehr sanft aufgebaut, und bleibt mir ähnlich wie die Charaktere einfach zu blass. Es gibt ab der Mitte des Buches spannende Momente die sich hin und wieder noch bis zum Ende des Buches verteilen. Viele Handlungsstränge werden aber nur angedeutet, bleiben dann aber unerwähnt oder verlaufen sich im Sand. So wie Beeks Ausriss, oder die Dreiecksbeziehung oder Asheks komisches Verhalten. Der weitere Verlauf wird mir zu oberflächlich, die letzten Spannungsbögen können dies auch nicht mehr retten, denn - oh Wunder - Noemi hat wieder mehr fantastische Fähigkeiten erlangt. Ich bin dann auch nicht mehr ganz mitgekommen, was nun Calypso mit der Mutter zu tun hat, was es mit den Splittern und den Wappen auf sich hat. Insgesamt gab es für mich wenig Handlung in diesem Buch, und das Ende ist weder Cliffhanger noch wurde das Band dadurch abgeschlossen.

Szenerie / Setting

Leider erkunden wir wenig Neuland, und bleiben im bekannten Setting. Fabiola Nonn kann zwar die Umgebung schön bildhaft beschreiben, aber mir ist es auch hier inzwischen zu oberflächlich geworden. Die aus dem ersten und zweiten Band von mir hochgelobte eindrucksvolle Beschreibung der Szenerie geht ihr ein wenig verloren. Wir bleiben auch in diesem Buch fast nur an der Erdoberfläche, und sind nur sehr selten im Wasser. Das finde ich sehr schade.

Sprache / Schreibstil

Sprachlich ist es immer noch sehr ausgereift und metaphernreich. Trotzdem verfällt Noemi oft in lange innere Monologe und in taktische Überlegungen, die wenig Emotionen allgemein transportieren können. Es wird dadurch auch teilweise zäh und mir leider auch zu langatmig. Das kenne ich von Fabiola Nonn aber anders und bin daher doch etwas enttäuscht. Die Ich-Perspektive im Präsens passt dennoch gut zur der Geschichte.

FAZIT

Etwas enttäuschend. Sprachlich gut, aber die oberflächliche Handlung reißt mich nicht mehr vom Hocker. Emotional eher schwach, und für mich einfach zu wenig Romantik.

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Rezensionen von rewa:

Amanda und die Liebe

Calypso (3). Jenseits der Wellen von Fabiola Nonn

Die Autorin, Amanda Schneider, die unter dem Pseudonym Abigail Madison romantische Liebesromane schreibt hätte nie gedacht, dass sie als ,,Expertin´´ für Liebesdingen zu einer besonderen Hochzeit eingeladen wird. Das Problem dabei ist nur, dass im Grunde keiner wissen soll, dass es diese Abigail gar nicht wirklich gibt.

Aber für Vanessa, das verwöhnte Töchterchen soll jeder Wunsch erfüllt werden und so lässt ihr Vater Amanda kurzerhand entführen. Dass der russische Bodyguard Dimitrij und der attraktive Bruder der Braut Sascha alles daran setzen, dass Vanessa zu ihrer Traumhochzeit kommt, muss sie bald feststellen. Obwohl Amanda immer wieder einen mehr oder weniger erfolgreichen Plan zu fliehen ausheckt, merkt sie sehr bald, dass es irgendwie nicht richtig gelingen will, denn Sascha hat etwas an sich, das die ,,nicht an die Liebe glaubende´´ Amanda gehörig durch einander bringt.
Wo Vera Nentwich draufsteht, kann man als Leser sicher sein, dass gute Unterhaltung drinnen steckt. So wie in diesem Roman ,, Pseudonyme küsst man nicht´´, wo das bunte und fröhliche Cover wunderbar dazu passt.
Die Autorin hat eine lockere, fröhliche und humorvolle Liebesgeschichte rund um die unsichere und nicht attraktiv fühlende Amanda Schneider geschrieben. Vera Nentwich beschreibt mit ihrer Protagonistin eine Frau, die bereits von Kindheit an mit Minderwertigkeitsgefühlen ausgestattet wurde. Ein Elternhaus, das nur auf Erfolg und Ansehen aus war, das ihrem Kind immer das Gefühl gab nicht deren Anforderungen zu genügen und somit auch eine zu tiefst verunsicherte junge Frau wurde. Dabei hat es die Autorin geschafft sowohl ernste Themen auf zu greifen, aber auch gleichzeitig Szenen zu schreiben die sehr humorvoll sind und gut zusammen passen. Witzige Dialoge lassen einen immer wieder schmunzeln und wer auf Slapstickeinlagen steht, wird hier sicher nicht zu kurz kommen. Es mögen zwar manche Szenen etwas schnell und ein wenig unglaubwürdig rüber kommen, aber das passt zu dieser ,,verrückten´´ Geschichte einfach dazu. Die Autorin hat witzige und originelle Protagonisten beschrieben und die Kapitel fliegen einfach nur so dahin. Wer die lockere Art zu schreiben von Vera Nentwich mag, wird auch von diesem Roman nicht enttäuscht werden.

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Rezensionen von buchina:

Heiße Bären

Age of Trinity - Silbernes Schweigen von Nalini Singh

Das ist bereits der 16. Band der erfolgreichen Gestaltwandlerreihe und ich werde nicht müde sie zu lesen. Warum ist das so? Zum einen liegt das am sehr angenehmen Schreibstil der Autorin, der beschreibend, aber nicht langatmig ist. Dazu kommen detailliert beschriebene Charaktere, die einfach sympathisch sind.

Zum Anderen hat Nalini Singh eine ganz besondere Welt erschaffen, die nach so vielen Teilen, wie ein geliebter Ort erscheint, den ich immer wieder gerne besuche.
Auch dieser Teil nahm mich gleich wieder gefangen. Diesmal spielt er nicht bei meinen geliebten Leoparden und Wölfen in Los Angeles, sondern in Moskau und ein Bärenclan steht im Vordergrund. Der Wechsel des Handlungsortes hat mir sehr gefallen und trotz der neuen Umgebung fühlte ich mich dort schnell zu Recht. Das Protagonistenpaar besteht diesmal aus der Medialen Silver und des Bärenanführers Valentin. Beide haben Geheimnisse aus der Vergangenheit, die auch ihre Zukunft beeinflussen. Silver ist eine Mediale, die keine Gefühle zulassen möchte oder kann. Aber der Bär Valentin hat aber ausgerechnet sie zu seiner Herzensdame ausgesucht und lässt nichts unversucht sie von ihm zu überzeugen. Ein Mordanschlag auf Silver bringt die beiden näher.
Wer die Gestaltwandlerreihe kennt, weiß natürlich, dass die Geschichte von einer Medialen ohne Gefühle und einem Gestaltwandlerchef nicht neu ist. Dennoch habe ich wieder mitgelitten und gefreut über das Paar was langsam zueinander findet. Bei diesem Pärchen gibt es auch noch ein paar überraschende Wendungen, die ich so noch nicht kannte. Was mir hier nicht so gefiel, war das die Wandlung von der eiskalten Silver zur Liebenden zu schnell und für mich dadurch auch etwas unlogisch geschah. Später wird klar warum alles so schnell gehen musste, aber so richtig konnte ich diesem Paar nicht ganz folgen.
Dennoch sind die Seiten bei mir nur so dahin geflogen, besonders der zweite Teil des Buches war wirklich spannend. Ein guter Teil der Reihe, wenn auch nicht der beste. Da habe ich andere Gestaltwandlerpärchen, die mir näher gingen. Ich freue mich aber schon sehr auf den nächsten Band, denn es blieb einiges offen.

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Rezensionen von Helu:

Aushalten, zulassen, weitergehen

In der Liebe bleiben wir verbunden von Gabriele Danler; Christian Sint

Das Büchlein ist eine Sammlung von Texten, Aphorismen und Gedanken zu verschiedenen Motiven und Gefühlslagen der Trauer. Teilweise stammen sie von den Herausgebern Gabriele Danler und Christian Sint selbst, teilweise sind sie von anderen Autoren oder biblische Zitate.
Die Stärke der Texte liegt darin, dass sie die mit Trauer verbundenen Gefühle nicht vorschnell übergehen und auf Überwindung der Trauersituation setzen.

Vielmehr benennen sie schmerzliche Situationen realistisch und schonungslos. Sie identifizieren das Verweilen in dieser Gefühlslage als wichtigen Schritt der Trauerarbeit. Es geht um das Zulassen und das Aushalten von Schmerz und Verlust, was häufig schwerfällt. So kann dann die Lücke, die der Verlust eines Menschen in das eigene Leben gerissen hat, als Ort der bleibenden Verbindung erkannt werden. Und erst dann stellt sich die Frage, wie man mit der neuen Situation weitergeht, woraus man Hoffnung und Mut schöpft. Auch dieser Gedanke findet sich in den Texten - aber in all seinen Grenzen und in dem sensiblen Bewusstsein darum, wie mühsam und langsam dieses Keimen von Hoffnung und Zuversicht sich ereignet.
Dieses Gespür, das sich durch die Texte und ihre Bebilderung zieht, macht das Büchlein zu einem würdigen und empfehlenswerten Begleiter für Trauernde und TrauerbegleiterInnen.

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Rezensionen von S.:

Menschenhandel

In eisiger Nacht von Parsons Tony

Es ist so eiseskalt, dass 12 junge Frauen in einem Kühllaster erfrieren. Sie stammen aus verschiedenen Ländern, wollen Arbeit und eine Perspektive in einem Land, in dem es ihnen besser gehen soll. Nur sind sie an ihnen skrupellosen Menschenhändler geraten, der zu dumm ist, den Schmuggel-Lkw zu führen.

Detective Max Wolfe findet im Fahrzeug 11 Leichen, eine sterbende Frau und 13 Pässe. Wo ist die Überlebende? Ein Zufallsfoto des Bruders eines der Opfer zeigt eine Spur. Die mühsame Ermittlung der Verantwortlichen beginnt. Wolfe hat eine engagierte und taffe Partnerin, einen jungen, mutigen Kollegen und eine zutiefst unsympathische Vorgesetzte. Dass ihr oberstes Ziel das Finden der Verantwortlichen ist, versteht man. Wie sie dabei vorgeht, nicht. Wolfe taucht wieder hinab in menschliche Abgründe, Zwangsprostitution, Mord, Gewalt, Brutalität.
Spannend, ergreifen, Elend zeigend, hat Tony Parson ein aktuelles Thema packend und nahegehend beschrieben. Auswüchse des Menschenhandels, die chinesische Mafia, Leben unter unwürdigsten Bedingungen,Anarchie, Missachtung der Gesetze zum eigenen Vorteil, das Ausnutzen illegaler Einwanderer - all das wird anschaulich geschildert. Sehr gut zu lesen. Regt zum Nachdenken an.

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Rezensionen von yellowdog:

Ein beeindruckender Roman

Der Reisende von Ulrich Alexander Boschwitz

Der Reisende ist ein Roman, der in erster Fassung 1940 in den USAS erschien. Er schildert exemplarisch anhand der Hauptfigur Otto Silbermann, ein jüdischer Geschäftsmann, die Verfolgung der Juden in Deutschlands schlimmster Zeit.
Das Buch ist somit ein Zeitdokument. Der Roman überzeugt auch literarisch, da er dicht und konzentriert geschrieben ist.

Als Leser folgt man dem Protagonisten, der auf seiner Flucht kreuz und quer mit Zügen durch Deutschland reist. Einmal versucht er an der belgischen Grenze das Land zu verlassen. In Frankreich lebt sein Sohn, der ihm eine Hoffnung auf ein mögliches neues Leben gibt. Doch er wird entdeckt und zurückgeschickt. Man spürt den Druck, den Silbermann ausgesetzt ist und sieht, wie die Hoffnungslosigkeit und sein Entsetzen zunimmt.

Ein beeindruckender Roman, der in den heutigen Zeiten, in denen die Flüchtlingspolitik wieder mitleidslos und gnadenloser wird, gebraucht wird.

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Rezensionen von Vicky:

Ich dürfte nicht existieren

Silberschwingen 1: Erbin des Lichts von Emily Bold

Ich finde das Cover sehr schön gestaltet, es sieht bezaubernd aus und zog sofort meinen Blick auf sich.

Unter 'Das Buch' findet man eine kurze aber bereits recht gute Inhaltsangabe bzw. Vorschau auf das Buch und kann sich so bereits einen ersten der neuen Romantasy-Reihe holen. Die Geschichte teil sich auf einen Prolog, Sechsunddreißig Kapitel sowie einen Epilog auf.

Der Einstieg ist toll und gelingt einfach und schnell. Vom Schreibstil von Emily Bold und auch der Geschichte selbst bin ich absolut begeistert. Das Buch ist flüssig zu lesen und man kommt sehr schnell und gut voran, ehe man sich’s versieht hat man bereits die letzte Seite erreicht und kann sich, aufgrund des doch recht fiesen Endes, nur den nächsten Band herbeiwünschen!

Die Figuren sind gut beschrieben, besonders die Hauptfigur Thorn mag ich persönlich sehr gerne. Man sieht auch gut wie sie sich im Verlauf der Geschichte weiterentwickelt und wächst, physisch sowie psychisch.

Fazit: Ein toller und lesenswerter Young-Adult Romantasy Auftaktband. Mich hat die Autorin Emily Bold mit dem ersten Teil dieser interessanten und spannenden Reihe überzeugt. Die Silberschwingen landen definitiv auf meiner Watch-List - ich würde am liebsten sofort weiterlesen. Bleibt mir nur mehr zu sagen dass ich nun sehnsüchtig auf den nächsten Band warte!

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