Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewa:
Anna und das kluge Kätzchen
Die Malerin Anna hat es nicht leicht. Um ihren Kopf frei zu bekommen, nach ihrer misslungenen Vernissage, stolpert sie auch noch auf der Ölgangsinsel im Dunkeln über eine Leiche. Dass sich auch noch eine kleine, mit blutigem Fell behaftete Katze an ihre Fersen hängt, macht für die Katzenhaarallergikerin Anna, die ganze Sache auch nicht leichter.
Noch dazu, weil sie sehr schnell von der Kommissarin Richards als Mordverdächtigte gilt. Bei der Leiche handelt es sich um Hartmut Lanski, Redakteur des Neusser Lokalkuriers, der wie sich bald herausstellt, nicht viele Freunde hatte. Da für Anna die Mordermittlungen der Polizei zu langsam vor sich gehen, beginnt sie selbst zu ermitteln und immer mehr scheint es so, dass der Mörder auf ihrer Vernissage war. Fotos von dieser Veranstaltung sollen dabei helfen. Bis es aber so weit ist den Täter zu überführen, muss Anna noch vielen falschen Spuren nach gehen, bis sie an ihr Ziel kommt.
Der Roman ,,Tod im Wald der Engel´´ ist ein gut geschriebener Niederreihn- Krimi von Andrea Tillmanns. Die Autorin entführt den Leser in eine Geschichte, in der die eher unscheinbare und manchmal auch naiv wirkende Anna ihre Unschuld beweisen will. Sie schafft es immer wieder durch spontane Einfällen und geschickten Fragen, ihr Gegenüber dazu zu bringen, Dinge aus zu plaudern die für sie interessant sind. Die Kommissarin sammelt kaum Pluspunkte, da sie arrogant, unfreundlich und nicht unbedingt objektiv wirkt. Hier stehen sich zwei ganz unterschiedliche Frauen gegenüber, wo Anna den Großteil der ,,Ermittlungen´´ erledigt. Es ist ein eher ruhiger Krimi, wo es einiges an Lokalkolorit gibt und speziell Pflanzenfreunde auf ihre Kosten kommen. Ein angenehmer und flüssiger Schreibstil lässt den Leser schnell vorwärts kommen und man taucht schnell in die Geschichte ein. Besonders nett ist auch, dass die kleine Katze einen nicht unwichtigen Beitrag bei diesem Roman leistet und die Szenen mit ihr und der Allergikerin Anna werden immer wieder auch humorvoll beschrieben. Die Autorin legt viele Spuren aus und es ist kaum möglich heraus zu finden, wer der Täter ist, da muss man wirklich bis zum Ende mit rätseln.
Ein schön geschriebener Krimi, der durch Spitzfindigkeit, Humor und interessante Gedankengänge besticht.
Rezensionen von LadyIceTea:
Kauzig und unglaublich liebenswürdig
Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen von Paulsen Anna
Matilda arbeitet im Amt für nicht zustellbare Post, für die Buchstaben K bis M. Mit nichts verbringt sie lieber Zeit als mit ihren Briefen oder ihren Büchern. Sowieso ist sie lieber allein oder kümmert sich um ihre Nachbarn. Von den Regeln und Normalitäten würde sie grundsätzlich nicht abweichen.
Doch dann fällt ihr ein längst vergessener Brief in die Hände und plötzlich sieht sie sich gezwungen ihre Komfortzone zu verlassen. Denn dieser Brief hat sie mehr berührt als alles andere je zuvor.
Schon die ersten Seiten dieser Geschichte haben mich verzaubert. Matilda ist auf eine wirklich herzerwärmende Art und Weise kauzig, da konnte ich nur verzückt weiterlesen.
Matilda ist eine ungewöhnliche Protagonistin. Sie ist nicht besonders gesellig oder selbstbewusst. Sie ist nicht wunderschön oder hat einen heißen Partner an ihrer Seite. Nein, sie ist einfach ein wenig schrullig, eher altmodisch und lieber alleine als unter Leuten. Aber sie hat ein großes Herz und das merkt man ziemlich schnell. Es hat nur ein paar Seiten gedauert, da habe ich sie und ihren ungewöhnlichen Beruf in mein Herz geschlossen.
Auch ihre Nachbarn, besonders Knut, sind einfach zum knuddeln. Sie sind sympathisch und jeder auf seine Art und Weise liebenswürdig.
Knut hilft ihr mit Rat und Tat und gibt ihr immer wieder einen kleinen Schubs, damit sie ihren gewohnten Trott verlässt.
Matildas Suche nach den beiden Liebenden aus dem Brief ist wundervoll beschrieben. Man fiebert und sucht mit und erlebt auch jedes kleine Nebenabenteuer voller Freude mit Matilda.
Der Schreibstil ist perfekt für diese Geschichte und ich habe das Buch in wenigen Stunden verschlungen. Ich war richtig traurig, als das richtig tolle Ende dann kam.
Ein wunderschönes Buch!
Rezensionen von yellowdog:
Elegant
All die Jahre von J. Courtney Sullivan
All die Jahre ist eine elegant geschriebene Familien- und Auswanderergeschichte. Der Stil ist angenehm zu lesen, aber auch ein wenig verhaltend, nie ausschweifend. Das zeichnet en Roman durchaus aus.
Dem Buch ist ein schönes Zitat von Margaret Atwood vorangestellt:
Ich existiere an zwei Orten,
Hier und wo du bist.
Nora Flynn ist eine junge Frau, die sich nach dem frühen Tod ihrer Mutter pflichtbewusst um ihre jüngeren Geschwister kümmert. Dabei ist sie eigentlich kein selbstbewusster Typ, im Gegensatz zu ihrer jüngeren Schwester Theresa, die forsch und neugierig auf das Leben ist.
In den fünfziger Jahren wandert Nora mit Theresa von Irland in die USA aus. In Boston soll sie ihren Verlobten heiraten. Obwohl Nora nicht sehr in ihn verliebt ist, lässt sie sich darauf ein, damit Theresa gute Zukunftsaussichten bekommt. Prompt wird diese unbeabsichtigt Schwanger. Und wieder muss Nora Pflichten übernehmen.
Es ist beeindruckend, wie deutlich die Beziehungen er Figuren untereinander gezeigt werden. Das gilt zunächst für die Schwestern und eine Generation später auch für deren Kinder, die aber hauptsächlich 2009 als Erwachsene gezeigt werden. John, Patrick, Bridget, Brian. Auch diese 4 haben grundverschiedene Charaktere. Das macht das Buch gerade interessant.
Rezensionen von biest.22@web.de:
Eine emotionale Achterbahnfahrt
Die amerikanische Prinzessin von van der Zijl Annejet
„Courage all the time“ - den Mut nie verlieren!
Inhalt:
Am 13. April 1927 geht Allene Tew im Hafen von New York an Bord der Mauretania. Sie lässt ein Leben hinter sich, das ihr alles geschenkt hatte, wovon Sie als junges Mädchen vom Land einst träumte: Wohlstand, Ansehen, Mutterglück und die Liebe ihres Lebens.
Fast alles hat sie wieder verloren. ›Die reichste und traurigste Witwe der Stadt‹ nennen die Klatschspalten Allene. Doch an diesem Tag bricht sie auf in eine neue Welt. In Europa wartet auf sie eine zweite Heimat, eine Zukunft als wahrhaftige Prinzessin, russische Gräfin und Patentante von Königin Beatrix. ›Die amerikanische Prinzessin‹ ist die Rekonstruktion eines faszinierenden Lebens vor dem historischem Panorama von Wirtschaftsboom, Revolution und Krieg. Vor allem aber ist es die bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die den Mut hat, ihren eigenen Weg zu gehen bis zum bitteren Ende.
Meine Meinung:
Mit sehr viel Charme und Stil erzählt die niederländische Autorin Annejet van der Zijl die Geschichte der amerikanischen Prinzessin Allene. Eigentlich ist diese Lektüre ein Sachbuch, liest sich die Geschichte, vom Leben der Allene Tew, doch eher wie ein Roman. Dank der vier Jahre langen Recherchearbeit der Autorin bekommt man tiefe Einblicke in das Leben der amerikanischen Prinzessin. Sie schreibt über ihr bewegtes Leben, über Glück und Trauer, Ängste und Verluste, vom ausgegrenzt sein und der Dazugehörigkeit. Vom industriellen Aufschwung, über den Untergang der Titanic, den Börsencrash, den 1. Weltkrieg bis hin zum 2. Weltkrieg.
Der Schreibstil hat mir persönlich sehr gut gefallen, man fühlte sich sofort in die damalige Zeit zurückversetzt. Er ließ sich trotz der anspruchsvolleren Themen sehr flüssig lesen. Besonders die eingebauten Zitate, Zeitungsartikel, Briefe und Redewendungen, zum größten Teil in englisch, fand ich sehr gelungen und haben das Ganze ein bisschen aufgelockert.
Am Anfang des Buches findet man eine Landkarte und einen Stammbaum, die einem die Orientierung erheblich erleichtern.
Ein absolutes Highlight waren für mich jedoch die Fotos von damals. Ganze 47 Stück gibt es davon, sie zeigen unter anderm Allene, ihre Familie, ihre Ehemänner und einige ihrer prachtvollen Behausungen.
Das 264 Seiten starke Hardcover hat einen Neupreis von 24,95 Euro. Der durch die sehr aufwendige Gestaltung meiner Meinung nach völlig gerechtfertigt ist.
Fazit:
Ein Muss für Geschichtsfreunde und Fans historischer Romane.
Rezensionen von Krimine:
Ein vielschichtiger und emotional fesselnder Kriminalroman
Die Eishexe von Läckberg Camilla
In dem beschaulichen Küstenort Fjällbaka wird ein vierjähriges Mädchen vermisst und alle zur Verfügung stehenden Bewohner suchen nach ihr. Auch der syrische Flüchtling Karim, der die kleine Lianna tot in einem ausgehöhlten Baumstamm findet. Vor allem deshalb steht er schon bald unter Verdacht, der gesuchte Mörder zu sein.
Doch anstatt ihn zu verhaften, konzentrieren sich Hauptkommissar Patrik Hedström und sein Team auf einen alten Fall, der 30 Jahre zuvor die Gemüter erregte. Damals war von demselben Hof ein vierjähriges Mädchen verschwunden und zwei Jugendliche wurden angeklagt, sie ermordet zu haben. Aber nicht nur Patrik Hedström beschäftigt sich mit dem grausamen Mord. Auch seine Frau, die Schriftstellerin Erica Falck, interessiert sich für ihn. Schließlich schreibt sie an einem Kriminalroman, der von dem einstigen Verbrechen erzählt und tatsächlich findet sie bald eine erste Spur, die Licht in das verhängnisvolle Durcheinander bringen kann.
"Die Eishexe" ist der 10. Fall aus der Fjällbacka -Reihe, in der Camilla Läckberg alte Kriminalfälle aufleben lässt und sie geschickt mit neuen Verbrechen kombiniert. Gleich von Beginn an versteht sie es eine Atmosphäre zu schaffen, die den Leser in ein eher düsteres Schweden versetzt, wo er zum Zeugen unheilvoller Ereignisse wird. Dabei ist es nicht nur die Mystik, die um das alte Verbrechen rankt und eine aufkommende Bedrohung erahnen lässt, sondern auch der mit unsäglichem Leid einhergehende neue Fall, der kein glückliches Ende verspricht. Hinzu kommt mit Patrik Hedström und Erica Falk ein Ermittlerduo, das sich wunderbar ergänzt und eine Reihe an Nebenhandlungen, die in deutliche Worte verpackt, Kritik an gesellschaftlichen Zuständen üben. Aber auch ein Blick in private Belange wird gewährt, durch den der Hörer die Entwicklung der Hauptfiguren gut verfolgen kann. Ein vielschichtiger Aufbau, der viel Aufmerksamkeit verlangt, gleichzeitig aber eine Geschichte in sich birgt, die mit überraschenden Wendungen und interessanten Einzelschicksalen emotional zu fesseln versteht. Zwar gibt es auch einige Längen in dem aus mehreren Perspektiven heraus erzählten Geschehen, welche allerdings aufgrund der dramatischen Gesamtentwicklung schnell vergessen sind.
Fazit:
Von Maria Hartmann mit viel Einfühlungsvermögen gelesen, versteht es "Die Eishexe" ihre Hörer bereits nach einigen Minuten in ihren Bann zu ziehen und Bilder in ihren Kopf entstehen zu lassen, die ihn lange Zeit beschäftigen werden.
Rezensionen von KimVi:
Düster und geheimnisvoll
Böse Schwestern von Bley Mikaela
Nach ihrem Zusammenbruch fährt die Kriminalreporterin Ellen Tamm zu ihrer Mutter. Es ist das erste Mal, dass sie nach langer Zeit ihre alte Heimat besucht. Noch immer macht ihr der ungeklärte Tod ihrer Zwillingsschwester, die im Alter von 8 Jahren starb, zu schaffen. Die Dämonen ihrer Vergangenheit geben einfach keine Ruhe.
Ein Therapeut soll ihr helfen, die damaligen Ereignisse zu verarbeiten. Doch schon auf der Heimfahrt stößt Ellen auf einen mysteriösen Mordfall. Die Leiche einer unbekannten Frau wird gefunden und Ellen setzt alles daran, die Identität der Frau und die Umstände ihres Todes zu klären....
Nach "Glücksmädchen" ist "Böse Schwestern" der zweite Band, in dem man die Kriminalreporterin Ellen Tamm bei ihrer Arbeit beobachtet. Da die Fälle, die im Mittelpunkt stehen, in sich abgeschlossen sind, kann man die Bände unabhängig voneinander lesen.
Auch in diesem Psychothriller verwendet Mikaela Bley unterschiedliche Perspektiven. Man beobachtet abwechselnd die Hauptprotagonistin Ellen Tamm, die Lehrerin Hanna, die Mutter von zwei Kindern ist und mit Stoffe zusammenlebt, und die Hausfrau Alexandra, die mit ihrem Mann Patrik, ihren beiden Kindern und der Schwiegermutter unter einem Dach lebt. Die Handlung ist in Kapitel unterteilt, die mit dem jeweiligen Tag, der Uhrzeit und dem Namen der Person gekennzeichnet sind, der man gerade über die Schulter schaut. Zunächst ist nicht klar, wie diese unterschiedlichen Stränge zusammenhängen könnten. Doch das Interesse am Fall wird dadurch sofort geweckt. Die wechselnden Perspektiven sorgen außerdem dafür, dass die Geschichte temporeich erzählt wird.
Der Einstieg in die Handlung gelingt relativ mühelos, da man unbedingt erfahren möchte, was es mit dem geheimnisvollen Mord auf sich hat. Außerdem schwebt zwischen den Zeilen eine angespannte Atmosphäre. Man hat sofort das Gefühl, dass in dem kleinen Ort, der auf den ersten Blick recht idyllisch wirkt, irgendetwas nicht stimmt. Denn die Kinder des Orts scheinen äußerst aggressiv zu sein. Deshalb stellt man sich die Frage, was da los ist und wie sich das in die Handlung einfügen mag. Die Autorin legt einige Spuren aus, denen man beim Lesen bereitwillig folgt, doch was wirklich geschah und wie alles zusammenhängt, ist nicht so leicht zu entschlüsseln. Man tappt also lange Zeit im Dunkeln und wird zum Schluss noch mit einer unerwarteten Wendung konfrontiert.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen. Die Charaktere sind nur schwer einzuschätzen. Das bezieht sich auch auf die Hautprotagonistin Ellen, denn auch sie betrachtet man zunächst distanziert. Ihre Vergangenheit belastet sie schwer und außerdem schaut sie, jedenfalls am Anfang des Buchs, ziemlich häufig zu tief ins Glas, so dass es nicht leicht fällt, sich mit ihr zu identifizieren. Das legt sich allerdings im Verlauf der Handlung.
Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten. Am Anfang hatte ich zwar meine Schwierigkeiten mit der Hauptprotagonistin, doch das hat sich dann zum Glück gelegt. Ich habe gespannt beobachtet, wie sich die Handlungsfäden miteinander verknüpfen und bis zur Auflösung gerätselt, wie wohl alles enden wird. Deshalb konnte ich das Buch zum Schluss gar nicht mehr aus der Hand legen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb vier von fünf möglichen Sternchen.
Rezensionen von thth:
Absolut lesenswert!
Nanga im Winter von Moro Simone
Unglaubliche Ausdauer, Beharrlichkeit, Geduld und auch Leidensfähigkeit brauchte es von Simone Moro und seinen SeilgefährtInnen bei den drei Versuchen, den Nanga Parbat im Winter erstzubesteigen.
Eine Erzählung voll von Versuchen, den Berg Meter um Meter unter zum Teil unmöglichen Bedingungen abzuringen und voll von Rückzügen und Enttäuschungen.
Welche Willenskraft ist nötig, um das wochen- und monatelange Warten am Berg auf das richtige Wetter, auf den richtigen Moment durchzustehen?
Endlich, am 20. Feber 2016 kann Karl Gabl ein Schönwetterfenster von 6 Tagen ankündigen und Simone, Tamara, Ali und Alex nutzen es aus. Sie stehen als Erste - nach 30 Jahren des vergeblichen Ankämpfens - im Winter am Gipfel des Nanga, ohne künstlichen Sauerstoff und ohne Hochträger.
Wer, wie ich selbst, den Nanga schon direkt gesehen hat, unter der Diamirflanke gestanden ist, unter der Rupalwand kampieren durfte oder die Märchenwiese kennt und Bergerfahrung hat, der wird diese enorme Leistung etwas besser einschätzen können. Gleichwohl das Buch auch für Nicht-Bergsteiger sehr lesenswert ist!
Rezensionen von Caroline :
Ein Jugendbuch gegen das Vergessen
Das Mädchen im blauen Mantel von Monica Hesse
Amsterdam im 2. Weltkrieg. Die Deutschen haben das Land voll im Griff. Die Deportationen von Juden laufen im großen Stil an. Auch die holländische Bevölkerung leidet unter dem Krieg und der Besatzung. Schwarzhändler riskieren ihr Leben, um wichtige Dinge des alltäglichen Lebens zu organisieren.
Hanneke versorgt so ihre Eltern.
Beide wissen nichts von ihrer gefährlichen Arbeit. Sie hat ihre fixen Kunden und eines Tages bittet eine dieser Kundinnen sich auf die Suche nach einem jungen Mädchen Mirjam zu machen. Nur zögernd nimmt sie diesen Auftrag an. Diese Aufgabe erweist sich als sehr schwierig. Denn das Mädchen ist Jüdin. Sie zu verstecken, bedeutet den Tod für die Helfer, wenn sie erwischt werden. Deshalb ist auch die Suche gefährlich. Während sie Informationen sammelt, trifft sie auf den holländischen Widerstand und damit auch auf Ollie. Der Bruder von Bas, Hannekes Freund, der an der Front gestorben ist. Die Erinnerungen an Bas bringen sie dazu über grundlegende Dinge nachzudenken und wichtige Entscheidungen zu treffen.
Wie hat es mir gefallen?
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Belegexemplar. Nachdem ich vor kurzem „Karolinas Töchter“ gelesen habe, entdeckte ich dieses Buch und der Klappentext hat mich in seinen Bann gezogen.
Das Buch spielt in einer sehr dunklen Zeit, die niemals vergessen werden darf. Die Autorin verwebt tatsächliche Geschichte mit einer fiktiven.
Hanneke trotz der deutschen Besatzung, in dem sie ständig gegen die Vorschriften verstößt, indem sie am Schwarzmarkt Dinge besorgt, die kaum mehr zu bekommen sind. Sie sieht sich selbst als kleines Rädchen und als Ein-Frau-Widerstand gegen die Nazis. Sie tut was getan werden muss, um ihre Eltern zu versorgen. Sie verschließt die Augen vor dem Offensichtlichen und erst als sie wieder auf Ollie, der im Widerstand tätig ist, erkennt sie Zusammenhänge und geht neue Risiken ein.
In die wahren historischen Tatsachen wird eine gefährliche Suche nach einem jüdischen Mädchen verwoben. Das Jugendbuch wagt sich auch an sehr sensible Szenen, die berühren und das Leben damals recht gut beschreiben.
Es muss aber klar sein, dass es sich hierbei wirklich um ein Buch aus dem Genre Jugendbuch handelt. Die Sprache ist nicht sehr kompliziert, aber eindringlich. Eine Geschichte, die einen kleinen Einblick in die Zeit des 2. Weltkriegs gibt und vor allem die Schreckensherrschaft der Nazis zeigt. Für junge Menschen, die beginnen sich für diese Zeit zu interessieren, kann ich dieses Buch empfehlen. Ich selbst bin der Zielgruppe ein paar Jahre entwachsen, aber ich lese solche Bücher immer noch, denn ich finde es immer noch wichtig, dass die Vergangenheit nicht vergessen wird.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von Caroline :
Die Bären sind los ...
Age of Trinity - Silbernes Schweigen von Nalini Singh
Seit dem Ende von Silentium verändert sich die Welt. Endlich arbeiten Menschen, Gestaltwandler und Mediale zusammen. EmNet (Emergency Network) geleitet von Silver Mercant ist ein Verbindungsglied zwischen den Rassen und organisiert Hilfe wenn Not am Mann ist.
Aber nicht alle können oder wollen mit diesen Neuerungen Schritt halten.
Im Hintergrund werden Fäden gezogen, um den Hass zwischen den Rassen zu schüren. Ein hinterhältiger Mordanschlag auf Silver bringt sie dazu, sich im Bärenrudel StoneWater unter dem Alpha Valentin zu verstecken. Hinter dem netten Angebot des Alphas steckt natürlich auch ein sehr persönliches Interesse. Der Mann Valentin als auch sein Bär fühlen sich von der Medialen magisch angezogen. Es reizt ihn, sie aus der Reserve zu locken. Er erkennt, dass in ihr eine starke Frau steckt, die eines Alphas würdig ist. Damit beginnt ein Spiel zwischen einem Alpha Bären, der versucht ein Gentleman Bär zu sein und einer Medialen, die in Silentium aufgewachsen ist.
Wie hat es mir gefallen?
Wer mich kennt, weiß, dass ich hier einfach nicht objektiv sein kann. Ich liebe die Autorin – nicht erst seit ich sie in Berlin bei der LLC 2012 persönlich kennen lernen durfte.
Nalini Singhs Schreibstil überzeugt mich auch dieses Mal. Man erkennt, dass sie ihre Figuren liebt und ihr die Welt am Herzen liegt. In dieser Geschichte wurde mir wieder einmal richtig bewusst, welche Gräben es zwischen den Menschen, Gestaltwandlern und Medialen gab. Erst durch den Fall von Silentium begannen die Rassen zusammen zu arbeiten.
In den letzten Büchern wandelte sich die Welt bereits und nun unter Trinity versuchen die Mitglieder aller Parteien die Vorurteile zu entkräften. Vor allem die Führer der Menschen trauen dem Frieden noch nicht. Zu oft wurden sie von den Medialen betrogen oder sogar ihre Gehirne völlig zerstört, um so die Ideen zu stehlen.
Ergänzt wird der Handlungsstrang noch durch im Dunkel liegende Personen, die die neue Weltordnung nicht akzeptieren können und deshalb alles in ihrer Macht stehende tun, um diese zu torpedieren. Sie schrecken auch nicht vor Bombenattentate oder Mord zurück.
Als Leiterin von EmNet (Emergency Network) steht Silver Mercant im Focus der Öffentlichkeit. Valentin Nikolaev, Alpha Bär des StoneWater Rudels, vereitelt einen Mordanschlag auf Silver. Nur knapp kommt sie mit dem Leben davon. Valentin bietet ihr völlig selbstlos *haha* an, sich im Rudel zu verstecken, bis der Täter geschnappt wurde. Er ist fest entschlossen Silver zu verführen und sie zur Seinen zu machen. Ihm ist von Anfang an klar, dass sie ihm ebenbürtig ist.
Ich kann ehrlich sagen, dass ich ein absoluter Fan vom SnowDancer Alpha Hawke bin. Aber Valentin hat sich bereits in den ersten 30 Seiten in mein Herz geschlichen. Er ist sich seines Charmes äußerst bewusst und nutzt diesen Vorteil gnadenlos aus, aber niemals in böser Absicht. Er ist ein Alpha mit einem riesig großen Herz, das alle bis zum Tod verteidigen würde, die er liebt. Seine verspielte Art täuscht viele, denn es gibt einen schweres Geheimnis, das ihn peinigt und nicht loslässt.
Silver ist ein wichtiges Mitglied der Mercant Familie. Ihr Tod würde die Machtverhältnisse zum Wanken bringen. Sie selbst sieht sich nicht so wichtig, aber mit ihrer neuen Führungsrolle bei EmNet bekommt ihr Leben noch mehr Gewicht. Als sie im Rudel unter kommt, sieht sie, dass Familie und Rudel gar nicht so unterschiedlich sind.
Alte Bekannte wie Kaleb, Nikita. Ashaya und sogar Dorian tauchen, wenn auch nur kurz auf. Einen besonderen Platz hat Lucas Hunter, denn Valentin ist sich sicher, wenn Lucas Sascha zu seiner Gefährtin machen konnte, dann schafft das auch ein Bär Alpha, der ein Gentleman sein will, ein Bär eben, aber genauso listig wie eine Katze.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von Vicky:
Gefühle führen unweigerlich zu Chaos
Age of Trinity - Silbernes Schweigen von Nalini Singh
Das Buchcover von Band sechzehn ist schön gestaltet und fügt sich, wie immer, gut in den Stil der restlichen Reihe ein. Das muss ich jetzt unbedingt loswerden: Ich warte schon SO lange auf einen Band über Silver - endlich hat diese Figur einen eigenen Teil bekommen!
Der gewohnte Schreibstil der Autorin überzeugt mich wieder zu hundert Prozent! Man ist durch die flüssige Schreibweise sofort wieder drinnen in der Welt der Medialen und Gestaltenwandler Nach 15 Bänden gibt es nun einen Wechsel von den Wölfen/Leoparden in Amerika nach Russland zu den Bären! Es gibt wieder lustige und sehr unterhaltsame Szenen aber auch tiefgründige, sehr berührende und emotionale.
Ich denke da ist für jeden etwas dabei :-)
Das Buch ist in zwei Teile mit insgesamt einundfünfzig Kapiteln unterteilt. Unter ‘Zu diesem Buch‘ kann man sich bereits einen guten Eindruck von den Geschehnissen in diesem Band holen! Unter ‘Die Ära des Dreigruppenbündnisses‘ wird nochmal kurz erklärt worum es dabei geht – nichtsdestotrotz würde ich empfehlen die anderen Bände (in der richtigen Reihenfolge) zu lesen, denn darin erfährt man detaillierter über dieses Bündnis und wie es überhaupt zu Stande kam, ich denke das ist für die ‘große Handlung‘ unumgänglich. Ich will mit dieser Aussage auf keinen Fall jemanden abschrecken aber ich denke ansonsten fehlen einem viel zu viele Zusammenhänge und man tut sich bestimmt schwer bei vielen Stellen! Außerdem 'erschlagen' einen die Vielzahl der verschiedensten Gattungen/Gruppen und Figuren bestimmt wenn man die Einzelbände zu den jeweiligen Personen nicht gelesen hat. Ich will nur vermeiden dass jemand diese wunderbare Buchreihe der Autorin Nalini Singh nicht in vollem Maße genießen und würdigen kann nur weil er mit den Begebenheiten oder der Anzahl der Personen und Gruppen überfordert ist da ihm die Vorkenntnisse dazu fehlen.
Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Ich warte wie immer gespannt auf weitere Bände der Reihe.










