Kunden em pfehlungen
Rezensionen von heinoko:
Ein rundum spannendes Lesevergnügen
Andrew Collins ist ein ehemals gefragter Anwalt, inzwischen jedoch hoch verschuldet aufgrund der Heirat mit Heather, einer oberflächlichen unsympathischen Person, die nichts als Ansprüche mit in die Ehe gebracht hat. Andrew braucht dringend Geld. Da entdeckt er zufällig in einem Kellerverlies unterhalb einer einsam gelegenen Burgruine eine junge Frau, die dort gefangen gehalten wird.
Er wittert die Chance auf Lösegeldforderung und damit auf Lösung all seiner Probleme. Doch da wird er hinterrücks angegriffen und im Kampf erschießt er unfreiwillig den Angreifer. Ab diesem Zeitpunkt hat Andrew keine ruhige Minute mehr…
Auch wenn das Schriftbild des Buches nicht gerade augenfreundlich ist, habe ich es doch sehr zügig und sehr gerne gelesen. Die kurzen Kapitel, teils mit Cliffhangern versehen, verleiten zum steten Weiterlesen. Der Thriller ist gekonnt geschrieben, die Spannung wird von Anfang bis Ende gleichbleibend hoch gehalten und die Protagonisten werden lebendig und authentisch dargestellt. Ungewöhnlich, aber sehr fesselnd, empfand ich, dass der Leser tatsächlich besondere Sympathie, aber auch Mitleid, entwickelt für die Hauptperson. Andrew fährt sein Leben von Seite zu Seite mehr an die Wand. Er ist schwach, verschiebt das Nachdenken über sein Handeln stets auf später, macht andere für das eigene Versagen verantwortlich, übertritt ohne besondere Gewissenskonflikte rechtliche Grenzen und manövriert sich so systematisch in den Abgrund – und doch mochte ich ihn und hoffte bis zum Schluss auf eine glückliche Wendung. Raffiniert geschrieben!
Rezensionen von yellowdog:
Gesellschaftsroman im Krimigewand
Kühn hat Ärger von Weiler Jan
Kühn hat Ärger ist ein Roman, der kein konventioneller Krimi ist, aber das Sujet dieses Genre nutzt, einerseits um seine Figuren in diese Szenerie zu stellen und andererseits um Gesellschaftsschichten zu betrachten. Das geht zwar nicht ohne Klischees ab, aber hat auch gute Ansätze. Dazu gehören die Passagen um den 17jähigen Amir Bilal, der in München mit Migrationshintergrund lebt und als asozial gilt.
Durch die Begegnung mit einer sozial eingestellten Familie, den Van Hautens, ändert sich Amir allmählich. Diese Passagen gehören zu den Stärksten des Romans.
Dann geht es bald um den Polizisten Martin Kühn, fast 45 Jahre alt und gerade aus einem Burn Out zurück in sein Kommissariat.
Er hat einige Probleme. Mit Kollegen, seiner Frau Susanne und mit der Gesundheit. In der Summe ist er eine interessante Hauptfigur.
Kühn muss dann in einem Mordfall ermitteln, wobei er auf die adlige Familie Van Hauten trifft, die in Reichtum leben, aber auch eine dunkle Vergangenheit besitzen.
Die Handlung treibt in eine gute Komplexität zu, das hat mir gefallen, wie die ganze Erzählweise.
Es gibt auch einer ersten Roman um Kühn von 2015 mit dem Titel “Kühn hat zu tun”. Den kenne ich noch nicht, habe ihn mir aber bereits bestellt.
Auch ein weiterer Teil ist nicht auszuschließen und grundsätzlich willkommen!
Rezensionen von chipie2909:
Tulpengold = Buchgold
Tulpengold von Völler Eva
„Tulpengold“ ist mein erstes Buch der Autorin Eva Völler, die sich erstmal als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen verdiente, bis sie sich gottseidank (!!!) ganz dem Schriftstellertum widmete. Nachdem schon ein paar ihrer Bücher auf meiner Wunschliste stehen, war ich sehr gespannt auf dieses Werk, das ich im Rahmen einer Leserunde lesen durfte!
Doch um was geht es in diesem Buch?
Der Leser wird nach Amsterdam katapultiert, das sich gerade im Jahr 1636 befindet.
Pieter, dessen Vater vor kurzem gestorben ist, begibt sich in die Lehre des berühmten Malers Rembrandt van Rijn. Doch Pieter ist nicht wie alle anderen Lehrlinge: Er hat eine ganz besondere Denkweise und höhere Mathematik ist sein großes Steckenpferd. Dadurch wird ihm auch schnell klar, dass der Tulpenhandel gewissen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Zudem hat er ein unglaubliches Talent im Malen. Doch damit macht er sich nicht nur Freunde und als dann noch mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden werden, wird sein Meister verdächtigt. Denn die Opfer waren zuvor Modelle für Rembrandt. Pieter will diese mysteriösen Morde unbedingt aufklären. Doch wird ihm das gelingen?
Mein Eindruck vom Buch:
Schon die Leseprobe hat mich total begeistert und dieses Buch hat mich von der ersten Seite an total in den Bann gezogen. Der Leser lernt Pieter kennen, ein wahrer Sonderling und es fiel mir enorm leicht, ihn sofort ins Herz zu schließen. Er ist von Eva Völler enorm facettenreich gezeichnet und ein unglaublich interessanter Charakter. Bei seinen Gedankengängen musste ich oft schmunzeln und es hat richtig Spaß gemacht, sein Leben bei Rembrandt zu verfolgen und daran teilzuhaben. Aber auch die anderen Protagonisten wurde detailreich Leben eingehaucht. Da hätten wir natürlich Pieters Meister Rembrandt und dessen Frau Saskia, die Bediensteten Anneke und Geertruyd, die Lehrlinge Laurens und Cornelis und nicht zu vergessen natürlich auch Mareikje, die Wirtin ein Gaststätte. Wer gerne spekuliert, ist hier genau richtig, denn Eva Völler versteht es einfach brillant, den Leser in die Irre zu führen und unvorhersehbare Ereignisse lassen einen immer wieder in andere, ganz neue Richtungen denken. Ich weiß nicht, wie oft ich meinen Hauptverdächtigen „ausgewechselt“ habe und doch hat mich der Schluß überrascht! Faszinierend an diesem Buch ist darüber hinaus, dass enorm viele historische Begebenheiten eingeflochten wurden, Hut ab vor dieser grandiosen Recherche! Jeden Freund der Geschichte wird „Tulpengold“ begeistern und es ist unglaublich, wieviel man durch die Feder Eva Völlers lernen kann! Ich denke jeder, der meine Rezension liest, merkt, wie begeistert ich bin und wenn ich das nächste Mal in Amsterdam bin, werde ich durch diesen Roman die Stadt komplett anders sehen.
Fazit:
Warum habe ich nicht schon viel viel viiiiiiiieeeel früher ein Buch von Eva Völler gelesen? Nach diesem Werk ist mir das vollkommen schleierhaft! Tulpengold wurde für mich ein ganz besonderes Buch, definitiv eines meiner Highlights in den letzten Jahren. Und dabei lese ich nicht gerade wenig. Hier ist alles vereint, was ein Bestseller braucht: Liebevoll gezeichnete Protagonisten, ein spannender Kriminalfall und unglaublich gut recherchierte historische Ereignisse. Ich habe noch nie so viel durch einen Roman gelernt und würde mir sehr wünschen, dass wir irgendwann wieder von Pieter hören! Danke Eva Völler!
Rezensionen von Nepomurks:
Schwierig, das Buch einzuordnen..
Licht und Zorn von Lauren Groff
Lauren Groff zeichnet mit ihrem Roman „Licht und Zorn“ wohl tatsächlich ein desaströses Bild einer Ehe. Die Hauptprotagonisten sind Lotto und Mathilde, die sich Hals über Kopf verliebt in ihre Beziehung und Ehe stürzen. Doch beide Figuren haben ihre dunklen Schattenseiten und tragen einigen Ballast aus ihren ganz persönlichen Vergangenheiten mit sich.
So ist die Entwicklung und die scharfsichtige Offenlegung der Hintergründe beider Protagonisten wohl nicht verwunderlich.
Ich muss sagen, dass ich hin und wieder Schwierigkeiten mit dem allzu scharfen oder gegenteilig verharmlosenden und dadurch entlarvenden Schreibstil von Lauren Groff hatte und dadurch beim Lesen doch einige Male ins Stocken geriet. So wird beispielsweise ein klassischer (wenn auch einmaliger) Missbrauch eines Jungen durch einen Lehrer in etwa mit „den Wurm aus der Hose holen“ umschrieben.. Ein krasser Vorgang, der aber in einem seichten Ton und lapidar nebensächlich beschrieben wird und damit den, meines Erachtens, typischen Stil des Romans gut widerspiegelt. Das kann man als großes sprachliches Können der Autorin interpretieren, es kann aber auch genauso gut „nach hinten“ losgehen. Ich war jedenfalls von Groff‘s derben Euphemismen stellenweise überrascht und auch irritiert. Sicherlich ist die Schreibweise der Autorin hilfreich, um den Plot der Geschichte in Szene zu setzen und die Intensität der Wirkungen einzelner Inhalte zu vervielfachen. Doch war es trotzdem nicht immer ganz meins. Was meiner Meinung nach wirklich positiv zu bewerten ist, sind trotz allem die Authentizität der Figuren und die atmosphärische Dichte, die von Anfang an geschaffen werden und sehr greifbar wirken. Lauren Groff verzeichnet mit ihrem Roman buchstäblich ein Szenario, das an Vielschichtigkeit und Tiefe wohl kaum zu toppen ist – auch wenn die Verläufe vordergründig oftmals erst gar nicht so erscheinen, weil die Geschichte fast schon zu süffisant herunter erzählt wird.
Insgesamt habe ich mich, wie eingangs beschrieben, trotzdem ein wenig schwer mit dem Buch getan, würde es aber dennoch (mit den oben benannten Einschränkungen) weiterempfehlen.
Rezensionen von Nepomurks:
Wahnsinnig herzergreifend!
Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi
Abby Fabiaschi hat wie ich finde mit „Für immer ist die länste Zeit“ einen wunderbaren Roman verfasst, der definitiv das Potenzial hat, unter die Haut zu gehen und es wohl auch erst einmal schafft, das eigene „Denkgetriebe“ in Gang zu setzen..
Die Hauptgeschichte dreht sich vorwiegend um die 3 Protagonisten Madeline, Eve und Brady.
Madeline als Mutter und Hausfrau, Eve als fast erwachsene Tochter in ihrem vorletzten Schuljahr und Brady als erfolgreich arbeitender Vater. Eine klassische Durchschnittsfamilie könnte man glauben, wäre da nicht der vermeintliche und vollkommen unerwartete Selbstmord Madeline‘s, der den Alltag der Familie jäh zerstört und vielerlei Fragen und Emotionen nach sich zieht. Eve und Brady bleiben in großer Trauer zurück, müssen sich aber auch unweigerlich mit dem „Warum?“, dem „Danach“ und einem neu zu definierendem „Wir“ auseinandersetzen. Doch Madeline ist noch nicht ganz von Dannen gezogen, sondern befindet sich vorerst in einer Art Zwischenwelt, in der sie ihre Familie noch sehen und indirekt auch noch ein wenig in die richtige Richtung steuern kann. Ein ungewöhnlicher Plot, der aber sehr ergreifend und subtil auch ziemlich spannend ist.
Ich finde, Abby Fabiaschi schafft durch ihren Schreibstil und die sich jeweils abwechselnde Ich-Perspektive der 3 Protagonisten eine sehr tiefgehende und emotionale Geschichte. Im Grunde werden hier vielfach Rollen- und Geschlechter-Klischees aufgegriffen, aber derart gut verpackt, dass sich die Tragödie rund um Eve, Madeline und Brady ganz einfach zu einem herzergreifenden Familienroman entwickelt, ohne weiter aufzutragen. Es bleiben für den Leser zunächst noch viele Inhalte offen, die sich aber in einem meiner Meinung nach sehr versöhnlichem Ende aufklären. Sprachlich ist der Roman sehr einfach und eingängig gehalten und man kommt gleich gut in die Erzählung hinein. Die Charaktere wirken authentisch und auch oder vor allem durch all ihre Schwächen, Ecken & Kanten sympathisch normal. Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen und musste auch viel über das Gelesene nachdenken – im Positiven – denn der Roman ist tiefgründiger und kritischer als zunächst gedacht.
Für mich war es trotz des vermeintlich schlimmen Themas rund um einen Suizid und dessen unvermeidbaren Auswirkungen ein wundervolles Buch, das ich gerne gelesen habe und uneingeschränkt weiterempfehlen würde! Deshalb: Daumen hoch und 5 Sterne.
Rezensionen von Gaby 2707:
Tödliche Missverständnisse
Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi
Tödliche Missverständnisse
Anwalt Andrew Collins hat es nicht übers Herz gebracht und seiner Frau Heather nach der Hochzeit jeden Wunsch erfüllt. Nun sitzen sie in einem riesigen Haus und die Bank macht Druck wegen der Ratenzahlungen für die Kredite. Kurzum: Andrew Collins ist pleite. Bei einem Spaziergang mit seinem Hund Cullum stößt er auf ein unterirdiches Verlies, wo eine junge Frau gefangen gehalten wird.
Handelt es sich hier um die Bankierstochter, die vor einigen Tagen entführt wurde. Das würde seine Geldsorgren auf einen Schlag beenden. Nach einer Schießerei mit dem Entführer entschließt sich Collins, die Entführte einfach "zu übernehmen" und das Lösegeld einzufordern. Aber ist es wirklich so einfach?
Shannon Crowley hat einen leichten, schnell zu lesenden Schreib- und Erzählstil, der mich gleich gefangen hat. Nach ihren Beschreibungen kann ich den kalten irischen Wind und den Nieselregen fast spüren. Der erdige Geruch aus dem Kellergewölbe setzt sich beim Lesen in meiner Nase fest.
Ich lerne Detective Inspector Frederick Dunn, einen, wie ich finde, sehr angenehmen Ermittler, auch privat kennen. Gerade hat er so seine kleinen Differenzen mit seiner 16-jährige Tochter Shanon. Als alleinerziehender Vater hat er es nicht immer leicht, schafft es aber meist, Arbeit und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Wobei ihm seine Mutter, die im gleichen Haus lebt wie er und Shanon, tatkräftig unterstützt.
Verliebt habe ich mich auch – in einen Hund. Cullum, der Hund von Andrew Collins ist so ein großer Knuddel. Den würde ich sofort adoptieren.
Andrew und Heather Collins haben bei mir keinen positiven Eindruck hinterlassen. Sie kreist immer nur um sich selbst, ohne viel Hirn auf der Suche nach einem reichen Nachfolger für ihren Andrew. Der widerum tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste, was hier und da sogar noch unterhaltsam ist, hält sich aber auch immer noch für schlau und unangreifbar. Ich denke, dies ist der tolpatschigste Täter, den ich bisher gelesen habe.
Aber es gibt auch einen Ermittler, dem ich nichts Positives abgewinnen konnte: Archer Stevens – schwatzhaft, selbstverliebt, geht manchem auf den Keks, merkt es leider nur nicht.
Die Geschichte selbst fliegt nur so dahin. Immer wieder passiert etwas Neues, Unvorhergesehenes. Und immer wieder habe ich gedacht: Mensch Andrew hör doch endlich auf mit dem Quatsch. Bei allem, was da schief gegangen ist, konnte die Sache einfach nicht mehr gut ausgehen.
Ein spannender, manchmal auch humoriger Krimi bei dem ich den Kommissaren mit meinem Wissen immer einen ganz kleinen Schritt voraus war. Ich würde mich freuen, bald mehr von Detective Inspector Frederick Dunn und seinen Fällen lesen zu dürfen.
Das einzige, was mir nicht gefallen hat ist die kleine, sehr eng gesetzte Schrift. Die hat meinen Augen nicht gut getan.
Rezensionen von diebuchrezension:
Sehr guter Auftakt für Mona Kastens neue Reihe!
Save Me von Mona Kasten
Mit Save Me hat Mona Kasten, die Autorin der Again-Reihe, den Auftakt für eine neue Trilogie gelegt. Dieser erste Band katapultiert die Leser nach Maxton Hall, einer Eliteschule in England. Dort geht Ruby, eine Stipendiatin, zur Schule. Als sie allerdings Lydia Beaufort in einer sehr prekären Situation erwischt, gerät sich ins Visier von James Beaufort, Lydias Zwillingsbruder.
Und dabei wollte sie nur unsichtbar bleiben, damit sie ihren Abschluss machen und an die renommierte Universität Oxford wechseln kann.
Mir hat das Cover sehr gut gefallen. Der goldene Farbton passt hervorragend zum Inhalt. Das Gold spiegelt die reiche Gesellschaft von Maxton Hall gut wieder und wirkt elegant. Es zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich und steigert die Vorfreude aufs Lesen.
Mona Kastens Schreibstil ist sehr angenehm, leicht und wirklich fesselnd. Von der ersten Seite an konnte ich nicht aufhören zu lesen. Durch die sprachliche Gestaltung hat Mona Kasten einen Roman erschaffen, der viele romantische Züge, aber auch Intrigen und heimtückische und Intrigante Personen beinhaltet. In diesem Buch wird aus den Perspektiven von James und Ruby erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen, weil man so einen Einblick in die verschiedenen Charaktere bekommen konnte. Ich habe, weil mich alles gefesselt hat, kaum aufgehört zu lesen.
Die Charaktere sind sehr sympathisch und auch wahnsinnig vielschichtig. Wenn man denkt, dass man eine Person kennt, dann passiert etwas, dass einem zeigt, dass eine Person auch anders sein kann. Ruby ist sehr integer, intelligent und rundherum sympathisch. Sie ist meistens ruhig und freundlich. James ist hingegen zu Beginn ein wenig unsympathisch und engstirnig. Er glaubt, dass er mit dem Geld seiner Familie alles kaufen kann und muss sich eines Besseren belehren lassen. James ist hier das Paradebeispiel, dass Geld eben auch nicht glücklich macht. Ruby und James sind zu Beginn sehr unterschiedlich, finden aber irgendwie immer wieder zueinander und ergänzen sich. Neben Ruby und James gibt es viele Nebencharaktere aus beiden Kreisen, die auch sehr gut in die Geschichte eingebunden wurden und zum Fortgang der Geschichte beigetragen haben. Dennoch sind die Gestaltungen der zwischenmenschlichen Beziehungen sehr verschieden. Einige Gespräche, vor allem zwischen Ruby und James bzw. Ruby und ihrer Schwester, haben sehr viel Gefühl und Tiefgang. Andere wiederum, vor allem zwischen James und seiner Clique, sind oberflächlich gehalten. Über den Verlauf des Buches vernetzen sich aber die Personen und was anfangs noch getrennt war, wächst enger zusammen.
Dieses Buch besticht durch seine Vielfalt. Die Mischung aus Liebe, Intrigen, Freundschaft und Verrat weißt eine große Bandbreite an Gefühle auf, die dieses Buch faszinierend machen und es zu einem absoluten Hit für gemacht haben. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Bände.
Schaut auch gerne auf meiner website vorbei: diebuchrezension.de
Rezensionen von Josef Lüthold:
Neuoffenbarungen: Kenntnis und Kritik
Der Sinn des Lebens! von Rolf Meyer/Helmut Agustoni
Mir gefällt, dass die beiden Autoren verschiedene Neuoffenbarungen zitieren lassen. Denn keine Neuoffenbarung ist vollkommen fehlerlos. Auch im Lorber-Werk sind die Diktate meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie werden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate einfliessen.
Rezensionen von Janine2610:
Das etwas andere Café
Das Cafe am Rande der Welt von John P. Strelecky
Dass sich John auf dem Weg in seinen wohlverdienten Urlaub eines Tages verfahren und irgendwo im Nirgendwo in einem Café wie diesem landen würde, hätte er ganz bestimmt nicht erwartet. Das Café am Rande der Welt, oder auch: Das Café der Fragen, ist nämlich alles andere als ein normales 08/15-Café, in dem man zur Stärkung einfach nur ein bisschen was isst und trinkt und dann wieder abdüst.
Nein, in Johns Fall stellte dieses Café, bzw. eigentlich die Menschen und die Fragen, mit denen er sich darin beschäftigt hat, einen Wendepunkt in seinem Leben dar.
Dieses Büchlein hat nur 127 Seiten und ich finde, dass jede einzelne davon optimal ausgenutzt wurde. Kein überflüssiges Blabla oder dergleichen. Ziemlich schnell wird man als Leser, sobald John im Café ist, mit den drei Fragen »Warum bin ich hier?«, »Hast du Angst vor dem Tod?« und »Führst du ein erfülltes Leben?« konfrontiert und ab dem Moment merkt man schon, dass diese Fragen das zentrale Thema in diesem Buch sein werden.
~ Wenn ich mir selbst gegenüber ganz ehrlich sein wollte, musste ich zugeben, dass ich mich schon jahrelang fragte, ob es im Leben nicht noch etwas anderes gab als das, was ich kannte. ~
(S. 36)
Was genau bedeutet die Frage »Warum bin ich hier?« und stellt es eine Herausforderung dar, sie sich zu beantworten und in weiterer Folge mit der Antwort etwas anzufangen? Kann man sie überhaupt wieder ignorieren, wenn man sich mit ihr auf einer gewissen Ebene schon auseinandergesetzt hat?
Im Buch steht geschrieben: »Die Menschen begegnen der Frage zu den unterschiedlichsten Zeiten in ihrem Leben. Manche klären sie schon in ihrer Kindheit, einige tun es, wenn sie älter sind, und andere machen es nie.« John macht es JETZT. Und ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich mich selbst durch diese Lektüre auch zum ersten Mal so intensiv mit dem wirklichen Zweck meiner Existenz beschäftigt habe ... Also ja, man kann sagen, dass »Das Café am Rande der Welt« einige wichtige Denkanstöße bietet und den Leser dazu bringt, sich mit sich selbst und seinem eigenen Tun zu befassen.
Den Sinn seines Daseins herauszufinden und das zu tun, was einem Freude bereitet, ist das, was wir alle eigentlich verwirklichen sollten, um erfüllt zu sein. Dass dem aber gar nicht immer so einfach ist, zeigt diese Geschichte und ebenso das Nachdenken darüber.
~ »Warum verbringen wir so viel Zeit damit, uns auf den Zeitpunkt vorzubereiten, zu dem wir tun können, was wir möchten, anstatt es einfach sofort zu tun?« ~
(S. 68)
Für mich persönlich war das Buch sehr wertvoll, um auch mal ein wenig in diese Denkrichtung gestoßen zu werden. Aber ich vermute ganz stark, dass jeder Mensch tief in sich drin den Wunsch hegt, eine Arbeit zu haben, die ihn auch ausfüllt und das nicht ausschließlich geldmäßig ... Alles in allem deswegen ein Buch, das ich gerne weiterempfehle.
Es dürfte auch autobiografisch sein, denn wie ich gelesen habe, gibt es erhebliche Parallelen zwischen Protagonist und Autor. ;) Das einzige, das ich etwas unheimlich, ja fast schon verstörend fand, war die Tatsache, dass die Kellner/Angestellten des Cafés oft irgendwie Gedanken lesen konnten. (Aber das nur am Rande bemerkt.)
Rezensionen von Georg E (Gonzo) Schneider:
Die Nebel verschwinden, doch was hat sich seither darin Verborgen
Die Karte der Welt von Royce Buckingham
Kaum beginnt der junge Schweinehirte Wex das erforschte Gebiet mit Blut auf die Karte zu Zeichnen, lichtet sich der Nebel. Aber Plötzlich tauchen auch Völker und Kreaturen auf die man nur von den alten Erzählungen von den dunklen Zeiten kennt.
Als ich das Buch las kam ich mir vor, wie zu dieser Zeit als kleiner Junge wo ich viel Wandern ging (mach ich heute auch noch) und vor Neugier war was wohl hinter dem nächsten Hügel, hinter dem nächsten Berg, im nächsten Wald oder auch auf der nächsten Lichtung mich wohl erwartet.
So war es fast unmöglich das Buch beiseite zu legen.
Ein Buch voller Fantasie und vieler Gestalten.









