Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Sehr blutig, aber gut
Gründerjahr von Michael Gerwien
Die Fährmänner Gottes
1918: Kurt Eisner hat gerade erst den Freistaat Bayern ausgerufen, da werden kurz hintereinander 3 junge, blonde, blauäugige Frauen ermordet und bestialisch zugerichtet. Eine weitere Frau kann der Bestie entkommen. Kriminaloberinspekor Karl Weinberger, sein Kriminalassistent Hubert Ratgeber und der vom Straßendienst ins Kriminalamt berufene Martin Brandl gelingt es zwar, den Mörder der Frauen ausfindig zu machen.
Aber als sie ihn festsetzen wollen, gelingt ihm die Flucht.
1948: Wieder werden in den Isarauen junge, blonde Frauen ermordet. Oberinspektor Hans Weinberger, der in die Fußstapfen seines Großvaters Karl getreten ist, erinnert sich an die Morde, von denen sein Opa erzählt hat, als er noch ein kleiner Stepke war. Zusammen mit seinem Kriminalassistenten Severin Maier und Major Joe Singer von der amerikanischen Polizei in München gelingt es, den Täter endlich zu verhaften.
2017: Die Journalistin Julia Weinberger, die Kopien der Akten von 1918 und 1948 ihres Ururopas und ihres Opas besitzt, will die Fälle von damals für einen Zeitungsartikel aufarbeiten. Denn schon wieder gibt es tote Frauen in der bayerischen Landeshauptstadt nach den gleichen Mustern von damals. Sie kommt dem Trittbrettfahrer ganz nah und bringt sich damit in höchste Lebensgefahr.
Mit Michael Gerwiens Protagonisten darf ich mal wieder durch mein München schlendern. Durch die Isarauen, Ober- und Untergiesing, Sendling und zum Cafe Mozart am Sendlinger Tor nimmt er mich mit. Ich genieße es, wenn ich die Schauplätze kenne und direkt vor meinem inneren Auge sehen kann.
In diesem Krimi geht es richtig blutig zu. Die detailgenauen Beschreibungen waren mir hier und da etwas zuviel. Wenn ich z.B. lese, was und mit welchem Genuss der Mann so alles isst, wird mir ganz schlecht. Andererseits gehören die Details dazu, wenn man den Mörder mit seinen irren und wirren Gedanken besser kennenlernen will.
Die Spannung habe ich trotz der Grausamkeiten etwas vermisst. Sie kam bei mir immer nur dann auf, wenn die Kommissare nahe am Mörder oder Entführer dran waren. Ansonsten finde ich die Geschichte recht unaufgeregt und locker. Was aber der Lust am Lesen keinen Abbruch tut.
Da sich die Geschichte über 100 Jahre hinzieht, lerne ich auch sehr viele Menschen in ihrer jeweiligen Zeit kennen.
Hier haben mir 1918 Karl Weinberger und besonders seine Frau Marlene sehr gut gefallen. Die Hausfrau, die nun trotz aller Knappheit immer wieder versucht durch Handel und Tauschgeschäfte Leckereien auf den Tisch zu bringen. Und die für die Nöte und Sorgen ihres Mannes immer ein offenes Ohr hat.
Auch Rosi Steinbauer vom Steinbauerhof in Taufkirchen, die 1948 mit der Frau von Kommissar Hans Weinberger in Kontakt kommt und Julia, die Journalistin, waren mir sofort sympathisch.
Ein interessanter Krimi, der sich über 100 Jahre hinzieht, der mich mitgenommen und sehr gut unterhalten hat. Nur der Titel passt für mich, jetzt, wo ich die Geschichte gelesen habe, nicht so richtig.
Rezensionen von Caroline :
Zwei Welten prallen aufeinander
Der Club der Traumtänzer von Andreas Izquierdo
Gabor Schöning soll ein sehr wichtiges Projekt in seiner Firma zum Ende bringen. Wenn dieses erfolgreich abgeschlossen wird, dann winkt die Partnerschaft. Damit könnten all seine Träume in Erfüllung gehen. Seine Zukunft liegt bereits klar und deutlich vor ihm: gut aussend, wohlhabend und rücksichtslos, um in seinem Beruf weiterhin zu glänzen.
Ein Autounfall, hervorgerufen durch eine recht peinliche Situation, könnte alles zunichte machen. Aber sein Glück scheint ihm hold zu sein. Denn die ältere Dame, welche Gabor angefahren hat, unterbreitet ihm einen Vorschlag, den er kaum ablehnen. Kathrin ist Rektorin in einer Schule für Kinder und Jugendlichen mit Lernbehinderung. Im Austausch zu ihrem Schweigen, muss er bis zu ihrer völligen Genesung einer kleinen Gruppe Tanzunterricht geben. Dieser Deal scheint zu einfach zu sein, um ihn abzulehnen.
So nimmt er den Vorschlag an und erkennt zu spät, welcher Herausforderung er sich stellt.
Wie hat es mir gefallen?
Andreas Izquierdo habe ich erst vor kurzem kennenlernen dürfen und zwar mit seinem Buch „Fräulein Hedy träumt vom Fliegen“.
„Der Club der Traumtänzer“ besteht aus 5 Teenagern, die Gabro Schöning unterrichten soll. Alle fünf besuchen eine Schule für lernschwache Kinder.
Felix wohnt seit dem Tod seiner Eltern bei seinen Großeltern.
Jennifer ist die übergewichtige Tochter wohlhabender Eltern, die sie auf Schritt und Tritt kontrollieren.
Vinnie lebt bei seiner Mutter und kann einfach nicht still sitzen.
Marvin ist groß und klobig, setzt sich gerne mit den Fäusten durch.
Lisa wirkt ungelenk und spricht nicht.
Gabor ist das komplette Gegenteil. Er weiß sich zu bewegen, auszudrücken. Er ist intelligent und seine Ausbildung hat ihn zu einem erfolgreichen Unternehmensberater gemacht. Sein Ruf kaltblütig und rücksichtslos zu sein, erfüllt ihn mit Stolz.
Zwei unterschiedliche Welten prallen hier aufeinander. Die Kinder kommen aus so unterschiedlichen Familien, aber allen ist nicht nur das Lernproblem gemeinsam sondern auch die alltäglichen Probleme.
Als Gabor auf seine Tangokids trifft, kann er anfangs keine Verbindung zu den Kindern aufbauen. Sie stellen seine Geduld auf eine harte Probe.
Auch die Rektorin Kathrin Bendig gibt ihm ständig zu denken. Sie sieht in allen Menschen das Gute. Sie braucht ihren Optimismus auch, um sie ihrer großen Aufgabe zu stellen. Ihre Methoden fallen bei Gabor nicht immer auf fruchtbaren Boden.
Je näher Gabor seine Schützlinge kennenlernt, desto mehr interessiert er sich für ihr Leben, ihre Familien und ihre Schicksale. Er erinnert sich immer öfter an seine eigene Kindheit und Jugend und merkt, dass diese nicht so sehr von denen der Teenager unterscheidet.
Ich denke, alle Leser/innen werden anfangs große Probleme mit der Figur des Gabor Schöning haben. Er ist eingebildet, unnahbar und nicht gerade sympathisch. Darum ist seine Entwicklung so wundervoll zu beobachten. Dabei lässt er kaum ein Fettnäpfchen aus.
Die Geschichte spielt in einem Umfeld, das mit Vorurteile behaftet ist. Kaum jemand, der nicht direkt davon betroffen ist, weiß welche Probleme tagtäglich zu bewältigen sind. Und alle haben ihr Päckchen zu tragen.
Wie im richtigen Leben braucht es manchmal einen frischen Wind. Jemanden, der völlig unbedarft an die Sache heran geht. Genauso empfand ich Gabor, der in eine Situation gelangt, die er nicht kontrollieren kann.
Die Dynamik, zwischen Gabor, seinen Arbeitskollegen, der Rektorin und den Kindern entwickelt sich langsam aber stetig.
Jeder Figur wird Raum gegeben, um seine Sichtweise zu erzählen. Lisa, Jennifer, Marvin, Vinnie und Felix geben Einblicke in ihre Vergangenheit. Viele davon schmerzhaft, aber keiner lässt sich unterkriegen. Sie beweisen Stärke und bieten dem Schicksal die Stirn.
Eine berührende Geschichte, die mich auch ein paar Tränen kostete. Figuren, die sich entwickeln konnten und damit sehr überraschten.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von EdVanSchleck:
Hollywoodkrimi vom Feinsten
Der Mann, der nicht mitspielt von Weigold Christof
Handlung:
Hardy Engel ist ein gescheiterter deutscher Schauspieler, der versucht, sich als selbstständiger Detektiv, über Wasser zu halten, bis die Zeiten für Ihn wieder etwas besser werden. Der ehemalige Polizist wird von der schönen Pepper Murphy beauftragt, die vermisste Schauspielerin Stalet Virginia Rappe zu findend.
Gleichzeitig hilft er einem alten Freund indem er einen "Botengang" für diesen erledigt. Beide Aufträge führen Hardy zur ausschweifenden Party, des Film Stars Roscoe »Fatty« Arbuckle. Auch die Vermisste war auf der Party, jedoch verstirbt sie kurz danach an mysteriösen Umständen. Kurz darauf werden Stimmen laut, die Arbuckle vorwerfen, sich brutal an der Verstorbenen vergangen und diese tödlich verletzt zu haben. Hardy der inzwischen persönliches Interesse an dem Fall findet, befindet sich schnell in der unangenehmen Situation, für zwei konkurrierende Filmstudios zu ermitteln und je mehr Hardy den verworrenen Fall aufklärt, desto brenzliger wird die Angelegenheit für Ihn.
Persönliche Meinung:
Die Szenerie und die Charaktere werden stehts sehr bildhaft und malerisch beschrieben, sodass der Leser vollständig in das Geschehen eintaucht und die Handlung vor dem inneren Auge wie ein Film abläuft. Die Handlung bezieht sich auf ein wahres Geschehnis, wurde aber mit weiteren Fiktiven Personen und Ereignissen ausgeschmückt. Der Autor versteht es, durch neue Wendungen und interessante Ermittlungen das Interesse und die Spannung aufrecht zu erhalten, so dass die Handlung trotz der teils sehr ausführlichen Schilderungen und den 640 Seiten zu keiner Zeit zäh oder gar langweilig wird. Als erstes Buch einer neuen Detektivserie hat mich dieser Band voll und ganz überzeugt. Der Hauptprotagonist besitzt einen interessanten Hintergrund und eine ausgesprochen vielschichtige Persönlichkeit und ich bin schon sehr gespannt welche Fälle zukünftig auf Hardy Engel warten.
Fazit:
„Der Mann, der nicht mitspielt“ ist ein durch und durch gelungener Krimi und ein herausragender Serienstart.
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Rezensionen von Nepomurks:
Einige interessante Inhalte und manch lange Phrase...
Kassandras Schleier von Wolfgang Schmidbauer
Wolfgang Schmidbauer erläutert in „Kassandras Schleier“ viele Thesen bezüglich einer Hochbegabung bei Frauen, deren Ausprägungsformen und Problematiken. Die Inhalte teilen sich auf in Thesen oder Themenkomplexe und entsprechende Fallbeispiele oder literarische Herleitungen. Der Schreibstil ist durchweg recht eingängig und gut verständlich, wobei ich die Beispiele und „Geschichten“ oft ziemlich langatmig oder in der Ergänzung auch stellenweise unnötig fand.
Meines Erachtens verliert sich Wolfgang Schmidbauer in diesen Bereichen zu sehr in überdramatischen Floskeln und überflüssiger Füllmenge. Mir gefiel somit die stilistische Strukturierung weniger gut. Ansonsten ließen sich jedoch trotzdem allerlei Informationen und wissenswerte Inhalte aus dem Gesamttext ziehen. Zum Thema „Hochbegabung“ selber lässt sich wohl nur sagen, dass diese sich (wie auch im Buch beschrieben) letztlich bei jedem Betroffenen auf unterschiedlichste Weise zeigen kann. Insofern findet man sich ggf. oder auch zum Glück nicht in jeder These oder Umschreibung des Autors wieder.
Insgesamt würde ich das Buch mit Einschränkungen weiterempfehlen. Ich habe manche Seiten regelrecht verschlungen, andere Kapitel dagegen eher überflogen oder nach dem Anlesen fast ganz ausgelassen. Deshalb von meiner Seite „nur“ gute 3 Sterne.
Rezensionen von begine:
Ungewöhnlich
Die erstaunliche Familie Telemachus von Gregory Daryl
Daryl Gregory hat mit dem Roman „Die erstaunliche Familie Telemachus“ eine Geschichte über eine ungewöhnliche Geschichte geschrieben.
Die Telemachus verfügen über besondere Fähigkeiten, wie Telepathie und Telekinese.Ich lese gerne Familiengeschichten. Diese besticht durch Fantasie, Humor, Drama, Krimi und einiges mehr.
Einst war die Familie berühmt, sie traten im Fernsehen auf. Die Tricks wurden getestet.
Das Buch fängt mit dem 14jährigen Matty an, der bis jetzt ein typischer Problemen an. Plötzlich verschwindet er das erste mal aus seinem Körper, danach fängt er mit den Fragen an.
In Episoden werden mehrere verschiedene Personen vorgestellt. Jeder erzählt aus seinem Leben, so lernt man jeden Charakter von ihnen kennen.
Die Autorin hat einen guten Schreibstil, man liest den Roman flüssig, vielleicht etwas langatmig. Ich hatte zwar eigentlich mit normalen Familienangehörigen gerechnet, vielleicht mit einigen Macken.
Die Autorin konnte mich dann doch mit dieser Geschichte fesseln.
Rezensionen von yellowdog:
Gut gemachte Trivialliteratur
Das wilde Herz der Lady Gwen von Kerstin Garde
Das wilde Herz der Lady Gwen ist kein historischer Roman, vielmehr handelt es sich um einen Liebesroman vor historischer Kulisse, wobei in den reizvollen Schauplätzen in England und später sogar in den schottischen Highlands geschwelgt wird, das es nur eine Freude ist.
Das Verhältnis und die Dialoge zwischen den Protagonisten ist relativ modern angelegt, die Problematik der Zwangsehe erinnert leicht an Romane von Iny Lorentz.
Lady Gwendolyn of Hemsworthshire ist eine außergewöhnliche junge Frau, intelligent und sehr selbstbewusst, für ihre Stellung häufig zu burschikos, dabei naturverbunden.
Als sie den miesen Lord Fellow heiraten soll, drängt sie auf Flucht. Fellons Ritter Richard, auch der schwarze Ritter genannt, folgt ihr.
Richard ist eine interessante, gebrochene Figur. Äußerlich gibt er sich brutal und als wilder Kämpfer, der er natürlich auch ist,, aber eine unglückliche Liebesgeschichte aus der Vergangenheit schleppt er auch mit sich herum.
Die Annäherung zwischen den beiden verläuft allmählich. Bald verbindet sie mehr. Es gibt reichlich abenteuerliche Szenen.
Schließlich erreichen sie die schottischen Highlands, wo Gwen verwandtschaftliche Wurzel hat, ihre Mutter stammte von hier.
Doch auch der böse Lord Fellon hat noch nicht aufgegeben.
Der Roman ist der Trivialliteratur zuzuordnen. Das sollte der Leser sich bewusst sein, dann funktioniert der Roman innerhalb der engen Grenzen dieses Genres auch.
Rezensionen von manu63:
Spannend
Die drei Opale 1: Über das tiefe Meer von Driver Sarah
Über das tiefe Meer ist der Auftaktband der Trilogie Die drei Opale der Autorin Sarah Driver. Die Autorin erschafft in ihrem Jugendbuch eine Welt die Spannung, Abenteuer und Fantasy vermischt. Die dreizehnjährige Maus lebt an Bord der Jägerin, ein Segelschiff das unter dem Kommando ihrer Großmutter Schneekönig steht.
Begleitet wird sie außerdem von ihrem Bruder Sperling der eine besondere Gabe hat. Nachdem der Vater der Kinder verschwunden ist kommt ein neuer Steuermann an Bord und mit ihm eine eisige Kälte die Maus erschauern lässt.
Der Schreibstil der Geschichte ist flüssig und gut lesbar, dabei wird die Geschichte Jugendgerecht erzählt, schafft es aber auch mich als älteres Semester zu fesseln. Kleine Wortspielereien lockern dabei den Text immer wieder auf. Die Charaktere sind gut angelegt und Maus wächst mit ihren Aufgaben und Erlebnissen. Spannungsbögen sind gut gesetzt und die Gedankenwelt von Maus spielt eine große Rolle für die Geschichte. Als Leser erlebt man die Geschichte durch die Augen von Maus und durchlebt ihre Ängste und Sorgen aber auch ihre Freuden hautnah mit. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten und die Schriftgröße ist angenehm zu lesen.
Als Auftaktband ist die Geschichte gelungen und macht Lust auf weitere Bände. Die Altersempfehlung ab 12 Jahre finde ich passend und in meinen Augen spricht das Buch sowohl Jungen wie auch Mädchen an. Meinen Kindern hätte das Buch in der empfohlenen Altersstufe sicherlich gefallen.
Rezensionen von yellowdog:
Komplexes Fantasyepos
Der Mond des Vergessens von Brian Lee Durfee
Der Mond des Vergessens ist ein umfangreicher und komplexer Fantasy-Roman mit mittelalterlich wirkenden Setting voller Schwertkämpfer und Meuchelmörder, aber auch Königinnen und Könige. Das eindrucksvolle Cover, erschaffen von dem italienischen Illustrator Federico Musetti ist überwältigend!
Der Großteil der Handlung ist im Jahr 999 Laijon in Gul Kana angesiedelt.
Es gibt wechselnde Erzählstränge.
Die im Mittelpunkt stehende Figur ist Nail, ein junger Mann, Waise und eine unerfahrene Person, der von seinem Meister, dem geheimnisvollen Schwertkämpfer Shawcroft wie ein Sohn aufgezogen wurde. Nail reflektiert die Ereignisse, denen er ausgeliefert wurde. Eine ideale Hauptfigur, da somit die Emotionen nahtlos auf den Leser überfließen.
Auch der machtvoll kämpfende Shawcroft funktioniert gut als Figur. Er hält vieles vor Nail geheim. Aber auch vor den Lesern, vielleicht zu viel. Oft fehlt der Durchblick und man muss sich mit Andeutungen begnügen, die man so schnell nicht auflösen kann. Verwirrung bleibt genug, gleichzeitig ist das Geheimnisvolle auch der Reiz des Romans.
Eine weitere zentrale Figur ist die Prinzessin Tala. Außerdem der Ritter Gault, Ava, der Weiße Prinz Aeros, Jondralin und ihr Bruder Jovan. So werden parallel Geschichten erzählt. Die ohne Beteiligung von Nail oder wenigstens Tala kommen mir manchmal langweilig und zu lang vor.
Der amerikanische Autor Brian Lee Durfee legt viel in sein Epos hinein, es gibt aber auch einiges an Leerlauf und so manche Passagen, die trotz starker Atmosphäre nicht vollends zünden.
Ich sehe viele gute Ansätze, aber vor der hohen Komplexität und der Tatsache, dass es offensichtliche Folgebände geben wird, kann man fast nur die Waffen strecken.
Viele emotional packende Passagen und eine teilweise poetische Sprache erlauben dennoch vier von fünf Sternen!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:
ratlos
Der Mond des Vergessens von Brian Lee Durfee
Ich weiß beim besten Willen nicht, was ich mit diesem Buch anfangen soll. Weder literarisch noch inhaltlich. Gelesen und vergessen.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlRezensionen von yellowdog:
Die Geschichte von Mileva Maric
Frau Einstein von Marie Benedict
Frau Einstein zeigt ein intensives Profil einer begabten Frau, die sich in einer Männerwelt durchsetzen muss. Denn die junge Serbin Mileva Maric studiert Ende des neunzehnten Jahrhunderts in Zürich Mathematik und Physik. Ein Kommilitone von ihr ist Albert Einstein. Später werden sie heiraten und gemeinsam physikalische Theorien entwickeln.
Der Roman wird konsequent aus der Sicht Milevas erzählt, so werden ihre Empfindungen und ihre Entwicklung sehr deutlich. Dazu gehören auch ihre Selbstzweifel, da sie von Geburt mit einer Gehbehinderung geschlagen ist.
Besonders in den ersten Hundert Seiten ist der Roman ein Lesegenuß, da die Studienzeit des Paars in Zürich, mit vielen Details geschildert, ein gutes Stück Zeitportrait ist. Es gibt auch einige humorvolle Passagen und die Romanze geht langsam, aber unaufhaltsam voran.
Das es für Mileva später im Schatten Einsteins schwer wird, kann man sich denken. Dabei erweist sich Einstein in mehr als einer Hinsicht als Egoist. Schwer erträglich, was Mileva ertragen muss, z.B. die Trennung vom gemeinsamen, unehelichen Kind, dazu die fehlende Würdigung als Wissenschaftlerin in der Öffentlichkeit.
Frau Einstein ist ein Roman mit starker Wirkung aufgrund der starken Titelfigur. Wirklich sehr lesenswert und die Autorin Marie Benedict muss man sich merken.










