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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von begine:

Südafrikanische Familie

Die Hauswaffe von Nadine Gordimer

Ich habe schon lange nichts mehr von der südafrikanischen Nobelpreisträgerin Nadine Gordimer gelesen,dabei liebe ich ihre Bücher. Da kommt dieser gerade richtig, der Roman „Die Hauswaffe“ ist schon von 1998. Es ist ein psychologisch vielschichtiger Familienroman
Die Handlung spielt in Johannesburg nach der Apartheid und zeigt die südafrikanische Gesellschaft.

Duncan Lindgard hat einen Mann ermordet, sein Verteidiger ist der schwarze Anwalt Hamilton Motsamai. Er hilft ihm und seine Eltern durch den Prozeß.
Dieser Roman befasst sich viel mit seinen Eltern Harald und Claudia. Sie überlegen warum das passieren konnte, haben sie versagt? Warum hat Duncan gemordet, sie können es nicht verstehen. Ihr Leben ändert sich. Es ist eine tragische Auseinandersetzung mit dem Geschehen. Ihre Emotionen sind nachvollziehbar.

Nadine Gordimers schreibt wieder mit einer hervorragenden Sprache über die Zustände Südafrikas.

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Rezensionen von AngiF:

Man sieht nur mit dem Herzen gut

Dream - Frei und ungezähmt von Sarah Lark

Die Eltern der 13jährigen Sarah Singer, Ben und Gesa, kann man wohl wirklich nicht als Helikopter-Eltern bezeichnen. Sarah geht ihren Beschäftigungen nach und läuft mehr neben den Eltern her, als dass sie zusammen durchs Leben gehen würden. Trotzdem lassen sie ihr keine Wahl, als sie nach Neuseeland auswandern wollen.

Sarah, die sich in Hamburg wohlfühlt, wird ihre Freundin Maja, die Großeltern Inge und Bill und natürlich Jackpot vermissen. Das Pferd wurde ihr gerade als Mietpferd angeboten. Aber Ben und Gesa lassen keine Diskussionen zu und schmettern alle Vorschläge Sarahs ab, sie in Deutschland zu belassen. So versucht Sarah sich ein neues Leben in Neuseeland einzurichten – auf Pferde möchte sie da nicht verzichten. Sie findet dann auch einen Stall im kleinen Städtchen Waiouru, in dem sie helfen und reiten darf. Doch schnell erkennt sie, wie brutal und ruppig hier mit den Pferden umgegangen wird. So bleibt Sarah nur im Stall tätig, um den Pferden aus ihrer Misere herauszuhelfen. Unterstützung erfährt sie in Lucas, einem Jungen, der ihr in der Schule bereits aufgefallen war und der ein Herz für Pferde und die Natur hat und zudem ausgezeichnet zeichnen kann.

Die Bestseller-Autorin Sarah Lark hat endlich mal wieder einen Jugendroman und noch dazu über Pferde verfasst. Sie tat dies bereits zuvor, unter ihrem richtigen Namen Christiane Gohl. Ich muss gestehen, als ich auf dieses Buch aufmerksam wurde und den Klappentext las, war ich sofort schockverliebt. Eine bezaubernde Geschichte über das Mädchen Sarah und ihrem Traumpferd Dream, die Story ist zudem angereichert mit fundiertem Fachwissen über Pferde und das Land Neuseeland und seine Sitten und Bräuche. Die Autorin Sarah Lark,selbst eine Pferdehalterin, wird von namhaften Pferdetrainern gelobt für ihren Sachverstand, ihr Herz für Pferde und ihre Kenntnis um die wilden Pferde Neuseelands – den Kaimanawa Pferden. Die Geschichte um das Mädchen Sarah berührt mein Herz ebenso wie die des Pferdes Dream. Die Entwicklung Sarahs ist unglaublich gut herausgearbeitet. Ein liebenswerter Charakter mit immens großem Herzen. Der Schreibstil der Autorin ist brillant, fesselnd spannungsgeladen.

Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fübnf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt weiter. Leser in allen Altersgruppen werden es lieben, für „Pferdemenschen“ ist es ohnehin ein Must-Read. Leser, die an Neuseeland und seiner Natur interessiert sind, werden es ebenso verschlingen und ganz nebenbei ist es auch noch die Geschichte einer jungen Liebe.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:

Auf den Punkt gebracht!

Alles über Heather von Weiner Matthew

Ein sarkastischer Blick auf die Gesellschaft des 21.Jahrhunderts. Auf der einen Seite das überbehütete Helikopter-Kind Heather, auf der anderen Seite Bobby, der das Pech hatte in ein Drogenmilieu hineingeboren worden zu sein und kaum Chancen auf ein ‚normale‘ Leben hat. Dass diese Geschichte tragisch enden muss ahnt man von Beginn an.

Ein dünnes Buch, das es in sich hat-ein Lesevergnügen für einen Nachmittag!

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Rezensionen von Renate Geissler:

Sozialdrama

Alles über Heather von Weiner Matthew

Der Autor erzählt distanziert ein konstruiertes klischeehaftes Sozialdrama . Ein unterhaltsames Buch,das mich aber nicht "gepackt" hat.

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Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:

Resonanz als Schlüsselbegriff zum Verständnis eines guten Lebens

Resonanz von Rosa Hartmut

Nach Rosa ist dem Kapitalismus der Moderne ein stetiger Steigerungszwang eingeschrieben, der zahlreiche Probleme und Pathologien mit sich bringt (vgl. auch sein Buch: Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstruktur in der Moderne). Einen möglichen Ausweg aus diesem Dilemma sieht der Autor in einer Neuausrichtung dessen, was herkömmlich unter Lebensqualität verstanden wird.

Diese wird nämlich normalerweise ressourcenorientiert definiert, was in sogenannten Entwicklungsländern sicher eine gewisse Berechtigung hat. Problematisch ist der Optimierungsprozess an Ressourcen jedoch dort, wo er praktisch ziellos und unabschließbar wird und mit einem ständigen Vergleichen mit anderen Gesellschaftsmitgliedern einhergeht.

Rosa vertritt deshalb ein Konzept von Lebensqualität, bei dem es auf die Art der Weltbeziehung ankommt. Die Frage, was ein gutes Leben sei, könne nicht allein mit einem Blick auf die Ressourcenausstattung oder in Bezug auf ein bloßes Gefühl subjektiven Wohlbefindens beantwortet werden, sondern müsse danach beurteilt werden, inwieweit das Leben von gelingenden (d. h. resonanzhaften) oder misslingenden (d. h. entfremdenden) Weltbeziehungen geprägt ist.

Unter Resonanz versteht Rosa einerseits eine Erfahrung der Selbstwirksamkeit, wenn also durch mein Handeln eine bestimmte Wirkung bzw. Resonanz in der 'Welt' erzeugt wird; andererseits sind mit Resonanzerfahrungen auch das persönliche Berührt- und Ergriffenwerden gemeint. Beide Facetten dieser Weltbeziehung lassen sich jedoch nicht einfach planen – sie sind in gewisser Weise unverfügbar. Das mag für den Aspekt des Berührtwerdens verständlich sein, aber für den Aspekt der Selbstwirksamkeit leuchtet dies nicht unmittelbar ein. Deshalb unterscheidet Rosa eine Form der Selbstwirksamkeit, die eine bestimmte Resonanz erzeugt und damit – als Weltbeziehung – gleichsam etwas 'zum Klingen' bringt, von jener Form der Selbstwirksamkeit, die einseitig auf Beherrschung und damit auf eine verdinglichte Weltbeziehung ausgerichtet ist.

Das einseitige Steigerungsprogramm an Ressourcen in der Moderne könnte dann als (vergeblicher) Versuch verstanden werden, die Sehnsucht nach resonanten Weltbeziehungen durch erweiterte Selbstwirksamkeitserfahrungen zu stillen. Denn dabei kommt es zu einer Verwechslung von echten, resonanten Weltbeziehungen mit stummen, auf Verfügbarmachung orientierten Selbstwirksamkeitserfahrungen. „Resonanz bleibt das Versprechen der Moderne, Entfremdung aber ist ihre Realität.“ (Cover)

Entfremdung und Resonanz werden jedoch bei Rosa nicht einfach als absolute Gegensätze aufgefasst, sondern sie stehen in einem wechselseitigen Verhältnis zueinander. Erst auf dem Hintergrund einer schweigenden Welt können Momente tiefer Resonanzerfahrung gleichsam als Versprechen einer gelingenden Weltbeziehung aufblitzen (vgl. S. 317).

Mit dem vorliegenden Buch setzt Hartmut Rosa die Gedanken seiner Beschleunigungstheorie auf überzeugende Weise fort, weshalb der Kernthese seines neuen Buches ohne Einschränkung zugestimmt werden kann: „Wenn Beschleunigung das Problem ist, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung.“ (S. 13)

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Resonanz als Schlüsselbegriff zum Verständnis eines guten Lebens

Resonanz von Rosa Hartmut

Nach Rosa ist dem Kapitalismus der Moderne ein stetiger Steigerungszwang eingeschrieben, der zahlreiche Probleme und Pathologien mit sich bringt (vgl. auch sein Buch: Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstruktur in der Moderne). Einen möglichen Ausweg aus diesem Dilemma sieht der Autor in einer Neuausrichtung dessen, was herkömmlich unter Lebensqualität verstanden wird.

Diese wird nämlich normalerweise ressourcenorientiert definiert, was in sogenannten Entwicklungsländern sicher eine gewisse Berechtigung hat. Problematisch ist der Optimierungsprozess an Ressourcen jedoch dort, wo er praktisch ziellos und unabschließbar wird und mit einem ständigen Vergleichen mit anderen Gesellschaftsmitgliedern einhergeht.

Rosa vertritt deshalb ein Konzept von Lebensqualität, bei dem es auf die Art der Weltbeziehung ankommt. Die Frage, was ein gutes Leben sei, könne nicht allein mit einem Blick auf die Ressourcenausstattung oder in Bezug auf ein bloßes Gefühl subjektiven Wohlbefindens beantwortet werden, sondern müsse danach beurteilt werden, inwieweit das Leben von gelingenden (d. h. resonanzhaften) oder misslingenden (d. h. entfremdenden) Weltbeziehungen geprägt ist.

Unter Resonanz versteht Rosa einerseits eine Erfahrung der Selbstwirksamkeit, wenn also durch mein Handeln eine bestimmte Wirkung bzw. Resonanz in der 'Welt' erzeugt wird; andererseits sind mit Resonanzerfahrungen auch das persönliche Berührt- und Ergriffenwerden gemeint. Beide Facetten dieser Weltbeziehung lassen sich jedoch nicht einfach planen – sie sind in gewisser Weise unverfügbar. Das mag für den Aspekt des Berührtwerdens verständlich sein, aber für den Aspekt der Selbstwirksamkeit leuchtet dies nicht unmittelbar ein. Deshalb unterscheidet Rosa eine Form der Selbstwirksamkeit, die eine bestimmte Resonanz erzeugt und damit – als Weltbeziehung – gleichsam etwas 'zum Klingen' bringt, von jener Form der Selbstwirksamkeit, die einseitig auf Beherrschung und damit auf eine verdinglichte Weltbeziehung ausgerichtet ist.

Das einseitige Steigerungsprogramm an Ressourcen in der Moderne könnte dann als (vergeblicher) Versuch verstanden werden, die Sehnsucht nach resonanten Weltbeziehungen durch erweiterte Selbstwirksamkeitserfahrungen zu stillen. Denn dabei kommt es zu einer Verwechslung von echten, resonanten Weltbeziehungen mit stummen, auf Verfügbarmachung orientierten Selbstwirksamkeitserfahrungen. „Resonanz bleibt das Versprechen der Moderne, Entfremdung aber ist ihre Realität.“ (Cover)

Entfremdung und Resonanz werden jedoch bei Rosa nicht einfach als absolute Gegensätze aufgefasst, sondern sie stehen in einem wechselseitigen Verhältnis zueinander. Erst auf dem Hintergrund einer schweigenden Welt können Momente tiefer Resonanzerfahrung gleichsam als Versprechen einer gelingenden Weltbeziehung aufblitzen (vgl. S. 317).

Mit dem vorliegenden Buch setzt Hartmut Rosa die Gedanken seiner Beschleunigungstheorie auf überzeugende Weise fort, weshalb der Kernthese seines neuen Buches ohne Einschränkung zugestimmt werden kann: „Wenn Beschleunigung das Problem ist, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung.“ (S. 13)

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Wenn Gewinn wichtiger wird als Expertise

Die bezifferte Welt Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht von Crouch Colin

„Geld regiert die Welt“ - und zwar so sehr, dass finanzielle Erwägungen immer stärker sachkundigen Urteilen vorgezogen werden. Das hat zur Folge, dass das Wissen von Expert_innen erst dann Gehör findet, wenn es durch das Nadelöhr einer nach finanziellem Gewinn orientierten Wirtschaft gelangt ist.

Im Zweifelsfall verlässt man sich oft lieber auf kurzfristig erzielbare Gewinne und vernachlässigt die Warnhinweise sachkundiger Berater_innen.

Die Erkenntnis, dass die Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche unvermindert fortschreitet, ist nicht wirklich neu. Am ehesten könnte die Gefahr zunehmenden Wissensverlusts durch einseitige Orientierung am finanziellen Gewinn hervorgehoben werden, den Crouch in seinem Buch betont.

Crouch bezieht sich bei seinen Ausführungen vor allem auf Beispiele aus England, weshalb nicht alles einfach auf andere Länder übertragen werden kann. Sein Verdienst ist es aber, jene bislang noch wenig beachteten Einseitigkeiten in der neoliberalen Entwicklung westlicher Gesellschaften aufgezeigt zu haben, die deutlich machen, 'wohin die Reise geht', wenn Bildung, soziale Absicherung und ganz allgemein die öffentliche Daseinsvorsorge nach dem Modell neoliberaler, in Kennziffern messbarer Geschäftstätigkeiten umorganisiert werden.

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Gut gemeint, aber …

Menschenrechte von Manfred Nowak

Der Autor weist in seinem Buch auf die Bedeutung der Menschenrechte für die Überwindung der Ungleichheit in vielen Gesellschaften hin.

Bei der Lektüre kann leicht der Eindruck entstehen, als würde es bereits genügen, die Regierungen an ihre - z. T. vor Jahrzehnten - eingegangenen Verpflichtungen bei der Unterzeichnung von Menschenrechtsdeklarationen zu erinnern, damit sie ihre Politik wieder stärker an der Einhaltung dieser Menschenrechte ausrichten.

Aber die politische Wirklichkeit ist bekanntlich viel komplexer: Hier handeln ja nicht nur Juristen, die sich idealerweise an das geltende Recht halten wollen, sondern verschiedenste Interessengruppen versuchen auf das politische Geschehen Einfluss zu nehmen - und es wäre naiv zu glauben, dass für jede Interessengruppe die Einhaltung von Menschenrechten oberste Priorität habe.

Die Sphären von Politik und Wirtschaft sind heute - sowohl inhaltlich als auch personell - oft so stark verflochten, dass die Rede von einer 'Postdemokratie' (Colin Crouch) durchaus eine gewisse Berechtigung hat.

Der Hinweis auf die Bedeutung der Menschenrechte bei der politischen Gestaltung des Zusammenlebens mag ein zusätzliches Argument sein, das zu berücksichtigen ist - konkretes politisches Handeln wird aber auch in Zukunft nicht nur durch Berufung auf unterzeichnete Menschenrechtsdeklarationen geprägt sein, sondern ebenso im Spannungsfeld von Interessengegensätzen und Machtansprüchen augetragen werden. Mindestens ebenso wichtig wie vergangene Verpflichtungen zur Einhaltung von Menschenrechten dürften daher die aktuell in einer Gesellschaft verbreiteten Werteinstellungen für das politische Handeln sein.

Letztlich wird es entscheidend sein, wie es gelingt, menschenrechtliche Grundsätze in aktuellen gesellschaftlichen Werteinstellungen zu verankern. Dabei wird man sich die Suche nach dem, was den Menschenrechten zugrundeliegt - worin nämlich die Menschenwürde besteht - nicht ersparen können. Leider geht der Autor auf diese wichtige Frage nicht ein. Der Hinweis auf John Locke und sein philosophisches Konzept eines 'Gesellschaftsvertrags', bei dem freie Individuen ihre Souveränität einem Staat abgeben, um im Gegenzug dafür Sicherheit zu erhalten, kann nicht die Menschenwürde begründen, sondern versucht nur im Nachhinein die Entstehung des modernen Staates als Akt freier Individuen zu rekonstruieren. Das mag zwar die Legitimität des modernen Staates mit seinem Gewaltmonopol erklären, aber historisch gesehen kann es natürlich kaum die Entstehung der Staaten, geschweige denn die Menschenwürde begründen.

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Wohlwollender - und vielleicht zu optimistischer - Blick auf die Generation Y

Menschenrechte von Manfred Nowak

Die beiden Autoren versuchen in ihrem Buch die Handlungsweisen und Einstellungen der 'Generation Y' (Jahrgänge 1985 bis 2000) vor dem Hintergrund der größeren gesellschaftlichen Entwicklungen zu deuten und zu verstehen. Dadurch wird vieles von dem erst wirklich verständlich, was das Verhalten heutiger Jugendlicher prägt.

So werden manche weit verbreiteten Vorurteile - wie z. B. die 'bequemen Nesthocker' - entkräftet, indem die Verhaltensweisen der 'Generation Y' in einen größeren Deutungshorizont gestellt werden.

Bei allem Wohlwollen, das die Autoren der heutigen Jugend entgegenbringen, bleibt doch kritisch anzumerken, dass sie der 'Generation Y' womöglich zu viel Einfluss auf den gesellschaftlichen Wandel zutrauen bzw. zurechnen. Insofern ist m. E. auch der Titel des Buches zu plakativ geraten.

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Schwer verdauliche Lektüre

Enlivenment. Eine Kultur des Lebens von Andreas Weber

Der Autor bringt in seinem Essay einige wichtige und gute Gedanken zu Papier, leider aber in einer wenig verständlichen Sprache.

Er wendet sich gegen die üblichen Dualismen von Mensch und Natur, Mensch und Tier, Körper und Geist, etc. Seine Kritik gegenüber der ökonomischen Mainstreamtheorie - wie sie z.

B. im Neoliberalismus vertreten wird - ist gut gelungen und auch nachvollziehbar. Ob das wirtschaftliche Konzept der Allmende aber in allen Bereichen eine realistische Alternative zum Kapitalismus ist, sei dahingestellt.

Auch die wissenschaftstheoretische Position, die der Autor einnimmt, dürfte nicht leicht auf allgemeine Zustimmung stoßen:
Natürlich kann man mit Recht behaupten, dass wissenschaftliche Objektivität mehr sein muss als bloße Überprüfbarkeit und eine möglichst neutrale Haltung gegenüber dem Untersuchungsgegenstand. Es ist ja längst Konsens, dass es eine unparteiliche Objektivität in diesem Sinn nicht geben kann. Aber - diesen Eindruck könnte man bei der schwierigen Lektüre gewinnen - die Lebendigkeit als letztgültigen Maßstab für die Erkenntnis zu machen, wird vermutlich auch nicht konsensfähig sein, zumindest nicht in allen Bereichen.

Unverständlich ist für mich der Sprachduktus des Essays. Wieso kann man viele gute Gedanken, die sich zweifellos in dem Büchlein finden lassen, nicht einfacher sagen? Ich habe noch selten einen sprachlich so gekünstelten Text gelesen - schade!

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