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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Schatten der Vergangenheit

Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

"Spreewaldrache" ist nach "Spreewaldgrab" und "Spreewaldtod" bereits der dritte Fall für die Kommissarin Klaudia Wagner. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und daher kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, auch wenn man noch keinen Band der Reihe gelesen hat.

Um allerdings die privaten und beruflichen Hintergründe der Kommissarin und ihrem Team besser zuordnen zu können, empfiehlt es sich, die Vorgänger zu lesen.

Teambildende Maßnahmen können schon was Schönes sein, wenn man nicht gerade mit seinen Kollegen zum Wursten eingeteilt wird. Wer schon einmal an „verordneten Teambildungsmaßnahmen“ teilgenommen hat, wird vermutlich Klaudia Wagners Wunsch nach einem Ende dieser Aktion verstehen können. Doch manchmal muss man mit seinen Wünschen vorsichtig umgehen, sie könnten in Erfüllung gehen …
Prompt werden Klaudia und ihr Team zu einer Datsche gerufen und finden einen niedergeschlagenen jungen Mann. Besteht ein Zusammenhang mit der Techno-Party in der Nähe? Daniel überlebt, kann oder will sich an die Ereignisse nicht erinnern. Wenig später wird unweit von diesem Tatort ein toter Obdachloser gefunden. Gibt es hier einen Zusammenhang? Kannten sich die Opfer?
Wagner und ihr Team ermitteln fieberhaft und stoßen auf eine komplexe Fehde zwischen zwei Kahnführerfamilien, die schon vor rund 20 Jahren ein Todesopfer gefordert hat. Übt hier jemand späte Rache?

Meine Meinung:

Wie wir es von Christiane Dieckerhoff gewöhnt sind, verknüpft sie Handlungsstränge der Vergangenheit mit aktuellen Vorkommnissen. Der Leser kann daher miträtseln, wer in die mysteriösen Geschehen involviert ist. Die Autorin legt verschiedene Spuren, die nicht immer zum Ziel führen. Spannend machen es die familiären Verwicklungen der Protagonisten. Hier sind konzentriertes Lesen und vielleicht Papier und Bleistift hilfreich, da es diesmal nicht einfach ist, den Überblick zu behalten.

Wieder gelingt es der Autorin, das besondere Flair des Spreewalds zu beschreiben und in die Handlung einfließen zu lassen. Man kann sie die Umgebung des Spreewaldes mit seinen Datschen recht gut vorstellen. Ich höre das leise Plätschern des Wassers und das Quaken der Frösche. Die Charaktere wirken ebenfalls authentisch. Zusätzlich zu den alten Bekannten aus den vorherigen Bänden, werden neue Charaktere eingeführt. Die Mischung ist gut gelungen. Diesmal nehmen die privaten Nebenhandlungen nicht allzu viel Raum ein. Die Schatten der Vergangenheit, mit denen die Kommissarin bzw. ihr Team zu kämpfen hat, werden kurz angerissen, drängen sich jedoch nicht in den Vordergrund Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm lesbar.
Gut gefallen hat mir, dass Polizeiarbeit ziemlich realistisch dargestellt wird. Nicht immer kann den Verdächtigen alles bis ins letzte Detail nachgewiesen werden und so bleibt diesmal ein Hauch von Frust über Klaudia Wagner hängen.

Das Ende mit dem gemeinen Cliffhanger des schwer verständlichen Telefonates lässt auf eine Fortsetzung hoffen, die noch die eine oder andere Überraschung sowohl für die Leser als auch für die Kripo Lübben beinhalten wird.

Fazit:

Wieder ein Krimi aus dem Spreewald, der mich sehr gut unterhalten hat. Diesmal wird das Buch mit 5 Sternen bedacht.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein Leckerbissen nicht nur für Philatelisten

Atlas der verschwundenen Länder von Berge Björn

Dieses Buch aus dem dtv-Verlag ist Leckerbissen für historisch Interessierte, Geografen und Philatelisten.
Ausgehend von seiner eigenen Briefmarkensammlung, in der sich zahlreiche Raritäten verbergen, reisen wir mit Autor Björn Berge durch die Welt, um an Hand seltener Postwertzeichen 50 Länder kennenzulernen, die nur wenige Jahre, ja manche nur ein paar Monate Bestand hatten.

Björn Berge hat die 50 Staaten in 6 Gruppen eingeordnet, je nach Zeitpunkt ihrer Existenz.

Zu jedem Staat gibt es eine Lageskizze, die Fläche, Einwohnerzahl und die Daten seines Bestehens. Daneben ein Auszug aus der oft wechselvollen Geschichte und die eine oder andere Anekdote, ein Zitat und selbstverständlich ein dazu passende Briefmarke. Ergänzt wird das Staatenporträt durch Hinweise auf weiter führende Literatur, ev. vorhandenes Filmmaterial oder entsprechende Musik. Das eine oder andere Mal ist ein Rezept einer landestypischen Speise abgedruckt.
Wie z.B. „Corrientes“ (S. 24-27) einem kleinen südamerikanischen Land zwischen Argentinien, Brasilien und Uruguay, das von 1856-1875 existierte. Die damals gebräuchliche Briefmarke diente auch als Zahlungsmittel, da Kleingeld kaum vorhanden war. Die Druckplatten stellte ein Bäckergeselle her.

Der Fantasie der Briefmarkendesigner ist kaum eine Grenze gesetzt. Es reicht vom einfachen Aufdruck des „neuen“ Landesnamen bis zur komplett durchgestylten Briefmarke mit Pflanzen, Tieren oder dem Regenten.
Im streng islamischen Landstrich Ober-Yafi (am Golf von Aden gelegen), das immerhin von 1800-1967 existierte, entwarf man eine Reihe großformatiger Briefmarken, die alle möglichen Kunstschätze zeig(t)en, unter anderem die Tänzerinnen von Edgar Degas, die der islamischen Kleiderordnung nicht wirklich entsprechen. Hinter diesem Vorhaben stand eine englische Druckerei, die dem Sultan die Briefmarkenserien einredete. Das Skurrile daran: Ober-Yafi besaß kein Postwesen.

Meine Meinung:

Ein sehr spezielles Buch, das aber bestimmt seine Liebhaber unter Philatelisten und historisch interessierten Geografen finden wird.
Viele, der abgebildeten Briefmarken aus Berges Sammlungen wurden auch wirklich als Postwertzeichen benützt und sind daher entwertet.

Das Buch ist liebevoll recherchiert und gibt Raum, die angebotenen Zusatzinformationen abzurufen. Die Ausführung ist hochwertig: gebunden, mit Leinenrücken, querformatig, einem haptisch und optisch ansprechenden Papier. Die Weltkarte auf den Buchdeckelinnenseiten gibt einen schönen Überblick, wo sich diese nunmehr verschwundenen Länder befunden haben.
Man kann nur staunen, was hier zwischen 1840-1970 an politischem Geschehen stattgefunden hat.

Fazit:

Ein wunderschönes Geschenk nicht nur für Liebhaber von Postwertzeichen. Gerne gebe ich diesem interessanten Streifzug durch die Welt 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

30 Jahre Krieg - kurz gefasst

Der Dreißigjährige Krieg von Georg Schmidt

Georg Schmidt versucht die politischen Zusammenhänge, die zum Dreißigjährigen Krieg führten und die Geschehen zwischen 1618-1648 auf rund 100 Seiten darzustellen. Das ist auf Grund der Komplexität der Bündnisse und Interessen nicht ganz einfach.

Was zuerst als Problem der Habsburger in Böhmen beginnt, breitet sich wie ein Flächenbrand über ganz Mitteleuropa aus.

Mehrmals hatten es die beteiligten Herrscher in der Hand den Krieg zu beenden und Frieden zu schließen. Aus Ignoranz und auch mit falschen (oft geistlichen) Ratgebern unterlassen sie dies und so dauert der Konflikt eben die bekannten 30 Jahre.

Meine Meinung:

Das Kompendium ist in sieben Kapitel mit Unterpunkten geteilt, sodass der Inhalt in kleinen Abschnitten gelesen werden kann. Obwohl ich die Geschichte des Dreißigjährigen in groben Umrissen kenne, musste ich doch die eine oder andere geschilderte Begebenheit im Internet nachlesen.

Des Weiteren orte ich in diesem Buch ein wenig Parteilichkeit des Autors. Er scheint eine Vorliebe für das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ zu haben, das neben dem Habsburgerreich aus vielen kleinen und größeren deutschen Königs- und Fürstenhäusern besteht, nicht zu vergessen die kirchlichen Gebiete und deren Würdenträger, die in Glaubensfragen auch eine Menge mitzureden haben.
Die Habsburger und besonders Kaiser Ferdinand II. kommen nicht besonders gut weg.
Gut beschrieben sind die Entstehung, das Ausmaß und die Folgen des Krieges, an dessen enormen Verwüstungen das Reich und die Bewohner noch lange zu leiden haben.

Für Newcomer, die eine kompakte Darstellung des Geschehens lesen wollen, ist das Buch nur bedingt geeignet. Einige Vorkenntnisse sind hier doch von Nöten. Der Leser, der sich mit der Materie bereits intensiv auseinandergesetzt hat, wird hier einige interessante Details finden, die auf neuerer Geschichtsforschung basieren. Ein ausführliches Literarturverzeichnis ergänzt diese Zusammenfassung.
Was wirklich ärgerlich ist, ist das Fehlen von Karten, Übersichten und einer Zeittafel. Das kostet gleich einmal einen Stern.

Fazit:

Für Einsteiger in die Welt des 17. Jahrhundert kann ich das Buch leider nicht empfehlen. Dazu wird bei der Darstellung einfach zu viel Vorwissen vorausgesetzt. Da gäbe es anderes, wie z.B. „Der Dreißigjährige Krieg 1618-1648“ von Johannes Arndt im Reclam Verlag erschienen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Goethe und Schiller ermittel wieder

Die Affäre Carambol (Goethe und Schiller ermitteln) von Stefan Lehnberg

Eigentlich wollten Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller anno 1801 nur auf einen Sprung bei Goethens Mutter in Frankfurt vorbeischauen. Die Reise scheint unter keinem guten Stern zu stehen, benötigen sie doch 4 (!)Kutschen und einen Tag länger als geplant.
Und auch der Aufenthalt dauert länger als gewollt.

Die beiden werden nämlich in einen Kriminalfall verwickelt, der es in sich hat: Zwei ermordete Stadträte, mysteriösen Mehllieferungen und falsche Postboten lassen auf eine Verschwörung schließen. Doch wer gegen wen?

Ein Aufstand gegen Napoleon, der Frankfurt hohe Kontributionszahlungen auferlegt hat? Das hätte fatale Folgen und so werden die beiden scharfsinnigen Dichter von den übriggebliebenen Stadträten beauftragt, die Hintergründe zu erforschen.

Längere Zeit ist nicht klar, ob Frankfurts Obrigkeit nicht selbst hinter den Malversationen steckt…

Meine Meinung:

Diese Kriminalgeschichte wird wie schon der erste Fall “Durch Nacht und Wind” von Friedrich Schiller erzählt. Kurz wird auch auf das erste Abenteuer eingegangen.

Wir begleiten die beiden Freunde bei ihren Ermittlungen, die sie als nicht ganz ungefährlich herausstellen. So wird Goethe auf einer Gesellschaft vergifteter Wein gereicht, später geraten sie in einen Hinterhalt usw. usw.

Dieser aktuelle Kriminalfall ist ebenso Fiktion wie der erste. Die Schilderungen von Frankfurt und Umgebung sowie die Lebensgewohnheiten entsprechen geschichtlichen Fakten. Das Bild der Stadt mit Stadtmauer, als Verkehrsknotenpunkte, die durch Napoleon zerstörten Häuser und die als Lager verwendete Kirche sind authentisch.
Ebenso (fast) authentisch ist die Sprache, der sich die Darsteller in diesem Krimi bedienen. Der Autor hat sie der Originalsprache behutsam aber realistisch angepasst. Dennoch liest sich das Buch leicht und flüssig.

Das Wortgeplänkel zwischen Schiller und Goethe verleitet häufig zum Schmunzeln. Besonders als es um das Honorar für das erste Buch geht (s. 144/145), erkennt der geneigte Leser, dass in dem distinguierten Geheimrat Goethe ein mittleres Schlitzohr steckt.

Das Buch ist wieder in einer tollen Aufmachung erschienen: Das Format etwas kleiner als üblich, in einem hochwertigen Hardcover-Einband mit goldfarbener Prägung. Schiller und Goethe stehen sich wir zwei Duellanten gegenüber.

Fazit:

Wer auf der Suche nach einem "richtigen" Krimi ist, ist hier falsch. Wer aber eine humorvolle Geschichte in einem authentischen historischen Umfeld für kurzweilige Unterhaltung sucht, wird hier fündig. Dafür gebe ich gerne 5 Sterne.

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Rezensionen von Vicky:

Die Vergangenheit ist vergangen

Wahrheit gegen Wahrheit von Karen Cleveland

Das Buchcover und der Titel sind mir ins Auge gestochen und haben mich sofort neugierig gemacht. Da ich aktuell die Serie 'Homeland' schaue bin ich von der CIA aktuell absolut gefangen genommen und verschlinge auch alle Bücher mit diesem Thema.

Unter 'Buch' findet man bereits eine recht gute Vorschau auf den Thriller mit der Hauptfigur Vivian Miller als Spionageabwehr-Analystin der CIA von Karen Cleveland.

Die Geschichte teilt sich folgendermaßen auf: Zwei Tage zuvor, fünfundzwanzig Kapitel, ein Jahr später sowie einen Epilog.

Der Einstieg ist sehr gut und spannend gestaltet und nimmt mich von der ersten Seite an gefangen. Der Schreibstil von Karen Cleveland ist angenehm und flüssig. Spannend geht es durch die einzelnen Kapiteln, wenn auch manchmal etwas langsamer als mir lieb ist. Mir hat hier zwar manchmal die erwartete Action für einen Agententhriller gefehlt aber das gleicht sich wie ich finde alles durch Spannung aus! Ich habe auf jeder Seite mit Vivian mitgefiebert und jedes Mal wenn ich dachte: jetzt habe ich den Durchblick - wurde ich wieder überrascht und alle meine Vermutungen zerstört! Vor allem der Epilog hatte es nochmal so richtig in sich! Ich war total platt als ich die letzte Seite des Buches erreicht hatte - das muss ich noch immer sacken lassen!

Scheinbar ist eine Verfilmung geplant, diese werde ich mir definitiv ansehen.

Fazit: Die Inhaltsangabe sowie die Leseprobe haben bei mir die Erwartung auf ein spannendes und interessantes Buch geschürt. Ich kann sagen dieser Eindruck wurde auf jeden Fall bestätigt.

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Rezensionen von Vicky:

Zuckerbrot und Peitsche

The Boxer von Piper Rayne

Das Cover ist toll und passt super zu den anderen der Reihe von Piper Rayne. Es ist zwar durch das schwarz weiße Design eher schlicht gehalten aber mit dem türkisen Schriftzug wir es aufgepeppt und wirkt dadurch sehr modern und ansprechend.

The Boxer ist Teil zwei der Reihe 'San Francisco Hearts'.

Kann allerdings auch unabhängig voneinander gelesen werden wobei Vorkenntnisse natürlich nett sind! Denn ich fand es ganz toll 'altbekannte' Figuren aus Teil eins wieder zusehen ????

Etwas skeptisch war ich aufgrund dessen das Piper Rayne das Pseudonym zweier Autorinnen zu sein scheint... Es tut mir leid, aber bei Pseudonymen gehe ich immer mit einer etwas negativeren Einstellung an das jeweilige Buch heran. Allerdings waren meine Sorgen hier absolut unbegründet – bereits der vorherige Teil konnte mich von meinen Vorbehalten heilen und dieser hat es nur wieder bestätigt!

Unter 'Das Buch' kann man sich bereits einen kurzen aber recht guten Vorgeschmack auf den Roman holen. Die Geschichte erstreckt sich über achtundzwanzig Kapiteln und einen Epilog der einen sofort Lust auf den nächsten Band mach. Auch die Widmung für die Einhörner ist mir sehr sympathisch - ich meine Hallo?! Wer mag den keine Einhörner ????

Der Schreibstil ist genauso angenehm wie im vorherigen Band und die Geschichte ist flüssig zu lesen. Die Kapitel haben genau die richtige Länge um einen schnell und gut voranzukommen zu lassen. Die Entwicklung der Geschichte ist gut und glaubwürdig, auch finde ich es spannend zu sehen wie sich die Figuren im Verlauf der Geschichte - mit doch etwas unterwarteten Wendungen - entwickeln.

Fazit: ich liebe diese Reihe! Unglaublich unterhaltsam und unglaublich toll ???????? Aber das Ende ist absolut gemein und lässt mich sofort den nächsten Teil herbeiwünschen. Echt jetzt - SOFORT!!!

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein wunderbares, ganz bemerkenswertes Buch!

The Boxer von Piper Rayne

Das Buch „Im Garten von Monsieur Pit Frank“ ist ein ganz besonderes Buch. Das erkennt man schon auf den ersten Blick. Anders als die meisten Bücher, ist es im Format DIN A4 gedruckt.

Bemerkenswert ist auch, dass es unzählig viele Geschichten in Reimform auf einer ganzen Seite beinhaltet und es dazu passend jeweils ein ganz wunderbar gezeichnetes Bild zu sehen gibt.

Die Geschichten wurden von Ronja Erb, Julie Maier und Erika Siebert verfasst. Bei diesen drei Autorinnen handelt es sich um drei Frauen aus drei Generationen, die sehr viel Fantasie, Können und ihr ganzes Herzblut in die Geschichten gesteckt haben. Das bemerkt man schon auf den ersten Seiten.
Mit derselben Leidenschaft hat auch der Illustrator Leszek Kotzott die detaillgetreuen Zeichnungen angefertigt. Einfach wunderbar!

Alle Geschichten spielen sich im Garten von Monsieur Pit Frank ganz in der Nähe des Flusses Rhein ab und handeln von verschiedenen Tieren, von Pit Frank selbst und seinen Freunden. So lautet ein Titel „Hops empfängt Besuch“ und hier wird die Geschichte des Frosches Hops und der Bachstelze Madame Elzchen. Hops erkennt, wie schön es ist, wenn man eine Mahlzeit teilt. Eine andere Geschichte heißt „Eine kitzelige Begegnung“ und erzählt die Begegnung von Brumm, dem Käfer und dem Kaninchen Mümmel.

Beim Vorlesen der verschiedenen Geschichten konnten meine Kinder überhaupt nicht genug bekommen und fordert immer noch eine Geschichte mehr ein und auch das passende Bild wurde jedes Mal sehr genau begutachtet.

Fazit: Ein ganz besonders bemerkenswertes Kinderbuch, das bestens zum Vorlesen geeignet ist und sicherlich viele Kinderherzen erobern wird.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Je nachdem zu welchem Lerntyp man gehört, kann dieses Buch durchaus hilfreich sein.

The Awful English Grammar Die schreckliche englische Grammatik von Jeremy Taylor

Wer kennt sie nicht, die Fallstricke der englischen Sprache? Man denkt, es klappt schon ganz gut, und dann weiß man doch wieder nicht, ob man sich mit of, by oder from für die richtige Präposition entschieden hat oder wie es um die Zeitenfolge bei if-Sätzen im Konditional II bestellt ist. Jeremy Taylor besitzt langjährige Erfahrung als Englischlehrer und kennt sich mit den Problemen im Sprachunterricht aus.

Er weiß: Grammatik muss verstanden werden, und sein Buch ist Beweis dafür, dass das sogar amüsant sein kann! In leicht verständlichen Dialogen werden dem Leser Mustersätze wie auf einem Tee-Tablett serviert und am jeweiligen Kapitelende in einer Tabelle zusammengefasst...(Klappentext)

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"Darf ich vorstellen: Barry Buggins, ein leidenschaftlicher, wenn auch nicht besonders begabter Mann aus England."
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"Meet Barry Buggins, an enthusiastic, but not particularly talented Man from England."
(S .8 & 9 - Anfang)

Ich sage immer mein Englisch hat Harry Potter-Niveau, bedeutet, dass ich Kinderbücher bis, sagen wir mal 12 Jahren, lesen kann und den Zusammenhang verstehe, ohne ständig im Wörterbuch nachschlagen zu müssen.
Die Grammatik war jedoch immer schon mein großes Problem. Ich habe mich im Laufe der Jahre immer höchst erfolgreich davor gedrückt mich näher damit zu beschäftigen, so eine Abneigung habe ich dagegen.
Da ich von den zweisprachigen Ausgaben aus dem dtv-Verlag bisher sehr begeistert war (und immer noch bin), wählte ich nun diese Neuausgabe, welche sich mit der englischen Grammatik beschäftigt. Irgendwann muss ich diesbezüglich ja mal in die Puschen kommen.

Das vorliegende Buch soll für Einsteiger geeignet sein. Nun ja, dem kann ich mich nicht wirklich anschließen. Meiner Meinung nach sollte mindestens das B1-Niveau vorhanden sein.
Zudem ist die Art Sprachen und die dazugehörige Grammatik zu erlernen sehr individuell. Was für den einen die richtige Art und Weise ist, muss bei einem Anderen nicht zwangsläufig ebenso funktionieren. Tja, und leider muss ich sagen, dass sich mir in diesem Buch die englische Grammatik nicht völlig erschloss.
Was sich mir jedoch erschloss war, dass ich zu diesen Grammatik-Lern-Typen gehöre, der die Grammatik nicht anhand von Geschichten erlernen kann, sondern wie in Mathematik so etwas wie Formeln, Tabellen, sowie ein Arbeitsbuch benötige mit dem ich arbeiten kann. Ich muss die "Formel" also selbst schriftlich umsetzen, um sie in mein Hirn zu bekommen.
Das ist für mich persönlich eine wichtige Erkenntnis, da ich nun weiß WIE ich an die Grammatik herangehen muss, um diese zu verinnerlichen und dies ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Als Ergänzung finde ich dieses Buch jedoch durchaus geeignet und nicht nur, um Grammatik zu lernen. Es blieb ja auch durchaus das eine oder Andere hängen, aber vor allem eignet es sich sehr gut als Wiedereinstieg in die englische Sprache.
Man nimmt neue Wörter in sein Vokabular auf und erlernt so manche typische Redewendung.
Die Geschichte selbst ist einfach gehalten und auch witzig. Ich musste mehrmals schmunzeln und daher liest es sich im Grunde relativ flott weg.
Die Übersetzung stimmt nicht immer 1:1 überein, z.B.: "Wirklich?" wird hier nicht mit "Really?" übersetzt, sondern mit "I don't believe you.", wobei es natürlich auf das Selbe kommt.

Was beinhaltet nun diese "Grammatik-Geschichte"?
- hauptsächlich die verschiedenen Zeitformen, deren Untergruppen, Frageform, sowie Satzkonstruktionen (hier liegt meine persönliche Schwäche)
- Präpositionen
- Substantive und ihre Eigenarten (ob Artikel davor oder nicht, zählbar oder nicht zählbar)
- Fehler die wir Deutschsprachige bezüglich gerne machen (hier habe ich persönlich am meisten mitgenommen)

Veranschlaulicht wird dies hin und wieder mit Tabellen inklusive einem Beispiel. Für mich Tabellenliebhaberin waren es jedoch eindeutig zu wenig.

Wiederholt wird alles innerhalb der Geschichte, was durchaus von Vorteil ist.

Fazit:
Je nachdem zu welchem Lerntypus man gehört, kann dieses Buch durchaus hilfreich sein. Für Einsteiger ist es, meines Erachtens, jedoch nicht, bzw. nur bedingt geeignet. Trotzdem es für mich persönlich nicht allzu hilfreich war, fühlte ich mich aufgrund der lockeren und witzigen Geschichte gut unterhalten und nahm für mich zwar nur wenig neue Grammatik-Erkenntnisse mit, dafür einiges an neuen Vokabeln und Redewendungen.
Für all diejenigen die ihre Englischkenntnisse auffrischen oder vertiefen wollen, kann ich jedoch die zweisprachigen Bücher aus dem dtv-Verlag empfehlen. Diese gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, von Anfänger bis Fortgeschrittene.

© Pink Anemone

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Rezensionen von Gaby 2707:

Eine unterhaltsame Selbstfindung

Liebe geht immer von Myriam Klatt

Charlotte Mai, etwas schüchtern, leicht übergewichtig, trifft es wie ein Schlag vor den Bug, als Oliver, ihr Freund und Chef von Kiez TV, ihr mitteilt, dass sie für den zu vergebenden Job einer Fernsehmoderatorin einfach ungeeignet sei. Lotte packt ihre Sachen und geht. Arbeitslos und total gefrustet beschließt sie, sich ganz neu zu erfinden.

Sie will abnehmen, nein-sagen lernen, eine neue Sprache lernen und Sport treiben. Darauf ist sie so fixiert, dass sie nicht merkt, dass das Leben auch Spaß machen kann und ein neuer Mann, der sie genau so liebt wie sie ist, schon ganz nahe ist.

Es ist sehr humorvoll zu lesen, wie aus Lotte zuerst Charlie wird und schließlich die selbstbewusste Charlotte.
War Lotte von Oliver eher fremdbestimmt, so versucht Charlie von jetzt auf gleich alles anders zu machen. Aber sie merkt, dass sie auch damit nicht so ganz glücklich ist. Natürlich werden hier und da Fettnäpfchen aufgestellt, die sie trittgenau trifft. Und dem ein oder Anderen tritt sie sehr stark auf die Füße. Aber in ihrer liebenswerten Art kann ich ihr das nicht übelnehmen. Ich mag sie einfach. Vor allem, weil sie dann zu ihrem eigenen Ich doch noch die Kurve kriegt.

Eine wunderschöne Liebes- und Selbstfindungsgeschichte, bei der es mich gar nicht gestört hat, dass sie sehr vorhersehbar ist. Ich habe mich einfach nur gut unterhalten gefühlt: von den zumeist liebenswerten Protagonisten; von den klugen Lebensweisheiten von Frau Mai, die bei aller Namensgleichheit nichts mit Charlotte zutun hat; von den leckeren Gerichten, die Burgerrestaurantchef Lars kreiert; von den vor jedem Kapitel zu lesenden Selbsthilftetipps und natürlich von dem dicken Kater, der bis zum Schluss keinen Namen hat.

"Liebe geht immer" von Myriam Klatt ist ein lesenswerter Debütroman mit einer klaren Botschaft für den unterhaltsamen Nachmittag zwischendurch.
4,5 von 5 Sternen

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Rezensionen von Petra Sch.:

Ist Ellie tatsächlich eine Hexe?

Das Böse in deinen Augen von Blackhurst Jenny


Meine Bewertung: 3,5 Sterne


Kurz zum Inhalt:
Imogen Reid zieht mit ihrem Mann zurück in ihr altes Heimatdorf Gaunt, wo sie aufgewachsen ist, um dort als Kinderpsychologin zu arbeiten.
Gleich am ersten Tag lernt sie die 11jährige Ellie Atkinson bei einem dubiosen Zwischenfall kennen, und nimmt sich ab sofort ihrer an.

Die Leute in Gaunt haben Angst vor Ellie, und verteufeln sie als Hexe, da schreckliche Dinge passieren, wenn Ellie wütend wird. Doch Imogen sieht in ihr nur das verstörte Mädchen, das seine Familie bei einem Brand verloren hat, und nun bei einer Pflegefamilie, den Jeffersons, wohnen muss, die sie nicht besonders mag. Nur ihre Pflegeschwester Mary nimmt sich Ellies an und beschützt sie.
Kann Imogen Ellie wirklich vertrauen, oder haben doch die Leute in Gaunt mit ihrer Angst vor Ellie recht?


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist, wie man es von Jenny Blackhurst gewöhnt ist, flüssig und schnell zu lesen. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Imogen in Ich-Form und aus der Sicht von Ellie in Erzähl-Form geschrieben.
Leider konnte ich Vieles nicht nachvollziehen. Auch der offene Schluss, und die vielen offenen Fragen, die unbeantwortet geblieben sind, konnten mich nicht zufrieden stellen.

Imogen steigert sich in den Fall Ellie zu sehr rein und lässt zu viele Gefühle aufkommen; als Kinderpsychologin sollte sie eigentlich wissen, wie sie mit ihren Schützlingen umzugehen hat. Außerdem verhält sie sich ihrem Mann Dan gegenüber unnachvollziehbar verschlossen, verschweigt ihm grundlos ihre Kindheit und belügt ihn.
Mit Ellie hat man die meiste Zeit des Buches Mitleid, auch wenn sie doch seltsam ist. Sie wird aufs Schlimmste gemobbt, und es ist furchtbar, was ihr die anderen Kinder antun.

Leider lässt die Geschichte mehr als die Hälfte eher an einen Mystery-Thriller denken, aufgrund der vielen paranormalen Fähigkeiten/übernatürlichen Kräfte, Telekinese etc. Ellie wird ja auch als Hexe verteufelt, weil viele Dinge geschehen, die sich keiner erklären kann. Man ist sich lange nicht sicher, welche Art von Thriller ist es denn nun? Wird sich alles erklärbar auflösen? Und doch schafft die Autorin meiner Meinung nach dies nicht ganz.
Sogar die Autorin selbst lässt Dan Ellie mit "Carrie", der Protagonistin eines bekannten Schriftstellers, vergleichen. Und an jene musste man anfangs tatsächlich lange Zeit denken.

Die Idee dieses Thrillers war an sich nicht schlecht, jedoch hätte das Ganze viel mehr Potential gehabt. Am Ende war nochmal Vieles los, einiges wurde aufgelöst, aber es bleiben leider zu viele Fragen offen und ungeklärt...

Das Cover finde ich zwar ansprechend; jedoch hat es nichts mit dem Inhalt gemein.


Fazit:
Flüssig zu lesender Psychothriller mit Potential; hätte jedoch meiner Meinung nach besser umgesetzt werden können; vor allem das Ende.

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