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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:

schweres Thema, leicht geschrieben, überraschend einfaches Ende

Jud von Georg Thiel

Es hat lange gebraucht, das Buch in die Hand zu nehmen; schon wieder dieses Thema. Dann war es aber kurzweilig, tiefgehend und sehr berührend, wie Georg Thiel mit dem Thema "Nazi" umgegangen ist. Er schafft die Gratwanderung zwischen berührend und Wut auf das, was einige unserer Vorfahren getan oder unterlassen haben, herrlicher Ironie auf die österreichische Obrigkeitshörigkeit und einer aus der Tiefe der vorurteilsbehafteten Erinnerung geprägten Milieustudie desseinerzeitigen Landlebens an der Grenze zwischen Ost und West.

Zwischendurch von der Geschichte etwas gestelzt, aber mit einem hervorragenden Sprachwitz. Absolut erstklassig das für mich sehr überraschende Ende. Und alles dreht sich letztlich um ein Bild.
Sehr empfehlenswert, sollte in keiner Bibliothek fehlen.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Eher Spannungsroman als Thriller, den ich jedoch trotz ein paar weniger Längen regelrecht verschlang.

Im dunklen, dunklen Wald von Ruth Ware

Als Nora eine Einladung zum Junggesellinnenabschied ihrer einst besten Freundin erhält, ist sie mehr als überrascht: Zehn Jahre hat sie Clare nicht mehr gesehen ‒ seit jenem Vorfall, den Nora nie ganz verwunden hat ... Ein idyllisches Wochenende tief in den Wäldern Nordenglands ist geplant. Nora gibt sich einen Ruck und fährt hin.

Doch etwas geht schief. Grauenvoll schief. Die Party entwickelt sich zum mörderischen Albtraum....(Klappentext)

❋❋❋❋❋❋❋❋❋❋

"Ich laufe.
Ich laufe durch den mondhellen Wald, Zweige zerren an meinen Kleidern, meine Füße verfangen sich im Dickicht der schneebedeckten Farne.
Die Dornen der Brombeersträucher zerkratzen mir die Hände. Die Atemluft brennt in meinem Hals. Es tut weh. Alles tut so weh." (S. 9 - Anfang)

Nora erwacht in einem Krankenhaus, völlig zerschunden, Schmerzen am ganzen Körper und einer posttraumatischen Amnesie. Ein Autounfall, sagen die Ärzte. Doch sie kann sich an keinen Autounfall erinnern, nur daran, dass sie vor irgendwas oder irgendwem davongelaufen ist...durch einen Wald. Und wenn es ein Autounfall war, wieso hält dann ein Polizist vor ihrem Zimmer Wache? Sie möchte, sie MUSS sich erinnern, was auf der Junggesellenfeier geschah, denn die Zeit läuft und zwar gegen sie... (persönliche Inhaltsangabe)

Es wird aus der Ich-Perspektive von Nora erzählt, abwechselnd zwischen Krankenhaus, Erinnerungen und Vergangenheit.
Es fängt ruhig an, doch im Verlauf der Story steigern sich Spannung wie auch Tempo, bis es zu einer überraschenden Auflösung kommt.

Die Auflösung wurde meiner Meinung nach etwas zu schnell abgehandelt und für mich als Krankenschwester gab es so manchen Logikfehler, vor allem das Ende betreffend. Auch enthält dieser Thriller die ein oder andere Durststrecke, welche sich jedoch in Grenzen halten. Die Story selbst liest sich aufgrund des flüssigen Schreibstils locker-flockig und enthält trotzdem stellenweise nahezu literarische Züge.

"...die Schilder rauschten an uns vorbei wie eine Form konkreter Poesie, die Straße wand sich wie ein eisengraues Band, das man achtlos über die von Schafen abgegrasten Moore und niedrigen Hügel geworfen hatte. (S. 27)

Die Charaktere sind gut gezeichnet und könnten unterschiedlicher nicht sein. Dies trägt gekonnt zu der sich entwickelnden Gruppendynamik auf engem Raum bei, von der dieser Thriller lebt. Am Ende verdächtigt man so ziemlich jeden.

Fazit:
Meiner Meinung nach eher ein Spannungsroman als ein Thriller, den ich trotz ein paar weniger Längen innerhalb eines Tages regelrecht verschlang. Also packend ist er auf jeden Fall und konnte mich dadurch äußerst gut unterhalten.
Somit bleibt die Autorin definitiv auf meinem Radar.

© Pink Anemone

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Rezensionen von Wanderpfa.de:

Vielfältige Tourenauswahl für Gipfelstürmer und Hüttenwanderer

Das Tiroler Vier-Jahreszeiten-Wanderbuch. 102 Wandertipps für Frühling, Sommer, Herbst und Winter von Hubert Gogl

Die meisten Wanderer sind im Sommer in den Tiroler Bergen unterwegs, wenn die Almen und Hütten geöffnet haben, die meisten Gipfel frei von Schnee und Eis sind und auf den Bergwiesen unzählige bunte Blumen wachsen. Dabei bietet Tirol dem Wanderer in allen vier Jahreszeiten lohnende Wanderziele, die meisten wissen es nur nicht.

Hubert Gogl behebt diese Wissenslücke und stellt in seinem „Tiroler vier Jahreszeiten Wanderbuch“ 102 Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintertouren vor. Gogl, Jahrgang 1966, kommt aus St. Jodok am Brenner und ist Berg- und Skiführer. Für Radio Tirol sendet er Berg-Freizeittipps.

Die 102 in diesem Buch vorgestellten Wanderungen (27 Frühlings-, 26 Sommer-, 27 Herbst- und 22 Winterwanderungen) liegen alle in Nordtirol. Ziele sind neben Gipfeln und Hütten auch Bergseen, Klammen und Burgen. Die Gehzeiten der Wanderungen bewegen sich zwischen 1 Std. 10 Min. und 6 ¾ Std., die maximale Steighöhe liegt bei 1475 Höhenmetern. Bei einigen Routen erfolgt die Auffahrt mit einer Bergbahn. Jede Tourenbeschreibung startet mit einer – leider nicht maßstabsgetreuen – Leiste, welche die wichtigsten Wegpunkte und deren Entfernung in Kilometern und Zeit angibt. Es folgt ein Steckbrief u. a. mit Angaben zu Ausgangspunkt, Gehzeit, Schwierigkeitsgrad und Einkehrmöglichkeiten. Großen Wert legt der Autor darauf, dass alle Ausgangspunkte mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Daher ist auch jeweils die „Anfahrt mit Öffis“ erklärt. Nach einer kurzen Einleitung und Motivation zur Begehung der Tour folgt die eigentliche Wegbeschreibung, die sehr gut nachvollziehbar verfasst ist. Bei den meisten Routen erläutert Gogl zusätzlich Alternativen. Abgerundet wird jede Tourenbeschreibung durch ein Wanderkärtchen, auf dem der Wegverlauf gut erkennbar eingezeichnet ist, und ein Foto.

Fazit: „Das Tiroler vier Jahreszeiten Wanderbuch“ bietet ein sehr breit gefächertes Tourenrepertoire in den Tiroler Bergen und Tälern. Einziges Manko des Buches ist meiner Meinung nach der große Radius: Der Wanderer, der im Außerfern wohnt, wird wohl kaum eine Tour im Raum Kitzbühel unternehmen. Ansonsten ist das Buch allen Wanderfreunden, die gerne ganzjährig in Nordtirol unterwegs sind, absolut zu empfehlen. Die informativen Tourenbeschreibungen und die zugehörigen Fotos machen richtig Lust, nicht nur im Sommer, sondern auch im Frühling, Herbst und Winter die Tiroler Berge zu erkunden. Auch die Auswahl der Touren wird jedem Bergfreund gerecht, so dass in diesem Buch jeder auf seine Kosten kommt – egal, ob Gipfelstürmer oder Hüttenwanderer.

Klappentext: Wandern hat zu allen Jahreszeiten seine Reize. Aber gerade in den Übergangszeiten stellt sich oft die Frage, welche Ziele jetzt geeignet wären. Welche Wege führen durch mittlere Höhenlagen, fangen die Sonne ein und sind vielleicht schon zeitig oder noch spät im Jahr schneefrei? Wo grünt und blüht es im Frühling zuerst? Welche Routen versprechen im Hochsommer mit Bächen, Bergseen oder Gletscherluft Abkühlung und Frische? Auf welche Aussichtspunkte kann man noch steigen, wenn die Tage schon kürzer sind? Und wo lässt sich der Winter auch ohne Ski am schönsten erleben? Mit seiner handverlesenen Tourenauswahl bietet das vorliegende Wanderbuch 102 Möglichkeiten, die landschaftliche Vielfalt Tirols zu allen Jahreszeiten wandernd zu erleben und dabei so manchen schönen Winkel zu entdecken.
(Buchbesprechung von Chris vom 30.04.2018 im alpinen Forum Alpic.net)

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Rezensionen von begine:

Katalanische Literatur

Die letzten Tage meiner Kindheit von Rafel Nadal

Die letzten Tage meiner Kindheit von Rafel Nadal ist eine Geschichte über den katalanischen Jungen Luca. Der Roman wurde von Ursula Bachhausen übersetzt. Von dem Autor habe ich noch nichts gelesen, aber ich liebe Romane der Katalanen, obwohl diese Literatur oft etwas schwer zu lesen ist.

Der Roman spielt viel im spanischen Bürgerkrieg.

1990 beginnt Lucas Rückblick in die Kindheit. Als er 8Jahre alt war, wurde seine Mutter erschossen. Er kommt zu einer Pflegemutter und ihrem Sohn Dani. Der fährt ihn immer mt dem Motorrad zur Schule und wird zu Lucas besten Vertrauten. Dann ist Dani verschwunden. Luca kommt ins Internat, als Schüler ohne Geld muss er arbeiten überehmen. Danach geht Luca in den Untergrund.

Am Anfang brauchte ich etwas Eingewöhnungszeit, aber dann wurden Lucas Erlebnisse immer spannender. Der Autor gibt dem Roman einen guten Verlauf.
Mich hat der Kampf der Katalanen sehr interessiert. Es war für die Bevölkerung eine gefährliche Zeit.
Gerne werde ich auch noch den ersten Roman von Rafel Nadal lesen.

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Rezensionen von rewareni:

Was wäre wenn?

Frankfurter Schattenjagd von Dieter Aurass

1986 beginnt die Katastrophe mit Tschernobyl und plötzlich sind auch viele andere Reaktoren im Osten betroffen. Ein riesiger Flüchtlingsstrom breitet sich von der Sowjetunion über ganz Asien und den arabischen Raum aus – 500 Millionen Menschen suchen Zuflucht in Mittel- und Westeuropa. Hunger, Verzweiflung, Vergewaltigungen und Mord stehen auf der Tagesordnung.

Es ist das Jahr 2006 - nach dem Atomdesaster ist Europa als föderaler Staat hervorgegangen. In Frankfurt am Main, der Hauptstadt der "Vereinigten Föderation von Europa", hat sich ein international besetztes Polizeiteam unter der Führung des jungen deutsch-chinesischen Kommissars Xaver Xiang, genannt Dex, gegen das organisierte Verbrechen, gebildet. Seine Kollegen und er müssen grausame Morde aufklären, wo man nur mehr die zerstückelten Teile von Mongolen findet, die genauso wie die japanischen Yakuza und die chinesischen Triaden, sowie die Russen Mafia zu den gefürchtetsten Verbrecherbanden zählen. Als plötzlich auch noch die geheimnisvolle Computer -Hackerin Lilith auftaucht und Dex gehörig den Kopf verdreht, gerät seine Professionalität ins Schwanken. Doch was sie über den Fall schließlich herausfindet, erschüttert sein ganzes Team.
Der Autor Dieter Aurass hat mit seinem Kriminalroman ,, Frankfurter Schattenjagd´´ eine beängstigende ,,Was-wäre- wenn´´ Geschichte geschrieben. Er entführt den Leser in ein dystopisches Szenario, wo man Menschen einen Identitäts- Chip implantieren lässt, wo sie eine Tätowierung am Handrücken tragen, der einen Barcode darstellt um dessen Identität einer Person feststellen zu können oder wo sich Menschen auf einem beengten Raum eine Wohnung teilen müssen.
Wenn man das Buch zu lesen beginnt, ist es im Grunde kaum möglich, es wieder aus der Hand zu legen. Der Autor nimmt einen sofort mit seiner Geschichte gefangen und die dargestellten Szenen sind so glaubwürdig und intensiv beschrieben, sodass ich oft nachdenken musste, ob nicht eine Handlung tatsächlich so passiert ist. Er vermischt gekonnt tatsächliche Ereignisse, wie Tschernobyl oder der große Flüchtlingsstrom nach Europa, mit fiktiven Geschichten, wo man sich durchaus vorstellen kann, dass Ereignisse dieser oder ähnlicher Art nicht doch einmal so passieren könnten. Seine Hauptprotagonisten sind ein bunt zusammen gewürfelter Haufen aus Menschen, verschiedener Nationalitäten, wo jeder seine Stärken und Schwächen besitzt und wo jeder eine persönliche Geschichte hat. Der Schreibstil ist flüssig und intensiv und jede Szene ist gut beschrieben, sodass man oft das Gefühl hat mitten drin zu sein. Obwohl es oft dramatischen Szenen gibt, lässt der Autor immer einen Hauch von positiven Gedanken zu, dass man selbst in schwierigen Situationen einen gemeinsamen Weg finden kann, wenn man nur will. Man findet in der Geschichte stets den Kampf zwischen Gut und Böse und seine Ansätze über gewisse Dinge wie z.B das Zusammenleben zwischen den Religionen nachzudenken, lässt der Autor gut einfließen in seinem Roman.
Ein gut durchdachter, mit vielen originellen Spannungselementen gespickter ,,Was – wäre- wenn´´ Roman, der mich überzeugt hat und förmlich nach einer Fortsetzung schreit.

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Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:

Vergangenheitsbewältigung

Jud von Georg Thiel

Leider hat mich schon der Titel des Buches nicht sehr zum Lesen animiert.
Und trotz sprachlicher Finesse konnte mich nur der
Abschnitt über den entlegenen, miefigen Ort Bruchleithen begeistern.
Ein Roman über die Aufarbeitung der Vergangenheit, gewünscht hätte ich ihn mir in einem anderen Kontext.

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Rezensionen von heinoko:

Ein kleines, feines Kabinettstückchen Literatur

Die Frau von gegenüber von Herrad Schenk

Von Herrad Schenk las ich „Das Haus, das Glück und der Tod“, als ich zeitgleich engagiert war im Renovieren eines ehemaligen Dreiseithofes in Niederbayern. Das Buch hatte mich emotional gepackt aus mehreren Gründen: Da waren ähnliche Erfahrungen im Umgang mit alter Bausubstanz, mit eigenwilligen Handwerkern und wohlmeinenden, interessierten Nachbarn, und da war das ins Nichts Stürzen, als alles geplante Glück ein plötzliches Ende findet.

Umso mehr, als ich entdeckte, dass Herrad Schenk dies alles erlebte in dem Landstrich Deutschlands, in dem ich mein Alter verbringen wollte. Viele Jahre später lebe ich nun wenige Kilometer von Herrad Schenk entfernt und entdecke dieses Buch. Kein Zufall.

Viel geschieht nicht im Buch. Ein einsam lebender, verwitweter Wissenschaftler, der sich festhält an dem Projekt, ein fundamentales Standardwerk abzuschließen, schaut in die Fenster des Hauses gegenüber. Dort sieht er anderen beim Leben zu, insbesondere einer ebenfalls verwitweten, zur Trägheit neigenden Frau, die ihre Unabhängigkeit zu genießen scheint. Als eines Tages eine junge alleinerziehende, unangepasste Frau mit zwei Kindern in das Haus gegenüber einzieht, wird der Sommer von Tag zu Tag schwüler…

Herrad Schenk schreibt klar, ohne Schnörkel, leicht lesbar, aber an keiner Stelle oberflächlich. Sie erzählt in genialer Schlichtheit so intensiv, dass man als Leser das Gefühl hat, selbst in diese kleine, enge Welt hineingezogen zu werden. Die Einsamkeit fällt den Leser an wie ein Tier. Die Sonnentage legen eine innere Düsternis bloß, die erschreckt. Die Hitze verwirrt einerseits, lässt bisher sicher geglaubte Grenzen verschwimmen und offenbart andererseits in Klarheit so manche Lebenslüge. Die Autorin entwickelt auf kleinstem Raum große Themen. Fast beiläufig, wie ungewollt, kommt sie dem Leser nahe und stellt essentielle Fragen, denen man als älterer Mensch nicht länger ausweichen kann.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Lukullische Genüsse

Das Beste aus der Wirtshausküche von Erwin Werlberger

Dieses im Servus-Verlag erschienene Kochbuch von Erwin Werlberger macht einfach Appetit. Appetit auf einfache wie etwas aufwändigere Speisen. Alle mit ausgewählten Zutaten aus der Region rund um die Salzburger Tauern.

Hier werden lustvoll Speisen wie Lammfilet, Flusskrebse im Kräutersud oder Sauerrahmschmarren zubereitet.

Mein Favorit sind die gebratenen Eierschwammerl mit Himbeeren.

Ab S. 221 erhält man noch eine Menge sogenannter „Basisrezepte“, die in den einzelnen Gerichten abgewandelt werden.

Auf der linken Seite wird jeweils das Rezept präsentiert, auf der rechten ein Foto des köstlichen Gerichtes.
Hier läuft mir beim Betrachten das Wasser im Mund zusammen.

Bitte nur NACH einer Mahlzeit lesen. Der Magen fängt unweigerlich zu knurren an.

Es ist fast schade, das Buch in die Küche mitzunehmen und mit fettigen Fingern umzublättern. Also, Rezept abschreiben und nachkochen.

Fazit:

Ein lukullischer Streifzug durch die Salzburger Wirtshausküche. Gerne gebe ich dafür 5 Kochlöffel.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hamburg unplugged

111 Orte in Hamburg, die uns Geschichte erzählen von Rike Wolf

Dieses Mal legt Autorin Rike Wolf weniger Wert auf imposante, wenig bekannte Touristenmagnete. Nein, diesmal sind es eher die kleinen Alltagsplätze, die sie uns zeigt. Viele davon haben Geschichte geschrieben und erzählen dem aufmerksamen Hamburg Besucher oder dem Einheimischen davon.

Wir entdecken Baudenkmäler aus Industrie und Verkehr wie die Alte Harburger Elbbrücke (S.

14), den Alten Kran (S.156) oder die Zeisehallen (S. 222). Doch auch die Architektur darf nicht zu kurz kommen. Vom Dichterhaus (das Heine-Haus S. 106) und Sakralbauten wie die Maximilian-Kolbe-Kirche (S. 144) bis hin zu Kriegsrelikten wie die Clausewitz-Kaserne (S.46), Die Reste des U-Boot-Bunkers II auf Finkenwerder S. 212) oder der Bunker, der nun als Tiefgarage (S. 202) genutzt wird.

Auch Hamburgs Hausbesetzer-Szene wird genannt. Die haben auf recht unorthodoxe Weise einige Gebäude vor der Spitzhacke gerettet.

Der eine oder andere kulinarische Tipp, wie die Konditorei
Lindtner (S. 130) oder das Op’n Bulln (S. 162) darf auch
nicht fehlen.

Schiffe und Vergnügungsstätten finden ebenso ihren Platz wie
Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus.

Fazit:

Dieser Hamburg-Reiseführer ist etwas für die leisen Besucher,
die die kleinen Sehenswürdigkeiten der Hansestadt schätzen.
Gerne gebe ich dafür 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Lukullische Genüsse

111 Orte in Hamburg, die uns Geschichte erzählen von Rike Wolf

Dies ist eine wunderbare Ergänzung zu „Gesegnete Mahlzeit! – Gutes und Gesundes aus der Klosterküche“. Irmengard Hofmann und Co-Autor Berthold Heigl verwöhnen Mehlspeisenliebhaber mit Köstlichkeiten aus den Klosterküche.
Die Rezepte stammen aus dem umfangreichen Archiv des Klosters Seitenstetten.

Jedes wurde liebevoll nachgekocht/gebacken und gefällig in Szene gesetzt. Die Fotos sind ein wahrer Augenschmaus! Die einzelnen Kapitel sind durch Abbildungen von Stillleben aus dem Stift Seitenstetten getrennt.

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass von einige der traditionellen Rezepte als Faksimile abgedruckt sind und die in Kurrentschrift (= Sütterlin) geschriebenen Texte in originaler Sprache wiedergegeben sind. Ein Beispiel gefällig?

„Nimb Seitelt Öpfel hakhs khlein, Rests in schmalz fein waich, schlag ayr daran, tue einperl, Zimet stup unnd Zugger darünter ..“ Alles klar?

Die Übersetzung:
„Nimm säuerliche Äpfel, hacke sie klein, röste sie in Schmalz gut weich, schlage Eier daran und mische Weinbeeren, Zimtpulver und Zucker darunter.“ (S.50)

Die Rezepte sind einfach, wie Versunkener Obstkuchen", oder festlich, wie Rosen-Charlotte", fruchtig wie "Quittentorte
mit Bienenstich", oder traditionell wie „Wespennester“.

Interessant finde ich „Wespennester“ (S. 36), da hier gekochte Erdäpfel verwendet werden.

Unserer Favoriten: Erdbeertorte (S. 60) und Mohn-Gugelhupf (S.130).


Fazit:

Eine Freude nicht nur für geübte Bäcker! Klare Sprache, einfache Zutaten und wunderschöne Farbfotos zu fast jedem Rezept! Da muss ich doch fünf Kochlöffel vergeben.

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