Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Harakiri:
Seitensprung, Affäre und Familie
Alles Begehren von Ruth Jones
Als Kate Callum trifft ist es für beide wie ein Blitzschlag: sie beginnen eine heiße Affäre, obwohl Callum verheiratet und 19 Jahre älter ist als Kate. Einige Jahre später treffen sie sich erneut – und der Funke ist nie erloschen, die Affäre geht weiter. Doch wie können die beiden damit leben, dass sie ihre Familien zerstören?
Ein Buch über einen Ehebruch zu schreiben ist sicher nicht einfach.
Doch die Autorin hat es geschafft, eine gerade Linie zu finden und objektiv über die Protagonisten zu berichten. Callum und Kate können nicht voneinander lassen, ihre obsessive Begierde siegt über die Liebe zur Familie und zerstört so einiges. Gut konnte man nachfühlen, was Ruth Jones mit ihren Charakteren vorhatte. Da ist zum Einen die Liebe als Kate noch ganz jung und frisch ist, später hat sie schon ihre Ecken und Kanten und wird von Callum dennoch geliebt. Das macht das Buch sehr authentisch, man spürt auch das Leiden beider Familien als die Affäre heraus kommt.
Der Aufbau des Buches ist in 3 Teile gegliedert: ein etwas kurzer Beginn wie sich die beiden zum ersten Mal treffen. Der zweite Teil war für mich sehr interessant, weil dort die Vergangenheit geschildert wurde. Wie ist es den beiden in der Zwischenzeit ergangen, als sie sich all die Jahre nicht gesehen haben? Und der finale Teil dann, als die beiden sich wieder treffen. Dieser Teil war der emotionalste und traurigste.
Fazit: kein einfacher Roman, aber sehr lesenswert und durch die ruhige Schreibweise der Autorin doch gut zu lesen.
Rezensionen von heinoko:
Ein Wimmelbuch über 100 Jahre russische Geschichte
In einem alten Haus in Moskau von Alexandra Litwina
Ich weiß gar nicht, wie und womit ich anfangen soll, dieses unglaubliche, zauberhafte, detailgenaue, liebevollst gezeichnete Buch zu beschreiben.
Ist es ein Kinderbuch? Vielleicht ja. Es zeigt sich in der äußeren großformatigen Gestaltung eines Bilderbuches, einer Art Wimmelbuch. Wir schauen 1902 mitten hinein in eine Wohnung, in die Familie Muromzew gerade einzieht.
Wir schauen und schauen und entdecken unzählige Kleinigkeiten. Am Rand gibt es Erklärungen, aber auch Fragen, Suchaufgaben. Und wir begleiten die Familie Muromzew weiter durch die Jahre, schauen weiter in ihre Wohnung, die sich wandelt, erleben neue Generationen – stets so erzählt, dass es größere Kinder gerne mit Entdeckerfreude lesen.
Ist es ein Erwachsenenbuch? Vielleicht ja. Der Wechsel der Zeiten, der Wechsel der Moden, der Wechsel der politischen Ereignisse wird in den Zeichnungen quasi im Zeitraffer in gezeichneter Form lebendig gemacht, augenfällig gemacht im wahrsten Sinne des Wortes. Dazu gibt es kurze sachbuchgerechte Texte, die den politischen Wandel und seine Wendungen jeweils erklären.
Es wird erzählt die Geschichte der Familie Muromzew, und zwar von 1902 bis 2002, also über mehrere Generationen hinweg. Dank des gezeichneten Familienstammbaums und einer ebenso gezeichneten Übersicht der Nachbarn, Freunde und Zeitgenossen (einschließlich der im Haushalt lebenden Hunde und Katzen) behält man stets die Übersicht. Und da man bis in die Toilette hinein die gesamte Familie beobachten darf, einerseits sehr intim-voyeuristisch, andererseits politisch-distanziert, gewinnt man durch Schauen, Entdecken, Suchen und Spielen ein Maß an Ein-Sicht, wie es so manchem dicken Sachbuch nicht gelingen mag. Urteilsfrei ins Bild gesetzt spricht der Wandel der russischen Lebenswelt voller Charme und ohne Umwege zu uns, egal wie alt wir sind.
Völlig zurecht ist dieses ungewöhnliche, großartige Buch nominiert für den Deutschen Jugendbuchpreis.
Rezensionen von begine:
Montalbano
Eine Stimme in der Nacht von Camilleri Andrea
Ich habe schon mehrere Bücher von Andrea Camilleri gerne gelesen. In diesem Roman geht es wieder um einen neuen Fall mit Commissario Montalbano. Dieser wird gerade 58 Jahre alt und er fühlt sich alt.
Dieser Fall ist interessant und Montalbano hat es nicht leicht. In einem Supermarkt wird Geld gestohlen.
Der Geschäftsführer wird verdächtigt und nach dem Verhör begeht er angeblich Selbstmord.
Dann wird eine junge Frau bestialisch ermordet.
Montalbano ermittelt mit ungewöhnlichen Methoden, wie es seine Art ist.
Der Autor lässt uns an den Gedanken und Ermittlungen des Ermittlerteams teilnehmen. Sie haben auch keine Skrupel Lokalpolitiker aufs Korn zu nehmen.
Ich habe den Roman wieder ganz gerne gelesen.
Rezensionen von LEXI:
Meine Zeit steht in deinen Händen
Time Travel Girl: 1989 von Susanne Wittpennig
Nach der Erfolgsserie „Maya und Domenico“ blickte ich der neuen Zeitreise-Trilogie von Susanne Wittpennig bereits voller Vorfreude entgegen – und ich möchte gleich vorweg anmerken, dass die Autorin mich keineswegs enttäuscht hat. Im Gegenteil! Mit „Time Travel Girl 1989“ startet Susanne Wittpennig mit vielen neuen Ideen, Abenteuer, Schwung, Elan und einer Prise Romantik in ihre neue Buchreihe.
Die sechzehnjährige Protagonistin dieses Buches ist intelligent und ungewöhnlich technikinteressiert. Als Einzelgängerin verbringt Lisa Lambridge ihre Zeit am liebsten mit Computern. Ihr großes Ziel ist es, Informatik zu studieren. Das junge Mädchen träumt davon, irgendwann einmal spannende Computerspiele zu produzieren. In dem zerstreuten Wissenschaftlerjungen Zachary Silverman findet sie einen hochbegabten Freund, dessen Gehirn in sehr komplexen Sphären arbeitet. Zac ist es doch tatsächlich gelungen, eine Zeitmaschine zu erfinden, die so genannte „Wurmlöcher“ öffnen und Menschen in die Zukunft zu schicken vermag. Zacs erstes Versuchsobjekt dabei ist seine Klassenkameradin Lisa. Dass die beiden sich damit nicht nur zustimmendes Wohlwollen einhandeln, steht bereits von Beginn an fest. Unterstützung finden sie jedoch bei Zacs Vater, der eine beachtliche Karriere als Wissenschaftler aufzuweisen hat und bereits mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
Der einzige Wermutstropfen in Lisas Leben ist die Tatsache, dass Morgan Kendall, ihr ehemals bester Freund aus Jugendtagen, nichts mehr von ihr wissen möchte. Aus dem süßen braungelockten Jungen mit dem engelsgleichen Gesicht und dem einzigartigen Lachen wurde ein verwöhnter Langweiler, der Lisa nicht mehr beachtet. Lisa leidet unter dieser Situation, zumal sie bereits seit langer Zeit in ihren „Momo“ verliebt ist. Wird es für sie noch eine Möglichkeit geben, ihre ehemalige Freundschaft wieder aufleben zu lassen? Oder muss Lisa die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft mit Momo begraben?
Mit „Time Travel Girl 1989“ hat die Autorin einen spannenden und unterhaltsamen Jugendroman geschrieben. Sie thematisiert die aufregenden Zeit des Erwachsenwerdens, die Sorgen und Probleme der Jugendlichen und versetzt ihre Leser in den Alltag der Tomsbridge School. Die Faszination von der Möglichkeit von Zeitreisen und deren Paradoxien sind das Kernthema dieses Buches. Susanne Wittpennig weist auf die große Macht und damit auch die Verantwortung der Zeitreisenden hin, die sowohl Zukunft, als auch Vergangenheit zu beeinflussen vermögen. In abenteuerlichen Passagen wird über die Vorbereitungen und die Versuche mit dem so genannten „Time Transmitter“ berichtet, wobei mich Zac Silverman und dessen Vater ein klein wenig an Marty McFly und Dr. Emmett L. „Doc“ Brown aus der Science-Fiction-Film-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ erinnern. Der lockere und einnehmende Schreibstil des Buches ist der Sprache der Zielgruppe angepasst und enthält viele „flapsige“ Ausdrücke der Jugendlichen beziehungsweise der Dialektsprache.
Die handelnden Personen empfand ich als sehr gut dargestellt, die meiste Aufmerksamkeit wurde der Protagonistin Lisa zuteil, deren Gedanken und Emotionen überzeugend Ausdruck verliehen wurde. Der große, schlaksige Freak namens Zac mit einem Kopf voller verrückter Ideen hat ebenfalls sofort meine Sympathie gewonnen. Der Antagonist dieses Buches tritt in Form des ehrgeizigen und machtbesessenen Professors namens Ash auf, der trotz seiner ungewöhnlichen Fachkompetenz ein äußerst verhasster Lehrer in der Tomsbridge School ist. Seine äußerliche Erscheinung, sein derber Umgang mit den Schülern und sein von Eifersucht zerfressenes Verhalten wirken düster und bedrohlich.
Fazit: „Time Travel Girl 1989“ war ein sehr überzeugendes, spannendes und überaus unterhaltendes Jugendbuch, das mich ausgezeichnet unterhalten hat. Der Epilog hat bereits große Neugier auf die Fortsetzung dieser Geschichte in mir geweckt, auf deren Neuerscheinung ich mich bereits jetzt sehr freue.
Rezensionen von LEXI:
Und Gott sah, dass es gut war
Time Travel Girl: 1989 von Susanne Wittpennig
„Groß sind die Werke des Herrn; wer sie erforscht, der hat Freude daran“ (Ps 111,2)
Der Theologe und Pastor Dr. Joachim Cochlovius teilt seine Liebe zur Natur mit seiner Ehefrau Lieselotte, ihre ganz besondere Leidenschaft galt hierbei wild wachsenden Orchideen. Im Zuge etlicher Orchideen- und Vogelexkursionen erwachte im Autor ein Entdeckerdrang und vor allen Dingen auch die Freude an der gesamten Schöpfung.
Bald erkannte er überall die Spuren der Intelligenz und der Genialität des Schöpfers sowie dessen Fürsorge für die kleinsten und größten Lebewesen.
In diesem prachtvollen Bildband „Vom Frauenschuh zum Känguru“, der als Entdeckungshilfe für die Schönheit der Schöpfung fungieren soll, präsentiert er beeindruckende Aufnahmen aus mehreren Jahrzehnten. Der Aufbau richtet sich nach dem biblischen Schöpfungsbericht, was ich als äußerst originelle Umsetzung empfand. Im Vorwort gibt der Autor Einblicke in die Entstehungsgeschichte dieses Buches. Anschließend ist jedem der sieben Tage der Schöpfung ein Kapitel gewidmet. So steht das Kapitel für den ersten Tag für Wasser und Licht, der zweite Tag thematisiert Erdatmosphäre und Wasserscheidung, der dritte Tag Meer und Land, der vierte Tag Lichtträger und Zeiteinteilung, der fünfte Tag Wassertiere und Vögel, der sechste Tag Landtiere und den Menschen, und der siebente Tag schließlich Ruhe und Freude. Im Anhang beschäftigt Dr. Cochlovius sich mit dem Schöpfungszeugnis des Neuen Testaments.
Zwar handelt es sich um einen großformatigen Bildband, in dem die prachtvollen Aufnahmen eine zentrale Rolle spielen, dennoch wird dem Leser auch ein richtiger kleiner Wissensschatz vermittelt. Die Erläuterungen zu Erscheinungen in der Natur wie beispielsweise das Blau des Himmels, Morgen- und Abendrot, das perfekte Design in der gesamten Pflanzen- und Tierwelt und deren Lebensraum sind faszinierend. Der Autor weist auf unglaubliche Leistungen der Tiere und Pflanzen hin, und allein der Aufbau und die verschiedenen Funktionen einer winzigen Vogelfeder, um nur ein Beispiel zu nennen, erwecken eine tiefe Ehrfurcht vor dem, der dies alles erschaffen hat.
Der informative und zugleich sehr einnehmende Schreibstil des Autors sorgt dafür, dass diese Lektüre keine Sekunde Langeweile aufkommen lässt. Seine Begeisterung für die Schönheit der Schöpfung und seine Ehrfurcht davor sind auf jeder einzelnen Seite dieses Buches spürbar. Die Bilder in diesem Buch sind in vielen Fällen wahre Kunstwerke. Für einige Motive musste Dr. Cochlovius stundenlang geduldig ausharren, andere wiederum verdankte er der Hilfe verschiedener Naturexperten aus Neuseeland und Südwest-Australien.
Im Klappentext wird keineswegs übertrieben, wenn es heißt, dass es sich um einmalige Bilder von seltener Schönheit handelt, die dieses Buch zu einem „Staunbuch“ über die Schöpfung für Jung und Alt machten. Auch ich habe diese Lektüre über alle Maßen genossen und mich mit großer Freude in die wunderschönen Bilder und den höchst interessanten Begleittext dazu vertieft. Ich empfand „Vom Frauenschuh zum Känguru“ als richtigen kleinen Wissensschatz, der mich begeistert und eine tiefe Ehrfurcht vor dem Schöpfer dieser Welt in mir hervorgerufen hat.
Rezensionen von LEXI:
Du bist nicht allein!
Time Travel Girl: 1989 von Susanne Wittpennig
„Nur eine einzige übernatürliche Begegnung kann einen Menschen bis ins Mark treffen und zum Nachdenken bringen.“
Judith MacNutt ist Psychologin, gefragte Rednerin und Autorin. Das vorliegenden Buch mit dem wunderschönen Titel „Für dich hat er seine Engel gesandt“ ist eine Sammlung von Berichten über wahre Begegnungen mit Engeln, erzählt von Menschen aus aller Welt und verschiedener Gesellschaftsschichten.
Auf über 220 Seiten erzählt sie von verschiedenen Lebenssituationen, in denen Menschen mit diesen himmlischen Wesen konfrontiert wurden. Die Autorin ist nicht zuletzt aufgrund persönlicher Erfahrungen davon überzeugt, „dass es tatsächlich Engel gibt, die mitten unter uns sind, uns Trost, Stärke, Heilung und Freiheit übermitteln und die uns in schwierigen Lebensphasen Gottes Liebe und Fürsorge offenbaren können“. Judith MacNutt berichtet beispielsweise über Schutzengel, die stets an unserer Seite sind und uns ein Leben lang begleiten. Sie schreibt über Engel, die uns auf unserer letzten Reise mit Chören, himmlischer Musik und strahlendem Licht in unser neues Zuhause begleiten. Der unermüdliche Einsatz der Engel im Auftrag Gottes wird hervorgehoben, und dem Leser eine Fülle von Berichten präsentiert. Ich fand besonders den letzten Abschnitt dieses Buches überzeugend, wo die Rolle der Engel bei der Empfängnis und der Geburt von Jesus Christus, der Flucht mit seinen Eltern nach Ägypten und der Zeit seines Wirkens auf Erden bis hin zur Auferstehung behandelt wird.
Die Autorin geht von einer aktiven Beteiligung von Engel in unserem Leben aus und schreibt: „Wenn die Sorgen und Nöte des Lebens uns emotional, geistlich und körperlich auslaugen, schickt Gott uns einen Engel, der uns ermutigt und unser ganzes Sein mit seiner himmlischen Herrlichkeit erfüllt. Dieser Engel vermittelt uns Kraft und verändert uns, damit wir uns dem Leben stellen können – nicht allein, sondern umgeben von unseren himmlischen Begleitern. Engel kommen dann, wenn wir Gottes Barmherzigkeit, seine Gnade und Vergebung am dringendsten brauchen. Diese Momente in unserem Leben sind sehr kostbar.“
Ich muss zugeben, dass ich darüber hinaus dann einige Passagen dieses Buches doch mit einer gewissen Skepsis las. Bei einigen Berichten bezweifelte ich die Erscheinung in Form eines Engels, kann mir hingegen sehr gut vorstellen, dass Gott uns Menschen schickt, die durch ihr Reden, Handeln und ihr ganzes Leben für andere zu „Engeln“ werden. Einem Bericht wie beispielsweise jenen über einen Toten, der in Begleitung von Engel vor seiner ehemaligen Haustüre stand und der Schwiegermutter den Fundort einer vor langer Zeit verlegten Hose verriet, kann ich persönlich aber keinen Glauben schenken. Jene Abschnitte hingegen, die vom Leben Jesu und dem Auftreten der Engel darin berichten und die zudem mit zahlreichen Zitaten aus der Bibel belegt sind, empfand ich als glaubwürdig.
Das hochwertige Buchcover mit der zum Inhalt passenden optischen Aufmachung zeigt einen weißen Engelsflügel, in dessen Zentrum sich der Buchtitel befindet, dunkelblauer Farbton mit vielen goldfarbenen Punkten bildet einen perfekten Hintergrund. Die einzelnen Kapitel werden durch eine ganzseitige Zeichnung eines Engelsflügels mit jeweils einem Zitat, einem Bibelvers oder einem alten Kirchengebet eingeleitet. Sämtliche Berichte sind mit Hinweis auf den Verfasser und in einer anderen Schriftform dargestellt. Den Abschluss dieses Buches bildet ein wunderschönes Gebet der Autorin, in dem sie darum bittet, dass der Heilige Geist den Tag mit Gottes Kraft erfüllen möge.
Der starke biblische Bezug und ganz speziell die letzten drei Buchkapitel haben mir ausgezeichnet gefallen. Einige Berichte in den ersten sechs Kapiteln hingegen las ich mit einer gewissen Skepsis, sie konnten mich nicht so recht überzeugen. „Für dich hat er seine Engel gesandt“ ist dennoch ein sehr lesenswertes Buch, das den Blickwinkel ein wenig verändern und zum Nachdenken anregen kann. Man sollte lediglich nicht Gefahr laufen, den Focus von Jesus Christus auf seine Diener und Boten - die Engel - zu verlagern, was die Autorin in ihren Ausführungen auch betont.
Ganz besonders bewegt hat mich die Aussage von Tara La Plante, als sie schrieb: „Ich bete, dass Sie eines wissen: Jesus ist immer bei Ihnen, egal, was Ihnen heute begegnet“.
Rezensionen von LEXI:
Meine Zeit… in seiner Hand
Sehnsucht nach Heilung von Joni Eareckson Tada
„Dass es Leid gibt, stellt heute und seit Generationen zweifelsohne die größte Herausforderung für den christlichen Glauben dar.“ (John Stott)
Die Referentin, christliche Autorin und Künstlerin Joni Eareckson Tada macht die Frage, weshalb Gott Leid zulässt, zum zentralen Thema ihres Buches „Sehnsucht nach Heilung“.
Seit ihrem tragischen Badeunfall im Alter von 17 Jahren ist sie Tetraplegikerin und dient Gott seither durch ihr Schreiben, ihre Vorträge, das Malen, das Singen, die Seelsorge und die Fürsprache für Behinderte. Das von ihr gegründeten christlichen Hilfswerk „Joni and Friends International Disability Center“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, andere Behinderte mit Gottes liebevoller Güte zu erreichen. Joni organisiert unter anderem seelsorgerliche Beratung und sammelt und restauriert durch die „Wheels fort he World-Aktivitäten“ Rollstühle für die Dritte Welt. Ich selber wurde durch den grandiosen Titelsong zum gleichnamigen Film „Alone yet not alone“ auf diese unglaublich starke und mutige Frau mit der Stimme eines Engels aufmerksam.
Im vorliegenden Buch erlaubt Joni Eareckson Tada Einblicke in ihre zahlreichen Aktivitäten, schreibt zugleich aber auch in sehr offenen Worten über ihr Leben im Rollstuhl, ihren Umgang mit ihren Kämpfen, ihre Beeinträchtigung durch schier nie enden wollende chronische Schmerzen und ihren Tiefpunkten. Ich durfte Joni auf einer sehr persönlichen Reise begleiten, in der sie zu grundlegenden Fragen über das Leben und Heilung, über Leiden und Durchhaltevermögen, Kummer und Hoffnung Stellung nimmt. Joni ist von einem tiefen Glauben erfüllt und liefert immer wieder Beispiele, wie sie bislang Hilfe durch Gott erfahren durfte. Sie berichtet von seinem Eingreifen und von Veränderungen der Perspektive, gibt praxisbezogene Anleitungen, um Gott die Ehre zu geben. Sehr berührend fand ich die Geschichten über ganz besondere Begegnungen mit Menschen im Zuge ihres Dienstes, als sie mit ihrem „Wheels-Team“ unterwegs war, um Rollstühle an arme behinderte Menschen zu verteilen. Jonis Vision ist es, die Gute Nachricht weiterzugeben und Gemeinden weltweit darin auszubilden, Behinderte zu erreichen, ihnen zu helfen, geistlich zu wachsen. Im Inhalt dieses Buches zitiert sie unter anderem Corrie ten Boom und schreibt: „Wenn Gott uns auf steinige Wege schickt, gibt er uns auch die richtigen Schuhe.“ Soweit ich das nach der Lektüre dieses Buches zu beurteilen vermag, hat Gott Joni mit einer überreichen Fülle von Gaben ausgestattet, mit denen sie trotz – oder gerade wegen - ihrer eigenen Einschränkungen andere Menschen berührt, ihnen Glauben, Mut und Hoffnung gibt.
„Als Gott entschied, mich nicht zu heilen, sah er Tausende, vielleicht Millionen andere, die ich nie diesseits des Himmels treffen werde, deren Leben irgendwie durch die Geschichte eines gelähmten Mädchens in ihrem Rollstuhl berührt wurde. Und wenn ich daran denke, dann werde ich mit Ehrfurcht erfüllt und sage wieder: „Danke, Gott, für diesen Rollstuhl.“ (Joni Eareckson Tada)
Fazit: Ich empfinde Joni Eareckson Tadas unerschütterlichen Glauben an Gott, verbunden mit ihrem uneingeschränkten Vertrauen in den Schöpfer, ihre Kraft, ihren Optimismus und ihre Stärke in höchstem Maße bewundernswert. In schonungsloser Offenheit erlaubt die Autorin ihren Lesern einen Einblick in ihren von manchmal beinahe unerträglichen Schmerzen begleiteten Alltag, lässt sie an ihrer reichen Gedankenwelt teilhaben und vermittelt dabei eine innere Zufriedenheit von jemandem, der tief in sich ruht und felsenfest auf Gott vertraut. Jonis nachfolgende Aussage erschien mir besonders angesichts ihrer körperlichen Einschränkungen und Schmerzen überwältigend: „Ich meine die folgenden Worte genau so, wie ich alle meine Worte je gemeint habe: Ich bin zufrieden!“
Eine unglaublich fesselnde, zutiefst authentische und Mut machende Lektüre einer faszinierenden und großartigen Persönlichkeit!
Rezensionen von LEXI:
Die Schweiz und ihr Geheimnis
Die Schweiz und ihr Geheimnis von Kurt Beutler
„Nur wer weiß, woher er kommt und wovon er geprägt wurde, kann überzeugend seine Zukunft gestalten. Darum wurde dieses Buch geschrieben.“ (Dr. Marco Gmür)
Abgesehen von einigen wenigen Informationen aus meiner Schulzeit verband ich ehrlich gesagt bislang ebenfalls nur „Klischees“ mit der Schweiz.
Die unvergessliche Kreation der „Heidi“, die bei ihrem Alpöhi und dem Geißenpeter lebte, begleitete meine frühesten Kindheitsjahre und weckte in mir bereits als kleines Mädchen eine große Begeisterung für die malerische Bergwelt der Schweiz und deren Bewohner. Auch die Schweizer Schokolade oder der Begriff der „neutralen Schweiz“ waren mir nicht unbekannt. Und dennoch hatte ich mich niemals intensiver mit diesem Land beschäftigt.
Im vorliegenden Buch von Kurt Beutler durfte ich nun tief in die Materie eintauchen und erstaunliche Dinge erfahren. Viele markante Persönlichkeiten und Organisationen der Schweiz werden dem Leser vorgestellt. Der Autor geht auf die jeweiligen Personen und Organisationen sowie deren Lebensgeschichten und Wirkungsbereiche ein. So schreibt er beispielsweise über Johanna Spyri, die mit ihrem bereits erwähnten Roman „Heidi“ eines der bekanntesten Kinderbücher der Welt schrieb, deren Originalfassung jedoch in einem ganz bestimmten Punkt erheblich von jener dem Leser zugänglich gemachten Inhalt abwich. Man liest von Henry Dunant, dem Gründer des „Roten Kreuzes“, der als Mann mit liebevollem und toleranten Wesen und einer unglaublichen Vision dargestellt wird. Dunant gilt noch heute als historischer Ausgangspunkt des humanitären Völkerrechts, und die Beschreibung, wie es zur Gründung dieser weltweiten Hilfsorganisation kam, hielt einige äußerst interessante Einzelheiten für mich bereit. Abgesehen von diesen beiden weltweit bekannten Persönlichkeiten bietet der Autor eine Fülle von Berichten über Menschen, die – jeder auf seine Art und Weise – Großartiges geleistet haben. Kurt Beutler beschäftigt sich mit dem großen Kinderfreund Heinrich Pestalozzi und seinem Konzept der ganzheitlichen Erziehung und erzählt vom größten Wissenschaftler der Schweiz namens Leonhard Euler und dessen Erfindung. Er thematisiert die Geschichte der Reformation durch Huldrych Zwingli und Johannes Calvin und erwähnt abgesehen von der Heilsarmee und dem „Blauen Kreuz“ auch Menschen, die während des zweiten Weltkrieges Rettungsaktionen von Juden durchführten.
Auf über zweihundert Seiten führt er eine Menge weiterer Beispiele vorbildhaften Wirkens an und erlaubt seinen Lesern Einblicke in das Leben dieser Menschen, deren Handeln von tiefer christlicher Nächstenliebe motiviert war. Er schreibt über die Einwanderung des christlichen Glaubens, die Befreiungskämpfe und wehrt sich gegen Vorverurteilungen angesichts historischer Gräueltaten, die im Namen Christi stattgefunden haben. Kurt Beutler befasst sich unter anderem mit den verheerenden Auswirkungen der Kreuzzüge, dem Papsttum der Renaissancezeit, der Verbrennung von Hexen oder der Verfolgung jener Menschen, die sich näher mit der Bibel beschäftigten und der Kirche aus diesem Grund misstrauisch gegenüber standen oder sie gar zu verurteilen wagten.
Dieses Buch enthält eine regelrechte Fülle von interessanten Informationen über die Schweiz. Der rote Faden, der sich jedoch durch den gesamten Inhalt zieht, ist auf jeden Fall der christliche Glaube und eine Vielzahl von Menschen, deren Handlung von ihrem unerschütterlichen Glauben motiviert wurde.
Die Covergestaltung dieses interessanten und informativen Buches ist schlicht, aber meiner Meinung nach perfekt: ein großes weißes Kreuz auf rotem Hintergrund, als weitere Blickpunkte lediglich Autorenname und Buchtitel in weißen Lettern. Schlicht, äußerst aussagekräftig und ein wahrer Blickfang! Ein Buch mit wunderschöner Optik und ausgezeichnetem Inhalt!
Rezensionen von LEXI:
Ich kann immer noch nicht glauben, dass die „Belle“ des Belle zurück ist!
Die Herberge von Ivy Hill von Julie Klassen
Die Herberge „The Bell“ war der Mittelpunkt des Dorfes Ivy Hill in Wiltshire, England. Sämtliche Kutschen machten in dem Familienbetrieb Halt, die Kutscher wechselten die Pferde, ihre Gäste stärkten sich oder buchten eine Übernachtung. Mit dem tragischen Unfalltod des jungen Inhabers John Franklin Bell wurde die Herberge jedoch an dessen Ehefrau Jane vererbt.
Jane Fairmont Bell litt sehr unter Johns Tod, ihr charmanter und erfolgreicher Ehemann war ihr stets in inniger Verbundenheit zugetan gewesen. Als Tochter aus vornehmem Haus, die weit unter ihrem Stand geheiratet hatte, war Jane zwar eine intelligente und gebildete vollendete Dame, hatte als Geschäftsfrau und Gastwirtin jedoch keinerlei Erfahrungen aufzuweisen. Der Besuch ihrer Schwiegermutter Thora Stonehouse Bell stellte einerseits eine Erleichterung und eine Hoffnung auf eine Weiterführung des Betriebes dar, war jedoch andererseits berechtigter Grund zur Besorgnis. Thoras dominante Persönlichkeit, ihr herrisches, missbilligendes und schroffes Wesen sorgten bereits in der Vergangenheit für Unstimmigkeiten. Den beiden Frauen blieb jedoch keine andere Wahl, als miteinander an ihrem großen Ziel zu arbeiten: den Familienbetrieb zu retten und das „Belle“ wieder als beliebte Station auf dem Weg der Reisenden zu etablieren.
Julie Klassen erzählt im vorliegenden Roman eine interessante Familiengeschichte, in dessen Zentrum die Herberge „The Bell“ steht. In einnehmendem Schreibstil schildert die Autorin die Geschichte dieses Betriebes und der Familie Bell. Bei den beiden Protagonisten handelt es sich um zwei Frauen, die zwar einerseits sehr unterschiedlich sind, beide jedoch eine große innere Stärke aufweisen. Sowohl Jane als auch Thora leiden unter dem Verlust des geliebten Ehemannes und Sohnes und müssen nun gemeinsam eine Strategie festlegen.
Die beiden Frauen wurden sehr gut dargestellt, auch ihre charakterliche Entwicklung war meiner Meinung nach besonders bei der reizbaren und grimmigen Thora sehr gut ausgearbeitet. Julie Klassen stellt ihren Protagonisten stets sympathische und einnehmende Nebenfiguren zur Seite, so auch in diesem Buch. Mein besonderes Augenmerk lag auf Walter Talbot, den ehemaligen Geschäftsführer der Herberge, sowie Janes Freundin Mercy Grove. Mercys Verwirklichung ihres Lebenstraumes entgegen aller Hindernisse und ihre tief unter der Oberfläche wirkende Schönheit sowie ihr inneres Strahlen machten sie zu einer meiner favorisierten Figuren dieser Handlung. Ein wenig enttäuschend empfand ich die Tatsache, dass Colin McFarland, der als Nachfolger die Geschäfte von „The Bell“ führte, für meinen Geschmack zu wenig Aufmerksamkeit zuteilwurde. Sein interessanter Hintergrund und seine Familiengeschichte hätten durchaus zusätzlichen Stoff für diese Handlung geliefert, er blieb jedoch weitgehend im Hintergrund. Zu gerne hätte ich auch mehr über Rachel Ashford gelesen, die ebenfalls nur eine kleine Rolle im Buch einnimmt. Ausgezeichnet gefallen haben mir hingegen der geheimnisumwitterte Gabriel Locke sowie Charlie Frazer, der gut aussehende Kutscher der Royal Mail mit dem charmanten schottischen Akzent. Die einzige Person, deren Handlungsmotive ich bis zuletzt nicht einschätzen konnte, war Janes charmanter Schwager Patrick. Der attraktive und selbstsichere junge Mann mit dem üblen Ruf, der in seiner Vergangenheit stets in Schwierigkeiten steckte, schien seiner Mutter und seiner Schwägerin gegenüber die besten Absichten zu hegen…
Mein besonders Augenmerk galt dem wunderschönen Coverfoto dieses Buches, auf dem eine im Regency/Empire-Modestil gekleidete Frau zwischen idyllisch wirkenden Cottages wandelt. Das Bild wurde mit einem Weichzeichner aufgenommen, die Cottages sind umgeben von grünen Hecken, malerischem Efeu und leuchtenden Blumen. Besonders beeindruckend fand ich das Gedicht auf der ersten Buchseite, das meiner Meinung nach perfekt zur optischen Aufmachung des Buchcovers passt: „Der Efeu deckt zu und klettert empor, trotzt immergrün dem Blick. Die Wände, die er kriechend umrankt, ducken sich willig in ihn zurück. Was ist es wohl, das er verdeckt? Schatz und Geheimnisse im Grünen versteckt?“
Fazit: „Die Herberge von Ivy Hill“ ist eine ausgezeichnete Lektüre, um sich tief ins England des Jahres 1820 hinein zu versetzen. Die lebhafte Schilderung der beeindruckenden Landschaft, die einnehmenden Figuren und eine mit etlichen Spannungselementen bereicherte Handlung sorgen für sehr gute Unterhaltung. Leider wurde dem Glauben nur sehr wenig Aufmerksamkeit zuteil, was ich bei einem Buch aus einem christlichen Verlag wirklich bedaure. Ansonsten kann ich „Die Herberge von Ivy Hill“ jedem Leser mit einem Faible für historische Romane aus der Zeit Jane Austens ans Herz legen.
Rezensionen von LEXI:
Eine Frau mit einer Mission
Selbst ist die Frau! von Karen Witemeyer
Die dreiundzwanzigjährige Emma Chandler lebt in Baylor County, Texas. Sie wurde nach dem Tod ihrer Eltern von ihren beiden warmherzigen Tanten Henrietta und Alberta groß gezogen, die auch einen armen Waisenjungen bei sich aufnahmen. Malachi Shaw und die kleine Emma wurden Freunde fürs Leben – Malachi war Emmas Held und bester Freund, und Emma war der leuchtende Engel von Malachis entbehrungsreicher und harter Kindheit.
Jahre später leitet Emma nach dem Vorbild ihres verstorbenen Vaters eine eigene Bank in Harpers Station. Emma folgte ihrer Berufung und gründete diese Stadt mit dem Ziel, Frauen in Not ein neues Leben zu ermöglichen. Die willensstarke, intelligente, aber auch ein wenig dickköpfige Frau mit dem großen Herzen ist die geborene Anführerin. Sie kommt jedoch in arge Bedrängnis, als vermehrt Drohbotschaften eintreffen und Unbekannte bald darauf auch mit Gewaltakten versuchen, die Frauen aus ihrer Stadt zu vertreiben. Emma sieht nur noch einen einzigen Ausweg, nämlich ihren besten Freund Malachi zu Hilfe zu rufen, der inzwischen als gefragter Sprengspezialist für die Eisenbahngesellschaft arbeitet. Ob es ihr mit seiner Unterstützung gelingen wird, die Bedrohung von ihrer Stadt abzuwenden?
Karen Witemeyer ist bekannt für ihre romantischen Bücher mit starker christlicher Botschaft, die stets ein Happy-End bereit halten. Nach vielen positiven Leseerfahrungen hat mich auch die vorliegende Neuerscheinung nicht enttäuscht. Die Autorin schreibt mit gewohnt flüssigem, einnehmendem Schreibstil, baut Spannungselemente in ihre Geschichte ein, und lässt auch den Humor nicht zu kurz kommen. Ein weiterer positiver Faktor ist die Tatsache, dass auch dem christlichen Glaube in diesem Buch ein hoher Stellenwert eingeräumt wurde, was durch das Reden und Handeln der Beteiligten deutlich zum Ausdruck kam.
Ihre Protagonisten Emma und Malachi, deren Charaktereigenschaften und inneren Kämpfe wurden überzeugend dargestellt. Karen Witemeyer punktet jedoch auch mit hervorragenden Nebenfiguren. Ich habe die beiden resoluten, aber dennoch sehr liebevoll-besorgten Tanten Henry und Bertie Chandler, den freundlichen und verlässlichen Riesen Benjamin Porter sowie den kleinen Waisenjunge Andrew umgehend ins Herz geschlossen.
Fazit: „Selbst ist die Frau!“ war eine wunderschöne Lektüre aus der Feder einer christlichen Autorin, deren Romane ich bislang stets gerne gelesen habe. Karen Witemeyer wurde auch mit diesem Buch ihrem Ruf gerecht und präsentierte eine überaus romantische Geschichte, die mich ausgezeichnet unterhalten hat.









