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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Buechertraeumerin:

Nettes Buch für Zwischendurch

Ellas Welt - Das verflixte neue Schuljahr von Meredith Costain

Die Ella Reihe kannten wir bisher noch nicht. Doch da es sich um einen Comicroman handelt, war auch mein Bruder zum Lesen des "Mädchenbuches" zu motivieren.

Im Buch geht es um Ella, die sich schon auf das neue Schuljahr freut. Besonders darauf, endlich ihre beste Freundin Zoe wiederzusehen.

Doch diese taucht nicht auf und ausgerechnet Penny Parker, die fiese Zicke setzt sich neben sie. Na das kann ja heiter werden, denn Penny hat sie ohnehin schon auf dem Kieker. Wo ist nur die beste Freundin, wenn man sie braucht?

Das Buch ist in Tagebuchform aufgebaut und wird aus der Ich-Persepektive von Ella erzählt. Man denkt beim Lesen wirklich, dass man ein Tagebuch in der Hand hält, da es mit Schönschrift, Skizzen und durchgestrichenen Wörtern richtig interessant gestaltet wurde. Alle Illustrationen von Danielle McDonald sindin rot und schwarz gezeichnet. Teilweise war es ein wenig irritierend, denn so war auch die beschriebene grüne Jacke rot gezeichnet.

Gut gefallen hat uns, dass Ella mit den typischen Problemen einer Viertklässlerin zu kämpfen hatte, wie zum Beispiel Zickenkrieg und dem Druck von Mutproben. Manchmal war die Geschichte auch ziemlich lustig.
Leider ging es im Buch fast ausschließlich um die Streiterein zwischen Penny und Ella und manche Situationen wiederholten sich in ähnlicher Weise, wodurch die Geschichte sehr dahinplätscherte. Hier hätten wir uns noch ein wenig mehr Abwechslung gewünscht.

Da es sich um ein Mädchenbuch handelt, kommen die Jungs teilweise nicht besonders gut weg. Das hat vor allem meinen Bruder gestört und ein wenig verärgert.

Beim Buch handelt es sich um den ersten Band der Ella Reihe, bei der es bisher drei Bände gibt.

Fazit: Ein sehr schön gestaltetes Buch, dass sich wunderbar zwischendurch lesen lässt, da die Handlung eher flach bleibt. Für Jungs ist das Buch wohl eher nicht geeignet, aber das lässt sich ja schon an der Gestaltung erahnen.

4 von 5 Sternen!

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Eine Liebe in Apulien

Eine Liebe in Apulien von Sabrina Grementieri

Schon das Cover macht deutlich, dass es sich hier um einen seichten, sommerlichen Roman handelt. Dieser Prämisse hat das Buch dann auch entsprochen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und sehr bildreich. Die vielen detailreichen Beschreibungen machen das Lesen zunächst ein wenig schwerer, ich habe mich jedoch sehr schnell daran gewöhnt und großen Gefallen daran gefunden.

Meinem Kopfkino wurde in diesem Buch ausreichend Grundlage gegeben.
Die Handlung konnte mich positiv überraschen. Ich war auf eine eher seichte und wenig anspruchsvolle Lektüre eingestellt. Die Handlung konnte mich dann jedoch sehr fesseln und durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Anderes hingegen war ziemlich vorhersehbar, insgesamt war es eine ausgewogene Mischung,
Geschildert wird die Geschichte aus einer auktorialen Sicht, so dass man als Leser einen guten Überblick über die Charaktere und deren Sichtweisen hat. Die Charaktere sind solide dargestellt.
Insgesamt hat ‚Eine Liebe in Apulien‘ meine Erwartungen erfüllt. Dieses Buch ist sicher keine anspruchsvolle Lektüre, für einen sonnigen Tag ist es jedoch genau das richtige. Die Geschichte plätschert vor sich hin ohne langweilig zu werden und versetzt den Leser in das sonnige Italien.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Tobias, 14 Jahre aus Birgitz,

Dear Martin von Nic Stone

In diesem Buch geht es um Justyce McAllister, der Schulbester, Studienplatzerwerber in Yale ist und eine außergewöhnlich schöne Freundin hat. Das alles interessiert den Polizisten nicht, der ihn ohne Grund verhaftet. Wobei einen Grund gibt es: Justyce ist schwarz, und er lebt in den USA im Jahr 2017.

Mir hat das Buch zwar nicht wirklich gefallen, aber ich finde es absolut lesenswert. Es ist kein Buch, in dem lustige Stellen vorkommen, denn es ist die blanke Wahrheit. Ich glaube, das ist es, was es so speziell macht. Ich würde es an Leser weiterempfehlen, die keine spannende Action-Story brauchen.

Mir ist das Buch auf alle Fälle sehr zu Herzen gegangen, auch wenn es zum Lesen nicht so spannend war.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Lea-Sophie, 10 Jahre aus Wörgl,

Der Klang der Freiheit von Lewis Gill

In diesem Buch geht es um den jungen Rami. Er lebt im Moment auf einem Schlauchboot, mit vielen anderen Leuten. Rami und die anderen Leute auf dem Boot sind Flüchtlinge. Sie sind aus ihrer Heimat geflohen, da es dort im Moment Krieg gibt. Rami hat noch ein einziges, wertvolles Stück, seine Geige.

Die Leute im Schlauchboot wollen, dass Rami eine seiner Geschichten erzählt.

Dazu spielt er eine hübsche Melodie mit seiner Geige, die voll und ganz in seinem Besitz steht. Er erzählt eine spannende Geschichte.

Das Buch an sich fand ich eigentlich ganz okay. Mir hat es an einigen Stellen sehr gut gefallen, an anderen dafür wieder nicht so.

Dass es darum geht, dass in diesem Land Krieg herrscht, gefällt mir nicht, weil es mich traurig macht…Aber es ist leider die Wahrheit.

Spannend war es immer. Sei es: das tote Pferd, die Geschichte, die Rami erzählt oder das Wettrennen.

Ich persönlich würde es für Kinder, die nicht so viel lesen, weiterempfehlen. Natürlich müssen sie sich auch für Pferde, Flüchtlinge und so weiter interessieren.

Danke, dass ich dieses Buch lesen durfte!

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Leonie, 10 Jahre aus Schwaz:

Als ich das Buch ausgepackt habe, hatte ich den WOW Effekt. Das Cover hat mir total gut gefallen. Als mir meine Mama dann erzählt hat, dass es im Buch um das Thema Flüchtlinge geht, war ich etwas enttäuscht.
Aber zu unrecht. Das Buch ist super geschrieben, und ich habe es in einer Woche ausgelesen. Es war übrigens mein erstes Buch zum Thema Flüchtlinge.

Im Buch geht es um Rami, einen kleinen Jungen. Er musste von seiner Heimat flüchten, und so landete er auf einem kleinen Boot. Auf diesem wurden ihm Sachen von anderen Leuten angeboten, aber er nahm nichts an. Als er gefragt wurde, wieso er nichts nehme, sagte er, dass er nichts als Gegenleistung habe. Alles, was er bei sich hatte, war ein kleines Täschchen mit einer Gegie. Da sagte eine Frau zu ihm „Du kannst ja als Gegenleistung etwas auf deiner Geige vorspielen.“

Daraufhin spielte der Junge eine Geschichte vor, die seine Geige immer bei sich trägt. Er erzählte seine erste und traurigste Geschichte. Die handelte von Suke, seinen zwei Geschwistern und seinen Eltern. Suke war der jüngste Bruder, und die Geschichte handelte von einem Wildpferd, das er gerettet hatte.

Besonders gefallen hat mir, dass der junge Rami es schafft, mit seiner Geige die Menschen etwas abzulenken und dabei eine tolle Geschichte erzählt.

Die Geschichte, die Rami erzählt hat, handelt davon, dass man mit viel Ausdauer und Glauben vieles erreichen kann, auch Dinge, die unmöglich erscheinen.

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Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:

Die Macht der Demütigung

Jud von Georg Thiel

20 Jahre nach dem Anschluss Österreichs kehrt Fotograf Titus, in die Stadt seiner (Alb)träume zurück. Thiel erzählt uns die Geschichte über den Zusammenprall von Macht und Ohnmacht, Angst, Unterwerfung, Demütigung, …
Erstklassige Sprache, mit dem Witz wie ästhetischer Eispickel, mit Spitze und Schneide.

Nach 80 Jahren, dürfen wir keinen Schlussstrich unter die NS-Zeit ziehen, weil die Gesellschaft – darunter all jene, die einst „arisierte“ Wohnungen, Galerien, Kanzleien geerbt haben, nach wie vor die Nutznießer der einstigen NS-Verbrechen sind.

Sehr gut recherchiert. Ein kleines Buch mit einem großen Anspruch.

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Rezensionen von dorli:

Grado im Nebel

Grado im Nebel von Andrea Nagele

Grado. Der kleine Ort an der Nordküste der Adria wird erneut von einem Mord erschüttert. Die Spurenlage dieses neuen Falls ähnelt einer Mordserie, die als abgeschlossen galt, da der geistig behinderte Toto Merluzzi alle Taten gestanden hatte. Obwohl Toto spurlos aus der psychiatrischen Klinik, in der er auf seine Verhandlung warten sollte, verschwunden ist, werden Zweifel an seiner Täterschaft laut und Commissaria Maddalena Degrassi und ihr Team ermitteln entgegen der Anweisung von Commandante Scaramuzza auch in andere Richtungen…

„Grado im Nebel“ ist der dritte Fall für Maddalena Degrassi und eine unmittelbare Fortsetzung der Ereignisse aus dem zweiten Teil der Reihe.

Auch wenn Vorkenntnisse aus „Grado im Dunkeln“ für das Verständnis dieses Krimis nicht unbedingt vonnöten sind, halte ich es für ratsam, die Fälle in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da das Wissen über die vorherigen Ereignisse den Lesegenuss dieser spannend erzählten Geschichte noch erhöht.

Andrea Nagele hat einen flüssig zu lesenden, sehr mitreißenden Schreibstil - schnell ist man mittendrin im Geschehen und erlebt nicht nur die Ermittlungen, sondern auch die persönlichen Probleme sowie das Miteinander und Gegeneinander der Akteure hautnah mit.

Die Autorin stellt ihre Figuren interessant und vielschichtig dar. Es gelingt ihr ganz hervorragend, dem Leser die Gedanken und Gefühle ihrer Akteure zu vermitteln. Indem sie den Krimi nicht nur aus Sicht der Ermittler erzählt, sondern die Handlung aus vielen unterschiedlichen Perspektiven präsentiert, bekommt man einen guten Einblick in die Ansichten und Beweggründe aller Mitwirkenden.

Der Kriminalfall ist durchweg fesselnd. Unvorhergesehene Ereignisse - wie Maddalenas schwerer Unfall mit ihrer Moto Guzzi oder der fast mit einer Katastrophe endende Alleingang ihres Kollegen Arturo Fanetti - lassen die Handlung immer dramatischer werden und halten die Spannung auf einem hohen Level.

„Grado im Nebel“ hat mir sehr gut gefallen – ein abwechslungsreicher, gut durchdachter Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite kurzweilige, spannende Unterhaltung bietet.

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Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:

Einfach großartig!

Jud von Georg Thiel

Jud von Georg Thiel beschreibt rückblendenartig die vielfältigen Traumatisierungen des Hauptprotagonisten Titus in den Kriegsjahren 1938-1945. Ein Österreichbesuch
dient der Aufarbeitung versteckter Verletzungen und wird schließlich der Ausgangspunkt für ein erfüllteres, zukünftiges Leben.

Dem Autor ist es wunderbar gelungen die schwierige Thematik der Judenverfolgung leichtfüßig zu erzählen. Dieses spannend geschriebene Buch ist absolut empfehlenswert.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:

Freud lässt grüßen

Jud von Georg Thiel

Ein zufällig entdecktes Foto regt zur Vergangenheitsbewältigung an und die österreichische Seele wird mit all ihren dunklen Seiten freigelegt.
Das Erzählte klingt für mich zu konstruiert und klischeehaft, daher konnte mich das Buch nicht besonders fesseln.

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Rezensionen von niknak:

Kann man Verbrechen vorhersagen?

Das Joshua-Profil von Sebastian Fitzek

Inhalt:
Der gesetzestreue Autor Max Rhode hat mit der Blutschule einen sehr erfolgreihen Thriller geschrieben. Sein Bruder Cosmo sitzt in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt.
Bisher hat Max sich noch nichts zu Schulden kommen lassen, aber das wird sich in wenigen Tagen ändern.

Doch er weiß noch nichts davon. Er wird in wenigen Tagen das schrecklichste Verbrechen begehen, das man sich nur vortsellen kann. Im Gegensatz zu denen, die das Vorhersehen und ihn umbringen wollen, bevor es zu spät ist.


Mein Kommentar:
Dies ist mein erster Thriller, den ich von Sebastian Fitzek gelesen habe und ich bin ganz begeistert davon. Es wird sicher nicht mein letzter sein. Er hat einen tollen und fesselnden Schreibstil, der mich von Beginn der Geschichte gefangen genommen hat und bis zum Schluss nicht mehr losließ. Das Buch war so spannend, dass ich es gar nicht mehr zur Seite legen wollte, da man immer gespannt war, was als nächstes passiert.
Der Autor hat einen tollen Spannungsbogen aufgebaut, welcher sich bis zum Schluss hielt. Dabei hat er auch immer wieder überraschende Wendungen eingebaut, sodass man nie wusste, was genau als nächstes kommt. Dadurch blieb man als Leser ans Buch gefesselt.

Die Geschichte wurde aus mehreren verschiedenen Perspektiven erzählt und dennoch konnte man als Leser oft nicht genau unterscheiden, wer nun die "Guten" und wer die "Bösen" sind. Auch bei Max war man sich nicht immer sicher, was er nun wirklich getan hat und was nicht. Der Autor hat einen faszinierenden Spagat zwischen Realität und Denken geschaffen, um den Leser auch ein wenig zu verwirren. Dennoch blieb er mit jeder Zeile bei der Wahrheit und es hätte genau so passiert sein können, ohne ins Übertrieben abzurutschen. Obwohl ich selbst manchmal ins Zweifeln geriet, wie diese Situation denn nun genau passiert sein könnte.
Doch genau das macht einen guten Thriller aus, dass der Leser immer wieder zum Nachdenken kommt und selbst auch mitermitteln und mitfiebern kann.

Der Wechsel der Perspektive bringt den Vorteil mit sich, dass man mehrere Protagonisten besser kennenlernt und sich noch besser vorstellen kann. Dabei bemerkt man, dass es der Autor geschafft hat tolle Charaktere mit Tiefgang zu erschaffen, die die Geschichte dadurch sehr lebendig machen. Mir gefallen die Charaktere sehr gut, da sie gut ausgearbeitet sind und beim Leser sehr authentisch rüberkommen. Man lernt sie recht gut kennen und versteht zum Teil auch ihre Handlungsweise.
Nur bei Max bleibt zu Beginn noch vieles im Dunkeln, was aber vermutlich vom Autor so gewollt ist.

Besonders toll fand ich, dass der Autor mit diesem Buch auch einen Bogen zur "Blutschule" spann, ein Buch welches er unter dem Pseudonym Max Rhode selbst veröffentlicht hat. So wurde man auch als Leser automatisch neugierig auf dieses Buch, welches ich mir sicher nicht kaufen und lesen werde. Da ich auf den Inhalt gespannt bin und welche Parallelen es zum aktuellen Thriller hat.

Ich fand es außerdem sehr interessant zu lesen, dass der Autor wichtige Details aus seinem Buch im Anhang noch genauer beschrieb und seine Meinung zu diesen Dingen darlegte. So erklärte er, was alles passieren, kann wenn es ein solches Programm wirklich gäbe, bei dem man Verbrechen schon vor dem Geschehen vorhersagen kann. Aber auch andere wichtige Punkte des Buches wurden noch anschaulich erklärt.

Mein Fazit:
Ein wirklich spannendes und fesselndes Buch welches mich bis zum Schluss nicht mehr losließ durch eine tolle Mischung aus Spannung und Action. Es wird sicher nicht mein letztes Buch des Autors sein.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Neue Hoffnung durch die Magnolie

Die Magnolienfrau von Sabrina De Stefani

Inhalt:
Sabrina ist die ersten Jahre ihrer Kindheit an ein Gipskorsett gefesselt, wodurch sie sich nicht bewegen kann. In dieser Zeit gibt ihr ein Magnolienbaum im Garten immer wieder Hoffnung auf eine bessere und freie Zukunft.
Später sucht sie nach ihrer inneren Freiheit und Ruhe und landet dabei in Indien.

Dort lernt sie Shankar kennen und durch ihn entdeckt sie die wahre Liebe und die Bedeutung von Freiheit. Doch auch hier kann sie nicht lange glücklich sein, denn sie landet unschuldig in Indiens größtem Gefängnis. Zu allem Überfluss ist sie auch noch schwanger. Als sie schon aufgeben will, gibt ihr der mitten im Gefängnishof stehende Magnolienbaum wieder neuen Mut.
Wird sie es doch noch schaffen wieder die Freiheit zu erlangen?

Mein Kommentar:
Dies ist die Autobiographie von Sabrina de Stefani und sie hat darin ihre Lebensgeschichte von frühester Kindheit an niedergeschrieben. Dabei erzählt sie alles in einer sehr offenen und ungeschönten Erzählweise, die sich aber sehr leicht lesen lässt. Man bekommt ihre Gedanken und Gefühle sehr gut mit und kann schon von Beginn an richtig mit ihr mitfühlen und mitleiden.
Obwohl sie noch sehr klein war, erzählt sie ihre Zeit im Gips sehr anschaulich und man kann sich richtig gut vorstellen, wie sie im Garten unter dem Magnolienbaum liegt und auf eine bessere Zukunft hofft. Dabei hat man richtig Mitleid mit ihr und bewundert die Oma für ihre aufopfernde Pflege. Die beiden haben sicher auch dadurch eine ganz besondere Verbindung, welche man beim Lesen deutlich spürt. Das fand ich sehr schön.

Aber auch später erzählt sie sehr detailliert von ihrem Leben und beschreibt die Landschaften und Orte in denen sie sich befunden hat sehr anschaulich. Ich konnte mir die Gegend sehr bildlich vorstellen und hatte teilweise das Gefühl beinahe selbst vor Ort zu sein.
Sehr schön fand ich die Beschreibungen wie sie und Shankar sich fanden und auch langsam ihre Liebe zueinander wuchs. Sehr bewegend fand ich die Beschreibung wie sie sie auf eine für uns sicher ungewöhnliche Art und Weise auslebten. Dennoch merkte man beim Lesen, dass beide glücklich damit waren, obwohl Shankar für mich zeitweise sehr geheimnisvoll blieb.

Am bewegendsten fand ich die Erzählung über ihre Zeit im Gefängnis und wie sie es schaffte auch hier immer wieder Mut zu schöpfen. Doch auch hier taucht wieder der Magnolienbaum auf. Es war sehr schön zu lesen, dass ein so einfacher Baum ihr immer wieder Mut machen konnte, einfach nur weil er dastand und erblühte.

Das Buch war wirklich schön zu lesen, obwohl viele verschiedene Emotionen dabei hochkamen. Manchmal war ich glücklich mit ihr, aber auch Trauer und Wut kamen hoch, doch sie hat es immer wieder geschafft, dass man auch beim Lesen diese Hoffnung auf eine bessere Zukunft spürte und sie nie aufgab. Außerdem hat mich dieses Buch auch zum Nachdenken gebracht über das eigene Leben und in welchen Zwängen wir uns selbst oftmals befinden. Und man soll immer zuversichtlich und voller Hoffnung in die Zukunft blicken, denn alles hat einen Sinn, auch wenn wir ihn im Moment noch nicht ganz verstehen. Es macht uns Mut auf das Gute zu vertrauen und die Hoffnung nie aufzugeben.

Das Ende kam für mich etwas schnell und überraschend und von daher könnte ich mir auch gut vorstellen, dass es noch einen Folgeband geben könnte, da für mich noch ein paar Fragen offen blieben.

Mein Fazit:
Ich fand das Buch sehr schön und kann es jedem nur empfehlen, der gerne ein Buch über eine starke Frau lesen will, die niemals aufgibt. Egal wie schwer das Leben im Moment für sie ist. Sie ist eine richtige Kämpferin und hat holt sich immer wieder neuen Mut durch die Magnolie.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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