Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Josef Lüthold:
Neuoffenbarungen sind nicht irrtumsfrei.
Erde und Mond von Jakob Lorber
Die Bücher von Jakob Lorber sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Denn die Diktate an Lorber kamen meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie wurden von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate eingeflossen sind.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von heinoko:
Brutal-reißerisches Road Movie
Die Rache der Polly McClusky von Harper Jordan
Nate McClusky, soeben erst dem Knast entkommen, flieht mit seiner Tochter 11-jährigen Polly vor einer Gang, die beiden nach dem Leben trachtet.
Polly ist überdurchschnittlich intelligent, zu Beginn des Buches ganz unschuldiges Kind, in verschiedenen Welten lebend. Im Verlauf der Geschichte wandelt sich Polly unter Schulung ihres Vaters zunehmend, bekommt „Revolverheldaugen“.
Sie lernt zu kämpfen und wechselt sukzessive die Fronten.
Die Sprache fasziniert mich und stößt mich ab, beides gleichermaßen und beides gleich intensiv. Auf jeden Fall hat sie eine enorme Sogwirkung, sie lässt mich nicht kalt, sondern zieht mich in eine Geschichte hinein, die ich eigentlich gar nicht lesen möchte. Es ist schon eine besondere Kunst, die entsetzlichsten Geschehnisse auf eine solch berauschende Weise darzustellen. Ich würde sagen: genial brutal geschrieben – auch wenn ich den Inhalt im Gesamten nicht mag.
Rezensionen von begine:
bittersüß
Die Rache der Polly McClusky von Harper Jordan
Annas (fast) perfekte Hochzeit ist ein wirklich guter Frauen- und Liebesroman geschrieben von Marion Stieglitz
Er ist mit 320 Seiten von feelings am 2.Mai 2018 erschienen. Die Aufmachung ist perfekt und besonders ansprechend, über jedem Kapitel gibt es einen Kalenderspruch. Einer ist von Oscar Wilde: Am Ende wird alles gut.
Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.
Die Protagonistin Anna bezaubert durch ihre romantische Art. Wie sie Silvester die ganze Zeit auf einen Heiratsantrag ihres Freundes Bernd wartet, konnte mich einfangen.Wie es dann geschieht fand ich witzig. Im September soll die Hochzeit sein. Enorm was so alles schief gehen kann. Bernd ist leider nicht romantisch, sondern eher nüchtern. Leider ist er von ihrem Vintage Salon nicht so interessiert. Er ist trotzdem ein netter Kerl.
Gott sei Dank gibt es noch Annas Freundin Katja und die Angestellte Ute, die ihr helfen.
Fazit
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und bezaubernd.
Der Roman besticht durch berührende Dialoge. Er hat mich angesprochen und ich kann ihn empfehlen So richtig ein Buch zum Mitfühlen.
Rezensionen von heinoko:
Wie er wurde, was er ist
Kluftinger von Klüpfel Volker; Kobr Michael
Ein sehr geschickter Coup ist den Autoren da gelungen!
In seinem Jubiläumsfall wird Kluftinger subtil bedroht und er ahnt, dass diese Bedrohung etwas mit seiner Vergangenheit zu tun hat. Bruchstückweise kommt in Rückblenden die Erinnerung an ein Ereignis zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn zurück.
Gleichzeitig wächst in der Gegenwart die Bedrohung, wird zur realen Gefahr, denn es wird immer deutlicher, dass es jemand auf Klufti persönlich abgesehen hat. Aber Kluftinger wäre nicht Kluftinger, wenn er nicht gleichermaßen mit dem Alltag zu kämpfen hätte. Denn wie transportiert man eine große Trommel in einem rosa Smart? Oder wie wird man fertig mit der Tatsache, dass der eigene Kosename Butzele plötzlich dem Enkelkind gehört?
Kluftinger in seiner gewohnt knorzigen Art und seine nicht minder eigenwilligen Kollegen erfreuen wie eh und je mit ihrem deftigen Umgangston. Die lockere Erzählweise, das perfekt getroffene Lokalkolorit und die Wichtigkeit von regelmäßiger Nahrungsaufnahme ist man bei dem Autorenteam schon gewohnt. Man schmunzelt sich sozusagen durch die Seiten und löst mit Kluftinger zusammen ganz locker nebenbei den aktuellen Fall. Aber dieses Mal gibt es noch eine weitere Dimension im Buch. Wir lernen Kluftinger näher kennen, wir erfahren, wie er zu dem wurde, was er ist. Die zahlreichen Rückblenden, verständnisfreudig in einer anderen Schrift gedruckt, erzählen uns viel Intimes über Kluftinger. Es wird berichtet über seine Jugend, über seine Berufskarriere, wie er seine spätere Frau Erika kennenlernt und erzählt auch von einem dunklen Geheimnis, das nun bis in die Gegenwart hinein seinen Schatten wirft. Durch diesen genialen schriftstellerischen Clou ist Kluftinger nicht länger nur eine durchaus gelungen gestaltete Kunstfigur, Mittelpunkt vieler komischer Szenen, sondern er wird vollständiger, echter, mehr Mensch, möchte man fast sagen. Und vor allen Dingen noch liebenswerter.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich nicht überzeugt
Der geheime Weg zu Freiheit und Erfolg von Napoleon Hill; Sharon Lechter
Die Münchner Verlagsgruppe (m-vg) hat dieses Buch von Napoleon Hill aus dem Jahr 1938 neu aufgelegt und durch Kommentare von Bestsellerautorin Sharon Lechter ergänzt.
Worum geht’s?
Napoleon Hill versucht ein Patentrezept zu entwickeln, mit dem die Menschen den inneren Schweinehund und Teufel besiegen können.
Damit soll jeder frei sein und sein Glück finden.
Nun ja, wie wir wissen, steckt der Teufel ja im Detail und so fallen manche Aussagen auf fruchtbaren und manche auf unfruchtbaren Boden. Manches lässt sich anwenden, anderes nicht.
Zu Beginn erzählt Napoleon Hill seine Geschichte und beginnt anschließend einen Dialog mit dem Teufel, der ja angeblich in jedem von uns steckt. Die Idee ist ja recht nett und manchmal witzig, doch meistens ergeht sich der Autor in weitschweifigen Ausführungen.
Ein einfaches Patentrezept gibt es leider nicht, sonst wären die Menschen freier und glücklicher. Zwar ist es hilfreich auf dem Weg zu Freiheit und Erfolg die Mechanismen, die einem daran hindern diese Ziele zu erreichen, zu kennen, aber so einfach ist die Umsetzung nicht. Der Mensch steht ja nicht alleine und völlig losgelöst von seiner Umgebung da, sondern ist in seiner Umwelt fest verankert.
Die Mechanismen, die einem im Weg stehen zu entlarven und Gegenstrategien zu entwerfen, ist ein guter Ansatz. Was man daraus macht, ist von den eigenen Fähigkeiten abhängig. Die Rezepte, die Napoleon Hill dafür entwickelt hat, sind mir persönlich in manchmal zu sektiererisch.
Irritiert haben mich die Kommentare von Bestseller-Autorin Sharon Lechter. Der Lesefluss wird dadurch unnötig unterbrochen. Ich finde die meisten Anmerkungen überflüssig. Der Leser kann sich seine Meinung wohl selbst bilden.
Fazit:
Das Buch und seine Ratschläge haben mich nicht überzeugt, daher nur 3 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich nicht überzeugt
Der geheime Weg zu Freiheit und Erfolg von Napoleon Hill
Die Münchner Verlagsgruppe (m-vg) hat dieses Buch von Napoleon Hill aus dem Jahr 1938 neu aufgelegt und durch Kommentare von Bestsellerautorin Sharon Lechter ergänzt.
Worum geht’s?
Napoleon Hill versucht ein Patentrezept zu entwickeln, mit dem die Menschen den inneren Schweinehund und Teufel besiegen können.
Damit soll jeder frei sein und sein Glück finden.
Nun ja, wie wir wissen, steckt der Teufel ja im Detail und so fallen manche Aussagen auf fruchtbaren und manche auf unfruchtbaren Boden. Manches lässt sich anwenden, anderes nicht.
Zu Beginn erzählt Napoleon Hill seine Geschichte und beginnt anschließend einen Dialog mit dem Teufel, der ja angeblich in jedem von uns steckt. Die Idee ist ja recht nett und manchmal witzig, doch meistens ergeht sich der Autor in weitschweifigen Ausführungen.
Ein einfaches Patentrezept gibt es leider nicht, sonst wären die Menschen freier und glücklicher. Zwar ist es hilfreich auf dem Weg zu Freiheit und Erfolg die Mechanismen, die einem daran hindern diese Ziele zu erreichen, zu kennen, aber so einfach ist die Umsetzung nicht. Der Mensch steht ja nicht alleine und völlig losgelöst von seiner Umgebung da, sondern ist in seiner Umwelt fest verankert.
Die Mechanismen, die einem im Weg stehen zu entlarven und Gegenstrategien zu entwerfen, ist ein guter Ansatz. Was man daraus macht, ist von den eigenen Fähigkeiten abhängig. Die Rezepte, die Napoleon Hill dafür entwickelt hat, sind mir persönlich in manchmal zu sektiererisch.
Irritiert haben mich die Kommentare von Bestseller-Autorin Sharon Lechter. Der Lesefluss wird dadurch unnötig unterbrochen. Ich finde die meisten Anmerkungen überflüssig. Der Leser kann sich seine Meinung wohl selbst bilden.
Fazit:
Das Buch und seine Ratschläge haben mich nicht überzeugt, daher nur 3 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein großartiges Porträt einer untergegangenen Welt
Das sowjetische Jahrhundert von Karl Schlögel
Historiker Karl Schlögel hat uns mit seinem 960 Seiten schweren Wälzer ein umfassendes Bild der Sowjetunion vorgestellt.
Auch wenn wir den 100. Geburtstag dieses Staates (glücklicherweise) nicht feiern konnten, bleibt ein bisschen die Frage offen, ob die Entwicklung nach dem Zerfall der UdSSR, die bessere Variante ist oder nicht.
Vor allem für wen besser? Die Staatsbürger oder die Welt? Doch das ist wohl ein anderes Thema.
Anders als in ähnlichen Werken nimmt sich der Autor der Menschen an, die im sowjetischen System leben an. Es werden weniger die Machthaber, sondern die vielen kleinen Rädchen, die die Maschine Sowjetunion am Laufen hielten, beschrieben.
So gibt es ein Kapitel, das sich der Sprache der Tätowierungen widmet. In einer Zeit, in der fast jeder irgendwo ein „Peckerl“ (wienerisch für Tatoo) hat, ohne sich der Bedeutung der Bildersprache zu bewusst zu sein, ein interessanter Teilaspekt.
Auch auf die Gigantomanie mancher Staatschefs und dem damit verbundenen Personenkult wird eingegangen.
Die Idee der sozialistischen Machthaber, einen neuen Menschen zu formen, ist eindrucksvoll dargestellt.
Gut gefällt mir, dass das umfangreiche Buch in übersichtliche Themenblöcke und Kapitel gegliedert ist. Das 9 - seitige Inhaltsverzeichnis ermöglicht dem Leser den Einstieg genau dort wo es seinen Interessen am Nächsten kommt. Einzelne Texte sind in sich abgeschlossen. Dadurch kann der Leser das eine oder andere überspringen, ohne den roten Faden zu verlieren.
Die knapp 90 Fotos liefern einen imposanten Eindruck der untergegangenen Alltags- und Konsumkultur in der ehemaligen Sowjetunion.
Obwohl gewichtig, ist der Inhalt des Buches nicht erdrückend. Es schwingt eine Leichtigkeit beim Lesen mit, die schon ein wenig poetisch anmutet, die für mich aber kein Widerspruch zum Thema ist. Der Autor bindet eigene Erlebnisse und Beobachtungen geschickt in seine Texte ein, woraus sich ein interessantes Alleinstellungsmerkmal des Werkes ergibt.
Fazit:
Ein eindrucksvolles zeitgeschichtliches Dokument, für das der Autor zu Recht den Buchpreis 2018 der Leipziger Buchmesse erhalten hat.
Rezensionen von christina.hirschberger@gmail.com:
Facetten weiblicher Stärke
Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe von Corina Bomann
> Handlung
Agneta führt ein freies Leben als Kunststudentin in Stockholm. Die Bande zu ihrer Familie, den Lejongards, sind locker geworden und sie schätzt das Leben als stolze, unabhängige Frau.
Als sie nach einem schrecklichen Unfall auf Gut Löwenhof von ihrer Mutter nach Hause gerufen wird, ahnt sie noch nicht, welchen Herausforderungen sie sich dort stellen muss und wie sehr sich ihr Leben verändern wird.
> Charaktere
Die Hauptperson Agneta ist eine willensstarke Person, die gesellschaftliche Zwänge kritisch in Frage stellt und für ihre Ansichten kämpft. Obwohl der ausgeprägte Charakter von Agneta auch allein die Buchseiten füllen könnte, blieb noch viel Platz für weitere spannende Persönlichkeiten.
Dabei freute ich mich besonders darüber, wie viel Leben jedem einzelnen Protagonisten eingehaucht wurde. Nicht nur die Hauptpersonen wurden wundervoll beschrieben, auch von vermeintlichen Nebenpersonen wie den Hausmädchen und dem Kutscher habe ich ein gutes Bild vor Augen.
> Leseerfahrung
Obwohl mich der Umfang des Buches zu Beginn überrascht hat, waren die über 700 Seiten viel zu schnell vorüber. Corina Bomann versteht es wunderbar, jeder Szene die gebührende Aufmerksamkeit und damit auch Länge zu schenken. Zu keiner Stelle kam mir der Gedanke, dass es nun langatmig werden würde. Ganz im Gegenteil: zahlreiche Wendungen haben mich total in den Beschlag genommen. Während manche dieser Höhepunkte ein wenig vorhersehbar waren, haben mich andere vollkommen kalt erwischt.
Insgesamt haben wohl die lebendigen Charaktere, die spannende und überraschende Handlung und der wunderbare Schreibstil zu meinem flotten Lesetempo beigetragen.
> Fazit
Ein Buch, das ich jedem ans Herz legen kann und möchte, der sich für die Situation des schwedischen Landadels im letzten Jahrhundert interessiert, starke Charaktere und eine mitreißende Handlung schätzt und Agneta durch drei Epochen begleiten möchte.
Ich persönliche freue mich sehr auf die beiden Folgebände und bin sehr glücklich, dass diese nicht allzu lange auf sich warten lassen.
> Eckdaten
Titel: Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe
Autor: Corina Bomann
Verlag: Ullstein Taschenbuch
ISBN: 978-3548289960
Seiten: 736
Preis: 10,30 € (A)
Rezensionen von yellowdog:
Bolitho als Fähnrich
Die Feuertaufe von Alexander Kent
Ein gutes Vorhaben vom e-Book-Verlag Refinery die Richard Bolitho-Reihe von Alexander Kent wieder zu veröffentlichen. Die Feuertaufe ist Teil 1 der Reihe, aber nicht der erste Bolitho-Roman von Kent. In der Handlungsabfolge ist es aber tatsächlich der Start. Der spätere Seestratege Richard Bolitho ist hier noch ein junger Fähnrich, fast ganz unten in der Hierarchie, aber dank seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten besteht er gut.
Dieser Start zeigt aber auch gut, wie hart das Leben für die Seeleute und Soldaten auch in Nichtkriegszeiten auf See war. Auch wenn gerade kein krieg ist, gibt es mehrere kleine und große Konflikte, in der die englische Marine eingreifen muss.
Letztlich bedient Alexander Kent natürlich das Hohelied auf die britischen Helden, aber das war nicht anders zu erwarten. Wenn man darüber hinwegsieht ist Die Feuertaufe bei aller Kürze ein detailreicher Abenteuer-Seeroman. Der geneigte Leser bekommt, was er erwartet.
Rezensionen von begine:
Eine Lebensgeschichte
Das einfache Leben von Brunntaler Marie
Das einfache Leben ist der erste Roman von Marie Brunntaler und wird vom Eisele Verlag verlegt. Sie ist wie ihre Protagonistinnen aus dem Südschwarzwald.
Dieser Roman ist gut geschrieben. Man kann super in diese Zeit eintauchen. Die Schwestern Elisabeth und Adele Kohlbrenner sind in ihrer Jugend aus Dachsberg in die Stadt gezogen um mehr aus ihrem Leben machen.
Sie kommen nach über 20 Jahren wieder zurück. Elisabeth war in Bonn, dort hatte sie auch genau wie die Autorin, Willy Brand kennengelernt. Sie will den Hof wieder aufbauen. Adele erscheint auch und wir können die verschiedenen Charaktere der Schwestern kennen lernen.
Diese Geschichte ist interessant, wie man das einfache Leben auf dem Dachsberg, miterleben kann. Trotz allen Abraten pflanzt Elisabeth auf einer Anhöhe einen Rosengarten. Es gibt Rückschläge, aber Elisabeth macht weiter. Das braucht die ganze Arbeitskraft und viel Energie.
Marie Brunntaler hat diese Lebensgeschichte mit Höhen und Tiefen geschrieben. So wie das Leben eben spielt. Ich habe die Lesestunden genossen. Im Schwarzwald fühle ich mich als Leserin wohl und lerne ihn kennen.
Ein beeindruckender Roman, den ich gerne weiter empfehlen möchte.










