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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Pink Anemone:

Ein absolut spannendes Kinderbuch mit liebevollen Details, skurrilen Figuren und viel Humor.

Skulduggery Pleasant (Band 1) - Der Gentleman mit der Feuerhand von Derek Landy

Er ist kein gewöhnlicher Detektiv.Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau.Er ist ein echter Gentleman.Und. er ist ein Skelett.Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer größten Abenteuer erleben wird.

Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie Skulduggery in eine Welt voller Magie begleiten – eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zum Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet...(Klappentext)

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"Ihr ganzes Leben lang hatte sie sich nach etwas gesehnt, nach etwas, das sie aus ihrem eintönigen Leben hinauskatapultierte.
Doch jetzt, wo es so aussah, als könnte genau das passieren, hatte sie keinen Schimmer, wie sie sich verhalten sollte."
(S. 49)

Stephanie ist ein intelligentes 12-jähriges Mädchen - willensstark, scharfzüngig und kann Dummköpfe nicht ausstehen, außerdem ist sie ein Bücherwurm und meistens lieber alleine. Da ihr Onkel diese Charakterzüge mit ihr teilte und auch sonst ein etwas komischer Kauz war, ist sie besonders traurig, als er unerwartet verstarb. Zu ihrer Überraschung vermacht er ihr seine Villa, sein Vermögen und anscheinend auch den ein oder anderen schrägen Freund. Mit dem Tod ihres Onkels tritt nämlich Skulduggery Pleasant in ihr Leben und was ist bitte schön schräger als ein Skelett, das gleichzeitig Detektiv und Magier ist?
Ab diesem Zeitpunkt tritt Stephanie in die Welt der Magie ein - gemeinsam mit dem coolen Skelett-Detektiv, der ein enorm großes Ego hat und es manchmal mit dem Gesetz nicht allzu genau nimmt. In der Welt der Magie brodelt es gewaltig, denn ein Krieg zwischen Alchemisten und Zauberern steht kurz bevor. Der Tod ihres Onkels scheint der Auslöser zu sein und es besteht der Verdacht, dass er auf gar nicht so natürliche Weise verstarb wie alle denken.
Und somit beginnen die Abenteuer von Stephanie und Skulduggery....(persönliche Inhaltsangabe)

Ich war noch nie, oder zumindest schon sehr lange nicht mehr, von einem Kinderbuch so begeistert und gefesselt wie von diesem hier.
Hier geben sich die skurrilen Figuren die Klinke in die Hand und dabei begegnet man Guten, Bösen und auch einer Mischung aus beidem. Alle Charaktere sind jedoch durchwegs liebevoll und gut gezeichnet. Zudem entwickeln sich hier die Charaktere im Verlauf der Geschichte weiter - Stephanie wird selbstbewusster und mutiger, Skulduggery...nun ja, ein kleines bisschen verantwortungsbewusster.
Auch die Dialoge, vor allem diejenigen zwischen Stephanie und Skulduggery haben es in sich. Diese sind witzig und lassen einen schmunzeln, manchmal sogar laut lachen. Dies lockert die Story auf und man lernt die Charaktere auch auf diese Weise kennen und lieben.

">>Um ganz ehrlich zu sein - was du da siehst, ist nicht einmal MEIN Kopf.<<
>>Was?<<
>>Es ist nicht mein eigener. Sie sind abgehauen mit meinem.
Den hier habe ich beim Poker gewonnen.<<"
(S. 54)

Mir hat es vor allem der herrlich skurrile und ebenso clevere Skulduggery angetan, der es faustdick hinter den Ohren hat und gleichzeitig so liebenswert ist. Auch Stephanie konnte mich sofort von sich einnehmen - eine kleine Außenseiterin, die alles andere als auf den Kopf gefallen ist und sich den trockenen Humor mit Skulduggery teilt.
Man stürzt mit beiden in ein Abenteuer voller Magie und Zauber, lernt Schritt für Schritt diese neue Welt kennen und versucht dabei die Welt vor dem Bösen zu retten. Dies erfolgt auf eine so bildhafte Art und Weise, sodass herrliches Kopfkino entsteht und man aus dieser Welt überhaupt nicht mehr auftauchen möchte. Diese Geschichte ist nämlich mit unglaublich vielen liebevollen Details geschmückt, welche nicht nur die Charaktere betreffen.
Zudem enthält die Story Spannung und Action - man begegnet Alchimisten, Zauberern, Vampiren, Papiermännern und vielen mehr.

"Sie spürte Skulduggerys Hand auf ihrer Schulter.
Er zog sie ein Stück zurück, sehr vorsichtig, und genau einen Augenblick, bevor der Vampir herüberschaute.
Der ging nun in die andere Richtung weiter, entfernte sich auf der Suche nach Beute."
(S. 161)

Bei einem Kinderbuch besteht natürlich auch immer die Frage, was für eine Moral dahintersteckt. Nun, zum Einen ist Loyalität und Zusammenhalt ein großes Thema. Zudem ist es hier okay und sogar toll anders zu sein und wichtig ist hier auch seine eigene Meinung zu haben und diese auch zu vertreten.
Vor allem aber ist es herrlich spannend und unglaublich witzig dieses Buch zu lesen und was gibt es Schöneres, als wenn ein Kind mittels Buch in eine tolle Fantasiewelt reist, dort Abenteuer erlebt und somit die normale Welt ein bisschen ausblenden kann?

Fazit:
Dieses Buch ist der Auftakt der berühmt-berüchtigten Skulduggery-Reihe und nun kann ich die Begeisterung vieler junger und erwachsener Leser auch nachvollziehen. Es ist nämlich ein absolut spannendes Kinderbuch mit liebevollen Details, skurrilen Figuren und viel Humor. Ich tauchte mit Neugierde und Spannung in diese Welt ein und erst am Ende wieder daraus auf und das äußerst ungern.
Stephanie und Skulduggery haben nun einen Fan mehr! Ich freue mich jetzt schon den 2. Teil dieser Reihe zu lesen, um mit den beiden wieder in eine Welt voller Magie und Witz abtauchen zu können.

© Pink Anemone

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Marie, 14 Jahre aus Innsbruck,

Windfire von Lynn Raven

Jessica DeLaney weiß nicht, was los ist, als plötzlich ein Fremder in dem Café auftaucht, in dem sie, um für ihren sterbenskranken Bruder zu sorgen, jobbt. Er will von ihr das Herz des Simurgh, ein Schmuckstück, dass sie ohne von seinem hohen Wert zu ahnen, verkauft hat. Bald merkt Jessica, dass der Fremde namens Shane kein normaler Mensch ist und plötzlich muss sie mit ihm vor gemeinsamen Feinden fliehen.

Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, was hauptsächlich daran lag, dass ich keine Bücher über Dschinns mag. Außerdem hab ich bis zum Schluss nicht von allen im Buch erwähnten Personen gewusst wer sie sind. Deshalb blieben viele Fragen offen.

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Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach:

Ich fand den Plot trotz manch guter Ideen sehr einfach und oberflächlich, da die vier Elemente viel mehr hätten ausgebaut werden müssen.

Shanes und Jess‘ „Liebesgeschichte“ war mir insgesamt auch zu klischeehaft, und es wirkte so, als hätte die Autorin sich nicht entscheiden können, ob sie Romantik oder Fantasy schreiben sollte, woraus dann kombiniert eine nicht so gute Story entstanden ist. Zwar war der Schauplatz mit Las Vegas sehr gut gewählt, ich hätte mir allerdings auch etwas mehr Details zur Stadt gewünscht, die ich mir so gar nicht vorstellen konnte.

Die Welt rund um die Djinns ist logisch, aber grundsätzlich so oberflächlich aufgebaut, dass es eher wie eine schlechte Abkupferung von 1001 Nacht wirkt und mir deswegen jede Lust am Lesen vergangen ist. Leider wirkte auch die rätselhafte und sagenumwobene Story der Djinn in der echten Welt eher fehl am Platz, da sie sich eher mit dem realen Schauplatz – Las Vegas – biss, als einen gelungene Übergang zu finden.

Auch am Anfang tat ich mich schwer, in die Geschichte hineinzufinden, da für nichts eine Erklärung gegeben wurde und die rätselhaften und unlogischen Ereignisse sich häuften und generell keinem roten Faden zu folgen schienen. Leider waren mir auch die Personen, speziell die beiden Hauptpersonen zu einseitig beschrieben und hätten etwas mehr Charakter schon vertragen können.

Ein eher mittelmäßiges Buch, das mich trotz der Spannung am Ende, die anfänglich nicht vorhanden war, nicht überzeugt hat.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:

Eine mutige Frau

Die Frau, die liebte von Lewis Janet

Eine starke Frau, die mit den Konventionen des katholischen Glaubens und ihrer Zeit kämpft und letztendlich über sich selbst hinaus wächst und dabei alles verliert. Lesenswert!

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Rezensionen von liesmal:

Grausames ABC

Der Alphabetmörder von Lars Schütz

Ein grausamer Mord lässt Jan Grall nach vielen Jahren in seine Heimat im Westerwald zurückkehren, die er nach dem Tod seines Bruders überstürzt verlassen hatte. Als Profiler werden er und seine Kollegin Rabea Wyler der „SOKO Alphabetmörder“ zugeordnet. Die Opfer werden nicht nur brutal verstümmelt, sondern außerdem vom Mörder tätowiert, mit jeweils einem Buchstaben des Alphabets, A, B, C - ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
Dem Autor Jens Schütz ist ein Debütthriller erster Klasse gelungen.

Er versteht es mit Worten umzugehen und die Spannung vom Anfang bis zum Ende zu halten. Obwohl die Opfer schrecklich zugerichtet wurden, versteht der Autor es, die Taten detailgetreu zu schildern, ohne dass die Beschreibung „blutrünstig“ wirkt. Immer wieder kommt es zu unvorhersehbaren Szenen und dadurch entsteht kein Nachlassen der Spannung.
Ganz besonders gefällt mir Jan Grall. Er ist ein Mann mit Ecken und Kanten, das macht ihn sympathisch. Außerdem hütet er ein altes Geheimnis, das zu erfahren allein schon Spannung für eine Geschichte bietet.

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Rezensionen von liesmal:

Leben anders als geplant

Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe von Corina Bomann

„Agnetas Erbe“, der erste Teil einer dreiteiligen Familiensaga aus Schweden, beginnt vor 100 Jahren. Erzählt wird die Geschichte der Frauen vom Löwenhof. Agneta hat als junge Frau gegen den Willen ihrer Eltern entschieden, ein freies Leben als Malerin zu führen. Sie lebt in Stockholm als moderne Frau, die zusammen mit einer Freundin für die Rechte der Frauen kämpft.

Doch das Schicksal hat einen anderen Lebensweg für Agneta vorgesehen. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt sie schweren Herzens auf den Löwenhof zurück, um die Tradition ihrer Familie fortzuführen. Als Gutsherrin bleiben ihr die Rechte der Frauen dennoch ein Anliegen und dass es für die Frau eine Schande ist, ein Kind allein großzuziehen, mag Agneta nur schwer akzeptieren.
Mir gefällt Agneta, weil sie eine sozial eingestellte Arbeitgeberin und eine starke Frau ist, die sich dem Leben stellt, auch wenn nicht alles nach Plan läuft.
Corina Bomann ist es wieder gelungen, eine fesselnde Geschichte zu schreiben. Mehr als 700 Seiten – und an keiner Stelle wird es langweilig. Nur sehr ungern habe ich das Buch zwischendurch beiseitegelegt.

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Rezensionen von rewareni:

Opfer und Täter

Gleis der Vergeltung von Astrid Korten

Was passiert, wenn der schönste Tag im Leben in einem Albtraum endet? Für Lynn bricht eine Welt zusammen, als am Tag ihrer Hochzeit mit Benedikt dieser bei einem Autounfall stirbt. Jahrelange Isolation und einfach nur dahinleben bestimmen das Leben von Lynn. Mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern hat sie kaum Kontakt, nur ihr an Demenz erkrankter Vater, den sie immer wieder im Pflegeheim besucht, lässt sie für kurze Zeit ihre Trauer vergessen.

Als aber eines Tages die geheimnisvolle Tilda auftaucht und ihr einen ungewöhnlichen Vorschlag macht ist Lynn zu allem bereit und sie merkt erst viel zu spät, worauf sie sich eingelassen hat.
Die drei Freunde Maarten, Hendrik und Annabelle, die alle Probleme mit ihren Partnern haben, müssen mit einem Geheimnis leben, das sie noch in große Schwierigkeiten bringen wird.
,,Sie´´ beginnen in den 60iger Jahren mit ihren ,,besonderen´´ Aktivitäten, deren Folgen bis ins Jahr 2017 reichen, wo es mit Lynn enden wird.
,,Gleis der Vergeltung´´ von Astrid Korten ist ein Psychothriller, der sprichwörtlich unter die Haut geht. Die Autorin hat sich eines sehr sensiblen und erschreckenden Themas angenommen, das aufgrund von wahren Begebenheiten und der Recherche mit Betroffenen, noch intensiver empfunden wird.
Wörter wie Fassungslosigkeit, Wut oder Gleichgültigkeit werden einem als Leser nach dem Roman in den Sinn kommen. Astrid Korten hat eine Geschichte erzählt, wo auch die Protagonistin Lynn auf manchmal emotionsloser und gleichgültig scheinender Art und Weise ihre Gedanken und Gefühle beschreibt. Wenn man aber zwischen den Zeilen liest sieht man eine vom Leben enttäuschten Frau vor sich. Der Glaube an alles, was man von einer liebevollen Familie erwartet, wird mit Füßen getreten und zurück bleibt ein Mensch , dessen Herz in Stücke zerbrochen ist und die Seele für immer verletzt ist.
Die Kapitel bestehen oft nur aus zwei Seiten, die aber so intensiv sind, dass man gar nicht mehr lesen braucht. Es ist ein berührender und spannender Roman, wo es die Autorin schafft, von Beginn an den Leser in Atem zu halten. Zu erwähnen ist aber, dass es unmöglich ist herauszufinden, wie der rote Faden sich durch die drei Erzählstränge zieht. Man braucht fast bis zum Schluss, bis man versteht wie Lynn, Maarten, Hendrik, Annabelle und ,,Sie´´ mit einander verbunden sind. Immer wenn man denkt, dass man eine Spur hat, kommt eine neue Überraschung, mit der man nicht gerechnet hat.
Da der Autorin das Thema in dem Roman sehr am Herzen liegt, spendet sie den Gewinn des Verkaufserlös. Wer also seinen Beitrag dazu leisten möchte und sich nicht scheut darüber zu lesen, wie Täter ihre Opfer brechen und manipulieren können und wie Menschen hilflos mit ihrem Schicksal zurecht kommen müssen, dem kann ich ,, Gleis der Vergeltung´´ nur ans Herz legen.

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Rezensionen von DieLeserin:

Eine Bremer-Kleingartengeschichte mit Witz und Charme!

Franziska und das Drogenkartell von Hans-Peter Mester

Bremen muss ja ganz schön witzig sein. Und das meine ich nicht, weil dort Kaffeemaschinen Namen haben und dadurch das Gesprächsrepertoire des Morddezernates erweitern oder über 70-jährige, schwerhörige Damen Frühstückspensionen mit Gästen führen, deren „Zustand eindeutig als auffällig“ zu bezeichnen ist.

Oder tot, wenn man es genau nimmt. Obwohl, das ist dann wohl weniger witzig.

Nein, Bremen muss witzig sein, weil Kriminalräte wie Strelitz eindeutig aufgeschmissen sind, wenn ihre Frauen mal ein paar Tage außer Haus sind. Oder auf Kur. Weil diese dann ganz schnell die leere Couch durch einen Austauschpolizisten ersetzen lassen, um nicht alleine sein zu müssen. Oder weil das Trinken zu zweit einfach weniger auffällt.

Okay, weniger witzig sind dann Beamte mit so richtig deutscher Manier, die Kleingartenparzellen auf hundertstel Millimeter vermessen lassen, in der Hoffnung vielleicht einmal eine Abrissbirne bestellen zu können. Aber solche Beamten haben in Bremen wohl kaum eine längere Haltbarkeitsfrist. Da kann man diese Bremer auch wieder verstehen.

Bremen erscheint auf alle Fälle bunt. Und ja, das Buch ist einfach witzig zu lesen.

Trotzdem sollte man hier wohl versierte Krimileser warnen, besonders den Buchtitel allzu ernst zu nehmen. Denn diese Franziska ist mehr Nebenfigur als Hauptfigur, diese Franziska ist eigentlich sogar abkömmlich, aber diese Leere füllt Strelitz wieder auf, der Kriminalbeamte, der kurz darauf auf dem Parkplatz eines Gasthauses neben einer Leiche aufgefunden wird.
Das mit dem Drogenkartell ist auch so eine Sache. Nicht wirklich ernstzunehmen, wie überhaupt der Krimi an sich, denn so ein waschechter Krimi ist das nicht. Viel zu sehr sucht man den roten Faden in der Krimistory, es wirkt eher chaotisch und den rote Faden sucht man vergebens.

Macht aber alles nix. Das Buch unterhält trotzdem ganz gut, diese Kleingartengeschichte hat nämlich viel Witz und noch mehr Charme und vor allem ganz viel schräge Figuren.

Und eine Kaffeemaschine namens Rudolf.

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Rezensionen von simone.h1:

Ein besonderes Mädchen

Mit anderen Augen von Körner Fabian S.

Der Autor, der durch sein erste Buch "Journeyman" und seine Reisen bekannt wurde, wird in diesem Buch Vater. Yanti ist ein ganz besonderes Mädchen, denn sie hat das Down-Syndrom. Trotzdem oder gerade deswegen ver- und bezaubert sie ihre Umwelt und die Eltern lassen und in diesem Buch an ihren Erfahrungen teilhaben.

Ich habe das erste Buch noch nicht gelesen, kannte es aber. Dieses Buch ist so aufgebaut, dass man als Leser im ersten Drittel und somit den Erzählungen vor Yantis Geburt, die beiden Eltern besser kennenlernt, etwas von den gemeinsamen Reisen erfährt und sie charakterlich dadurch für den Leser greifbarer sind und man die Lebenssituation der beiden besser verstehen kann. Nach Yantis Geburt darf man bei vielen interessanten Begebenheiten und Erfahrungen, insbesondere den ersten gemeinsamen Riesen, als Leser dabeisein und schließt die Kleine sofort ins Herz. Ein wenig schade finde ich, dass man nicht mehr kleine Momente mit Yanti mitbekommt. Z.B. hat mir gefehlt, ob ihr das Wasser genauso gut gefällt wie ihren Eltern, etc.

Dieser Tatsachenbericht ist gut und zügig zu lesen, die Sprache ist modern, offen und ehrlich, was ich sehr mag. Die Erzählung ist ein eher kurze Kapital gegliedert, was ich auch sehr angenehm zu lesen finde.

Für mich ist es natürlich bewunderswert, dass man der Außenwelt einen solchen Einblick in sein Privatleben und auch die eigenen Gedanken und Ängste lässt und freue mich immer wieder, wenn Menschen sich dazu entschließen und wahrscheinlich vielen anderen damit helfen können. Und davon bin ich bei diesem Buch wirklich überzeugt. Ich finde, dass es die Denkweise von vielen Menschen verändern kann und einen Anstoß gibt, seine eigenen Einstellungen nochmals auseinanderzunehmen.

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Rezensionen von KimVi:

Französische Leichtigkeit schwebt zwischen den Zeilen

Das Mädchen, das in der Metro las Gebunden. von Féret-Fleury Christine

Jeden Morgen, den Juliette auf der Fahrt zur Arbeit in der Metro verbringt, liest sie in einem Buch oder beobachtet weitere Mitfahrende bei deren Lektüre. Da ist zum Beispiel die Frau mit dem Kochbuch, ein Mann, der sich für Insekten zu interessieren scheint, oder die Frau, die stets an einer bestimmten Stelle in einem Liebesroman besonders ergriffen zu sein scheint.

Juliette beobachtet alles fasziniert und lässt dabei ihrer Fantasie freien Lauf. Eines Tages steigt sie spontan ein paar Stationen früher aus der Metro und lernt dabei Soliman kennen. Er lebt mit seiner Tochter Zaide, umgeben von riesigen Bücherstapeln, und ist davon überzeugt, dass jedes Buch die Macht hat, ein Leben zu verändern, wenn es an die richtige Person übergeben wird. Da Soliman seine Bücherstapel nicht verlässt, liefern ausgewählte Boten für ihn Bücher aus, in der Hoffnung, das passende Buch an die richtige Person zu übergeben. Juliette ist fasziniert und wird ebenfalls zu Botin.....

Der Schreibstil von Christine Fèret-Fleury ist geradezu poetisch und macht dieses Buch zu einer besonderen Lektüre, die man genießen sollte. Denn es gibt wundervolle Zitate und Lebensweisheiten zu entdecken, die zum Nachdenken anregen. Zwischen den Zeilen schwebt eine Leichtigkeit, die dafür sorgt, dass man sich beim Lesen einfach wohlfühlt und mühelos in Juliettes Geschichte eintauchen kann. Dennoch sollte man aufmerksam lesen, da es teilweise lange und verschachtelte Sätze zu entdecken gibt und die Handlung manchmal etwas sprunghaft verläuft. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant. Sie wirken durchaus sympathisch, allerdings baut man beim Lesen keine besondere Nähe auf, sondern bleibt eher distanziert. Das mag vielleicht an der Kürze der Lektüre liegen.

Ich habe mich beim Lesen dieses recht dünnen Büchleins im Großen und Ganzen sehr gut unterhalten gefühlt, da ich den poetischen und leicht melancholischen Schreibstil genossen habe. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir ein wenig mehr Nähe zu den Protagonisten gewünscht hätte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb vier von fünf möglichen Sternchen.

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Rezensionen von Lilli33:

Viel Hype um ein durchschnittliches Buch

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

Inhalt:
Vor elf Jahren musste die damals sechsjährige Zélie mit ansehen, wie die Soldaten des Königs ihre Mutter töteten, weil sie eine Maji war, eine Magierin. Denn die Magie sollte im ganzen Land ausgerottet werden. Doch in einigen Kindern schlummert sie noch, in den sogenannten Divînés wie Zélie.

Als Zélie zufällig ein magisches Artefakt berührt, erwacht die Magie in ihr. Zélie ist von den Göttern ausersehen, die Magie in die Welt von Orisha zurückzubringen. Kann ihr das gegen alle Widerstände gelingen?

Meine Meinung:
Tomi Adeyemi verarbeitet in ihrem Debütroman Mythen aus der nigerianischen Heimat ihrer Vorfahren. Sie will mit ihrer Geschichte gegen die Unterdrückung der Schwarzen durch die Weißen angehen, denn die Divînés und Maji sind dunkelhäutig, während die Königsfamilie und der Adel hellhäutig sind. Es steckt also eine gute Absicht dahinter - leider ist die Umsetzung nicht so gut geglückt.

Der Schreibstil ist größtenteils einfach, zuweilen auch leicht poetisch und eigentlich ganz angenehm zu lesen. Leider haben sich immer wieder ein paar für das Setting absolut unpassende Ausdrücke eingeschlichen, zumindest in der deutschen Übersetzung. Auch sonstige Ungereimtheiten, logische Lücken und Fehler sind vorhanden.

Die Erzählperspektive wechselt zwischen Zélie sowie dem Prinzen Inan und der Prinzessin Amari, die jeweils in der Ich-Form erzählen. Normalerweise führt die Ich-Erzählung dazu, dass man genau weiß, was im Protagonisten vorgeht. Nicht so bei diesem Buch. Viele Gedanken und Gefühle bleiben trotzdem unklar und unverständlich. Alle drei Erzähler entwickeln sich im Lauf des Romans weiter, zum Guten, aber auch zum Schlechten.

Die Welt, in die Adeyemi uns entführt, ist interessant und anders als unsere Welt. Doch konnte ich mir etliche Dinge nicht wirklich vorstellen, weil die Beschreibungen trotz der vielen Seiten eher dürftig sind. Vor allem zur Magie hätte ich mir noch viel mehr Erklärungen gewünscht, sie wirkt ab und an doch ziemlich nebulös und wenig nachvollziehbar.

Die Handlung geht einerseits rasant voran, andererseits ergeben sich aber auch immer wieder Längen. Es gibt sehr viele sehr blutige Kämpfe und grausame Handlungen. Im Film macht das sicher mehr Eindruck als im Buch, und ich kann gut verstehen, dass die Filmrechte bereits verkauft sind.

Der Handlungsverlauf ist relativ geradlinig, es gibt nur wenige Überraschungen. Und wenn sich den Helden schon mal Hindernisse in den Weg stellen, schaffen sie es in der Regel recht leicht, diese beiseite zu räumen.

Der Spannungs“bogen“ geht auf und ab und gipfelt in einem furiosen Showdown am Schluss, der mich ratlos und leicht frustriert mit einem bösen Cliffhanger zurückließ. Wann der 2. Band der geplanten Trilogie auf Deutsch erscheinen wird, wissen die Götter.

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