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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Setzt Fock und Großsegel!

Kanonenfutter von Alexander Kent

Kanonenfutter ist ein weiterer und vielleicht der bisher beste aus der Reihe um den jungen Richard Bolitho, der im 18.Jahrhundert für die englische Admiralität zur See fährt. Er ist 17 und inzwischen Leutnant.
Auf der “Destiny” wird er dritter Offizier. Durch seine Verschlossenheit hat er es zunächst nicht leicht, doch der Kapitän ist ihm zugeneigt.

Durch Richards Geradlinigkeit gewinnt er bald auch die bedingungslose Treue der Seemänner. Ein paar von ihnen stechen da besonders vor. Der bullenstarke Stockdale, ein ehemaliger Preisboxer, dem Bolitho geholfen hatte.. Oder der erfahrene Josh Little und der 14jährige Midshipman Jury. Sie sind loyal ohne unterwürfig zu sein und das macht sie zu wertvollen Gefährten bei den kommenden Gefahren.
Die Handlung umfasst die Reise der Destiny zunächst nach Madeira, später nach Rio de Janeiro. Der Grund für die Reise bleibt zunächst ein Geheimnis.

Kanonenfutter halte ich für einen wenig passenden Titel, der Originaltitel “Stand into Danger” ist besser. Erschienen ist das Buch im Original 1980. Es hat viele Stärken, zu denen überraschenderweise auch mehrere Beschreibungen von Seeschlachten mit direkten Kämpfen mit Säbeln gehören, wie man sie eigentlich nur aus Piratenfilmen kennt.
Auch einen romantischen Einschlag gibt es, als Richard Bolitho von der schönen Aurora fasziniert ist, aber sie ist verheiratet.

Der Roman überzeugt durch seine konzentrierte Art, bei der überflüssiges ausgespart wird und dabei doch nicht an Lesbarkeit einbüsst.
Kanonenfutter ist komplexer angelegt als die direkten Vorgänger und überzeugt deswegen bisher am meisten.

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Rezensionen von Schmiesen:

Die drei Ms - Magie, Maji, motorisierte Boote

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

Seit der Blutnacht ist in Orisha nichts, wie es einmal war. König Saran ließ in dieser schrecklichen Nacht alle Maji - magiebegabte Menschen - brutal abschlachten und machte unzählige Kinder zu (Halb-)Waisen. Dazu gehört auch Zelie, die bei dem Gemetzel ihre Mutter verlor. Als sich ihr nun die Möglichkeit bietet, die Magie zu retten, ergreift sie diese verzweifelt und stürzt sich voller Zorn und Rachsucht, aber auch mit neuen Freunden, ins Abenteuer.

In den USA wird dieses Buch gehypt , von Lesern genauso wie von der Presse. Dass sich Hypes nicht gut internationalisieren lassen , dafür ist "Children of Blood an Bone" der Beweis. Was in Amerika wirkt wie eine Explosion, erzeugt hier nur ein müdes Schulterzucken. Denn wenn das einzige Alleinstellungsmerkmal eines Fantasy YA Romans die Hautfarbe der Figuren ist, dann genügt das dem anspruchsvollen (europäischen) Leser nicht. Adeyemi ist es einfach nicht gelungen, ihr Setting und ihre Charaktere in eine ansprechende und außergewöhnliche Geschichte zu verpacken, und zu allem Übel ist auch die Welt an sich nicht besonders durchdacht und ausgereift.

Die Geschichte trieft vor Klischees. Verwöhnte Prinzessin wandelt sich zur mutigen Kämpferin, magiehassender Prinz wird selber zum Maji, zwei Liebesgeschichten dürfen auch nicht fehlen. Gähn. Und dann hetzt uns Adeyemi auch noch durch ihre Welt, als gäbe es kein Morgen. Ein Handlungselement reiht sich ans nächste, ohne Übergang, ohne Logik, passend dazu verpackt in abgehackten Hauptsatzreihen. Also auch kein Genuss für sprachliche Schöngeister.

Logik ist allgemein Mangelware in "Children of Blood and Bone". Zu Beginn der Geschichte reichen 15 Tage nur knapp, um die Insel zu erreichen, dann haben sie noch 5 Tage, feiern aber erstmal ein Fest, da 4 Tage ja auch noch genügen, am Ende reichen knapp noch 2 Tage, und dann schaffen sie es doch an einem. Wr befinden uns also offensichtlich in einem anderen Raum-Zeit-Kontinuum . Und was hat in einem mittelalterlich angehauchten Setting dann plötzlich ein Motorboot zu suchen? Und warum können alle frisch erweckten Maji plötzlich ihre Kräfte gezielt und kontrolliert einsetzen, obwohl dazu eigentlich Training und Beschwörungsformeln notwendig sind? Und warum...? Man könnte endlos weiterfragen. Ein Ärgernis ohnegleichen.

Auch mit ihren ProtagonistInnen schafft es die Autorin nicht, mich abzuholen . Zelie ist einfach nur nervig, naiv und mutig bis zur Dummheit. Ihr Bruder Tzain ist halt dabei, wahrscheinlich einfach, um noch eine Kreuzgeschwisterliebesgeschichte mit Amari inszenieren zu können. Denn deren Bruder Inan (kleiner magiehassender Prinz wandelt sich zu Unterstützer der Maji wandelt sich zu... nervigstes Hin und Her aller Zeiten) kann natürlich seine wunderschönen Augen nicht von Zelies Rundungen lassen. Nur Amari macht für mich eine einigermaßen sinnvolle Entwicklung durch und ist mir sympathisch. Aber wirklich, warum traut sich denn niemand, ein Jugendbuch ohne ätzende Liebesgeschichte(n) zu schreiben ??

Merkwürdigerweise fand ich den ersten Band dieser Reihe ganz schön schwach und ziemlich enttäuschend, möchte aber dank dem spannenden Showdown, der alle Verhältnisse auf den Kopf gestellt hat, trotzdem gerne wissen, wie es in Orisha weitergeht. Das hatte ich auch noch nie - wenn mich der erste Band nicht überzeugt, dann lasse ich die Reihe normalerweise fallen. Bei "Children of Blood and Bone" werde ich mir die Fortsetzung aber auf jeden Fall anschauen.

Dennoch: Fans von logischer, stringenter Handlung, gutem World- und Charakterbuilding und aufrichtigen Emotionen würde ich dieses Buch keinesfalls empfehlen. Hautfarbe und Setting machen noch keinen guten Fantasyroman!

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Rezensionen von heinoko:

Ringelfröhlich und herzallerliebst

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi


Was für ein unglaublich zauberhaft-liebevolles Buch! Ich finde kaum die richtigen Worte, um meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen.
Vorweg: Ich liebe Wolle, ich liebe Stricken und ich liebe handgestrickte Socken. Und so hüpft das Buch, das mit einer leibhaftigen Socke am Band bestückt ist, schon gleich mitten in mein wollstricksüchtiges Herz hinein.

Und ich liebe bunte Bücher mit bunten Bildern und bunten Geschichten. Und so ist das Buch sofort auch in mein buchverrücktes Herz geschlüpft.
In wortgeschickten Reimen schickt uns die Socke, die immer wieder verschwindet oder stibitzt wird, zu verschiedenen fantasievollen Örtlichkeiten wie auf den Vogelkäferwurmwimmelbaum oder ins Unterwasserteichgetümmel, bis nach den vielen Socken-Abenteuern eine Sockenzwangknallparty alle fröhlich zusammen feiern lässt. Die Reime sind im Inhalt so herzlich-sanft, humorvoll und im Rhythmus so musikalisch-einprägend, dass man sie gerne laut lesen mag und Kinder wie Erwachsene sie sofort lieben und immer wieder hören wollen. Wer kennt nicht aus seinem eigenen Leben das Rätsel der verschwundenen Socke. Dieses Buch für Kleine und Große offenbart das geheime Leben der Socken!
Der Text ist sozusagen das eine gelungene Standbein bzw. die eine perfekt gestrickte Standsocke des Buches. Das zweite sind die unfassbar schönen, phantasiereichen, bis ins kleinste Detail gezeichneten wunderbaren Illustrationen von Antje Vogel. Frösche segeln auf Störchen, Marienkäfer hängen frisch gewaschen auf der Leine, das Kamel ist gut bekleidet, und alle, alle, alle tragen Socken, uni oder ringelbunt, getupft oder ringelfröhlich. So oft man das Buch auch in die Hand nimmt: Immer wieder entdeckt man Neues, ein weiteres witziges Detail. Und wen wundert es da, dass die Lehrtafel in der Häschensockenstrickschule die, wie die Strickerin weiß, genau die korrekten Maschen und Maße angibt.
Fazit: Für mich das warmherzigste und phantasievollste Geschenkbuch für jedes Alter, das ich seit langem in Händen hielt.

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Rezensionen von markus.neuner:

Ein muss für den Biologie und Physikunterricht

Was ist Leben? von Erwin Schrödinger

Erwin Schrödinger's Meisterwerk "Was ist Leben" (engl. What is Life) beschreibt den Aufbau einer menschlichen Zelle mit den Augen eines Physikers. Schrödingers Einblick in die Welt der Mikrobiologie beschreibt die Entstehung des menschlichen Lebens und seine Eigenschaften die den Menschen überhaupt ausmachen auf Grund seines Erbgutes.

Was der Mensch auf Grund seiner Erbeigenschaften ist zeichnet ihn aus. Schrödinger beschreibt den Vorgang auch aus der Sicht der Quantenphysik und der Chemie. Mit seinen genialen Gedankengängen hat er die Biologie des 20.Jahrhunderts und ihre Forschung der Erbanlagen der Menschen in seinem Buch maßgeblich beeinflusst. Dieses kleine Taschenbuch ist ein Muss im Biologie, Physik und Chemieunterricht und sollte deshalb für jede Schule Pflichtlektüre sein.

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Rezensionen von Caroline :

Sehr gelungene Geschichte rund um die Schüler des Trainingcenters

Black Dagger Legacy - Zorn des Geliebten von J. R. Ward

Jeden Tag arbeiten die Schüler hart im Trainingscenter der Black Dagger Bruderschaft. Vor allem Novo sieht dort ihre Zukunft, denn mit ihrer Familie verbindet sie kaum mehr etwas. Als ihre Schwester ihr eröffnet heiraten zu wollen, kommen viele ungebetene Erinnerungen wieder hoch.

Peyton dagegen erweckt immer den Anschein eines Sunnyboys.

Sein Charme, sein gutes Aussehen und sein Reichtum bescheren ihm einen ständigen Nachschub an willigen Frauen. Doch er ist der Aufmerksamkeit und der unpersönlichen Bettgeschichten langsam überdrüssig.

Novo und Peyton kämpfen Seite an Seite als ihm ein schwerer Fehler unterläuft. Peyton muss erkennen, dass seine Handlungen schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen können, die möglicherweise nicht mehr gut zu machen sind.

Im Audienzhaus geht Saxton seiner Arbeit mit dem König nach. Er weiß, dass seine Tätigkeit enorm wichtig ist, dennoch empfindet er keinerlei Befriedigung mehr dabei. Seine Gedanken schweifen immer häufiger ab und er überlegt Cladwell zu verlassen. Seine ständige Nähe zu Blay schmerzt ihn.

Ruhn, Bittys Onkel fühlt sich im Haus der Bruderschaft nicht wirklich wohl. Es fehlt ihm seinen Unterhalt aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Ihm ist klar, dass es schwer für ihn sein wird, in Cladwell Fuß zu fassen, aber er möchte unbedingt in Bittys Nähe bleiben.

Als sich die Gelegenheit ergibt Saxton in einer wichtigen Sache zu begleiten, greift er die Gelegenheit beim Schopf. Auch wenn er anfangs das Gefühl nicht los wird, dass der Anwalt des Königs ihn sehr gering schätzt. Doch im Laufe der Zusammenarbeit erkennt er, dass Saxton ihn nicht herabwürdigt und ihn verwirren auch seine Gefühle. Noch niemals empfand er solch körperliche Anziehung zu einem Mann.



Wie hat es mir gefallen?

Der 3. Band der Black Dagger Legacy Reihe ist dieses Mal ein richtiges Spin-Off geworden. Das Hauptaugenmerk liegt eindeutig bei den Schülern. Saxton als des Königs Anwalt bekommt hier auch seine Geschichte. Das passt für mich auch ausgezeichnet.

Novo und Peyton sind feste Mitglieder des Trainingcenters. Sie lernen nicht nur Theorie sondern werden auch im Kampf gegen die Lesser eingesetzt. Sie müssen ständig bis an die Grenzen ihrer Kräfte gehen. Novo blieb für mich bisher immer ein wenig im Dunkeln, doch nun tritt sie ins Licht. Wir erfahren mehr über ihre Familie und ihre Vergangenheit. Sie sondert sich meist ab und beobachtet aus der Distanz. Ihre Blicke treffen dabei auch oft auf Peyton, der eigentlich überhaupt in ihr Beuteschema passt und vor allem scheint sein Herz immer noch an Paradise zu hängen.

Peytons tägliches Ziel ist das Trainingscenter. Mit seinem Vater verbindet ihn kaum mehr was, fast täglich liefern sie sich Streitgespräche, denn in den Augen seines Vaters ist Peyton der Familie nicht würdig. Niemals musste er freiwillig auf etwas verzichten. Bisher hatte er auch kein Ziel auf das er zustreben konnte, nun jedoch gilt seine ganze Aufmerksamkeit der Bruderschaft.

Saxton ist eine jener Figuren in dieser Serie, die mir unglaublich ans Herz gewachsen ist. Ich freute mich mit ihm und ich litt furchtbar, als Blay endlich seine wahre Liebe fand. Seine Loyalität und Integrität dem König gegenüber suchen seinesgleichen. Sieht er ein Problem, dann verbeißt er sich so lange darin, bis er eine Lösung gefunden hat. Seine Gedankengänge, Cladwell zu verlassen, sind verständlich, denn keiner könnte auf Dauer mit den wundervollen aber schmerzhaften Erinnerungen leben.

Als Ruhn auf all seine familiären Rechte auf Bitty verzichtet hat, zeigte das bereits sein großes Herz. Seine ruhige und besonnene Art sind sehr einnehmend. Im Laufe der Geschichte lernen wir ihn noch genauer kennen. Er ist sehr vielschichtiger und es war echt interessant ihn bei seinen zaghaften Schritten in ein neues Leben zu beobachten.

Das Buch konzentriert sich eindeutig auf die Seitenstränge und deren wichtige Figuren. Vor allem die Entwicklungen, die alle 4 Hauptfiguren durchmachten, gefielen mir sehr gut.

Immer wenn ich ein Buch rund um Black Dagger beginne, empfinde ich es wie ein nach Hause kommen. Ich kenne die Figuren, weiß wie sie ticken. Ich liebe die gemeinsamen Mahlzeiten, lasse mich in ihre Welt fallen. Muss mit Rhage lachen, wenn er wieder einmal einen Tootsie Pop vernichtet. Sehe begeistert zu, wenn V den Musikgeschmack der anderen kritisiert. Wrath mit George zu beobachten, lässt mein Herz schmelzen.

Im April 2019 erscheint „The Savior“ und bereits jetzt bin ich unglaublich neugierig.

www.mariessalondulivre.at

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

Emmerich und Winter ermitteln wieder!

Black Dagger Legacy - Zorn des Geliebten von J. R. Ward

Wien, März 1920. Der Krieg ist zu Ende, die Monarchie Vergangenheit und Österreich ist eine junge, instabile Republik, in der verschiedenste politische Kräfte um die Macht kämpfen. Das Leben der Menschen ist gekennzeichnet von bitterer Armut, hoher Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, unzureichender medizinischer Versorgung und Hunger.

Der Krieg wurde überlebt – aber dieses Überleben war für viele Menschen nur Kampf, Demütigung und Sorge.

Vor diesem Hintergrund ermitteln Rayonsinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter. Die beiden könnten nicht gegensätzlicher sein: Emmerich wuchs in einem Waisenhaus auf, hat bereits von Kind an Elend und Not kennengelernt. Im Krieg schwer verwundet, bereitet ihm diese Verletzung nach wie vor immer wieder Schmerzen und auch sein Privatleben erscheint nach der Trennung von seiner Geliebten hoffnungslos. Er ist draufgängerisch, ehrlich und hat eine sehr differenzierte Ansicht von Recht und Gerechtigkeit.

Winter hingegen stammt aus einer adeligen Familie, die zwar verarmt ist, aber trotzdem noch gesicherte Verhältnisse bietet. Er lebt mit seiner Großmutter in einem Haus, während Emmerich in einem Männerlogierheim schläft. Winter ist klug, vorsichtig, zurückhaltend, wohlerzogen und seinem Vorgesetzten gegenüber unbedingt loyal. Aber gerade durch diese Gegensätzlichkeit ergänzen die beiden einander perfekt und bilden ein außergewöhnliches Ermittlerduo mit zahlreichen Ecken und Kanten.

Binnen kurzer Zeit ereignen sich in Wien zwei grausame Morde: der Stadtrat Fürst und Frau Abele werden ermordet – beides hochangesehene Bürger, allseits beliebte und geachtete Wohltäter. Die Polizei findet rasch einen Täter, der ist allerdings unschuldig. Emmerich und Winter kommen nur über Umwege zu diesen Ermittlungen. Sie sind in der Abteilung „Leib und Leben“ nicht gut angesehen und außerdem sind sie die einzigen, die von der Unschuld des Inhaftierten überzeugt sind. Folglich müssen ihre Untersuchungen im Geheimen stattfinden. Und diese Ermittlungen führen sie in Bordelle und Bäder, illegale Wettlokale, wo Kämpfe stattfinden (und Emmerich sicher den seltsamsten Kuss seines Lebens erlebt), in den Wiener Untergrund ebenso wie in höchste gesellschaftliche Kreise oder in die Welt der Filme und Stars.

Emmerich und Winter arbeiten bei ihrer Suche nach der Wahrheit konsequent, manchmal mit recht hohem persönlichen Einsatz, immer unkonventionell und oft genug am Rande der Legalität. Soviel darf hier verraten werden: sie lösen den Fall extrem einfallsreich, dramatsich und spektakulär – ganz großes Kino mit einem sehr realen Ende!

Alex Beer ist hier eine großartige Mischung gelungen. Einerseits gefällt mir die logisch konstruierte Kriminalgeschichte - extrem spannend und außerdem hat sie mich gleich mehrmals in die Irre geführt. Andererseits ist dieser Krimi auch sehr interessant, weil ich ganz nebenbei vieles über die damalige Zeit, die historisch wichtigen Ereignisse, ebenso wie über die Lebensumstände der Menschen erfahren konnte. Die Atmosphäre der Stadt ,die irgendwie eine heimliche Hauptrolle spielt, wird lebendig vermittelt – auch weil die Autorin ihre Protagonisten immer wieder in gemäßigtem Dialekt sprechen lässt. Cornelius Obonya hat dies in der Hörbuchversion übrigens genial umgesetzt!

Egal ob Buch oder Hörbuch - es ist ein spannender Kriminalroman mit viel historisch interessanten Details und sympathischen Protagonisten, die hoffentlich bald wieder ermitteln werden!

Großartiges Lesevergnügen!

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Rezensionen von dorli:

kurzweilige Zeitreise

Die fremde Prinzessin von Sabrina Qunaj

In ihrem historischen Roman „Die fremde Prinzessin“ nimmt Sabrina Qunaj den Leser mit in das 12. Jahrhundert nach Wales und Irland und erzählt von einem bedeutenden Ereignis in der irischen Geschichte: der normannischen Eroberung des Landes.

Im Mittelpunkt dieses vierten und abschließenden Bandes der Geraldines-Reihe steht eine uneheliche Tochter von Richard „Strongbow“ de Clare: Basilia „Lia“ de Clare.

Lia wächst im Schatten der Burg von Striguil auf und ist ein richtiger Wildfang. So herrlich ungestüm, dass eigentlich jeder sie sofort ins Herz schließen müsste, doch als Tochter eines normannischen Earls und einer walisischen Magd hat sie es nicht gerade leicht. Sie wird von keiner Seite wirklich akzeptiert, sondern immer wieder als Bastard beschimpft. Aber Lia lässt sich nicht unterkriegen, im Gegenteil, ihre vielfältigen Erfahrungen machen sie stark für das Leben, das ihr Vater für sie vorgesehen hat. Zu einer heiratsfähigen jungen Frau herangewachsen, nimmt Strongbow Lia mit nach Irland. An der Seite ihrer Stiefmutter Aoife lernt sie das von blutigen Unruhen erschütterte Land kennen und schließlich auch lieben…

Eine weitere Hauptrolle in dieser Geschichte spielt Raymond le Gros, ein Enkel von Nesta ferch Rhys und Gerald de Windsor. Raymond ist einer der fähigsten Ritter in Strongbows Gefolge, besonders die militärischen Erfolge während der Eroberung Irlands gehen zu einem erheblichen Teil auf sein Konto. Obwohl Strongbow auf Raymonds Geschick als Feldherr angewiesen ist und ihm in diesem Bereich vollkommen vertraut, herrscht auf persönlicher Ebene eine regelrechte Fehde zwischen den beiden Männern – ein Umstand, der auch für Lias Lebensweg von großer Bedeutung ist…

Sabrina Qunaj erzählt Lias Geschichte sehr anschaulich und unterhaltsam, jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd. Die Autorin hat eine Fülle wahrer Begebenheiten in die Handlung eingeflochten und zeichnet damit ein facettenreiches und sehr glaubwürdiges Bild von Zeit und Ort - man kann sich die Schauplätze und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen und durchweg prima mit den Akteuren mitfiebern und mitfühlen.

Sowohl Haupt- wie auch Nebenfiguren bekommen schnell ein Gesicht, alle werden lebhaft und ausdrucksstark dargestellt und wirken in ihrem Tun überzeugend. Es war äußerst spannend, die Wege der Akteure zu verfolgen und es hat Spaß gemacht, ihr Miteinander und Gegeneinander zu beobachten und die schönen Momente wie auch die traurigen Augenblicke mit ihnen zu teilen. Ob nun Lias intrigante Zwillingsschwester Alina, der wissbegierige Knappe Geoffrey oder auch der scheußliche Robert de Quincy – sie alle sorgen dafür, dass die Geschichte immer wieder neuen Schwung bekommt und die Sogwirkung bis zur letzten Seite nicht abreißt.

„Die fremde Prinzessin“ hat mich rundum begeistert – eine gelungene Verknüpfung von historischen Fakten, Spannung und Unterhaltung, die schwungvoll erzählt wird und mir eine interessante, kurzweilige Zeitreise beschert hat.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein außergewöhnlicher Roman mit interessanter und vor allem ungewöhnlicher Thematik, der auch durch die Charaktere besticht.

Das Wunder von Donoghue Emma

Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler.

Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht?...(Klappentext)

✽✽✽✽✽✽✽✽✽✽

"Im Hinausgehen warf jeder Besucher ein Almosen hinein.
Das Balg war offenbar eine ebenso erträgliche Attraktion wie Menhire oder Keltenkreuze."
(S. 47)

Es wird hier ausschließlich aus der Sicht der Krankenschwester Lib Wright erzählt.
Lib ist ein Charakter der keineswegs (von Anfang an) sympathisch ist. Ein überhebliches Frauenzimmer aus der Großstadt mit Vorurteilen gegenüber der ländlichen Bevölkerung und den Iren im Allgemeinen. Des Weiteren ist sie eine Nightingale-Schwester und fühlte sich schon an ihrem vorherigen Arbeitsplatz, einem Londoner Krankenhaus, den anderen Schwestern überlegen. Sie wurde aufgrund dessen auch nicht wirklich gemocht. Dementsprechend überqualifiziert fühlt sie sich, als sie erst bei der Ankunft im Dorf erfährt, dass sie einfach nur als Wärterin für ein kleines Mädchen fungieren soll. Diese Arbeit soll sie sich mit einer zweiten Wärterin teilen und diese ist ausgerechnet eine katholische Nonne.
Beide wurden sie von einem Komitee einberufen, um diesen Schwindel, bzw. dieses göttliche Mirakel, aufzudecken. Für Lib ist von Anfang an klar, dass es sich hier nur um lächerlichen und fanatisch katholischen Firlefanz handelt, den sie schnell aus der Welt schaffen würde. Doch das erweist sich wesentlich schwieriger als gedacht.

"Wie kamen sie bloß darauf, ein junges Mädchen zur Heiligen zu erklären, nur weil sie sich einbildeten, es sei über gewöhnliche menschliche Bedürfnisse erhaben?
Der Zirkus erinnerte Lib an Karnevalsumzüge auf dem Kontinent, wo maskierte und kostümierte Statuen durch die stinkenden Gassen paradierten."
(S. 46)

Dieser historische Roman stützt sich auf dokumentierte Fälle der sogenannten "Fasting Girls" (Fastenmädchen). Diese fand man vor allem vom 16. bis 20. Jahrhundert sowohl in Amerika als auch in Europa. Heute würde man es als Anorexie (Magersucht) bezeichnen, doch der Grund dieses Fastens war früher meist von katholischem Fanatismus geprägt. Der Kampf zwischen Agnostikern und Mystikern durchzieht diesen Roman wie einen roten Faden.

Dadurch das man hier in ein erzkatholisch irisches Dorf in der Mitte des 19. Jahrhunderts reist, erhält man tiefe Einblicke in das Leben und die Denkweise der damaligen streng katholischen Bevölkerung. Thematisiert werden hier vor allem Fundamentalismus und Extremismus. Es ist befremdlich und vor allem bedrückend mit anzusehen, wie sich ein 11-jähriges Mädchen diesem Dogma unterwirft und sich dadurch selbst zerstört - unter den Augen der Familie, welche sie auch noch darin unterstützen, da sie selbst diesem Glauben ganz und gar verfallen sind.
Die Auflösung dieses Wunders ist schockierend und überhaupt nicht mehr so "historisch". Dies ist vor allem vom psychologischen Standpunkt her interessant.
Für mich als Krankenschwester war es ebenso interessant in die Sicht-, Denk- und Arbeitsweise einer Schwester der damaligen Zeit und vor allem einer Nightingale zu blicken. Dabei hat es mir nicht selten vor Entsetzen die Haare aufgestellt.

"Es gehörte nicht zu ihren Aufgaben nett zu sein."
(S. 55)

Die Charakterzeichnung ist mehr als nur gelungen und vor allem mit Lib und Anna hat die Autorin zwei äußerst interessante Protagonisten erschaffen. Sympathieträger sucht man hier anfangs vergebens - jeden einzelnen möchte man am liebsten durchschütteln und anbrüllen. Dies macht diesen historischen Roman jedoch umso lesenswerter, da dadurch die Charakterentwicklung der beiden Protagonistinnen etwas ganz besonderes ist und ins Auge sticht.

Der Schreibstil selbst ist flüssig und der Erzählstil passt sich in gewisser Weise der damaligen Zeit an, ohne jedoch vertrocknet und altbacken zu klingen. Im Gegenteil! Dies erhöht die Atmosphäre und man fühlt sich als Leser in das 19. Jahrhundert zurückversetzt.

Es ist durchaus spannend mit der Nightingale-Schwester Lib dieses sogenannte Wunder zu enttarnen. Dabei rollt man gemeinsam mit ihr über so viel heiligen Fanatismus, welcher das gesamte Dorf betrifft, genervt die Augen. Hin und wieder kommt es jedoch zu kleinen langatmigen Stellen, wobei das Meckern auf hohem Niveau ist und dies vermutlich auch meiner Ungeduld geschuldet war dieses Wunder endlich als Humbug aufzulösen und dem Mädchen zu helfen.

Zusätzlich möchte ich noch die wundervolle und hochqualitative Aufmachung dieses Buches erwähnen. Das Buch verrät eine Liebe zum Detail und ist alleine für sich schon ein Hingucker.

Fazit:
Ein außergewöhnlicher historischer Roman mit interessanter und vor allem ungewöhnlicher Thematik, die sich auf reale Fälle stützt. Zudem kann man die Themen wie Anorexie, Fanatismus und Fundamentalismus auch sehr gut in unsere Zeit übertragen, da sie derzeit aktueller sind denn je sind.
Mich konnte jedoch nicht nur die Thematik begeistern, sondern vor allem auch die Charaktere und deren Entwicklung. Dieses Buch ist der Beweis, dass ein Roman auch ohne (anfängliche) Sympathieträger funktionieren kann. Dies hat dem Roman, meiner Meinung nach, noch die gewisse Würze verliehen. Trotz weniger Längen konnte mich dieser Roman begeistern und ließ mich gleichzeitig auch nachdenklich zurück.
Es ist ein historischer Roman der sich einem einprägt und nicht mehr so schnell loslässt.

© Pink Anemone

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Rezensionen von DieLeserin:

Sadistischer Mainstream-Thrill mit kritischen Extras!

Die Saat des Killers von Cleave Paul

Detective Inspector Mitchell Logan wird bei einem Einsatz getötet. Seine Augen spendet er seinem 16jährigen blinden Sohn Joshua. Mitchell konnte nicht wissen, was er mit dieser Spende seinem Sohn antut. Denn Joshua erhält durch die Spende nicht nur das Augenlicht wieder, sondern auch Träume und Erinnerungen, die eindeutig nicht dem Jungen gehören.

Zelluläres Gedächtnis nennt man diesen unerforschten Bereich, der, dank Cleave, richtig erschreckend werden kann.

Ein ganz großes Sonderpaket steckt in diesem Thriller. Es geht nicht nur um Organspenden, sondern auch um die Frage, ob es zelluläres Gedächtnis wirklich gibt und wenn ja, welche unabsehbaren Folgen das haben kann. Natürlich hat Paul Cleave diese Idee ans Limit geschrieben, denn was passiert, wenn Organspenden von Mördern transplantiert werden und damit auch Erinnerungen, Neigungen, Träume?
Es geht auch um Rache, Selbstjustiz, vermeintlich ausgleichende Gerechtigkeit. Denn oft stehen hinter guten Taten böse Handlungen. Und Cleave kann wirklich böse schreiben, wir wir aus anderen Thrillern schon wissen.
Es wäre auch kein Cleave-Thriller, wenn es gegen Ende nicht richtig sadistisch zur Sache geht. Bis kurz vor dem Ende könnte man den Thriller wirklich jedem Leser in die Hand drücken. Verhältnismäßig harmlos liest sich die Geschichte um Joshua, eher bedrückend, denn Joshua scheint mit seiner Annahme eines Familienfluchs wirklich gar nicht weit weg zu liegen. Der Junge hat es einfach schwer. Und verdammt viel Pech.
Aber gegen Ende drückt Cleave nochmals auf die Tube, verspritzt sadistische Fantasien und lässt natürlich mehr als eine böse Figur auf der Bildfläche erscheinen, sodass man als Leser schon etwas abgehärtet sein sollte.

Den Mix finde ich gut. Sadistischer Mainstream-Thrill mit viel kritischen Hinterfragen in Bezug auf Organspende, die Einteilung der Menschen in gut und böse, Freundschaften, die zerbrechen, aber auch den Weg eines Blinden zum Sehenden. All das hat er gut verpackt und liest sich interessant. Nur Herr Cleave, einen Hinweis möchte ich hinterlassen: Organe kann man von Toten auch heute noch nicht transplantieren, dazu muss der Körper noch am Leben sein bzw. erhalten werden.

Ein wirklich guter Thriller, mehr als nur Unterhaltung, und auch wenn am Ende dann doch Cleaves Fantasie ihre Grenzen sprengt, absolut lesenswert.

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Rezensionen von freakajules:

Ein guter zweiter Band mit neuen Erzählperspektiven!

Save You von Mona Kasten

Genau wie bei vielen anderen Bücher-Liebhabern und Bloggern zählt Mona Kasten mittlerweile zu einer meiner liebsten Autorinnen. Die sehr liebenswürdigen Charaktere und die süßen Liebesgeschichten haben es mir einfach angetan – und gerade James und Ruby habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Ruby ist so goldig und unschuldig, aber doch knallhart bei ihren Plänen und Zukunftsvorstellungen, so dass es mich ausgesprochen interessiert hat, wie James es schaffen wird, seinen Fehltritt bei Ruby wieder gut zu machen.

Und genau damit beschäftigt sich "Save you", der zweite Band der "Maxton-Hall"-Trilogie.

Ehrlich gesagt hatte ich anfangs sehr große Zweifel, wie sich die Geschichte zwischen Ruby und James wieder einrenken lassen würde. Mir schien das nach seinem Patzer eigentlich so gut wie unmöglich. Desto mehr hat es mich überrascht, dass ich James im Laufe der Geschichte wirklich verzeihen konnte. Ich konnte nicht unbedingt verstehen, warum er so gehandelt hat, wie er es am Ende des ersten Bandes "Save me" getan hat, aber ich wäre an Rubys Stelle vermutlich auch schwach geworden und hätte ihm eine zweite Chance gegeben. Allerdings hätte ich mir dennoch vom Plot gewünscht, dass Ruby nicht so leicht nachgibt. Man merkt zwar, dass sie es sich wirklich nicht einfach macht, dass sie tief verletzt ist und James auch nicht von jetzt auf gleich alles vergibt, aber ich hätte ihn gerne länger zappeln und sich mehr anstrengen sehen.

Ansonsten hat mir die Entwicklung der Handlung gut gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass in diesem Buch nicht allzu viel passiert. Lydia und James versuchen noch immer mit dem Verlust in ihrer Familie umzugehen und Lydia quält sich zusätzlich mit ihrer Schwangerschaft und ihrem Liebeskummer. Sie bekommt in "Save you" ihre eigene Perspektive, weswegen der Leser auch mehr aus ihrem Leben, mehr von ihren Gefühlen und mehr von ihrem Charakter erfährt. Lydia nimmt daher einen Teil der Nebengeschichte ein, die zwar weiterhin hinter der Hauptgeschichte zurückbleibt, diese aber dadurch auch ein Stück weit interessanter macht und bereichert.

Auch Ember, Rubys kleine Schwester, bringt durch ihre eigene Perspektive Abwechslung in den Plot. Wenn auch nicht so stark, wie ich es mir gewünscht hätte. Das Ende macht auf jeden Fall deutlich, dass da im dritten Band noch einiges auf Ember und einen von James' Freunden zukommt – und somit auch auf den Leser. Ich bin gespannt, wie Mona Kasten dies umsetzen wird, wohlbemerkt, ohne die Hauptgeschichte aus dem Fokus zu verlieren und ein Chaos entstehen zu lassen, dass sich nachher nur unglaubwürdig wieder entwirren lässt. Allerdings vertraue ich der Autorin da hundertprozentig und freue mich auf die Auflösung all der Probleme und des Dramas.

Das Ende lässt mich ein bisschen zwiegespalten zurück. Ich hatte die Entwicklungen zu diesem Zeitpunkt ehrlich gesagt gar nicht kommen sehen, denn ich dachte, die Sache wäre mittlerweile gegessen und würde keinen Platz mehr im Plot einnehmen – tja, falsch gedacht. Und zwar so falsch gedacht, dass mich das Ende wirklich absolut schockiert hat. Ich fand den Schluss wirklich absolut genial mit diesem Cliffhanger umgesetzt (hätte man doch nur Embers Kapitel danach weggelassen, dann wäre es noch besser gewesen!). Das ändert allerdings nichts daran, dass ich doch ein bisschen enttäuscht war von Rubys letzter Szene. Was zur Hölle war da mit den Charakteren los?! Bis jetzt kann ich mir leider nicht erklären, was in Rubys Mum gefahren ist, wieso sie so reagiert hat und wieso sie Ruby so im Regen stehen lässt. Ich konnte das leider nicht wirklich mit der Ausgestaltung ihres Charakters aus den vorherigen Szenen und aus dem Vorgängerbuch vereinen. Ich frage mich an dieser Stelle noch immer, ob es eine Vor-Szene gibt, die wir als Leser (noch) nicht kennen. Mona Kasten hat diese Frage ja ansatzweise in der Lesejury beantworten können, ganz überzeugt hat mich ihr Statement dazu leider trotzdem nicht.

Fazit
"Save you" knüpft in all den positiven Punkten an den Vorgängerband "Save me" an und konnte mich daher fast mühelos überzeugen. Die neuen Perspektiven empfand ich als erfrischend und auflockernd und auch der Cliffhanger hat mich mitgenommen. Bis auf das "Aus-Der-Rolle-Fallen" eines Charakters habe ich also so gut wie nichts zu meckern. Ich freue mich auf den Abschlussband!

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