Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Wolly:

Zwiegespalten

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

Children of Blood and Bone - ein viel gehyptes Erstlingswerk, das versucht eine politische Botschaft in eine Fantasiegeschichte zu stricken.


Eigentlich handelt es sich bei dem Auftakt dieser Triologie um ein ganz normales Jugendbuch. Gut gegen Böse, magische Elemente, erste Liebe und eine Menge Abenteuer.

Diesmal im Gegensatz zu den meisten Jugendbüchern aber mit afrikanischem Flair und dunkelhäutigen Figuren. Eine Besonderheit die mir gut gefallen hat, eben weil sie sich von der Masse in diesem Genre abhebt. Zu Beginn stolpert man ein wenig über die fremden Begriffe, die recht zahlreich auftreten, was mich aber nicht gestört hat. Für mich sind sie eine gute Unterstützung für die exotische Stimmung.

Leider findet sich sonst wenig, was so bisher nicht da gewesen ist. Die Unterdrückung bestimmter Volksgruppen, die böse Monarchie und all das kennen wir aus vielen anderen Büchern. Ich hatte gehofft, das die magischen Elemente des Buches aussergewöhnlicher sein würden. Das Potenzial dazu hätten sie gehabt, nur leider kommt für meinen Geschmack zu wenig Magie rüber. Sehr schade, denn wenn die Zauberkunst eine Rolle spielte, fand ich die Szenen sehr schön zu lesen.

Aber es muss ja auch nicht immer das Rad neu erfunden werden, der Leser freut sich ja einfach über eine gut geschriebene Geschichte. Das ist hier bis auf einige logische Schwächen der Fall. Man hat einfach manchmal das Gefühl ein Erstlingswerk zu lesen. Es holpert hier und da in der Sprache und es werden zu viele Ideen verarbeitet, um alle in ein Buch zu pressen. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen. Ich mochte nicht alle Charaktere, habe aber mit manchen wirklich mitgelitten, so das ich am Ende denke, die Geschichte macht Spaß, wenn man sie nicht allzu kritisch beäugt.

Fazit:

Wie man sehen kann bin ich wirklich hin- und hergerissen weil sowohl positiv als auch negativ die Liste recht lang ist. Mein Rat an euch lautet einfach, euch nicht zu sehr von dem Hype beeinflussen zu lassen. Für den kann die Autorin nichts. Bildet euch einfach eine eigene Meinung und schaut ob ihr euch von dem afrikanischen Flair anstecken lasst.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Wolly

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Marie, 14 Jahre aus Innsbruck,

Ruby Redfort – Tödlicher als Verrat von Child Lauren

Im sechsten Band der Ruby-Redfortreihe passiert zwar kein neuer Fall für die junge Spitzenagentin, jedoch werden die Cliffhanger der vorherigen Teile aufgelöst. Ruby wiederholt ihre Survivalausbildung, was ihr später äußerst hilfreich ist. Ruby findet viele Geheimnisse des mysteriösen Grafen von Klapperstein heraus, indem sie in das Prismenarchiv, welches ein streng geheimer Aufbewahrungsort für Spektrumakten ist, einbricht.

Mir hat das Buch relativ gut gefallen, es ist zwar bei weitem nicht so gut wie der erste Band, allerdings angenehm zu lesen. Mit ihrem witzigen Schreibstil konnte mich die Autorin auch dieses Mal wieder fesseln. Gestört hat mich nur, dass es eigentlich keinen neuen Fall gab und das größte Rätsel um den Grafen und seinen Chef auch nicht wirklich gelöst wurde.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tyrolia-Testleser

Rezensionen von heinoko:

Ein nicht endendes Vexierspiel

Zwischen Wahrheit und Lüge von Grippando James


Was für ein Albtraum! Isabelle Bornelli und Ehemann Keith, reicher Bankenmanager, fliegen von ihrem Wohnort Hongkong nach Miami zusammen mit ihrer fünfjährigen tauben Tochter Melany, der in Miami von durch eine Operation im Ohr geholfen werden soll. Jack Swyteck, Strafverteidiger und alter Freund von Keith, erwartet die Familie am Flughafen.

Er muss miterleben, wie Isabelle unmittelbar nach Ankunft noch im Flughafengebäude verhaftet und in Handschellen abgeführt wird. Anklage Mord! Jack übernimmt den Fall und wird damit hineingezogen in ein nicht endendes Vexierspiel zwischen Wahrheit und Lüge.
Der Einstieg in das Buch ist sehr spannend und emotional eindringlich geschrieben. Das gesamte Buch ist flott zu lesen. Insbesondere die reichlich angewandte Methode der wörtlichen Rede macht die dargestellten Charaktere lebendig und lässt den Leser unmittelbar am Geschehen teilhaben. Der eigentliche Spannungsbogen des Buches entsteht aus der Tatsache heraus, dass man bis zum Ende, das in relativ unspektakulärer Weise Aufklärung bringt, nicht wirklich weiß, ob Isabelle schuldig ist oder nicht. Jedes Gespräch, jeder neue Zeuge, jede neue Verteidigungsstrategie bringt zwar ein weiteres Mosaiksteinchen des damaligen Geschehens an den Tag, aber der Leser bleibt dennoch weiter im Ungewissen. Und genau diese Tatsache, zwar brillant beschrieben, brachte für mich jedoch mit sich, dass ich das nicht enden wollende Justiz- und Gerichtsgeplänkel streckenweise satt hatte. Mir fehlte außerdem, abgesehen vom Buchanfang, der emotionale Draht zu den Akteuren, sodass ich oft nur wie ein unbeteiligter Zuschauer weiterlas. Der Autor, selbst ehemals Strafverteidiger, jongliert sich mit dem amerikanischen Justizsystem, mit der Frage Opfer oder Täter, gekonnt durch die Buchseiten, mir jedoch mitunter allzu nüchtern und streckenweise ermüdend.
Leider sehr störend sind die vielen Fehler im Buch. Häufig wird die Großschreibung von Sie, Ihr oder Ihnen nicht beachtet. Oder „erschrocken“ und „erschreckt“ wird verwechselt. Und was ist das für ein Wort: „hemdsfrei“?
Fazit: Ein gekonnt und routiniert geschriebener Justizthriller, sehr amerikanisch, flott zu lesen, mit einem mäßig-gleichbleibenden Spannungsbogen, der die Frage offen lässt, wie genau Schuld zu definieren wäre.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von heinoko

Rezensionen von Gaby 2707:

Eine Reise in die Vergangengeit

Der Mitternachtsgarten von Victoria Fox

Lucy Whittaker, die nach einem Skandal vor den Scherben ihres Lebens steht, würde London lieber heute als morgen verlassen. Da kommt ein Jobangebot aus der Toskana, wo sie als Hausmädchen arbeiten kann, gerade recht. In dem alten, abgeschiedenen Castillo Barbarossa angekommen lernt sie allerdings nur Adalina, die Assistentin der ehemals berühmten Schauspielerin Vivien Lockhart, kennen.

Als sie ein altes Tagebuch findet, regt sich ihre Neugier und sie beginnt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Nach und nach kommt sie hinter ein Familiengeheimnis und einer Tragödie auf die Spur. Aber auch sie lässt ihre Vergangenheit lange Zeit nicht los.

Victoria Fox hat einen so anschaulichen, bildhaften und ausdrucksstarken Schreib- und Erzählstil, dass ich recht bald in der Geschichte drin und total gefesselt war. Da ich immer häppchenweise erfahre, was sich in Lucys und Viviens Vergangenheit abgespielt hat, bleibt der Spannungsbogen immer weit oben und straff gespannt.
Zwei Zeitebenen wechseln sich ab und erzählen durch Lucy ihre Geschichte, die mich nicht so ganz angesprochen hat, im hier und jetzt. Die Geschichte von Vivien dagegen im Rückblick auf die Vergangenheit ab 1972 empfinde ich als sehr interessant und spannend. Beide haben ihre ganz persönlichen Geschichten, die sich nach und nach vor mir ausbreiten.
Eine unheimliche, nahezu bedrohliche Stimmung beherrscht weite Teile der Geschichte und ich spüre beim Lesen, dass hier etwas Unheilvolles geschehen sein muss. Tiefe Abgründe tun sich auf und ganz langsam kommen Geheimnisse ans Licht, die ich so nicht erwartet habe. Ich kann vor allem mit Vivien mit leiden, mit ihr fühlen, mit fiebern, manchmal mit ihr lächeln, lese in ihren Gedanken und bin immer an ihrer Seite. Bis zum Schluss.
Die bildhaften wunderschönen Beschreibungen der toskanischen Landschaft habe ich genossen und sie wurde vor meinem inneren Auge gut sichtbar. Vor allem den gruseligen Fischmaul-Brunnen, der in der Geschichte eine tragende Rolle spielt, habe ich noch genau vor Augen.

Ein interessantes Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Frauen, ein spannendes und gut aufbereitetes Familiendrama, das mich zu weiten Teile gefesselt hat und bei dem ich manchmal auch gruselige Lesemomente hatte. Eine atmosphärisch dichte Geschichte mit einem traurigen, aber auch hoffnungsvollen Schluss, die ich gerne weiterempfehle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Rezensionen von KimVi:

Spannende Ermittlungen

Der Alphabetmörder von Lars Schütz

In einem Wildpark wird die grausam zugerichtete Leiche eines Mannes entdeckt. Die Fallanalytiker Jan Grall und Rabea Wyler vom LKA werden hinzugezogen, um die Ermittler zu unterstützen. Nur kurze Zeit später werden weitere Leichen gefunden. Dass die Taten in Zusammenhang stehen müssen, ist offensichtlich, da der Täter seine Opfer fortlaufend mit den Buchstaben des Alphabets kennzeichnet.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, als die Ermittler ein Stück Haut zugestellt bekommen. Dieser Hautfetzen gehört zu einer vermissten Person. Kann sie rechtzeitig gerettet werden? Jan Gralls Hotelzimmer wird außerdem mit einem Z markiert. Nun ist klar, dass der Täter sich durch das Alphabet morden wird, wenn er nicht vorher gestoppt werden kann.....

Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos, da man sofort mitten ins Geschehen geworfen wird. Das Interesse wird dadurch unmittelbar geweckt, sodass man gespannt dem weiteren Verlauf folgt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen problemlos vorstellen und ganz in die Ermittlungen eintauchen.

Die Charaktere wirken ebenfalls sehr lebendig. Sie haben Ecken und Kanten. Jan Grall ist nicht so leicht einzuschätzen, da es etwas in seiner Vergangenheit gibt, was ihm offensichtlich zu schaffen macht. Diese Nebenhandlung verknüpft sich hervorragend mit dem eigentlichen Fall und sorgt dafür, dass der Thriller durchgehend abwechslungsreich und spannend bleibt. Beim Lesen sollte man allerdings nicht allzu zartbesaitet sein, da der Täter mit seinen Opfern nicht unbedingt zimperlich umgeht und es dem Autoren mühelos gelingt, die Leichenfunde so realistisch zu beschreiben, dass sofort das Kopfkino anspringt.

Der Fall selbst ist durchgehend spannend. Man fiebert mit und stellt eigene Ermittlungen an. Dabei kommt es zu einigen Überraschungen. Im großen Finale steigt die Spannung weiter steil nach oben und gipfelt in einem nachvollziehbarem Ende.

Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und bei diesem Exemplar habe ich mich ausgesprochen gut unterhalten, da ich von Anfang an mitten im Geschehen war und die spannende Handlung durchgehend genießen konnte. Ich würde mich freuen, bald einen weiteren Fall von Jan Grall und Rabea Wyler zu verfolgen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hört die SIgnale (der inneren Uhr)!

When von Daniel H. Pink

Autor Daniel H. Pink leitet uns in diesem Buch an, unserer inneren Uhr mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Als Produkt langer Evolution reagiert unser Körper auf Licht und Dunkel. Wir erwachen bei morgendlicher Helligkeit und, wenn wir zu wenig davon erhalten wie im Winter, bleibt der Spiegel des Schlafhormons Melatonin hoch, und Müdigkeit ist die Folge.

Aufgrund der technischen Entwicklungen wie elektrisches Licht ist unser Körper manchmal aus dem Gleichgewicht. Um diese Balance wiederherzustellen, hat der Autor jede Menge Tipps.
Der Ausspruch „jeder tickt anders“ ist hier fast wörtlich zu nehmen. Die innere Uhr jedes Menschen ist ein wenig anders eingestellt. Am Bekanntesten ist die grobe Untergliederung nach „Lerchen“ und „Eulen“. Während die Lerchen (zu denen ich mich auch zähle) schon früh am Morgen topfit sind und die Welt aus ihren Angeln heben könnten, laufen die Eulen erst spät abends zu ihrer Hochform auf. Leider ist es nicht immer möglich darauf Rücksicht zu nehmen. Doch wenn man seine eigenen Präferenzen kennt, lässt sich die eine oder andere Sitzung bestimmt zum „richtigen“ Zeitpunkt ansetzen.

Außerdem geht der Autor auf die unterschiedlichen Schlafbedürfnisse der Menschen ein. Kleine Kinder bis hin zur Volksschule tendieren eher zu den Lerchen. Dann, mit Einsetzen der Pubertät mutieren häufig auch die Frühaufsteher zu Nachteulen und damit zu Langschläfern. Dies führt regelmäßig zu Diskussionen ums Aufstehen und den Schulbeginn. In den USA hat man mit autonomen Beginnzeiten in einzelnen Schulen gute Erfahrung gemacht. Die Unterstufe (also bis 14 Jahre) beginnt zwischen 8:00 und 8:30, die Oberstufe erst eine Stunde später. Das wird auch in Europa diskutiert, doch das würde eine große Änderung in den Fahrplänen der öffentlichen Verkehrsmitteln bedürfen. Daher ist man hier eher ablehnend.

Der Autor bricht eine Lanze für den Mittagsschlaf. Eine halbe genüge, dann können die Menschen wieder gut gelaunt und voller Energie die Herausforderungen des Nachmittags meistern.
Des Weiteren gibt er Tipps, wie man in unserer schnelllebigen Zeit durch wohl kalkulierte Pausen und Entspannungstechniken der eigenen inneren Uhr wieder mehr Gehör schenken kann.

Durch den verständlichen Schreibstil ist das Buch für alle geeignet, die sich und ihrem Körper Gutes tun wollen. Pinks Empfehlungen sind praxistauglich und ferne jeder „Guru“-Mentalität. Mit vielen Beispielen erklärt er, wie die unterschiedlichen inneren Uhren ticken. Wer auf sie und sich hört, kann einer entspannten Zukunft entgegen gehen.

Fazit:

Ein gut strukturiertes Buch über ein spannendes Thema, das ich gerne empfehle. 5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von jiskett:

Solider Thriller

When von Daniel H. Pink

"Zu nah" ist ein solider Thriller. Die Handlung hat sich meiner Meinung nach am Anfang ein bisschen gezogen, aber später fand ich sie dann fesselnder und gerade gegen Ende gab es durchaus spannende Momente. Der Fall war interessant und recht komplex - die Autorin hat einige überzeugende falsche Fährten gelegt und die Auflösung war überraschend und unvorhersehbar.

Sie schien beinahe aus dem Nichts zu kommen, obwohl sie stimmig wirkt. Die Ermittlungsarbeit selbst war gut dargestellt, auch wenn es für mich ein paar glückliche Zufälle zu viel gab und die Intuition von Frankie Sheehan teilweise fast schon zu gut war. Es war dadurch manchmal schwer, ihre Eingebungen richtig nachzuvollziehen.

Zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass es sich um einen späteren Band einer Reihe handelt, da die Hintergründe zu Frankies Trauma erst nach und nach enthüllt wurden und es stellenweise so wirkte, als würde vorausgesetzt, dass man diese Informationen schon hat. Stattdessen bekommt man sie nach und nach und erfährt so immer mehr über die Protagonistin. Gut gefallen hat mir, dass die Nachwirkungen eines solchen Ereignisses nicht ignoriert, sondern ausgiebig behandelt werden. Man merkt, wie sehr die vergangenen Ereignisse das Handeln der Protagonistin nach wie vor beeinflussen, vor allem, da der Fall, an dem sie arbeiten, Erinnerungen an ihre eigenen Erlebnisse weckt. Sie trifft nicht immer wohl überlegte Entscheidungen und hat teilweise ziemlich düstere Gedanken; ich mochte, dass hier nichts beschönigt wurde. All das ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Charakterisierung, ebenso wie ihr Wunsch, nicht nur auf die Opferrolle reduziert zu werden. Nach den Vorkommnissen in diesem Buch bin ich auf jeden Fall gespannt, wie es ihr im zweiten Band ergehen wird. Im Vergleich zu ihr sind die Nebenfiguren eher blass geblieben, doch es gibt hier definitiv Potential.

Trotz aller Kritik hat das Buch mir gefallen; es war weitgehend fesselnd und hat mich unterhalten, Frankie ist ein interessanter Charakter und der Fall war gut aufgebaut.
3,5/5 Sternen

im Shop ansehen weitere Rezensionen von jiskett

Rezensionen von yellowdog:

Ein tolles Team

Tage der Hoffnung von Catherine Ryan Hyde

Der Roman erzählt von 2 Frauen, mit denen es das Schicksal nicht gut meinte. Die Witwe Bea wurde von einem Trickbetrüger um ihr ganzes Geld gebracht. Sie lebt jetzt obdachlos alleine mit ihrer Katze in einem Lieferwagen.
Die 16jährige Allie hat es auch schwer. Ihre Eltern wurde überraschend wegen Steuerhinterziehung verhaftet und sie wird in einem Jugendheim untergebracht.

Da geht es gefährlich zu, ein kriminelles Mädchen bedroht sie und Allie flieht. Fast wäre sie auch noch missbraucht worden, doch sie kann sich in Beas Lieferwagen retten. Eine Freundschaft entsteht, obwohl Bea zuerst noch versucht, das schutzbedürftige Mädchen loszuwerden.
Die Erzählstruktur ist so aufgebaut, das immer abwechselnd aus Sicht von Bea und aus Sicht von Allie erzählt wird.
Dadurch werden die Beiden sowohl von innen als auch von außen betrachtet und der Leser lernt sie dadurch gut kennen. Es ist interessant, ihre gemeinsamen Fahrten durch Teile der USA mitzuerleben. Der Roman liest sich gut und fesselnd. Er ist wirklich ein Pageturner!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von Pink Anemone:

Atmosphärischer Horror-Thriller, der einen von Anfang an fesselt; spannungs- und tempogeladen von Anfang bis Ende.

Tage der Hoffnung von Catherine Ryan Hyde

Detective Sergeant Ethan Ward vom New Scotland Yard wird mit der Aufklärung einer Mordserie in London betraut. Ein mysteriöser Täter verstümmelt auf bizarre Weise arglose Opfer und überzieht ihre Haut mit winzigen Schnitten in Form uralter mystischer Symbole, die einem bestimmten Muster folgen. Er hinterlässt dabei Spuren, die jeder Logik widersprechen.

Zusammen mit der eigenwilligen Graphologin Natascha Horvat verstrickt sich Ward in einem tödlichen Netz aus altägyptischer Mythologie und gefährlichen Geisterbeschwörungen.
Eine Spur führt sie nach Foulness Island zur Courtsend Psychiatrie, in der die Insassen unter dem harten Regime des rätselhaften Doktor Botkin anstelle von Namen Nummern tragen. Besonders Patientin Dreizehn weckt ihr Interesse, denn sie kennt Details zur Mordserie, die sie verdächtig machen. Doch wie kann sie von den Morden wissen, ruhiggestellt von Medikamenten und eingesperrt in eine Gummizelle?
Verbirgt sich hinter ihrer Schizophrenie mehr als nur eine gespaltene Persönlichkeit?...(Klappentext)

☥☥☥☥☥

"Du weißt, wie böse ich sein kann,
wenn der Albtraum in deinem Kopf erwacht,
wenn ich aus der Dunkelheit hervorkrieche,
boshaft und gemein,
Göttin und Dämon vereint."
(Textauszug eines Gedichts am Anfang)

Dieses Buch ist mehr als nur ungewöhnlich und fern des Mainstreams, denn hier erhält man Einblick in den jahrtausendealten Totenkult der Ägypter und ebenso in die verhängnisvolle Nacht in der die Bolschewiki die russische Zarenfamilie auslöschten. Dies scheint alles andere als zusammenzupassen und trotzdem hat hier alles Hand und Fuß. In diesem Buch werden ägyptische Mythologie und das historische Ereignis der Ermordung der Romanows im Jahr 1918 gekonnt zu einem Horror-Thriller verwoben und in die Gegenwart transportiert.
Mit diesem Horror-Roman hält der Leser also etwas ganz besonderes in den Händen und zwar einen Horror-Thriller vom Feinsten.

Erzählt wird aus drei Perspektiven:

Detective Sergeant Ward: dieser ist bei New Scotland Yard tätig und seit einem persönlichen Unglück scheint er die Scheiße regelrecht anzuziehen und das betrifft auch seine Fälle. So auch diesmal, als er innerhalb kürzester Zeit zu zwei blutigen Tatorten gerufen wird.
Die Opfer sind aufs Schlimmste zugerichtet, das was von ihnen übrig blieb, wurde von eingeritzten Symbolen verziert, der Täter hinterlässt, außer Asche, Brandgeruch und versenkte Fußböden, keinerlei Hinweise oder Spuren - als wäre er aus dem Nichts aufgetaucht.
Diese eingeritzten Symbole führen Ward zur Graphologin Dr. Natascha Horvat...

Doktor Natascha Horvat: Graphologin und Dozentin für Kryptologie; nerdig, leicht misanthrop veranlagt und mit der ein oder anderen Zwangsneurose. Sie wird nicht nur von Ward aufgesucht, sondern auch vom Täter. Doch dieser ist alles andere als menschlich und scheint das Böse in Person zu sein. Der Fall wird für sie also mehr als nur persönlich und sie schwört, diesem Ding die Stirn zu bieten.
Dieses Ding, diese Dämonin, scheint seinen Ursprung in der Psychiatrie Courtsend zu haben und so führen die Spuren Ward und Horvat zu "13"...

"13": eine Insassin einer Psychiatrie, in der die Patienten ihre Namen verlieren und stattdessen Nummern erhalten. Sie kann sich weder an ihren Namen, noch an irgend etwas aus ihrem Leben erinnern. Der Arzt behauptet sie leide an paranoider Schizophrenie, doch in ihr schein sich ein Dämon eingenistet zu haben, welcher immer öfter aus ihr spricht und sich seiner Fesseln entledigen will. Dieser Dämon, der das wahre Böse zu sein scheint, gewinnt täglich an Macht. Doch ist es wirklich sie die hinter all den Gräueltaten steckt?

Die Charaktere sind authentisch und vielschichtig. Je nach Perspektive ändert sich der Ton und die Atmosphäre. Mit Ward hat man den abgebrühten Detective und Skeptiker , dessen trockener Humor und Sarkasmus die Geschichte immer wieder auflockert.

">>Sachlich gesehen reden wir also von jemandem, der sich in beiden Kulturen nicht nur auskennt, sondern ein Experte ist und deren Schriften beherrscht.
Der verdammt schnell ist, wenn's ums Ritzen geht und ne Vorliebe für Innereien hat.<<"
(S. 132)

Natascha Horvat ist schräg mit einem Haufen Neurosen und einer unglaublichen Intelligenz. Hier wurden vor allem die Neurosen gut ausgearbeitet. Der Ton ist bei ihr gewählter und die Atmosphäre zwar manchmal beklemmend, jedoch ruhiger.
Und dann hätten wir hier noch "13". Hier stürmen wirre Gedanken, Ängste und Schmerzen auf den Leser ein, die man anfangs nur schwer zuordnen kann. Man blickt quasi in den irren Geist einer Verrückten.

Doch dieser Horror-Thriller besticht nicht nur mit seinen Charakteren, sondern auch durch seine Komplexität und vor allem durch den facettenreichen Schreib- und Erzählstil.
Der Schreibstil ist flüssig, direkt, derb, weist aber auch gleichzeitig an vielen Stellen literarische Züge auf, während der Erzählstil bildhaft und atmosphärisch ist und Bilder im Kopf erzeugt.
Für wen sich das jetzt nach Kindergarten-Horror anhört, irrt gewaltig. Hier wird gemetzelt was das Zeug hält.

"Es schmatzte und knirschte, während sie im Bauch des Mannes wühlte.
Klatschend fielen Gedärme, Milz, Leber, Nieren neben ihm auf den Boden und verbreiteten einen abstoßenden Gestank.
Sie räumte ihn aus, brachte das Weiche, Stinkende zum Vorschein. Mit den Gedärmen umschlang sie Arme, Beine und Hals.
Die Nieren, die Leber und das Herz jedoch, die verzehrte sie mit gierigen Bissen.
Roh und blutig."
(S. 40)

Dieser Horror-Thriller ist von Anfang bis Ende dermaßen spannungs- und tempogeladen, sodass man an diesem Buch klebt wie das Blut auf den Wänden in diesem Roman. Das Ende ist stimmig und konnte mich mit einer unerwarteten Wendung überraschen.

Weshalb trotzdem "nur" 4 Sterne? Weil hier das Lektorat ordentlich geschlampt hat, anders kann man das leider nicht bezeichnen. Ich bezweifle stark, dass hier überhaupt lektoriert wurde. Normalerweise drücke ich bei SP-Autoren und kleinen Verlagen ein Auge zu, doch hier war es schon nicht mehr schön anzusehen, geschweige denn auszuhalten.
Bei einem so atmosphärischen und temporeichen Horror-Thriller wie diesem, sind so eine Vielzahl von grammatikalischen Schnitzern und Flüchtigkeitsfehlern mehr als nur nervtötend. Dadurch bricht nämlich nicht selten die Atmosphäre, Spannung und auch das Tempo in sich zusammen.

Fazit:
Dieser Horror-Thriller bescherte mir gruselig-ekelhafte Lesestunden vom Feinsten. Ich konnte und wollte das Buch, trotz oftmalig genervten Augenrollen bezüglich der Lektoratsverfehlungen, nicht vor Ende aus den Händen legen. So ein intensives Kopfkino mit Herzklopfen hatte ich schon lange nicht mehr und es ist ein Wunder, dass ich mir vor Spannung nicht die gesamten Nägel abgekaut habe.
M. H. Steinmetz katapultierte sich damit definitiv auf die Liste meiner Lieblingsautoren im Genre Horror.

© Pink Anemone

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pink Anemone

Rezensionen von Pink Anemone:

Ein wunderbarer Bildband, der einen träumen und gedanklich nach Irland reisen lässt

KUNTH Irland. Das Buch von Cornelia Hammelmann

Irland der Inselstaat auf der gleichnamigen Insel grenzt im Norden an das Vereinigte Königreich und ist im Osten von der Irischen See und im Westen und Süden vom Atlantik umgeben. Das kulturelle Leben spielt sich hauptsächlich in den wenigen großen Zentren (Dublin, Cork, Galway und Limerick) ab. Typisch für die Landschaft Irlands sind das fruchtbare, seenreiche Tiefland im Inneren und die felsigen Erhebungen an den Küsten.

Weiden und Hügel, Felsküsten und schroffe Gebirge kennzeichnen das Land. Atemberaubende Nationalparks, verwunschene Seenlandschaften, Heide und Hochmoore, bizarr geformte Klippen, herrliche Ausblicke, schöne Strände, Burgruinen und Naturgewalten sind nur einige der Highlights, die sich dem Besucher Irlands anbieten. Natürlich nicht zu vergessen das kontaktfreudige irische Volk, das man am besten in den traditionsreichen Pubs kennenlernt. DAS IRLAND BUCH präsentiert dieses wildromantische und grüne Land in fantastischen Bildern und informativen Texten. Zusätzliche ausklappbare Panoramaseiten im Posterformat bieten einzigartige Ansichten ausgewählter Highlights. (mit ausklappbaren Panoramaseiten)....(Klappentext)

☘☘☘☘☘

"Mögest du die kleinen Wegweiser des Tages nie übersehen;
den Tau auf den Grasspitzen, den Sonnenschein auf deiner Tür,
die Regentropfen im Blumenbeet, das behagliche Buckeln der Katze,
das Wiederkäuen der Kuh, das Lachen aus Kinderkehlen,
die schwielige Hand des Nachbarn, der dir einen Gruß über die Hecke schickt.
Möge dein Tag durch die vielen kleinen Dinge groß werden.
(Irischer Segenswunsch)

Dem oben angeführten Klappentext ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, denn danach sprechen die Bilder für sich. Diese fangen gekonnt die Atmosphäre und Schönheit Irlands ein. Man reist damit direkt in das geschäftige Dublin, i historische und malerische Provinzen wie Leinster, Munster, Connacht und Ulster und in das bunte und mystische Nordirland.

Dieser Bildband enthält jedoch nicht nur Bilder, sondern auch kurze und knappe Grundinformationen zu dem jeweiligen Ort und der Abbildung. Diese beinhalten z.B.: Klimaverhältnisse, Historisches, bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten und auch Unterhaltung (z.B.: Theater und Pubs).

Daher kann dieses Buch auch hervorragend zu Reisevorbereitungen, bzw. zur Einstimmung auf den nächsten Irland-Besuch, herangezogen werden.

"Wo auch immer ich mich aufhielt in Irland -
dies war das Geheimnis seines Zaubers,
dass das Land lächelte unter Wolken von Schwermut"
(Alfred E. Johann - deutscher Journalist und Schriftsteller / S. 12)

Begeistern konnten mich vor allem die aufklappbaren 4-seitigen Panoramabilder und egal wie oft man sich durch dieses Buch schmökert, man entdeckt immer wieder Neues.

Die Aufmachung und Verarbeitung ist durchwegs qualitativ hochwertig, sodass es auch nach vielen Malen durchblättern nicht auseinander fallen kann. Daher kann es ohne Bedenken immer wieder geschmökert werden.

Fazit:
Ein Buch, welches bei mir Fernweh weckt und mich gleichzeitig gedanklich nach Irland reisen lässt. Es lädt ein zum Träumen, Planen und immer wieder darin Schmökern. Es holt einem aus dem Alltag und lässt einem bei wundervollen Bildern entspannen.
Es ist schlicht ein Traum von Irland in Buchform, welches man am besten mit einer Tasse Tee genießt.

© Pink Anemone

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pink Anemone