Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Caroline :

Nora O’Brian nutzt die Gelegenheit Donavan/Indiana den Rücken zu kehren. Jim ein schottischer Tourist macht ihr einen Heiratsantrag. Nachdem sie in Las Vegas heiraten, fliegen sie nach Edinburgh.

Dort bauen sich Nora und Jim ein gemütliches überschaubares Leben auf. Noras Schuldgefühle ihren Eltern gegenüber begleiten sie ständig.

Als sie einen wichtigen Entschluss fasst, dreht sich ihr Leben und sie trifft auf Aidan Lennox.

Nora erkennt die Aura, die Aidan umgibt. Schuld ist ein Gefühl, das sie ebenfalls nicht loslassen kann. Beide zeigen ihre wahren Gesichter, enthüllen ihre Geheimnisse und gehen in kleinen Schritten aufeinander zu. Als Aidan allerdings von einer Minute auf die andere verschwindet, bleibt Nora zutiefst verletzt zurück. Schon wieder steht ihr Leben Kopf. Dieses Mal entscheidet sie sich für einen radikalen Schlussstrich, um endlich ihre Ziele zu erreichen.

Wie hat es mir gefallen?

Samantha Young schrieb die Edinburgh Lovestories, denen ich von der ersten Seite an verfiel. Gerade habe ich den zweiten Teil der Hartwell Reihe gelesen. „Play On“ befreite ich nun auch endgültig aus meinem SuB.

Eigentlich erwartete ich mir eine Liebesgeschichte mit den Elementen, die Samantha Young gerne in ihren Büchern verbindet. Ich erhielt eine Story, die mich traf, weil sie in den Grundzügen sehr traurig war.

Nora ist eine 18jährige junge Frau, die in ihrem Leben feststeckt. Ihre Mutter hat zwei Jobs, um die Familie über Wasser halten zu können. Da ihr Vater seit sieben Jahren den Rollstuhl benötigt, muss auch Nora zum Familieneinkommen beitragen. Sie arbeitet in einem Fastfood Restaurant. Eigentlich hätte sie gerne studiert. Ihre Noten entsprachen, aber es fehlte das Geld, um die Studiengebühren zu bezahlen. Als sie Jim kennenlernt, packt sie die Gelegenheit am Schopf und flieht aus dem tristen Leben. Nimmt einen riesigen Rucksack an Schuldgefühlen mit, den sie nicht los wird.

Die Phantasie in Schottland ein komplett neues Leben zu beginnen, erfüllt sich nicht. Jim vergöttert Nora, aber seine Fixierung auf sie, bringt nur Streit. Nora erwartet sich mehr, möchte ihre Flügel ausbreiten. Das Studium hat sie auch noch nicht völlig abgehackt.

Nora ist eine Frau, die einige Rückschläge verdauen muss. Da der Klappentext leider recht deutlich spoilert, erwähne ich nur, dass mich ihr Schicksal tief berührt. Sie ist eine junge Frau, der es an Selbstbewusstsein fehlt. Die nur langsam erkennt, wie wertvoll sie ist. Dass sie es verdient, zu lieben und die wahre Liebe zu finden. Ihre Entwicklung fand ich äußerst überzeugend und nachvollziehbar.

Mir gefiel die Geschichte. Natürlich gab es ein paar Klischees, die bedient wurden. Es gab keinen Bad Boy, zwar eine Frau, die anfangs recht hilflos zu sein schien, die sich jedoch stark veränderte. Die Geschichte teilt sich in drei Abschnitte und jeder einzelne beschreibt einen wichtigen Abschnitt in Noras Leben.

www.mariessalondulivre.at

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Caroline

Rezensionen von PFIFF:

Eine mutige Frau setzt sich in einer Männerwelt trotz vieler Schicksalsschläge durch

Die amerikanische Prinzessin von van der Zijl Annejet


1872 wurde Allene Tew in einer amerikanischen Provinz in der Nähe des Eriesees geboren. Ihre Eltern waren Pioniere, die es gewagt hatten, von der Ostküste in den Westen zu ziehen, um sich dort mit anderen Siedlern ein Leben aufzubauen.
Sie ist ein aufgewecktes, selbstbewusstes Mädchen, wird schwanger, heiratet und bekommt drei Kinder.

Alle verliert sie, als erstes die zweitgeborene noch als Kleinkind, die Erstgeborene mit Zwillingen schwanger an der Spanischen Grippe und im gleichen Jahr den Sohn, der in Frankreich am Ende des Ersten Weltkriegs von einem deutschen Piloten abgeschossen wird.
Ihre erste Ehe scheitert, vier weitere folgen, davon zwei sehr glückliche. Sie schafft es in die High Society von Amerika und dann auch in Europa durch die Heirat mit einem verarmten Adeligen.
Sie erwirbt mehrere Häuser, Appartements und Liegenschaften, muss sie in Krisenzeiten verkaufen, schafft sich neue an, kümmert sich um Neffen, Nichten, Patenkinder, enge Freunde und treue Angestellte, die dann auch in ihrem Testament bedacht sind.
Ihr Lebensmotto ist, mutig zu sein, nie zu verzweifeln und sich Veränderungen anzupassen.
Ihre Biographie ist interessant, nicht nur wegen ihrem schillernden Lebensweg, sondern auch durch den historischen Hintergrund, den die Autorin perfekt aufbereitet.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PFIFF

Rezensionen von PFIFF:

Bienensterben und die Auswirkung in drei verschiedenen Zeitabschnitten

Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde


England 1852, Ohio 2007, China 2098. Drei Geschichten von drei Familien, die mit Bienen zu tun haben, mit der Entwicklung der Bienenstöcke, dem Bienensterben und der Hoffnung, den Kollaps der Welt zu stoppen, die Umweltverbrechen auszumerzen und wieder zu einem lebenswerten Leben zurückzukehren.
Apokalyptische Prognosen, nicht weit hergeholt und ansatzweise schon erfüllt zu sehen.

Das bezweckt die junge Autorin mit ihrem bemerkenswerten Roman, der zum Nachdenken aufruft und zum Umdenken, was unser Profitdenken und die Machenschaften von gewissenlosen Unternehmen beterifft.
Erschütternd und gnadenlos, was die Kritik an unserer Gesellschaft betrifft und liebevoll im Detail, wo es um die Hege und Pflege der Bienenvölker geht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PFIFF

Rezensionen von thora01:

Wundervoller 1. Band einer sehr spannenden Reihe

Deceptive City - Aussortiert von Stefanie Scheurich

Inhalt/Klappentext:
Sicher. Sauber. Perfekt.
Das ist die Stadt, in welcher die sechzehnjährige Thya ein sorgenfreies Leben hinter schützenden Mauern führt. Eltern können sich ihre Wunschkinder kreieren lassen, niemand wird je krank und alles läuft in geregelten Bahnen. Thya ahnt nicht, dass es außerhalb ihrer heilen Welt Menschen gibt, die täglich ums Überleben kämpfen müssen.

So wie Mitchell, der nur einen einzigen Ausweg sieht, um seine kranke Mutter zu retten: Er muss in die Stadt schleichen und Antibiotika besorgen, sonst stirbt sie. Dass er dabei nicht nur sein Schicksal, sondern auch das von Thya verändert, scheint in einer Welt, in der alles perfekt geplant ist, ein Ding der Unmöglichkeit.
Aber Menschen sind nicht perfekt. Sie machen Fehler. Und sie neigen dazu, andere den Preis dafür zahlen zu lassen.
(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung:
Genialer Einstiegsband. Ich wurde von der Geschichte sofort gefangen genommen. Das Buch ist sehr jugendlich geschrieben. Es gefällt mir sehr, wie die Autorin mit ihrem Schreibstil die passenden Emotionen bei mir wecken konnte. Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Sie sind sehr sympathisch und haben ihre ganz besonderen Eigenheiten. Thya ist meiner Meinung nach ein wenig naiv und abgehoben. Sie wirkt auf den ersten Blick schwach. Aber im Verlauf der Geschichte entwickelt sie sich ganz toll. Mitchell finde ich toll. Er ist ein Kämpfer und steht mit beiden Beinen im Leben. Er setzt sich über Grenzen hinweg, wenn er es für richtig hält. Diese Geschichte ist besonders, weil die Autorin gekonnt die beiden verschieden Welten entworfen hat und dabei sehr nahe an der Realität geblieben ist Die Story ist von der ersten Seite weg sehr spannend. Dabei werden auch immer wieder etwas tiefgründigere Abschnitte in das Werk eingeflochten. Der Abschluss ist sehr spannend und entsprach meinen eigenen Schlüssen die ich gezogen hatte. Der Cliffhänger am Ende macht sofort Lust sich auf den nächsten Teil zu Stürzen.

Mein Fazit:
Toller, spannender und jugendlicher Reihenauftakt. Die aktuelle Thematik gefällt mir sehr. Ich kann es kaum erwarten, wie die Geschichte weiter geht. Es ist für mich ein Lesehighlight.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von thora01

Rezensionen von Anja:

Konnte trotz toller Grundidee nicht komplett überzeugen

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

Es ist Jahre her, dass der König die Magie in einem Blutbad ausgerottet hat. So hat die 17-jährige Zélie zwar das Aussehen einer Magierin – dunkle Haut und weiße Haare -, ihre Kräfte bilden sich aber nicht aus. Der König und seine Soldaten verachten die sogenannten Divînés und beuten sie und ihre Angehörigen aus.

Das Schicksal sorgt dafür, dass ausgerechnet Zélie ein altes magisches Artefakt in die Hände fällt, mit dem sie die Magie in das Land zurückholen kann. Allerdings hat sie dafür nicht viel Zeit und mächtige Gegner wollen die Rückkehr der Magie verhindern.

Die Grundidee der Geschichte fand ich total spannend. Allerdings habe ich lange gebraucht, um mich in den Begrifflichkeiten zurechtzufinden. Zwar gibt es zu Beginn des Buches eine Übersicht der magischen Clans, insgesamt sind die Namen aber alle so exotisch, dass sie nicht so leicht von der Zunge gehen, geschweige denn direkt im Kopf bleiben. Darüber hinaus gibt es viele Begriffe, die erst im Verlauf halbwegs deutlich werden. Ein Glossar mit Erklärungen (anstelle der Clans, die in ihrer Vielfalt kaum eine Rolle spielen) hätte den Einstieg etwas erleichtert. Die Welt mit ihren verschiedenen Völkern und dem ungleichen Machtgefüge ist aber auf jeden Fall interessant. Aber auch hier wären ein paar mehr Erläuterungen zu Menschen und auch der fremdartigen Tierwelt hilfreich gewesen.

Auch mit Zélie bin ich nicht sofort warm geworden, da ich sie anfangs gar nicht einschätzen konnte. Sie wirkt zwar ehrgeizig, mutig und schlagfertig, aber auch ein wenig rachsüchtig, schadenfroh und unüberlegt, sodass ich sie von ihrem Verhalten auf den ersten Seiten auf 13 oder 14 geschätzt hätte. Ihr Alter wird erst nach knapp 100 Seiten erstmals erwähnt.

Neben Zélies Bruder Tzain spielen auch die Kinder des Königs eine zentrale Rolle bei Zélies Abenteuer. Amari und Inan sind grundverschieden und hatten beide keine leichte Kindheit unter dem Staatsoberhaupt. Während Amari sich im Verlauf von einem ängstlichen Mädchen zu einer starken Kämpferin entwickelt, ist Inan ein eher schwieriger Charakter. Er wechselt mehrfach seine Ansichten und Ziele und ist dadurch schwer einschätzbar. Sein wankelmütiges, teils dämliches Verhalten machen ihn auch nicht immer besonders sympathisch.
Auch Zélie macht im Verlauf eine große Entwicklung durch, wobei sie oft mit sich und ihrem Schicksal hadert. Diese widersprüchlichen Gefühle sind nachvollziehbar geschildert. Sie trägt eine große Verantwortung, denn die Rückkehr der Magie kann auch zum Missbrauch der Kräfte führen. Tut sie also das Richtige?
Zélie, Inan und Amari schildern abwechselnd die Handlung aus der Ich-Perspektive, wobei sich die Erzählweise der Figuren leider kaum unterschiedet.

Die Geschichte hat viele spannende Momente, aber auch einige zähe Passagen. Zwar ist die ganze Geschichte der Magie – angelehrt an die afrikanische Mythologie – interessant, die Erklärungen zogen sich aber teilweise bzw. werden an Stellen eingestreut, wo sie das Tempo aus der Handlung nehmen.
Aber auch darüber hinaus hatte ich mit einigen Passagen meine Schwierigkeiten. So verhalten sich die Figuren nicht immer logisch. Abgesehen von ihrem sprunghaften Gedankengängen und teils nicht nachvollziehbaren Gefühlsentwicklungen agieren sie im Angesicht der stetigen Gefahr durch die Verfolger mehrfach naiv und unüberlegt. Zwar drängt sie Zeit, aber hier ein Päuschen und dort eine kleine Feier muss schon noch drin sein. Natürlich hat dies unweigerlich die nächste Katastrophe zur Folge, irgendwas geht völlig schief und plötzlich gerät der ganze Zeitplan komplett ins Wanken.
Die Spannung, ob Zélie und ihre Gefährten ihr Ziel erreichen können, steigt dadurch allerdings immer wieder an. Zahlreiche Verluste auf allen Seiten führen zu dramatischen Szenen, wobei die Emotionen etwas auf der Strecke bleiben. Der offene Schluss mit Cliffhanger lässt den Leser völlig in der Luft hängen.

Fazit

Der Einsteig war aufgrund der vielfältigen fremdartigen Begriffe, die sich teils im Verlauf erklären, teils nicht näher erläutert werden, nicht ganz einfach. Zudem brauchte die Handlung für mich etwas, bis wirklich Spannung aufkam, welche durch das teils unlogische Verhalten der Figuren und langatmige Erklärungen zur Geschichte der Magie aber wieder unterbrochen wurde. Erst das letzte Drittel konnte mich dann richtig packen, da sich die Ereignisse hier überschlagen und in einem fiesen Cliffhanger enden, der mich ebenso ratlos wie neugierig zurücklässt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anja

Rezensionen von bookloving:

Solider, aber nicht ganz überzeugender Auftakt einer neuen Fantasy-YA-Trilogie

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

„Children of Blood and Bone - Goldener Zorn“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Tomi Adeyemi und zugleich Auftakt einer neuen Fantasy-Trilogie. Die Autorin hat für ihren Jugendroman eine faszinierende, ganz eigene Fantasywelt erdacht, die in einem westafrikanisch angehauchten Ambiente mit jeder Menge Magie und einer geheimnisvollen Götterwelt angesiedelt ist.

Die Besonderheiten der Fantasywelt mit ihren exotischen Mythen fand ich anfangs sehr fesselnd und vor allem originell. Die Autorin führt uns die sehr angespannte, intolerante Atmosphäre im Königreich anhand von Zélies Alltag gekonnt vor Augen. In verschiedenen Szenen zeichnet sie sehr anschaulich eine Welt der schwelenden Animositäten, ein Kampf ums tägliche Überleben und permanenter Unterdrückung der dunkelhäutigen, aber hellhaarigen Divînés und Maji durch eine Führungselite und die hellerhäutigen Adligen. Zélies Wunsch nach Veränderung der Machtverhältnisse und ihre Hoffnung auf Gleichberechtigung der Völker ist sehr nachvollziehbar. Adeyemis Anliegen, die Leserschaft auf die Diskriminierung von Menschen aufgrund rein äußerlicher Unterschiede zu sensibilisieren, ist ein überaus aktueller und sehr interessanter Ansatz für einen Roman.
Leider hat es die Autorin aber nicht geschafft, ihre originelle Ausgangsidee mit dem faszinierenden Setting in eine ebenso außergewöhnliche, mitreißende und schlüssige Geschichte umzusetzen. Die von ihr erschaffene Welt mit ihrer interessanten, magisch-mythischen Hintergrundgeschichte enthält einige logische Schwächen und Ungereimtheiten und wirkt insgesamt mit ihren etwas schwammigen Beschreibungen wenig ausgereift. Auch der Handlungsverlauf erscheint oftmals wenig einfallsreich, vorhersehbar und lässt einen raffinierten Spannungsaufbau vermissen. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, uns mit temporeichen Passagen und actionreichen, blutigen Kampfszenen in Atem zu halten, doch finden sich leider auch immer wieder Längen, in denen die Spannung deutlich abflacht.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur Zélie sowie der Prinzessin Amari und ihrem Bruder Kronprinz Inan, wodurch von Anfang an eine besondere Nähe zu den Figuren geschaffen und rasch Spannung aufgebaut wird. Einen besonders intensiven Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt der Figuren erhält der Leser aus dieser Sichtweise dennoch nicht und kann daher einige charakterliche Entwicklungen und Motive für ihre überraschenden Handlungen nicht nachvollziehen. Eine einfühlsame, differenzierte Figurenzeichnung ist der Autorin vor allem bei ihren zwei starken Heldinnen Zélie und Amari gelungen, deren Weiterentwicklung und das Über-sich-Hinauswachsen im Kampf für das Gute sehr nachvollziehbar dargestellt wird. Insbesondere die Figur der besonnenen Prinzessin Amari mit ihren inneren Konflikten ist ein vielschichtiger, sympathischer Charakter, den ich bald in mein Herz geschlossen habe – ein gelungener Kontrast zur eher extrovertierten, rebellischen Zélie, die mit ihrer oft unüberlegten, naiven Art für jede Menge Probleme sorgt. Die männlichen Charaktere Prinz Inan und Zélies Bruder Tzain wirken mit ihren recht schwachen Persönlichkeiten hingegen blass und geben wenig Einblicke in ihr Innenleben. Gleich zwei Liebesgeschichten lässt die Autorin sich anbahnen, wobei die eine von ihnen doch sehr klischeehaft, konstruiert und unglaubwürdig auf mich wirkte.
Der mitreißende Schreibstil der Autorin ist für ein Jugendbuch recht einfach gehalten, lässt sich aber angenehm lesen. Sehr hilfreich wäre allerdings ein Glossar für die vielen fremden Begriffe gewesen, deren Bedeutung man sich im Laufe der Geschichte zusammenreimen muss.
Der erste Band der Trilogie endet schließlich in einem ziemlich rasanten Finale, das an Spannung und Dramatik kaum noch zu überbieten ist. Der fiese, vielversprechende Cliffhanger am Schluss lässt viele Fragen für die Nachfolgebände offen und macht neugierig auf eine Fortsetzung der Geschichte in dieser interessanten, atmosphärisch dichten Fantasy-Welt.
Man kann nur hoffen, dass es der Autorin nach diesem recht schwachen ersten Band noch gelingen wird, das enorme Potential von Setting und Ausgangsidee zu nutzen und ihren Ideenreichtum stimmiger und packender umzusetzen.
FAZIT
Ein solider, unterhaltsamer Auftakt einer neuen Fantasy-YA-Trilogie mit einem faszinierenden Setting, starken Frauenfiguren aber leider auch einigen Schwächen im Plot, der mich allerdings nicht völlig überzeugen konnte!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bookloving

Rezensionen von marsu:

Viel Potential verschenkt

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

Ein Fantasyroman, der in der afrikanischen Welt angesiedelt ist. Was für eine tolle Idee und endlich mal etwas Neues! Die Welt der unterschiedlichen Magie-Clans mit ihren differenzierten Fähigkeiten, das System unterschiedlicher Wertigkeit von Menschen, die Magiebegabten, die durch ihr weißes Haar äußerlich sofort auffallen, allerdings verschwanden nach einem Massaker vor einigen Jahren die Kräfte der Magie.

Zélie, eine Dorfbewohnerin, deren Mutter bei dem Massaker gestorben ist und sie ist eine Maji, auch wenn sich die Magie nicht mehr äußert. Dennoch gehört sie zu den Menschen, die ausgebeutet werden. Ihr Vater ist seit dem Tod der Mutter nicht mehr derselbe. Ihr Bruder versucht sie vor dem Unheil zu schützen, doch er hat nicht dieses "Makel" der weißen Haare.
Dann ist da auf der anderen Seite die Prinzessin Amaris. Sie muss sich nicht darum kümmern, was sie am nächsten Tag essen wird, doch sie leidet unter mangelnder Liebe und Anerkennung. Als dann auch noch ihre Dienerin und Freundin vor ihren Augen getötet wird, flüchtet sie mit der magischen Schriftrolle.

Interessante Charaktere, doch leider nicht konsequent ausgebaut. Gerade der Prinz, aber auch Zélie gefielen mir nicht so sehr. Hier wurden einfach zu viele Chancen vergeben und Probleme zu schnell aus dem Weg geräumt und weitere tauchten dafür urplötzlich auf.

Ich hoffe, die Autorin lernt bei ihrem zweiten Buch dazu, denn Potential hat dieses Buch definitiv.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von marsu

Rezensionen von ChOe:

Tolles Buch

Gelenkfit in die Berge von Christian Fink; Christian Hoser; Peter Gföller

Man nehme ein paar renommierte Ärzte und die Begeisterung für unsere Berge und mixe daraus ein wirklich gelungenes, äußerst informatives, gut gestaltetes Buch, das Gesundheit und Wandern verbindet. Ich habe es einer Phyiotherapeutin geschenkt und die ist sowohl vom Inhalt, als auch von der Aufmachung des Buches begeistert.

Tolles Ergebnis!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ChOe

Rezensionen von simone.h1:

Lesehighlight für mich

Eine Liebe, in Gedanken von Kristine Bilkau

Der Lebemensch Toni stirbt nach schwerer Krankheit, die sie schon länger an ihre kleine Wohnung gebunden hat und lässt ihre mittlerweile selbst etwas ältere Tochter zurück, die in Erzählungen, Geschichten und der Vergangenheit von ihrer Mutter schwelgt. Dabei nimmt sie die große Liebe von Toni zu Edgar auseinander und versucht das Leben ihrer Mutter vor ihrer eigenen Geburt und somit auch die zwischenmenschlichen Beziehungen besser zu verstehen.

..

Dieses Buch ist in zwei Erzählebenen geschrieben. Einerseits begleiten wir die Tochter in der Gegenwart, die sich mit dem Tod ihrer Mutter Toni zurechtfinden muss und zum anderen begleiten wir Toni im zarten Alter von Mitte 20 als sie Edgar kennengelernt und ihr Herz an ihn verloren hat. Aus diesen beiden Geschichten, die in kurze Kapital gegliedert sind, flicht die Autorin geschickt einen Blick auf Tonis leben, die teilweise auch ineinander übergehen. Die Sprache ist sehr ruhig, aber in diesem Stil teilweise poetisch (ohne anstrengend zu sein) und sehr berührend und fesselnd. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und bin ich schon nach 35 Seiten in die Geschichte hineingekippt.

Auch der Umstand, wie gut die Autorin die 60er Jahre gezeichnet hat, in denen wir Toni als junge Frau begleiten ist beeindruckend. Dieses Buch gibt die Rolle der Frau samt allen Erwartungen sowie Einschränkungen der damaligen Zeit sehr gut wieder und wirkt die Erzählung daher authentisch. Weiters bedient sich die Geschichte auch versteckten Gegenüberstellungen, Unterschieden und Vergleichen der Leben und Verhaltensweisen von Mutter und Tochter, was meiner Meinung nach wirklich klug ausgeführt wurde.

Für mich handelt es sich bei diesem Buch um ein absolutes Lesehighlight dieses Jahres und hat mich schon länger kein Roman mehr derart ergriffen und beschäftigt. Ich würde es jederzeit weiterempfehlen und freue mich daher 5 Sterne vergeben zu dürfen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von simone.h1

Rezensionen von dorli:

Schönbrunner Finale

Schönbrunner Finale von Gerhard Loibelsberger

Wien 1918. Der Planetenverkäufer Stanislaus Gotthelf wird in seiner Hütte im zweiten Hinterhof eines Hauses in der Rechten Wienzeile erschlagen aufgefunden. Verdächtigt werden die Deserteure Ambrosius Zach und Karel Husak, die als Bettgeher bei ihm Unterschlupf gefunden hatten und jetzt spurlos verschwunden sind.

Obwohl eigentlich gar nicht zuständig, beginnt Oberinspector Joseph Nechyba auf Drängen seiner Frau Aurelia mit den Ermittlungen…

In seinem historischen Roman „Schönbrunner Finale“ wartet Gerhard Loibelsberger mit einer kurzweiligen Mischung aus spannendem Kriminalfall und historischen Fakten rund um das nahende Ende Österreich-Ungarns auf und lässt damit auch diesen sechsten Band der Nechyba-Reihe zu einer fesselnden Zeitreise werden.

Gerhard Loibelsberger hat viele wahre Begebenheiten in die Handlung eingeflochten und lässt das vom Krieg in die Knie gezwungene Wien vor den Augen des Lesers lebendig werden. Überall herrscht bittere Not, die Lebensmittelbeschaffung wird jeden Tag aufs Neue zu einer Kräfte verzehrenden Aufgabe. Der Schwarzhandel blüht, die Kriminalitätsrate ist hoch, Einschleichdiebstähle und sogar Mord und Totschlag sind an der Tagesordnung. Damit nicht genug, eine weitere Bedrohung rollt bereits auf die Wiener Bevölkerung zu: die Spanische Grippe.

Auch bei Genussmensch Nechyba ist die Sehnsucht nach einem Stück Fleisch oder auch echtem Bohnenkaffee groß und so begleitet man den mittlerweile 58-Jährigen bei seinen alltäglichen Bemühungen, mit dem Wenigen, das es gibt, eine Mahlzeit auf den Tisch zu bekommen, „… weil a knurrender Magen ist wie ein bissiger Hund …“ (Seite 43). Der Mordfall Gotthelf gerät dabei fast zur Nebensache, wird jedoch schließlich in gewohnter Nechyba-Manier aufgeklärt.

Gerhard Loibelsberger kann nicht nur mit der Darstellung der politischen Lage und der sozialen Verhältnisse in den letzten Kriegsmonaten punkten, er erzählt auch sehr unterhaltsam und packt reichlich Wiener Schmäh in seine Geschichte. Die Dialoge sind in Mundart geschrieben und verleihen der Handlung damit eine Extraportion Authentizität. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Wiener Ausdrücke nicht nur in einem Glossar am Ende des Buches aufgelistet werden, sondern die Erläuterungen auch als Fußnote auf der entsprechenden Seite zu finden sind.

„Schönbrunner Finale“ hat mich durchweg sehr gut unterhalten – eine Mischung aus Historie und Spannung, die mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von dorli