Kunden em pfehlungen
Rezensionen von heinoko:
Ein vielschichtiger, ein wichtiger, ein grandios geschriebener Roman
Der englische Liebhaber von Federica De Cesco
Aus dem Europa Verlag habe ich zuletzt den großartigen Roman „Ein Held in dunkler Zeit“ von Christian Hardinghaus gelesen, der mich sehr beschäftigte. Und nun vorliegender Roman im gleichen Verlag, von einer Autorin mit großem Namen – das weckte in mir höchste Erwartungen. Und ganz kurz gesagt: Der Roman „Der englische Liebhaber“ übertraf sogar noch meine höchsten Erwartungen, umso mehr, als man erfährt, dass es sich um die Ausgestaltung einer wahren Begebenheit handelt.
Der Roman bewegt sich in zwei Zeitebenen: Münster 1988 - Charlotte, 1947 geboren, Filmemacherin, findet im Nachlass ihrer verstorbenen Mutter Anna Tonbänder und Notizhefte. In diesen Aufzeichnungen wird die zweite Zeitebene lebendig, nämlich Münster 1946. Die Stadt ist zerstört, es ist Winter und Anna versucht, als Dolmetscherin bei den britischen Besatzern ihr Überleben zu sichern. Als ihr der englische Captain Jeremy begegnet, beginnt eine gefährlich-leidenschaftliche Beziehung, denn mit dem Feind lässt sich eine deutsche Frau nicht ein, sie wird zu einer „Britenschlampe“. Anna wird schwanger, und Jeremy ist von einem Tag auf den anderen verschwunden, die Ämter verweigern jegliche Auskunft. Je mehr Charlotte in den Aufzeichnungen ihrer Mutter eintaucht in deren Leben und Lieben, desto lebendiger wird für den Leser die immense Kraft einer Liebe, die mehr aus Hoffen denn aus Leben bestand.
Jenseits der Erzählung des Geschehenen liegt noch eine dritte Ebene, und die verleiht dem Roman die eigentliche Tiefe. Es ist die Ebene der Reflektion, des Erkennens, der Information, auch der Ernüchterung. „Man hatte uns nicht zur Kritik erzogen.“ Wir erfahren viel über ein Kapitel deutscher Nachkriegszeit, einer Zeit, in der die Menschen noch nicht wirklich frei waren von den Nachwirkungen der nationalsozialistischen Gedankenwäsche und in der die kollektive Schuld verdrängt werden musste, damit man weiterleben konnte.
Federica de Cesco schreibt hinreißend, mitreißend, lebendig, intensiv. Die von ihr beschriebenen Menschen verkörpern jeweils eine individuelle Ausprägung ihrer Zeit: Manfred steht für die Verleugnung des Ich zugunsten einer Ideologie. Jeremy bleibt trotz seiner glaubhaften Liebe zu Anna ambivalent, schillernd, eine Projektionsfläche für Anna’s Gedanken und Sehnsüchte. Anna wiederum ist hart mit sich und anderen, verschlossen, unerreichbar auch für ihre Tochter. Und Charlotte bleibt provokant, ohne echtes Einfühlungsvermögen, eine zutiefst beschädigte Seele, voller Bitterkeit.
„Im Alter geht man vom Leben weg“, schreibt Anna. Und dem Leser bricht das Herz.
Fazit: Ein vielschichtiger, ein wichtiger, ein grandios geschriebener Roman!
Rezensionen von re.maier-henze@web.de:
Fehlentscheidung?
Von Humanae vitae bis Amoris laetitia von Martin M. Lintner
Die Genealogie der Enzyklika beginnt 1842/43. Wissenschaftler entdeckten den weiblichen Zyklus und seine biologische Bedeutung und insofern den Gebrauch der unfruchtbaren Tage als natürliche Empfängnisverhütung.
1962 wurde ein schon 1951 in den USA entwickeltes hormonelles Präparat, kurz „Pille“ genannt, in Europa vermarktet.
Seine Einnahme ermöglichte eine künstliche Empfängnisverhütung. Somit ergab sich für die Kirchen die Frage, ob die Einnahme sittlich erlaubt ist.
1964 berief der amtierende Papst eine Kommission zur Klärung dieses Anliegens. Die Meinungen der Mitglieder waren so entgegengesetzt, dass beschlossen wurde, Ehepaare, resp. Frauen nach ihren persönlichen Erlebnissen beim ehelichen Akt zu befragen (25). Auf Grund sehr intimer Aussagen beschloss die Mehrheit der Mitglieder, eine Änderung der geltenden Ehelehre anzustreben. Der Papst konnte sich trotz gründlicher Überlegungen und Beratungen nicht zu einer Änderung entschließen.
1968 wurde die „Pillen-enzyklika“ der Öffentlichkeit vorgegeben. Obwohl der Papst wusste, dass die Doktrin des Verbotes der künstlichen Empfängnisverhütung nicht ausreicht, führte er die Autorität des Lehramtes kraft des Hl. Geistes ins Feld (59).
Die Reaktionen der kirchlichen Welt auf dieses Lehrschreiben waren äußerst verschieden (64-70).
Die Nachfolger von Paul VI. , zuerst Johannes Paul II., verbindet die normative Lehre der Enzyklika mit der Heiligkeit Gottes (81), Benedikt XVI. sagt, VAT II habe zum Problem der Geburtenregelung keine Lösung getroffen (88), Papst Franziskus plädiert für eine grundsätzliche Offenheit für Kinder, für eine verantwortete Elternschaft und gibt zu verstehen, dass nicht bei jedem ehelichen Akt neues Leben gezeugt werden kann (102).
Abschließend ist festzuhalten: nicht nur die katholische Laienwelt, auch Theologen und Bischöfe sehen in dieser Enzyklika eine Fehlentscheidung. Wegen der fehlenden Zustimmung der Mehrheit des Gottesvolkes sollte überlegt werden, die Lehre neu zu überdenken (7).
Die Geschichte einer umstrittenen Lehre - so der Untertitel – stellte Martin Lintner wissenschaftlich fundiert, sachlich und informativ vor. Wegen des 50-jährigen „Jubiläums“ dieses Lehrschreibens werden vermutlich neue Diskussionen erfolgen.
Rezensionen von buchina:
Nichts für schwache Nerven
Von Humanae vitae bis Amoris laetitia von Martin M. Lintner
Unbedingt erwähnen möchte ich, dass dies der zweite Teil ist und dieser auch auf viele Aspekte aus dem ersten Teil eingeht. Ich würde sagen, man kann diesen Roman nicht so gut unabhängig vom Vorgängerband lesen.
Wie auch schon im ersten Teil kämpft Familie Morvan mit dem Nagelmann, einem Vielfachmörder und mit ihrer eigenen Vergangenheit.
Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Schon im ersten Teil gab es Hinweise darauf. Nun macht sich Erwan, der älteste Sohn der Familie, in Zentralafrika auf die Suche nach den Geheimnissen seiner Familie. Sein Vater hält dabei immer ein Auge auf ihn in dem er ihn einerseits mit allen Mitteln aufhalten will und anderseits auch seine schützende Hand über ihn hält. Was Erwan schließlich erfährt ist unfassbar. Daneben gibt es zwei weitere Handlungsstränge: Gaelle und Loic, Erwans jüngere Geschwister, die beide auch tief in der Nagelmanngeschichte verstrickt sind, wie nach und nach deutlich wird.
Wie bereits im ersten Teil fiel es mir erst schwer in die Geschichte reinzukommen. Die verschiedenen Handlungsstränge, dazu die vielen Namen und die schnellen Wechsel. Aber nach einer Weile durchschaute ich die komplexe Handlung und konnte mich sehr gut darauf einlassen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass mir die etwas fehlt von der Geschichte. Die Handlung wies oft abrupte Sprünge auf. Das kann aber auch an der gekürzten Ausgabe des Hörbuches liegen.
Dennoch das Hörbuch war wirklich ein Genuß, was auch an der großartigen Stimme des Sprechers Dietmar Wunder lag, die ich richtig sexy finde. Er spricht die verschiedenen Charaktere sehr gut ohne zu übertreiben. Es macht ihm richtig Spass zuzuhören. Während ich beim ersten Teil kritisieren musste, dass die Handlungsstränge offen blieben und kaum irgendwelche Fragen beantwortet wurden, ist dieser Roman sehr rund. Als Hörbuch ist er eine Herausforderung, da er so vielschichtig, unvorhersehbar und zum Teil auch sehr brutal ist, aber wenn man sich darauf einlässt, ein wirklich guter Thriller mit ungewöhnlicher Handlung.
Rezensionen von Petra Sch.:
Gute Idee, aber langatmige Umsetzung
Ein Himmel voller Bücher von Meyerson Amy
Meine Bewertung: 3,5 Sterne
Kurz zum Inhalt:
Die junge Lehrerin Miranda erfährt eines Tages, dass ihr Onkel Billy, mit dem sie seit 16 Jahren keinerlei Kontakt mehr hatte, verstorben ist.
Billy hat eine Buchhandlung namens "Prospero Books" in Los Angeles. Und er hinterlässt ihr nicht nur dieses Geschäft, sondern auch ein riesengroßes Rätsel, eine Art Schnitzeljagd, in Form von kleinen Hinweisen, die Miranda zu immer anderen Büchern und Personen aus Billy's Leben führt.
Miranda folgt natürlich dieser versteckten Spur aus Botschaften, und so setzt sich ihre Vergangenheit Stück für Stück wie ein Puzzle zusammen, das ihr Leben von Grund auf ändert...
Meine Meinung:
Mir hat diese Idee der Schnitzeljagd, die Billy für Miranda vor seinem Tod vorbereitet hat, um Billys bzw. ihre Vergangenheit zu erfahren, sehr gut gefallen.
Auch, dass viele Bücher - Klassiker der Weltliteratur - darin eingebunden sind.
Doch leider war die Umsetzung nicht so ganz geglückt; es war teilweise sehr langatmig und zäh.
Man ratet selber mit, zu welchem Buch das nächste Rätsel Miranda führt und Stück für Stück erfährt Miranda mehr über das Leben ihres Onkels - und ihr eigenes.
Leider war es bereits ziemlich am Anfang vorhersehbar, was Mirandas Familiengeschichte betrifft.
Und ich konnte das Verhalten von Mirandas Familie - die Geheimniskrämerei, das Verschweigen/Lügen und den Streit absolut nicht nachvollziehen. Wenn man einfach offen und ehrlich miteinander redet, dann kommt es erst gar nicht zu so einem schlimmen Familien-Bruch.
Es hat mich traurig gemacht, dass Miranda 16 Jahre bis zu seinem Tod keinen Kontakt zu Billy hatte.
Schön fand ich, wie alle von Prospero Books zusammengehalten haben, und sich viele tolle Ideen einfallen ließen, um den Buchladen zu retten.
Das Cover finde ich wunderschön: ein buntes Regal voller Bücher. Erst bei genauem Blick erkennt man, dass auf einigen Büchern auch Titel stehen.
Fazit:
Tolle Grundidee; aber nach einem spannenden Beginn leider teils schleppend erzählt. 3,5 Sterne von mir.
Rezensionen von Petra Sch.:
Wer ist das Gespenst am See?
Ein Himmel voller Bücher von Meyerson Amy
Kurz zum Inhalt:
Jana verbringt mit ihrem Schwimmverein eine Woche im Zeltlager am See.
Doch ständig verschwindet etwas: ein Schlafsack, Getränkedosen, Badehosen. Dabei ist der Schwimmverein doch ganz alleine am See!? Das muss wohl ein Gespenst sein!
Und alle sind sich einig: das Gespenst muss gefunden werden!
Meine Meinung:
Das Buch ist perfekt für Kinder im Grundschulalter, die so wie Jana 8 Jahre alt sind.
Dementsprechend sind die Sätze kurz, gut verständlich und können von den Kids leicht selbst gelesen werden.
Ganz wichtig: es sind jede Menge Baderegeln enthalten, die gut in der Geschichte verpackt sind. So lernt man viel über das richtige Verhalten an einem See; was man tun muss, wenn man einen Krampf im Bein hat; und dass man nicht nur einfach aus Spaß um Hilfe rufen soll.
Auch ist auf jeder Seite ein halbseitiges buntes Bild, welches das Gelesene nochmal unterstreicht.
So kann man sich die Wasserspiele und die "Gespensterjagd" noch besser vorstellen.
Am Ende sind die Baderegeln nochmals kurz zusammengefasst inkl. einem kleinen Quiz, wo die Kinder spielerisch überprüfen können, was sie sich alles gemerkt haben.
Das Cover zeigt Jana und Ben beim Spiel mit den Pool-Nudeln.
Fazit:
Kindgerechte lustige Abenteuergeschichte, in der viele Baderegeln gut im Geschehen integriert sind. Die Geschichte macht wirklich Spaß auf Lust auf ein Zeltlager am See!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Karolin, 14 Jahre aus Innsbruck,
Time School - Auf ewig dein von Eva Völler
Anna und Sebastiano haben in Venedig eine Zeitwächter-Schule gegründet und bilden nun Schüler aus verschiedenen Zeiten aus. Das ist ganz schön kompliziert, denn die zwei ersten Schüler sind ziemlich eigensinnig und bei ihrem ersten Einsatz am Hofe von Heinrich des Achten geht einiges schief. Als Anna dann unerwartet Besuch von einem sehr verzweifelten Sebastiano aus der Zukunft bekommt, wird ihr klar, dass es nur einen Grund für sein Auftauchen geben kann: Sie ist gestorben, und das muss sie umbedingt verhindern!
Ich find es total cool, dass es nach der Zeitenzauber-Trilogie weitergeht.
Das Buch ist sehr spannend und die Geschichte ist meiner Meinung nach noch besser als die der Vorgänger. Es kommen ein paar sehr lustige und coole Charakter dazu, die das Buch immer wieder auflockern. Allerdings würde ich zuerst die Zeitenzauberbücher lesen, weil man die Geschichte dann sicher besser versteht. Ich freue mich schon auf den nächsten Band!
Rezensionen von Pink Anemone:
Eine Mischung aus Kochbuch und Bildband - ein Buch zum Kochen, Träumen und Genießen.
Irische Landküche von Eva Völler
Kulinarische Einblicke in eine der ursprünglichsten Regionen Irlands. Mit lokalen Produkten hochwertig und gesund kochen. Ein Leckerbissen für Gaumen und Augen. In Zeiten hochverarbeiteter Lebensmittel und steigender Unverträglichkeiten erfreuen sich regional und biologisch angebaute Nahrungsmittel und gesundes Essen einer immer größeren Beliebtheit.
An diesem Punkt setzt Was das Land uns schenkt Rezepte aus Irland an. Das irische Connemara zählt zu den natürlichsten Regionen des Landes, Oscar Wilde bezeichnete es einst als eine wilde Schönheit . Mit seinen schroffen Hügeln, malerischen Heide- und Moorgebieten und zerklüfteten Küsten im Westen ist es landschaftlich so abwechslungsreich wie beeindruckend. Hier ist es noch möglich, im Einklang mit der Natur zu leben und die natürlichen Ressourcen und landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die das Land bietet, zu nutzen. Dieser Band besucht das Screebe House, ein historisches Anwesen im Westen Irlands, das für seine Gastfreundlichkeit, seinen Komfort und die feine Küche bekannt ist, und zeigt, wie man mit lokalen Produkten und etwas Kochtalent qualitativ hervorragende Gerichte kreieren kann. Neben Klassikern wie dem Full Irish Breakfast und Nachmittags-Scones enthält er auch Muscheln aller Art, Lammkarree oder eine irische Käsekunde. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen der Region runden das Buch perfekt ab und nehmen uns mit auf eine Traumreise an die irische Westküste....(Klappentext)
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"In der sogenannten Slow-Food-Bewegung wird ein Gedanke aufgegriffen,
der der armen Bevölkerung im Westen Irlands durch ihre tägliche Lebenssituation eingegeben war:
Bewahrung des traditionellen Lebensmittelhandwerks, Rückbesinnung auf regionale Produkte,
artgerechte Tierhaltung und die Erhaltung einer großen Geschmacksvielfalt."
(S. 3)
Mit diesem ungewöhnlichen Kochbuch reist der Leser an Connemaras Küste im Westen Irlands. Sieben Tage mietet man sich im Screeb House ein und lernt auf diese Weise Land, Leute und vor allem die Küche kennen.
Fischfang, Jagd und Gemüseanbau haben in Irland einen großen Stellenwert, dementsprechend gestalten sich auch die Rezepte, die vielfältiger nicht sein könnten, wie z.B.:
Venusmuscheln in Weisswein-Sahne-Sauce
Roastbeef an Estragon-Rotwein-Sauce
Hirschragout
Full Irish Breakfast
Eingelegtes Gemüse
Irish Coffee
Irischer Apfelkuchen
Apfelcrumble, etc.
Das Buch enthält eine bunte Mischung aus aufwendigen und einfachen Rezepten, von deftigen bis himmlisch leichten, traditionellen, sowie neu interpretierten Gerichten, von pikant bis süß. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ich habe bereits ein paar Rezepte nachgekocht und war bisher von jedem einzelnen begeistert.
Die Zutaten sind im Großen und Ganzen leicht erhältlich (bis auf bestimmte Meeresfrüchte und Fischarten) und die Zubereitung ist gut und einfach beschrieben. Zusätzlich erhält man nützliche und interessante Tips für die Küchenpraxis, wie z.B.: wie man Fische entschuppt und ausnimmt, über typisch irische Käsespezialitäten oder Informationen zu Garnelen, Austern und Seeigel.
Das Besondere an diesem Buch ist, dass es eine Mischung aus einem Kochbuch und Bildband ist. Hier werden nicht nur die Rezepte schön in Szene gesetzt, sodass einem schon beim bloßen Durchblättern das Wasser im Mund zusammenläuft und der Magen zu grummeln beginnt. Auch Bilder von Land und Leuten sind darin enthalten, viele davon mit kurzer Information dazu.
"In kaum einer anderen Region Irlands zeigt sich die Landschaft der grünen Insel so kontrastreich wie in Connemara:
weitläufige grüne Täler wechseln sich ab mit Moorlandschaften und einer zerklüfteten Küstenlandschaft mit vielen kleinen Halbinseln."
(S. 69)
Die Aufmachung und Verarbeitung ist zudem qualitativ hochwertig und lädt zum Schmökern ein und das immer und immer wieder.
Fazit:
Eine wunderschöne und stimmungsvolle Mischung aus Kochbuch und Bildband und somit ein Buch zum Kochen, Träumen und Genießen. Ich bin noch immer ganz hin und weg und werde mit Sicherheit noch viele Rezepte ausprobieren und/oder nochmals nachkochen.
Wer Irland und dessen Küche mag, wird dieses Buch lieben.
© Pink Anemone
Rezensionen von heinoko:
Schade um die Lesezeit
Die Toten von Paris von Cordier Michelle
Anmerkung vorneweg: Eigentlich mag ich es nicht, wenn in der Rezension der Klappentext zitiert wird. Aber in diesem Fall wähle ich gerne diesen einfacheren Weg zur Inhaltsübersicht, da mir das Buch wenig gefallen hat und ich es mir damit gerne etwas leichter machen möchte:
„Paris 1944. Jean Ricolet ― ein junger Inspektor aus dem Süden Frankreichs ― wird nach der Befreiung nach Paris versetzt.
Er soll der Form halber den Mord an einem Nazi untersuchen, der für die Verteilung der Raubkunst zuständig gewesen ist. Im Zuge seiner Ermittlungen sucht Ricolet die Kunststudentin Pauline Drucat auf, die für die Nazis als Expertin arbeiten musste, doch gleichzeitig eine Spionin der Résistance war. Gemeinsam beginnen sie und Ricolet der Spur des Mörders zu folgen. Und schnell erhärtet sich ihr Verdacht, dass von der Verteilung der Raubkunst nicht nur die deutschen Besatzer profitierten ...“
Eigentlich klingt der Plot interessant. Der geschichtliche Hintergrund – 1944, Paris ist befreit – verlockt. Am Ende des Buches frage ich mich allerdings vergeblich, was ich an Historischem erfahren habe, was ich gelernt haben könnte. Nichts. Und was habe ich über Paris, über die Franzosen gelernt? Nichts. Ein paar eingestreute französische Brocken, ein paar klischeehafte Beschreibungen. Nein, das genügt einfach nicht. Nächster Kritikpunkt sind die Protagonisten. Inspektor Ricolet, vom Lande, wird als eine Mischung aus trampelig-naiv und draufgängerisch-charmant dargestellt, dann wiederum kommandiert er seine Kollegen herum, die Kollegen erst ganz klischeehaft mit Vorbehalten ihm gegenüber, dann machen sie plötzlich alles, was er möchte, Pauline als verlogen-betrügerisch, sich selbst verkaufend (ach ja, Zeitbezug, da konnte man nicht anders, wenn man etwas erreichen wollte…), mitunter geradezu pubertär wirkend, aber auch wieder irgendwie anziehend, niemals aber wie eine mutige Frau in der Résistance. Also rundum sind die Protagonisten in ihren sehr gemischten Persönlichkeiten jenseits aller minimal-psychologischen Kenntnisse gezeichnet, dazu noch so blass-lebensleer beschrieben, dass man als Leser diesen Menschen sehr fern bleibt. Man liest als leidlich interessierter Zuschauer, ohne Emotionen, ohne Hoffen und Bangen, man liest einfach nur, damit man das Buch gelesen hat. Eine gewisse Spannung flackert hin und wieder auf, aber dieses Spannungsfeuer erstickt sich selbst immer wieder an seinen Unwahrscheinlichkeiten. Dass der Sprachstil sperrig ist, spröde, umständlich, rundet den Negativeindruck ab. Das Buch mischt wild alle Genres von Krimi bis Schmonzette, verbindet dieses Durcheinander in unpassendem Sprachstil und verpasst dem Ganzen sozusagen als Garnierung ein paar hübsche französische Wörter und ein Kriegsjahr, das sich in diesem Buch so harmlos wie Hustenbonbon darstellt. Schade um die Lesezeit!
Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:
Ein Meisterwerk
Die Frau, die liebte von Lewis Janet
Beim Lesen des Buches entstehen Historienbilder die sehr liebevoll und detailreich ausgeschmückt sind. Die Spannung hält vom ersten bis zum letzten Wort. Man bekommt Lust, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich eventuell eine Verfilmung anzusehen, bzw. mehr von Janet Lewis
zu lesen.
Rezensionen von Lagoona:
Anders als erwartet
Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi
Es geht um eine fremde Welt namens Orïsha, es geht um Götter, es geht um Mythen, die teilweise an die westafrikanische Kultur erinnern. Es geht um Kämpfe, um Ungerechtigkeit und es geht auch um verlorene Magie und Liebe, Trauer, Verlust und Familie.
Ich tue mich diesmal mit einer Bewertung wirklich etwas schwer.
Ich finde die Idee an sich ganz gut, aber ich habe mich teils wirklich durch die Geschichte gekämpft. Vieles ist anders gelaufen, als ich es mir gewünscht habe und ich bin weder überzeugt noch so richtig zufrieden. Leider, denn ich habe mich wahnsinnig auf das Buch gefreut. Ich gebe 3,5 Sternchen und bin trotzdem gespannt, wie der Film auf mich wirken wird, wenn er denn bei uns erscheint. Ich kann dennoch jedem nur raten sich seine eigene Meinung zu bilden, denn nur, weil ich nicht so ganz in die Story reingekommen bin, muss das ja nicht heissen, das andere sie nicht vielleicht toll finden werden :-)









