Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Spannender Thriller in arktischer Atmosphäre
Das Eis von Laline Paull
In ihrem zweiten Thriller „Das Eis“ thematisiert die Autorin Lilane Paul ein wieder aktuelles und brisantes Thema. Dabei gelingt es ihr ausgesprochen gut auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen und gleichzeitig spannungsvoll zu unterhalten.
Vor drei Jahren verschwand bei einem Unfall der Polarforscher Tom Harding bei einer gemeinsamen Expedition mit seinem besten Freund Sean Cawson.
Als nun ein Kreuzfahrtschiff seine vorgeschriebene Route verlässt, um den Passagieren die versprochenen Eisbären zu präsentieren, bekamen diese neben den Eisbären aus dem kalbenden Gletscher eine Leiche zu sehen – Tom Harding. Es wird eine gerichtliche Untersuchung anberaumt, die klären soll, ob es wirklich ein Unfall war.
In dem Roman wird im Wechsel von der Gerichtsverhandlung in der Gegenwart, Augenzeugenberichten und aus Rückblenden in Seans Leben erzählt. Dadurch wird durchgehend Spannung erzeugt, die an das Buch fesselt und zum Weiterlesen anhält. Während der Gerichtsverhandlungen erfährt man eine Menge Zwischenmenschliches, was aus meiner Sicht nicht unbedingt notwendig für die Handlung war.
Die beiden Protagonisten Sean Cawson und Tom Harding werden lebendig und authentisch dargestellt, ihre Leidenschaft für die Arktis wird mitreißend und überzeugend beschrieben. Besonders Sean ist ein interessanter Charakter, der mal Idealist und mal Intrigant ist. Besonders gut haben mir die Beschreibungen der Orte in der Arktis gefallen, ich hatte sie beim Lesen wirklich tolle Naturbilder vor Augen.
Abgesehen von der spannenden und atmosphärischen Unterhaltung hat Laline Paul interessante und wichtige Themen angesprochen. Der Klimawandel, das Schmelzen der Polarkappen und der immer kleiner werdende Lebensraum der Eisbären werden deutlich. Dabei ist es erschreckend wie rücksichtslos die Menschen mit ihrer Umwelt umgehen und wie gleichgültig sie die Folgen in Kauf nehmen.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, ein spannender Ökothriller in arktischer Atmosphäre, der ein aktuelles Thema aufgegriffen und mich gut unterhalten hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für Fans von Thrillern und Menschen, die an Bücher mit aktuellen Bezügen interessiert sind.
Rezensionen von Pink Anemone:
Ein toller Urban-Fantasy für Jugendliche ab 12 Jahren; spannend und mit wichtiger Thematik und unglaublich viel Message.
Das Eis von Laline Paull
Cormac Flynn entschließt sich, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch statt zu sterben, wird er von einem Fremden zurückversetzt, um seinem Leben eine bessere Richtung zu geben.
Als er in einem Versteck auf versiegelte Magie stößt und sie befreit, ändert sich alles, und für Cormac beginnt ein verzweifelter Kampf um das Gleichgewicht der Welt.
Zu allem Übel, mischt sich auch noch der Fremde ein, der ihn ständig zu beobachten und mehr Gründe für sein Einmischen zu haben scheint, als er zugeben möchte...(Klappentext)
☯☯☯☯☯☯☯☯☯☯
"Manchmal ist das Schicksal bereit, dem Gefühl nachzugeben und dir einen Neuanfang zu gewähren,
doch manchmal nutzt es die Gelegenheit auch, um noch einmal kräftig nachzutreten."
(Kapitel 3 / Pos. 1054)
Stellt Euch vor, Ihr könntet Euer Leben nochmals leben, die Weichen der Eisenbahn des Lebens neu stellen und einen anderen, einen besseren Weg einschlagen. Nochmals 15 sein, nochmals in die Schule gehen, neue Entscheidungen treffen und mit anderen Freunden abhängen.
Wer denkt nicht hin und wieder zurück und wünscht sich, man hätte so manches anders gemacht. "Hätt' i, tät' i, war i", wie wir Österreicher dazu sagen würden, oder im Deutschen: "Hätte, hätte, Fahrradkette".
Würdet Ihr diese Möglichkeit als Fluch oder Segen ansehen?
Diese Entscheidung wird Cormac Flynn abgenommen. In einem Moment stürzt er sich in suizidaler Absicht über die Klippen, im nächsten liegt er mit Fieber in seinem Kinderzimmer und ist wieder 15. Ermöglicht wurde ihm dies von einer mysteriösen Gestalt, die er spontan "Mephisto" nennt. Doch so toll und einfach ist dieses ganze Unterfangen, sein Leben neu zu leben ganz und gar nicht. Noch immer bringt er bei Mädchen keinen Ton raus, noch immer ist er der Fußabtreter für die Schulrowdies und noch immer, oder besser gesagt schon wieder, ist er ein fauler Sack. Zudem taucht, wie aus dem Nichts, ständig dieser Mephisto auf, der ihn immerzu Feuer unterm HIntern macht und ihn daran erinnert etwas aus seinem Leben zu machen und ihn auch immer wieder ins Leben zurückholt, wenn er, aus welchem Grund auch immer, wieder einmal gestorben ist. Bis er in eine Welt voller Magie "wiedergeboren" wird und diese Welt ist alles andere als schön.
Doch was bezweckt dieses Wesen ohne Augen wirklich?
Mit diesem Buch hält man einen tollen und vor allem spannenden Urban-Fantasy in den Händen. Dieser lebt hier vor allem von seinen Charakteren und deren Entwicklung.
Da hätten wir Mephisto, eine mysteriöse Gestalt die Cormic immer wieder nach dem Tod zurückholt und alles auf Anfang setzt. Man vertraut ihm nicht wirklich und doch hat er etwas Sympathisches an sich. Dies liegt vor allem an seiner coolen Art und seinem schwarzen Humor. Er ist quasi ein Schlitzohr, welches man trotzdem irgendwie mag.
">>Ich will dich gar nicht lange aufhalten, Cormac.
Aber es ist Frühling, du besitzt eine Jacke gegen den frischen Wind
und ich kann wirklich nicht in Worte fassen, wie langweilig es ist, deine Stubenhockerei zu beobachten.
Ich habe dir dieses Leben gegeben, damit du etwas damit anfängst.<<"
(Kapitel 2 / Pos. 370)
Cormic macht hier die größte Entwicklung durch. Ist er Anfangs noch ein schüchterner Junge, der absolut nicht in die Puschen kommt und sein Glück an sich vorbeiziehen lässt, so entwickelt er sich im Verlauf der Story gehörig weiter. Mit jedem neuen Leben wird er selbstbewusster, nimmt sein Leben selbst in die Hand und verändert so den Lauf seiner eigenen Lebensgeschichte.
Vom Loser zum Helden.
Die Magie selbst kommt erst später ins Spiel, denn mit jedem Ableben und neuerlichem Reborn, befindet sich Cormic zwar in seiner Welt, aber doch ist sie jedes Mal irgendwie anders. Zum Einen verhalten sich die Nebencharaktere anders und zum Anderen wird sie durch Cormic selbst beeinflusst.
Als er in einem Leben elementare Magie entfesselt und dabei, wieder einmal, draufgeht, hat er damit das Gleichgewicht der Welt zerstört...und ab dem Zeitpunkt beginnt die Story erst so richtig.
"Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem eine einzige Erkenntnis wirkt, wie das Herausziehen der untersten Karten aus einem Kartenhaus.
All die kleinen Lügen, die man um sich herum gebaut hat, um sich einzureden, das alles gar nicht so schlimm sei,
fallen nacheinander in sich zusammen und man weiß, dass es an der Zeit ist, etwas zu tun."
(Kapitel 4 / Pos. 1694)
Der Schreibstil ist klar und flüssig, Die Erzählweise packend und die Charaktere hervorragend gezeichnet.
Die Story nimmt zunehmend immer mehr an Spannung und Tempo zu, vor allem ab dem Punkt, an dem die Magie Einzug hält. Bis dahin dauert es jedoch. 1-2 Tode, bzw. Leben, weniger, wären hier eventuell nicht verkehrt gewesen.
Was mich ebenso beeindruckte, waren die Themen die in diesem Urban-Fantasy behandelt werden, die da z.B. wären: Cliquenbildung, Ausgrenzung, Mobbing, Trauma, Courage, Schuld und Hoffnungslosigkeit. Zugleich enthält die Geschichte aber auch eine ganz wichtige Message, nicht nur für betroffene Jugendliche.
Der schwierigste Weg führt oft zum schönsten Ziel. Geht hinaus, kämpft und findet diesen Weg.
Fazit:
Ein toller Urban-Fantasy für Jugendliche ab 12 Jahren. Unheimlich spannend und mit unglaublich viel Message.
Ein Debüt, dass sich sehen lassen kann und den Autor auf meinem Radar bleiben lässt.
Und vergesst nie:
Man kann jedes Leben führen, das man führen möchte. Man muss sich nur entscheiden, wie es aussehen soll!
© Pink Anemone
Rezensionen von jiskett:
Einfühlsam erzählte Liebesgeschichte
Die Farben meines Herzens von Noa C. Walker
"Die Farben meines Herzens" erzählt eine sehr ruhige Liebesgeschichte. Es geht um Filomena, die seit Jahren von einem schrecklichen Trauma belastet wird, und Mika, einen Forstwirt, der plötzlich in ihr Leben tritt. Die beiden finden einander von Anfang an interessant, doch die Beziehung zwischen ihnen reift nur allmählich heran, in kleinen Schritten.
Filomena fällt es schwer, andere Menschen an sich heranzulassen, und Mika ist sich bewusst, dass er behutsam vorgehen muss, um sie nicht zu überfordern oder sie - ohne es zu wollen - zu verletzen.
Die Geschichte hat mir gut gefallen. Ich mochte, wie einfühlsam der Gefühlszustand der Protagonistin dargestellt wurde und dass die Autorin klar gezeigt hat, welche Auswirkungen ein solch einschneidendes Ereignis auch Jahre später noch haben kann. Mikas rücksichtsvolles Verhalten war toll und es war schön zu sehen, wie sehr er sich bemüht hat und wie sie einander langsam näher gekommen sind. Allerdings fand ich auch gut, dass seine Geduld nicht endlos war und er Fehler gemacht hat, da es mir realistischer vorkam als wenn er im Umgang mit ihr vollkommen perfekt gewesen wäre. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, dass es in ihrer Entwicklung Rückschritte gab und nicht automatisch alles gut wurde, nur weil sie sich kennen und lieben gelernt haben. Das wäre zu kitschig und unglaubwürdig gewesen.
Beide waren mir sehr sympathisch und es war leicht, sich in sie hineinzuversetzen und ihr Denken und Fühlen zu verstehen. Die Nebenfiguren waren ebenfalls gut ausgearbeitet und sie haben die Geschichte auf jeden Fall bereichert, sei es durch ein paar erheiternde Momente oder tragische Szenen. Auch Religion spielt durch die Präsenz eines Mönchs, der den beiden mit Ratschlägen zur Seite steht, eine Rolle, aber diese war überschaubar und hat gut zu dem Rest der Handlung gepasst.
Von mir bekommt "Die Farben meines Herzens" vier Sterne. Es ist eine schöne, einfühlsame Liebesgeschichte, die sich nur langsam entwickelt, aber dadurch in Anbetracht der Situation der Protagonisten sehr überzeugend wirkt.
Rezensionen von BarbaraM:
Ein kreatives und leckeres nordafrikanisches Kochabenteuer!
Die Farben meines Herzens von Noa C. Walker
„Tajine. Das große Kochbuch für traditionelle Spezialitäten aus Nordafrika“ von Kitchen Masters ist im März 2018 in der 1. Auflage erschienen. Es umfasst 78 Seiten und kostet in der Taschenbuchausgabe 7,99€.
„Tajine. Das große Kochbuch für traditionelle Spezialitäten aus Nordafrika“ ist untergliedert in folgende Rezeptkategorien:
- Frisch und grün: Gemüse trifft Tajine
- Herzhafte Begegnung: Fleischgerichte mit der Tajine
- Versuchung aus dem Meer: Fischspezialitäten aus der Tajine
- Süßes und Brot
Zusätzlich gibt es in dem Buch Informationen in Bezug auf die nordafrikaische Kochkunst.
Hier erfährt der Leser Hintergrundwissen zur Geschichte des Landes, zur marrokanischen Küche und zur Tajine im Speziellen. Außerdem erhält man am Ende des Buches eine kurze Beratung , wenn man sich gerne eine Tajine kaufen möchte und weiterführende Literaturempfehlungen.
Den Autoren gelingt es mit ihrer einfachen Sprache ihre Rezepte benutzerfreundlich in die Küche zu bringen. Selbst Koch-Laien werden mit diesen Rezepten keine Probleme haben und sich sicherlich an dieses Kochabenteuer der nordafrikanischen Küche heranwagen. Angefügte Angaben zum Zeitaufwand und Nährwerten pro Portion runden jedes Rezept ab.
Fazit:
Das Kochbuch kommt auf den ersten Blick etwas nüchtern daher. Es finden sich leider keine Fotos in dem Buch, was man eigentlich von einem Kochbuch erwarten würde. Zumal das Coverfoto wirklich sehr schön ist. Man muss jedoch auch anmerken, dass dies den Autoren bewusst ist und sie dies aus Umweltschutzgründen nicht für sinnvoll erachten und sie stattdessen die Leser auffordern, ihre eigene Phantasie anzuregen.
Die Kochrezepte in dem Buch überzeugen sehr. Sie sind einfach, gut beschrieben und leicht nachkochbar.
Gut gefallen hat mir auch das angeführte Hintergrundwissen zur Kochgeschichte und auch die informativen Empfehlungen, auf was man achten sollte, wenn man sich eine Tajine neu anschaffen möchte.
Zusätzlich hätte ich mir noch einige Anmerkungen zu den in den Rezepten angeführten Gewürzen gewünscht.
Rezensionen von Gaby 2707:
Im Schatten der Vergangenheit
Aachener Todesreigen von Ingrid Davis
Kaum hat Britta Sander von der Detektei Schniedewitz & Schniedewitz in Aachen ihren letzten Fall abgeschlossen, da meldet sich ihre alte Schulfreundin Pia, an die sie schon lange nicht mehr gedacht hat. Deren Schwester Sabrina ist spurlos verschwunden und die Polizei will noch keine Fahndung einleiten.
Pia und ihr Schwager Christian glauben, dass Sabrina irgendetwas zugestoßen sein muss. Da es einige Ungereimtheiten gibt, beginnt Britta mit der Suche nach Sabrina und wird auch bald fündig. Es sieht so aus, als habe die Gesuchte sich das Leben genommen. Oder scheint es nur so?
Brittas Kollege Eric Lautenschläger bearbeitet gerade einen Fall, bei dem eine junge Frau bei einem Reitunfall ums Leben gekommen ist. Auch hier glaubt die Familie nicht an einen Unfall.
Als sich in beiden Fällen Parallelen ergeben und es sich abzeichnet, dass auch andere junge Frauen in Gefahr sein könnten, beginnen Britta und Eric mit Hochdruck zu ermitteln. Dass auch sie in Gefahr sind, registrieren sie fast zu spät...
In ihrem ersten Fall um Britta Sander nimmt mich die Autorin mit nach Aachen. Durch die kleinen hier und da eingestreuten Dialektbrocken und die Beschreibung der Stadt und des Umlandes kommt der Lokalkolorid sehr gut rüber.
Indrid Davis erzählt die Geschichte in einer leichten und flüssig zu lesenden Art durch die Augen von Britta Sander, so, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte. Eine Prise Humor lockert den Kriminalfall immer wieder auf. Da Brittas Gedanken kursiv dargestellt sind, weiß ich auch immer, was gerade in ihrem schlauen Kopf vorgeht.
Britta Sander und ihre Kollegen aus der Detektei Schniedewitz & Schniedewitz sind mir sehr sympathisch. Immer einen flotten Spruch auf den Lippen und manchmal den Schalk im Nacken. Ich mag den Humor der Truppe und vor allem die Kollegialität, wenn´s drauf ankommt. Alle sind so farbig und authentisch gezeichnet, dass ich bald ein recht klares Bild im Kopf hatte.
Der Spannungsbogen baut sich langsam auf und hält meine Nerven auf einem nichtzerreißenden Level. Ich hatte zwar schon bald einen Verdacht, aber leider bin ich wohl nicht zum Ermitteln geboren. Den Täter, der sich dann heraus kristallisiert hat, hatte ich lange nicht auf meiner Liste. Mein Fragen, die mir beim Lesen immer wieder kamen, wurden zum Schluss schlüssig aufgelöst. Und das turbulente Ende hat mich zufrieden zurück gelassen.
Ein leichter Krimi, der bei mir für gute Unterhaltung gesorgt hat, mit einer neuen, taffen Ermittlerin (und ihrem Kommissar) von der ich gerne mehr lesen würde.
Rezensionen von Josef Lüthold:
Die Neuoffenbarungen zum Thema Reinkarnation
Reinkarnation von Bertha Dudde; Jakob Lorber; Hanno Herbst
In diesem Buch werden die Texte von Neuoffenbarungen zum Thema Reinkarnation gut präsentiert und zusammengestellt. Im Gegensatz zur kirchlichen Lehre wird klar bezeugt, dass die Lehre von der Reinkarnation mit dem christlichen Glauben vereinbar ist.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von Gaby 2707:
4 Jahre Auszeit
Mit 50 Euro um die Welt von Christopher Schacht
Christopher Schacht hatte ich schon in verschiedenen Talkshows gesehen. Seine Erlebnisse, die er dort geschildert hat, haben mich neugierig gemacht und ich musste das Buch unbedingt lesen. Als ich es dann in Händen hielt, hat mich der grobe Überblick schon sprachlos gemacht und ich musste sofort anfangen zu lesen.
Mit nur 50 Euro, von denen die Hälfte schon sehr rasch weg ist, macht sich der 19-jäjrige auf eine Reise durch 45 Länder, die ihres gleichen sucht. In einem dunkelblauen Opel Corsa beginnt eine Reise mit nur einem ganz grobe Plan. Die Nächte verbringt er zumeist in seiner Hängematte oder seinem Zelt. Tagsüber arbeitet er z.B. auf Segelschiffen für die Überfahrt auf Atlantik oder Pazifik. Er lernt jede Menge Menschen kennen, die ihm freundlich begegnen. Sein total einnehmendes Wesen macht es ihm leicht mit Menschen in Kontakt zu treten. Er kennt keine Berührungsängste und geht offen mit allem was ihm geboten wird um. Immer dabei und präsent, sein Glaube an Gott.
In seinem Buch erzählt er vom 1. Juli 2013 bis zu seiner Rückkehr im Juli/August 2017 die interessantesten, spannendsten, lustigsten und bemerkenswertesten Geschichten, die ihm auf seiner Reise passiert sind. So hat er 5 der 7 Weltmeere durchsegelt, 4 neue Sprachen gelernt, Bilder zum Neidischwerden geschossen, auch das eckligste Essen probiert und jede Menge Abenteuer durchlebt. Vor allem aber hat er viele neue Freundschaften rund um die Welt geschlossen und seine Herzensdame übers Internet kennen- und lieben gelernt.
Christopher Schacht beschreibt seine Reise um die Welt so anschaulich, so unterhaltsam, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich wollte immer mehr wissen, von all dem, was man in keinem Reiseführer zu lesen bekommt. Hier war ich nicht im Urlaub, sondern im realen Leben mit dabei. Und das hat mir riesigen Spaß gemacht.
Gleich zu Anfang schreibt Christopher Schacht: "Wer weiß, vielleicht macht das (die Geschichten im Buch) dem einen oder anderen ja Appetit auf mehr". Ja, lieber Christopher, absolut. Wäre ich nicht schon lange Ü60, wäre ich vielleicht jetzt schon am Rucksack packen. Aber ich fange nun endlich an, eine Reise, die ich schon lange machen möchte, in Angrif zu nehmen. Den Anschubser dazu habe ich diesem Buch zu verdanken.
Jeder, der die Lust am Reisen und die Lust auf Neues nicht verloren hat, sollte dieses mit hochwertigen Bildern ausgestattete Buch lesen. Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst.
Rezensionen von edito:
Wunderbarer historischer Roman
Die Tochter der Toskana von Karin Seemayer
D
ie Geschichte um das Mädchen Antonella in der Zeit des politischen Umbruchs Italiens im Jahre 1832 ist spannend und fesselnd geschrieben. Ein toller Roman über eine starke, bemerkenswerte junge Frau! Meine Vorfreude auf eine Vortsetzung der Liebesgeschichte zwischen Marco und Antonella ist riesig!!!
Rezensionen von Pink Anemone:
Ob Schauergeschichten, Roman, Märchen oder Weisheiten, der Inhalt ist so facettenreich wie der Schriftsteller Oscar Wilde selbst
Oscar Wilde, Gesammelte Werke von Oscar Wilde
Ich habe schon viel von Oscar Wilde gehört und einige Zitate von ihm gelesen, jedoch noch nie zuvor ein gesamtes Werk von ihm gelesen. Ein großer Fehler, wie ich zugeben muss. Er schrieb mit so viel Gefühl, Tiefe, Witz und immer mit einem gehörigen Seitenhieb auf die damalige Gesellschaft.
Am liebsten würde man jeden noch so kleinen Absatz zitieren, jede versteckte Weisheit notieren.
Sobald man in ein Werk von ihm vertieft ist, wird einem klar, dass dieser Schriftsteller seiner Zeit weit voraus war. Er spricht Dinge und Gedanken aus, die damals für Empörung sorgten, aber die uns selbst heute noch beschäftigen und aktueller denn je sind.
"Es gibt weder moralische noch unmoralische Bücher. Bücher sind gut oder schlecht geschrieben. Sonst nichts."
(Oscar Wilde)
Und seine Werke sind durchwegs gut geschrieben, manchmal mit ein paar Längen, aber durchwegs spannend und so manches Mal durchaus gruselig.
Dieser vorliegende Wälzer beinhaltet seine wichtigsten und bekanntesten Werke:
Das Bildnis des Dorian Gray (übersetzt von Alfred W. Fred)
"Es barg das Geheimnis seines Lebens und erzählte seine Geschichte.
Es hatte ihn die Liebe zu seiner eigenen Schönheit gelehrt.
Sollte es ihn jetzt lehren, seine eigene Seele zu hassen?"
(Das Bildnis des Dorian Gray / S. 85)
Lord Artur Saviles Verbrechen und andere Geschichten (übersetzt von Frieda Uhl)
"Eine Studie über die Pflicht"
"Das Gespenst von Canterville" / Eine hylo-idealistische Novelle
"Die Sphinx ohne Geheimnis" / Eine Radierung
"Der Modellmillionär"
"Das Bildnis des Herrn W.H."
Deutungen (übersetzt von Paul Wertheimer)
"Der Kritiker als Künstler (Teil I und II)
"Der Verfall der Lüge"
"Feder, Pinsel und Gift"
"Die Wahrheit der Masken"
Die Seele des Menschen unter dem Sozialismus (übersetzt von Paul Wertheimer)
Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend (übersetzt von Kim Landgraf)
"Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslangen Liebesbeziehung"
(Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend / S. 480)
Märchen
"Das Granatapfelhaus" (übersetzt von Frieda Uhl)
"Der Junge König"
"Der Geburtstag der Infantin"
"Der Fischer und seine Seele"
"Das Sternenkind"
"Der Schnee lag hoch auf dem Erdboden und auf den Ästen der Bäume.
Der Frost brach unaufhörlich Zweig um Zweig, zu beiden Seiten des Weges, den sie gingen.
Und als sie zum Bergbache kamen, hing dieser regungslos in den Lüften, denn der Eiskönig hatte ihn geküsst."
(Das Sternenkind / S. 540)
"Der glückliche Prinz und andere Märchen" (übersetzt von Rudolf Lothar)
"Der glückliche Prinz"
"Die Nachtigall und die Rose"
"Der selbstsüchtige Riese"
"Der treue Freund"
"Die besondere Rakete"
"Gedichte in Prosa" (übersetzt von Rudolf Lothar)
"Der Künstler"
"Der Wohltäter"
"Der Schüler"
"Der Meister"
"Das Haus des Gerichts"
"Der Lehrer der Weisheit"
Lady Windermeres Fächer - Ein Schauspiel, das von einer guten Frau handelt (übersetzt von Alfred Brieger)
Epistola in carcere et Vinculis (De Profundis) (übersetzt von Max Meyerfeld)
Aus dem Gefängnis / Der Fall des Wärter Martin - Grausamkeiten des Gefängnislebens (übersetzt von Max Meyerfeld)
Die Ballade vom Zuchthaus in Reading (übersetzt von Wilhelm Schölermann)
Es hat einen Grund weshalb ich sehr ausführlich den Inhalt ausführe, denn dieser ist im Buch leider nur unvollständig und daher ist nicht ersichtlich, welche Werke nun wirklich darin enthalten sind. Ein weiteres Manko sind die vereinzelt auftretenden Rechtschreib- und Grammatik-Schnitzer. Für diesen Preis, ist dies jedoch zu verschmerzen.
Ansonsten ist die Verarbeitung gut. Vor allem der Leineneinband ist ein Blickfang und daher ist dieses Buch auch im Regal schön anzusehen. Bezüglich der Übersetzung kann ich keine Vergleiche ziehen, da dies meine erste Leseerfahrung mit Oscar Wilde ist. Ich persönlich fand die Übersetzungen gut gelungen. Falls jemand Tipps für gelungene Übersetzungen hat, dann nur her damit und in die Kommentare schreiben bitte.
Mich persönlich konnten vor allem die Märchen begeistern, welche so atmosphärisch geschrieben sind, sodass man sich in die Kindheit zurückversetzt fühlt und diesen tollen Märchen mit glänzenden Augen folgt. Die anderen Werke sprühen nahezu vor Sarkasmus und schwarzen Humor.
Fazit:
Obwohl dies ein Wälzer von knapp 800 Seiten ist, habe ich diesen verschlungen. Ob Schauergeschichten, Roman, Märchen oder Weisheiten, der Inhalt ist so facettenreich wie der Schriftsteller Oscar Wilde selbst, enthält nur wenige langatmige Stellen und lädt umso mehr zum Nachdenken ein. Ich bewundere Oscar Wilde für seine Offenheit und Direktheit und dieses Buch werde ich sicher noch mehrmals zur Hand nehmen, um darin zu schmökern.
© Pink Anemone
Rezensionen von rewareni:
Ein verzwickter Fall
Agamemnon von Wolfgang Glagla
In Hannover wird auf der Alten Bult ein toter Mann entdeckt und Kommissar Tackert und sein Team können sehr schnell die Identität feststellen. Der Tote ist Clemens Hinrichs, der den Nachforschungen zufolge kein einfacher Zeitgenosse gewesen sein dürfte. Er hat keine Freunde, seine Ex- Frau ist froh, dass er tot ist und auch seine Halbschwester findet keine freundliche Worte über ihn.
Tackert und seine Kollegen haben das Gefühl sich im Kreis zu drehen, denn es gibt scheinbar kein Motiv für den Mord. Doch wie es der Zufall so will tauchen plötzlich verschiedene Verbrechen auf, die miteinander in Verbindung zu stehen scheinen und immer haben sie einen gemeinsamen Nenner- Clemens Hinrichs. Bis eine Augenzeugin auftaucht, die eine wichtige Beobachtung zu melden hat und Kommissar Tackert dem Tatmotiv immer näher kommt.
,,Agamemnon´´ ist der dritte Hannover Krimi von Wolfgang Glagla aus der Richard Tackert Reihe, wo der Leser auch ohne Vorkenntnisse schnell in die Geschichte hinein kommt. Der Kommissar und sein Team sind keine Überbeamte, die entweder sehr hart oder unsympathisch sind, nein, sie sind Menschen wie du und ich. Besonders Tackert hat seine kleinen Schwächen und seine frische Liebe zu seiner Freundin, stellt ihn öfters auf die Probe. Es sind immer wieder die kleinen und unscheinbaren Szenen, die ihn liebenswürdig machen. Dabei ist ein feiner Humor zu spüren, wo man als Leser gerne schmunzeln muss.
Man bekommt zu Beginn ein Verbrechen präsentiert, wo man sehr lange rätseln muss, wer der Schuldige sein kann. Bis zum Schluss reihen sich Stück für Stück die Puzzleteile aneinander. Es ist ein eher ruhiger und gemächlicher Krimi wo Spannung, menschliche Schicksale und traumatische Erlebnisse im Vordergrund stehen.
Auch in diesem Band gibt es wieder einiges an Lokalkolorit. Ein schnell zu lesender Roman mit 180 Seiten, wo es einige überraschende Wendungen gibt.









