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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von heinoko:

Meine Güte, ist dieses Buch gut!

Die Kunst, einfache Lösungen zu finden Gebunden. von Ankowitsch Christian

Als ich meine Rezension zu schreiben begann, stellte ich fest, dass sie wie eine Werbebotschaft des Verlags klingt, wie eine geradezu marktschreierische Werbung. Und doch wollte ich nur meiner uneingeschränkten Begeisterung Ausdruck verleihen, mit einem gewissen Überschwang zugegebenermaßen.
Meine Güte, ist dieses Buch gut! Jedem, wirklich jedem möchte ich zurufen: Lesen Sie dieses Buch! Egal wer Sie sind, wie alt Sie sind, ob Sie viel oder wenig lesen, ob Sie Probleme haben oder nicht – lesen Sie dieses Buch! Es wird Sie erheitern, es wird Sie erstaunen.

Und es wird Ihnen Gewinn bringen, es geht gar nicht anders, denn der Buchinhalt bleibt im Sinn. Passagen, die für Sie wichtig sind, bleiben wie Kaugummi in Ihren Gedanken kleben, es gibt keine Chance des Entkommens.

Steve de Shazer war Psychotherapeut und entwickelte auf der Grundlage von Milton Erickson die lösungsorientierte Kurztherapie. Auf de Shazer, Watzlawick und auf andere kluge Menschen bezieht sich der Autor und holt aus ihren Werken jeweils das Beste und Eingängigste hervor, um es dank seines eigenen Wissens und Denkens zu einem Buch höchster Wirksamkeit zu verdichten.
Alles hängt mit allem zusammen. Wenn wir das verstanden haben, wird uns klar, weshalb bereits kleinste Interventionen unser Problem- oder Streitgefüge massiv stören können. Unscheinbar sind die Lösungsmöglichkeiten, es fehlt ihnen an jeglichem Drama, und das macht sie irgendwie geradezu unbeliebt. Denn mein Problem ist ein großes Drama, da kann der Lösungsweg nicht einfach so um die Ecke kommen, so harmlos, so nebenbei… Und wenn wir dann weiter noch verstehen, dass unser persönliches Weltbild eine ganz und gar subjektive Konstruktion ist, erahnen wir bereits nach wenigen Buchseiten, dass das, was wir persönlich zum Problem erklären, ein ebenso subjektives Empfinden ist. Meist agieren wir in unserem persönlichen „Theater des Bewusstseins“, ohne seine Subjektivität zu erkennen, und definieren die Mitspieler, die sich nicht an unser Drehbuch halten, als Problem, an dem es gilt sich abzuarbeiten. Christian Ankowitsch reicht uns in seinem Buch einen ganzen Schlüsselbund zum Knacken unserer persönlichen Problemschlösser. Und das macht er auf beeindruckende Weise, mit großem fachlichem Hintergrundwissen (23 Seiten kleingedruckte Anmerkungen!). Er schreibt nicht wissenschaftlich-verstiegen, sondern menschennah, geradezu freundschaftlich, und vor allen Dingen mit entlarvend-intelligentem Humor. Er setzt uns Lesern sehr kurzweilig Problemlösungen in appetitlichen Häppchen vor, so verlockend angerichtet, dass wir ihm nach wenigen Seiten bereits aus der Hand fressen.
Probieren Sie es aus!

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Rezensionen von simone.h1:

Guter Thriller

A Stranger in the House von Lapena Shari

Karen hat einen selbstverschuldeten schlimmen Autounfall und wacht ohne Erinnerung an den letzten Abend im Krankenhaus auf. Ihr Gatte Tom und ihre beste Freundin Brigid sorgen sich sehr um sie, können die Unstände des Unfalls aber nicht verstehen. Zur selben Zeit wird ein Mann in einem verlassenen Gebäude im Ghetto erschossen.

Und die rasante Suche nach der Wahrheit oder dem was die Wahrheit zu sein scheint kann beginnen...

Dieser Thriller ist in kurze Kapitel und darin noch in Abschnitte gegliedert, die jeweils aus der Sicht eines anderen Beteiligten erzählt werden. Ich finde kurze Abschnitte an sich toll, aber hier war das Besondere daran, dass man immer über sämtliche Erzählstränge, Gedanken und Begebenheiten informiert war und nicht seitenlang gar nicht wusste, was ein Protagonist tut. Somit ist man als Leser bei jeder handelnden Person hautnah dabei, was die Spannung steigert.

Die Sprache ist sehr einfach und klar. Es wird in sehr kurzen Sätzen erzählt, sodass man das Buch sehr schnell lesen kann und trotzdem alle Details erfasst.

Die Story ist sehr gut konstruiert und auch die Personen sind gut gezeichnet. Sie sind für den Leser aber nicht wirklich greifbar, da man nicht weiß wie man die Protagonisten einschätzen soll. Das ist definitiv ein gutes Stilmittel für einen Thriller, macht es aber manchmal schwer mitzu- oder sich hineinzufühlen!

Besonders gut gefallen hat mir, dass sich trotz teilweise offenem Ende für mich alle Fragen geklärt haben und das wirklich erst auf den letzten Seiten. Somit vergebe ich 4 Sterne für diesen wirklich guten Thriller, den ich sehr gern gelesen habe, der aber an der ein oder anderen Stelle ein wenig in die Länge geht und in diesen Abschnitten noch etwas mehr Spannung vertragen könnte.

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Rezensionen von Caroline :

Tell me three things von Julie Buxbaum

Als Jessies Vater ihr verkündet wieder geheiratet zu haben, bricht ihr gewohntes Leben in sich zusammen. Denn sie übersiedelt von Chicago nach L.A. und lässt ihre beste Freundin Scar, ihre Schulfreunde und das Grab ihrer Mutter zurück.

Ihr neues zu Hause mit ihrer Steifmutter Rachel und ihrem Stiefbruder Theo zeigt sich sehr luxuriös, aber recht abweisend.

Auch die neue Schule erweist sich große Herausforderung. Sie erhält Unterstützung von ungewöhnlicher Seite: ein anonymer Freund schickt ihr eMails, um ihr Tipps zu geben, wie sie die Hürden im täglichen Schulalltag besser meistern kann.

Langsam knüpft sie neue Freundschaften. Natürlich möchte sie das Geheimnis, wer hinter „Somebody/Nobody steckt, aufdecken. Ihr Projektpartner Ethan lässt ihr Herz schneller schlagen, obwohl er meist recht zurückhaltend und manchmal sogar regelrecht abweisend ist.

Jessie richtet sich in ihrem neuen Leben ein, aber ihr Heimweh nach Chicago ist immer noch groß und scheint übermächtig zu sein.

Wie hat es mir gefallen?

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ich habe die Autorin Julie Buxbaum bereits vor ein paar Monaten mit ihrem Buch „Mein Herz in allen Einzelteilen“ kennengelernt. Ich fand die Geschichte richtig toll. Ihren Namen werde ich so schnell nicht vergessen.

In dieser Geschichte verbindet die Autorin einige sensible Themen zu einer gelungenen Mischung.

Jessies Leben wird völlig auf den Kopf gestellt. Nach dem Tod ihrer Mutter gibt es nur noch sie und ihren Vater, der hart arbeitet, um über die Trauer hinwegzukommen. Jessie stellt nicht viele Ansprüche an ihn, aber die überraschende Hochzeit mit Rachel wirft sie aus der Bahn. Der Neuanfang in L.A. entzweit die beiden noch mehr. Jessie fühlt sich einsamer denn je.

Die mysteriösen Nachrichten halten sie auf Trab und holen sie aus ihrem Schneckenhaus. Der geheime Schreiberling drängt sie bestimmte Dinge zu tun, um ihr über die ersten furchtbaren Tage an der Highschool zu helfen. Ihre doch recht seltsame Beziehung hält sich und intensiviert sich. Natürlich möchte Jessie unbedingt wissen, wer dahinter steckt.

Es war amüsant ihre Vermutungen zu verfolgen. Welche Begründungen sie als zutreffend erachtet und welche sie wieder verwirft.

Nicht nur die Suche konnte mich fesseln, sondern auch die unterschiedliche Trauerverarbeitung von Vater und Tochter waren spannend zu lesen. Selbst die Stieffamilie war in ihrer eigenen Trauer gefangen und versucht verzweifelt einen Weg aus diesem Strudel.

Die Autorin hat eine Geschichte geschrieben, die auch für Erwachsene geeignet ist. Sie erschafft glaubwürdige Figuren, die einem ans Herz wachsen.

Wie bereits in „Mein Herz in allen Einzelteilen“ überzeugte mich der Schreibstil und die Handlung.

www.mariessalondulivre.at

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Rezensionen von Sorko:

Ein Unfall mit Folgen

A Stranger in the House von Lapena Shari

Ein guter Krimi, der mit wenig handelnden Personen auskommt. Spannend bis zum Schluss, kurze Kapitel und ein überraschendes Ende – sehr gut lesbar.
Tom und Karen sind glücklich verheiratet und lieben einander. Eines Tages verlässt Karen überstürzt das Haus und fährt mit dem Auto in eine gefährliche Gegend, wo sie einen Unfall hat.

Tom war noch nicht zu Hause, er erfährt erst durch die Polizei von dem Unfall seiner Frau. Er ist sehr besorgt, zumal Karen sich nicht mehr daran erinnern kann, wie es zu dem Unfall kam und was sie in jener Gegend der Stadt eigentlich wollte. Auch Karens beste Freundin Brigit besucht sie im Krankenhaus und macht sich Sorgen. Karen erholt sich langsam wieder von dem Unfall, doch ihre Erinnerungen kehren noch nicht zurück. Als Tage später in der Nähe des Unfallorts eine Leiche gefunden wird, klingeln bei der Polizei die Alarmglocken. Der Tote muss etwa zu der selben Zeit gestorben sein, als Karen ihren Unfall hatte. Gibt es da einen Zusammenhang? Detective Rasbach nimmt die Ermittlungen auf.
Es gibt einige interessante Wendungen in der Geschichte, die den Leser fesseln und zu eigenen Spekulationen inspirieren. Der Schreibstil ist anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, er tut der Spannung aber keinen Abbruch. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten von dieser Geschichte.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein etwas anderer Reiseführer - sehr interessant!

A Stranger in the House von Lapena Shari

Cornwall – eine kulinarische Rundreise von Ralf Kabelitz ist kein klassischer Reiseführer. Mit diesem Buch nimmt mich mit auf die Reise durch die Grafschaft Cornwall, den kleinen südwestlichen Teil von Großbritanien. Er führt mich in die seiner Meinung nach besten Restaurants, urigsten Pubs und Strandbars; zeigt mir aussergewöhnliche Winzer, Kaffeeröster und Austernzüchter; nimmt mich mit in das Cafe einer ehemaligen Kirche; ich trinke Cream Tea in Lanhydrock House; besuche das mittelalterliche Gefängnis von Bodmin; in Gedanken schlecke ich bei Jelberts eine Kugel Vanilleeis.

Was daran so besonders ist – das müsst ihr beim Lesen selbst herausfinden.

Ich lerne die kleinen Orte an der Nord-, West- und Südküste kennen. Wissenswertes und interssante Links runden den etwas anderen Reiseführer ab.

Ganz besonders finde ich auch die vielen Fotos, die so richtig Lust machen, endlich nach Cornwall aufzubrechen und dieses wunderschöne Fleckchen Erde mit seinen kulinarischen Besonderheiten kennen zu lernen.

Ein Reiseführer der anderen Art, der die Lust am Reisen und am Essen in diese Ecke Great Britains entfacht.

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Rezensionen von liesmal:

Faszinierende Welt

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren von Ali Benjamin

„Es gibt Dinge, die einfach passieren!“ Diesen Satz ihrer Mutter will Suzy nicht so einfach hinnehmen. Sie glaubt, dass es für alle Dinge, die „einfach passieren“, eine Erklärung gibt. Sie geht den Dingen auf den Grund. Und sie beschäftigt sich mit Zahlen.
Su ist von Quallen fasziniert.

Dass es 150 Millionen Quallenstiche im Jahr gibt, ist für sie nicht einfach eine Zahl, über die man staunt. Sie rechnet damit. Wieviel Stiche sind das pro Tag, pro Stunde, pro Sekunde? Wieviel Menschen werden pro Sekunde gestochen? Es ist faszinierend und erstaunlich, Sus Gedankengänge zu verfolgen.
Su ist zwölf Jahre alt, als sie die Geschichte erzählt. Sie hat gerade erfahren, dass ihre Freundin Franny beim Schwimmen ertrunken ist – Franny, eine hervorragende Schwimmerin, das kann nicht wahr sein!?!
Su macht sich Gedanken über ihre Freundschaft zu Franny. So lässt sie den Leser nicht nur einen Einblick in die Gegenwart, sondern auch in die vergangenen Jahre.
Jedes Kapitel trägt einen Titel. Eines davon heißt „Wie man Freundschaft schließt“ und es erzählt davon, dass Freundschaftschließen das einfachste auf der Welt sein kann. So hat sie es mit Franny erlebt.
Das Buch ist so faszinierend wie die Welt, wie Suzy sie erlebt. Davon erzählt auch das Cover, das die Geschichte sehr gut widerspiegelt.
Su ist ein ganz besonderes und liebenswertes Mädchen, das ich gern auf ihrem weiteren Weg durchs Leben begleiten möchte. Ob der Autor Ali Benjamin, der sein Debüt mit der Geschichte gibt, diesen Weg kennt und an uns weitergibt?

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Rezensionen von Petra Sch.:

Wem kannst du trauen? Wer sagt die Wahrheit, wer lügt?

A Stranger in the House von Lapena Shari

Kurz zum Inhalt:
Eines Abends kommt Tom Krupp von der Arbeit nach Hause, doch seine Frau Karen ist nicht da. Die Tür ist unverschlossen, überall brennt Licht, in der Küche liegen die Vorbereitungen für das Abendessen...
Tom erfährt, dass seine Frau einen Autounfall in einer schlimmen Gegend hatte, da sie zu schnell gefahren ist.

Doch das kann Tom nicht glauben, da Karen sich immer an die Gesetze hält.
Und dann wird in der Nähe des Unfallorts in einem verlassenen Restaurant eine männliche Leiche gefunden. Hat Karen etwas damit zu tun? Tom kann es nicht glauben, doch Karen kann sich an die Nacht nicht erinnern. Was ist passiert?


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und sehr schnell zu lesen, auch aufgrund der kurzen, einfachen Sätze und der kurzen Kapitel. Die Erzählweise ist im Präsens geschrieben.
Für mich ist die Geschichte eher Psychothriller als Thriller.

Man ist immer am Rätseln, was in jener Nacht wirklich passiert ist und wer der Täter ist. Leider plätschert die Geschichte eher nur so dahin, ohne so richtig Spannung aufzubauen. Auch sind einige Dinge nicht genug ausgearbeitet und ich konnte diverse Handlungen und Verhaltensmuster nicht nachvollziehen. Auch die überraschende Wendung am Schluss konnte mich nicht so ganz überzeugen.
Für mich sind die handelnden Figuren irgendwie nicht richtig greifbar; man kann zu niemandem eine Verbindung aufbauen und keiner ist wirklich sympathisch. Auch der Ermittler kam mir anfangs etwas unfähig vor.

Das Cover passt gut zu Genre und Titel. In schwarz und dunkelblauen Tönen ist eine Frau vor einem Fenster abgebildet.


Fazit:
Für meinen Geschmack ein leider eher farbloser (Psycho-)Thriller, der mich nicht so ganz überzeugen konnte. 3 Sterne von mir.

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Rezensionen von Nepomurks:

Ein wirklich wunderbares Buch!

Ein Vogeljahr in Schweden von Tomas Bannerhed; Brutus Östling

Das Buch „Ein Vogeljahr in Schweden“ von Tomas Bannerhed und Brutus Östling hat zwar eher zufällig den Weg zu mir gefunden - aber umso glücklicher bin ich, auf dieses wunderbare Werk gestoßen zu sein.
Tomas Bannerhed erzählt in seinem Buch vielfältige, durchweg interessante und immer wieder mal überraschende und erstaunliche, wenn auch oftmals stille Geschichten zu seinen Beobachtungen der Vogelwelt Schwedens.

Die Kapitel richten sich wie der Titel bereits vermuten lässt nach dem Verlauf des Jahres. Den Leser erwarten dabei von Monat zu Monat unterschiedlichste Blickwinkel und selbst der nicht allzu beliebte oder auch sagenumwobene Kuckuck erscheint in einem ganz neuen Licht. Bannerhed verleiht den Vögeln in all seinen Schilderungen einen jeweiligen, ganz eigenen Charakter und stößt mit seinen Impressionen wie ich finde auch oftmals Denkprozesse an. Manche Geschichte wirkt heiter, manch andere berührend oder ergreifend. Allesamt aber sind sie im Einzelnen äußerst lesenswert und beeindruckend.
Brutus Östling komplettiert die Texte mit seinen großartigen Fotografien in unterschiedlichsten Bildperspektiven. Ob nun aus der Ferne, oder ganz nah vor die Linse geholt: Östling schafft mit seinen Porträts eine ganz besondere und auf die Texte abgestimmte, warme Atmosphäre.
Mich hat das Buch absolut begeistert und ich kann jedem Interessierten nur empfehlen, in die Erzählungen und Bilder einzutauchen und sich mit auf die Reise nehmen zu lassen. Großartig, deshalb 5 Sterne.

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Rezensionen von Lealein1906:

Nette Geschichte, aber manchmal zu viel des Guten

Ein Vogeljahr in Schweden von Tomas Bannerhed; Brutus Östling

Das Buch „Verrücktes Herz“ hat mir ganz gut gefallen, aber es mich nicht umgehauen. Auch war es für mich doch oft zu viel des Guten, wobei mir das Geschehen manchmal zu unrealistisch wurde. Deswegen vergebe ich drei Sterne.
Es geht um Ava. Ihre Kinder sind so langsam aus dem Haus, aber sie kann sich trotzdem nicht aus ihrer Rolle als Mutter lösen.

Ungeachtet, dass ihre Kinder jetzt erwachsen sind, spielt sie weiterhin Hotel Mama, was die Kinder und auch ihr Mann Marcus gerne ausnutzen. Als Marcus ihr gesteht, dass er eine neue Frau hat, bekommt Ava eine Panikattacke und landet in der Psychiatrie. Zuerst entsetzt, lernt sie in ihrer Therapiegruppe verrückte, tolle Charaktere kennen, die sie langsam aber sicher und mit viel Spaß zurück in die richtige Spur bringen.
Ava als Hauptperson fand ich ganz okay, auch wenn ich ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen konnte. Allerdings konnte sie auch nur so die gewünschte Entwicklung durchmachen. Vor allem die Mitglieder aus der Therapiegruppe haben mir gut gefallen. Sie bringen wirklich Leben und Stimmung in die Geschichte und hätten auf keinen Fall fehlen dürfen.
Auch wenn ich immer mal wieder schmunzeln musste, waren mir doch viele Szenen zu übertrieben positiv. Das grenzte oft ans Unrealistische und war für mich manchmal einfach nicht mehr authentisch. Auf das ein oder andere Drama hätte die Autorin gerne verzichten können. Das war doch ziemlich absehbar, Überraschungen gab es mir da zu selten. Das hat aber nicht die Grundgeschichte verdorben, zu Ende lesen wollte ich dann doch. Der Schreibstil hat völlig zu der Geschichte gepasst und ließ sich gut lesen.
Verrückt ist dieses Buch auf jeden Fall und die Idee dahinter hat mir auch gefallen. Mit ein bisschen weniger Drama hätte ich das Buch noch mehr genießen können.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Spannung und Verwirrungen garantiert

Der Schatten von Melanie Raabe

Das Leben war nicht fair.

Die Journalistin Nora Richter, 31, ist nach ihrer zerbrochenen Beziehung gerade erst von Berlin nach Wien gezogen, als sie in der Fußgängerzone von einer Bettlerin angesprochen wird, die ihr prophezeit, dass sie am 11. Februar aus freien Stücken und mit gutem Grund einen Mord begehen wird, an Arthur Grimm.

Sie kennt diesen Mann gar nicht. Das Datum allerdings ist ihr nur zu gut bekannt. Dieser Tag vor 18 Jahren ist der bisher schrecklichste, den sie bisher erlebt hat. Und plötzlich ist die Vergangenheit wieder zum Greifen nah.

Von Beginn an wird Norah in Wien heimgesucht – von Schritten hinter einer Mauer, sie fühlt sich verfolgt, sie meint Töne zu hören, sie findet eine Tarotkarte "Der Tod". Aus ihrer Wohnung verschwinden Gegenstände, es tauchen aber auch welche auf, die sie nicht zuordnen kann. Sie ist eine junge Frau, die ein Geheimnis mit sich herum zu schleppen scheint. Sie scheint innerlich zerrissen, meidet andere Menschen und wirkt oft sehr einsam. Das hat mich ca. bis zur Hälfte der Geschichte etwas davon abgehalten sie so richtig zu mögen. Aber dann hat sie mich mit ihrem Mut und ihrem Willen, die Wahrheit herauszufinden doch gepackt und ich stehe die restlichen Seiten voll hinter ihr.

Durch die kurzen Kapitel bin ich immer an Norahs Seite und bekomme hautnah mit, was gerade geschieht. Die Geschichte baut sich ganz langsam auf, anfangs passiert noch nicht sehr viel. Ich spüre aber schon hier, dass etwas Gewaltiges geschehen wird. Eine ganz leise Spannung macht sich breit und es ist schwer, sich der Lektüre zu entziehen. Diese Spannung schafft es, sich bis zum Ende der Geschichte ganz nach oben zu schrauben und so hoch zu bleiben. Dann eine Wendung, die doch wieder alles ganz anders aussehen lässt. Eine etwas verworrene Geschichte, die sich aber am Schluss vollkommen nachvollziehbar auflöst. Der Anstifter blieb für mich bis zum Ende im Dunkeln.

Melanie Rabe hat einen sehr interessanten Schreib- und Erzählstil. Sie schafft mit manchen Sätzen solch wortgewaltige Bilderspiele und Vergleiche, dass die Szenen sich wie verselbständigen und mich mitten in sich hineinziehen. Die ganze Geschichte ist wie ein Film in meinem Kopf an mir vorbei gezogen und hat mich nicht mehr losgelassen. Kurz und knapp, aber genau auf den Punkt und Cliffhangern nach fast jedem Kapitel – so macht Lesen richtig Spaß.

Ich mag unblutige Thriller mit einer aussergewöhnlichen Geschichte, Verwirrungen, Wendungen und Spannung, die ich meine greifen zu können. Hier habe ich einen solchen gefunden. Melanie Raabe hat es verstanden mich zu fesseln und sehr gut zu unterhalten.
Dieses bleibt nicht das letzte Buch der Autorin, das ich gelesen habe.

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