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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von heinoko:

Keine Angst vor Kapuzen

Woolly Hugs Hoodies stricken von Hug Veronika


Hoodies, also Pullis und Jacken mit Kapuze, zu stricken, klingt für die weniger erfahrenen Strickerinnen ganz schön kompliziert. So kompliziert, dass sie sich gar nicht erst herantrauen an ein solches Projekt. Da kommt Veronika Hug gerade recht. Denn sie als versierte Designerin hat die Gabe, ihre eigene Unerschrockenheit im Stricken und Häkeln mutmachend weiterzugeben.

Es gibt ja in der Tat nichts Gemütlicheres als ein kuscheliges Modell, das durch seine Kapuze noch mehr zum Wohlfühlen beiträgt, umso mehr, wenn es mit Liebe und Hingebe selbst gestrickt wurde.
Das vorliegende Buch enthält 16 sehr unterschiedliche Modellvorschläge in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Nur 16 Modelle? Nein! Die klassische Kapuzenjacke, das Kapuzencape, der flippige Poncho oder der Seelenwärmer mit Kapuze – alle Modelle sind als Anregung zu verstehen, die eigenen Ideen einfließen zu lassen. Der Hoodie im Casual Stil wirkt zum Beispiel in einer einfarbigen Wolle ganz anders als das Modell im Buch, das durch das Strickmuster und die zusätzlich unterschiedlichen Farben sehr unruhig daherkommt. Ein wenig Vorstellungsvermögen ist gefragt, dazu einen Schuss Fantasie, und schon bringt das Buch echten Gewinn.
Man muss es hinnehmen, dass Veronika Hug ihre eigene Woll-Linie verkauft und deshalb ihre eigene Wolle zum Gebrauch vorschlägt. Es hätte jedoch dem Buch einiges mehr an Sympathie eingebracht, wenn es jenseits der Eigenwerbung noch einen Hinweis gegeben hätte, dass man auch andere Garne verwenden kann, vorausgesetzt Lauflänge und Maschenprobe stimmen überein. Solch ein Satz fehlt leider. Die Stärke des Buches liegt in der Qualität der Anleitungen. Diese sind ausführlich, präzise, gut verständlich und werden hilfreich unterstützt durch die Zeichnungen der Schnittteile mit genauen Maßangaben. Aber auch die Fotos der Modelle in mehreren Ansichten sind hilfreich, die Anleitungen genau zu verstehen. Nicht wirklich einverstanden bin ich jedoch mit den sehr unterschiedlichen Größenangaben. Das eine Modell wird nur bis Größe 40 angegeben, mehrere andere wiederum bis Größe 48. Das macht auf mich den Eindruck, als ob man sich nicht die Mühe hatte machen wollen, z. B. das Modell auf S. 31 mit seinem Einstrickmuster für größere Größen umzurechnen, was zugegebenermaßen etwas aufwändiger gewesen wäre.
Fazit: Ganz unterschiedliche Modellvorschläge, problemlos nachzuarbeiten. Vor dem Stricken von Kapuzen muss niemand Angst haben! Trotzdem bin ich nicht rundum mit dem Buch zufrieden, denn die Autorin hätte etwas mehr Mühe in die Größenvariationen stecken sollen statt in Eigenwerbung.

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Rezensionen von leserin3@bluewin.ch:

Zwölf Einblicke ins Gefängnisleben

Gangsterblues von Joe Bausch

Zwölf verschiedene Situationen von Gefangenen und Einblicke in ihre Hintergründe, zwölf aussergewöhnliche Begegnungen und Geschichten. Und zwölfmal anders reagiert jeder der Protagonisten auf seine Gefängnisstrafe. Obwohl Joe Bausch gleich im Vorwort festhält, dass die Stories sich so nicht zugetragen haben, aber so hätten verlaufen können, wirkt alles sehr authentisch und glaubwürdig.

Da ist Hans-Dieter, der sich jeder Hafterleichterung verweigert. "Sixpack" Udo werden schwerste Verletzungen zugefügt, aus Rache. Die unzertrennlichen Zwillingsbrüder Rainer und Rolf werden nach einer Reihe von Gewalttaten in verschiedene Haftanstalten eingeliefert. Einer bricht wieder aus, um weitere schwere Verbrechen zu verüben, der andere will umkehren und sich vom düsteren Schatten seines Bruders befreien. Aber ist das, bei ihrer engen Bindung, überhaupt möglich?

Joe Bausch, bekannt vom Tatort Köln und in Werl als Gefängnisarzt tätig, vermittelt uns (als ihre Vertrauensperson) tiefe Einblicke ins Leben von Häftlingen, was sie vermutlich zu Verbrechern werden liess und wie sie mit ihrer Strafe umgehen. Dazu liefert er ein ordentliches Quantum an Psychologie. Die einzelnen Geschichten sind flott und unterhaltsam, aber keineswegs wertend geschrieben. Manche Texte haben ihre Längen, die mich zum Querlesen verleitet haben. Doch berührend sind sie allesamt. Und es zeigt sich, wie klein die Schritte sein können, die einen Menschen zu einer Tat verleiten.

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Rezensionen von Caro2929:

Rundum gelungen!

Wir Buddenbergs - Das Geheimnis vor der Tür von Herden Antje

Klappentext:


"Wir Buddenbergs sind die trubeligste Familie, die man sich nur vorstellen kann. Kein Wunder, dass wir von einem Abenteuer ins nächste purzeln.

An dem Tag, an dem diese Geschichte beginnt, hüpfen Lisbeth und ich jubelnd aus der Schule. Die Ferien warteten auf uns, Weihnachten stand vor der Tür, und es schneite in dicken weißen Flocken.

"Das wird das beste Weihnachten überhaupt", sagte ich. "Mindestens", bestätigtet Lisbeth. Dabei wussten wir noch nicht einmal, dass in diesen Weihnachtsferien nicht nur eine Menge Schnee, sondern auch ein merkwürdiger Besuch und ein unheimlich spannendes Geheimnis auf uns warteten..."


Meine Meinung:

Ich habe das Buch meiner siebenjährigen Nichte vorgelesen. Und wir waren uns beide einig, dass das Buch mindestens 5 Sterne verdient hat.

Familie Buddenberg, so trubelig wie sie auch ist, muss man einfach gern haben.

Diesem Kinderbuch fehlt es wirklich an gar nichts. Es ist absolut witzig, sehr spannend und die Illustrationen sind auch gelungen.

Die einzelnen Charaktere kann man einfach nur gern haben, den Lesern bleibt gar nichts anderes übrig. Sie sind alle durchweg mehr als gelungen und jeder ist auf seine ganz eigene Art und Weise liebenswürdig. Sei es der tollpatschige Klaus (Vater der Zwillinge Luis und Lukas) oder einer der Zwillinge mit einem ab und an auftretenden niedlichen Sprachfehler.

Soll heißen, den Figuren wurde Leben eingehaucht.

Mit viel Witz und Spannung darf der Leser die Familie Buddenberg begleiten. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Kindes Mia.

Auch war die Auflösung des Geheimnisses sehr gelungen, absolut in sich stimmig und gelungen.


Fazit:

Die Buddenbergs haben zwei neue Fans. Wir freuen uns auf weitere Abenteuer...

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Rezensionen von KimVi:

Durchgehend spannend!

Bluthaus von Fölck Romy

Frida Paulsen ist nach den dramatischen Ereignissen ihres letzten Falls noch nicht wieder in den Dienst zurückgekehrt. Sie braucht Zeit und erholt sich auf dem Obsthof ihrer Eltern. Jo, ihre Kindheitsfreundin aus dem Internat, besucht sie auf dem Hof. Frida hat das Gefühl, dass Jo etwas beschäftigt.

Doch bevor Frida der Sache auf den Grund gehen kann, ist Jo bereits wieder verschwunden. Wenig später erreicht Frida ein Hilferuf von Jo. Sie ist bei der Polizei, da sie eine schwerverletzte Frau gefunden hat, die trotz Jos sofortiger Hilfe an ihren zahlreichen Stichverletzungen gestorben ist. Jo hat das Gefühl, dass man sie nun des Mordes verdächtigt und ergreift die Flucht. Frida macht sich auf die Suche nach der Freundin. Doch Jo scheint wie vom Erdboden verschluckt. Frida macht sich große Sorgen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln....

"Bluthaus" ist nach "Totenweg" bereits der zweite Fall für Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Wichtige Informationen fließen kurz in die Handlung ein. Hierbei wird auch nicht zu viel verraten, sodass man nach der Lektüre des zweiten Bandes auch den Vorgänger lesen kann, ohne sich dabei die Spannung zu verderben.

Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt problemlos, denn die Autorin versteht es vom ersten Moment an, das Interesse an der Handlung zu wecken. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Neben den aktuellen Ereignissen, gibt es auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit. Diese Ereignisse verknüpfen sich im Verlauf der Handlung schlüssig miteinander.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen. Die Charaktere wirken ebenfalls sehr authentisch. Interessante Nebenhandlungen, die sich aber keinesfalls zu sehr in den Vordergrund drängen, sorgen außerdem dafür, dass die Protagonisten noch lebendiger wirken. Der Fall selbst gibt einige Rätsel auf und ist nicht so leicht zu durchschauen. Man stellt beim Lesen eigene Ermittlungen an, doch zunächst ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Überraschende Wendungen führen dazu, dass die Spannung stetig steigt und man sich schon bald nicht mehr vom Gelesenen lösen mag. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse. Es wird noch einmal richtig spannend, bevor alle Fäden schlüssig zusammenlaufen.

Ich habe bereits den ersten Fall von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn mit Begeisterung gelesen. Auch die Fortsetzung konnte mich bereits früh in ihren Bann ziehen. Denn durch die authentischen Beschreibungen hatte ich alles regelrecht vor Augen, konnte mit den Protagonisten mitfiebern und meine eigenen Ermittlungen einstellen. Überraschende Wendungen haben dafür gesorgt, dass ich hin- und hergerissen war und nicht wusste was ich glauben soll. Die Spannung war für mich durchgehend spürbar und deshalb konnte ich das Buch erst weglegen, als ich am Ende angekommen war. Deshalb vergebe ich auch alle fünf Bewertungssternchen und eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von kkarin:

Tackert: akribische Polizeiarbeit gepaart mit hannoverscher Herzlichkeit

Antagonist von Wolfgang Glagla

Zum Inhalt:
Deutschland – Fußball-WM – brütende Hitze. Bei der Schleuse in Anderten (Hannover) wird die Leiche einer Frau aus dem Wasser gezogen. Schnell wissen Hauptkommissar Richard Tackert und sein Team (Sonja, Jan, Sven und Nicola), dass es sich um die 39jährige Tierärztin Annemarie Funke handelt.

Die Suche nach ihrem Täter hingegen gestaltet sich unerwartet langwierig. Umfangreiche Recherchen, akribische Datenabgleiche und unzählige Befragungen liefern nur bedingte Fortschritte. Erst Nicolas „kreativer“ Ermittlungsansatz eröffnet mögliche internationale Verstrickungen. Oder ist der Täter vielleicht doch in Annemarie Funkes Vergangenheit zu suchen? Weshalb hat sie vor ihrem Ableben eine Privatdetektivin engagiert?
Fragen über Fragen! Zudem private Sorgen um Tackerts Schwiegermutter, die von ihm inoffizielle polizeiliche Unterstützung benötigt. Zum Glück stehen ihm mental seine Ehefrau Elisa und die „Götterschar“ zur Seite.

Meine Meinung:
Obwohl es bereits der 7. Fall von Kommissar Richard Tackert ist, lerne ich ihn erst mit ANTAGONIST kennen. Der Schreibstil seines Autors Wolfgang Glagla ist aber derart flüssig, knapp und präzise, dass ich schnell mit Tackert und seinem Team vertraut bin, dh auch ohne Vorkenntnisse den 7. Fall genießen kann.

Glagla vermag permanent die Spannung aufrecht zu erhalten, zumal er die Vorkommnisse aus unterschiedlichen Ermittlerperspektiven präsentiert, wobei alle Ermittlungsergebnisse bei Tackert zusammenlaufen.
Besonders gelungen sind die Befragungen, welche einem als LeserIn sukzessive die Rolle eines Ermittler-Teammitglieds einnehmen lassen. Da Wolfgang Glagla seine Leserschaft auch an den gedanklichen Schlussfolgerungen teilhaben läßt, erscheinen die gesetzten polizeilichen Ermittlungstätigkeiten konsequent logisch. Dennoch gelingt ihm eine unerwartete – wenngleich schlüssige – Wendung beim finalen Showdown.

Neben der reinen Ermittlungsarbeit fand ich insbesondere sie skizzierte Person des Kommissars Richard Tackert überaus gelungen: ein sympathischer Teamleiter in einer glücklichen Beziehung, mit einer wunderbaren Ehefrau, witzigen Sticheleien zwischen ihm und seiner Schwiegermutter, der Begeisterungsfähigkeit für die nächsten Generationen, seiner köstlichen Portion Humor, (Selbst-)Ironie, Sarkasmus und liebenswerten Schrullen.

Zudem überrascht der Autor mit amüsanten Wort-Neu-Kreationen (zB für Büstenhalter das Wort „…..“ (sorry, darf nicht spoilern)), dem Einsatz lange schon nicht mehr gehört/gelesener Wörter (zB plemplem), einem wunderbaren Einleitungszitat von Virginia Satir und aktuellen Bezügen (zB Brexit).

Fazit:
Ein spannender Kriminalroman aus Hannover, der durch Polizeiarbeit – allen voran Befragungen – besticht und mit der gewinnenden Kommissar-Persönlichkeit Richard Tackerts glänzt!
Ich möchte unbedingt die Vorgängerbände lesen und hoffe auf einen nächsten Fall! Deshalb inspiriert von Tackert mein Wunsch an das Universum: Mehr Zeit zum Lesen!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Tiefgründig und trotzdem unterhaltsam

Antagonist von Wolfgang Glagla

Florentine Bergmann ist 31, als sie mit Julian Lewandowski, 39, den Mann ihres Lebens kennenlernt. Immer wieder sprechen sie über Familienplanung. Julian will Kinder, Flo lebt für ihre Arbeit und will Karriere machen. Als Julian dann auch noch ihr Haus, von dem sie gemeinsam geträumt haben, und das nun zum Verkauf steht, für sie reservieren lässt und auch die Finanzierung schon angeleiert hat, gibt ein Wort das andere und die Liebe wird auf eine harte Probe gestellt.

Als Flo dann auch noch einen Brief ihres Gynäkologen mit einer niederschmetternden Nachricht bekommt, ist ein Ticket nach Gran Canaria in ein Luxushotel schnell gebucht um den Sorgen und Nöten zu entfliehen...


Die Geschichte wird von Florentine und Julian aus jeweils eigener Sicht erzählt. So bin ich immer in den Gedanken der Beiden dabei, so noch viel näher am Geschehen, lerne sie besser kennen und verstehen. Wobei mir Julian in seinen Ansichten immer einen Tick besser gefallen hat wie Florentine. Sie hört mir zu wenig zu, weicht nicht von ihrem eigenwilligen Bild einer Mutter ab. So, wie sie sich am Beginn der Geschichte selbst sieht: charmant und schlagfertig, aber auch verstockt, einsilbig und wunderlich.

Dabei legt die Autorin einen leichten, flüssigen Schreibstil an den Tag, der die Seiten nur so durch die Finger rauschen lässt. Für mich hat den Reiz an diesem Buch der Mix aus ernsten Themen und Humor ausgemacht. Die Lebenssituation der Beiden finde ich sehr gut beschrieben. Es gibt einige Wendepunkte, die das Lesen nie langweilig oder langatmig werden lassen.

Ich habe mit gelacht, mit gefiebert, mit gelitten und manchmal gedacht, hört euch doch mal zu, redet doch mal Klartext miteinander anstatt immer aneinander vorbei.

Eine tiefgründige, und trotzdem amüsante und unterhaltsame Liebesgeschichte zweier Menschen, die dann doch zu einer gemeinsamen Einsicht kommen.

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein unglaublich berührender, wunderschöner und mitreißender Roman

Alles Glück eines Lebens von Lauren Grodstein

„Alles Glück eines Lebens“ von Lauren Grodstein ist 2018 im Aufbau Verlag in Deutschland herausgebracht worden. Es erschien 2017 im Original unter dem Titel „Our Short History“ bei Algonquin Books, New York. Der Roman umfasst in der Taschenbuchausgabe 388 Seiten.

Karen ist eine beruflich erfolgreiche Frau und gleichzeitig alleinerziehende Mutter.

Sie liebt ihren Sohn Jacob über alles, doch eines Tages erfährt sie, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. In Form eines Briefes erzählt Karen ihre Geschichte ihrem Sohn Jacob und erklärt ihm dabei auch, warum er seinen leiblichen Vater bislang nicht kennen lernen durfte.
Seinem Vater zu begegnen ist allerdings Jacobs sehnlichster Wunsch. Karen steht vor einer sehr schwierigen Entscheidung: wird sie Jacobs Wunsch erfüllen und seinen Vater in ihrer beider Leben lassen?

Lauren Grodstein gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren flüssigen und ruhigen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Durch die Erzählung aus der Ich-Perspektive spannt sich sofort eine Beziehung zwischen dem Leser und der Protagonistin Karen. Man fühlt ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen anbelangt mit und kann sich völlig in die Person hineinversetzen und deren Gefühle und Gedanken nachvollziehen und teilen.

Fazit: Ein wunderschöner, authentischer, feinfühliger und sehr lesenswerter Roman, der nicht nur an der Oberfläche bleibt, sondern sich tiefgründig mit dem Thema Krankheit, Abschied und Mutterliebe auseinandersetzt.
Es war ein sehr emotionales Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Karen und ihrem Sohn Jacob einzutauchen. Es hat mich berührt, aber auch bedrückt (was mich vom Lesen jedoch keine Sekunde abhielt).

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Rezensionen von kkarin:

Wo geliebt wird, ist alles möglich ...

Mein lieber schwuler Pinguin (Kurzgeschichte, Humor) von Block Jürgen

Zum Inhalt:
Da es sich um eine Kurzgeschichte von 18 Seiten handelt, möchte ich nicht spoilern. So viel sei verraten (weil es ja auch der Titel/das Cover macht): Es geht um schwule Pinguine unter der Regenbogenfahne in einem Zoo und die Liebe.

Meine Meinung:
Dem Autor Jürgen Block gelingt es auf unterhaltsame Weise, seine Leserschaft binnen kürzester Zeit und häufig in Dialogform in eine gänzlich andere Welt zu führen, um dort die Liebe samt deren Tücken kennenzulernen.

Als "Bonus-Track" fungieren die vorab präsentierten "Merkmale einer Kurzgeschichte" seitens des dp DIGITAL PUBLISHERS Verlags, die einem das Kennenlernen und Reinfinden in das Genre "Kurzgeschichte" erleichtern.

Fazit: Für alle, die sich daran erfreuen können, wenn sich zwei Liebende finden und füreinander (und den Nachwuchs) da sind!

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Rezensionen von Cyrana:

Spannend

Hasenjagd von Kepler Lars

Ein Mitglied der schwedischen Regierung wurde bestialisch ermordet; der Mörder hat jedoch die Prostituierte, die Zeugin des Mordes war, am Leben gelassen und sich mit dem Töten lange Zeit gelassen. Doch die Beschreibungen der Frau helfen dem Staatsschutz, der ermitteln soll, auch nicht weiter.
Der Premierminister überzeugt bald Joona Linna, sich an den Ermittlungen aus dem Gefängnis heraus zu ermitteln, in dem er seit einiger Zeit seine Strafe absitzt.

Und später auf einem Freigang. Dies ist schon der 6. Band der Reihe und er konnte mich sehr überzeugen, auch ohne die Vorgänger bisher gelesen zu haben. Schon bald geschieht ein weiterer Mord und wieder wird dem Opfer ein schauriges Kinderlied vorgespielt.
Lange tappt der Leser im Dunkeln hinsichtlich der Motive und der Person des Täters, doch als dieser bekannt wird, erscheint alles logisch. Brutale Morde, vielschichtige Verwicklungen und so manch ein Nebenschauplatz haben die Geschichte für mich interessanter und spannender gestaltet. Am Ende wird alles sehr schlüssig aufgeklärt und alle Fäden miteinander verknüpft. Lars Kepler hat es geschafft, mir spannende Unterhaltung zu bieten und für mich kam trotz der Länge des Buches keine Langeweile auf.

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Rezensionen von kkarin:

Ein Knaller: knallharte Ermittler jagen Durchgeknallten

Hasenjagd von Lars Kepler

Zum Inhalt:
Schwedens Staatsschutz befindet sich nach der blutigen Hinrichtung eines ranghohen Politikers in höchster Alarmbereitschaft. Nachdem ein terroristisches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann und der Premierminister eventuell auch im Fadenkreuz der/des Täter/s steht, werden neben klassischen auch unkonventionelle Ermittlungswege unter höchster Geheimhaltungsstufe beschritten: der inhaftierte Ex-Ermittler Joona Linna soll helfen.

Ihm zur Seite steht die knallharte Staatsschutzmitarbeiterin Saga Bauer.
Schnell wird beiden klar, dass der Staatsschutz sein eigenes Süppchen kocht. Doch Joona Linna und Saga Bauer wollen bloß weitere Tote verhindern (was sich jedoch leider nicht vermeiden lässt). Sukzessive wird den Ermittlern klar, dass ein Kinderlied über „ten rabbits …“ der Schlüssel zum Täter sein kann.

Meine Meinung:
Joona Linna ermittelt in Hasenjagd“ zwar bereits zum 6. Mal, ich habe aber sowohl ihn als auch das Autorenduo Lars Kepler erst mit diesem Band kennengelernt.

Bereits der Einstieg war knallhart und hat sofort einen Sog entwickelt. Über lange Strecken vermögen es Lars Kepler auch, diese Spannung mit brutalen Hinrichtungen, gefährlichen Gefängniskämpfen oder stark sexualisierten Szenen aufrechtzuhalten. Zwischendurch – als ob sie der Leserschaft Zeit zum Verschnaufen geben wollen – ebbt diese Spannung immer wieder ab und wird durch wiederholte Schilderungen ein und derselben Szene aus unterschiedlichen Blickwinkeln (des Opfers, des Täters, Joonas, Sagas, des Staatsschutzes, des Forensikers, des Pathologen, …) schier in die Länge gezogen.

Generell scheint das Buch von Widersprüchen und Gegensätzen zu leben. Liegt das daran, dass ein Mann-Frau-Duo „Hasenjagd“ geschrieben hat oder war es gar deren unterschwelliges Ziel, diese intra- und interpersonellen Spannungen darzustellen, um ihre Leserschaft permanent zu fordern, wem sie ihre Sympathie/Antipathie zuerkennen?
Zum Beispiel das erste Opfer: wie kann ein solches Ekelpaket ein derart hohes politisches Amt ausüben? Oder Joona: Darf ein inhaftierter Ex-Ermittler „einfach so“ aus dem Gefängnis zu Ermittlungszwecken geholt werden? Auch die Beschreibung der Hauptprotagonisten wie zB die der taffen Saga, die einem feuchten Männertraum entstiegen scheint und im Gegensatz dazu Joona mit seinen zaghaften Annäherungsversuchen seiner Schulliebe gegenüber ....

Die Liste ließe sich unendlich lange fortsetzen (um nicht zu spoilern, wird darauf verzichtet), da Lars Kepler viele verschiedene, anfänglich unzusammenhängend erscheinende Personen und spannende Handlungsstränge anbieten, diese beim finalen Showdown aber schlüssig zu verknüpfen verstehen.

Fazit:
Knallharter Thriller, der meine Schmerzgrenze des Erträglichen verschoben hat. Trotz einiger Längen werde ich Joona Linna und Saga Bauer weiterverfolgen bzw. mir ihre vorhergehenden Fälle „reinziehen“. Um Joona und Saga „noch besser erfassen zu können“ hätte ich dies vielleicht schon zuvor tun sollen. Trotzdem: Der 6. Fall bekommt eine klare Empfehlung für LeserInnen mit starken Nerven!

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