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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine bewegende Familiengeschichte

Wo wir zu Hause sind von Leo Maxim

Autor Maxim Leo ist den beinahe verwischten Spuren seiner jüdi-schen Familie nachgegangen. Anlass hierzu ist die Hochzeit sei-nes Bruders bei der die ganze Familie eingeladen ist. Nämlich die ehemals in Berlin ansässige Familie Leo, die nach der Machtübernahme der Nazis in alle Winde zerstreut wurde.

„Je länger ich mich mit Ilse, Irmgard und Hilde beschäftige, desto mehr bedauere ich, dass ich mich nicht schon eher für ihre Geschichten interessiert habe.“

Wir begleiten den Autor auf seiner Reise zu den Familienmitglie-dern, die in England, Frankreich, Deutschland, Österreich und Israel lebten und leben.

Irmgard und Hans sind schon 1934 nach Israel ausgewandert und haben in einem Kibbuz unweit der Golanhöhen das Land urbar gemacht und ihre Kinder großgezogen.
Hilde ist mit Ehemann Fritz Fränkel und ihrem kleinen Sohn André zuerst nach Frankreich und dann England ausgewandert. Sie hat es im Laufe der Zeit zu einem großen Vermögen gebracht.

Sehr bewegend auch die Geschichte von Ilse, die im französischen Internierungslager Gurs den jüdischen Wiener Arzt Heinz Pollak kennen- und lieben lernt. Die gemeinsame Tochter Susi kommt 1942 im Untergrund zur Welt.

Faszinierend ist die Schilderung der Begegnungen mit den Verwandten. Es scheint, als kennte diese Familienzusammengehörigkeit keine Grenzen. Auch jene Cousins und Cousinen, die niemals in Deutschland gewesen sind, spüren eine seltsame Verbindung mit dem Land, das ihren Großeltern und Eltern so viel Leid zugeführt hat.

Meine Meinung:

Maxim Leo ist mir als Krimi-Autor bekannt. Er schafft es mühelos vom Krimi in das Sachbuch, in die Familiengeschichte, hinüber zu wechseln.
Seine bildhafte Sprache lassen die Leser die Gedanken und die Angst der einzelnen Familienmitglieder miterleben. Der Schreibstil ist mitreißend.

Man kann mit André mitfühlen, der sich von seiner distanzierten Mutter Hilde ins Internat abgeschoben fühlt. Erst viel später wird er verstehen lernen, was sie bewogen hat, genauso zu handeln.

Sehr spannend habe ich das Phänomen gefunden, dass sich alle doch irgendwie eine Verbindung zu Deutschland bzw. Österreich haben, obwohl ihnen hier übel mitgespielt wurde. Auch die Nachkommen jener Familienmitglieder, die zuvor noch nie in Berlin waren, haben dieses eigenartige Gefühl.

Die Lebensgeschichte von Irmgard und Hans, die nach Palästina ausgewandert sind und verächtlich als „Jeckes“ von den einheimischen Juden bezeichnet worden sind, liest sich außerordentlich spannend. Der Anfang, das Leben im Kibbuz ist für beide nicht einfach. Eine ganz andere Welt. „Wie kann es sein, dass man hier nicht einmal seine eigene Unterwäsche anhaben darf?“ fragt sich Irmgard, die zuvor zum Judentum konvertiert ist und hier am Fuß der Golanhöhen ihr bisheriges (Kultur)Leben zurückgelassen hat.

Auf der Reise zur Geschichte seiner Vorfahren hat Maxim Leo viele Stunden und Tage Interviews geführt. Fehlende Puzzleteile aus der eigenen Familie durch andere, wie durch Erzählungen von Tante Susi, erfahren. Susi Pollak teilt ein Schicksal vieler Kinder von jüdischen Familien, die überlebt haben: Die Eltern verschweigen die Herkunft, das Grauen, das Erlebte. Sie wird erst mit 14 Jahren erfahren, dass sie jüdischer Herkunft ist und dies nach wie vor besser nicht an die große Glocke hängt. Sie kann nun diverse Verhaltensweisen der Eltern nachvollziehen und ein wenig besser verstehen.

Es ist die Zeit der Enkel, die Geschichte der Großel-tern aufzuarbeiten, die Eltern sind noch viel zu nahe dran.

Ich habe mich in den letzten Jahren mehrmals mit Geschichten von vertriebenen jüdischen Familien beschäftigt. Doch dieses Buch geht mir besonders unter die Haut. Unter anderem deswegen, weil Familie Pollak 1945 nach Wien zurückkehrt. Susi Pollak wird in den späten 1970ern meine Französisch-Professorin im Gymnasium Zirkusgasse.

Fazit:

Ein Buch das mich sehr fasziniert und berührt hat. Ich gebe hier 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Rezensionen von yellowdog:

Roman aus Südkorea

Deine kalten Hände von Han Kang

Deine kalten Hände von Han Kang ist ein Roman, geschrieben 2002. Es ist dem Erfolg von Die Vegetarerin geschildet, dass er glücklicherweise auch auf Deutsch erscheint.
Eingeschlossen in einem Prolog und Epilog, erzählt von einer Schriftstellerin, umfasst der Text die Tagebuchauffassungen eines Bildhauers, der Abdrücke aus Gips erstellt.

Dabei sind ihm 2 Frauen wichtig. Die übergewichtige L., die schöne Hände hat, die der Künstler mehrfach abbildet, und die schöne Innenarchitektin E., die anscheinend immer wieder kleine Aussetzer hat, sich sonst aber unnahbar und ohne Gefühlsregungen zeigt.
Während L.in ihrem Kampf ums Abnehmen in die Bulemie gerät, entsteht zwischen E. und dem Künstler eine widerspenstige Beziehung. Ihn treibt es an, hinter der undurchdringlichen Maske der Frau zu blicken und ihr Geheimnis zu erfahren.
 
Han Kang erzählt geschickt auf einer Ebene, die essentiell ist, sich aber nicht einfach in Worte fassen lässt, ohne dass es banal klingt. Der Leser erfasst es aber sofort. Auf jeden fFall unktioniert die Erzählmethode und man hat wirklich ein literarisches Werk vor sich. Geprägt ist es auch von der südkoreanischen Kultur, einer Lebensweise, in der es anscheinend üblich ist, seine Gefühle aus Höflichkeit lieber zu verbergen, dabei aber einen schwer fassbaren Weltschmerz zu pflegen.
Dem Roman gelingt es mit der Zeit, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Es wird aber darauf verzichtet, alle Rätsel aufzulösen.

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Rezensionen von liesmal:

Komik gepaart mit Spannung

Deine kalten Hände von Han Kang

„Jagdtrieb“ ist der Debütroman von Hendrik Esch und gleichzeitig der Auftakt zu einer Serie um den Anwalt Paul Colossa, der so seine ganz eigenen, manchmal auch eigenartigen Ideen hat um seinen Mandanten zu ihrem Recht zu verhelfen.
Paul erbt die Kanzlei samt Villa seines Onkels mit allen noch offenen Fällen und mit den drei weiblichen Angestellten – na ja, die erbt er nicht, aber sie arbeiten weiterhin in der Kanzlei und sind ein tolles Gespann.

Allen voran Fräulein Christiane, die genau weiß, was Sache ist. Es macht viel Spaß mitzuerleben, wie sie und Paul, den sie schon als kleines Kind kannte, miteinander umgehen.
Paul lässt es erstmal gemächlich angehen, was die Aufträge seines Onkels angeht. Er hat die Ruhe weg und ist manchmal ein etwas trotteliger, in Liebesdingen nicht gerade selbstsicherer, aber unglaublich liebenswerter verrückter Typ. So setzt er sich auch voll ein, als seine Mandantin Maja ihn um Hilfe bittet, weil sie vor ihrem verheirateten Ex-Lover Angst hat, der sie jetzt als Stalker belästigt. In diesem Fall zeigt Paul vollen Körpereinsatz.
Der Schreibstil ist locker-leicht, komisch, humorvoll und schwungvoll. Aber auch Spannung ist angesagt und mit vielen Überraschungsmomenten wird es für den Leser nie langweilig. Ein Krimi der etwas anderen Art mit tollen Typen, wie zum Beispiel Attila, Pauls bestem Freund, der sofort zur Stelle ist, wenn Paul mal wieder Hilfe in besonderen Dingen braucht.
Und noch etwas: Die einzelnen Kapitel sind überschrieben mit Stichworten aus dem Bereich der Jagd, die nicht nur als Begriff dort stehen, sondern mit Erklärungen abgestimmt sind auf den Inhalt.
Wer Komik und Spannung liebt, wird hier doppelt fündig!

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Rezensionen von Harakiri:

schiebe deine Träume nicht auf

Die Antwort auf Vielleicht Roman. Kartoniert. von Winter Hendrik

Jessi ist totkrank. Adam ist Krankentaxifahrer. Als die beiden sich treffen, ist es ein Glück für beide. Adam tut Jessi gut und Jessi bringt ihn dazu, seinen Traum früher als geplant, zu leben.

Ein Buch mit traurigem Unterton, dennoch auch mit fröhlichen Momenten. Und ohne die wäre das Buch unerträglich zu lesen gewesen.

So gelingt Winter aber der Spagat sehr gut. Auf der einen Seite die Krankheit, auf der anderen Seite aber die Liebe zwischen Jessi und Adam und wie sie sich immer wieder kabbeln. Die Dialoge fand ich jedes Mal sehr gelungen. Jessi und Adam passen einfach super zusammen, auch wenn ihre Liebe keine Chance hat. Auf jeder Seite ist Jessis Schicksal spürbar und da ist zu keiner Zeit Hoffnung. Allerdings tut Adam alles, um es für Jessi so schön wie möglich zu machen. Denn: die Hoffnung stirbt zuletzt. Allerdings fand ich das Buch gegen Ende ein wenig langatmig.

Die Charaktere haben mir durchwegs super gefallen. Allen voran Adam, der kaum Geld, aber ein großes Herz hat. Natürlich auch Jessi, so tapfer und immer wieder zu Tränen rührend. Und nicht zu vergessen Kodderschnauze Vero.

Hendrik Winter, ein Pseudonym eines Autors eines ganz anderen Genres, schreibt hier einen Roman, der fesselt. Und ermahnt uns, unsere Träume nicht auf die lange Bank zu schieben. Denn: das Leben ist endlich.

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Rezensionen von yellowdog:

ahnenchronik

Wo wir zu Hause sind von Maxim Leo

Man geht mit falschen Erwartungen an das Buch heran, wenn man es für erzählerisch gestaltet hält. Es ist ein sorgfältig gemachtes Sachbuch über die Familie des Autors Maxim Leo. Dabei geht er in die Vergangenheit weit zurück bis in die Zeit vor dem Krieg. Schon früh musste die Familie aus Deutschland fliehen und verstreute sich weit: Israel, England, Chicago.

Die Geschichte der einzelnen Familienmitglieder wird durch Fotos unterstützt, z.B. Irmgard und Hans,1932 in Berlin. Hilde 1929. Fritz und sein Sohn Andre 1935. Ilse in Rheinsberg, Andre 1950 im Kibbuz etc.
Fränkel wurde von der SA verhaftet. Das war der Ausgangspunkt für die Flucht der ganzen Familie. 1935 kamen sie in Frankreich am Jardin de Luxembourg noch einmal kurz zusammen, bevor sie sich in alle Winde zerstreuen.
Maxim Leo nutzt die Fotos als Ausgangspunkt, er schätzt sie aufgrund ihres Aussehens und Ausdrucks gut ein, glaube ich. Man erfährt so einiges über sie.
Maxim Leos Reflexionen wechseln von Erkenntnissen heute und Geschehnisse damals.

Eine ausgiebig gestaltete Ahnenchronik, kein Roman. Manches war mir im Detail zu ausführlich, aber vieles war auch interessant.

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Rezensionen von Vicky:

'Wahrheit oder Pflicht' - oder das 'Pause'-Spiel

The Billionaire Prince von Virginia Nelson

'The Billionaire Prince' ist der zweite Band der 'Billionaire Dynasties'-Reihe der Autorin Virginia Nelson. Sie gilt auch als das »regenbogenfarbene Einhorn« der Liebesromane - deswegen war ich anfangs ehrlich gesagt etwas skeptisch.

Das Cover finde ich toll, es ist sehr ansprechend gestaltet.

Ich finde der Typ, die Farben, Schriften und Texte sind gut aufeinander abgestimmt und machen Lust sofort zuzugreifen und den Roman zu lesen.

Unter 'Über dieses Buch' kann man sich bereits einen kurzen aber recht guten Vorgeschmack auf Aiden Kelley CEO, seine Exfreundin samt Tochter und Chelsea Houston, seine zukünftige ehemalige Assistentin holen. Wenn ihr wissen wollt warum ich 'zukünftige ehemalige' schreibe müsst ihr euch das Buch zulegen und es selbst herausfinden!

Der Liebesroman umfasst zwanzig Kapitel sowie einen Epilog. Die meisten Kapitel sind aus Sicht von Chelsea geschrieben aber zwischendurch gibt es auch immer wieder Abschnitte aus Sicht von Aiden. Das gefiel mir gut, denn so bekam man einen Einblick in beide Figuren und hat sie besser verstanden!

Ich war von Anfang an von der Geschichte gefangen, der Einstieg war toll und gelang mir einfach. ich finde die Autorin Virginia Nelson hat einen tollen und angenehmen Schreibstil wodurch man gut und schnell vorankommt beim Lesen. Ehe man sich's versieht ist man auch schon auf der letzten Seite des Buches angekommen, Toll fand ich die Figuren aus dem ersten Band kurz wieder zu treffen, ich fand das sehr gelungen und stimmig!

Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Roman! Man muss den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben. Ich für meinen Teile werde die Reihe, sowie die Autorin, auf jeden Fall im Auge behalten.

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Rezensionen von rewareni:

Eine schicksalhafte Begegnung

Untermieter im Kopf von Angela Suter-Lattmann

Wieder einmal ist es für Emma so weit, dass sie ihren halbjährlichen Kontrolltermin in der Neurochirurgie hat. Obwohl ihre Zyste im Gehirn gutartig ist, hasst sie es, dass sie beim MRT still liegen muss, denn dieses Gefühl des Gefangenseins, kann die quirlige Emma gar nicht leiden. Doch dieses Mal passiert danach etwas, dass sie und ihr Leben verändern wird.

Der charmante Tim, der ebenfalls seinen Kontrolltermin hinter sich gebracht hat, begleitet Emma bei einem Spaziergang durch die Stadt und obwohl er ein Fremder ist, fühlt sie sich auf eigentümliche Weise zu ihm hingezogen und der Vorschlag, dass sie sich in einem halben Jahr hier wieder treffen um sich gegenseitig zu unterstützen, lässt beide mit einem angenehmen Gefühl zurück. Doch was dann beim neuerlichen Treffen passiert, damit hätte Emma nie gerechnet.
Die Autorin Angela Suter, hat mit ihrer Novelle ,, Untermieter im Kopf´´ eine berührende, traurige, aber auch hoffnungsvolle Geschichte geschrieben. Auf 94 Seiten taucht der Leser in das Leben von Emma und Tim ein, die beide ein ähnliches Schicksal teilen. Emma wird als witzige, sich selbst auf den Arm nehmende und kluge Frau beschrieben. Viele ihrer Gedanken sind es Wert über sein eigenes Leben nachzudenken. Oft hat man Wünsche und Sehnsüchte, die man immer auf später verschiebt, so wie Emma, die erkennt, dass sie im Hier und Jetzt lebt und nicht darauf warten sollte, wenn sie krank ist, eine ,, Wünscheliste´´ abzuarbeiten, denn irgendwann kann es dafür zu spät sein. Tim hingegen ist der stille Beobachter, der zuhört und spürt, dass hinter der manchmal herben Schale von Emma ein zutiefst sensibler Mensch steckt.Er zeigt eine unglaubliche Menschenkenntnis und setzt alles daran, dass es Emma gut geht. Die Autorin lässt den Leser teilhaben an vergnüglichen und humorvollen Momenten zwischen den beiden, bis es am Ende so emotional wird, dass sogar Tränen fließen. Was mir gefehlt hat war, dass es bei der wörtlichen Rede keine Satzzeichen gegeben hat und es so für mich nicht immer gleich zu erkennen war, ob geredet wird oder nicht.
Die Handlung ist geradlinig, schweift nie ab und hält eine gute Balance zwischen feinem und wohldosierten Humor und emotionalen Gedanken. Eine zu Herzen gehende Geschichte, die zeigt, dass man jede Minute seines Lebens genießen und vor allem leben sollte.

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Rezensionen von Biene2004:

Ein wunderbares Buch, voll von Gefühl, voll von Dramatik, voll von Traurigkeit!

Untermieter im Kopf von Angela Suter-Lattmann

Das Cover hat mich aufgrund der vielen Regentropfen neugierig gemacht und in Kombination mit dem Buchtitel habe ich mir die kurze Inhaltsangabe durchgelesen. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich normalerweise keine Bücher lese, die das Thema Krankheit so intensiv behandeln, doch hier bin ich aus irgendwelchen Gründen trotzdem noch immer neugierig geblieben.

Der mir bis zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannte Autor Hendrik Winter hat es geschafft, mich von der ersten Zeile an mit seiner Geschichte zu packen, zu fesseln und mitzureißen. Durch seinen lebendigen Schreibstil ist es mir ohne Probleme gelungen, von Anfang an in Adams und Jessis Alltag einzutauchen und die beiden Hauptprotagonisten Zeile für Zeile zu begleiten.

Innerhalb kürzester Zeit wurden mir dann zwei Dinge klar: zum einen, dass sich hinter dem Pseudonym Hendrik Winter ein Bestseller-Autor verbirgt, der normalerweise Krimis bzw. Thriller aufs Papier bringt. Das hat mir den überdurchschnittlich tollen Schreibstil erklärt. Auch wenn Winter normalerweise wohl eher nicht gefühlvoll zeilentechnisch unterwegs ist, war mir sofort klar, dass ich aus eben genannten Gründen ganz bestimmt demnächst auch mal das eine oder andere seiner Werke lesen werde (das habe ich bis jetzt nämlich noch nicht geschafft). Zum anderen habe ich herausgefunden, dass dieses Buch auf einer wahren Begebenheit beruht. Diese Tatsache hat die ganzen Gefühle und Empfindungen während des Lesens um ein Vielfaches verstärkt und ich habe mir viel mehr und auch ganz andere Gedanken zu dieser Geschichte gemacht!

Die Bekanntschaft von Adam und Jessi hat mich sehr berührt, das ganze Buch hat mich tief getroffen und auch ein bisschen betroffen zurückgelassen. Das Ende hätte meiner Meinung nach noch die eine oder andere Information bezüglich der restlichen Protagonisten bereit halten können, doch das ist ganz einfach meine eigene Empfindung und tut dem Buch insgesamt sicherlich keinen Abbruch!

Die Message, die Winter seinen Lesern mit seiner wahren Geschichte mit auf den Weg geben will, liegt ganz klar und unverrückbar auf der Hand! Wir leben in unserem Alltag mit viel zu vielen VIELLEICHTS! Doch irgendwann haben wir VIELLEICHT keine Gelegenheit mehr, aus unseren VIELLEICHTS ein JA zu machen!

Fazit: Ein wunderbares Buch, voll von Gefühl, voll von Dramatik, voll von Traurigkeit! Vielen Dank für diese wahre Geschichte!

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Rezensionen von KimVi:

Geheimnisvoll und spannend

Die Frau, die verschwand von Trude Teige

Die Journalistin Kajsa erhält den Auftrag, sich mit dem Schicksal der bereits vor Jahren spurlos verschwundenen Julia zu befassen. Sie soll mit damaligen Zeugen sprechen, um so eventuell neue Erkenntnisse zu gewinnen. Da Kajsa den Fall bereits damals mit großem Interesse verfolgt hat, nimmt sie den Auftrag an und beginnt in der Vergangenheit zu graben.

Doch plötzlich wird ihr Auftraggeber tot aus dem Meer geborgen. Offensichtlich wurde er ermordet. Was steckt dahinter? Kajsa lässt nicht locker und deckt nach und nach alte Geheimnisse auf. Sie ahnt nicht, dass sie dadurch selbst in Gefahr gerät...

Nach "Totensommer" und "Das Mädchen, das schwieg", ist "Die Frau, die verschwand" bereits der dritte Teil der Kajsa Coren-Reihe. Man kann den aktuellen Ereignissen aber auch dann mühelos folgen, wenn man noch keinen Band der Serie gelesen hat. Trude Teige verwendet unterschiedliche Perspektiven, um Kajsas Suche nach der Wahrheit zu schildern. Man beobachtet interessiert, welche Nachforschungen Kajsa im Fall der 2002 verschwundenen Julia anstellt. Kajsa wirkt dabei sehr sympathisch und man hat sofort das Gefühl, dass sie äußerst hartnäckig sein kann. Als dann noch der tote Auftraggeber aus dem Meer geborgen wird, gerät man vollends in den Sog der Handlung, da man unbedingt erfahren möchte, was hinter allem steckt. Die Spannung wird früh aufgebaut und kann beinahe durchgehend gehalten werden.

Ein weiterer Handlungsstrang gewährt Rückblicke in die Vergangenheit eines Mannes, der sein Leben in einer Nervenheilanstalt verbringt, dabei aber gesünder wirkt, als mancher dort tätige Arzt. Wie diese Perspektive sich mit Kajsas Ermittlungen verbinden wird, ist zunächst nicht klar. Allerdings sorgt sie für eine bedrohliche Atmosphäre, die gekonnt zwischen den Zeilen schwebt. Nach und nach ergeben sich erste Zusammenhänge, die dafür sorgen, dass man kaum glauben mag, was man liest. Dadurch fliegt man regelrecht durch das Buch und mag es nur ungern aus der Hand legen.

Im Privatleben muss Kajsa sich mit einem schweren Schicksalsschlag auseinandersetzen. Dieser Strang drängt sich nicht zu sehr in den Vordergrund, sorgt aber dafür, dass die Hautprotagonistin noch lebendiger und sympathischer wirkt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und ganz in die Handlung eintauchen. Die bedrohliche Atmosphäre, die man zwischen den Zeilen spürt, verdichtet sich mit der Zeit, sodass man ungeduldig der Auflösung entgegenfiebert und mit einem spannenden Finale belohnt wird.

Obwohl ich vorher keinen Band der Reihe gelesen habe, ist mir der Einstieg in diesen Krimi mühelos gelungen. Kajsa wirkte sofort sympathisch auf mich und die unterschiedlichen Handlungsstränge sorgten bei mir dafür, dass ich früh in den Sog der Ereignisse geriet und das Buch nach kurzer Zeit nicht mehr aus der Hand legen mochte. Im Mittelteil hatte ich zwar kurz das Gefühl, dass die Spannung ein wenig nachlässt, doch das legte sich recht bald wieder. Die bedrohliche Atmosphäre und die Ungewissheit, wie sich alles verbinden wird und was damals tatsächlich passiert ist, haben mir einige spannende Lesestunden verschafft, die mich außerdem zum Nachdenken angeregt haben.

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Rezensionen von begine:

Überlebt

Wo wir zu Hause sind von Leo Maxim

Maxim Leos Roman „Wo wir zu Hause sind“ist spannend zu lesen. Es ist eine wahre Geschichte seiner jüdischen Familie, die durch die Nazis in alle Welt flüchten. Die meisten von ihnen zieht es wieder in die Heimat Berlin.

Am Anfang gibt es eine Karte mit der Verzweigung, in vier Städte Berlin, Wien, London und Haifa.

Irmgard und Hans gehen 1934 nach Israel. Sie arbeiten in einem Kibbuz in der Nähe der Golan Höhen. Es ist schön erzählt, wie das Leben da ist.

Hildegard und ihre Familie ging nach Frankreich und von da floh sie nach London.

Ilse lebte in Frankreich im Untergrund. Ein spannendes gefährliches Leben.

Maxim Leo ist in Ostberlin aufgewachsen. Er findet Nachkommen der Familie, mit denen er viel über deren Leben erfuhr. Dadurch entsteht eine spannende interessante und gut dargestellte Familiengeschichte.
Mich hat sie gefesselt.





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