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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von simone.h1:

Hofleben

Unter den Menschen von Mathijs Deen

Wil fängt in ihrem Job in einer Redaktion alle Zuschriften auf ein Insat des einsamen Bauernsohnes Jan ab, mit dem dieser eine Frau kennenlernen will. Nachdem alle Konkurrentinnen somit ausgeschalten sind, schreibt sie ihm selbst und es entwickelt sich ein turbulentes Kennenlernen zwischen den beiden schwierigen Charakteren.

Die Sprache dieses Romans ist für mich etwas ganz besonders. Sie ist nüchtern, klar und fast emotionslos, was meiner Meinung aber perfekt zu dieser skurrilen Erzählung passt. Die Charaktere sind auch ziemlich gewöhnungsbedürftig und seltsam und hat man nicht die typische Sympathie zu den handelnden Personen. Gerade das macht das Buch aber für mich aus.

Die Erzählung selbst ist bei Weitem nicht so seicht wie man vermutet, auch wenn Vieles nur sehr vage angedeutet wird. Das hat mir an sich auch gut gefallen, jedoch hätte ich mir die ein oder andere Erklärung bzw. Information mehr gewünscht.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Spannend, überraschend, und eine wunderschöne Südtiroler Landschaft

Die Bildermacherin von Christiane Omasreiter; Kathrin Scheck

Kurz zum Inhalt:
Amalia kommt zur Beerdigung ihrer Großmutter nach Südtirol. Auf dem Begräbnis erfährt sie, dass ihre Oma Zille keines natürlichen Todes gestorben ist, sondern erschossen wurde.
War sie ein zufälliges Opfer eines Wilddiebs? Oder hat ihr Tod doch etwas mit ihrer bewegten Vergangenheit zu tun, in die Amalia während ihres Aufenthalts immer tiefer und tiefer eindringt und von dem sie nichts wusste?


Meine Meinung:
Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist flüssig und schnell zu lesen, man fliegt nur so durch die Seiten!
Amalia ist, obwohl sie durch ihren Job ein bisschen etepetete ist, sehr sympathisch, und auch ihre Oma Zille hat man nach den Erzählungen sehr ins Herz geschlossen.

Auch die landschaftliche Beschreibung von Südtirol ist sehr anschaulich - am liebsten möchte man sofort dorthin!
Den Autorinnen ist es auch wunderbar gelungen, mich bis kurz vor Schluss im Dunklen tappen zu lassen - mit dem Täter hätte ich zu keiner Zeit gerechnet!

Es werden immer wieder typische Südtiroler Worte und Redewendungen eingestreut, was das Geschehen authentisch wirken lässt, den Lesefluss aber in keiner Weise beeinträchtigt. Zu diesen Ausdrücken, auch über Orte, Berge etc. gibt es am Ende des Buches ein ausführliches Glossar.
Die geschichtliche Vergangenheit von Südtirol aus den 1960er Jahren wird gut erklärend in die Geschichte verwebt und stellt einen wichtigen Bestandteil des Geschehens dar.

Das Cover zeigt zwar die wunderschöne Landschaft Südtirols, mit einem perfekt passenden Wegweiser nach Pfunders, jedoch mit einer düsteren und grauen Wetterlage.


Fazit:
Spannender Krimi mit viel Lokalkolorit; interessante geschichtliche Hintergründe und ein wunderschönes Setting. Ich wurde sehr gut unterhalten und vergebe 5 Sterne!

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein kinder-ansprechendes, realistisches und schön gestaltetes Wissensbuch mit ganz eigenem Stil

Stell dir vor, du wärst...ein Tier im Wald von Bärbel Oftring

„Stell dir vor, du wärst… ein Tier im Wald“ von Bärbel Oftring ist 2019 im moses Verlag erschienen und umfasst 64 Seiten. Das Buch ist Teil einer Wissensbuchreihe, in der sich auch das Buch „Stell dir vor, du wärst… ein Tier im Garten“ finden lässt.

Das Buch informiert sehr kindgerecht und dennoch umfassend zu 20 verschiedenen Tieren, die ihren Lebensraum im Wald haben.

Die Autorin Bärbel Oftring bedient sich hier eines ganz besonders Kinder ansprechenden Stiles, nämlich dem Rollenspiel. Sie lässt Kinder in die Rolle beispielsweise des Fuches, Feuersalamanders, Eichhörnchens oder auch Hirsches schlüpfen und bringt ihnen in kurzer und leicht verständlicher Sprache viel Wissenswertes zu den jeweiligen Tieren bei. Die Du-Perspektive lässt Kinder ganz leicht in die Rolle der Waldbewohner schlüpfen.

Ein tolles Element in dem Buch ist auch die Mischung von den wunderschönen Zeichnungen der Illustratorin Alexandra Helm und den verwendeten Fotos. Das hat uns hier richtig gut gefallen und das textlich vermittelte Wissen deutlich unterstützt.

Fazit: Hier handelt es sich um ein realistisches und kindgerechtes Wissensbuch, das hoffentlich in viele Büchereien, Kindergärten, Klassen- und Kinderzimmern Einzug finden.
Wir empfehlen es sehr gerne für Kinder ab 5 Jahren weiter.

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Rezensionen von Caroline :

Die erste echte Liebe

Stell dir vor, du wärst...ein Tier im Wald von Bärbel Oftring

Wieder eine neue Stadt, wieder neue Nachbarn, wieder eine neue Schule und damit neue Schulkollegen. Elisha ist es gewohnt ständig den Wohnsitz zu ändern. Da ihr Leben komplett durchgetaktet ist, hat sie kaum Zeit Freundschaften zu schließen und somit stellt sie sich der Herausforderung mit stoischem Gleichmut.

Sie rechnet nicht damit, dass sie auf Jennifer trifft, die sie uneigennützig unter ihre Fittiche nimmt und sie in ihren Freundeskreis integriert.

Elisha erfährt auch, dass Jennifers beste Freundin seit einigen Wochen verschwunden ist. Niemand kann sie erklären, was genau passiert ist und sie leidet sehr darunter.

Sobald sie Cade trifft, flattern in ihrem Bauch die Schmetterling wild herum. Da er aber scheinbar eine feste Freundin hat, denkt Elisha gar nicht daran sich ihm zu nähern. Zugleich sucht aber Cade öfter ihre Nähe. Er holt sie von ihrem Nebenjob ab und bringt sie sicher nach Hause. Langsam schleicht er sich in ihr Leben. Beide geben immer mehr aus ihrer Vergangenheit Preis, aber Elisha hat große Probleme ihm richtig zu vertrauen.

Wie hat es mir gefallen?

Gemeinsam mit einer Freundin gab es eine kleine feine Leserunde und die Autorin hat sich uns angeschlossen. Vielen Dank dafür - es ist immer nett genauere Einblicke in die Geschichte zu bekommen.
Die Autorin habe ich recht gut im Blick, da sie nicht weit von mir entfernt wohnt. Ich durfte sie auch schon mal bei einer Lesung hören. Sie ist sehr sympathisch und nett.

Nun aber zum Buch. Ausnahmsweise möchte ich auch einen Blick auf das Cover werfen, das mir gut gefällt. Die düstere Farbwahl ist gelungen, das Paar ist nicht ganz genau zu erkennen und erweckt einen sehr vertrauten Eindruck. Meine Ausgabe habe ich bei Anna direkt bestellt, es ist mit einer lieben Widmung versehen und natürlich auch signiert.

In dieser Geschichte vereint sich eine romantische Liebesgeschichte mit einem Krimi. Elisha und Cade sind als Hauptfiguren sehr gut gelungen. Beide knabbern schwer an den vergangenen Jahren. Erst nach und nach werden die Geheimnisse enthüllt. Dabei gab es die eine oder andere Wendung, die mich ungemein überrascht hat.
Auch der Krimi im Hintergrund hat es in sich. Gruselig und spannend bis zu letzten Seite. Der Spannungsbogen hält sich über das gesamte Buch. Die kleinen Hinweise "nötigen" die Leserin immer weiterzublättern, um herauszufinden, was genau da denn passiert.
Wichtige Themen für Jugendliche werden angesprochen, ohne erhobenen Zeigefinger sondern informierend.

Erwähnen möchte ich noch die wundervollen Nebenfiguren. Typische Teenager manche sympathisch und nett. Manche dagegen zeigen sich von einer unfreundlichen Seite. Die Autorin übertreibt es jedoch nicht und sie beschreibt die Grauzonen menschlicher Vorgangsweisen.

"Never without you Elisha&Cade" ist ein sehr gelungener Jugendroman, den ich auch als der Zielgruppe entwachsene Frau, voll empfehlen kann.

www.mariessalondulivre.at

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Rezensionen von Gaby 2707:

Alles nur vom Hörensagen

Venuswalzer von Lotte Minck

Andrea „Ruby“ Rubikon ist genervt. Nicht nur, dass die daheim arbeitende IT-Spezialistin seit Tagen mit dem Lärm der Malerkolonne fertig werden muss, nein, zu allem Überfluss ist da auch einer dabei, der sie auf die schäbigste Weise anmacht und provoziert. Als sie eines morgens die Vorhänge aufzieht und dieser fiese Möpp mit offener Hose auf dem Gerüst steht, dreht Ruby durch.

Ihr „Ich bring dich um“ ist noch nicht richtig verklungen, da stürzt der Maler Kevin Wehling vom Gerüst - und steht Ruby unter Mordverdacht.
Ihr bester Freund Ben, der sich sicher ist, dass Ruby damit nichts zu tun hat, wendet sich sofort an Astrologin Stella Albrecht. Kann sie auch diesmal einen Fall mit Hauptkommissar Arno Tillikowski zusammen lösen?

Astrologin Stella Albrecht, ihre Mutter Felicitas, ihre Oma Maria „Madame Pythia“, Omas Wegbegleiter Otto Korritke, Stellas besten Freund Benjamin Glaeser und HK Arno Tillikowski kenne ich ja schon vom Fall Breidenbach, dem ersten Band um die Astrologin Stella Albrecht. Und ich habe mich sehr gefreut, dass die Menschen, die ich alle schon so fest ins Herz geschlossen habe, auch hier wieder mit von der Partie sind. Dat is wie Freunde besuchen.
Beim Rest von der Mischpoke, den vier Malern und ihr Chef Johannes Braukmann, bin ich froh, dass ich sie nach Erledigung der Fassadenarbeiten nicht wieder lesen muss. Und ich bin froh, dass ich solche Handwerker bisher noch nicht persönlich erleben musste.

Neben dem kriminellen Anteil hat auch diese Geschichte ihre spaßigen Seiten. Dafür sorgt z.B. Oma Maria, die hier ihr schauspielerisches Talent voll an die Männer bringen kann. Ich habe mehr als einmal herzhaft gelacht.

Und Stella und Arno? Die eiern immer noch umeinander herum, finden sich gegenseitig richtig gut, können aber irgendwie nicht zusammen kommen. Da hoffe ich mal auf das nächste Zusammentreffen der Beiden.

Der Lokalkolorit des Ruhrpotts hat mir zu Beginn der Geschichte etwas gefehlt. Aber als Vater Braukmann auftaucht und mehr zu sagen hat, war ich sofort im Pott zuhause. Es darf aber gerne noch eine Schippe mehr sein.

Lotte Minck hat es auch diesmal geschafft, mich gut zu unterhalten. Aber es gibt auch Themen, über die man nachdenken und diskutieren kann: „Leben“ im Wachkoma, Selbstjustiz und Toleranz z.B. gegenüber anders Aussehenden.

Dieser Fall hat bei mir 4,5 von 5 Sternen verdient.

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Rezensionen von jiskett:

Anders als erwartet

Herz über Bord- Rudere nie zurück von Nadine Gerber

Es fällt mir sehr schwer, meine Meinung zu "Herz über Bord - Rudere nie zurück" auszuformulieren, was hauptsächlich daran liegt, dass das Buch mich zwiegespalten zurückgelassen hat.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Man lernt Hanna kennen, eine starke junge Frau, die ganz genau weiß, was sie will und wie sie ihre Ziele erreichen kann.

Ich fand sehr interessant, dass sie sich fürs Rudern begeistert hat und fest entschlossen war, Olympiasiegerin zu werden, da dieser Aspekt eine wichtige Rolle spielte und man spüren konnte, wie sehr die Protagonistin für diesen Traum brannte. Das Buch wird zu großen Teilen aus ihrer Ich-Perspektive erzählt, sodass man sich gut in sie hineinversetzen kann und ihr Handeln und Fühlen problemlos versteht. Es gibt Rückschritte und gerade die komplexe Beziehung zu Simon bringt ihr viel Leid, aber letztlich kämpft sie immer weiter.

Simon ist ein Charakter, mit dem ich um ehrlich zu sein nicht viel anfangen konnte, was vor allem daran lag, wie er sich im Lauf der Handlung verhalten hat. Zu Beginn fand ich ihn sehr sympathisch und auch später konnte ich den Konflikt noch verstehen, der in ihm brodelte - er sah sich als Hannas Schutzbefohlener, was er am Anfang durchaus war, und konnte das einfach nicht abschütteln. Das Gefühlschaos beider Figuren, das durch diese Dynamik entsteht, wurde sehr gut dargestellt und zunächst war es herzzerreißend zu sehen, wie sie sich nacheinander gesehnt haben, dies aber nicht ausleben konnten. Später wurde das Hin und Her sehr anstrengend; die Autorin hat es gut und eindringlich beschrieben, doch ich habe mir nur noch gewünscht, dass endlich eine klare Entscheidung fallen würde.

Wie bereits erwähnt fand ich den ersten Teil des Buches sehr stark. Die Emotionen der Charaktere wurden eindringlich geschildert, auch wenn ich es schade fand, dass man nicht richtig gesehen hat, wie sie sich verliebt haben, da viel in einer Art Zeitraffer erzählt wurde. Dennoch wurde deutlich, dass Hanna und Simon gut zusammen passen würden, obwohl die Umstände dagegen sprechen und sie beide wissen, dass es keine Beziehung zwischen ihnen geben sollte. Man kann hier mit ihnen leiden und gut mit ihnen fühlen; sehr schön fand ich, wie stark die Gefühle dargestellt wurden - ich würde die Protagonisten beinahe mit Magneten vergleichen, die einfach dauernd zueinander hingezogen werden, ohne die bewusste Entscheidung dafür zu treffen und das hat mir gut gefallen. Die Hindernisse und Probleme zwischen ihnen wurden ebenfalls angemessen behandelt; das Hin und Her hat mir zwar nicht zugesagt, doch es war den Umständen und den Hintergründen der Figuren entsprechend realistisch.

"Herz über Bord" bekommt von mir 3 Sterne. Das erste Drittel konnte mich voll und ganz überzeugen, aber danach hatte ich Schwierigkeiten, mich richtig auf die Charaktere und das Gefühlschaos zwischen ihnen einzulassen. Zudem konnten mich nicht alle Entwicklungen begeistern, obwohl ich die Intention der Autorin verstehe und auch anerkennen muss, dass sie stimmig und glaubwürdig waren. Ich hatte einfach andere Erwartungen an das Buch, die nicht erfüllt wurden.

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Rezensionen von yellowdog:

Französisch-Algerische Familien-Saga

Die Kunst zu verlieren von Alice Zeniter

Ein starkes Buch, auf dessen Übersetzung ich schon gewartet habe. Es erzählt in über 500 Seiten über die Zeit vor, wahrend und nach dem algerischen Unabhängigkeitskampf.
Im zweiten Weltkrieg hat Ali für Frankreich gekämpft. Nur dafür wird er in Algerien schließlich als Verräter betrachtet.

Ich bin überrascht, wieviel man über das Schicksal der Harkis erfährt. In Algerien sind sie nach dem Unabhängigkeitskrieg nicht mehr erwünscht, in Fankreich auch nicht gerade willkommen.
Erstaunlich, wie stark die Autorin Empathie mit den Figuren beim Leser weckt. Ali und seine Familie aus der Kabylei sind dabei exemplarisch für viele, die durch die politischen Entwicklungen zu Flüchtlingen wurden.

Es ist ein komplexes Buch, das mehrere Generationen umfasst.
Die Erzählweise überzeugt. Alis Enkelin Naima ist in Frankreich geboren und fühlt sich ganz als Französin. Die Vergangenheit wurde von der Familie verdrängt. Über die Erlebnisse in Algerien wurde nicht gesprochen. Das Verschweigen der Geschichte ist ein starkes Thema des Buches. Die Vergangenheit ist dadurch nicht ausgelöscht und alte Wunden schwären noch lange. Der Verlust der Wurzeln ist auch wirklich ein Verlust! Ein weiteres großes Thema ist die Schwierigkeit der Integration.

Aktuelle Ereignisse in Frankreich stellen Identitätsfragen. Erst spät beginnt Naima sich für ihre Wurzeln zu interessieren und reflektiert die Vergangenheit. Obwohl Naima eine Art emotinale alte Ego für die Autorin ist, gibt es auch eine Ich-Stimme, denn die Handlung ist nicht direkt autobiografisch.

Das Buch ist inhaltlich wie auch sprachlich wertvoll!

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Rezensionen von Caroline :

Ab in die Tiefen des Meeres

Age of Trinity - Das Licht des Ozeans von Nalini Singh

Bowen Knight erwacht nach dem Anschlag aus einem 8wöchigen Koma. Eigentlich sollte er tot sein, aber wie durch ein Wunder geht es ihm unerwartet gut. Er befindet sich in einer Unterwasseranlage der BlackSea Gestaltwandler.


Sein Überleben hat er einem außergewöhnlichen Experiment von Dr. Kahananui zu verdanken.

Sie forscht auch an einer Lösung rund um den Chip, der in Bowens Kopf implantiert wurde, um als Abwehrschild gegen die Medialen zu fungieren. Die Lebensdauer geht dem Ende zu. Die hochschwangere Ärztin und Forscherin des Rudels unterbreitet ihm einen hochriskanten Vorschlag, der ihn vor eine extrem schwere Entscheidung stellt.

Um sein leibliches Wohl sorgt sich Kaia. Ihren Argwohn versteckt sie nicht. Für sie gehört Bowen Knight zu den gefährlichsten Menschen der Welt. Sie verdächtigt ihn und die menschliche Rasse an unglaublichen Verbrechen gegen die Meeresgestaltwandler beteiligt zu sein. Je mehr Zeit sie mit Bowen verbringt, umso mehr geraten ihre Vorsätze, ihm nicht zu vertrauen, ins Schwanken.

Wie hat es mir gefallen?

Ich bin ein langjähriger Nalini Singh Fan und vor allem die Psy/Changeling Reihe hat es mir angetan. Jedes Jahr fiebere ich der Veröffentlichung des neues Buches entgehen und lese es immer im englischen Original. Ich nehme mir auch immer vor, langsam zu lesen und scheitere kläglich!

Dieses Buch ist komplett anders als die anderen. Die Geschichte spielt zum großen Teil in der Anlage der BlackSea Gemeinschaft. Nalini Singh ist bekannt für ihre genaue Weltenbildung. Bisher fanden wir uns immer in einer Welt wieder, die unserer ähnelt. Aber dieses Mal erschafft die Autorin eine für mich völlig neue Welt. Als Mensch scheint es recht unbequem zu sein, sich in solcher einer hermetisch abgeriegelten Station aufzuhalten. Natürlich überkommt den Leser hin und wieder ein beklemmendes Gefühl. Die Details, der liebevoll gestalteten Anlage lassen ein heimeliges Gefühl aufkommen. Ich erwähne hier nur die großen Fenster zum Ozean.

Wer „Silver Silence“ gelesen und gemocht hat, kann sich sicherlich an den Wortwitz und den Humor erinnern. Bären eben! Es fehlt des Wassergestaltwandlner nicht an Witz oder Liebenswürdigkeit. Die Ausgangssituation ist eine komplett andere.

Bowen war für mich bisher eine Figur, die ich ganz schwer fassen konnte. Seinem Einsatz für die menschliche Rasse zollte ich natürlich Respekt. Als Mann fehlten mir zu viele Informationen, um ihn einordnen zu können. Nun erfahren wir mehr über ihn.
Kaia war mir sofort sympathisch. In ihr und ihrem Verhalten zu lesen, fällt nicht schwer. Sie zeigt die Emotionen oder auch ihr Missfallen ganz offen.

Die Zeit tickt und deshalb bleibt Kaia und Bowen nur wenig Zeit, um sich über ihr Verhältnis klar zu werden. Vielleicht entwickelt sich dieses anfangs zu schnell, aber da vor allem Kaia so liebenswert ist, akzeptiere ich das gerne.

Neben der sehr spannenden Geschichte rund um Bowens Gesundheitszustand gibt es einen weiteren interessanten Handlungsstrang, der sich bis zum Ende hin zieht und für zusätzlichen Zündstoff sorgt.

Highlights hier waren auf jeden Fall auch die Beschreibungen der BlackSea Gemeinschaft. Sowohl die menschlichen Seiten als auch die tierischen zeugen davon, dass Nalini Singh gut und viel über die Unterwassertierwelt recherchiert hat.

Zu erwähnen bleibt noch, dass sich gegen Ende hin, ein paar bekannte Gesichter blicken lassen. Tja, die Welt ist klein.

Wie üblich bleiben ein paar Fragen unbeantwortet. Wie sollte es auch anders sein? Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht, welches Paar im nächsten Buch im Mittelpunkt stehen wird. (Ergänzung: das nächste Buch wird "Wolf Rain" heißen!)

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein atmosphärischer Roman, der einem in die damalige Zeit und in die Welt der Berge eintauchen lässt.

Der Berg von Dan Simmons


"Während wir rasch von einer Eisnadel zur nächsten huschten, um Deckung vo reinem unbekannten Feind zu suchen,
fragte ich mich allmählich, wann diese Expedition die Grenze vom lediglich Ausgefallenen
ins Reich des Fantastischen überschritten hatte."
(S. 553)

Vor allem Kletterer und Alpinisten kennen die historischen Ereignisse bezüglich so mancher Erstbesteigungen.

Hierbei ist das Verschwinden von den britischen Bergsteigern George Mallory und Andrew Irvine auf dem Mount Everest DAS Ereignis schlechthin.Sie wollten die "Mutter des Universums", so die Namensübersetzung aus dem Tibetischen, bezwingen, verschwanden jedoch spurlos.
Erst 1999 wurde Mallorys Leiche und ein Eispickel Irvines gefunden. Mallorys Leiche wies keine typischen Absturzverletzungen auf, lediglich ein gebrochener Unterschenkel und Irvines Überreste wurden bis heute nicht gefunden. Dies gibt natürlich bis heute Rätsel auf. Vor allem die Frage, ob die beiden womöglich den Gipfel erreichten und somit als die Ersten den Mount Everest bezwungen haben.

Mit diesem historischen Ereignis im Hintergrund erschuf Dan Simmons einen fiktiven Roman, der den Leser in die damalige Zeit, in einen Teil der Geschichte des Bergsteigens und vor allem in die Welt der Berge eintauchen lässt. Dabei haben auch durchaus berühmte Bergsteiger und Pioniere ihren Auftritt, wie z.B. George Ingle Finch und Edward Felix Norton einen Auftritt.

Nur wenige Tage nach dem Verschwinden von Mallory und Irvine fand auch ein anderer Brite auf dem Mount Everest den Tod. Lord Bromley schien der Everest-Expedition von Mallory zu folgen und das auf eigene Faust und ohne die entsprechende Ausrüstung. Laut eines Zeugen wurden er und sein unbekannter Begleiter von einer Lawine erfasst und in den Abgrund gerissen. Drei Männer wollen diesen beiden Ereignissen, das Verschwinden von Mallory und Irvine und den angeblichen Tod von Lord Bromley, nachgehen.
Der Engländer Davis Deacon - von allen nur "Der Diakon" genannt. 37 Jahre und schon 1922 mit Mallory auf einer Mount Everest-Expedition und somit ein erfahrener Alpinist.
Der Franzose Jean-Claude Clairoux - kurz J.C., 25 und bereits erfahrener Bergführer.
Und der Amerikaner Jake Perry - 22, erfahrener Felskletterer, der ebenfalls schon einige Bergbesteigungen hinter sich hat und dessen Geschichte wir hier lesen.

"Bald nachdem wir vom Schnee auf Fels gelangen, fängt der Gipfel des Everest an golden zu leuchten.
Dann erstrahlen auch die Spitzen des Changtse, Makalu, Chomolonzo und anderen hohen Berge in der Nähe,
und auch weit im Norden begrüßen die ersten steinernen Riesen den Morgen."
(S. 479)

Diese drei machen sich zum Ziel den Mount Everest zu besteigen und den mysteriösen Hintergründen nachzugehen. Um dies finanzieren zu können, wenden sie sich an Lady Bromley, die Mutter von Lord Bromley, welche noch immer die Hoffnung hegt, dass ihr Sohn lebt. Schnell wird jedoch klar, dass sie eigentlich die Erstbesteigung des Mount Everest im Sinn haben und somit begeben wir uns mit ihnen auf eine waghalsige Mount Everest-Expedition und besteigen mit ihnen die Mutter der Berge. Doch hier scheinen nicht nur Schnee, Eis und die Berge selbst die Feinde der drei Bergsteiger zu sein...hier lauert noch etwas ganz anderes auf sie.

Dies ist mein erster Dan Simmons und ich bin begeistert. Wer jedoch einen spannenden Abenteuerroman erwartet, wird hier wohl eher enttäuscht sein. Simmons konzentriert sich vor allem auf die Charaktere und atmosphärische Natur- und vor allem Bergbeschreibungen. Bis man sich auf der eigentlichen Expedition befindet, gehen schon mal 250 Seiten ins Land. Diese gestalten sich jedoch keineswegs langweilig. Man erhält Kenntnisse in die tragische Matterhorn-Besteigung des Bergsteigers Whymper im Jahre 1865 , bei der drei Männer in den Tod stürzten.

Ebenso ist man bei den Vorbereitungen dabei, erhält so Einblick in die Ausrüstung, sowie in die Entwicklung dieser. Dadurch lernt man wiederum so einiges über die Geschichte der Bergsteigerausrüstung und mit welch einfachen und primitiven Mitteln damals geklettert wurde. Hier möchte ich anmerken, dass die Bergsteiger von damals den höchsten Respekt verdienen.
Man erfährt aber auch, dass mit dem Tod von Lord Bromley etwas nicht stimmt und dieser Zeuge alles andere als vertrauenswürdig ist. Dadurch blickt man auf die politischen Ereignisse von damals, als der Nationalismus bereits eine gefährliche Wendung annimmt und dessen Ausgang uns nur wohl bekannt ist.
Danach erhält man ein Bild von den Darjeeling-Teeplantagen und weiteren Vorbereitungen, bis man sich schließlich auf den Berg begibt.

"Während ich mich über die Leiter schiebe, mache ich den Fehler,
einen Blick in die blauschwarz schimmernden Tiefen zu werfen.
Unter den wackelnden, vereisten Sprossen tut sich ein gähnender Abgrund auf.
Die Neigung der Leiter wirkt auf einmal viel steiler.
Ich spüre, wie mir das Blut in den Kopf schießt."
(S. 391)

Der Roman punktet vor allem durch die detailreichen Natur- und Bergbeschreibungen und die Charakterzeichnungen. Obwohl es eher ruhig verläuft, konnte mich dieses Buch von Anfang an fesseln. Gegen Ende wird es dann aber doch sehr temporeich und der Roman entwickelte sich nahezu zu einer spannenden Story a la Indiana Jones. Ich muss jedoch gestehen, dass mir eher waghalsige und beklemmende Kletterpartien den Atem raubten. Ich las so manche Kletterszene mit angehaltenem Atem und durch gespreizte Finger.
Kurz gesagt - der Schreib- und Erzählstil von Simmons ist packend und plastisch zugleich.

Zusätzlich enthält dieser historische Roman durchaus wunderschöne und nachdenkliche Passagen, welche vor allem Alpinisten und Kletterer nachempfinden können.

"Doch heute weiß ich, dass Bergsteigen vor allem unter extremen Bedingungen, die keinen Fehler zulassen - ein sonderbares Pendant zu Zen ist.
Das Bewusstsein des Kletterers ist hier bis auf die nächsten Bewegungen, die er erspäht oder erspürt,
und die Geschwindigkeit, die er benötigt, um am Fels zu bleiben, beschränkt.
Im Geist spielt er die Griffe und Tritte durch, die ihn voranbringen und vor dem Sturz in den Tod bewahren."
(S. 677)

Fazit:
Dieses Buch habe ich auch teils im Gedenken an meinen Großvater gelesen, welcher leidenschaftlicher Alpinist und somit bei jeder sich bietenden Gelegenheit in und auf den Bergen war. Er bestieg, unter anderem, den Mount Blanc und als Bergführer auch das Matterhorn. Diese Liebe zur Natur und zu den Bergen habe ich Großteils ihm zu verdanken, wobei ich mich eher auf das "gemütlichere" Wandern in den tieferen Ebenen beschränke.
Dan Simmons schaffte es mich in die Welt der Berge eintauchen zu lassen und diese Welt ist alles andere als ungefährlich. Authentische, detailreiche und vor allem bildhafte Beschreibungen, egal ob Ausrüstung, Bergverhältnisse oder Klettermanöver betreffend - hier passt einfach alles.
Für Alpinisten, Kletterer und Liebhaber von Bergen und Natur ein absolutes Muss.

© Pink Anemone

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Rezensionen von LEXI:

Nonne Hugeburc und das Geheimnis um die Schenkungskurkunde Konstantins

Das Versprechen der Nonne von Robert Storch

Das angelsächsische Mädchen Hugeburc wuchs bei ihrer Mutter und ihrer Tante Walburga auf, besuchte eine Klosterschule und zeigt eine große Begabung beim Lesen und Schreiben. Als kleinstes und jüngstes Mitglied der Schwesternschaft wird sie in Anlehnung an ihr biblisches Vorbild „Michal“ genannt.

Als ihre Tante Äbtissin im Benediktinerkloster in Heidenheim wird, darf Michal neben dem Unterricht für die Kinder des angrenzenden Dorfes in der Bibliothek arbeiten. Bei der Anfertigung einer Abschrift entdeckt die junge Nonne Ungereimtheiten bei einer Schenkungsurkunde und sie macht sich auf den Weg nach Rom, um diesen ungeheuerlichen Betrug aufzuklären. Dass sie sich dabei in Todesgefahr begibt, wird der unschuldigen und weltfremden jungen Frau erst nach und nach bewusst.

Gerold, der Sohn des Grafen, überlebt als Einziger ein Massaker, das seine Familie auslöschte. Die Identität des Mörders macht ihn fassungslos, und nur mit knapper Not entgeht er dem Meuchelmord seines Verwandten. Schwer verletzt wird er von den Nonnen im Kloster Heidenheim aufgenommen und gepflegt, doch die Gefahr einer Entdeckung ist groß. Als Gerold die junge Nonne Michal an seinem Krankenlager erblickt, verliebt er sich auf den ersten Blick in sie. Doch obgleich auch Michal Zuneigung zu Gerold fasst, ist sie davon überzeugt, für ein Leben im Kloster bestimmt zu sein. Mit der Zeit fragt sie sich dennoch, ob dies wirklich der Weg sein mag, den Gott für sie vorgesehen hat. Sowohl Michal, als auch Gerold, gelangen unabhängig voneinander nach Rom, wo vor allem Michal mit aufregenden, brisanten und sehr gefährlichen Abenteuern konfrontiert wird. Zu alledem ist den beiden der Mörder von Gerolds Familie dicht auf den Fersen…

Robert Storch macht den Skandal um die konstantinische Schenkung zum Kernthema seines Buches und zeichnet ein ausführliches Bild des Lebens im achten Jahrhundert, der politischen Situation sowie der herrschenden Zustände in Rom. Seine Protagonistin zeichnet er als selbstbewusster und mit weit mehr Eigeninitiative ausgestattet, als das damals herrschende Frauenbild es erlaubte. Trotz ihres tiefen Glaubens und entgegen ihren unermüdlichen Bestrebungen schafft Michal es nicht, gehorsam und fügsam zu sein. Sie setzt vielmehr ihren wachen Verstand ein, um eine ungeheuerliche Verschwörung aufzudecken und möchte diesbezüglich sogar bis zum Papst vordringen. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Ausbildung kontert sie geschickt mit entsprechenden Bibelversen, um verfälschte oder diskriminierende Aussagen von Geistlichen zu widerlegen. Michal ist rebellisch, unbequem, aber dennoch bemüht, ihrer vermeintlichen Bestimmung zu entsprechen. Michals Handlungen in Rom empfand ich jedoch ein wenig überzeichnet und wenig glaubwürdig. Selbst eine taffe Frau der heutigen Zeit hätte angesichts bestimmter Situationen dieses Buches die Nerven verloren. Michals Vorgehensweise passten aus meiner Sicht an einigen Stellen nicht zur vorangehenden Charakterzeichnung einer weltfremden Nonne, die ihr gesamtes bisheriges Leben hinter Klostermauern verbracht hatte. Die Tatsache, dass der Autor bei seiner Hauptfigur sich nicht auf einen Namen festlegte und diese in steter Abwechslung einmal mit Hugeburc, und dann wieder mit Michal titulierte, fand ich irritierend. Die Charakterzeichnung von Gerold sowie jene der relevanten Nebenfiguren haben mir gut gefallen. Mit der Person des Antagonisten wird der Leser das gesamte Buch hindurch konfrontiert – seine geschickt inszenierten Intrigen und Machenschaften bewirken eine permanente latente Bedrohung und bringen Spannung ins Buch. Ich fand es schön, dass einige der handelnden Personen im Verlauf der Handlung auch eine gewisse Entwicklung durchleben durften.

Fazit: „Das Versprechen der Nonne“ hat mir sehr gut gefallen. Es bescherte mir eine interessante, informative und unterhaltsame Lektüre, die ich Fans historischer Romane mit Fokus auf das Christentum wirklich ans Herz legen kann.

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