Kunden em pfehlungen
Rezensionen von niknak:
Was Liebe alles erreichen kann
Das Licht in meiner Dämmerung von Sarah Saxx
Inhalt:
(Klappentext)
Eleonore Zander hat nicht nur den für sie wichtigsten Menschen verloren, sondern muss auch um ihr eigenes Leben fürchten. Auf der Flucht trifft sie auf den mürrischen Ethan Mc Connor, der zurückgezogen in den Wäldern am Fuße der Rocky Mountains lebt. Er bietet ihr Zuflucht an, als sie schwer traumatisiert und zu Tode verängstigt am Straßenrand kauert.
Mit seinen langen Haaren und dem dichten Bart wirkt er eher wild als vertrauenserweckend. Sein Blick ist düster, beinahe angsteinflößend, und doch bleibt Eleonore nichts anderes übrig, als ihm zu vertrauen.
Fernab der Zivilisation begibt sie sich in den Schutz dieses Mannes, dessen raue Schale sie nach und nach durchdringt. Aus Angst wird Neugierde. Aus Neugierde Interesse. Und aus Interesse Wertschätzung sowie eine tiefe Zuneigung, mit der sie beide nicht gerechnet haben. Besonders Ethan nicht, der seit seiner Kindheit niemandem wirklich nahe sein kann. Trotzdem gelingt es Eleonore, sein versteinertes Herz auf eine Weise zu berühren, dass er sie um jeden Preis vor der drohenden Gefahr retten will. Zur Not auch mit seinem Leben.
Mein Kommentar:
Ich bin schon lange ein großer Fan von Sarah Saxx und hatte daher auch hohe Erwartungen an ihr neues Buch, welche sie voll und ganz erfüllen konnte.
Sie hat wie immer einen sehr flüssigen und lebendigen Schreibstil und die Emotionen kommen gut beim Leser an.
Ich fand es sehr schön, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Ethan und Eleonore geschrieben ist. So lernte man beide sehr gut kennen und erfuhr viel über deren Gefühle und Gedanken. Ich fand es schön so richtig mit ihnen mitfiebern zu können.
Mit Eleonore und Ethan hat sie zwei ganz besondere Charaktere geschaffen, welche beide kein Vertrauen mehr zu ihren Mitmenschen haben und schlimme Dinge erlebt haben. Gemeinsam begeben sie sich in eine Zukunft und lernen wieder Vertrauen aufzubauen. Beide haben eine schwierige Vergangenheit und dennoch können sie sich gegenseitig helfen, um wieder positiv in die Zukunft zu blicken. Diese Entwicklung kann man bei beiden sehr gut nachvollziehen und man merkt, wie sie sich langsam wieder öffnen. Dadurch, dass sie dem anderen helfen wollen, lernen sie mit ihren eigenen Problemen umzugehen, was ich sehr schön fand. Man braucht einen Partner im Leben zu dem man Vertrauen hat und dann kann man alle Hindernisse überwinden.
Aber nicht nur die Hauptprotagonisten sind sehr schön und mit viel Tiefe beschrieben, sondern auch die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen. Allen voran Heathcliff, der immer zur Stelle ist, wenn einer der beiden ein Problem hat und Hilfe oder auch nur einen Rat braucht. Er ist so etwas wie ein väterlicher Freund, der immer zur richtigen Zeit zur Stelle ist. Das fand ich sehr schön beschrieben.
Dennoch gab es immer wieder Rückschläge und Eleonore und Ethan mussten immer wieder aufs Neue mit ihren eigenen Dämonen kämpfen. Allerdings merkte man auch, dass sie sich gegenseitig Halt gaben, um mit den Situationen besser umgehen zu können.
Mein Fazit:
Eine sehr schöne Liebesgeschichte, die sich aber nur langsam entwickeln kann, da beide Hauptprotagonisten sehr viele eigene Probleme haben, die sie erst überwinden müssen. Ob ihnen das gelingt und sie dann zu einem Happy End kommen, muss jeder selbst herausfinden. Aber ich kann nur sagen, dass es sich lohnt auf diese Entdeckungsreise zu gehen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von Ele:
Fünf Frauen - fünf Schicksale
Die Liebe im Ernstfall von Krien Daniela
Die Liebe im Ernstfall, Roman von Daniela Krien, 288 Seiten erschienen im Diogenes – Verlag.
Ein Episodenroman über fünf Frauen, die das Schicksal beugt, aber keinesfalls bricht.
Paula, Judith, Brida , Malika und Jorinde sind fünf Frauen, die locker miteinander verbunden sind. Ihre „Lebensabschnittsgeschichten“ werden hier in fünf Episoden geschildert, wobei jede der Geschichten hier, eine andere der Frauen als Protagonistin aufweist und ihre Liebe, ihre Verluste ihre Ängste und Nöte geschildert werden.
Jeder der fünf Episoden ist einer anderen Frau gewidmet. Die Autorin schreibt im wortgewaltigen emotionalen Stil in auktorialer Erzählweise, aber ohne zu werten. Viele lebhafte Dialoge bringen Leben in die Geschichten. Handynachrichten, Emails, Briefe sowie besondere Wörter und Ausdrücke sind kursiv geschrieben und somit deutlich gemacht. Das Schicksal der fünf lose bekannten Frauen, ausgenommen Malika und Jorinde die beiden Schwestern, wird in zwei Zeitebenen dargestellt, dazu bedarf es einiger Konzentration beim Lesen.
Die ersten drei Episoden habe ich sozusagen in einem Satz durch gelesen. In diesen Stil hatte ich noch keine Lektüre und fand es absolut faszinierend. Immer mehr Zusammenhänge waren im Fortlauf des Buches zwischen den interessanten Frauen zu entdecken. Ihre Verzweiflung , ihr Umgang mit Liebe und Lust zu beobachten, machten mich neugierig und fesselten mich ans Buch. Jede der Figuren kam in der nächsten Geschichte als mehr oder weniger wichtiger Charakter wieder vor. Toll gemacht. Leider konnte sich dieser „rote Faden“ nicht bis zum Ende fortsetzen. Als es um die Abschnitte der beiden Schwestern Malika und Jorinde geht. Zwar ist Malika die Frau, die über den Verlust ihres Geliebten schier zugrunde geht, der in einer anderen Episode der Liebhaber bzw. Mann einer anderen Protagonistin ist. Aber wie von mir erhofft schließt der letzte Teil um Jorinde leider nicht den Kreis. Dieser letzte Abschnitt hat mir auch am wenigsten gefallen. Denn er endet ohne einen, für mich nachvollziehbaren Schluss. Die Personen sind hervorragend charakterisiert, ihr Handeln nicht immer logisch doch konnte ich es durchaus akzeptieren, sympathisch waren die Protagonistinnen alle, ohne Ausnahme. Judith die bindungsunfähige perfektionistische Ärztin, die ihr Glück auf Dating-Platformen sucht. Paula, die ihr Kind - und dadurch auch ihr Lebensglück verloren hat. Brida , die Schriftstellerin voller Ideen, aber als Mutter überfordert. Malika, die erst langsam wieder ins Leben findet und Jorinde die alleinerziehende Schauspielerin. Alle hab ich sie gut leiden mögen.
Dieses Buch war für mich ein interessantes Experiment, welches mich ständig zum Nachdenken angeregt hat. In wunderschönen Worten geschrieben. Eine Beschreibung wie unterschiedliche Frauen versuchen ihr Glück, das für jede anders aussieht, zu finden. Auch mich selbst konnte ich zum Teil in diesen Geschichten wiederfinden. Leider fehlt in der Story die Leichtigkeit und die Unbeschwertheit. Ein eher deprimierendes Buch. Durch die Buchbeschreibung wird auch suggeriert, dass es sich hier um eine Erzählung handelt die mit dem Mauerfall zu tun hat, dies ist nicht der Fall. Die Geschichte könnte sich auch überall anders zugetragen haben. Eine Leseempfehlung und 4 von 5 möglichen Sternen.
Rezensionen von niknak:
Louisa ermittelt im Zoo
Mordsmäßig angefressen von Saskia Louis
Inhalt:
In Louisas Leben ist Ruhe eingekehrt und sie hat schon seit längerer Zeit keine Leiche mehr gefunden. Inzwischen hat sie auch eine feste Beziehung mit Kriminalkommissar Joshua Rispo.
Doch ausgerechnet dann behauptet ihre Schwester Emily gemeinsam mit Finn (Joshuas Bruder) die Entsorgung einer Leiche im Zoo gefilmt zu haben.
Die beiden lassen es sich nicht nehmen Louisa dabei zu ermutigen wieder selbst auf Täterjagd zu gehen.
Und als dann auch noch eine zerfressene Leiche am Rheinufer angeschwemmt wird, macht sich Lousia wieder einmal auf die Suche nach dem Mörder.
Dies wäre für Louisa kein Problem, wenn nicht Rispo dauernd versucht ihre Recherche zu sabotieren.
Wird sie dennoch den Täter finden können?
Mein Kommentar:
Dies ist der vierte Teil einer Reihe rund um die Blumenladeninhaberin Louisa Manu, die immer unfreiwillig in eine Mordermittlung hineingerät. Die Autorin Saskia Louis hat wie immer einen sehr flotten und spritzigen Schreibstil und die Seiten fliegen einfach nur so dahin.
Ich kenne die Reihe ja schon von Anfang an und kann sie jedem nur empfehlen. Es ist ein ganz besonderer Krimi, der für jeden etwas zu bieten hat. Obwohl alle Teile in sich abgeschlossen sind, ist es ratsam alles der Reihe nach zu lesen, um die Hintergrundgeschichte rund um Lou und Rispo besser zu verstehen. Obwohl die Autorin immer die notwenigen Infos gibt, damit man es auch so versteht.
Saskia Louis hat für diese Reihe ganz besondere Charaktere geschaffen, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Da gibt es zuallererst natürlich Lou, die sehr chaotisch lebt und von einem Missgeschick ins nächste stolpert.
Ihre Schwester Emily ist sehr naiv und man kann sie eigentlich auch nicht lange allein lassen, da man dann immer auf Überraschungen gefasst sein muss.
Im Gegensatz dazu ist Rispo sehr genau und korrekt und will sich keine Fehler erlauben. Inzwischen ist er mit Lou zusammen, doch das bringt keine Erleichterung für ihn, denn sie lässt es sich dennoch nicht ausreden sich in seine Ermittlungen einzumischen. Es wird sogar noch ärger, da er sich nun selbst eingestehen muss, dass er jedes Mal ziemlich große Angst um sie hat, wenn sie auf eigene Faust recherchiert. Was auch nicht immer ganz legal zugeht. Dennoch hat er ein großes Herz und einen weichen Kern. Auch seine Brüder sind ganz speziell und etwas Besonderes. Total amüsant wird es wenn Lou oder Rispo auf ihre Familien treffen. Da gibt es dann nochmal mehr als genug witzige Szenen.
Sehr amüsant ist auch Trudi, welche früher bei Lou gearbeitet hat und nun auf der Suche nach einem neuen Hobby und einem Mann ist. Da sind die Probleme schon vorprogrammiert.
Aber nicht nur die Personen hat die Autorin sehr schön gestaltet, sondern auch der Schauplatz des Mordes ist diesmal etwas ganz anderes. Wer findet schon eine angefressene Leiche und muss dann im Zoo ermitteln. Durch verschiedene Wendungen wird der Leser immer wieder in die Irre geführt und man ist sich nicht so sicher, wer nun wirklich der Täter ist. So bleibt aber auch die Spannung bis zum Schluss erhalten, was ich sehr gut fand.
Mein Fazit:
Ich liebe die Bücher von Saskia Louis und vor allem die Reihe rund um Louisa Manu hat es mir angetan. Es ist für jeden etwas dabei. Ein spannender Krimi, der sich ganz anders entwickelt als erwartet. Eine Liebesgeschichte zwischen Lou und Rispo mit vielen Höhen und Tiefen. Und eine Geschichte mit chaotischen Personen, bei denen die Lachmuskeln gehörig beansprucht werden. Wer also etwas Abwechslung mag, sollte diese Reihe auf jeden Fall lesen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Kat und Jamie – eine besondere Verbindung
Du und ich und das für immer von Grace Lowrie
Inhalt:
(Klappentext)
Jamie und Kat wachsen zusammen bei einer Pflegefamilie auf. Im tristen Alltag schenken sie sich gegenseitig Liebe und Nähe, vertrauen und beschützen sich. Doch dann trennen sich die Wege der beiden: Jamie wird adoptiert, und Kat bleibt allein zurück ...
30 Jahre später:
James ist ein erfolgreicher Versicherungsmakler in London und mit der attraktiven Schauspielerin Jasmine zusammen.
Obwohl er damals von liebevollen Eltern adoptiert wurde, fühlt er eine Leere in sich, die weder seine Karriere noch Jasmine füllen können.
Kat nennt sich jetzt Rina und ist gefangen in einer Ehe mit einem gewalttätigen und kriminellen Ehemann, dem sie aus eigener Kraft nicht entkommen kann. Sie hat sich schon fast aufgegeben. Das Einzige, das sie am Leben hält, ist der Gedanke an Jamie.
Eines Tages treffen sich James und Rina - ohne zu ahnen, dass sich Jamie und Kat gegenüberstehen.
Mein Kommentar:
Dieses Buch stammt von der Autorin Grace Lowrie, die ich bisher noch nicht kannte. Sie hat einen flüssigen und lebhaften Schreibstil und die Seiten fliegen einfach nur so dahin.
Die Geschichte ist in der Ich Perspektive erzählt und wechselt ständig zwischen Kat und Jamie. So lernt man beide Protagonisten sehr gut kennen und erfährt sehr viel über beide. Sie waren mir sofort sympathisch und ich habe beide gleich ins Herz geschlossen. Beide hatten früher eine ganz besondere Beziehung, an die sie immer wieder zurückdenken und die ihnen Kraft gibt, wenn das Leben ihnen wieder einiges abverlangt. Besonders bei Kat/Rina merkt man dies sehr gut. Sie denkt sehr oft an Jamie zurück, vor allem wenn sie ihr Mann Vic wieder einmal schlägt und es ihr schlecht geht. Dann ist ihr Jamie eine richtige Stütze auch wenn er eigentlich gar nicht da ist.
Diese Verbindung kann man als Leser sehr gut nachvollziehen und versteht sie auch.
Man merkt, dass beide sich gegenseitig brauchen. Das kommt meiner Meinung nach wieder sehr gut zu Tage als sie sich wieder gegenüberstehen und die Gefühle von damals sofort wieder da sind. Wenn auch ein wenig anders und stärker. Obwohl Kat verheiratet ist, will sie Jamie nicht aufgeben und versucht alles, um ihr zu helfen. Immerhin hat sie ihn früher immer geholfen und so kann er ihr jetzt auch wieder etwas zurückgeben. Ich fand es sehr schön zu lesen, dass die beiden ihr besonderes Verhältnis auch durch die lange Zeit nicht verloren haben. Sie merkten beide, dass ihnen ein Teil fehlt und sie erst wieder komplett waren, nachdem sie sich neu gefunden hatten.
Beide Hauptprotagonsisten sind so schön beschrieben und mir sofort ans Herz gewachsen. Aber auch die Nebencharaktere waren sehr schön gestaltet. So hat Jamie zum Beispiel mit Liam einen Freund, der immer für ihn da ist und unterstützt. Egal was er gerade braucht. Solche Freunde wünscht sich sicherlich jeder Mensch. Diese Personen sind richtig authentisch gestaltet und das macht die Geschichte auch so glaubwürdig und geht sicher auch dadurch noch mehr unter die Haut.
Die Autorin hat immer wieder unerwartete Wendungen ins Buch eingebaut, sodass man sich als Leser nie sicher sein konnte in welche Richtung sich die Geschichte denn nun entwickelt. Dadurch gab es einen sehr guten Spannungsbogen, der bis zum Schluss erhalten blieb.
Ich war so von der Geschichte und diesen beiden starken Persönlichkeiten gefangen, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte.
Mein Fazit:
Ein wirklich ergreifendes und gefühlvolles Buch, das ich jedem nur empfehlen kann. Es wird sicher keinen kalt lassen und man fiebert von Beginn an mit den Hauptprotagonisten mit, welche nie den Mut verloren, auch wenn das Leben noch so schwer für sie war.
Ganz liebe Grüße.
Niknak
Rezensionen von niknak:
Die wahre Liebe findet ihren Weg
Die Blütenmädchen von Valentina Cebeni
Inhalt:
(Klappentext)
Mit gebrochenem Herzen kehrt Dafne in ihr Heimatdorf in der Toskana zurück und sucht Trost auf dem Landgut ihrer Großeltern, das von weitläufigen Blumenwiesen umgeben ist. Sie fasst den Plan, die alte Werkstatt ihres Großvaters wieder zu eröffnen, um Trödel und Antiquitäten für eine neue Verwendung herzurichten.
Schon bald ist ihre Kreativität im Dorf gefragt. Zum Glück bekommt sie Unterstützung von dem jungen Handwerker Milan. Als Dafne eine alte Uhr in die Hände bekommt, die derjenigen Milans zum Verwechseln ähnlich sieht, ahnt sie, dass er nicht zufällig in ihr Dorf gekommen ist …
Mein Kommentar:
Dieses Hörbuch stammt von der Autorin Valentina Cebeni und wurde von Sabine Kabst gelesen.
Bisher kannte ich die Sprecherin noch nicht, aber sie hat eine feine und angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Man kann sich einfach fallen lassen und die Geschichte genießen. Leider schafft sie es meiner Meinung nach nicht immer die Emotionen richtig rüber zu bringen und so kommen die Emotionen etwas zu kurz. Dennoch konnte man sich beim Zuhören sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Durch die Beschreibungen hatte man ein klares Bild vor Augen und konnte sich alles sehr gut vorstellen. Die Gegenstände, die Daphne in ihrer Arbeit benutzt und denen sie durch ihre Arbeit ein neues Aussehen gibt, waren sehr schön und detailliert beschrieben und man konnte förmlich das neue Leben in ihnen spüren. Man freute sich über die Dinge, die Daphne aus ihnen herauslas und was ihre früheren Besitzer damit in Verbindung brachten. Es war sehr schön zu erfahren, was sie aus all den alten Dingen machte.
Daphne selbst wurde als starke Frau dargestellt, die ihren Weg geht trotz aller Schwierigkeiten, die sich ihr in den Weg legen. Dennoch braucht auch sie oftmals Hilfe und Unterstützung von Freunden und vor allem ihrer Großmutter Clelia. Clelia wirkt zuerst etwas verschlossen, aber als man dann mit der Zeit ihr Geheimnis erfährt, wird sie einem immer sympathischer und ich habe sie richtig ins Herz geschlossen. Es ist sehr berührend zu erfahren, was den Frauen in ihrer Familie für Schicksale beschert wurden. Dennoch gaben sie nie auf und versuchten das Beste daraus zu machen. Das fand ich sehr beeindruckend.
Daphne selbst hat auch ein schweres Schicksal und als sie dann Milan kennenlernt und sich in ihn verliebt, hat man als Leser das Gefühl, dass endlich auch sie das Glück gefunden hat. Aber die beiden haben so viele Probleme miteinander, dass ich sie manchmal gerne geschüttelt hätte, um sie zur Vernunft zu bringen. Milan wirkt sehr verschlossen und ich brauchte relativ lange, bis ich mit ihm warm wurde. Das liegt sicher auch daran, dass die Geschichte eher aus Daphnes Sicht erzählt wird und man so nicht viel von ihm persönlich erfährt. Aber je mehr ich von ihm erfuhr, umso mehr mochte ich ihn dann auch und zum Schluss habe ich auch ihn richtig ins Herz geschlossen.
Es ist eine Geschichte mit sehr vielen Höhen und Tiefen, die den Hörer auf eine richtige Achterbahnfahrt der Gefühle schickt. Bis zum Schluss wusste ich nicht genau, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Da gab es die Erzählungen aus der Gegenwart und andererseits aber auch die Geschichten, welche von Daphnes Vorfahren berichten und wie es ihnen mit der Liebe erging. Diese wurde sehr gut in Einklang gebracht, da Daphne immer wieder Visionen hatte und so vergangene Dinge sehen konnte. Das fand ich sehr schön beschrieben.
Mein Fazit:
Eine wirklich gelungene Geschichte, die eine Liebesgeschichte aus der Vergangenheit perfekt mit der Gegenwart kombiniert. Dabei wird der Hörer auf eine emotionale Reise mitgenommen, bei der man nie genau weiß, wie sie enden wird.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von Maralis:
Fabelhafte Fabel
Liebende von Jeong Ho-seung
Inhalt: „Lieben musst du jetzt, in diesem Augenblick. Verschieb es nicht auf morgen."
Diese poetische Liebesgeschichte entführt einen mitten in die Kostbarkeit des Lebens und hat Millionen Menschen berührt.
Gibt es so etwas wie Bestimmung im Leben? Blauperlenauge, der Karpfen eines Tempelglöckchens, kann zumindest sein Glück kaum fassen, als er Schwarzperlenauge begegnet: Es ist Liebe auf den ersten Blick.
Zusammen werden sie hoch oben am First des buddhistischen Tempels angebracht und spielen mit ihren Glöckchen im Wind, um traurigen Menschen Trost zu spenden und Freude in einsame Herzen zu tragen.
Mit den Jahren wird Blauperlenauge jedoch unzufrieden. Ihm ist sein Leben zu eng geworden. Er möchte frei sein, die Welt entdecken und erfahren, was Liebe wirklich bedeutet. Wie durch ein Wunder wird ihm dies tatsächlich ermöglicht. Er erlebt viele gefährliche Abenteuer, bis ihm das wahre Wesen der Liebe bewusst wird. Blauperlenauge erkennt, dass er nicht anders sein muss, als er ist, und dass sich in der Akzeptanz erst die Schönheit des Lebens offenbaren kann.
Jeong Ho-seung ist Südkoreas bekanntester Dichter. Mit dieser spirituellen Fabel gelingt es ihm, unaufdringlich an das Wesentliche im Leben zu erinnern und mit seiner einfühlsamen Poesie und Weisheit direkt die Herzen der Menschen zu erreichen.
Die acht Illustrationen von Gisela Goppel wurden extra für die deutsche Ausgabe von „Liebende“ angefertigt. Quelle: Klappentext
Diese Inhaltsangabe wollte ich einfach nicht auslassen. Denn schon sie beschreibt so schön um welch wunderbares Buch es sich handelt. Ich persönlich konnte es überhaupt nicht mehr zur Seite legen. Es ist in einer so poetischen Sprache geschrieben.
Es fehlen mir eigentlich die Worte um das Buch zu beschreiben und zu rezensieren. Wer gute Texte und schöne Illustrationen liebt, der erhält ein Buch der Superlative.
Rezensionen von Cyrana:
Lebt Jurek Walter noch?
Lazarus von Kepler Lars
Dieses Buch ist nun schon das 7. der Reihe um Joona Linna. Joona steht kurz vor dem Ende seiner Rehabilitierung und darf dann wieder bei der Kriminalpolizei arbeiten. Mit Valeria läuft es auch ganz gut. Eigentlich eine gute Ausgangsposition. Doch dann holt ihn die Vergangenheit ein. In einer Wohnung in Norwegen ist ein bestialischer Mord geschehen und in der Tiefkühltruhe findet man Leichenteile, auch den Schädel von Joonas verstorbener Frau.
Es geschehen weitere Morde über Europa verteilt, die an die Vorgehensweise von Jurek Walter denken lassen, doch der ist tot; Saga hat ihn erschossen und man hat seinen Fingerabdruck identifizieren können. Joona traut der Sache nicht und bringt sich und seine Tochter Lumi in Sicherheit, doch Valeria weigert sich, mit ihm zu kommen und auch Saga glaubt nicht, dass es sich um Jurek handelt. Wie auch die anderen Bücher der Reihe ist dem Autorenpaar wieder einmal ein sehr spannender Thriller mit viel Action und Brutalität gelungen, der für mich ein wahrer Pageturner war. Joona erinnert zwar manches Mal an einen "Superhelden" und manch eine Aktion ist nicht ganz realistisch, aber es geht hier um eine spannende Geschichte, die in sich schlüssig ist und das ist gelungen. Das Ende bietet mal wieder einen "Öffner" für die Fortsetzung, auf die ich schon warte.
Rezensionen von Pink Anemone:
Erschütternd, spannend und informativ ohne reißerisch zu wirken.
Historische Serienmörder von Stephan Harbert
Ihre Mord- und Gräueltaten versetzten ganze Landstriche in Angst und Schrecken. Sie mordeten dutzend-, ja hundertfach. Einer von ihnen brachte es auf fast 1.000 Morde! Satan selbst war ihr Bundesgenosse - das glaubten jedenfalls unsere Vorfahren. Ihrem grausamen Wüten folgten ebenso unmenschliche Hinrichtungen.
Sie wurden gerädert, gespießt, gevierteilt. Die Rede ist von Serienmördern....(Klappentext)
☠☠☠☠☠
"Die unsäglichen Greueltaten von Serienmördern schockieren, stoßen ab, machen Angst.
Bei jedem Mord stirbt nicht nur das Opfer,
auch Eltern, Geschwister, Freunde und Bekannte werden mitgerissen in den dunklen Schlund der Verzweiflung,
sterben Stück für Stück einen qualvollen mentalen Tod.
Für viele gibt es keine Wiederkehr, die seelischen Wunden vernarben nur."
(Stephan Harbort - Vorwort)
Wer sich für Forensik und Kriminalistik interessiert, kennt auch die Geschichten von Serienmördern wie Jack the Ripper, die Blutgräfin Elisabeth Báthory oder H.H. Holmes. Doch es gibt noch zahlreich weitere historische Serienmörder, deren Taten manchmal weitaus grausamer waren und die uns dennoch unbekannt sind.
In diesem Buch, welches zu einer Serie aus dem Kirchschlager-Verlag gehört, findet man einige dieser uns unbekannten Serienmörder.
Da ich mich allgemein für Pathopsychologie und Forensik interessiere und daher bereits entsprechend viele Sachbücher zu dieser Thematik gelesen habe, waren mir nicht alle Serienmörder unbekannt, wie z.B. die schon zu Beginn erwähnte Blutgräfin oder die beiden Leichenhändler in Schottland. Doch auch für mich gab es hier viel Neues zu entdecken.
So erfährt man z.B., dass der berüchtigte schottische Kannibalen-Clan, der vor allem für die Horrorfilm-Reihe "The Hills have Eyes" als Inspiration diente, nie existierte, oder der Franzose Gilles de Rais machte sich nicht nur als Kampfgefährte der berühmten Jeanne d'Arc einen Namen, sondern war ein pädophiler Kindermörder, der unaussprechliches mit den kleinen Opfern veranstaltete - es waren mindestens 140 Opfer. Ein österreichischer Wirt nahe Wien, beherbergte nicht nur seine Gäste, sondern tötete sie auch, entbeinte sie und setzte sie seinen nächsten Gästen als Mahlzeit vor - es sollen um die 185 Opfer gewesen sein.
"Wenn sie tot waren, nahm er sie heraus und zerhaute sie in viele Stücke.
Das Beste habe er gekocht, zurichten lassen und den anderen Gästen mit dem Hinweis,
es sei Fleisch von jungen Schweinen, zu essen gegeben."
(S. 72)
Sodomie, Inzest, Nekrophilie, Kannibalismus, Vergewaltigung und grässliche Mordmethoden und dies alles auf das Genaueste dokumentiert. Da kann einem beim Lesen schon mal etwas anders werden. Doch nicht nur die Täter zeigen in ihren Methoden Einfallsreichtum. Auch die Vollstreckung der Strafen war damals alles andere als human, von der Folterung, um an ein Geständnis zu kommen, mal ganz zu schweigen.
Diese Reise durch die Geschichte historischer Serienmörder beginnt im finsteren Mittelalter 1436 und endet im viktorianischen Zeitalter 1869. Anhand der chronologischen Aufführung reist man nicht nur durch die Geschichte der Serienmörder, sondern kann auch die Entwicklung der Kriminalistik und die rechtshistorische Entwicklung sehr gut nachverfolgen. Dabei wird einem auf erschreckende Weise klar, dass es Serienmörder nicht erst seit Jack the Ripper gibt, welcher oft als der erste Serienkiller bezeichnet wird -. es hat sie schon immer gegeben. Jack the Ripper war, im Gegensatz zu den hier vorgestellten Tätern, ein wahres Lämmchen.
"Nach der mittelalterlichen Rechtssprechung stand auf Mord die Hinrichtung mit dem Rad.
Man unterschied die Räderung von oben, die dem Verbrecher bald den Gnadenstoß gab,
und die von unten, die ihn noch lange qualvoll leiden ließ.
(S. 53)
Der Schreibstil ist klar und flüssig, während der Erzählstil einem regelrecht an das Buch fesselt. Es wird hier auch oft aus Chroniken und Ermittlungsakten zitiert, welche uns in die entsprechende Zeit eintauchen lassen.
Für schwache Nerven und sensible Mägen ist dieses Sachbuch jedoch nur bedingt geeignet. Man erhält einen sehr detailierten Einblick in Taten, Folter- und Vollstreckungsmethoden und der äußerst plastische Erzählstil trägt zusätzlich zu grausamen Kopfkino bei. Das Wissen, dass dies wahre Verbrechen und tatsächlich durchgeführte Strafen waren, lässt einem die Haare zu Berge stehen. Die vorhandenen Abbildungen, welche so manchen Fall begleiten, tun ihr übriges.
Trotzdem wirkt es nie reißerisch und man kann sich der durchaus spannenden Thematik nicht entziehen.
Stephan Harbort, Kriminalhauptkommissar, Autor und vielen aus diversen Dokumentationsserien bekannt, lässt uns im Vorwort hinter die Fassade und somit in die Seele von Serienmördern blicken.
Dr. Mark Benecke, Kriminalbiologe und Interessierten dieser Thematik sicherlich ebenfalls ein Begriff (falls nicht, lest unbedingt seine Bücher und besucht seine Vorträge!), stellt am Ende einen den schlimmsten Serienmörder des 20./21. Jahrhunderts vor und spannt so den Bogen in die Gegenwart.
Im Anhang findet man dann noch die Anmerkungen für die Fußnoten, welche nicht uninteressant sind. Ein ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis ist ebenfalls vorhanden. Ich schätze von diesen aufgeführten Büchern werden wohl einige bei mir einziehen.
Fazit:
Wer sich für die Thematik Serienmörder, Kriminalistik und rechtshistorische Entwicklungen interessiert, ist mit diesem Sachbuch wirklich gut beraten. Es ist zwar durchaus harter Stoff, jedoch unheimlich interessant, informativ und auch fesselnd.
© Pink Anemone (inkl. Bilder, Leseprobe und Autoren-Info)
Rezensionen von thora01:
Die Highlands und die Schriftsteller
Historische Serienmörder von Stephan Harbert
Inhalt/Klappentext:
Die Autorin Ella Sommerfeld leidet nach dem überraschenden Erfolg ihres letzten Romans an einer handfesten Schreibblockade. Und ausgerechnet jetzt soll sie ein gemeinsames Buch mit einem anderen Schriftsteller schreiben. Hals über Kopf nimmt Ella daher das Angebot an, auf einer schottischen Burg ein Schreibseminar zu leiten.
Im rauen Klima der Highlands gelingt es ihr schnell, auf andere Gedanken zu kommen. Das liegt nicht zuletzt an ihrem äußerst charmanten Schreibschüler Patrick Röder, der nicht nur verdammt gut schreiben kann. Gelingt es ihm, Ella aus ihrer Krise zu helfen? Und welche Motive verfolgt er dabei?
Ein bezaubernder Liebesroman aus den schottischen Highlands über unverhoffte Begegnungen, einen Neubeginn und die große Liebe.
(Quelle: Julia K. Rodeit)
Meine Meinung:
Sehr schöner und spannender Liebesroman. Der Schreibstil konnte mich sofort von dem Werk überzeugen. Ganz besonders gefällt mir das Hintergrundthema. Ich fand es sehr spannend wie die Autorin diese von Autoren gefürchtete Thematik in ihre Story einfließen ließ. Die Protagonisten sind sehr sympathisch. Sie zeigen sich von ihrer ganz besonderen Seite. Ganz besonders angesprochen hat mich Ella. Sie wirkt zu Beginn mit sich ziemlich im Unreinen. Ich fand es toll wie Ella ihre ganz persönliche Krise gemeistert hat. Patrick konnte ich mehr oder weniger nicht einschätzen. Ich fand es irgendwie spannend wie er versucht hat Ella undercover näher kennenzulernen. Die Autorin hat gekonnt das Gefühlsleben von den Beiden eingefangen. Ich fand es toll wie die Protas ihre Emotionen gelebt haben. Die Story hat einen sehr interessanten Spannungsbogen. Der Abschluss hat mir sehr gut gefallen und all meine Erwartungen erfüllt.
Mein Fazit:
Toller Liebesroman. Er ist emotional und hat ein spannendes Nebenthema. Das Buch war sehr angenehm zu lesen und hat mir meine Zeit toll vertrieben.
Rezensionen von yellowdog:
Erhellende Erklärungsansätze
Umkämpfte Zone von Ines Geipel
Ines Geipels Buch Umkämpfte Zone, mit den sprechenden Untertitel Mein Bruder, der Osten und der Hass ist alles andere als ein emotionsloses Sachbuch. Ausgehend vom Tod ihres jüngeren Bruders Robbie setzt sie ihre Familiengeschichte in den Kontext der Geschichte Deutschlands, insbesondere des Ostens und dem Aufschwung der AfD.
Dadurch wird es ein sehr privates Buch. Und die Autorin spricht klare Worte.
Eine Reizfigur ist der Vater, der über viele Jahre lang für den Osten spionierte und ein extremer Mensch war. Zwischen Ines und Robbie gab es unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Vergangenheit zu verarbeiten sei. Während Ines aufbegehrte, bevorzugte ihr Bruder die Form der positiven Verdrängung. Beides sind schwere Wege, die Beschädigungen nach sich ziehen. Ines ist schließlich 1989 in den Westen geflohen. Die Vergangenheitsbewältigung bleibt ein Thema.
Ines Geipel analysiert auf deutliche Art die Fremdenfeindlichkeit des Ostens.
Ines Geipels Erklärungsansätze über den Zustand des Landes empfinde ich als erhellend und nachvollziehbar.










