Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Erhellende Erklärungsansätze
Umkämpfte Zone von Ines Geipel
Ines Geipels Buch Umkämpfte Zone, mit den sprechenden Untertitel Mein Bruder, der Osten und der Hass ist alles andere als ein emotionsloses Sachbuch. Ausgehend vom Tod ihres jüngeren Bruders Robbie setzt sie ihre Familiengeschichte in den Kontext der Geschichte Deutschlands, insbesondere des Ostens und dem Aufschwung der AfD.
Dadurch wird es ein sehr privates Buch. Und die Autorin spricht klare Worte.
Eine Reizfigur ist der Vater, der über viele Jahre lang für den Osten spionierte und ein extremer Mensch war. Zwischen Ines und Robbie gab es unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Vergangenheit zu verarbeiten sei. Während Ines aufbegehrte, bevorzugte ihr Bruder die Form der positiven Verdrängung. Beides sind schwere Wege, die Beschädigungen nach sich ziehen. Ines ist schließlich 1989 in den Westen geflohen. Die Vergangenheitsbewältigung bleibt ein Thema.
Ines Geipel analysiert auf deutliche Art die Fremdenfeindlichkeit des Ostens.
Ines Geipels Erklärungsansätze über den Zustand des Landes empfinde ich als erhellend und nachvollziehbar.
Rezensionen von thora01:
Elayne am Hof von König Artus - sehr spannender 2. Band
Elayne (Band 2): Rabenherz von Jessica Bernett
Inhalt/Klappentext:
Welche Möglichkeit bleibt dir, wenn eine Prophezeiung dein ganzes Leben überschattet? Du suchst einen Weg, Licht zu finden. Elayne von Corbenic führt dieser Weg nach Camelot, zur legendären Festung von König Artus. Hier muss sie erkennen, dass ihr Herz noch immer an jenen Mann gebunden ist, der es einst zerbrach.
Und dass nicht nur ihr eigenes Leben im Schatten einer finsteren Weissagung steht …
(Quelle: Sternensand Verlag)
Meine Meinung:
Sehr schöne und spannende Fortsetzung. Der Schreibstil hat mich sofort angesprochen und die Story wurde gekonnt an den ersten Teil angeschlossen. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und haben alle ihre ganz besonderen Eigenheiten. Ganz besonders hat mir Elayne gefallen. Sie ist eine sehr starke junge Frau, die gekonnt ihren Weg geht und ihre Ziele zu erreichen versucht. Sie wird von ihrem Umfeld unterschätzt und verwandelt diesen Umstand zu ihrem Vorteil. Sehr gut gefällt mir wie sie mit ihren Mitmenschen umgeht und alle sehr respektvoll behandelt. Ich fand es toll wie sie mit ihrem kleinen Sohn den Weg nach Camelot gesucht und gefunden hat. Die Geschichte konnte mich sofort überzeugen. Ganz besonders angetan war ich wie die Autorin den Spannungsbogen gespannt hat. Ich habe mit Elayne mitgelitten und mitgefiebert. Sehr gut hat mir gefallen wie Jessica Bernett das Rollenbild der Frau zur Zeit von König Artus in Szene gesetzt hat. Im letzten Drittel macht die Autorin gekonnt auf die Verwicklungen und Intrigen der verschieden Machthaber aufmerksam. Der Abschluss war sehr spannend und hat mich doch in mancher Hinsicht überrascht. Ich habe mich sehr über diesen Schluss gefreut. Ganz besonders ausgeklügelt war die Lösung um die Weissagung auszuhebeln.
Mein Fazit:
Genialer zweite Band. Er hat mich sofort in die Zeit von König Artus und der Tafelrunde hineingezogen. Ich war sehr überrascht wie gekonnt die Autorin die Artussage umgesetzt hat. Ich bin begeistert von dieser Geschichte.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Biografie einer fast Vergessenen
Elayne (Band 2): Rabenherz von Jessica Bernett
Die Autorin Ulrike Grunewald ist – nach eigenen Angaben -seit vielen Jahren von Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg fasziniert. Mit dieser Biografie begibt sie sich auf Spurensuche jener Frau, die, obwohl Schwiegermutter von Königin Victoria, einfach totge-schwiegen worden ist.
Grunewald versucht mit den Mythen und Legenden, die um das kurze Leben Luises ranken, aufzuräumen.
„Insgeheim hatte ich Luise ein Versprechen gegeben: Ich wollte sie überall dort hinbringen, wohin sie gehörte und von wo sie durch ihre Verbannung und durch ihren frühen Tod ausgeschlossen worden war.“
Das Leben von Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg (1800 – 1831) beginnt schon recht dramatisch, weil die Kleine wenige Tage nach ihrer Geburt die Mutter verliert. Ein Ereignis, das sie mit vielen Kindern dieser Zeit teilt. Der Vater heiratet zwar bald wieder, doch weder er noch die Stiefmutter Karoline, setzen der jungen Prinzessin Grenzen. Sie wächst unbeschwert in einer Fantasiewelt der Ritterlichkeit auf.
Als sie mit 16 Jahren mit dem doppelt so alten Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld verheiratet wird, ahnt noch niemand, welche Tragödie sich hier abspielen wird. Hochzeiten zwischen ganz jungen Bräuten und doppelt so alten Männern sind reine Geschäfte zwischen den Familien. Die jungen Frauen werden weder darauf vorbereitet noch haben sie irgendein Mitspracherecht. Das Ganze ähnelt eher einem Viehmarkt, bei dem eine Färse an den Meistbietenden verkauft wird.
Das Erwachen aus ihrer Fantasiewelt wird für Luise zum Albtraum. Sie gerät zwischen allerlei Hofintrigen, deren Verursacher nicht ganz eindeutig auszumachen sind. Ernst wendet sich nach der Geburt der gemeinsamen Söhne von Luise ab, nicht ohne zuvor ihr Vermögen für sich zu verprassen. Die als Mitgift in die Ehe eingebrachten Ländereien werden Teil seines eigenen Herzogtums. Er selbst führt sein Leben wie bisher weiter. Für Ernst ändert sich nichts, für Luise alles.
Als Luise mit untauglichen Mitteln, wie Verschwendungssucht aufbegehrt, versuchen Ernst und seine Mutter Auguste Luise loszuwerden. Sogar die Unterbringung in einem Irrenhaus steht zur Diskussion. Das trauen (?) sie sich dann doch nicht. Luise wird dennoch des Hochverrats und des mehrfachen Ehebruchs sowie Drahtzieherin diverser Intrigen zu sein, beschuldigt. Sie wird gegen ihren Willen geschieden, darf ihre Söhne nie mehr wieder sehen und wird in das weit von Coburg entfernte St. Wendel verbannt. Luise könnte schon von Glück sprechen, nicht geköpft zu werden. Immerhin steht auf Hochverrat nach wie vor die Todesstrafe.
Selbst nach ihrem frühen Tod, mit nur 31 Jahren, findet Luise kein würdiges Grab. Erst nach dem Tod des Vaters holen die Söhne Ernst und Albert den Sarg ihrer Mutter heim.
Meine Meinung:
Mit dieser Biografie zollt die Autorin dieser unglücklichen Frau Respekt. Gut gelungen ist auch der Einblick in das Leben dieser Zeit. Wir befinden uns in der Epoche des Biedermeiers, das nach den Napoleonischen Kriegen alles, was nach Erneuerung, nach Freigeist oder Aufmüpfigkeit riecht, erbarmungslos niederhält. Nebenbei führt uns die Autorin die Recht- und Machtlosigkeit der Frauen vor Augen. Wenn man heute über Zwangsehen zwischen ganz jungen Mädchen und alten Männer in anderen Kulturen schimpft, so möge man doch ein bisschen in der Geschichte zurückblicken. Soooo lange ist das in Europa auch nicht her.
Hochzeiten in vermögenden und/oder adeligen Kreisen sind auch im Jahre 2019 nicht ausschließlich Liebesheiraten oder? Da spielen doch handfeste Interessen eine Rolle.
Der Schreibstil ist fesselnd. Ungewöhnlich, dass die Biografie quasi „von hinten“ aufgerollt wird und der Leser eingangs Zeuge der Exhumierung Luisens wird. Einige Fragen werden leider nicht schlüssig beantwortet, was wahrscheinlich der dünnen Quellenlage geschuldet ist. Wo es möglich ist, wird aus Briefen von und an Luise zitiert.
Die Auswahl der Fotos lockert die Biografie auf. Allerdings fehlen die Stammtafeln von Luise und Ernst, die die weit verzweigten Verwandtschaftsverhältnisse anschaulich dargestellt hätten. Dieses Versäumnis kostet den 5. Stern.
Fazit:
Nicht Luise hat Schande über die Familie gebracht, sondern die Sippe hat schändlich an Luise gehandelt. Gerne gebe ich 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Sauerbruch und der Donnerstagsclub
Die Spionin der Charité von Christian Hardinghaus
Berlin im Zweiten Weltkrieg: Während die Truppen der NS-Diktatur die Welt in Trümmer legen, konstituiert sich in Berlins bekanntestem Krankenhaus, der Charité, ein kleine, eingeschworene Widerstandsgruppe. Nachdem man sich, mit Unterstützung von Prof. Sauerbruch, immer donnerstags trifft, der „Donnerstagsclub“.
Der Club setzt aus acht Mitarbeitern Sauerbruchs zusammen, unter anderem seine junge Privatsekretärin Lily Hartmann. Der kommt dann auch eine große Rolle zu: Sie soll Fritz Kolbe, einen unscheinbaren Beamten in Joachim Ribbentrops Außenministerium, zur Mitarbeit bewegen.
„Über die Sinnlosigkeit des Krieges kommt ihr ins Gespräch. Außerdem hat Kolbe zwei Schwächen: Eine für das Schachspiel und ei-ne für junge, blonde Frauen. Hier kommst nur du infra-ge, Lily Hartmann.“
Lily gelingt es Kolbe zur Mitarbeit zu überreden und nicht nur das, sie werden ein Liebes- und Ehepaar.
Da sich Sauerbruch nicht alle Mitarbeiter aussuchen kann, gibt es auch einige die Anhänger des Regimes sind. So treibt der Psychiater de Crinis trotz gegenteiliger Anweisung Sauerbruchs sein Unwesen und lässt einen jugendlichen Patienten in eine der Euthanasie-Anstalten überstellen.
Je länger der Krieg dauert, desto gefährdeter ist der Donnerstags-club. Sauerbruch wird seitens Gestapo und Ernst Kaltenbrunner persönlich unter Druck gesetzt.
Mehrmals steht der Donnerstagsclub knapp vor der Aufdeckung. Die einzelnen Mitglieder geloben Verschwiegenheit bis zum Tod.
Sauerbruch kann die teilweise zerstörte Charité bis Kriegsende halten und arbeitet mit den Russen zusammen.
Jedes Jahr wird den Widerstandsgruppen und da vor allem jener rund um Claus Schenk von Stauffenberg gedacht, die nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944, ihren Mut mit dem Leben bezahlten. Nicht gedacht wird der Gruppen, die sich heimlich und unerkannt, dem Widerstand verschrieben haben, wie der Donnerstagsclub.
Als es 1974 wieder einmal Gedenkreden zum 20. Juli gibt, be-schließt Lily, auch aus persönlichen Gründen, ihr Schweigen zu brechen und gibt einen amerikanischen Journalisten ein Interview, nichts ahnend, dass dieser ein falsches Spiel mit ihr treibt.
Wird es Lily gelingen, rechtzeitig die Machenschaften des Repor-ters aufzudecken?
Meine Meinung:
Historiker und Buchautor Christian Hardinghaus hat wieder einen packenden Roman geschrieben, der geschickt Wahrheit und Fiktion miteinander verknüpft. Wir begegnen einigen Personen wie Prof. Ferdinand Sauerbruch, Fritz Kolbe oder Ernst Kaltenbrunner unter ihren Klarnamen, andere wie Lily Hartmann, Wettstein oder Neumann
sind erfundene Namen. Ihr Pseudonym wird im Anhang gelüftet.
Schon der Einstieg in die Geschichte ist spannend. Wir erleben Lily im Jahr 1974, als wieder einmal dem 20. Juli 1944 gedacht wird, ohne die Widerstandsgruppe wie den Donnerstagsclub zu nennen. Da die acht Mitglieder absolute Geheimhaltung geschworen und sie bislang eingehalten haben, ist das natürlich klar. Aus Kränkung, dass ihrem Mann Fritz Kolbe sowohl von den USA (für die er spioniert hat) als auch von Deutschland nach dem Krieg übel mitgespielt worden ist, beschließt sie die Ereignisse um den Donnerstagsclub öffentlich zu machen. Wir sind hautnah dabei, wie Lily dem amerikanischen Journalisten Eddie Bauer die Geschichte ihres Lebens erzählt. Dass sie dabei in Lebensgefahr gerät, ist anfangs nicht vorauszusehen.
Hardinghaus‘ bildhafter Schreibstil bringt uns die NS-Zeit näher als uns oft lieb ist. Die persönlichen Schicksale der Akteure lassen kaum einen Leser unberührt. Wir erhalten einen recht realistischen Einblick in den Krankenhausalltag, in den Kriegsalltag und das Verhalten der NS-Schergen, ohne voyeuristisch zu sein.
Viele Menschen verdanken Sauerbruch und seinem Team ihr Leben. Unter Einsatz des eigenen, haben sie operiert, Nahrungsmittel beschafft, Menschen versteckt und sich so quasi „nebenbei“ im Donnerstagsclub engagiert.
Anhand dieses Romans wird gezeigt, dass es mehr als nur den Widerstand der Stauffenberg-Gruppe gegeben hat (was aber deren Mut nicht schmälern soll). Aufgrund der Verschwiegenheitsverpflichtung ist es den anderen Gruppen nicht gelungen, Kontakt zueinander aufzunehmen. Möglicherweise wäre mit einem Zusammenschluss der vielen kleinen Gruppen, ein früheres Ende der NS-Diktatur möglich gewesen. Doch wie das Beispiel Fritz Kolbe zeigt, waren weder die Amerikaner noch die Briten bereit, den Widerständlern aus Deutschland zu glauben.
An manche Themen kann sich ein Autor nur in Romanform nähern. Das Interesse des einen oder anderen Leser wird durch diese Art der Erzählung, Wahrheit und Fiktion zu verquicken, bestimmt geweckt. Dann lässt sich ein Sachbuch zu diesem Thema leichter in die Hand nehmen. Wer noch mehr über den begnadeten Chirurgen und „sein“ Krankenhaus lesen möchte, sei Hardinghaus‘ Biografie „Ferdinand Sauerbruch und die Charité" ans Herz gelegt.
Christian Hardinghaus ist es wieder gelungen, ein Stück Zeitge-schichte fesselnd und doch einfühlsam darzustellen, ohne, dass beim Leser das Gefühl aufkommt „nicht schon wieder ein Buch über Nazi-Deutschland“ lesen zu müssen.
Fazit:
Diesem hervorragenden, historischen Roman gebe ich gerne 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
Rezensionen von Maralis:
Spannung pur
Abgeschlagen von Prof. Dr. Michael Tsokos
Inhalt: Der Thriller Abgeschlagen ist die Vorgeschichte des Romans Abgeschnitten, den Michael Tsokos mit Sebastian Fitzek schrieb.
Es geht um den Gerichtsmediziner Paul Herzfeld. Dieser wundert sich sehr, dass Prof. Schneider völlig ausrastet als eine alte Frau obuziert wird, die angeblich Selbstmord begangen hat.
Es treten viele Ungereimtheiten zu einem anderen Fall auf. Diesem geht Dr. Herzfeld auf den Grund und bringt sich und Andere in große Gefahr.
Dieses Buch zu lesen, war einfach Spannung pur. Obwohl die Art zu schreiben von Michael Tsokos eher unaufgeregt ist, versteht er es doch Spannungsbögen einzubauen, die die Nerven fast zum zerreißen bringen.
Manchmal habe ich mich ein klein wenig gewundert, wie naiv Dr. Herzfeld an die Dinge ran geht, doch das Buch ist ein Pageturner allererster Güteklasse. Sehr schnell ahnt man, wer der Täter ist und trotzdem bleibt es bis zum Schluß höchstgradig spannend.
Fazit: Ein True-Crime-Thriller der unter die Haut geht und den man nicht so schnell vergisst. Absolut lesenswert!
Rezensionen von Vicky:
Stille kann unwahrscheinlich laut sein
Turbulente Gefühle von Melody Anne
'Turbulente Gefühle' ist der vierte Teil der 'Passion Pilots'-Reihe. Es handelt sich dabei um einen erotischen Liebesroman der Autorin Melody Anne.
Ich finde das Cover ist toll und sehr ansprechend, mir persönlich gefällt es ausgesprochen gut. Ich könnte es stundenlang anstarren, dabei kann ich nicht mal wirklich benennen woran es liegt!
Unter 'Das Buch' kann man sich bereits einen guten Vorgeschmack auf die Geschichte rund um den vierten der Armstrong-Brüder, den CIA-Agenten Ace und Dakota, die er auf der Hochzeit seines Bruders kennen lernt, holen.
Das Buch umfasst einen Prolog, siebenunddreißig Kapitel sowie einen Epilog. Die Autorin Melody Anne hat einen tollen und flüssigen Schreibstil, dieser zieht sich durch den gesamten Roman wodurch man beim Lesen schnell und gut vorankommt.
Fazit:
Die Geschichte rund um Ace Armstrong ist interessant und spannen. Zwischendurch aber, zumindest in meinen Augen, stellenweise etwas unglaubwürdig. Deswegen ziehe ich einen Stern ab. Nichts desto trotz finde ich das Buch gut. Ich kannte diese Reihe bisher nicht aber ich werde mir die anderen Bücher bei Gelegenheit bestimmt mal zulegen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Verschiedene erotische Spielarten
Mut zur Geilheit | 10 Erotische Geschichten von Brooklyn Collins
Andrew findet sich plötzlich als Roland in einem Erotikroman von Carla Calingus wieder. Ich bin dabei, wie Sophie und Thomas, sie Studentin, er ihr Professor, und Paul, der Gourmetkoch sich vergnügen. Ich lese von Mia, die die Begegnung mit Gloria scheinbar nur geträumt hat. Oder von Hannah und Alice, die sich einen Mann teilen – Harry.
Und weitere sechs hoch erotische, pikante, prickelnde und spritzige Kurzgeschichten von Brooklyn Collins.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Die Beschreibungen der Sexszenen sind manchmal etwas derb, aber auch sinnlich, überraschend, voller Lust und Begierde. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz. In einigen Szenen geht es schon sehr hart zur Sache. Trotzdem habe ich mich beim Lesen nie unwohl gefühlt. Eher können die Geschichten einen Anreiz bieten, auch mal etwas Neues, ganz anderess auszuprobieren. Für fast jede Spielart ist etwas dabei.
Die Protagonisten kommen aus den verschiedensten Altersgruppen und Milieus. Mal Studentin, mal Professor, mal Koch, mal Kriminalassistentin oder beim Karneval in Venedig. Immer bin ich dabei, wenn´s recht schnell zur Sache geht. Die Geschichten haben alle eine Handlung, in die ich mich auch selbst gut hinein versetzen kann.
Ich habe mir pro Tag nur eine Geschichte gegönnt, ansonsten finde ich, ist man leicht "übersättigt".
Zum Abschluss bekomme ich noch einen Gutscheincode, den ich im Internet für eine weitere erotische Geschichte einlösen kann.
10 kurze heiße Geschichten für Menschen, die für alles aufgeschlossen sind oder sich gerne zu Neuem inspirieren lassen.
Rezensionen von yesterday:
Spannung ja, aber leider dem übernatürlichen Bösen untergeordnet
Lazarus von Kepler Lars
Zum bereits siebten Mal darf Super-Ermittler und Wunder-Hirn Joona Linna die (schwedische) Menschheit vor dem Bösen retten. Jemand bisher totgeglaubtes läuft ihm in “Lazarus” über den Weg. Doch zu Beginn sind es nur Taten, die Ähnlichkeit aufweisen und merkwürdige Vorkommnisse. Ist hier also tatsächlich Joonas langjähriger “persönlicher” Freund am Werk?
“Lazarus” vereint zwei Dinge meisterlich: Grundlegende Spannung durch kurze Kapitel und regelmäßige Einsprengsel an Brutalität sowie die schon fast “Lars-Kepler-übliche” Ungenauigkeit in manchen Bereichen.
Bei dem Autorenduo gibt es zunehmend nicht mehr einfach einen bösen Gegenspieler, sondern gerne den allwissenden und übermächtigen Bösewicht. Das gibt zwar viel Spannung her, wird aber immer wieder davon getrübt, dass die Geschichte stark ins Unrealistische abdriftet.
Auch manche Charaktere handeln stark wider dem was man erwarten könnte, alles zugute des Storyverlaufs. Wenn man nicht zu tief ins Detail analysiert was passiert, sondern sich nur durch die Seiten treiben und unterhalten lässt, funktioniert der Thriller aber ganz gut. Diesen Effekt noch verstärkt hätte wohl die eine oder andere Straffung im Mittelteil.
So ist “Lazarus” eine nicht optimal ausgewogene Mischung zwischen Tempo, Spannung, Brutalität sowie detailreicher Erzählung mit Längen und unrealistischen Abschnitten und Wendungen.
Rezensionen von yesterday:
Plädoyer für das Miteinander und den bewussten Umgang mit Sprache
Das Land, in dem die Wörter wohnen von Clemens Sedmak
“Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”; “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”; “Taten sagen mehr als Worte”; es gibt endlose Listen mit Redewendungen und Sprichwörtern über Worte und in manchen davon kommen sie gar nicht so gut weg.
Dass das Reden und dass die Wörter, dass unsere Sprache aber durchaus zentrale Bedeutung haben und auch so behandelt werden sollten, unterstreicht “Das Land, in dem die Wörter wohnen”.
Auch wenn dieses Buch nicht unendlich, sondern schmal und kompakt ist, hat dieses “Märchen für Erwachsene” auch etwas von der großen unendlichen Geschichte von Michael Ende. Erzählt wird diese Geschichte hier von Günther, einem jungen Buben, der mit seinen beiden Schwestern ausreitet um der Welt die Wörter wiederzubringen.
Sie werden nämlich von Lügen und falscher Verwendung der Sprache zunehmend verdrängt und haben sich aus der Welt zurückgezogen. Ein Alltag ohne Sprache, ohne Dialog? Unvorstellbar! Dieser Roman ist daher ein klares Plädoyer für einen achtsameren Umgang mit Wörtern und miteinander.
Es fängt den viel zitierten “Zeitgeist” ein und wirft ein paar ziemlich pointierte Seitenblicke Richtung Politik. Aber alles in allem ist es dennoch ein Büchlein zum Wohlfühlen, das nebenbei mit viel Liebe gestaltet wurde. Jedes Kapitel hat eine eigene erste Seite mit einem Hügel voll Wörter (dem Cover nachempfunden), aus denen Schlüsselbegriffe für den kommenden Abschnitt herausstechen. Das gelbe Lesebändchen und die mit kleinen Krönchen unterlegten Seitenzahlen sind ebenso hübsche wie stimmige Details.
“Das Land, in dem die Wörter wohnen” ist für jeden - egal ob Viel- oder Wenigleser, ob Phrasendrescher oder Pantomime - als Ermahnung zu verstehen und lässt sich wunderbar als kleine Aufmerksamkeit verschenken.
Rezensionen von dorli:
Die unnahbare Miss Ellison
Das Land, in dem die Wörter wohnen von Clemens Sedmak
Gloucestershire, 1813. Die 23-jährige Pfarrerstochter Lavinia Ellison kümmert sich fürsorglich um die Armen und Kranken in dem kleinen Dorf St. Hampton Heath. Als Nicholas von Hawkesbury als neuer Graf einen Besuch auf seinen Landsitz ankündigt, sind die jungen Damen im Umkreis ganz aus dem Häuschen.
Nur Lavinia ist weder von seinem guten Aussehen noch von seinem Titel beeindruckt – im Gegenteil, sie bietet dem selbstgefälligen und herablassend auftretenden Grafen die Stirn, wo es nur geht. Lavinia fordert Nicholas auf, sich um die bedürftigen Pächterfamilien zu kümmern, doch der Graf ist sich seiner Verantwortung gegenüber den Dorfleuten anfangs nicht bewusst und so Lavinia hofft zunächst vergeblich auf seine Unterstützung…
In ihrem Roman „Die unnahbare Miss Ellison“ entführt Carolyn Miller den Leser in die Epoche des Regency und stellt die wichtigen christlichen Themen Nächstenliebe und Vergebung in den Mittelpunkt ihrer Geschichte.
Carolyn Miller lässt zwei stolze Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten aufeinanderprallen. Beide haben eine Menge Vorurteile gegenüber dem jeweils anderen, die es im Laufe der Handlung zu erkennen und zu überwinden gilt.
Die Autorin hat einen angenehm flott zu lesenden Schreibstil. Sie erzählt sehr anschaulich von den Höhen und Tiefen in Lavinias und Nicholas Leben und lässt den Leser intensiv an dem Miteinander und Gegeneinander der beiden teilhaben. Vor allen Dingen die Missverständnisse und die daraus resultierenden Wortgefechte sorgen für eine lebhafte Handlung und haben mich immer wieder schmunzeln lassen. Überraschende Wendungen tragen dazu bei, dass die Geschichte bis zum Schluss nicht langweilig wird.
Carolyn Miller kann auch mit dem Zeitkolorit punkten. Neben der Mentalität der Menschen fließen auch die Lebensweise und die gesellschaftlichen Gepflogenheiten in das Geschehen ein, so dass man sich ein gutes Bild von der damaligen Zeit machen kann. Eine geschraubte Sprechweise in den Dialogen sorgt zudem für eine Extraportion Authentizität.
„Die unnahbare Miss Ellison“ hat mir sehr gut gefallen. Die gut ausbalancierte Mischung aus Historie und Romantik hat mir ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert.









