Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Wieder drastisch und spannend
Die Schuld bleibt von H.C. Scherf
Wer den Autor H.C. Scherf bereits kennt, weiß, dass es bei ihm nicht zimperlich zugeht. Blut fließt in Strömen, die Protagonisten reden wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und nicht immer sind die Grenzen zwischen Gut und Böse klar erkennbar. Ist man im Recht, wenn man auf Rache sinnt? Darf ein Mörder getötet werden? Und was ist mit den Menschen, denen das Leben schlech-te Karte zuteilt? Die Hauptfigur Daniela ist so ein Mensch und es ist nicht leicht, auszuhalten, was mit ihr geschieht.
Der Leser trifft den Ermittler Peter Liebig und seine Praktikantin Rita wieder, die bereits im Vorgän-gerroman schreckliches gemeinsam erlebt und überlebt haben. Auch dieses Mal wird es wieder gefährlich und beide kommen an ihre Grenzen. Auch die dunkle Vergangenheit spielt wieder eine Rolle. Wer mehr wissen will, muss sich selbst an die Lektüre machen und wird wie gebannt sein.
H.C. Scherf reißt seine Leser wieder mal mit in den Abgrund menschlicher Grausamkeiten und zeigt das, was oft nur im Verborgenen lauert. Glasklar, drastisch und pointiert schildert er das Ge-schehen und reißt die Tore der Hölle weit auf. So kennt man ihn und seine Bücher, so mag man die Beiden!
Rezensionen von Streiflicht:
Spannend und vielfältig
Requiem für den Kanzler von Uwe Ittensohn
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich die Inhaltsangabe so angesprochen hatte. Im Hintergrund der Geschichte die Bestattung des Einheitskanzlers, das machte mich neugierig. Die Geschichte von den jüngsten Ereignissen der deutschen Geschichte ist wirklich spannend, vielfäl-tig und interessant.
Von Anfang haben mir die beiden Ermittler – einerseits der Polizist und Krimi-nalhauptkommissar Frank Achill, andererseits der Stadtführer André Sartorius – gut gefallen. Ich mochte ihre Gegensätzlichkeit und ihr Zusammenspiel während des spannenden Ereignisses. Vor allem André ist ein ganz besonderer Charakter und ich hoffe, dass die beiden noch einige weitere Fälle zusammen bearbeiten werden.
Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, den die beiden da absolvieren müssen. Temporeich und atemlos jagt die Geschichte dahin und mit ihr auch der Leser. Ich war wirklich überrascht, wie schnell ich dann mit dem Buch durch war.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Figuren alle sehr detailreich und nah beschrieben werden. So kann man richtig mitfiebern und den Kampf von Gut und Böse miterleben. Man ist als Leser richtig mit dabei. Ich war wirklich begeistert, auch weil die Stadt immer wieder miteinbezogen wird. Ganz viel Lokalkolorit, auf eine positive Weise, sodass man Speyer besuchen und (noch) näher kennen lernen möchte.
Der Autor Uwe Ittensohn wollte mit diesem Roman „seine geliebte Heimatstadt Speyer mit ihren unzähligen Geheimnissen auf eine spannend-humorvolle Art bekannt machen“. Das ist ihm bestens gelungen, weiter so!
Rezensionen von Streiflicht:
Schwer zu lesen, aber interessant
Die Kommune der Faschisten von Knipp Kersten
Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, weil ich von Fiume noch nie gehört hatte und nach einer kleinen Recherche im Internet wirklich gespannt darauf war. Ist es doch eine wahre, aber wirklich kuriose Randnotiz der Geschichte Europas. Das Buch ist geschichtlich sehr spannend und interessant und man kann für Gegenwart und Zukunft viel aus den damaligen Ereignissen lernen.
Waren doch schon damals faschistische Tendenzen deutlich erkennbar bzw. die Anfänge von Mussolinis Faschismus sichtbar. Auch kann man hier lernen, wie Propaganda funktioniert.
Leider war das Buch für mich sehr schwer zu lesen. Ich bin zwar geschichtsbegeistert und ich habe auch gemerkt, dass der Autor Kersten Knipp sich intensiv mit diesem Thema befasst und recherchiert hat, aber es war zu viel für mich. Das Buch ist sehr dicht geschrieben und unglaublich informativ, aber gewiss nicht leicht zu lesen. Meiner Meinung nach ist es für Laien eher ungeeignet, weil es oft viel zu wissenschaftlich ist. Auch werden viele Fremdwörter und Fachbegriffe verwendet.
Gut gefallen haben mir die Fotos aus der Zeit, die das Geschrieben verdeutlichen und besser greifbar machen. Auch die vielen Quellenangaben sind es wert, dass man sie sich genauer anschaut.
Insgesamt hatte ich mir mehr Alltägliches über die Republik von Fiume erhofft. D`Annunzio ist eine schillernde und sicherlich interessante Figur, war mir aber hier zu präsent. Für Geschichtsliebhaber ein tolles Buch, bei Laien ist ein gewisses Durchhaltevermögen nötig.
Rezensionen von Gluecksklee:
Konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen
Tiefes Grab von Ripley Nathan
Nach der Leseprobe zu "Tiefes Grab" von Nathan Ripley war ich unglaublich neugierig auf diesen Thriller. Eine Geschichte über einen Familienvater mit einer sehr düsteren Freizeitbeschäftigung, der bereits in der Leseprobe einige sehr merkwürdige Charakterzüge präsentierte, klang nach einer Geschichte, wie ich sie bisher noch nicht gelesen hatte.
Leider war der Rest des Buches meiner Meinung nach nicht einmal ansatzweise so gut wie die Leseprobe.
Zum einen blieben einige aufgeworfene Fragen unbeantwortet. Zum anderen waren mir die Charaktere der Geschichte entweder unglaublich unsympathisch oder wirkten so flach und oberflächlich, dass ich mich überhaupt nicht mit ihnen identifizieren konnte. Da ist beispielsweise Martins Ehefrau Ellen, die einerseits ängstlich und besorgt ist, auf der anderen Seite aber so oberflächlich und überhaupt nicht wirklich an ihrem Mann interessiert zu sein scheint.
Die Wendungen waren teilweise extrem vorhersehbar, anderes wurde so oberflächlich und stereotyp abgehandelt, dass die ganze Neuartigkeit dieser Geschichte, die ich erwartet hatte, einfach nicht geliefert wurde.
Dabei ist der Schreibstil von Nathan Ripley an sich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Das Buch ist nicht schlecht geschrieben, die Geschichte war einfach nicht das, was ich erwartet hatte.
Von mir erhält "Tiefes Grab" daher leider nur zwei von fünf Sternen. Schade, denn eigentlich hatte die Geschichte, zumindest dem Klappentext nach, großes Potenzial.
Rezensionen von manu63:
Die Jagd ist eröffnet
Der Blütenjäger von Catherine Shepherd
Mit Der Blütenjäger setzt die Autorin Catherine Shepherd ihre Reihe um die Ermittlerin Laura Kern fort. Dieses Mal muss Laura mit ihren Kollegen einen Serienmörder finden der junge Frauen durch den Spandauer Forst hetzt um sie letztendlich zu töten.
Der Schreibstil ist spannend und die Rückblicke welche Informationen zum Täter geben können sind gut und übersichtlich eingebettet.
Auch ohne die Vorbände gelesen zu haben kann man der Geschichte gut folgen, Nur Lauras Vergangenheit wird man so nicht gut genug kennen lernen um ihr Verhalten richtig zu verstehen. Die verschiedenen Stränge der Geschichte lassen unterschiedliche Täter zu und die Aufklärung war für mich zum Schluss sehr interessant. Ich weiß zwar mittlerweile nach der Lektüre von einigen Shepherd Büchern das die Autorin mich überraschen kann, aber immer wieder bin ich verblüfft welche Lösungen letztendlich heraus kommen. Für mich ein packender und gut erzählter Thriller mit Überraschungen zum Schluss.
Rezensionen von nil_liest:
Hart, aber herzlich
Der Zopf meiner Großmutter von Alina Bronsky
Alina Bronsky muss man einfach lesen! Schnell getaktet, wortwitzig tischt sie uns wieder eine wahnwitzige Geschichte auf, die nur sie so grandios erzählt bekommt mit ihren russischen Wurzeln!
„Der Zopf meiner Grossmutter“ wird aus der Perspektive eines (erst) kleinen Jungens erzählt. Er wird von seiner Großmutter aufgezogen, natürlich hat der Großvater nix zu melden.
Die Geschichte startet mit der Aussiedlung der kleinen Familie nach Deutschland.
Zu Beginn steht der Schutzwahn der resoluten Großmutter im Fokus, da der kleine Junge anscheinend nicht bei guter Gesundheit ist und vor allerlei beschützt werden muss: Bakterien, anderen Ausländern und vielem mehr! Der Phantasie der Großmutter ist unbegrenzt.
Stück für Stück erfahren wir was hinter dem Schutzwall der Großmutter steht, wer Mäxchens Eltern sind und die Neugierde des Jungen wächst was es mit ihm auf sich hat. Beigemengt wird nach und nach ein weiterer Strang mit neuen Personen, die in ihrer aller Leben treten.
Schlagfertig, bissig ist der Schreibstil von Alina Bronsky. Die schnelle Taktung kombiniert mit komödiantischen Situationen machen die Geschichte aus.
Zwischen den Zeilen steht noch mal genauso viel wie der Text uns sagt. Aus meiner Sicht eine sehr unterhaltsames Buch, dass sich lohnt diesen Sommer gelesen zu werden!
Fazit: Dafür gibt es Literatur! Das Leben zu reflektieren und uns durch Beimengung von unglaublichen Ereignissen des Lebens die Essenzen vor Augen zu führen. Herrlich erfrischend.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Bestsellerwürdige Spitzenliteratur
Die junge Frau und die Nacht Roman von Guillaume Musso Eliane Hagedorn
Sehr angenehmer Schreibstil, ein wahres Lesevergnügen bis zur letzten Seite.
Klassentreffen nach 25 Jahren im St. Exupery College an der Côte d‘Azur . Damals ist die Schülerin Vinca und (oder mit ihrem) Lehrer Alexis spurlos verschwunden. Was hat sich wirklich ereignet? Die Beobachtungen und die Beschreibungen der ehemaligen Schülerinnen und Schülern auf den Klassentreffen sind pointiert.
Die privaten Verhältnisse sind auf ein Maß beschränkt, das dem Roman guttut.
Maxime „beordert“ seinen Freund Thomas aus New York zu diesem Treffen. Damals im Dezember 1992 haben beide den Lehrer Alexis - nach falscher? Anschuldigung von Vinca – getötet und die Leiche in einer Mauer des Turnsaales einbetonieren lassen. Der Turnsaal solle einem Neubau weichen und die Mauer abgerissen werden. Maxime und Thomas fürchten um die Aufdeckung ihrer Mordtat. Ein Seelenstriptees der Mörder folgt. Vinca war die große Liebe von Thomas. Doch jemand will „Rache“ für den Tod von Vinca. Mit der rastlosen Suche von Thomas nach Erklärungen und Lösungen setzt sich das Puzzle langsam zusammen, doch nichts entspricht der Wirklichkeit was auf den ersten Blick plausibel erscheint. Neben dem Ich-Erzähler Thomas stellen Freunde und Familienmitglieder ihre eigene erlebte Wirklichkeit dar. Ein literarisches Panoptikum. Die Spannung steigert sich zunehmend, der Leser jedoch tappt im Rätsel um den Rächer im Dunkeln. Diese verschiedenen Sichtweisen der Wirklichkeit sind das besondere Stilmittel, das den Roman besonders lesenswert macht.
„... zu viele Enthüllungen, zu viele Dramen, zu viele Tote, zu viele Drohungen...“ (Zitat Musso) beschreiben die Romanhandlung treffsicher und ziehen den Leser in seinen Bann. Als nach dem letzten Toten sich so etwas wie Entspannung einstellen will, wird dem Leser zum Ende eine „Hammerpointe“ serviert.
Rezensionen von Buechertraeumerin:
Erfrischend und witzig
Perfekt für dich von Chantal Schreiber
"Perfekt für dich" ist ein spritzig erfrischender Sommerroman für Zwischendurch.
Im Buch geht es um die 13-jährige Kim, die total auf Fußball steht - und auf Danny, das coole Mathegenie aus der Oberstufe. Perfekt für Kim, denn sie steht in Mathe ganz schön auf der Kippe. Doch leider hat ihre Mutter ganz andere Pläne für Kim's Mathenachhilfestunden und engagiert Mila, die Kim schon mal aus Prinzip nicht leiden kann.
Dummerweise steht das Fußballcamp in den Ferien auf dem Spiel, sodass sie sich wohl oder Übel ihrem Schicksal fügen und mit der Streberin zusammenarbeiten muss. Doch dann bietet sich Kim plötzlich doch noch die Chance, Danny auf sich aufmerksam zu machen, auch wenn sie dafür volles Risiko eingehen muss.
Der Schreibstil von Chantal Schreiber hat mir sehr gut gefallen. Er ist locker und jugendlich, sodass sich das Buch wunderbar schnell durchlesen lässt.
Kim ist ein sehr sympathischer und authentischer Charakter, mit dem sich die meisten Mädchen in diesem Alter definitiv identifizieren können. Auch die Nebencharaktere sind sehr gut ausgearbeitet und sympathisch. Besonders Lego und Kim's Oma sind total sympathisch und lustig drauf.
Die Handlung ist spannend und amüsant. Kim hat es mit den typischen Pubertätsproblemen zu tun. Freunde, etwas anstrengende Familie, erste Liebe und auch Alkohol werden behandelt.
Dabei wird es nie langweilig und das Buch lässt sich richtig schnell durchlesen.
Fazit: Ein herrlich witziger, gelungener Sommerroman für Mädchen ab 12 Jahren.
Rezensionen von Buechertraeumerin:
Sehr vielfältige Rezeptauswahl
Die Familien-Campingküche von Sonja Stötzel
"Die Familien-Camping Küche" enthält viele ansprechende Rezepte nicht nur für den Camping Urlaub.
Gegliedert ist das Buch in:
- Muntermacher Frühstück
- Kunterbuntes aus der Salatschüssel
- Gegrilltes nicht nur zum Sattessen
- Aus Topf und Pfanne
- Auf die Hand
- Süßes Seelenfutter.
Zu allen Rezepten sind im Buch ansprechende farbige Bilder enthalten.
Die Rezepte sind übersichtlich und sehr hilfreich sind auch die Angaben welches Geschirr man braucht, ebenso wie die Variationstipps bei einigen Rezepten. Die Zubereitung ist einfach und deutlich und gut zu verstehen.
Die Rezepte sind sehr vielfältig und lecker Von klassischen Spaghetti mit Tomatensoße bis Kaiserschmarren mit Thymian ist alles dabei.
Mir persönlich wären einige Rezepte für den Camping Urlaub etwas zu aufwendig, da man teilweise viel Geschirr und auch viele verschiedene Zutaten benötigt. Für zuhause sind die Rezepte meiner Meinung nach etwas besser geeignet und auch einfacher umzusetzen.
Dennoch ist "Die Familien-Campingküche" definitiv ein gelungenes Kochbuch mit tollen Rezepten.
Fazit: Gelungenes Kochbuch mit vielfältiger Rezeptauswahl, teilweise auch etwas zeitaufwändiger.
Rezensionen von yellowdog:
Es gibt viel zu entdecken
Edouard Baribeaud von Pay Matthis Karstens; Juerg Judin; Ashwin Thadani
Edouard Baribeaud ist eine tolle Entdeckung. Seine Kunst erzählt in mehren Illustrationen originelle Geschichten.
Edouard Baribeaud hat französische und deutsche Wurzeln. Es beginnt aber mit Themen aus der Hindu-Mythologie (Tilel The Hour of the Gods von 2014-2015). Das ist den meisten vermutlich fremd, aber dank des Künstlers ist es nicht schwer, ersten Zugang zu finden.
Man merkt aber auch, dass der Künstler tiefer in diese Mythologie eingetaucht ist.
Überraschend ist auch, was Baribeaud für eine Spannung aufbaut. Man kann kaum das nächste Bild abwarten.
Es steckt auch eine leichte Komik in den Abbildungen, zum Beispiel, wenn die Mythologie vorgibt, dass der heilige Berg angehoben wird und später sieht man, wie dabei die Affen von den Bäumen fallen.
Ich mag es auch sehr, wie in milden, matten Farben gezeichnet wird. In Knallbunt würde ich die Illustrationen nicht mögen.
Weiter geht es mit The Nocturnal Vault (2015-2017), das nächtliche Gewölbe. Hier herrscht eine etwas andere Stimmung vor.
Das gilt erst Recht für An Old Story for Our Modern Times (2018). Hier beeindruckt mich die Intensität der Gesichter.
Ich bin dem Verlag dankbar, dass sie auch den nichteingeweihten eine Chance gibt und ganz neue Welten öffnet.











