Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Wer historische Frauenromane mag, wird dieses Werk LIEBEN!
Aufbruch in ein neues Leben von Linda Winterberg
Linda Winterbergs Auftakt zur großen Hebammen-Saga um drei junge Frauen, die gegen Ende des Ersten Weltkriegs in der Neuköllner Hebammenschule ihre Ausbildung zur Geburtshelferin durchlaufen, hat mich von der ersten Seite an gefesselt – noch während der Lektüre habe ich in der Verlagsvorschau nach den Folgebänden gestöbert und sie sogleich auf meine Wunschliste gesetzt.
Selten hat mich ein historischer Roman so selbstverständlich in vergangene Zeiten eintauchen lassen; nicht nur, dass hier fundierte Recherche auf einen mitreißenden Erzählstil trifft – trotz völligem Verzicht auf Kitsch werden solch tiefe Emotionen beim Lesen erweckt, wie nur das wahre Leben es vermag…wenn man es denn so grandios und realitätsnah abzubilden vermag wie die Autorin.
Es sind harte Zeiten, in denen Edith, Margot und Luise sich begegnen: der Erste Weltkrieg wütet und reißt erbarmungslos Familien auseinander.
"Bald drei Jahre tobte nun dieser unsägliche Krieg, in dem es nur Verlierer geben würde." (S. 7)
Während die Männer an der Front einen sinnlosen Tod sterben, versinkt der Großteil der daheimgebliebenen Bevölkerung in bitterer Armut. Trotz stundenlangem Warten in Lebensmittelschlangen ist das Essen Mangelware; Hunger, Krankheit und desillusionierte, verbitterte Invaliden bestimmen das Stadtbild, als die junge Luise Mertens ihr kleines Heimatdorf in Ostpreußen verlässt, um im großen Berlin eine Ausbildung zur Hebamme zu beginnen. Sie möchte eines Tages in die Fußstapfen ihrer geliebten Großmutter Else treten, der Eckersberger Dorfhebamme – eine weise Frau, der es wichtig ist, dass ihre Enkelin eine gescheite Ausbildung mit einem offiziellen Abschlusszertifikat erhält. Nur widerwillig lässt Luise sich dazu überreden, ihre Heimat zu verlassen. Die hübsche und aus vornehmem Hause stammende Jüdin Edith Stern hingegen kann es gar nicht erwarten, die kalten Gemäuer ihrer noblen Familienvilla hinter sich zu lassen und ihre Lehre in Neukölln anzutreten. Sie versucht alles, um ihre an alten Konventionen festhaltenden Eltern, die sie am liebsten vorteilhaft verheiratet sehen möchten, für ihren Traum (- Hebamme zu werden -) zu begeistern. Und dann ist da noch die aus gänzlich ärmlichen Verhältnissen stammende Margot Bach, die ihren Ausbildungsplatz lediglich aufgrund eines Empfehlungsschreibens des Vaterländischen Frauenvereins erhalten soll – es ist eine einzigartige Chance für sie, ihrer kriegsgebeutelten Familie finanziell unter die Arme zu greifen. Alle drei jungen Frauen werden in den kommenden achtzehn Monaten sowohl unsagbar berauschende Momente des Glücks sowie herzzerreißende, tragische Erlebnisse erfahren – immer wieder überstrahlt vom Wunder des Lebens, wenn sie einem weiteren kleinen Erdenbürger auf die Welt helfen, von der sie verbindenden Freundschaft und der Hoffnung, dass am Ende alles gut werden wird…weil es einfach muss.
So authentisch und unheimlich atmosphärisch die Autorin den Alltag in der Lehranstalt sowie die Lebenssituation der Bevölkerung im Kriegsdeutschland geschildert hat, so intensiv hat sie sich auch mit der Ausarbeitung der überaus sympathischen Charaktere - einschließlich herzensguter Nebenfiguren – beschäftigt. Jede der Hauptfiguren kann ich als absolut liebenswert und klug bezeichnen, alle von ihnen haben Ecken und Kanten und glänzen mit Facettenreichtum. Obwohl ernste Themen wie eine hohe Kindersterblichkeitsrate und katastrophale Missstände während des Krieges angesprochen werden, nimmt zu keinem Zeitpunkt die Negativität Überhand, im Gegenteil – es ist ein wundervoll lebensbejahender, hoffnungsvoller Roman. Die Faszination und Begeisterung, die mit dem Beruf der Hebamme einhergehen, sind hier so ansteckend und emotional eingefangen worden, dass man nur ehrfürchtig staunen und diesem Beruf Respekt zollen kann.
Auch der Schreibstil ist dermaßen bildreich und einladend, dass ich das Werk in einem Rutsch durchgelesen habe und mich tatsächlich nicht losreißen konnte, bis ich bei der letzten Seite angelangt war – eine schlaflose Nacht, die sich gelohnt hat! Die gekonnt gesetzten, unvorhergesehenen Wendungen haben den Spannungsbogen bis zuletzt aufrechtgehalten. Mühelos lässt die Autorin die damalige Zeit lebendig werden und zeigt, wie hart die Lebensumstände waren. Ich habe so sehr mit den Figuren mitgefiebert, mitgelitten und durchaus einige Tränen verdrückt; vor allem aber war ich ergriffen und zutiefst beeindruckt davon, wie viel Stärke insbesondere die Frauen an den Tag legten und wie gewillt die Menschen waren, das Beste aus allem zu machen.
Fazit: Ein Muss für Fans von historischen Frauenromanen! Herausragend gut, einfach wunderschön geschrieben!
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Auch im Sommer erfrischend zu lesen
Winter im kleinen Brautladen am Strand von Jane Linfoot
Obwohl mir Band 1, "Der kleine Brautladen am Strand", wegen Poppys ewiger Plauderei nicht gefiel, griff ich zum zweiten Band. Die Idee mit dem Brautmodeladen gefällt mir und Sera fand ich im ersten Band schon sehr interessant und geheimnisvoll - ich wollte mehr über sie erfahren.
Seras Schwester Alice heiratet.
Alice plant ihre Hochzeit bereits seit drei Jahren aufs genaueste. Doch zwei Wochen zuvor kann sie ihre Arbeit nicht liegen lassen und beauftragt Alice, die Vorbereitungen der beiden Trauzeugen zu beobachten und zu helfen.
Schnell wird klar, dass vieles nicht so machbar ist wie Alice das gerne hätte. Sera muss nun viel organisieren, zusammen mit dem einen Trauzeugen Quinn. Ein Womanizer, der nur zu oft verpeilt ist. Sera hingegen muss ihr Rückzugsort, ihr Atelier, verlassen und ihm unter die Arme greifen. Sie ist hin- und hergerissen von Quinn. Aber der zweite Trauzeuge Johnny macht einen Strich unter Quinns Vorhaben und mischt sich die ganze Zeit ein. Sera ist genervt, denn Johnny und sie kennen sich von früher. Damals hätte mehr draus werden können, aber Johnny hat sich nicht mehr gemeldet. Er ist also genau der richtige, der über Quinns Unzuverlässigkeit lästert.
Neben dieser Dreiecksgeschichte geht es aber immer noch um die Hochzeitsvorbereitungen, die sehr turbulent ablaufen. Ausserdem fehlt auch kurz vor der Hochzeit noch der Bräutigam, das Hochzeitskleid passt nicht mehr und und und... Alle stehen kurz vor dem Verrücktwerden, doch die Hochzeit muss über die Bühne gebracht werden.
Dieses Mal ist es Jane Linfoot gelungen, eine schlüssige Geschichte zu verfassen, die mir gefiel. Sera ist ein toller Charakter. Stimmig wird ihr Leben erzählt, nicht nur ihr Liebesleben, auch die bisher schwierige Schwester-Beziehung wird geklärt.
Poppy hält sich hier angenehm zurück, redet zum Glück nur das Nötigste. So wie sie hier daherkommt, ist sie mir viel sympathischer als im ersten Band. Rafe und die Feuerwehrmänner springen auch hier wieder überall ein, wo Hilfe benötigt wird und auch Jess beweist, wieso ihr kleiner Brautladen so erfolgreich ist.
Wer mit dem ersten Band nicht klar kam, so wie ich, dem kann ich den zweiten Band empfehlen. Auch wenn man mit pompösen Hochzeitsgeplane nichts anfangen kann, liest sich die Story doch locker und lustig weg.
Ein bisschen Cottage, ein bisschen englisches Herrenhaus - für alle ist was da.
Fazit: Ein turbulenter Weihnachtsroman, der auch im Sommer total erfrischend ist.
4 Punkte.
Rezensionen von anushka:
Düsteres, pessimistisches Märchen für Erwachsene
Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke; Guillermo Del Toro
Spanien, 1944: Als Ofelia die Mühle im Wald und den neuen Mann ihrer Mutter erreicht, ahnt sie schon Schreckliches. Ihre Mutter hätte diese Reise in ihrem Zustand nie antreten dürfen, doch Hauptmann Vidal aus Francos Armee bestand darauf, da Ofelias Mutter mit seinem Sohn schwanger ist. Nun sitzen sie also mit ihm und seinen Männern in einem Wald, in dem sich Widerstandskämpfer verstecken, die vom Hauptmann gnadenlos gejagt werden.
Doch das ist noch nicht alles. Ofelia steht plötzlich einem phantastischen Wesen gegenüber: einem Faun. Dieser behauptet, Ofelia sei die lang gesuchte Prinzessin des Königreichs unter der Erde und sie müsse 3 Prüfungen bestehen, um dorthin zurückkehren zu können. Doch würde Ofelia das überhaupt wollen, selbst wenn es wahr wäre? Immer tiefer gerät sie hinein in diese phantastische Welt, die fast schon eine Flucht wird vor der immer grausamer werdenden realen Welt ...
"Das Labyrinth des Faun" hat mich tief hineingezogen in die Phantasiewelt zweier Autoren, die sich hier über Kontinente hinweg zusammengetan haben. Es handelt sich wohl um das Buch zum Film "Pans Labyrinth". Wie gut es sich an den Film hält, kann ich nicht beurteilen, da ich ihn nicht gesehen habe. Für sich selbst macht das Buch auf jeden Fall einen sehr starken Eindruck. Die Bilder sind sehr szenisch und man hat tatsächlich einen Film vor dem inneren Auge. Nicht selten kann man magischen Traum und surrealen Albtraum kaum auseinander halten in diesem Werk des magischen Realismus und fühlt sich mittendrin, auch wenn das oft eher beängstigend als magisch ist. Denn gerade die Szenen in der "Realität" sind oft sehr brutal: da wird gefoltert, misshandelt und gemordet, ohne mit der Wimper zu zucken. Aber auch die eingestreuten Märchen und Prüfungen sind nicht weniger blutrünstig und gruselig. So entsteht ein wirklich überzeugendes, sehr ungewöhnliches düsteres Märchen für Erwachsene, aber meiner Meinung nach keinesfalls für Jugendliche unter 16 Jahren. Die Grenzen verschwimmen und manches Mal scheint Vidal eher der Unterwelt und dem Reich des Faun entsprungen als ein Mensch zu sein.
Das Buch enthält eine klare Gesellschaftskritik der Franco-Ära, die gut mit der Grundstimmung des Buches verwoben wird, aber es geht eben dabei auch auf die unmenschliche Behandlung der Bevölkerung und der Widerstandskämpfer ein, in Form eines sadistischen Kommandanten. Um dieser Welt zu entfliehen hinterfragt Ofelia die Existenz eines Fauns erst gar nicht und flüchtet sich immer wieder in den Wald, in der Hoffnung, die Aufgaben erfüllen zu können und als Prinzessin in das Reich unter der Erde wiederkehren zu können. Dabei kam mir Ofelia jünger vor, als sie angeblich war. Von ihrem Wesen und Verhalten her hätte ich sie auf zehn geschätzt, nicht auf 13. Dieses eher kindliche Mädchen vor Augen zu haben hat den Lesefluss jedoch nicht gestört und es hat sich gut in das düstere Märchen eingepasst, sodass man immer wieder auch Angst um die traurige Ofelia spürt, die sich lieber einem Kinderfresser stellt als in der realen Welt dem Hauptmann begegnet.
Das Buch ist sehr aufwendig gestaltet und macht einen fantastischen Eindruck, der zusammen mit dem Leseerlebnis noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nicht zuletzt natürlich auch die absolut düstere und hoffnungslose Grundstimmung, die sich auch bis zum Schluss durch das Buch zieht. Auch wenn ich durch das Buch förmlich hindurch geflogen bin und mich gut auf dieses Märchen einlassen konnte, die Sätze aufgesogen und mich immer wieder wohlig gegruselt habe ... ein Buch für Jugendliche unter 16 ist dies auf keinen Fall und da finde ich schade, dass es genau für diese Zielgruppe so angepriesen wird (so zumindest ist mein Eindruck und auch die Aufmachung legt dies nahe).
Rezensionen von anushka:
Teils sehr explizite, aber wenig substanzielle Betrachtung einer rastlosen Seele
All das zu verlieren von Leïla Slimani
Adéle ist verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Sie als Journalistin und er als Chirurg können sich eine Wohnung in einem schicken Pariser Viertel leisten und noch so manch andere Annehmlichkeit. Aber Adéle ist nicht glücklich. Ihr Job ödet sie an, eigentlich wollte sie nie arbeiten müssen. Sie führt dieses Leben nur, weil es sich eben so gehört, man das in ihrem Alter und in ihrem Umfeld so macht.
Ob sie ihren Mann liebt? Unklar. Dafür trifft sich Adéle mit anderen und oft fremden Männern um mitunter ziemlich harten Sex zu haben. Doch auch das kann die Leere im Inneren nicht fühlen und Adéle begibt sich in eine Spirale, die alles zu zerstören droht.
Den ersten Roman der Autorin habe ich sehr begeistert gelesen. In "Dann schlaf auch du" verarbeitete die Autorin einen realen Fall und öffnete die Augen für eine ganze Gruppe prekär Angestellter in der heutigen Zeit und im heutigen Umfeld aufstrebender Städter mit Oberschichten-Lebensstil. Bei "Alles zu verlieren" geht meiner Meinung nach dieser gesellschaftliche Blick ein wenig verloren. Wie sehr das Geschehen ganze Gruppen betrifft, bleibt schwer abschätzbar. Sicherlich fügen sich auch hier viele in einen Stereotyp eines Lebens, den sie eigentlich gar nicht mögen. Aber eigentlich geht es mehr um Adéles egoistische Triebe und ihre pathologische Langeweile. Mag sein, dass man sie auch als Suchtkranke betrachten kann, denn schließlich beobachtet der Leser ihre stetige Suche nach einem immer stärkeren Kick, für den sie zunehmend Risiken in Kauf nimmt und schließlich Gefahr läuft, alles zu verlieren. Doch es ist beim Lesen schon ziemlich hart, das Ganze mit "anzusehen". Diverse sexuelle Eskapaden werden doch recht detailliert beschrieben und Adéle kann ihrem Leben so wenig Positives abgewinnen, dass es schwer ist, Sympathie für sie zu entwickeln. Ihre Anbahnungen werden immer plumper und man hat beinahe schon Fremdschämmomente. Was mich am meisten irritert hat, ist Adéles plötzlicher Wandel. Lange Zeit wirkt sie sehr selbstermächtigt, selbstbewusst und zielstrebig, wenn auch nicht beruflich, so dennoch, was ihre eigenen Wünsche angeht. Doch plötzlich, obwohl für die Entwicklung dankbar, wirkt sie passiv, unterwürfig und versteht sich plötzlich selbst als Opfer; ein Opfer ihrer Sucht. Jegliche Selbstinitiative und Selbstermächtigung sind verschwunden.
Unbestritten finde ich, dass die Autorin einen ansprechenden und anspruchsvollen Schreibstil hat, der diese zumeist deprimierende Geschichte sehr literarisch transportiert. Doch die Geschichte selbst hat in meinen Augen eher weniger Substanz und weniger gesellschaftliche Relevanz, sodass sie letztlich bei mir nicht langfristig verfangen hat und ich den teils recht expliziten Beschreibungen und einer unsympathischen Protagonistin nur widerwillig gefolgt bin.
Rezensionen von Lesestern:
Neue Gedanken zu Erlösung und Ewigkeit
Die Ewigkeit ist jetzt von Leïla Slimani
Das neue Buch von John Ortberg trägt den expliziten Titel:
"Die Ewigkeit ist jetzt" und ist im Gerth Medien Verlag erschienen.
Bereits das Cover signalisiert dieses demonstrative und nachdrücklich formulierte Thema von Ortbergs Aussage bezüglich seiner Auffassung von Ewigkeit.
Diese beinhaltet, dass Ewigkeit jetzt schon stattfindet und das bedeutet, dass wir in unserem gegenwärtigen Leben bereits eine interaktive Gottesbeziehung erfahren können und
dabei bereits Anteil an der Ewigkeit haben.
Dieser Grundgedanke basiert auf Joh.17,3,wo Jesus zu seinem Vater betet und sagt: " Und das ist der Weg zum ewigen Leben: dich zu erkennen, den einzig wahren Gott und Jesus Christus, den du in die Welt gesandt hast"(NLB)
Des Weiteren unterstützt Ortberg seine Gedanken durch wissenschaftliche Quellen über die "ewige Lebendigkeit" und veranschaulicht dies am Leben und den Lehren von Jesus mit seinen Jüngern.
Kerngedanke ist dabei das VATER-UNSER, insbesondere der Gebetsteil" Dein Wille geschehe", der die Lebenshaltung von Jesus verdeutlicht und uns herausfordert, unser Leben bzw. unsere verschiedenen Bereiche wie z.B. Ehe,Familie, Beruf, Gemeinde usw. in Gottes Wirkungsbereich- und damit in seinen Willensbereich zu stellen.
Das Evangelium von Jesus lässt sich für Ortberg ebenfalls im VATER-UNSER finden: " Dein Reich komme", die Botschaft, die Jesus immer wieder gepredigt, seine Jünger gelehrt und sie dann auch mit Vollmacht ausgesendet hat. "Jetzt ist die Zeit gekommen, Gottes Reich ist nahe.Kehrt um und glaubt an die rettende Botschaft" (s.Markus 1,19)
Damit ist das "Reich Gottes" nicht erst nach unserem Tod, sondern bereits hier auf der Erde durch Jesus zugänglich.
Und das stellt das weit verbreitete minimale Evangelium der Kirchen, die in Kategorien von" Zugangsbedingungen" als Eintrittskarte in den Himmel denken, total in Frage.
Stattdessen fordert er uns auf, über Erlösung neu nachzudenken. Sie entfaltet sich für ihn in den Stufen der Erweckung, der Läuterung, der Erleuchtung und der Einheit.
Mein persönliches Fazit:
Ein Buch, das mich bei manchen Denkprozessen herausgefordert hat vertrautes Gedanken-Terrain zu verlassen, mich neuen Sichtweisen zu nähern, um den Glauben von Jesus zu begreifen.
Rezensionen von Solstice:
Der Reichtum des Wienerwalds
Wienerwald von Werner Gamerith
Ein Liebhaber, ein Naturliebhaber mit weitem Blick ist der Autor, Fotograf und Pionier der Umweltbewegung Werner Gamerith. Das merkt man diesem Buch sehr schnell an, das dem Reichtum der Landschaft zwischen der Großstadt Wien und den Alpen gewidmet ist. Viele prachtvolle Fotos veranschaulichen Werner Gameriths Begeisterung für die 1.
000 km² dieser Kulturlandschaft zwischen dem Wiener und dem Tullner Becken. Dem Wechsel der Jahreszeiten in einem der größten Laubwaldgebiete Mitteleuropas wird genauso viel Information in Text und Bild gewidmet, wie etwa Burgen und Ruinen. Werner Gameriths große Leidenschaft ist aber der naturnahe Wald mit seinen unzähligen Lebensformen und deren fruchtbaren Beziehungen untereinander, an denen auch der Mensch wesentlichen Anteil hat. Flora und Fauna mit ihren Rollen und Aufgaben im Gefüge der Natur, mit ihren Eigenheiten, Tricks und Geheimnissen werden kurzweilig und unterhaltend beschrieben, vom Wolf bis zur Rötelmaus weiß Werner Gamerith vieles zu berichten. Ganz besonderes Anliegen ist dem Autor die natürliche Erhaltung des Wienerwalds, daher wendet er sich entschieden gegen Verbauungen oder auch Begradigungen von Bachläufen. „Besinnliche Ruhe oder fordernde Abenteuer, überraschende Entdeckungen oder die Größe und Schönheit einer Welt voller Geheimnisse, die geworden und nicht von Menschen gemacht ist – all diese Naturerfahrungen stärken Körper, Geist und Gemüt“, schreibt Werner Gamerith über den Wienerwald. „Dieser Reichtum ist mehr wert als alles Geld. Ihn zu bewahren, schulden wir unseren Nachkommen.“
Rezensionen von Solstice:
Ein Buch, das lebensverändernd wirken kann
Botschaft der Natur von Werner Gamerith
„Wir können wohl manches kaufen, das Wesentliche für ein geglücktes Leben wird uns aber geschenkt“, schreibt Autor Werner Gamerith in seinem jüngsten Werk „Botschaft der Natur“. Auf über 160 Seiten nimmt er den Leser mit auf einen Streifzug quer durch die österreichische Flora und Fauna, auf dem er immer wieder auf die vielen verschiedenen Beziehungen innerhalb unserer Biosphäre hinweist.
Nicht zuletzt haben auch wir Menschen eine ganz wesentliche Verbindung zur Natur, ist sie doch nicht nur Spenderin von Atemluft und Nahrung, sondern hat auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unser Seelenleben: „Als eindrucksvolle Gestalten, die uns überragen und überdauern, sind sie wunderbare Gleichnisse für Mühsal und Segen, für Stärke und Glück unseres Lebens“, steht da über Bäume geschrieben. „Im Schatten besonderer Bäume schöpfen viele Menschen Kraft oder treffen sich mit anderen zu Spiel und Gespräch.“ Werner Gamerith weiß, wovon er schreibt, ist er doch nicht nur seit Jahrzehnten einer der österreichischen Pioniere der Umweltbewegung, sondern auch Konrad-Lorenz-Preisträger für Umweltschutz für die Verbindung von Kunst und Ökologie. Besonders am Herzen liegen ihm Naturgärten, deren bunte Vielfalt des Lebens er auch mit vielen Fotos überzeugend beschreibt. Werner Gamerith hat einen weiten Blick auf die Natur mit ihren unendlich vielen Beziehungen – und auf uns, die wir auf die lebensspendende Verbindung zu einer intakten Umwelt angewiesen sind. Kritisch analysiert der 1939 Geborene die bedrohlichen Fehlentwicklungen unseres technisch-industriellen Zeitalters auf Natur und Klima: „Die Menschheit befindet sich in der Rolle des Zauberlehrlings, der die Geister, die er rief, nun nicht los wird.“ Werner Gamerith weist mehr als einmal auf unsere wesentliche Rolle im großen Ganzen unseres Planeten hin und betont den Wert von „Einigkeit, zum Wohl aller Bewohner unseres einzigen Heimatplaneten“. Ein großes, weites Buch für alle, die die Natur lieben – und für alle, die sie noch nicht gut kennen und daher noch nicht lieben. Darum Achtung, die Lektüre dieses liebevoll gestalteten Werks kann ihr Leben grundlegend verändern. Zum Positiven.
Rezensionen von div:
leicht und humorvoll
Immer kommt mir das Leben dazwischen von Kathrin Schrocke
Das Buch ist sehr kurz gehalten mit nicht ganz 200 Seiten - die Geschichte an sich finde ich schön gestaltet, jedoch habe ich das Gefühl, dass nicht jedem Handlungsstrang komplett gerecht geworden ist. Man hat versucht zu viel in zu wenig Seiten zu verpacken - teilweise hätte man Handlungen weiter ausführen können.
Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt - eine leichte und humorvolle Lektüre für Zwischen durch.
Rezensionen von Castilleja:
Nina
Der Zopf meiner Großmutter von Alina Bronsky
Alina Bronsky hat es nicht nur aufgrund ihrer Geschichte, sondern vor allem auch durch ihren Schreibstil geschafft, mich mit diesem Buch alles um mich herum vergessen zu lassen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Max, dem Enkel des ruhigen Dschingis und der stets präsenten Margo. Sie leben in Deutschland in einer Flüchtlingsunterkunft, die mal ein Hotel war.
Die Großmutter hat ständig Angst, dass Max bald sterben wird und desinfiziert ständig alles, ernährt ihn nur mit püriertem Gemüse und Haferschleim, geht mit zu seiner Schule und sitzt mit im Klassenraum - nicht ahnend, dass sie gerade dadurch ihrem Enkel mehr schadet als nutzt. Dann treten Nina und ihre Tochter Vera in ihr Leben und es ändert sich alles - für den Großvater, für Max, aber auch für die Großmutter. Eine eindrucksvolle Geschichte, die eine breite Skala an Gefühlen anspricht.
Rezensionen von Cyrana:
Mariko
Das Herz aus Eis und Liebe von Ahdieh Renée
Das Buch beginnt nur kurze Zeit später dort, wo der erste Band endete. Meiner Meinung nach waren die kleinen Erinnerungshilfen wohl dosiert und so war ich schnell wieder in der Geschichte, die dieses Mal vorrangig am Kaiserhof spielt. Die beiden Söhne des verstorbenen Kaisers, Roku und Raiden, lernt man hier besser kennen.
Roku ist ein grausamer Herrscher und quält den gefangen genommenen Okami, wo er kann. Raiden ist der Verlobte von Mariko, die alles unternimmt, um Okami zu retten.
Einblicke in die Intrigen des Kaiserhofs stehen im Vordergrund, aber auch der Schwarze Clan mit Tsuneoki und auch Yumi sind immer wieder im Mittelpunkt. Leider kam gerade Yumi leider viel zu kurz und auch andere Aspekte wurden angerissen und dann nicht weiter verfolgt. So ist das Ende des Buches zwar eines, das viel beantwortet, allerdings hätte ich bei einigen der Charaktere gerne gewusst, wie es ihnen weiter ergangen ist.











