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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Harakiri:

etwas lahmer Beginn

Jagd auf die Bestie von Chris Carter

Ein wirklich passender Buchtitel, denn um nichts anderes geht es in dem Buch.
Lucien Folter (bekannt aus „Die stille Bestie“) bricht aus dem Hochsicherheitsgefängnis aus und sinnt auf Rache an Hunter, der ihn ins Gefängnis gebracht hat. Doch Lucien bringt Hunter nicht einfach um, er spielt ein schreckliches Spiel mit ihm.

Bis Hunter den Spieß umdreht.
Ich hatte ein wenig Probleme mit dem Anfang des Buches, der zog sich für mich ein wenig zu sehr. Auch wenn das Buch gleich im ersten Kapitel sehr blutig ist, aber dann dauert es in meinen Augen etwas länger, bis die Handlung so richtig Fahrt aufnimmt. Genossen habe ich aber immer die Szenen, in denen Lucien zu Wort kam. Und die letzten 200 Seiten haben mich dann auch wieder total gefesselt und ans Buch geklebt. So viel Spannung und wie Carter es immer wieder schafft, die Spannung hoch zu halten und den Leser Nägel kauend mit einem Schwenk auf eine andere Person hinzuhalten, das sucht schon seinesgleichen.
Das Buch ist bereits der 10. Band aus der Hunter und Garcia-Reihe und eine unabhängige Fortsetzung des 6. Bandes. Um die Handlung von „Jagd auf die Bestie“ besser verstehen zu können, sollte man „Die stille Bestie“ gelesen haben, was ja auch ein reines Vergnügen ist.
Fazit: wer blutige Thriller mag ist bei Carter immer bestens aufgehoben. Auch wenn hier der Anfang etwas krankte.

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Rezensionen von Harakiri:

zu kurz

Im Wald der Wölfe von Linus Geschke

Jan Römer braucht eine Auszeit, zu anstrengend war sein letzter Fall. Doch von Ruhe kann keine Rede sein als eines Abends plötzlich eine fremde Frau vor seiner Ferienhaustüre steht und ihm vom „Wald der Wölfe“ erzählt. Jans Neugier ist geweckt, doch irgendjemand will nicht, dass die Morde aus der Vergangenheit aufgeklärt werden.

Ich habe mich sehr gefreut, wieder ein Buch von Jan und Mütze lesen zu dürfen. Leider wohl das letzte, denn „Im Wald der Wölfe“ steht bei Amazon als Band 4 von 4 und auch einige Vorkommnisse in dem Buch deuten auf ein Ende hin. Ich hätte allerdings nichts dagegen, mehr von dem pfiffigen Journalistenpaar zu lesen.
Anfangs dachte ich noch, dass Jan in dem Buch allein unterwegs ist, doch lassen es sich seine Freunde nicht nehmen, nach einem grausamen Vorfall, auch in die Kleinstadt zu reisen und Jan beizustehen. Lenas Rolle fand ich aber etwas offensichtlich. Aber ich mochte das Kleeblatt als Agierende sehr gerne, die 4 ergänzen sich sehr gut und sind einfach sympathisch.
Geschkes Schreibweise war wie immer sehr flüssig und anschaulich, man flog nur so durch die Seiten und war auch viel zu schnell beim großen Show-Down angekommen, der dann schon ein wenig Wild-West-mäßig anmutete.
Fazit: ich fand mich wieder super unterhalten von Jan, Mütze und Arslan und die Schilderungen der Gegend machen Lust auf einen Besuch in dem Gebiet.

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Rezensionen von AndFe1:

Brot backen

Brot backen mit Christina von Christina Bauer

Im ersten Teil des Buches erfährt der Leser Wissenswertes zu den Grundzutaten und den Utensilien, die Zubereitung der verschiedenen Grundteige und Tipps. Anschließend folgen die Backrezepte.

Es ist angenehm zu lesen und alles ist verständlich erklärt. Die Arbeitsschritte sind mit Bildern ergänzt und auch bei allen 50 Rezepten ist ein Foto dabei, was ich sehr wichtig finde.

Die Auswahl der Rezepte ist gut gewählt, so ist je nach Geschmacksrichtung oder Zeitaufwand das Richtige dabei und durch die schönen Bilder hat man gleich eine Vorstellung vom fertigen Brot.

Ein bisschen störend fand ich, dass nur die österreichischen Mehltypen in den Rezepten aufgeführt sind, für die Tabelle mit den deutschen Typenbezeichnungen muss immer in den Wissensteil geblättert werden.

Die ersten Brote/Brötchen sind schon gebacken und weitere sollen noch folgen. Ein schönes Brot-Backbuch, das ich immer wieder gerne in die Hand nehme!

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Rezensionen von Lesestern:

Aufbruch in eine neue Welt oder ein Herz beginnt zu hören

Mein Herz hört deine Worte von Joanne Bischof

Der erste Band einer neuen Romanreihe von Joanne Bischof über die Norgaard Brüder wird im August 2019 erstmals in deutscher Übersetzung im Brunnen Verlag erscheinen.

Nach dem Tod ihres Mannes Benn bricht die in Norwegen lebende junge Witwe Ava auf, um ein neues Leben zu beginnen.
Völlig ahnungs- und mittellos nimmt sie die Einladung einer Cousine

ihres verstorbenen Mannes an, sich um ihre Neffen zu kümmern und
begibt sich auf die weite Reise nach Virginia, den Blackbird Mountains.

Bei ihrer Ankunft erwartet sie allerdings eine Überraschung. Die drei Brüder: Jorgan, Thor und Hakoon sind bereits erwachsene junge Männer und die ihr durch den freundschaftlichen Briefwechsel lieb gewordene Großtante Dorothee ist zwischenzeitlich verstorben.

Ganz langsam findet sie den Zugang in diese außergewöhnliche Noorgard Familie, zu der auch die mütterliche afrikanische Haushälterin Ida nebst ihrer Schwester und deren Familie gehört.

Besonders Thor mit seiner Gehörlosigkeit und seinen persönlichen Problemen wird für Ava zu einer großen Herausforderung und es braucht besondere Achtsamkeit und Vertrauen von ihr, um seine liebenswerte Seite zu entdecken.
Aber auch der jüngste der Brüder, Hakoon hat seine Licht- und Schattenseiten und sein unberechenbares Wesen birgt manche Gefahren und sorgt für Familienkonflikte.

Joanne Bischof hat hier eine stark berührende und ganz besondere Familiengeschichte geschrieben und sensibilisiert ihre Leser für Probleme wie Gehörlosigkeit und Alkoholabhängigkeit.
Die Charaktere in dieser Geschichte wirken sehr authentisch und man spürt mit welchen Tiefgang, sie sich ihrer Recherche gewidmet hat. Die Themen in ihrem Roman wie Verlust, Beziehungskonflikte, Behinderung, Sucht, Liebe, Glauben und Rassendiskriminierung werden feinfühlig in diesen Familienepos verwoben und gleichzeitig sehr realistisch dargestellt.

Fazit: Ich fühle mich geehrt, dass ich diesen wunderbaren und ganz besonderen Auftakt der Geschichten um die Noorgard-Brüder vorab lesen durfte.
Für mich war es wie ein Schatz, den ich Seite für Seite entdecken und genießen konnte.
Die Seiten sind während dem Lesen dahingeflossen und die Geschichte hat mich fesselnd fasziniert und mich schon in Vorfreude auf die Fortsetzung beflügelt.

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Rezensionen von dorli:

Küstenstill

Küstenstill von Elias Haller

Greifswald/Anklam. KHK Hardy Finkel ist nach 20 Jahren beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden in seine Heimat zurückgekehrt. Der Start auf seinem neuen Posten bei der Kriminalpolizeiinspektion Anklam wird ihm allerdings nicht gerade leicht gemacht – nicht nur, dass die neuen Kollegen ihm als ehemaligen BKA-Mann äußerst skeptisch gegenüberstehen und seine Vorgesetzte eine Mail erhalten hat, die Hardy in einem schlechten Licht erscheinen lässt, er wird auch direkt in seinen ersten Mordfall katapultiert.

Und der hat es in sich: Zwei furchtbar zugerichtete Frauenleichen geben Hardy und seiner Partnerin Greta Silber Rätsel auf. Damit nicht genug, während der Ermittlungen wird immer offensichtlicher, dass Hardys Vergangenheit in diesem Fall eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen scheint…

Was für ein raffiniert gestrickter Thriller! Elias Haller wartet in „Küstenstill“ mit einem Kriminalfall auf, der von Anfang an fesselnd ist und Seite um Seite immer dramatischer wird. Die Ermittler sammeln Hinweise und decken Puzzleteile auf, kommen dem Täter aber dennoch keinen Schritt näher - im Gegenteil, jede weitere Spur scheint den ganzen Fall noch verworrener zu machen.

Geschickt lenkt der Autor den Blick des Lesers in unterschiedliche Richtungen – falsche Fährten, viele Verdächtige, überraschende Wendungen sowie immer neue Anhaltspunkte und Ereignisse halten das Geschehen lebendig und haben mir genauso wie die zahlreichen im Handlungsverlauf auftauchenden Fragen viel Platz zum Miträtseln und Mitgrübeln über Motiv, Hintergründe und Identität des Täters gegeben.

„Küstenstill“ hat mich durchweg begeistert – ein temporeicher, gut durchdachter Thriller, der mit einer fesselnden Handlung und ausdrucksstarken Figuren punkten kann und mich von der ersten bis zur letzen Seite fest im Griff gehabt hat.

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Rezensionen von thora01:

Gretje Blom auf Verbrecherjagd - spannender softer Krimi

Inselsünde. Ostfrieslandkrimi von Rita Roth

Inhalt/Klappentext:
»Ich angle mir einen Millionär!« Mit diesem Wunschtraum im Gepäck reist Britt auf die ostfriesische Insel Norderney drei Monate später ist sie spurlos verschwunden. Einiges deutet auf eine Affäre mit dem bekannten Casanova Ricardo hin, der ebenfalls wie vom Erdboden verschluckt scheint.

Ist Britt mit ihm durchgebrannt und genießt jetzt ihr Liebesglück? Oder ist sie einem furchtbaren Verbrechen zum Opfer gefallen? Gretje Blom stößt auf den Fall und entdeckt einige Ungereimtheiten. Gemeinsam mit ihren Freunden aus der Norderney-WG geht sie der Sache nach. Ins Visier gerät auch der Schönheitschirurg Rob van Geldern, der auf der Insel eine neue Beauty-Klinik eröffnen will und einen äußerst zwielichtigen Eindruck macht …
+++ “Inselsünde” ist die überarbeitete Neuauflage des Ostfrieslandkrimis “Gretje macht das schon”.+++
“Ein spannender Ostfrieslandkrimi von der Nordseeinsel Norderney””
(Quelle: Klarant Verlag)

Meine Meinung:
Sehr spannender und undurchsichtiger softer Krimi. Der Schreibstil hat mich sofort gefangen genommen und ich wurde gedanklich nach Norderney gezogen. Der Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Er hält die Spannung mit einfachen Mitteln auf einem recht hohen Niveau. Die Spannungsbögen sind sehr gut gesetzt und ich habe mit der Hauptprotagonistin Gretje mitgefiebert. Die Protagonisten sind sehr eigen. Ganz besonders gefallen hat mir Gretje. Sie ist sehr weltgewandt und lässt sich nicht unterbuttern. Sie hat ihre WG Bewohner sehr gut im Griff. Für ihr Alter ist sie sehr rüstig und hat einen sehr scharfen Verstand der um die Ecke denkt. Die Jungs gefallen mir auch sehr. Jeder ihrer Mitbewohner hat seine ganz besonderen Eigenheiten. Sie ergänzen und teilweise bremsen sie Gretje wenn sie wieder mal übers Ziel hinausschießen möchte. Als Team sind sie einfach nicht zu schlagen. Der Fall wirkt zu Beginn sehr einfach gestrickt wird jedoch im weiteren Verlauf immer undurchsichtiger und ich hatte Mühe den roten Faden nicht zu verlieren. Ganz besonders hat mir gefallen wie „Kommissar Zufall“ immer wieder das Ruder übernommen hat. Zudem fand ich die Beschreibung der Umgebung sehr schön. Ich liebe detailierte Umfeldbeschreibungen und konnte mir Norderney sofort in meiner Phantasie vorstellen. Der Abschluss fand ich sehr gut geschrieben. Er hat all meine Erwartungen an einen soften Krimi erfüllt.

Mein Fazit:
Softer Krimi der Extraklasse mit besonderen Protas und tollen Handlungsschauplätzen. Für mich ist dieser Krimi eins meiner Sommerhighlights.

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Rezensionen von dorli:

Manche mögen's tot

Manche mögen's tot - Die K&K-Schwestern ermitteln (Die Schnüffelschwestern 3) von Tatjana Kruse

In der Krimikomödie „Manche mögen's tot“ - dem dritten Fall für die ungleichen 60plus-Zwillingsschwestern Konny und Kriemhild - erwartet den Leser neben turbulenten Mordermittlungen wieder eine geballte Ladung Kruse-Humor.

Kriemhild verlässt im Morgengrauen die kleine Frühstückspension der Schwestern, um in der nahe gelegenen Schleifbachklinge nach Pilzen zu suchen.

Plötzlich durchbrechen Schüsse und der Schrei einer Frau die morgendliche Stille. Neugierig schleicht Kriemhild in Richtung Lärmursprung und beobachtet, wie ein Mann sich bemüht, die Leiche einer Frau in den Kofferraum seiner Limousine zu bugsieren. Ein ungeschickter Tritt auf einen trockenen Zweig entlarvt die heimliche Beobachterin, weitere Schüsse krachen und strecken Kriemhild nieder…

Kriemhild überlebt dieses fiese Attentat nicht nur, sie hat auch erkannt, wer da am frühen Morgen sein Unwesen getrieben hat: Kurt Giesing, eine lokale Berühmtheit. Da die Polizei sich dem Fall nur zögerlich annimmt, beschließt Kriemhild, ihren Tod vorzutäuschen, um den Killer in Sicherheit zu wiegen, während sie auf eigene Faust Ermittlungen anstellt – und damit nimmt das Drama seinen Lauf…

Tatjana Kruse zeigt auch in diesem Schnüffelschwestern-Abenteuer wieder, dass sie ein Händchen für spaßige Krimiunterhaltung hat. Auch wenn der Kriminalfall nicht mit atemloser Höchstspannung daherkommt, sorgen eine riesige Portion Wortwitz und ganz viel Situationskomik für eine schwungvolle Handlung und lassen die chaotischen Mordermittlungen damit zu einem großartigen Lesevergnügen werden.

Der Clou in diesem Krimi sind ganz eindeutig die herrlichen und zum Teil recht skurrilen Figuren. Neben der hageren Kriemhild und der drallen Konny begegnet man nicht nur vielen alten Bekannten, sondern trifft auch auf ein paar Neuzugänge, die mit ihren Eigenarten und Macken die Welt der K & K-Schwestern bereichern: den patenten Concierge Lambert habe ich ebenso schnell ins Herz geschlossen wie das jüngste Mitglied der illustren Pensionsgästeschar– über den 5-jährigen Wilmer und seinen grenzenlosen Forscherdrang kann man sich prächtig amüsieren. Auch Graupapagei Chuck Norris und Nacktkater Amenhotep sind auch wieder mit von der Partie und tragen mit frechen Sprüchen bzw. eigensinnigen Gehabe ihren Teil zur Unterhaltung bei.

„Manche mögen's tot“ hat mich rundum begeistert – der einzigartige Kruse-Humor garantiert ein effektives Training der Lachmuskulatur.

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Rezensionen von begine:

Traurig und Lustig im Wechsel

Wir von der anderen Seite von Decker Anika


Die Schriftstellerin Anika Decker hat mit ihrem Roman „Wir von der anderen Seite“ ein realistisches berührendes Buch geschrieben.

Die Sprecherin des Hörbuchs ist die Schauspielerin Katja Riemann. Sie hat die Geschichte sehr gut gespielt. Witzigerweise wird sie auch im Roman erwähnt.

Die Drehbuchautorin Rahel Wald wacht aus dem Koma auf, sie sieht ein Gerippe, da bemerkt sie, das sie selber es ist.

Langsam versteht sie, wie krank sie wirklich ist. Wir Leser dürfen Rahel durch die Behandlungen begleiten. Es ist erschreckend was es für unsensible Ärzte gibt, Gott sei Dank gibt es den Herzklappendoktor, der ehrlich zu ihr ist.
Trotz allem was Rahel erlebt, kommt immer wieder ein toller Humor durch. Ihre geistreichen Sprüche sind toll. Besonders gefällt mir ihr Verhältnis mit ihren Eltern und dem Bruder.

Anika Decker ist ein brillanter berührender Roman mit ernstem Thema gelungen. Ihr Stil ist einfach fesselnd. Der Leser kann mitleiden und sich dann wieder freuen. Ein Roman zwischen Weinen und Lachen.

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Rezensionen von begine:

Heimat

Aber Töchter sind wir für immer von Wünsche Christiane


Die Schriftstellerin Christiane Wünsche hat bis jetzt Krimis geschrieben.
Mit ihrem neuen Werk „Aber Töchter sind wir immer“ ist ihr ein schöner Familienroman gelungen.
Das Haus am Bahndamm in Büttgen ist der Schauplatz dieser Geschichte. Es ist das Elternhaus von Hans Frantzen, das er nach dem Tod der Eltern mit seiner Familie bewohnt.

Zu seinem 80. Geburtstag reisen die drei Töchter Johanne Heike und Britta an. Nur Hermine fehlt, sie ist schon vor vielen Jahren gestorben, aber sie ist immer noch präsent. Die Sorgen um sie haben das Familienleben geprägt.
Es wird viel verschwiegen und keiner weiß, wieviel die anderen wissen.Die Familie ist so normal, das man sich mit den Freuden und dem Kummer identifizieren kann. Die Geschichte führt uns bis ans Ende des Krieges, als Christa als Flüchtlingskind Hans kennenlernt.
Die Autorin lässt jedes Familienmitglied abwechselnd zu Wort kommen.
Sie lässt die Eifersüchteleien der Geschwister und ihre Empfindungen gut herüber kommen. So geht es in vielen Familien zu, deshalb gefällt mir der Roman besonders gut.
Der Roman hat mich total gefesselt und ich möchte ihn gerne empfehlen.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Von A nach E

Heimelig von Blanca Imboden

Die kurze Geschichte über Nelly hat mich angelacht - ich habe bereits einige Altersheimromane gelesen (zum Beispiel die schwedische dreiteilige Rotwein-für-drei-alte-Frauen-Serie von Minna Lindgren, die irisch-französische Version von Judy Leigh oder etwas weiter gespannt der deutsche Mauersegler von Christoph Poschenrieder) und war auf die Schweizer Variante gespannt.

Schnell war ich in der Geschichte drin und konnte die Abneigung gegen das Altersheimessen und gegen weitere dortige Gepflogenheiten, die leider Gottes oft real sind, absolut nachvollziehen.

Ich konnte Nellys Entschluss - nicht in Trudis Einlegerwohnung zu leben - total verstehen, nicht aber, dass sie freiwillig ins Altersheim zieht. Für das Heim ist sie doch noch zu jung und vor allem zu zwäg beieinander. Aber ich verstehe, es brauchte dies für den Plot, zudem beruht die Hintergrundgeschichte auf Erlebnisse von Frau Imbodens Mutter.

Der Plot ist witzig, wie auch der Schreibstil von Bianca Imboden. All die Reisen und Begegnungen, die sie Nelly zukommen lässt, sind charmant und mit viel Humor wiedergegeben. Wer kann sich schon vorstellen, in zwanzig, dreissig oder vierzig Jahren auf einmal gerne und absolut freiwillig Putzlappen zusammen zu legen?

Trotz viel Amüsement gehen aber auch die lebenswichtigen, ernsten Fragen nicht vergessen: Liebe im Alter? Demenz? Sterbehilfe? Wie mit der unliebsamen Verwandtschaft umgehen?

Wie Nelly haben mir die Szenen beim Essen im Altersheim fast am Besten gefallen, natürlich mal abgesehen vom Ende des Romans. Ihre Gspännli wurden gut dargestellt, die Nörgeltante hatte ihre Auftritte genauso wie der durch Zeitungen und Radio bestens informierte Mann und und und...

Fazit: Eine heimelige und lässige kleine Tour de Suisse - lasst euch überraschen.
4 Punkte.

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