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Rezensionen von dorli:

Zeit aus Glas

Zeit aus Glas von Ulrike Renk

In ihrer auf wahren Begebenheiten beruhenden Seidenstadt-Saga erzählt Ulrike Renk von den dramatischen Erlebnissen der jüdischen Familie Meyer während der NS-Zeit.

„Zeit aus Glas“ ist der zweite Band der Saga und knüpft direkt an die Geschehnisse des ersten Teils an. Ich halte es für ratsam, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man so das Leben und das Schicksal der Meyers besser nachempfinden kann.

Ruth ist mittlerweile 17 Jahre alt und das Leben, wie sie es gekannt hat, zerbricht immer mehr. Nach der Reichspogromnacht im November 1938 haben die Meyers ihr Zuhause verloren. Die Anfeindungen und Diskriminierungen gegenüber Juden werden mit jedem Tag massiver. Als die Lage sich für die Meyers bedrohlich zuspitzt, beschließt Ruth, sich für eine Stelle als Haushaltshilfe in England zu bewerben…

Ulrike Renk schildert in diesem Band sehr ausführlich, wie sich das Leben der Meyers nach dem Verlust ihres Hauses verändert. Wie sehr die vielen Einschränkungen alle belasten. Wie Angst und Verzweiflung immer größer werden und die Hoffnung schwindet, dass sich doch noch alles zum Guten wendet. Wie Ruth ihre Emotionen beiseite schiebt und sich bemüht, mit alltäglicher Routine in der Spur zu bleiben und gleichzeitig nach einem Ausweg für ihre Familie sucht. Wie ihre Mutter unter der Last der Ereignisse zusammenbricht und ihr Vater zumindest Teile des ehemaligen Vermögens zu retten versucht. Mir hat die detaillierte Darstellung der Geschehnisse sehr gut gefallen, weil dadurch deutlich wird, was die Menschen in dieser schrecklichen Zeit durchmachen mussten und wie die wachsende Bedrohung den Einzelnen innerhalb weniger Monate verändert hat.

Auch der zweite Band der Seidenstadt-Saga hat mir sehr gut gefallen - eine mitreißende Mischung aus realer Lebensgeschichte und fiktiver Handlung, die anschaulich und eindringlich erzählt wird und den Leser intensiv an dem Schicksal einer jüdischen Familie teilhaben lässt.

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Rezensionen von begine:

Charmante Liebesgeschichte

Herzklopfen nicht ausgeschlossen von Julia Hanel


Die Schriftstellerin Julia Hanel schreibt wunderbare Liebesromane. Zwar sind sie etwas vorhersehbar, aber das stört nicht.

Der Roman „Herzklopfen nicht ausgeschlossen“ besticht durch zwei interessante Protagonisten. Da ist der reiche Leo mit seinem Porsche und die Studentin Feli , die vorübergehend als Pflegerin in dem Seniorenheim arbeitet, in dem ihre Großmutter mit einrt leichten Demenz lebt.

Leo muss Sozialstunden in dem Heim ableisten. Als erstes fährt er Feli auf ihrem Fahrrad an. Kein perfekter Anfang.
Es beginnt eine charmante witzige Geschichte. Felis Großmutter hat ein Geheimnis, das Feli ziemlich durcheinander bringt.

Julia Hanel versteht es der Geschichte Pep zu geben. So entwickelt sich ein wunderbarer Liebesroman. Für Liebhaber dieses Genres zu empfehlen.

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Rezensionen von begine:

Bedrückend und berührend

Das Kinderhaus von Nelson Alice


Die Schriftstellerin Alice Nelson erzählt in ihrem Roman „Das Kinderhaus“ von den Empfindungen der Flüchtlingen.

Die Professorin Marina Hirsch lernt die Flüchtlingsfrau Constance aus Ruanda und ihren Sohn Gabriel kennen. Der Junge hat es ihr besonders an getan, denn Constance ist blockiert und kann ihrem Kind keine Liebe zeigen.

Marina und ihr Bruder sind im Kibbuz geboren. Dort gab es die Kinderhäuser. Die Kinder lebten nicht bei ihren Eltern, sondern nur mit den anderen Kindern und Erziehern zusammen. Da gab es keine Elternliebe.

Alice Nelson hat mit Das Kinderhaus ein ans Herz gehenden Roman geschrieben. Die Geschichte verschönt nichts. Das Leben der Flüchtlinge war und ist immer dramatisch, denn freiwillig verlassen die wenigsten nicht ihr Zuhause.

Der Roman fesselt und ich habe einiges neues gelernt. Der Stil ist ehrlich mit viel Herz.

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Rezensionen von begine:

Eine Lebedame

Die vollkommene Lady von Sharp Margery


Die britische Schriftstellerin Margery Sharp war eine begnadete Autorin. Sie schrieb viele Kinderbücher. Ich habe Die Abenteuer der Cluny Brown gerne gelesen.
Der neue Roman „Die vollkommene Lady“ wurde neu übersetzt von Wibke Kuhn. Margery Sharp lebte von 1905 bis 1991.

Die Romanfigur Julia Packett ist lebenslustig und sympathisch beschrieben.

Der Roman spielt 1930 in Frankreich.
Julia versteht es sich von Männern aushalten zu lassen. Jetzt soll sie zu ihrer Tochter kommen, die bei den Großeltern väterlich seits groß gezogen wurde. Susanne möchte schnell heiraten und die Großmutter will, das sie bis zu ihrer Volljährigkeit wartet. Julias Aktionen sind ganz witzig, aber nicht so richtig lebensnah. Ob die Lady jetzt vollkommen ist, möchte ich nicht sagen, aber so ist eben der Titel.
Die Geschichte liest ist amüsant und interessant. Der Roman besticht von seiner Sprache.

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Rezensionen von yellowdog:

Irisches Tagebuch

Vom Fischen und von der Liebe von Benoîte Groult

Benoite Groult ist sehr bekannt wegen ihres autobiografisch geprägten Erfolgsroman Salz auf unserer Haut, der auch verfilmt wurde. Diese Tagebücher, die einen Zeitraum von 1977 bis 2003 abdecken, wirken fast wie eine Fortsetzung oder Ergänzung, denn die Beziehungen zu ihrem Mann Paul wie auch zu ihrem Geliebten Kurt stehen sehr im Vordergrund.

Dennoch ist es hier natürlich alles ungeschminkt autobiografisch, sogar Benoites Schwester Flora taucht gelegentlich auf. Ein weiteres wichtiges Thema ist das Altern.
Das Tagebuch lässt sich sehr gut und angenehm lesen. Das kryptische, das manchen Tagebüchern kennzeichnet, fehlt hier komplett. Es liest sich auch nicht anders als Prosa.
Vom Gefühl her würde ich daher auch die Arbeit der Übersetzerin aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky als gelungen einschätzen.
Es gibt einige gute Beschreibungen vom Meer und der Umgebung der irischen Westküste, an der Benoite und Paul die Sommer verbringen und oft zum Fischen rausfahren. Das zu lesen ist wirklich ein Genuß und man bekommt Lust, auch Salz auf unserer Haut wieder zu lesen.

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Rezensionen von yellowdog:

Julia und ihre Tochter

Vom Fischen und von der Liebe von Benoîte Groult

In Die vollkommene Lady erzeugt die Autorin Margery Sharp einen ironischen Ton, der an Screwball-Komödien aus den dreißiger Jahren erinnert. Ein Ton, den ich sehr mag. Tatsächlich stammt der Roman aus dem Jahr 1937, allerdings ist der Roman auch sehr british. Dabei spielt sich die Handlung größtenteils in Frankreich ab.

Julia ist ein unbeschwerter Freigeist und eher unkonventionell. Eine Frau, die nach dem frühen Tod ihres Mannes ein selbstständiges Leben wählt. Dafür musste sie ihre kleine Tochter verlassen. Doch als diese als Erwachsene Julia schreibt, dass sie Hilfe braucht, macht sich Julia sofort auf den Weg.

Der Roman hat einen Humor, wie man es schon durch Margery Sharps bekanntestes Buch „Die Abenteuer der Cluny Brown“ kennt und wer das mochte, ist auch hier nicht falsch.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Im Witwenhaus

Vom Fischen und von der Liebe von Benoîte Groult

Seit dem Geschehen im ersten Band sind eineinhalb Jahre vergangen. Nun ist September und Bee Merryweather hat seit knapp einem Jahr neue Nachbarn.

Mit der jungen Lavinia versteht sich Bee einigermassen gut, nicht jedoch mit deren Mann Percy. Der tätigt geheimnisvolle Geschäfte und passt irgendwie nicht nach South Pendrick.

Aber er gibt sich auch keine Mühe. Lavinia hingegen würde gerne im Dorfleben aufgenommen werden, aber ausser mit Bee hat sie kaum Kontakte - alle haben Vorurteile gegen die Frau, die schon öfters beim Beautydoc war. Vielleicht ist ihre Geburtstagsparty im Oktober ja eine Möglichkeit, die Dorfbewohner besser kennen zu lernen und Freunde zu finden.

Denn Lavinia fühlt sich im Witwenhaus nicht wohl, der Nebel und eine Spukgeschichte tun ihr übriges, dass es so bleibt. Als Bee über eine Leiche stolpert, scheinen Lavinias Vorahnungen erfüllt. Doch es gibt noch mehr Ungereimtheiten und Percy verhält sich noch wortkarger als sonst.

Bee Merryweather hat viel zu tun mit ihrem neuen Shop - sie häkelt Eierwärmer auf Bestellung, momentan sind vor allem Weihnachtsmotive gefragt. Dass Bee die Farben der gerade zu Ende gehäkelten Bestellungen nicht mehr sehen kann, ist verständlich, wurde mir aber zu oft erwähnt. Das hätte man eleganter lösen können. Auch sonst gab es viele unnütze Wiederholungen, etwa dass Polizist David die falsche Frau liebt oder Marcus seine Frau, die ihn eigentlich verlassen hat, immer wieder bei sich aufnimmt.

Im Gegensatz zum ersten Band gab es in "Leichenschmaus im Herrenhaus" einige Längen, so dass der Spannungsbogen sehr flach blieb. Ausserdem vergeht eine - für einen Krimi - recht lange Zeit, die übersprungen wird, bis wieder etwas passiert. Das mag ich nicht so.

Dafür mochte ich, dass die Geheimnisse gut bewahrt werden. Man weiss schnell, wer Dreck am Stecken hat, bei anderen vermutet es man. Ob man damit richtig lag und was für "Dreck" das ist, erfährt man erst gegen Ende, wenn alle Geheimnisse enthüllt werden und für so manche Überraschung sorgen.

Fazit: Ein netter, aber sehr ruhiger Häkel-Krimi, da kaum Spannung aufgebaut wird.
3.5 Punkte.

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Rezensionen von yesterday:

Ein paar Stunden “Echtzeitthrill” mit Zack Herry

Zack Herry / Der Schrei des Engels von Kallentoft Mons; Lutteman Markus

Das Duo Mons Kallentoft und Markus Lutteman ist in dieser Formation ein letztes Mal* mit Zack Herry zurück. Der streitbare Stockholmer Ermittler einer Sondergruppe ist diesmal in einem der schwierigeren Vororte im Einsatz. Stallhagen beherbergt viele Flüchtlinge in günstigen Wohnungen, die Arbeitslosigkeit ist hoch und nach und nach gibt die offizielle Hand diesen Teil auf.

Bis auf eine Person: Helene Svensson. Sie kämpft als Sozialarbeiterin für die Menschen in Stallhagen, hilft bei Behördengängen und hat immer ein offenes Ohr. Doch plötzlich scheint sich “ihr” Stadtteil gegen sie zu wenden.

Zack und seine Kollegin Deniz machen sich auf die Suche nach Helene und erleben dabei allerlei skurrile wie gefährliche Episoden zwischen den heruntergekommenen Häusern. Spannung, Drama und Blut inklusive. Alles typisch für die Reihe um Zack Herry.

Aber im Vergleich zu den Vorgängerbänden ist auch einiges anders. Der Fokus auf dem Schauplatz “Vorort”, auf den beiden Ermittlern ist noch stärker und somit gibt es kaum Szene von außerhalb und auch von den anderen im Team, deren Rolle ist eher klein. Auch die anderen Charaktere, die nicht der Sondereinheit angehören, haben noch klarere Nebenrollen als bisher.

Für Einsteiger in die Serie bietet “Der Schrei des Engels” einen Vorteil, aber doch viele Nachteile. Der Vorteil: Man erlebt Zack fast nur als den der handelt, er ist in der Action gefangen und kann daher nicht zu sehr “abdriften”, seine dunklen Seiten nehmen nicht so viel Raum ein.

Die Nachteile: Sämtliche wichtigen Personen werden kaum bis gar nicht mehr eingeführt, auch die sonst vertrauten Orte in Stockholm spielen aufgrund der Fokussierung auf Stallhagen keine Rolle. Es gibt bis auf wenige Rückblicke im Grunde keine Nebenhandlung.

Aber: Somit gibt es auch keine Ablenkung, der Erzählstrang mit Spannungsbogen kann sich fast durchgehend aufbauen, was den Thriller schon sehr bald zum Pageturner macht. Die 351 Seiten fliegen flott vorbei, begünstigt von den vielen kurzen Abschnitten, die immer von der Uhrzeit eingeleitet werden. Schnelle Leser sind also fast in Echtzeit bei Zack dabei.

*Band 5 wird Kallentoft mit Anna Karolina schreiben

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Die rettende Visitenkarte

Der Klavierspieler vom Gare du Nord von Gabriel Katz

Am Flughafen von Barcelona habe ich vor einigen Jahren das erste Mal ein Klavier gesehen, auf dem Fluggäste beim Warten spielen dürfen. Die Idee finde ich toll und es ging mir wie Pierre, als zwei junge Mädchen sehr schön spielten, diejenigen nach ihnen leider nurmehr auf die Tasten hackten...

Pierre, der Direktor des Konservatoriums, ist begeistert von dem jungen Genie und möchte mit ihm sprechen.

Doch da jagt schon die Polizei hinter dem Klavierspieler hinterher. Einige Tage später gelingt es Pierre aber einige kurze Sätze mit Mathieu zu tauschen.

Mathieu fährt Gabelstapler, hilft seinem kleinen Bruder bei den Hausaufgaben und putzt die Wohnung, in der die zwei Jungs mit ihrer Mutter wohnen. Seine Freunde Driss und Kevin sind wie er Kleinkriminelle, beide haben nur Gelegenheitsjobs. Da sind hier und da mal ein Diebstahl oder ein Einbruch für sie optimal, um - nach ihrem Gutdünken - mal zu ein wenig Geld zu kommen. Mathieu macht manchmal mit, wohl fühlt er sich nicht, aber nein sagen tut er auch nicht. Eines Tags wird ihm dies zum Verhängnis, er wird geschnappt. Da denkt Mathieu an die Visitenkarte, die Pierre ihm zugesteckt hat.

Mit solch einem prominenten Fürsprecher an der Seite landet er nicht im Knast, sondern als Putzmann im Konservatorium. Doch Pierre hat noch etwas anderes mit ihm vor: Mathieu bekommt Klavierunterricht und soll als neues Talent beim jährlichen Klavierwettbewerb teilnehmen.

Es wäre die Chance für Mathieu aus seinem Leben im Milieu rauszukommen und für Pierre die Sicherheit Direktor zu bleiben. Pierre steht unter Druck von oben, aber auch seine Ehefrau nörgelt.

Soweit die Eckdaten der Geschichte von "Der Klavierspieler vom Gare du Nord". Die unterschiedliche Welt, in der sie sich bewegen, wird sehr deutlich beschrieben. Beide Charaktere zeigen Stärken und Schwächen. Beide getrauen sich zum Beispiel nicht, sich auszusprechen und einfach mal nein zu sagen.

Es mutet ein wenig wie eine Gesellschaftsstudie an, denn so unterschiedlich sind Pierre und Mathieu nicht - trotz Altersunterschied und ihrem Background. Oft weiss man deshalb beim Beginn eines neuen Kapitels nicht, von welchem der beiden es gerade handelt, es könnten oft beide sein. Erst nach einigen Sätzen oder einer Seite wird klar, ob es nun Pierre oder Mathieu ist.

Ihre Schicksale haben mich aber nicht wirklich berührt. Zu dem Thema "Musiker/Lehrer entdeckt begabtes Kind/Jugendliche" habe ich früher einige bessere Romane gelesen. Die Geschichte wird mir zu schnell erzählt und geht nicht in die Tiefe. Das Musikspiel, das in Gabriel Katz Erzählung so kraftvoll sein soll, konnte ich nicht spüren. Dazu kommt der plötzliche, sehr schnelle Schluss - sie hätten am Ende wenigstens noch einen Döner essen gehen können.

Fazit: Interessante Charakterstudie, aber die Geschichte hat zu wenig Tiefe.
3 Punkte.

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Rezensionen von *RC*:

In aller Ruh – grast die Kuh

Wenn der Bauernhof erwacht von Grimm Sandra

Wenn der Hahn kräht auf dem Mist – dann heißt es: Aufstehen! Mitkommen! Es gibt viel zu entdecken!
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Das in griffiger Pappe aufgemachte Buch „Wenn der Bauernhof erwacht“ ist ein herz-allerliebestes Kinder-Bilder-Buch für kleine Buchentdecker ab 2 Jahren. Schon das Cover strahlt so viel Wärme und Geborgenheit aus, dass man gleich weiterblättern muss: Die Sonne lacht hinterm Berg hervor, friedlich und zufrieden weiden Kuh sowie Schafe auf der Weide und der stolze Hahn steht auf dem Misthaufen.

Das Cover gibt einem schon einen tollen Überblick darüber, was der bunte, freche vielleicht auch vorwitzige Hahn den kleinen Buchfreunden zeigen möchte. Der Hahn macht seine Runde und schaut, ob auch alle Tiere schon wach sind. Auf sieben Doppelseiten werden die unterschiedlichen Lebensräumen der einzelnen Tiergruppen – sei es Kühe, Schafe, Schweine oder Enten - vorgestellt.
Ich finde das Buch sehr lehrreich. In einer kindgerechten Sprache wird erklärt, was die einzelnen Tiere fressen und welche Laute sie machen oder was das Gemüsebeet so hergibt.
Hervorragend umgesetzt ist die spielerische und auflockernde Art, wie einzelne Satzelemente in die Bilder und einzelne Bildelemente eingefügt wird. Das Geschriebene ist nicht langweilig waagerecht auf den Seiten platziert, nein, sondern mal schräg und wellig mit Schwung. Man sieht quasi, wie sich die Tiere bewegen.
Auf den Seiten gibt es viel zu entdecken und lässt Raum, auch eigene Sache zu erzählen. Es wird auch Wert auf Kleinigkeiten und Details gelegt, wie z.B. ein Wurm, der irgendwo aus der Erde schaut. Auch ein schwarzes Schaf ist zu finden. Genial finde ich auch die Lautmalerei, der hier im Buch eine große Bedeutung beigemessen wird: Stimmen der Tiere aber auch Geräusche, die sie bei bestimmten Aktivitäten verursachen.
Ich gebe für dieses Buch eine absolute Lese- und Anschau-Empfehlung. Ich habe mich in das wundervolle Kinderbuch verliebt, da die Tiere absolut mit Liebe aber auch witzig gezeichnet sind. Irgendeiner würde da doch rufen: „Ich bin entzückt!“

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