Kunden em pfehlungen
Rezensionen von heinoko:
Eine feine Garten-Bibel, schön und nützlich gleichermaßen
Bauerngartenglück von Walburga Schillinger; Charlotte Pohse
Ach nein, schon wieder ein Gartenbuch? In großen Buchhandlungen gibt es viele laufende Regalmeter voll von Gartenbüchern. Warum also legt der renommierte Ulmer-Verlag dieses Buch vor? Ich weiß nur eine einzige Antwort darauf: Weil Sie, wenn Sie Freude am Nutzgarten haben, ausschließlich dieses eine einzige Buch benötigen – als Orientierungshilfe, als Wissensvermehrung, als Wegweiser, als Allround-Ratgeber!
Der Verlag bewirbt das Buch so: „Was muss diesen Monat in den Boden? Wie lange sind Samen keimfähig? Was tun bei Spätfrost? Auf all diese Fragen hat Walburga Schillinger aus ihrer langjährigen Erfahrung als Selbstversorgerin und Bauerngärtnerin eine Antwort.
In diesem Buch teilt sie all ihr Wissen um den bäuerlichen Nutzgarten und zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Gemüsebeet rund ums Jahr bewirtschaften. Die junge Gärtnerin Charlotte Pohse steuert kreative Ideen aus ihrem Alltag bei. Erfahren Sie, wie man mit Orangen Schnecken fängt oder ein Insektenhotel ganz einfach selber baut. Fundierter Gartenrat, leckere Rezepte und traditionelles Wissen machen dieses Buch zu einem einzigartigen Praxisratgeber für alle Generationen.“
Ich bin so restlos begeistert vom „Bauerngartenglück“, dass ich gar nicht weiß, wovon ich zuerst berichten soll. Vielleicht vom großformatigen Äußeren, versehen mit einem biegsamen und dennoch unempfindlichen Einband, von den stimmungsvollen oder den erklärenden Detail-Fotos, von den informativen Zeichnungen, von den tabellenartigen Übersichten? Oder von den Texten, die klar strukturiert jeweils in 2-Monats-Schritten durch das Jahr hindurch das jeweils Wichtige oder Notwendige, verbunden mit praktischen Tipps, zu lesen geben? Uneitel und ohne Stimmungsgedöns wird hier reicher Erfahrungsschatz geteilt. Egal ob Gartenneuling oder alter Gärtnerhase – für jeden ist reichlich Wissenswertes im Buch enthalten. Und wem das noch nicht reicht: Es gibt etliche ungewöhnliche Rezepte, denn die Gartenerträge wollen schließlich auch verarbeitet werden.
Ein Gartenbuch, so schön und so nützlich gleichermaßen, dass es mich als eine Art „Garten-Bibel“ über viele Gartenjahre hinweg begleiten wird und das ich von ganzem Herzen empfehlen möchte.
Rezensionen von zenzi:
Unterweltprobleme in Porto
Tod in Porto von Mario Lima
Spannende, rasante Ermittlungen im portugiesischen Porto, die mit brasilianischen Familien, Banden in Zusammenhang stehen. Diese Konnektion Portugal - Brasilien war für mich sehr interessant, davon wusst ich bisher nicht viel. Aber dass sich Banden, verdächtige Personen in Portugal niederlassen und so das Verbrechen ins Land bringen, ist sehr schlimm, und wahrscheinlich auch Realität.
Immer wieder habe ich mich gefragt, was ist ein Leben wert, welches ist wertvoller als das andere - wer wird warum geschont und "erhält" nur einen Schuss in den Fuß? Das finde ich so schlimm und macht auch Angst, die in diesem schönen Ort, an der wunderbaren Küste nicht notwendig wäre.
Die Ermittler haben mir gut gefallen, Ana war schon etwas zu ehrgeizig, aber das hat auch einen Reiz ausgeübt, und viel Spannung erzeugt.
Vielen Dank für die Stadtpläne, Übersetzungsliste - ich liebe solche Extras sehr! Aber dann wäre auch noch ein Personenregister günstig gewesen, weil ich zu Beginn einige Namen durcheinander gebracht habe. Das Cover mit den sonnig heißen, gelben Haüserfronten gefällt mir sehr und erzeugt sofort ein südländisches Feeling. Die große Schrift ist auch wunderbar zum raschen Lesen und über die Seiten fliegen.
eine friedliche Urlaubslesereise an den Strand war dieses Buch nicht, sondern ein rasanter, spannender Einblick in verschiedenen Teile der Gesellschaft Portugals - deshalb ist dieser Thriller lesenswert.
Rezensionen von KimVi:
Spannender Pageturner!
Jagd auf die Bestie von Chris Carter
Lucien Folter, einer der grausamsten Killer, den das FBI je gejagt und schließlich zur Strecke gebracht hat, ist aus dem Gefängnis entkommen. Robert Hunter weiß, wie gefährlich Lucien ist, denn er kennt ihn genau. Früher waren sie Freunde, doch heute sind sie erbitterte Gegner. Ein perfider Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn Lucien will Robert leiden sehen.
...
"Jagd auf die Bestie" ist mittlerweile der zehnte Fall für Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man sie normalerweise unabhängig voneinander lesen. Bei diesem Teil der Serie sollte man allerdings wenigstens den sechsten Band "Die stille Bestie" gelesen haben, da der Handlungsstrang um Lucien Folter dort seinen Anfang nimmt und mit dem zehnten Fall fortgesetzt wird.
Der Einstieg in den Thriller gelingt mühelos, denn Chris Carter versteht es wieder hervorragend, vom ersten Moment an das Interesse an der Handlung zu wecken und die bereits früh aufgebaute Spannung stetig zu steigern. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen allerdings nicht sein, da der Autor blutige Tatorte und grausige Morde so intensiv beschreibt, dass man sie lebhaft vor Augen hat.
Man merkt vom ersten Moment an, dass Lucien Folter ein besonders intelligenter und perfider Killer ist, der gerne mit seinen Opfern und Verfolgern spielt und dabei jeden Schwachpunkt erkennt und für sich nutzt. Um seine Rache an Robert Hunter auszukosten, gibt er Rätsel auf, die den Anschein erwecken sollen, dass Hunter eine Chance hat, das Morden zu verhindern. Gemeinsam mit Robert Hunter, Carlos Garcia und einem gut aufgestellten Ermittlerteam, versucht man die Rätsel zu lösen und die Tricks des Killers zu durchschauen. Der Schreibstil ist flüssig, sehr angenehm lesbar und das Tempo konstant hoch. Dadurch gerät man früh in den Sog der Ereignisse und mag sich kaum vom Gelesenen lösen. Man fiebert förmlich mit und mag manchmal kaum glauben, zu welchen Taten der perfide Killer fähig ist und welche Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten er in die Ausführungen seiner grausamen Aktionen einberechnet. Er scheint unfehlbar. Doch dieses Gefühl hat man bei Robert Hunter auch. Die Spannung, wer dieses Duell gewinnen wird und welchen Preis er dafür zahlen muss, erzeugt ein hohes Tempo, das durchgehend gehalten werden kann.
Ich habe bisher alle Bände der Reihe gelesen und das Erscheinen dieses Falls geradezu herbeigesehnt, da der Cliffhanger am Ende des vorherigen Bandes meine Neugier geweckt hatte. Ich wurde auch nicht enttäuscht, da ich früh in den Sog der Handlung geriet, mich kaum noch vom Gelesenen lösen mochte und den Thriller erst aus der Hand legen konnte, als ich am Ende angekommen war.
Rezensionen von jiskett:
Nicht ganz so gut wie die ersten beiden Bände
Lotus House - Sinnliches Verlangen von Audrey Carlan
Der dritte Band der "Lotus House"-Reihe hat mir leider nicht ganz so gut gefallen wie die ersten beiden Bücher. Die Liebesgeschichte der Protagonisten kam mir alles in allem realistisch vor und ich fand beide sympathisch, allerdings stand meiner Meinung nach die körperliche Beziehung des Paares zu sehr im Vordergrund (selbst für einen erotischen Liebesroman) und eine bestimmte Entwicklung im letzten Drittel konnte mich nicht überzeugen.
In "Sinnliches Verlangen" geht es um Mila und Atlas, die beide durchaus gerne Yoga unterrichten, aber eigentlich einen ganz anderen Traum haben, auf welchen sie unermüdlich hinarbeiten: Mila möchte mit ihrer Kunst erfolgreich sein und Atlas wäre sehr gerne in der Musikbranche tätig. Dies knüpft eine besondere Verbindung zwischen ihnen, da sie ähnliche Ziele haben und einander deshalb gut verstehen können. Ihre Träume spielen für die Handlung eine große Rolle und auch wenn es schade war, das Yoga im Gegenzug ein wenig im Hintergrund zu stehen schien, hat mir das sehr gefallen. Es gibt zwar einige Rückschläge und es wird den Charakteren nicht leicht gemacht, obwohl sich am Ende vielleicht alles etwas zu leicht fügt, aber die beiden geben nicht auf und das war bewundernswert. Die Botschaft hinter der Geschichte, dass man für seine Träume kämpfen muss, ist auf jeden Fall wichtig.
Die Sexszenen waren gut geschrieben und recht stimmungsvoll, doch für mich persönlich hätte etwas mehr Fokus auf der emotionalen Annäherung der Protagonisten liegen können. Da sowohl Mila als auch Atlas Schwierigkeiten damit haben, jemanden an sich heranzulassen, steht der erotische Aspekt der Geschichte lange im Vordergrund. Inhaltlich ergab dies Sinn, vor allem wenn man bedenkt, welche Art von Yoga Atlas unterrichtet, aber ich fand es trotzdem schade, weil ich die vorhandenen gefühlvollen Szenen gut fand und mir dieser Aspekt etwas zu kurz kam. Allerdings hat es mir gefallen zu sehen, wie sie daran gearbeitet haben, ihre Vergangenheit zu überwinden und sich aufeinander einzulassen. Die Autorin hat sehr gut dargestellt, dass sie sich in vielerlei Hinsicht ergänzen und sich das geben können, was sie brauchen und wollen.
Da ich beide Charaktere sehr sympathisch fand, ich sie zusammen mochte und auch die Nebenfiguren gut ausgearbeitet waren, tendierte ich bei der Lektüre beinahe durchgehend zu 3,5 Sternen. Allerdings gab es dann eine Szene, die dazu geführt hat, dass ich leider an Sympathie für Atlas verloren habe. Sein Verhalten war unter den gegebenen Umständen vielleicht nachvollziehbar, aber ich fand es absolut nicht angebracht, wie er mit und über Mila gesprochen und sie verurteilt hat, vor allem, da ich nicht ganz verstehen konnte, welche Schlussfolgerungen er aus den Enthüllungen gezogen hat. Dadurch wirkte der Konflikt für mich ein wenig konstruiert. Ich muss jedoch sagen, dass ich mochte, wie er sich wieder aufgelöst hat und das Ende des Buches hat mir sehr gefallen. Außerdem bin ich gespannt auf den nächsten Band; die Hauptpersonen wurden bereits in "Sinnliches Verlangen" vorgestellt und die Szenen der beiden waren sehr vielversprechend, sodass ich mich schon darauf freue, die Fortsetzung zu lesen. Das aktuelle Buch bekommt von mir 3 Sterne, da es mich trotz der genannten Kritik gut unterhalten hat.
Rezensionen von Marie aus E.:
Für mich nicht nachvollziehbar, wie die Charaktere handeln
Dschungel von Friedemann Karig
Ich habe mich auf Anhieb in das Cover verliebt und der Klappentext hat mich auch angesprochen, ein Reiseroman, der in Kambodscha spielt, ein Abenteuer voller Fern- und Heimweh, ja, das klang gut.
Nur leider konnte ich dann mit dem Buch so gar nichts anfangen. Der namenlose Ich-Erzähler sucht seinen besten Freund, der in Kambodscha verschwunden ist.
Schon nach wenigen Kapiteln war mir der Freund Felix extrem unsympathisch. Nun muss man die Charaktere eines Buches nicht lieben, aber ich konnte die Freundschaft der beiden ungleichen Jungs (und späteren Männer) so gar nicht nachvollziehen. Aber auch den Ich-Erzähler in seiner Unterwerfung fand ich fürchterlich.
Alle Figuren blieben für mich blass und ihr Handeln unglaubwürdig.
Die Reise durch Kambodscha hat kritisch mit den Backpacker-Reisen abgerechnet ("es ist doch Wahnsinn, dass es ausgerechnet die weitgereisten Menschen sind, die nicht merken, wie sehr ihr Lebensstil dem Planeten schadet, die Flüge, die Devisen, die sie in arme Länder bringen, die ihretwegen erschlossen und versaut werden"), den Vergleich "Bulimie des Reisens, die uns Orte, Menschen, Eindrücke, Sonnenuntergänge fressen lässt, ohne sie zu verdauen" fand ich sehr treffend. Das waren die für mich starken Seiten des Buches. Von Kambodscha an sich erfährt man hingegen kaum etwas.
Und die Auflösung? Tja, auch diese hat mir nicht gefallen.
Auch wenn Geschlechterzuweisungen nicht gut sind, vielleicht ist dieses Buch einfach kein Frauen-Buch? Diese spezielle Männerfreundschaft ist aus meiner weiblichen Perspektive einfach nicht nachvollziehbar. Aber man muss ja nicht jedes Buch lieben.
Rezensionen von Emmmbeee:
Enttäuschend
Fünf Lieben lang von Aciman André
Paul plätschert über die fünf Liebesgeschichten in seinem Leben wie über Stromschnellen, die ihn aber nie weit tragen, sodass er bald wieder in ruhigeres Fahrwasser gerät. Schnell entflammt er für eine Person und fackelt nicht lange, sofern diese eindeutige Zustimmung zeigt. Doch bei keinem geliebten Menschen kann er lange bleiben.
Dabei wäre er offen für vieles, aber der oder die jeweils Andere beendet die Liaison bald. Paul weiss auch nicht so recht, was oder wen er denn nun eigentlich begehrt: Frau oder Mann? Aber welche Frau? Welchen Mann? Er riskiert keinen Blick in sein eigenes Inneres, in dem er sich allerdings auch nicht zu Hause fühlt.
Seine Kontaktbedürfnisse sind zwar gross, doch er will vor Verletzungen sicher sein, letztlich sicher vor der ernsthaften, fordernden Liebe. Die er aber immer wieder sucht, seit seiner ersten Verliebtheit mit Zwölf. Er spürt viele Male, dass tiefe Zuneigung zu jemandem in ihm aufblüht, aber wie er damit umgehen soll, bleibt ihm ein Rätsel. Und so scheitert er wieder und wieder in dem, was ihm das Wichtigste im Leben scheint. Gefühle, die als die grössten gelten, rieseln Paul wie Sand durch die Finger. Das, was er Liebe nennt, hinterlässt bei ihm lediglich vertrocknete Krater.
Der Text ist der innere Monolog eines Mannes, der viel Zeit und Ruhe zum Nachdenken hat. Der Vergleich mit einem Endoskop drängt sich auf, das sowohl die Magen-Darm-Beschaffenheit als auch alles Unverdaute durchcheckt, um eine Diagnose erstellen zu können, warum jemand sich krank fühlt.
Besonders literarisch finde ich die Sprache nicht, auch die Spannung lässt in meinen Augen sehr zu wünschen übrig. Ich habe lange zum Lesen gebraucht, weil der Text mich nicht fesseln konnte. Besonders der Beginn scheint mir unnötig in die Länge gezogen. Vielleicht wäre dem Roman geholfen, wenn der Erzähler sich an jemand Bestimmten gewendet hätte, nicht so ins Leere hinein geschildert.
Mehrmals habe ich mich dabei ertappt, dass ich quergelesen habe. Über weite Strecken sind die Absätze zu lang, und es gibt zu wenig auflockernde Dialoge. Alles in allem recht farb- und spannungslos. Die paar pseudophilosophischen Sprüche über die Liebe (etwa "kalt erwischt") hätte fast jeder von uns genauso formulieren können. Schade um die Lesezeit!
Rezensionen von Lisa:
Herrlich!
Auf der Suche nach den verschwundenen Hühnchen von Joel Meyer
Herrlich, dieses Buch! Diese Ideen muss man haben! Zwei Kinder passen auf sehr spezielle Hühnchen auf. Ein Hühnchen ist so schlau wie Einstein, eines spielt so gut Klavier wie Mozart, ein anderes kann es mit Weltfußballern aufnehmen, etc. Es gibt 11 dieser Hühnchen. Eines Tages ist eines verschwunden.
Die Kinder begeben sich auf eine abenteuerliche Suche, auf der sie einer Sphinx begegnen, von mystischen Kreisen geleiten werden, durch ein Labyrinth müssen, in die Stratosphäre kommen und auch auf Wolken landen. Sensationell. Sehr, sehr gut gemacht, lieber Autor - er ist 8 (!) Jahre alt. Habe herzlich gelacht. Mach weiter so!
Rezensionen von Bibliomarie:
Nur zum Teil gelungen
Die Gärten von Monte Spina von Scriverius Henrike
Nach dem tödlichen Unfall ihres Mannes hat Toni jede Lebenslust verloren. Nur die Arbeit in ihren geliebten Gärten kann für kurze Zeit das Gefühl von Trauer und Schuld überdecken. Sie hat deshalb ihr Zuhause verlassen und arbeitet nun als Gärtnerin in den berühmten Gärten von Beaulieu House in England.
Ihr Bereich ist der Schattengarten, dort fühlt sie sich inmitten von riesigen Hortensien geborgen.
Doch dann bietet sich ihr eine berufliche Chance, sie soll den verwilderten Garten von Monte Spina auf Lanzarote betreuen. Das Anwesen gehört dem geheimnisvollen Max Bror und so schön die Umgebung ist, so seltsam sind die Anforderungen. Bror scheint ein unwahrscheinlich reicher, aber fordernder Arbeitgeber zu sein. Kein Wunder, dass es ihre Vorgänger nie lange ausgehalten haben.
Was für ein seltsamer Roman! Wann immer die Autorin Gärten und Pflanzen und die Arbeit von Toni beschreibt, gelingen ihr wunderschöne Abschnitte. Sie kann dann mit Worten Bilder malen. Aber die Rahmenhandlung um Toni und den arroganten Max ist mir einfach zu holzschnittartig und zu vorhersehbar.
Die kleine Gärtnerin bringt den harten Geschäftsmann zum Umdenken und ohne an sich zu denken, zerfließt sie vor Menschenliebe. Ganz egal, welche Beleidigungen und Kränkungen ihr Bror an den Kopf wirft. Da wird angedeutet, dass Bror illegale Geschäfte macht und nicht ganz ungefährlich lebt, da wird seine traurige Kindheit thematisiert und natürlich muss sich Toni mit Haut und Haaren verlieben. Das Ende ist dann ebenfalls Dramatik pur und trotzdem darf es ein Happy End geben.
Ich finde das Buch nicht gelungen und das ist schade, denn dass die Autorin erzählen kann, beweisen die Gartenszenen. Aber das ganze Liebes- und Beziehungsgedöns sind gründlich missglückt. Übrigens auch die weiteren Figuren, die schnippische Sekretärin, die aufopferungsvolle Hausdame usw viel zu plakativ geraten.
Schade, der wunderschöne Schutzumschlag hat mehr versprochen.
Rezensionen von liesmal:
Glücksmomente garantiert
Danke, liebes Universum von Anjana Gill
„Das Universum erfüllt Wünsche“ – Vom Träumen zur Erfüllung deiner Herzenswünsche – 95,7 % Wunscherfüllung:
Nicht, dass ich viele Wünsche hätte, die ich erfüllt haben möchte, aber diese „Versprechen“ haben meine Neugier geweckt, sodass ich mich auf das Buch eingelassen habe.
Das Cover ist mit kleinen Zeichnungen einfach gestaltet und gibt einen Blick ins „Universum“ frei.
Auch das Innere des Buches ist liebevoll gestaltet mit kleinen roten Sternchen auf jeder Seite, mit verschiedenen Schriftarten und -farben in Rot und Blau und guter Papierqualität.
Das Inhaltsverzeichnis lässt erkennen, dass viele Tests angeboten werden. Ob es nun darum geht, sich vom Universum überraschen zu lassen, sich ganz spezielle Dinge zu wünschen oder im weiteren Verlauf sogar Telepathie ins Spiel zu bringen: Wenn die Wünsche richtig – und das heißt auf jeden Fall positiv(!) – gestellt werden, wenn man keine Zweifel aufkommen lässt und von der „Macht des Universums“ überzeugt ist, dann sollte es wohl klappen mit der Wunscherfüllung.
Mir hat die Lektüre gute Unterhaltung geboten, ich habe das Buch mit großem Interesse ganz gelesen, habe mich auf die ersten Tests eingelassen und verblüffende Ergebnisse gehabt, brauche aber noch Zeit, um der Erfüllung weiterer Angebote eine Chance zu geben.
Beispiele für „kleine Wünsche“:
„Ich möchte einen roten Luftballon sehen.“ Da mach‘ ich doch mal mit, auch wenn ich zurzeit kaum aus dem Haus komme – dann muss der Ballon halt zu mir kommen! Das dachte ich – und zwei Tage später schaue ich aus dem Fenster: Die Tochter einer Nachbarfamilie wird 18 und bekommt ein großes Schild, in dessen Ecken jeweils ein farbiger Luftballon angebracht ist. MEIN ROTER BALLON ist der größte und auch derjenige, der seine Luft am längsten hält!
„Ich möchte einen Marienkäfer sehen.“ Nichts leichter als das, im Garten sitzen sie doch auf vielen Pflanzen. Erst nach meiner „Bestellung“ habe ich festgestellt, dass es zumindest in unserer Gegend in diesem Jahr scheinbar keine Marienkäfer gibt. Das macht mich natürlich sensibel dafür, auch im nächsten Jahr noch besser hinzuschauen.
Allein diese beiden kleinen Tests haben mir gezeigt, welche Bedeutung dieses Buch für mich hat. Es erinnert mich daran, sensibel zu sein und den Blick auch für die kleinen Dinge im Leben nicht zu verlieren. Wegzukommen von Negativ-Formulierungen und stattdessen das Positive in den Vordergrund zu stellen und achtsam sein bei allem, was ich mache, dann kann das Leben gelingen.
„Wenn du deinem Herzen folgst, öffnest du die Tür zum Universum.“ Das ist nur eines von vielen wunderbaren Zitaten.
Ich empfehle dieses Buch gern allen, die zwar wissen, wie man glücklich leben kann, denen aber doch so ein kleiner „Anstoß“ genauso gelegen kommt wie mir.
Bei mir bekommt das Buch auf jeden Fall einen Platz in greifbarer Nähe, damit ich noch viele Überraschungen damit erlebe. Zu dem „Danke liebes Universum“ möchte ich nur noch hinzufügen „Danke, liebe Anjana Gill“.
Rezensionen von Petra:
Überraschung
Danke, liebes Universum von Anjana Gill
klappentext
Am Morgen ihres 34. Geburtstags beschließt Daisy Minor, Bibliothekarin in einem öden Nest und so sexy gekleidet wie ein Wörterbuch, ihr Leben umzukrempeln. Sie zieht bei ihrer Mutter aus und legt sich unter der stilkundigen Beratung ihres schwulen Freundes Todd ein neues Styling zu.
Ab diesem Zeitpunkt ist keine Diskothek mehr vor ihr sicher - und die Männer liegen ihr zu Füßen. Nachdem Daisy eines Nachts auf dem Heimweg Zeugin eines Verbrechens wird, schwebt sie in Gefahr, selbst ermordet zu werden. Zum Glück ist da Polizeichef Jack Russo, der Daisy schon vor ihrer Verwandlung zum Partygirl äußerst anziehend fand .
Meinung
..Dieses Buch hat mich überrascht. Daisy verwandelt sich von einer braven Bibliothekarin in einen Vamp behält aber trotzdem ihre Persönlichkeit.
Jack hat genug von den Großstadtverbrechen und will nur noch eine kleine Stadt sauber halten.
Die beiden geben nach einigem Hin und Her ein nettes Paar ab.
Bis es dann doch schlimmer wird als es man sich vorstellen kann.
Das Verbrechen was kommt, ist an Grausamkeit kaum zu überbieten, aber trotzdem behält der Roman eine Leichtigkeit die zu einem guten Liebesroman dazu gehört.
Ich weiß nicht ob ich das gut finden soll da meiner Meinung beides nicht zusammen passt. Ich habe mich nicht so wohlgefühlt beim Lesen, obwohl es eine fiktive Geschichte ist.










