Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Wunderbare Rückkehr
Die Suche nach dem Schattendorf von Annina Safran
Der erste Ausflug nach Eldrid war eines meiner Lese-Highlights im Jahr 2018. Daher war ich voller Spannung und Erwartung, wie es weitergehen würde mit Ludmilla und ihren tapferen Mitstreitern, mit ihrer Oma Mina und all den guten und bösen Geistern, Gestalten und Figuren aus unserer Welt und der wunderbaren Welt Eldrids.
Und es war eine wunderbare Rückkehr. Zwar fiel es mir anfangs etwas schwer, mich an alle Details zu erinnern, weil es doch schon eine Weile her ist, dass ich Teil 1 las, aber dann war ich direkt wieder zurück in Eldrid. Die alten Lieblingsfiguren waren plötzlich wieder ganz nah und ich war begeistert. Auch habe ich eine neue Lieblingsfigur gefunden, die mich in diesem Band ganz besonders berührt hat.
Gut gefallen hat mir, dass man hier jetzt mehr über die Hintergründe erfahren hat und auch die anderen Spiegelfamilien in Erscheinung treten.
Schon jetzt ist die Gangart deutlich härter als in Band 1, das Böse gewinnt mehr Macht und das Grauen breitet seine Flügel aus und überspannt das ganze Land. Man darf gespannt sein, was da noch alles kommt. Gut, dass Ludmilla so treue Mitstreiter hat und hoffentlich ist ihr Schatten auch hilfreich. Aik mochte ich sehr und ich bin gespannt, was er wirklich alles kann. Leider war das Buch viel zu schnell gelesen und ich hätte ewig weiterlesen können. Ich freue mich auf die drei Nachfolger, auch wenn das noch lange dauern wird. Bis dahin kann ich aber Band 1 und 2 nochmal lesen und mich darüber nochmal freuen.
Rezensionen von Streiflicht:
Lustig und zuckersüß
Karneval im Zoo von Sophie Schoenwald
Als ich dieses Buch zum ersten Mal sah, war ich direkt begeistert. Es ist einfach nur total süß und lustig und zugleich merkt man, mit wie viel Liebe und Hingabe es geschrieben und gestaltet wurde. Ich musste sofort lachen, als ich von Schweinhorn, Elefummel und Girafant las und ich freue mich schon, das Buch nochmal mit meinem 3,5-jährigen Patenkind zu lesen.
Sie liebt Tiere und wird bestimmt begeistert sein.
Die Tiere feiern Karneval und alle haben sich verkleidet, es geht drunter und drüber im Zoo. Gut, dass Ignaz Pfefferminz Igel seinem Freund Zoodirektor Ungestüm helfen kann.
Toll finde ich wie wunderschönen bunten, aber nicht kitschigen Illustrationen auf den schönen großen Seiten. Das Buch ist groß, aber nicht unhandlich und so sehr gut zum gemeinsamen Lesen, Raten, Lachen, Basteln, Mitmachen und Anschauen geeignet.
Einfach toll und ansprechend! Wir lieben es jetzt schon und ich freue mich darauf, Band 1 noch entdecken zu dürfen.
Rezensionen von yellowdog:
Kanon zum Leicht nehmen
Schecks Kanon von Denis Scheck
Einen literarischen Kanon kann man Bierernst meinen, wie es Marcel Reich-Ranicki in seinem Spätwerk machte. Oder man kann es Leicht nehmen, wie Denis Scheck.
Seine Auswahl der 100 wichtigsten Bücher der Weltliteratur vermag zu erstaunen. Einerseits ist der Kanon arg konventionell, wenn die üblichen Buchtitel genannt werden.
Aber es gibt neben den üblichen Klassikern auch einige ungewöhnliche Bücher im Kanon, auf die wohl nicht jeder kommt, z.B. James Tiptree Jr. oder Kurt Vonnegut.
Das sind grandiose Autoren, aber ob sie in der Zukunft für neue Leser noch eine große Rolle spielen werden, ist zu bezweifeln. Von Denis Scheck ist das mehr der Versuch, diese Bücher vor dem Vergessen zu retten.
Letztlich ist Schecks Kanon die Literatur seiner Generation, die ich weitgehend teile. Ich bin auch mehr oder weniger einverstanden mit seiner Auswahl.
Was er in den kurzen Abschnitten über die einzelnen Bücher schreibt, gleicht dem, was er auch im Fernsehen über Bücher erzählt. Es wird stark verkürzt, zu dick aufgetragen und oft nur behauptet anstatt bewiesen. Aber irgendwie macht das Oberflächliche wohl auch die Unterhaltung seiner Texte aus. Die Leser des Kanons bekommen, was zu erwarten war und wenn die Erwartungen nicht höher waren, vielleicht auch nur das, was sie verdienen.
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
Sprung ins Leben
Der Sprung von Simone Lappert
Eine Frau steht am Dach und gibt vor, zu springen. Nicht nur das Leben dieser Frau, sondern auch das Leben einiger Bewohner dieses Ortes scheint aus der Balance zu sein. Dies schildert die junge Autorin recht flach und geläufig, wobei sie auch über lange Strecken den Hauptpfad der Geschichte verlässt, sodass mich das Happyend nicht sonderlich tangierte.
Allerdings fordert der grandiose Schlusssatz, das Buch zu lesen!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Ein literarisches Puzzle über Alltags- und Ausnahmesituationen
Der Sprung von Simone Lappert
Eine junge Frau steht auf einem Dach und weigert sich herunterzukommen. Sie springt. Damit habe ich jetzt keineswegs viel verraten, denn dieser Sprung wird bereits auf den ersten zwei Seiten in irritierend schöner Weise beschrieben.
Die Frau auf dem Dach nennt sich Manu. Einen Tag und eine Nacht lang hält sie ihre Umgebung in Atem.
Aber es wird nicht nur ihre Geschichte erzählt, sondern vor allem die Geschichten jener Menschen, die aus irgendeinem zufälligen Grund anwesend sind und somit Zeugen dieses Sprungs werden.
Die Autorin lässt die einzelnen Personen in kurzen Episoden ihre Schicksale erzählen. Ein Polizist, der schon lange alle Illusionen verloren hat, Maren, eine übergewichtige Schneiderin, deren Beziehung einst glücklich war, jetzt aber von Kälte und Fremdheit geprägt ist. Winnie, eine Schülerin, die gemobbt wird oder Finn, der schrecklich in Manu verliebt ist. Henry, der Obdachlose oder Theres, die mit ihrem Mann gegen die geschäftliche Pleite arbeitet. Ein arroganter Modedesigner, dessen Figur mir übrigens anfangs etwas konstruiert erschien ist auch mit dabei. Aber eigentlich: Typen, die nur sich selber wichtig nehmen können, gibt es doch überall. Eine abwechslungsreiche Mischung von Charakteren und Schicksalen!
Was zu Beginn willkürlich und unzusammenhängend erscheint, verdichtet sich im Laufe der Geschichte zu einer detailreichen Beschreibung der sehr alltäglichen Welt einer Kleinstadt. Die individuellen Abgründe werden erst nach und nach sichtbar und nur für einen kurzen Moment sieht der Leser die Seelen, nicht nur die Fassaden. Für kurze Zeit reißt Manu sie aus ihrem Alltag.
Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen – ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und nüchtern, aber gleichzeitig auch fast poetisch. Die Geschichte selbst wird spannend erzählt, ist vielschichtig, manchmal überraschend. Sie regt zum Nachdenken an und das nicht nur, weil sie auch gesellschaftskritische Momente beinhaltet.
Die Geschichte hätte gerne noch etwas länger sein dürfen, denn es war auf alle Fälle ein Vergnügen, sie zu lesen!
Rezensionen von begine:
Gefühlvoll
Postscript - Was ich dir noch sagen möchte von Cecelia Ahern
Die irländische Schriftstellerin Cecelia Ahern ist eine Weltberühmte Autorin, deren Romane auch oft verfilmt wurden.
Ihre berührenden ans Herzen gehende Geschichten lese ich gerne.
Der Roman „Postscript – Was ich dir noch sagen möchte“ ist die Hommage des Vorgänger „P. S. Ich liebe Dich“.
Wir sehen wie die Personen sich weiter entwickelt haben.
Holly Kennedys Mann Gerry ist sieben Jahre tot. Vier todkranke Personen haben den Club „P.S. Ich liebe dich“ gegründet und bitten Holly um Hilfe. Nach anfängliche, zögern hilft sie ihnen Botschaften an ihre Lieben zu schreiben.
Es gibt herzliche, berührende etwas traurige Geschichten.
Sie hilft den Kranken lernt aber selber besser über ihre Gefühlen fertig zu werden.
Cecelia Ahern schreibt bezaubernd einfühlsam. Der Roman ist teils traurig aber mit einem guten Gefühl für die Zukunft.
Ein Liebesroman mit Herz.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Nostalgische Erinnerungen
Ein unerledigter Mord von Ann Granger
Ein Raunen ging im Frühling durch die Lande, als Mitchell & Markby-Fans erfuhren, dass Ann Granger die beiden nochmals aufleben lassen wird. So ist dies nun quasi der 16. Fall für die zwei aus den Cotswolds. Oder der 6. Fall für Campbell und Carter, denn in England wird dieser Krimi Jess und Ian zugeschrieben.
Ich habe schon ein wenig mehr erwartet, als ich schlussendlich bekommen habe - mehr Markby am Ermitteln, doch alle hatten zumindest denselben Anteil am Auflösen des tragischen Todes von Rebecca Hellington.
Als Alans Gärtnerhilfe Josh ihm etwas anvertraut, glaubt er nicht richtig zu hören. Doch es ist ganz klar: er hat soeben ein Beweisstück und einen wichtigen Hinweis zu einem von ihm ungelösten Fall vor über 20 Jahren erhalten. Markby hält den Dienstweg ein, informiert die Dienststelle und wird in die neu aufgerollten Ermittlungen mit einbezogen.
Auch Ian Carter war damals aktiv dabei. Er musste den Freund der Vermissten befragen, er und Malone erinnern sich noch heute daran. Nun stellt sich die Frage, was die Ermittler damals übersehen haben. Sind ihnen Fehler unterlaufen und schaffen sie es nun, den Fall lückenlos zu klären?
Ja, die damaligen Fehler sind offensichtlich - wenn man Markby und Carter kennt, weiss man, dass ihnen diese Fehler nie unterlaufen würden und so wirkt der ganze Fall konstruiert.
Es macht Sinn, dass im Original der Fall Jess Campbell & Ian Carter zugeschanzt wird, denn Markby hält sich sehr zurück. Realistisch zwar für einen pensionierten Ermittler, aber für einen "unerledigten Mord" hätte Alan nach meinem Geschmack ruhig mehr ermitteln dürfen. Ebenso Meredith Mitchell, die hier nur die Zuhörerin mimt.
Fazit: "Ein unerledigter Mord" ist ein schlüssiger Fall, stellenweise langatmig durch die ständigen Wiederholungen von früheren Begebenheiten, aber weil ich mich auf das Wiedersehen mit Alan und Meredith so freute und beim Lesen in nostalgischen Erinnerungen schwelgte, runde ich auf 4 Punkte auf.
Rezensionen von rewareni:
Ava und der Tatzelwurm
Zauberschön von Irene Matt
Bisher war das Königreich Florapis ein Ort, wo die Menschen in Frieden und Einklang mit der Natur und den Tieren gelebt haben. Jeder war glücklich und hat seine Arbeit mit Freude erledigt. Leider ist aber eines Tages der Prinz als Baby von einer Biene gestochen worden und das sollte das Leben in Florapis in Zukunft verändern.
Denn von nun an hatte der Prinz ständig Angst vor allem und jeden und als sein Vater abdanken will und die Amtsgeschäfte seinem mittlerweile erwachsenen Sohn übergeben will, fasst dieser einen Schicksals schweren Plan. Rund um die Stadt Florapis soll eine Mauer gebaut werden, sehr zum Missfallen der Bürger. Aber auch Pankratz, der hungrige Tatzelwurm, der heimlich in der Stadt aufgetaucht ist, ist von dem Baulärm alles andere als begeistert. Seine Lieblingsspeise sind menschliche Ideen, die er mit Freuden anzapft und die bereits missmutigen und unglücklichen Menschen, werden dadurch immer mutlosiger und verzweifelter. Gut, dass der eigentlich unsichtbare Pankratz auf die junge Ava trifft, denn diese kann ihn sehen und geimsam versuchen sie Florapis wieder zu einem Ort des Friedens zu machen und vielleicht sogar den Prinz, von seiner Angst zu befreien.
,,Zauberschön“ von Irene Matt ist ein Märchenroman, nicht nur für Kinder, sonderen auch für Erwachsene, wo man für einige Zeit in eine Fantasiewelt eintauchen kann und man sich in seine eigene Kindheit zurückversetzt fühlt. Liebevoll wird der Tatzelwurm Pankratz beschrieben, der immer auf der Suche nach Idee ist, die er fressen kann, weil er doch soooo hungrig ist. Dabei kann man dem frechen Kerl nie böse sein, weil er einfach ein süßer Vielfraß ist. Ihm gegenüber stellt die Autorin die junge und kluge Ava, die sich durch ihre Herzensgüte auszeichnet und jedem helfen möchte. Irene Matt hat in ihrem Roman viele Tugende eingebaut, wo sich die Kinder unbewusst sicher einiges abschauen können. Sie zeigt in ihrem Märchenroman auf, dass Freundschaft, Verständnis gegenüber dem Anderssein oder Hilfsbereitschaft vieles bewirken kann.
Ihre Figuren haben alle ihre Stärken und Schwächen und wirken dabei sympathisch.
Der Roman lässt sich gut lesen und bietet nicht nur humorvolle Szenen, sondern auch ein paar spannende Ereignisse. Die Mischung zwischen allem und dass es auch zu schönen emotionalen Handlungen kommt, runden den Roman gut ab. Die märchenhaften Szenen hat die Autorin gut umgesetzt, wo man erkennt, dass es eine ausgedachte und neue Geschichte ist, die nicht von anderen Märchen abgeschaut oder einfach übernommen worden sind.
Die Illustratorin Silvia Paparella hat ein paar Bilder dazu beigesteuert. Wobei ich sagen muss, dass mir die bunten Zeichnungen besser gefallen haben als die in schwarz/weiß gehaltenen. Auch könnte ich mir vorstellen, dass es bei einer Neuauflage, noch mehr Bilder geben könnte, da diese gut zu dem Märchenroman dazu passen.
Es ist ein hochwertiger Hardcoverroman, der sehr schön aussieht und gut zum Verschenken geeignet ist.
Rezensionen von Lesemama:
Atemlos
Breathless von Winter Renshaw
Bewertet mit 3.5 Sternen
Zum Buch:
Daphne war für ein Vorstellungsgespräch in Kalifornien. Um rechtzeitig zur Geburt ob es Neffen zuhause zu sein möchte sie an Silvester gerne nach Nee York fliegen. Aber alle Flügen werden wegen eines Schneesturms gestrichen.
Auch Christiano ist betroffen, so teilen sich die beiden das letzte Hotelzimmer, obwohl sie sich nicht kennen.
Und sie machen sich gemeinsam mit einem Mitwafen quer durch das Land auf den Heimweg ...
Meine Meinung:
Eigentlich war ja von Beginn an klar, wir das Buch endet. Der Weg dahin war lang, der Umweg über Paris unnötig.
Die Geschichte war ganz nett, der Unterhaltungswert war auch in Ordnung.
Meiner Meinung nach hätte es weniger emotionalen Balast geben müssen, so sollte wohl sie Spannung hochgehalten werden.
Aber ganz schlimm fand ich das letzte Kapitel, das war richtig unnötig.
Alles in allem war es ganz nett, es war stellenweise romantisch und prickelnd. Ein Unterhaltungsroman.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Faszination Stille
Stille von Micky Kaltenstein
In ihrem zweiten Buch schreibt die Autorin und Journalistin, Micky Kaltenstein, über die „Stille“. Etwas, das in unserer lauten Zeit schon sehr selten geworden ist. .
Die Autorin hat 9 Personen heraus gepickt, die bewusst nach Stille gesucht und sie auch gefunden haben. Diese Menschen hat sie befragt und porträtiert.
Der Bogen ist dabei weit gespannt.
Peter Svatek
Bella Meyer
Christopher Lewis
Elisabeth Pozzi-Thanner
Sven Jungclaus
Anne Boster
Bernd Kober
Karin Michalke
Wilfried J. Brandner
Diese neun höchst unterschiedlichen Menschen erzählen, wie sie ihre persönliche inneren und äußere Stille gefunden haben. Sie berichten, dass manchmal die Herkunft oder Leben an sich ihnen einige Stolpersteine in den Weg gelegt hat, die sie überwinden konnten.
Meine Meinung:
Jede der Geschichten ist einzigartig, wie die Person, die sie erzählt. Eine möchte ich besonders hervorheben, nämlich die von Elisabeth Pozzi-Thanner, die die Stille, die die Nazi-Zeit in Österreich bis die 1980er Jahre hinterlassen durchbricht, indem sie als „Oral-Historian“ Überlebende der Shoah interviewt hat.
Interessant auch die Bemerkung von Christopher Lewis, der wegen allerlei Unfug
von seiner Mutter Hausarrest auferlegt bekommen hat, und diesen mehr als Segen denn als Strafe empfunden hat, konnte er doch, alleine und in der Stille seinen Gedanken nachhängen. Das fehlt den Kinder von heute vielfach. Denn die werden 24 Stunden 7 Tage die Woche bespaßt und haben kaum Möglichkeit sich zurückzuziehen. Wenn man ihnen mehr Möglichkeit zur Entdeckung der Stille böte, wer weiß, ob der eine oder andere Konflikt gar nicht entstünde.
Der Schreibstil ist ansprechend, locker und flüssig. An manchen Stellen kann man die Stille richtig spüren.
Fazit:
Ein nettes Mitbringsel aus dem Salzburger Pustet-Verlag, dem ich gerne 5 Sterne gebe.










