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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Mavie, 10 Jahre aus Rum,

Clans von Cavallon / Clans von Cavallon (1). Der Zorn des Pegasus von Forester Kim

Es muss ein Albtraum sein, denkt Sam Quicksilver entsetzt, als riesige fledermausähnliche Wesen auftauchen, die sein geliebtes Heim in Flammen setzen und die auch den Rest der Stadt zerstören. Ohne seine Eltern flieht er aus der zerstörten Stadt. Alle denken, die Pegasus hätten dies verursacht, da es laut den Erzählungen ihretwegen schon einmal einen schlimmen Krieg gegeben hat.

Nur eine alte Zentaurin denkt das nicht…

In diesem Buch geht es um die fünf verschiedenen Clans, die jeweils in anderen Regionen von Cavallon leben und sich seit einem fürchterlichen Krieg nicht mehr vertrauen:
Die Kelpies - das sind Unterwasserpferde - leben in der Kalten See. Sie retten ertrinkende Menschen, indem sie sie in Meermenschen verwandeln. Meermenschen und Kelpies leben friedlich zusammen.
Die Einhörner leben – unterteilt in verschiedene Clans - in den Schwarzhornwäldern. Sie versklaven Menschen, welche ihnen in den Minen oder als Untergebene dienen müssen. Die einzelnen Einhorngruppen versuchen sich gegenseitig zu unterwerfen.
Die Zentauren – das sind Pferde mit einem menschlichen Oberkörper – leben in Corlandia. Sie gelten als der klügste Clan, weil sie schreiben und lesen können. Alle anderen Clans erweisen ihnen höchsten Respekt und ihre Aufgabe ist es, das Wissen und die Geschichte Cavallons aufzuschreiben.
Den Pegasus – das sind geflügelte Pferde – wird die Schuld am Krieg gegeben. Deshalb leben die wenigen Überlebenden ohne Kontakt zu den anderen versteckt im Wolkengebirge.
Der letzte Clan ist der der Menschen. Sie leben im gebirgigen Norden sowie in der freien Stadt. Das ist auch der einzige Ort, an dem alle Clans friedlich zusammenleben. Die Menschen sind darauf spezialisiert, Werkzeuge und Schmuck für die unterschiedlichen Clans herzustellen und damit zu handeln.

In Buch „Die Clans von Cavallon“ wird beschrieben, was nach diesem angeblich, neuerlichen Angriff durch die Pegasus passiert. Die Hauptpersonen stammen dabei aus den verschiedenen Clans und ihre Erlebnisse werden getrennt in einzelnen Kapiteln, aber doch als zusammenhängende Geschichte beschrieben. Zum weiteren Inhalt möchte ich nur so viel verraten, dass dem Clan der Pegasus der Krieg erklärt wird. Vielleicht hätte das von den Zentauren gehütete Geheimnis und der plötzlich auftretende Minotaurus – welcher bisher als ausgestorben galt – zu einer friedlichen Lösung beigetragen? Findet es selbst heraus.

An diesem Buch hat mir gefallen: Die Spannung hält von Anfang bis zum Ende und dass die Einhörner nicht als süß, knuffig, flauschig, rosa dargestellt werden.

Nicht besonders gefallen hat mir: Dass die einzelnen Kapitel der Reihe nach immer am spannendsten Punkt aufgehört haben. Für Nicht-Gern-Leser weckt aber genau das einen Reiz, bis zum Ende des Buches durchzuhalten.

Ich empfehle es allen Fantasy-Fanatikern. Aber Achtung, das Ende des Buches bringt nicht die Lösung der Geschichte. Das erfahre ich aber hoffentlich im zweiten Band.
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Testleserin Valentina, 11 Jahre aus Bludenz:
Die erbitterten Feindschaften zwischen den Clans von Cavallon kennt er nur aus Legenden. Bis die Freie Stadt angegriffen wurde. Das ist die Stadt in welcher Sam seine Freunde und seine Eltern wohnen. Als seine Eltern beim Kampf ums Leben kommen, verlässt er allein die Freie Stadt, um zu seiner älteren Schwester zu ziehen. Dabei lernt er die Jägerin Lara und das Einhorn Tordred kennen. Den Rest erfährst Du, wenn Du das Buch liest!

Es hat Spass gemacht, dieses Buch zu lesen. Es ist sehr spannend und ausführlich beschrieben. Viel Spass!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Die Zukunft der Technik ist weiblich!

Frauen können Technik von Reinhard Engel

Eh, klar, möchte man meinen. Warum auch nicht? - sagen andere. Warum muss man das nach wie vor hervorheben? Weil die liebsten Berufe von Mädchen nach wie vor Friseurin, Verkäuferin oder Bürokraft sind. Genau jene Berufe, in denen es wenig zu verdienen gibt und wenige Aufstiegschancen bieten.

Reinhard Engel zeigt in 26 Kapiteln, dass es auch anders geht.

Er hat Absolventinnen der Montanuni Leoben, BOKU und der TU-Wien nach ihren Erfahrungen befragt. Ja, aber - höre ich schon Zweifler sagen, Akademikerinnen, die haben’s ja einfacher. Haben sie es wirklich einfacher?
Dass nicht nur „Studierte“ ihren sprichwörtlichen Mann stellen, zeigt er an Hand der Karrieren der Schlosserinnen aus dem Burgenland, der Luftfahrzeugtechnikerin im Fliegerhorst Hinterstoisser, der Mechatronikerinnen oder der Lokführerin.

Nicht alle Lebensläufe liefen von Anfang an rund. Manchmal gab es Umwege und Irrungen. Doch einmal vom Virus der Technik befallen, gibt es kaum einen Weg zurück.

Doch sind Frauen in technischen bzw. Männerberufen nicht wirklich Neues. Diesem Umstand beschreibt der Autor in einem der Kapitel. Um das Familieneinkommen aufzubessern, verdingten sich schon seit Jahrhunderten Frauen (und Kinder) im Bergbau als „Steineklauberinnen“ oder in Fabriken als Fließbandarbeiterinnen. In Ersten Weltkrieg mussten Frauen die Arbeiten der abwesenden Männer übernehmen, um nach deren Rückkehr aus dem Krieg oder der Gefangenschaft sofort wieder an den Herd gedrängt zu werden. Widersprüchlich (wie das meiste der Nazi-Herrschaft) die Rolle der berufstätigen Frau im Zweiten Weltkrieg: Eigentlich nicht erwünscht, weil die ideale Rolle die der Mutter war, mussten dennoch viel Frauen in Rüstungsbetrieben schuften.

Gut gefällt mir das Beispiel jener Lehrerin, die mittels der Technik-Box bereits in Volksschulen das Interesse der Mädchen an technischen Berufen weckt.

Fazit:

„Die Zukunft der Technik ist auch weiblich“ - ein Satz, den man nicht oft genug wiederholen kann. Gerne gebe ich diesem Buch 5 Sterne.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleser Erik, 14 Jahre aus Bludenz

Underdogs von Markus Zusak

Cameron ist ein einsamer Junge, der von seinem etwas unkonventionellen und nicht traditionell ausgerichteten Familie stammt. Er hat viel erfolgreichere Geschwister, was ihn in ein schlechtes Licht rückt. Er ist sehr unerfahren, was außerfamiliäre Beziehungen angeht. Sein einziger Freund ist sein Bruder Rube.

Das Buch war nicht gut, da es etwas unkonventionell und anstößig geschrieben ist. Außerdem rückt es die heutige Jugend in ein völlig falsches Licht, was ich ebenso schlecht finde. Ich kann es auf keinen Fall empfehlen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Wo ist Ashley?

Underdogs von Markus Zusak

In diesem 8. Fall will sich Evan Evans eigentlich freudig entspannt der Renovierung eines Cottages widmen, das für ihn und Bronwen nach der Hochzeit als Domizil dienen soll. Die Vorfreude wird ein wenig von einem Mitarbeiter des Denkmalschutzamtes getrübt, der wohl ein wenig überzogene ANsichten hat.

Doch daraus wird nichts. Nicht nur, dass Ashley, ein kleines Mädchen von einem Campingplatz verschwindet, findet Evan ein kindliches Skelett im Vorgarten seines Cottages. Die Ähnlichkeit der Fälle, auch wenn 25 Jahre zwischen dem Verschwinden der beiden Mädchen liegen, lassen allerlei Gerüchte auftauchen.

Die Suche nach Ashley beginnt. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Kleine hat ein transplantiertes Herz und muss eine Menge Immunsupressiva einnehmen. Ist wirklich Ashleys Vater, ein russischer Immigrant, für das Verschwinden des Mädchens verantwortlich?

Meine Meinung:

Man kann die Krimis rund um Evan Evans auch einzeln und ohne Vorkenntnisse lesen, doch bringt man sich dabei um einigen Spaß. Die schrulligen Dorfbewohner tragen ihren Beitrag zum walisischen Lokalkolorit bei.

Diesmal bin ich nicht ganz so zufrieden, denn es wird schlampig ermittelt. Wie kann es sein, dass man so nachlässig nach Ashley sucht? Die Aussagen der Mutter als einzig wahr und schlüssig ansieht? Da hilft auch Evan Evans‘ Intuition nichts.

Leider bedient sich die Autorin wieder einiger Klischees. Erstens sind Fremde (dazu zählen für die Waliser auch Engländer) immer die Bösen und zweitens muss
die einzige Frau im Ermittlerteam, Glynis, immer im Büro bleiben. Das Argument: Sie könne bestens mit dem PC umgehen und außerdem würde die Ehefrau des Chief Inspectors eifersüchtig werden. Hallo? In welchem Jahrhundert leben wir?

Der Schreibstil ist wie immer locker und flüssig. Die Tippfehler mehren sich.

Fazit:

Die Idee gefällt mir gut, allein die Umsetzung hat diesmal einige Mängel. Daher leider nur 3 Sterne.

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Rezensionen von dorli:

Nachtblau der See

Nachtblau der See von Gabriela Kasperski

Greifensee/Schweiz. Die Greifensee-Festspiele stehen an. Influencerin Arielle Bergmann hat die Hauptrolle in der Shakespeare-Komödie „Viel Lärm um nichts“ ergattert. Doch kurz vor der Premiere des Freilicht-Theaterstücks stürzt die junge Frau von der Tribüne in den Tod. Ist Arielle ihre Selfie-Besessenheit zum Verhängnis geworden? Oder war es doch Mord? Werner Meier von der Kantonspolizei Uster nimmt unverzüglich die Ermittlungen auf.

Neben Commissario Meier darf natürlich auch seine Lebensgefährtin Zita Schnyder nicht fehlen. Zita ist eigentlich auf der Suche nach der Babysitterin ihrer Kinder, als sie ganz unversehens in den Fall hineinschlittert…

„Nachtblau der See“ ist bereits der fünfte Fall für Werner Meier und Zita Schnyder – der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.

Diesmal lässt Gabriela Kasperski den Leser einen Blick hinter die Kulissen einer Theaterproduktion werfen – und da geht es alles andere als fröhlich zu. Intrigen, Korruption und Gewalt spielen im Hintergrund die Hauptrolle. Angelehnt an den Weinstein-Skandal und die #MeToo-Bewegung geht es in diesem Krimi um Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung. Und es geht darum, wie viel Kraft und Mut es erfordert, sich gegen die Übergriffe zu wehren bzw. diese publik zu machen.

Gabriela Kasperski beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln und hat das Geschehen zudem mit einem spannenden Kriminalfall verwoben - auf den Leser wartet eine verzwickte Geschichte mit einer vielschichtigen Handlung. Zahlreiche Akteure und die vielen Verwicklungen und Verstrickungen zwischen ihnen erfordern gerade auf den ersten Seiten des Krimis konzentriertes Lesen. Hat man sich erst einmal eingelesen, empfindet man diese Vielfalt allerdings schnell als Bereicherung und kann der Handlung problemlos folgen.

„Nachtblau der See“ hat mir sehr gut gefallen – ein mitreißender Krimi, der mit einer vielschichtigen Handlung und ausdrucksstarken Charakteren punkten kann.

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Rezensionen von Stefanie Vöcking:

Das Buch ist etwas ganz besonderes!

Sternenbote von Reinhard Ehgartner

Es geht um viele kleine Dinge und dann auch wieder um das große Ganze. Auch wenn jeder Satz oder Absatz
für sich steht, steht alles miteinander in Verbindung – das Große mit dem Kleinen, der Einzelne mit der Gemeinschaft,
das Früher mit dem Heute.

Was für eine Beziehung haben ich und du zu Lichtgeschwindigkeit, Umlaufbahnen und -zeiten eines Planeten,
den Sternen, dem Weltall, dem Anfang der Welt, der Weihnachtsgeschichte, der Zeit,.

.. ?
Das Buch gibt immer wieder kleine Informationen und Denkanstöße.

Auch die Illustrationen sind zauberhaft, als wenn man durch ein Teleskop schaut, alles ist irgendwie ganz nah und klar.

„Sternenbote“ ist wundervoll philosophisch – Wenn man es liest, versteht man es aber erklären kann man es nicht.
Vielleicht tun sich Erwachsene schwer, aber Kinder verstehen es bestimmt – da bin ich mir ganz sicher!

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Rezensionen von Petra:

deprimierend

Miroloi von Karen Köhler

Klappentext:

Ein Dorf, eine Insel, eine ganze Welt: Karen Köhlers erster Roman erzählt von einer jungen Frau, die als Findelkind in einer abgeschirmten Gesellschaft aufwächst. Hier haben Männer das Sagen, dürfen Frauen nicht lesen, lasten Tradition und heilige Gesetze auf allem. Was passiert, wenn man sich in einem solchen Dorf als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen lernt, sich verliebt? Voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse erzählt "Miroloi" von einer jungen Frau, die sich auflehnt: Gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit.

Eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen könnte; ein Roman, in dem jedes Detail leuchtet und brennt.

Meinung

Das Thema ist spannend und bekannt z. B.: Der Report der Magd von Margaret Atwood.
Die fiktive Insel auf der sich das schöne Dorf mit den guten Einwohnern befindet könnte man der Beschreibung nach irgendwo im Mittelmeer ansiedeln. Als Religion passt alles was patriarlisch ist. Es könnte aber genauso gut ein Dorf am Ende des 19. Jahrhunderts in den Alpen sein.

Intoleranz und Angst vor dem Unbekannten wird hier sehr intensiv beschrieben.

Aber nicht so das man das Verhalten in irgendeiner Form nachvollziehen könnte, ich habe es eher mit Kopfschütteln gelesen.

Die Protagonistin soll eine 16 jährige intelligente junge Frau sein, mir kam sie eher wie ein Kind vor.

Die ständigen Aufzählungen die dann auch noch wiederholt wurden machten das Buch echt zäh wie Leder.

Die Kapitel wurden zwar als Strophen bezeichnet, das reicht aber nicht aus um das zu rechtfertigen.

Warum das Buch auf die Liste für den Buchpreis gekommen ist verstehe ich nicht, da ich einige andere von der Liste gelesen habe die mir im Gegensatz sehr gut gefallen haben.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Trost und die Teufelsgeige

Der Tod tanzt in Graz von Robert Preis

In der Steiermark rüstet man sich zum Brauchtumsfest, dem „Aufsteirern“. Doch längst ist aus Brauchtum und Volksmusik ein Event mit volkstümelnden Schlagern, unechten Trachten und viel Alkohol geworden.

Zwei Tage vor dem Auftakt, wird auf einer „Fanwanderung“ ein bekannter Musiker per gezieltem Fernschuss getötet und als ein zweiter Musiker ermordet wird, ist Presse, Polizei und Publikum alarmiert.

Doch das „Aufsteirern“ muss stattfinden, es soll ja auch Publikumsliebling Moritz Mountblanc, der umjubelte Star der Szene, auftreten.

Annette Lemberg und ihr Kollege Hinterher nehmen die Ermittlungen auf. Die Zwei sind nicht nur im übertragenen Sinn kopflos. Der Leiter der Dienststelle, Armin Trost, ist seit seinem letzten Fall, bei dem seine Familie getötet wurde, verschwunden. Es tauchen zwar immer mal wieder kryptische Nachrichten mit Hinweisen und Ratschlägen von ihm auf und manchmal scheint Lemberg auch einen Schatten von ihm wahrzunehmen, aber niemand weiß, was er treibt. Wenn die Handlung Trost selbst agieren lässt, ist er ebenfalls wie ein Schatten, kaum wahrnehmbar aber immer einen Schritt voraus.

Es war mein erster Krimi um das Team von Achim Trost und ich habe bedauert, ihn so spät kennenzulernen. Ich wäre wahrscheinlicher auch leichter mit diesem schwierigen Charakter klargekommen, hätte ich ein wenig mehr von seiner Vorgeschichte gewusst. Aber das werde ich sicher nachholen.

Das Setting, mit dem durchaus kritischen Blick auf Volkstümelei und zur Gaudi verkommenen Brauchtum hat mir sehr gut gefallen. Auch die Charakterisierung der Figuren finde ich gelungen, wobei alle ihre Ecken und Kanten haben und sich nicht gleich erschließen. Besonders Trost ist eine Figur, die auch polarisieren kann.

Robert Preis hat der Handlung mit diffusen Ahnungen und Aberglauben einen düsteren, ja manchmal sogar makabren Hintergrund gegeben. Der schnelle, kräftige Rhythmus von Quetschn und Teufelsgeige ist auch in der Sprache spürbar. Gerade dieser Erzählstil hat mir sehr gut gefallen: spitzzüngig, manchmal auch ziemlich böse und mit rabenschwarzem Humor.

Angenehm fand ich auch das Glossar und die kleine Einführung in die steirische Volksmusik.

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Rezensionen von Caro2929:

Starkes Ende

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte von Cecelia Ahern

Klappentext:

"Vor sieben Jahren ist Holly Kennedys geliebter Mann Gerry viel zu jung an Krebs gestorben. Er hat ihr ein wunderbares Geschenk hinterlassen: eine Reihe von Briefen, die sie durch die Trauer begleitet haben. Holly ist stolz darauf, dass sie sich inzwischen ein neues Leben aufgebaut hat.

Da wird sie von einer kleinen Gruppe von Menschen angesprochen, die alle unheilbar krank sind. Inspiriert von Gerrys Geschichte, möchten sie ihren Lieben ebenfalls Botschaften hinterlassen.

Holly will nicht in die Vergangenheit zurückgezogen werden. Doch als sie beginnt, den Mitgliedern des »P.S. Ich liebe Dich«-Clubs zu helfen, wird klar: Jeder von uns kann seinen ganz eigenen Lebenssinn finden. Und die Liebe weitertragen. Wenn wir uns nur auf die Frage einlassen: Was will ich heute noch sagen und tun, falls ich morgen nicht mehr da bin?"



Meine Meinung:

Ich glaube bei dem Schreibstil sind wir uns alle einig: Die Autorin versteht ihr Handwerk.

Leider macht mich das Buch insgesamt aber nicht ganz so glücklich, trotzdem kratzt es an der Marke zur vier-Sterne Grenze.

Ich weiß auch, dass Postscript als selbstständiger Roman gesehen werden soll und nicht einfach nur als Nachfolger von "P.S. - Ich liebe dich", aber doch fällt es mir schwer...

Wir begegnen einer erwachseneren Version von Holly, einer gereifteren Person. Dessen Gejammer mir aber am Anfang des Buches trotzdem ein wenig auf den Geist ging. Und ich muss zugeben, dass mich die Geschichte nicht so richtig in ihren Bann ziehen konnte. Ich bin nicht unbedingt enttäuscht, aber ich hätte gedacht, ich wäre gefesselter.

Leider konnte die Autorin dies bei mir nicht erreichen. Ich hatte das Gefühl, die Geschichte plänkelt einfach so vor sich hin, ohne nennenswerte "Hochs".

Ich bin mir nicht sicher, ob sich die Autorin einen wirklichen Gefallen mit diesem Roman gemacht hat. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine schöne Geschichte, die es lohnt zu lesen. Vor allem hat mich das Ende milde gestimmt, also das letzte Fünftel des Buches war klasse, da war sogar ich zu Tränen gerührt.

Aber auch die einzelnen Geschichten der P.S.-Ich liebe Dich-Club-Mitglieder konnten mich begeistern, aber die einen halt mehr und die anderen weniger. Ganz beeindruckt hat mich Ginika, ihre Geschichte ist eine ganz besondere...


Fazit:

3,5 Sterne

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Rezensionen von KimVi:

Überraschende Fortsetzung

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte von Cecelia Ahern

Mittlerweile sind sieben Jahre vergangen, seit Hollys Ehemann Gerry viel zu früh an Krebs verstarb und ihr, als Zeichen seiner Liebe, wunderbare Briefe hinterließ, mit denen sie Stück für Stück ihre Trauer verarbeiten konnte. Inzwischen scheint ihr dies gelungen zu sein. Denn Holly hat sich ein neues Leben aufgebaut.

Als sie sich von ihrer Schwester dazu überreden lässt, in einem Podcast zum Thema "Tod" mitzuwirken und über ihre damalige Situation und die Rolle, die Gerrys Briefe beim Umgang mit der unermesslichen Trauer gespielt haben, zu sprechen, ahnt Holly nicht, was dieser Podcast auslösen wird. Denn plötzlich wird sie von einem Club angesprochen, der aus Menschen besteht, die unheilbar krank sind und die Gerrys Idee für ihre Hinterbliebenen gerne aufgreifen würden. Sie hoffen darauf, dass Holly ihnen helfen wird, individuelle Botschaften zu verfassen. Doch will und kann Holly das überhaupt?

"Postscript - Was ich dir noch sagen wollte" ist die Fortsetzung von "P.S. Ich liebe dich". Man kann diesen Folgeband allerdings auch dann problemlos lesen, wenn man den ersten Teil nicht kennt. Denn wichtige Hintergrundinformationen aus dem Vorgänger werden in die Handlung eingeflochten. Diese sind auch dann hilfreich, wenn es schon eine Weile her ist, dass man "P.S. Ich liebe dich" gelesen hat.

Die Handlung wird in der Ich-Perspektive, aus der Sicht von Holly, geschildert. Dadurch kann man ganz in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen. Cecelia Ahern hat einen wundervollen Schreibstil, denn sie versteht es nicht nur hervorragend, ihren Protagonisten Leben einzuhauchen, sondern schafft es außerdem mühelos, sie tiefsinnige Gespräche führen zu lassen, die mitten ins Herz treffen und zum Nachdenken anregen. Man kann ganz in die Handlung eintauchen und alles auf sich wirken lassen.

Holly hat sich weiterentwickelt. Sie ist nicht mehr die Frau, die im ersten Teil die Herzen der Leser berührt hat. Doch diese Weiterentwicklung wirkt äußerst glaubhaft, denn Gerrys Tod ist mittlerweile sieben Jahre her. Holly wirkt sehr sympathisch und es ist schön zu sehen, dass sie ihr Leben wieder im Griff zu haben scheint. Die Idee, nun wieder von ihr zu lesen, ist wirklich interessant. Doch leider hapert es am Anfang ein wenig an der Umsetzung. Denn das, was man von Holly erfährt, ist zwar interessant und durchaus flüssig zu lesen. Doch es ist etwa bis zur Hälfte der Erzählung nicht so emotional wie der erste Band. Denn man hat zunächst das Gefühl, dass nichts richtig voran geht und man auf der Stelle tritt. Dabei kann man Hollys Gefühle zwar meistens nachvollziehen, allerdings gehen sie einem nicht richtig nah. Man beobachtet das Ganze eher distanziert. In der zweiten Hälfte ändert sich das dann allerdings komplett. Hier gelingt es Cecelia Ahern wieder hervorragend, die Gefühle so zu vermitteln, dass sie mitten ins Herz treffen und tief berühren.

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