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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anja:

Kinderabenteuer – mir teilweise zu überzogen

Leles Geheimclub, Band 1 - Keine Kings im Hauptquartier von Sabina Gröner

Lele und ihre zwei Freundinnen haben einen coolen Ort für ihr Mädels-Hauptquatier gefunden. Doch die Jungsgruppe versucht, ihnen diesen Platz streitig zu machen. Es beginnt ein Kampf, in dem nicht immer mit fairen Mitteln gespielt wird und einiges schief geht…

Erstmal vorweg: Ich habe das Buch als eBook gelesen.

Den Mitmachteil – all die Seiten mit Listen zum selbst ausfüllen – kenne ich nur aus der Leseprobe, dieser gibt dem Buch aber auf jeden Fall eine besondere Note (wenn man denn in Bücher schreiben mag).
Auch die Geheimsprache der Mädels ist speziell. Zwar gibt es Erklärungen hinten im Buch, aber im eBook blättert es sich ja nochmal umständlicher als im Buch. Das meiste ist aber auch ohne Nachschlagen zumindest im Sinn verständlich.
Schwierige Wörter – eine der Freundinnen hat eine Vorliebe für Fremdwörter – werden direkt als Fußnote erklärt, was ich gut gelöst finde.

Ansonsten habe ich mich mit der Geschichte aber schwer getan.
Und ich tue mich auch mit der Bewertung schwer, weil diese ja aus Erwachsenensicht geschieht und da denkt man über einige Dinge sicher mehr/ anders nach. Aber mir erschienen einige Dinge innerhalb der Handlung einfach unlogisch und Darstellungen, die vermutlich witzig sein sollten, waren mir zu überzogen. Oder moralisch fragwürdig… So dringen die Kids mit einer Lüge in eine Wohnung ein, um dort etwas zu stehlen. Ein Hund wird gekidnappt und eine (zugegebenermaßen ungerechte, aber auch extrem unfähig dargestellte) Referendarin schlecht gemacht. Und das alles bleibt komplett unreflektiert.

Dennoch entwickelt sich eine gewisse Spannung, denn die Kinder bringen sich in ziemliche Schwierigkeiten. Wie sollen sie damit nun umgehen? Je mehr sie versuchen, desto mehr geht schiefund die Zeit läuft ihnen davon…

Am Ende hat sich meine Sicht auf die Geschichte etwas verändert. Der Ton wird ein wenig ernster und auch lehrreicher. Es wird aufgezeigt, dass man gemeinsam etwas erreichen kann, wenn man nicht aufgibt, sondern zusammenarbeitet statt gegeneinander. Geheimnisse werden bewahrt, um anderen Kindern Spott zu ersparen. Die vorherigen Vergehen, die man teilweise nicht mehr unbedingt als Kinderstreiche bezeichnen kann, bleiben aber dennoch unbesprochen.

Fortsetzung möglich (und auch fürs nächste Jahr angekündigt).

Fazit

Mädchenbande gegen Jungsbande. Witzig, ein wenig chaotisch. Leider aber teilweise zu extrem, zu überzogen. Statt witzig fand ich beispielsweise die überzogene Darstellung der tüddeligen Referendarin (die am Ende zum Glück die kurze kiregt) einfach unangenehm.

Nicht alles, was die Kinder im Kleinkrieg gegeneinander tun, bleibt im legalen Rahmen. Dass ihre Straftaten dann hinterher auch noch nahezu unreflektiert bleiben, stört mich ebenso wie die teils unsinnigen Entscheidungen, die einige Erwachsene treffen. Der etwas ernstere Schluss, in dem aufgezeigt wird, dass man gemeinsam mehr erreichen kann als gegeneinander, hat mich etwas mit der Handlung versöhnt.

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Rezensionen von Anja:

spannender, immer wieder überraschender Auftakt

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) von Jennifer Benkau

Mailin lebt mit ihrer Mutter und ihrer im Koma liegenden Schwester in Irland. Doch plötzlich befindet sie sich in einer fremden Welt, in der an jeder Ecke ungeahnte Gefahren lauern. Eine davon ist der mysteriöse Fremde, dem Mailin bei ihrer Ankunft begegnet. Aber die größte Schwierigkeit steht Mailin noch bevor, denn sie soll die Königin dieses Landes werde.

Dabei will sie doch nichts mehr, als einfach wieder nach Hause zu gelangen…

Aufgrund des traumhaften Covers und der vielen positiven Stimmen wollte ich dieses Buch gern lesen, ohne genau zu wissen, worum es eigentlich geht. Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden. Ich mochte den Start in der realen Welt, in der Mailin sich für ihre im Wachkoma liegende Schwester einsetzt. Der plötzliche Sprung in die Fantasywelt kam für mich dann sehr abrupt und ich habe einige Kapitel gebraucht, mich in dieser neuen, magischen Welt mit ihren fremden Wesen und komplizierten Regeln zurechtzufinden. Dabei habe ich bis zuletzt das Clansystem der Magier nicht komplett durchschaut. Und auch darüber hinaus bleiben für mich noch ein paar Fragen offen.

Dennoch entwickelt sich eine interessante Story, die umso spannender wird, je weiter das Buch voranschreitet. Es fiel mir schwer, vorherzusehen, in welche Richtung sich das Geschehen entwickelt, sodass die Handlung mich immer wieder überraschen konnte. Nicht nur ungewöhnliche, ideenreiche Wesen bereiten Mailin Schwierigkeiten, auch die teils undurchsichtigen Charaktere, die sie täuschen, um eigene Interessen zu verfolgen, sorgen für unerwartete Wendungen. Am Ende wird das Geschehen immer temporeicher und dramatischer, allerdings auch ein wenig wild und undurchsichtig.
Dank des Cliffhangers bleibt die weitere Entwicklung komplett offen.

Mailin hat mir als Protagonistin gut gefallen. Sie ist vorlaut und mutig, agiert teilweise aber auch etwas hitzig. Die 17-jährige ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und gibt dadurch intensive (manchmal zu ausführliche) Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Ihre Gedanken zu kennen, hilft allerdings nicht immer, sie auch zu verstehen: So konnte ich die Faszination für den fremden jungen Mann, der sie zwar nach ihrer Ankunft in Lyaskye rettet, sich sonst aber nicht gerade freundlich verhält, anfangs nicht nachvollziehen. Letztlich mochte ich die sich entwickelnde Liebesgeschichte, die ein zentraler Aspekt der Handlung wird, allerdings.
Schade ist, dass einige Figuren, die eigentlich eine wichtige Rolle spielen, noch sehr blass bleiben. Vielleicht ändert sich dies in Teil 2. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht.

Fazit

Der Wechsel von der realen Welt in das ungewöhnliche, ideenreiche Lyaskye hat mir anfangs einige Schwierigkeiten bereitet, aber je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr konnte mich die spannende, aber auch gefühlvolle Geschichte fesseln. Der flüssige, anschauliche Schreibstil trägt seinen Teil dazu bei.
Allerdings bleiben noch einige Fragen und Handlungsstränge offen, sodass ich gespannt bin, wie es weitergeht.

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Rezensionen von Claudia R:

wunderschöner und emotionaler Auftakt

Pferdeflüsterer-Academy, Band 1 - Reise nach Snowfields von Gina Mayer

Klappentext/Inhalt:

Im wilden Kanada steht ein weißes Schloss: Snowfields.
Auf diesem Internat werden die besten Reiter der Welt
ausgebildet und tief verletzte Pferdeseelen geheilt.

Die 13-jährige Zoe versteht von Pferden in etwa so viel wie von Physik - nämlich gar nichts. Doch als sie ihre Freundin Kim zur Aufnahmeprüfung ins Reitinternat Snowfields begleitet, hat sie eine Begegnung, die sie nicht mehr loslässt.

Der schwarze Hengst Shaman gilt als scheu und gefährlich. Trotzdem scheint er Zoe von Anfang an zu vertrauen. Aber nicht nur das: Sein Blick sagt ihr, dass sie allein ihm helfen kann.

Cover:

Das Cover ist wunderschön und strahlt eine Harmonie zwischen Mensch und Pferd aus, die unbeschreiblich ist. Man fühlt regelrecht das Vertrauen untereinander und den Einklang, in dem sie sich befinden. Das Cover zeigt einen nachtschwarzen Hengst und ein junges Mädchen, in diesem Fall Zoe und der Hengst Shaman. Im Hintergrund erkennt man einen wunderschönen gelb-orangenen Nachthimmel.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Die Geschichte lässt sich sehr gut und locker lesen. Auch die Gliederung ist sehr gut gewählt. Es gibt keine Überschriften, dafür werden die Kapitel durchnummeriert. Auch die Kapitellänge ist sehr gut gewählt und ganz angenehm.

Dies ist keine typische Pferde-Love-Story, denn Zoe ist zu Beginn weit davon entfernt ein Pferdefan zu sein, ganz im Gegenteil. Zoe hat ehrlich gesagt mit Pferden so gar nichts am Hut und steht sehr unter Erfolgsdruck und hat daher eher andere Sorgen und auch Shaman, hatte es nicht immer leicht und gilt als scheu und höchst gefährlich. Doch verbindet sie beiden etwas ganz besonderes. Was genau und was noch alles passiert, sei an dieser Stelle nicht verraten.

Zoe und auch Shaman sind zwei sehr besondere Charaktere und die Autorin hat es geschafft beide mit sehr viel Gefühl und Emotionen in ihre Geschichte erstrahlen zu lassen. Man kann. sich sehr gut in Zoe, aber auch in den Hengst Shaman hineinführen und mit ihnen die Geschehnisse empfinden. eine sehr gefühlvolle und emotionale Geschichte, bei der es nicht nur um Pferde, sonder auch die Magie der Freundschaft und Vertrauen geht.

Ein toller Auftakt einer neuen Pferdereihe, die sehr berührend und emotional erzählt wird und dabei durchaus auch sehr spannend daherkommt. Diese Geschichte wird nicht nur Pferdefans begeistern, sondern ist eine wunderschöne Geschichte zum entspannen und träumen und mit sehr viel Liebe und Gefühl geschrieben. Jung und Alt kommen hier auf ihre Kosten und nicht nur Pferdefans werden begeistert sein.

Mich hat diese Geschichte sehr gut unterhalten und ich bin sehr auf die nächsten Bände gespannt. Dies war der erste Band. Jeder Band ist jedoch in sich geschlossen, so dass man die einzelnen Bände auch durchaus unabhängig voneinander lesen kann.

Fazit:

Wunderschöner und emotionaler Auftakt einer Pferdereihe, die nicht nur Pferdefans begeistern wird.

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Rezensionen von Lealein1906:

Porzellan-Geschichte

Ein neues Blau von Saller Tom

„Ein neues Blau“ ist ein wunderschöner Roman, der spannende Schicksale erzählt und diese klug verknüpft. Dafür gebe ich gerne fünf Sterne.
Lili wird von ihrem Vater Jakob aufgezogen, weil ihre Mutter früh stirbt. Dazu stößt der Japaner Takeshi, einer meiner Lieblingsfiguren, weil er etwas ganz Exotisches mit in die Geschichte bringt.

Wir erfahren ihre Geschichte, die schließlich in die Königliche Porzellan-Manufaktur führt. Aber dann kommen die Nazis und alles wird anders. Die zweite Geschichte spielt 50 Jahre später. Die Schülerin Anja besucht Lili. Und die beiden profitieren mehr voneinander, als sie je geglaubt hätten.
Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an fasziniert, auch weil die Charaktere so besonders sind. Man taucht gerne in ihre Lebensgeschichten ein und fiebert mit. Die zwei Zeitebenen werden geschickt miteinander verknüpft und man würde gerne beide gleichzeitig weiterlesen.
Ganz besonders ist auch der Schreibstil. Wenn von Anja geredet wird, hat man das Gefühl, es schreibt eine (vielleicht noch etwas pubertierende) 18-Jährige, bei Jakob ein erwachsener Mann, bei der alten Lili eine Dame, die schon viel erlebt hat, bei der jungen ein quirliges Mädchen. Das hat mir imponiert. Dazu kommen viele schöne Sprachbilder, die auch eine Leichtigkeit transportieren. Die Geschichte wird ganz durcheinander erzählt, aber trotzdem findet man sich gut zurecht. Mir hat auch gefallen, dass das Buch das Gefühl vermittelt, sehr nahe am Leben geschrieben zu sein.
Ich habe mich in dieses Buch verliebt und empfehle es auf jeden Fall herzlich weiter.

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Rezensionen von Lealein1906:

Vom tiefstem Fall bis zu wahren Glücksmomenten

Fünf Wörter für Glück von Ella Dove

„Fünf Wörter für Glück“ ist eine tolle Geschichte über das Leben in all seinen Facetten, vom tiefstem Fall bis zu wahren Glücksmomenten, aber nichts hält nun mal ewig. Das Buch hat eine Tiefe, die einen von Anfang an mitreißt und danach nicht mehr loslässt. Ganz klare fünf Sterne.

Heidi verliert nach einem Unfall beim Joggen ein Bein – auf einmal ist ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt und vor allem muss sie erst einmal selbst mit dieser Situation klarkommen.

In der schwierigen Reha lernt sie die ältere Dame Maude kennen, die ihr neue Kraft gibt. Und auch ihr Enkelsohn Jack bringt Wind in Heidis Leben, so wie sie selbst es gar nicht erwartet hätte. Das Wichtigste: Er ermuntert Heidi eine Liste zu schreiben, mit der sie ihr Glück wiederfinden soll.

Die Geschichte hat mich von Beginn an mitgenommen. Der Stil der Autorin hat mich direkt gefangengenommen, gerade aufgrund der vielen Details. Ich finde da merkt man einfach auch, dass sie ähnliches erlebt hat, deswegen kommt alles so authentisch rüber.

Das Schicksal von Heidi ist wirklich bewegend. Auch wenn ich ihre Handlungen und Gefühle nicht immer hundertprozentig nachvollziehen kann (wie könnte ich auch?), habe ich jede Sekunde mit ihr mitgefiebert. Auf einmal ein Bein zu verlieren, ist wirklich ein hartes Schicksal. Viele Nebenfiguren haben die Geschichte bereichert, nur die Rolle von ihrem besten Freund konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, mit ihm bin ich einfach nicht warm geworden, aber man kann ja nicht jeden Charakter mögen.

Ich finde, die Geschichte macht Mut, auch sein eigenes Leben nochmal ganz neu zu betrachten und anzugehen. Nachdem man so etwas gelesen hat, merkt man doch wieder, was eigentlich so alles gut bei sich läuft und dass es oft viel Schlimmeres gibt. Die Geschichte ist meiner Meinung nach eine Bereicherung und für jeden schön zu lesen.

Die Sprecherin vom Hörbuch fand ich ganz gut, wenn auch nicht weltbewegend. Manchmal war es mir etwas zu hauchig, aber man konnte es gut anhören und die Stimmungen wurden gut herübergebracht.

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Rezensionen von Lealein1906:

Der Untergang der Könige von Jenn Lyons

Dieses Buch ist wirklich eines der schwierigsten, dass ich je zu bewerten hatte. Zum einen haben wir eine gute spannende Geschichte, die in einer toll entwickelten Fantasiewelt steckt. Zum anderen ist die Handlung fast zu komplex, manchmal blickt man gar nicht mehr durch, Fußnoten verwirren zusätzlich und das ganze auf über 800 Seiten.

Deswegen gebe ich für „Der Untergang der Könige“ drei Sterne.

Die Hauptperson der Geschichte ist Kihrin, ein elternloser Junger, der aber ziemlich gut behütet in einem Bordell aufwächst. Das Buch startet damit, dass er im Gefängnis ist, wo er von einem Wesen namens Klaue bewacht wird. Die beiden beginnen abwechselnd die Geschichte von Kihrin zu erzählen, bis sich alles zusammenfügt.

Leider ist die Geschichte wirklich sehr kompliziert. Nicht nur, dass zahlreiche Charaktere mitspielen, oft sind die Verwandtschaftsverhältnisse unklar und wechseln ständig. Und der Punkt, der alles noch verwirrender macht: Es gibt viele Möglichkeiten, wie das Bewusstsein von Charakteren in andere Figuren überspringt, oder wiedergeborene Götter übernehmen einen Leib… Da habe ich irgendwann nicht mehr durchgeblickt und auch der Stammbaum am Ende des Buchs hilft nur bedingt.

Richtig gut gefallen hat mir, dass der Großteil der Geschichte im Wechsel zwischen Kihrin und Klaue erzählt wird. Das erhöht zwar manchmal die Verwirrung, aber eigentlich sind die Kapitel so kurz, dass man damit gut zu Recht kommt und bei mir hat es die Spannung noch erhöht. Erst am Ende läuft dann alles zusammen und es kommt zum großen Finale. Was man auf keinen Fall machen darf, ist, eine längere Pause einzulegen. Das bringt einen komplett raus. Allerdings glaube ich sowieso, dass man dieses Buch nur verstehen kann, wenn man es ein zweites Mal liest (oder vielleicht auch erst beim dritten Mal).

Also ich bin nicht abgeneigt, auch den nächsten Teil zu lesen. Ich denke aber, jeder muss selbst schauen, wie er mit dem Buch klar kommt, weil ich sowohl die positiven als auch die negativen Rückmeldungen voll verstehen kann.

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Rezensionen von Lealein1906:

Kurzweiliger Frankreichkrimi

Winteraustern von Alexander Oetker

„Winteraustern“ ist der erste Fall von Luc Verlain, den ich lese und das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich hatte das Buch sehr schnell durch und vor allem die detaillierten Beschreibungen haben mich gefesselt. Dafür gibt es vier Sterne.
Luc Verlain entdeckt auf einer Bootsfahrt zwei Leichen, die an Pfählen gebunden der Flut preisgegeben werden sollten – und schon steckt er mittendrin in den Ermittlungen um die Austernzüchter.

Nicht nur, dass es sich bei den Opfern um zwei Söhne von Austernzüchtern handelt, auch soll es Austerndiebe und andere Skandale im Bassin d’Arcachon geben. Da ist Fingerspitzengefühl geplant.
Der Krimi ist handlungsmäßig gut aufgebaut, Motiv und Täter bleiben lange unklar, wie es sein soll. Die Figuren fand ich sehr authentisch, Luc Verlain ist eine gute Hauptfigur, mit der man gerne den Hauptteil des Krimis erlebt. Und auch sein Privatleben hat so einige Höhen und Tiefen.
Der Schreibstil führt fließend leicht durch die Geschichte. Besonders gefallen haben mir die vielen Details, die beschrieben werden, zum Beispiel über die Austernzucht, oder auch nur die Orte, an die man sich so richtig hin versetzen kann. In dem Buch hat man so auch einfach unterschwellig viel gelernt und kennengelernt. Leider gibt es beim Schreibstil aber auch meinen einzigen Kritikpunkt: Es kommen doch einige Wiederholungen vor, die es einfach nicht gebraucht hätte. Das war auf Dauer etwas nervig. Und ein, zwei sachliche Fehler habe ich in dem Buch leider auch gefunden.
Dass ich mit dem dritten Fall von Verlain eingestiegen bin, hat mich gar nicht gestört. Wenn etwas Relevantes von den beiden Bänden davor mit einfließt, wird es ausreichend (manchmal eben auch doppelt und dreifach) erklärt, sodass man sich nie verloren fühlt. Trotzdem habe ich jetzt auf jeden Fall Lust, auch noch die Vorgeschichte kennenzulernen.
Ich gebe also gerne eine Leseempfehlung, wer es sich mit einem kurzweiligen Frankreichkrimi bequem machen will.

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Rezensionen von Lilli33:

Turbulentes Abenteuer

Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger von Eoin Colfer


Inhalt:
Die Zwillinge Myles und Beckett Fowl, Artemis Fowls elfjährige Brüder, könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Myles mehr nach Artemis geraten ist, ebenso intelligent und genial wie dieser, wirkt Beckett mehr wie ein normaler Junge, der Tiere und körperliche Betätigung jeder Art liebt, sich aus Wissen aber nicht viel macht.

Diese beiden geraten nun eines schönen Tages zwischen alle Fronten. Der alternde Lord Teddy, eine gnadenlose Nonne sowie die junge Welfe Lazuli kreuzen ihren Weg und sorgen für turbulente Abenteuer.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist der Auftaktband des 2. Fowl-Zyklus. Im 1. Zyklus spielte Artemis Fowl die Hauptrolle, hier sind es nun seine jüngeren Brüder Myles und Beckett. Ich kenne zwar die Artemis Fowl-Bücher, möchte aber behaupten, dass dies keine zwingende Voraussetzung ist. Zwar ist die Geschichte in derselben Welt angesiedelt, aber mit anderen Figuren. Was man wissen muss, wird hier gesagt.

Anfangs fiel es mir schwer, mich auf Myles und Beckett einzulassen - ich vermisste Artemis, und die beiden waren mir auch noch etwas zu kindlich. Doch schon bald erkannte ich das Potential, das in der Zwillingsbesetzung steckt, denn Beckett ist mitnichten das lästige Anhängsel des Superhirns Myles, wie man zu Anfang vermuten könnte. Auch wenn sein IQ um einiges niedriger sein dürfte, so hat er doch auch seine Qualitäten, die im Zweifelsfall Leben retten können, wo schlaue Pläne versagen. Das Zusammenspiel der beiden ist insofern einfach genial.

Der Schreibstil ist wie von den Artemis Fowl-Büchern her bekannt, knackig, frisch und humorvoll. Es gibt viele spannende, aber auch rührende Szenen, viele Dialoge sind total witzig. Wer Artemis Fowl mochte, wird sehr wahrscheinlich auch die neue Reihe lieben. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, wie sich das Verhältnis zwischen den Zwillingen und der Unterwelt weiterentwickelt.

Fazit:
Eine gelungene Mischung aus Fantasy, Abenteuer, Science-Fiction und Humor.

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Rezensionen von div:

Thriller mit viel Action

Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger von Eoin Colfer

Cayenne und ihr 15-jähriger Bruder Joshua leben gemeinsam mit ihrem Stiefvater Stephen im Wald - sie sind auf der Flucht, haben jedoch keine Ahnung vor was oder wem eigentlich... bis Cayenne nur knapp einem Angreifer entkommt. Sie ist so etwas wie die Heldin der Geschichte - eine tolle Figur.

Ein weiterer Erzählstrang des Buches handelt von Jürgen Wagner. Er ist ein Lobbyist der Energiewirtschaft.

„Draußen“ ist der erste Thriller des Bestsellerduos Volker Klüpfel und Michael Kobr - die beiden sind bereits für ihre Krimis und insbesondere Krimifiguren bekannt. Thriller ist ein recht neues Gebiet - welches sie aber ganz gut gemeistert haben. Es gäbe noch etwas Potential für Verbesserung, aber im Großen und Ganzen ist der Thriller mit viel Spannung gelungen.

Der Schreibstil war flüssig und ließ sich gut lesen. Teilweise ist der Schreibstil oder die Wortwahl etwas brutal.

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Rezensionen von nanu?!:

Das war ein Jugendbuch?

Die Arena: Grausame Spiele von Hayley Barker

Hoshikos Welt ist ein alternatives England um das Jahr 2050 herum, und in zwei Lagern aufgeteilt. Auf der einen Seite leben die Pures, die Elite des Landes. Sie leben ein bequemes Leben, genießen sämtliche Vorteile und müssen niemals hungern. Um niedere Arbeiten brauchen sie sich nicht zu kümmern, denn dafür gibt es die Dregs.

Die Dregs, das ist die andere Seite der Medaille. Sie werden in Slums gehalten, hausen in jämmerliche Hütten und besitzen keinerlei Rechte.
Regelmäßig werden Dregs-Kinder aus ihren Familien gerissen um im Zirkus fortan als Artisten zu arbeiten, sobald sie ein wenig Talent zeigen. So ist auch Hoshiko im Zirkus gelandet. Der Verschleiß an Artisten ist in der Arena sehr hoch und die Hoffnung, jemals lebend aus dieser hinaus zu kommen, hat Hoshiko schon lange aufgegeben.

Das Buch wird Jugendlichen ab zwölf empfohlen und ich finde, dafür ist es unnormal brutal.
Die Dregs werden von den Pures noch schlechter behandelt als Tiere, auch wenn die schon nichts zu lachen haben. Was die Artisten alles über sich ergehen lassen müssen, erfährt der Leser von Kapitel zu Kapitel, Stück für Stück aufs genaueste geschildert, bis ins kleinste Detail. Und je weiter man kommt, umso brutaler werden auch die Szenen, als ob die Autorin sich immer selber übertreffen wollte in ihren Schilderungen.
Manche Szenen, besonders eine Besondere, hat sogar Ekel bei mir hervor gerufen. Ich bin keine Mimose, ich finde solche Szenen nur einfach in einem Jugenbuch fehl am Platz und völlig übertrieben detailreich.

Erzählt wird immer abwechselnd aus zwei Perspektiven in der Ich-Form.
Einmal aus Hoshikos Sicht, dem Dreg-Mädchen und Star der Manege. Mit ihr erlebt der Leser den ganzen Wahnsinn des Zirkus.
Zum Zweiten wird aus Bens Sicht erzählt. Er ist ein Pure und mit ihm wird erst der krasse Unterschied zwischen beiden Schichten der Gesellschaft deutlich.
Die Wechsel zwischen den beiden Perspektiven erfolgt recht häufig, oft wird sogar jede zweite bis dritte Seite zwischen den Protagonisten gewechselt. Das soll wohl mehr Tempo in die Erzählung bringen, was auch geklappt hat. Gestört haben mich die häufigen Wechsel nicht, man gewöhnt sich schnell dran.

Durch die schlimmen Dinge die geschildert werden, bleibt die Atmosphäre die ganze Zeit über sehr düster und niedergeschlagen. Nicht für eine Sekunde bekommt man ein positives Gefühl beim Lesen, denn es folgen Grauen über Grauen.

Was mir fehlte waren Informationen zur Hintergrundgeschichte dieser Dystopie. Warum ist die Gesellschaft so gespalten? Was ist passiert das die Menschen so verändert hat? Es gibt nur einen kurzen Satz der erklärt dass die Dregs als Einwanderer nach England kamen und das Land überlaufen wollten. Das ist mir als Erklärung definitiv zu wenig. Was außerhalb Englands passiert, erfährt man leider auch nicht. Ich hoffe dass diese Fragen noch im zweiten Band geklärt werden.

Dann gibt es noch die plötzliche Liebe zwischen den Hauptfiguren die ich aber sehr unglaubwürdig finde. Sie haben keinen Grund sich zu vertrauen oder gar ihr Leben für den Anderen aufs Spiel zu setzen. Sie kennen sich kaum und eigentlich müssten sie sich hassen. Es ist aber auch schwer vor einer solchen Kulisse, Romantik aufkommen zu lassen.

Trotz meiner Kritikpunkte ist das Buch immer noch sehr spannend, man mag es eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Band zwei werde ich auf jeden Fall lesen. Die Autorin hält sich dann hoffentlich mit ihren brutalen Details ein wenig zurück. Man möchte nicht immer alles ganz genau wissen.

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