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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

Geschichte endlich spannend erzählt

Fake News von Gestern von Ralf Grabuschnig

Endlich mal jemand, der Geschichte spannend erzählt. Und das wirkt bei Autor Ralf Grabuschnig weder bemüht, noch künstlich, sondern einfach nett und sympathisch. Gerne mag man sein Buch lesen, das in appetitliche Häppchen aufgeteilt ist. So kann man immer mal wieder einen Abschnitt lesen, ohne den Gesamtzusammenhang zu verlieren.

Gleichzeitig hat es mir sehr gut gefallen, wie er die Fake News, die es immer schon gab und vermutlich auch immer geben wird, einzeln aufbereitet und dem Leser mundgerecht serviert. Man merkt ganz deutlich, dass er sich in der Materie auskennt und die einzelnen Themen auch gut recherchiert sind. Das macht Spaß, weil man sich einerseits immer gut unterhalten fühlt, andererseits aber auch noch etwas lernt. Manches kannte oder wusste ich schon, aber selbst da habe ich mich nicht gelangweilt, weil der Autor eben so unterhaltsam schreibt. Gerne gibt er auch seine eigene Meinung zu den Themen ab, kennzeichnet dies aber immer ganz deutlich. Diese Einschätzungen fand ich besonders gut, weil sie ja von einem Fachmann stammen und trotzdem so wirken als kämen sie von einem guten Freund.
Ein herrliches Buch, das ich gerne gelesen habe. Wer mag, kann sich auch den Blog von Ralf Grabuschnig ansehen. Dort gibt er viele weitere interessante Einblicke in die Geschichte, die uns alle geprägt hat.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Die Frau, die vom Himmel fiel

Spanischer Feuerlauf von Catalina Ferrera

Wie habe ich mich auf den dritten Band gefreut - und noch mehr, als er überraschend anstatt Anfang März schon Anfang Februar bei mir eintraf. Der Grund dafür: das eBook erscheint einen Monat früher als die Printausgabe, die ab dem 2. März erhältlich ist.

Bei ihrer dritten gemeinsamen Ermittlung werden auch Karl Lindberg und sein Schwager Alex Diaz überrascht.

Beide haben frei und schauen sich den traditionellen Umzug des Feuerlaufs an. Karl und seine Frau Alba vom Balkon ihrer Freunde, die an der Via Laietana wohnen. Doch plötzlich ist es mit dem Vergnügen vorbei, denn mitten auf der Strasse wird eine tote Frau entdeckt. Sie scheint vom Himmel gefallen zu sein - als ob es nicht schon schwer genug wäre, den Fundort inmitten dieser riesigen Menschenmenge zu sichern, müssen die Ermittler nun auch Erfahrung bringen, wer die Tote ist und woher sie kam.

Dank hervorragender Teamarbeit finden sie dies schnell heraus. Es ist eine Frau, die seit Jahren vermisst wird. Wo sich die Frau in den letzten Jahren aufgehalten hat, wieso sie verschwunden ist und was schlussendlich zu ihrem Tod und ihrem Fund während des Umzugs führte ist ein grosses Rätsel, das Alex und Karl schnellstmöglich lösen müssen.

Denn dieser Fall kommt für Karl zur denkbar schlechtesten Zeit: sein Sohn Rafa zieht mit seinem Freund gerade in die erste eigene Wohnung und Alba ist hochschwanger, sie erwarten in den kommenden zwei Wochen ihr zweites Kind.

Während in Band 2 die beiden Kommissare oft auf falsche Fährten geführt wurden, wird es nun einfacher zu ermitteln. Sogar ihre Chefin Maria Arbol gibt sich nahe wie noch nie, dennoch ist auch dieser Fall nicht ohne - und um einiges gefährlicher als die ersten zwei Bände.

Fesselnd und mit vielen Überraschungen gespickt kommt "Spanischer Feuerlauf" daher. Den Kriminalroman aus der Feder von Catalina Ferrera konnte ich kaum aus der Hand legen und so hatte ich ihn innert einem Tag ausgelesen.

Nach drei tollen Fällen kann ich sagen, dass die beiden aus der Mossos d'Esquadra mein Herz erobert haben und die Reihe zu einer meiner Lieblingskrimiserie geworden ist.

Fazit: Erneut ein packender und höchst interessanter Kriminalfall für Lindberg/Diaz - das einzig Traurige daran ist, dass wir Leser nun wieder ein Jahr auf den nächsten Fall warten müssen.
5 Punkte.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Leider langweilig

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie von Rachel Joyce

Bisher mochte ich fast alle Romane von Rachel Joyce. Mich sprach das Thema von "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" an, denn ich verkaufte während meiner Ausbildung im Bücherladen auch Schallplatten und bekam den Einzug der CD's hautnah mit. Zufällig war das genau in der Zeit, in der auch dieser Roman spielt.

Das Jahr 1988 stimmt, nur nicht das Land und die Stadt.

CD-Gestelle zu putzen ist eindeutig einfacher als LP-Gestelle, aber soweit überlegt Mister Frank in London nicht. Er weigert sich, hauptsächlich aus nostalgischen Gründen und allen Überredungstaktiken der Vertreter zum Trotz, CD's zu verkaufen.

Frank ist ein Einzelgänger, dennoch freundet er sich mit den Ladenbesitzern und den Bewohnern in seiner Strasse an. Es bildet sich sowas wie eine Clique, bestehend aus Tätowiererin Maud, Pater Anthony mit seinem Devotionalienladen, Kit, der Frank im Laden hilft und einigen anderen. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Baufirma, die sämtliche Gebäude der Strasse aufkaufen wollen.

Da taucht plötzlich eine Frau in Grün vor Franks Laden auf, in die sich Frank auf den ersten Blick verliebt. Doch die Frau ohne Namen erscheint nur ganz selten im Plattenladen. Obwohl die beiden sich leicht anfreunden, bleibt die Frau auf Distanz und gibt sich geheimnisvoll. Aber auch Franks Harmonietalent hält sich in Grenzen. Er ist eher einer der sich ausklinkt.

Und das war mit ein Grund, wieso dieser Roman so unglaublich langatmig war. Die Geschichte hat mich gelangweilt, denn es passiert grosso modo lange nur dasselbe: Ilse kommt und verschwindet, Frank hat Angst vor Gefühlen und will keine CD's verkaufen.

Erst zum Schluss, nach einem Zeitsprung 20 Jahre später und auf den letzten 80 Seiten, wurde die Geschichte wieder interessanter. Deshalb vergebe ich doch noch knappe 3 anstatt nur 2 Punkte.

Da mir Rachel Joyce Romane bisher gefallen haben, war ich enorm enttäuscht von Mister Franks fehlendem Talent für Harmonie.

Fazit: Die Idee mit dem Plattenladen ist toll, aber eindeutig viel zu langweilig umgesetzt.
Knappe 3 Punkte.

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Rezensionen von Streiflicht:

Süß und zauberhaft

Linus und der Weihnachtszauber von Christina Oskui

Nicht nur für die Kleinen, sondern auch für ältere Kinder und Erwachsene ist dieses Buch einfach süß und zauberhaft. Es besticht durch schöne Texte, die mit herrlichen Illustrationen perfekt abgerundet werden. Sowohl das Erzählte und auch die Bilder sind kindgerecht, sodass man schon mit den ganz Kleinen wunderbar durch dieses Buch kommt.

Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit macht es Spaß, dieses Buch zu lesen.
Linus ist ein etwas wilder Kater, der aber nie böse ist. Er ist einfach nur jung und ungestüm und dabei passiert eben auch das eine oder andere Ungeschick. Zum Glück lässt sich auch ein größeres Unglück mit etwas Hilfe vom Weihnachtsmann wieder beheben und Weihnachten kann kommen... Puh, da hatte der kleine wilde haarige Kerl aber Glück! Ich freue mich schon darauf, das Buch in ein paar Monaten wieder auspacken zu können.

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Rezensionen von LEXI:

Nur wer weggeht, kann zurückkehren und erkennen, was Heimat wirklich bedeutet

Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen von Benedikt Caren

Nur wer weggeht, kann zurückkehren und erkennen, was Heimat wirklich bedeutet

„Was geschehen ist, ist geschehen, du kannst es nicht mehr ändern. Aber du kannst und musst daraus lernen. Glaub mir, die nützlichsten Erfahrungen deines Lebens werden nicht die guten, sondern die schlechten sein. Nur sie bringen dich weiter.

“

Die Hotelbesitzerin und Freifrau Bernadette von Plesow wird ihrem Ruf als „Grande Dame“ mehr als gerecht. Mit äußerster Disziplin, unerschütterlicher Entschlossenheit und großem Selbstbewusstsein arbeitete sie mit ihrem vor einigen Jahren verstorbenen Ehemann daran, das Grand Hotel in Binz als luxuriöses und hochherrschaftliches Feriendomizil für die bessere Gesellschaft zu etablieren. Bernadette strebte ihr Leben lang nach Einfluss, Ansehen, Macht und Reichtum. Zwar hält die ehrgeizige Witwe immer noch sämtliche Fäden in der Hand und repräsentiert das Hotel charmant nach außen hin, ihr Sohn Alexander wurde jedoch bereits als Geschäftsführer eingesetzt. Bernadettes rebellische und trotzige Tochter Josephine möchte der Enge von Binz entfliehen, Freiheiten genießen und bei ihrem Bruder Constantin in Berlin leben. Constantin von Plesow gibt sich zuvorkommend, ist überaus freigiebig und trägt seine kleine Schwester auf Händen. Der Besitzer des Hotel Astor und des dazu gehörenden Varietés unterstützt seine Mutter in finanzieller Hinsicht. Berlin ist für Josephine eine schillernde Welt voller Vergnügen, Musik und Lebenslust, in der sie ihre Karriere als Künstlerin auszuleben versucht. Doch nach und nach lernt sie die Schattenseiten dieser Stadt kennen und wird mit erschütternden Aktivitäten ihres geliebten älteren Bruders konfrontiert. Eine latente Bedrohung aus der Vergangenheit und das Auftauchen eines Fremden setzen Dinge in Gang, die sich nicht mehr aufhalten lassen und letztendlich in ein tragisches Finale münden…

Der erste Band dieses imposanten Familienepos entführt den Leser nach Binz und skizziert das Bild einer zielstrebigen Frau, die sich mit großer Entschlossenheit ihren Weg nach oben erkämpfte. In Bernadette von Plesow begegnet man einer Protagonistin, die ihren Charme und ihre Liebenswürdigkeit sehr gezielt einsetzt, manipulativ und herzlos sein kann, in jedem Fall jedoch stets die Contenance bewahrt. Caren Benedikts Charakterzeichnung der handelnden Figuren ist außergewöhnlich und in höchstem Maße authentisch. Im vorliegenden Band richtet sie das Augenmerk in erster Linie auf Bernadette und ihre Kinder Alexander, Constantin und Josephine. Die Autorin besitzt einen sehr einnehmenden und flüssigen Schreibstil, die Gedanken und Emotionen der handelnden Personen werden höchst überzeugend zum Ausdruck gebracht. Den Hauptfiguren stehen zahlreiche interessante Nebenfiguren zur Seite, das zerbrechlich wirkende Zimmermädchen Marie Riedel avancierte hierbei zu meiner persönlichen Favoritin. Marie ist seit Jahren auf sich allein gestellt, entstammt tristen häuslichen Verhältnissen, ist ernst und introvertiert. Bernadette von Plesow schätzt das hohe Pflichtbewusstsein des Mädchens und ihre absolute Zuverlässigkeit. Marie spielt eine wichtige Rolle in diesem Buch, ihre enorme charakterliche Entwicklung wurde auf beeindruckende Art und Weise dargestellt. Sie reift vom unsicheren und unglücklichen jungen Mädchen zur selbstbewussten Frau, die über sich hinauswächst und ihren Platz im Leben erkämpft… nicht zuletzt mit Bernadettes wohlmeinender Unterstützung. In der vorliegenden Geschichte betreten zudem einige Antagonisten den Schauplatz des Geschehens, andere Nebenfiguren schafften es wiederum, mich sowohl in positiver, als auch in negativer Hinsicht zu überraschen.

Aufgrund bestimmter Ereignisse innerhalb der Familie entsteht ein Spannungsbogen im Buch, der durch rivalisierende Verbrecherbanden drastisch gesteigert wird. Falsche Entscheidungen führen zu Zwistigkeiten und letztendlich zu einer tragischen Eskalation der Ereignisse – Caren Benedikt machte es mir als Leser schlichtweg unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Fazit: Die Autorin hat mir mit dem ersten Teil ihres grandiosen Familienepos „Das Grand Hotel. Die nach den Sternen greifen“ ein eindrucksvolles und spannendes Leseerlebnis beschert. Faszinierende Charaktere und unerwartete Entwicklungen bereichern diese Geschichte, deren Fortsetzung ich mit großer Erwartungshaltung entgegensehe.

Begeisterte fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung für dieses imposante Buch!

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Rezensionen von yellowdog:

Bemerkenswert und wichtig

Fragen, die mir zum Holocaust gestellt werden von Hédi Fried

Die Holocaust-Überlebende Hédi Fried hat schon oft Vorträge in Schulungen gehalten und berichtet von ihren Erfahrungen, wobei sie mit den Schülern immer ins Gespräch gekommen ist und Fragen zulässt. Als über neunzigjährige ist es ihr noch immer wichtig, die Erinnerung an die KZs Auschwitz und Bergen-Belsen wachzuhalten.

Nur so kann es bewirken, das sich der Holocaust nicht wiederholt. Da sie durch das hohe Alter nicht mehr lange die Schulen wird besuchen können, ist ihr Ansatz wirklich zwingend und gut. Die wichtigsten und häufigsten Fragen dokumentiert sie in diesem Buch.

Hédi Fried ist eine Jüdin aus Siebenbürgen. Sie wurde 1944 nach Auschwitz deportiert. Nach Auschwitz war sie in drei verschiedenen Arbeitslagern.

Da sie auch früher schon Bücher über ihr Überleben geschrieben hat und die Fragen schon oft beantwortete, wirkt das Buch streckenweise routiniert.
Die Fragen der Schüler sind elementar und Hédi Fried behandelt die Themen Hitlers Judenhass, die Zustimmung des Volkes, fehlender Widerstand, Ankunft in Auschwitz, Lagerleben, Hunger und Überleben.

In letzter Zeit haben mich verschiedene Berichte Überlebender stark beschäftigt: Ginette Kolinka, Marceline Loridan-Ivens, Primo Levi.
Hédi Frieds Berichte passen dazu, es gibt Passagen, die vergleichbar sind, dann aber auch ein paar Details, die vielleicht nicht jeder kennt.

Ich hoffe, dass ihre Biografie Fragmente meines Lebens noch einmal neu aufgelegt wird.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:

Das Vergessen nicht zulassen...

Rote Kreuze von Sasha Filipenko

Berührend und sehr beklemmend, weil man annehmen muss, dass alles wahr ist: die Unberechenbarkeit des Sowjetregimes, der rücksichtslose Umgang mit Menschen, das Zusammenspiel von Willkür und Zufall. Das alles hat auch das Schicksal von Tatjana bestimmt.
Gleichzeitig hat mich die behutsame und poetische Schilderung fasziniert, mit der der junge Sascha – und damit wir – allmählich in die Lebensgeschichte seiner 90jährigen Nachbarin eintaucht.

Ihr hat man alles genommen, den Mann, die Tochter, die Zukunft, und trotzdem hat sie Mut und Humor bis zuletzt.
Eine reale Grundlage sind die Briefe aus dem Archiv des Roten Kreuzes in der Schweiz. In ihrer Fülle etwas mühsam zu lesen, aber notwendig, damit man versteht: das sowjetische Russland lässt lieber seine Kriegsgefangenen im Stich als mit dem feindlichen Westen zusammenzuarbeiten.
Ein Kapitel russischer Geschichte des 20. Jahrhunderts, sehr lesenswert!

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Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:

Geschenk an die Nachgeborenen

Rote Kreuze von Sasha Filipenko

Sasha Filipenko erzählt die Geschichte einer schicksalshaften Begegnung, zwischen dem jungen Alexander und der alten Dame Tatjana, und der Annäherung zweier Generationen. Das Buch überzeugt nicht nur durch das grausamen Schicksal der gezeichneten Figuren. Es macht das Erzählen von Erinnerung und Vergangenheit transparent als einen dialogischen Prozess, in dem die Erinnerung in ihrer ganzen Vielstimmigkeit Platz hat.

Weil sich beide einander in ihrem Anderssein akzeptieren, entsteht eine große Nähe und enge Bindung.

„Rote Kreuze“ als Biographie der Angst aus der grausamen Stalin-Zeit und unserer Gegenwart. Angst von den Tieren-Menschen, die das Vergnügen an Folter haben, Angst von der Entmenschlichung, die sich von eine Sekunde auf die andere vollzieht, Angst wenn von dem Unglück nicht übrig bleibt, Angst die Menschlichkeit aufzugeben, Angst vor der Zukunft.......
Prädikat: sehr wertvoll, vorgeschlagen als Schulpflichtlektüre

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Rezensionen von KimVi:

Startet zunächst gemächlich, entwickelt sich dann aber zu einem echten Pageturner

Wolves - Die Jagd beginnt von Cole Daniel

Der ehemalige Polizist Finlay Shaw wird tot aufgefunden. Da der Raum von innen verschlossen und Finlay offensichtlich allein darin war, geht man davon aus, dass es sich um Selbstmord handelt. Doch William "Wolf" Fawkes kann und will nicht daran glauben, dass sein ehemaliger Mentor sich selbst getötet hat.

Gemeinsam mit Emily Baxter beginnt Fawkes zu ermitteln. Zunächst bleibt die fieberhafte Suche der beiden ergebnislos, doch dann entdeckt Fawkes erste Hinweise, die tief in die Vergangenheit führen. Das, was dann ans Tageslicht kommt, ist schier unglaublich...

Nach "Ragdoll" und "Hangman" ist "Wolves" bereits der dritte Band der New Scotland Yard Reihe von Daniel Cole. Man kann diesen Teil sicher auch ohne Vorkenntnisse lesen, doch empfehlenswert ist es nicht, da fehlende Hintergrundinformationen zu den Protagonisten und den jeweiligen Beziehungen untereinander, den Einstieg sonst etwas erschweren könnten.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dabei kommt es auch immer wieder zu Rückblicken in die Vergangenheit. Da diese aber durch Jahreszahlen gekennzeichnet sind, fällt die Orientierung leicht. Der Einstieg ins Geschehen verläuft zunächst etwas gemächlich. Es kommt durchaus zu interessanten und fesselnden Szenen, doch die dort aufgebaute Spannung kann vorerst nicht durchgehend gehalten werden, sondern flacht zwischendurch immer wieder ab. Das ändert sich ab der Hälfte des Buchs allerdings gewaltig, denn dann sorgt eine entscheidende Erkenntnis dafür, dass man den Thriller nicht mehr aus der Hand legen mag. Daniel Cole liefert ein spannendes Katz- und Mausspiel, das durch überraschende Wendungen zu einem wahren Pageturner wird.

Die Charaktere machen es einem nicht immer leicht. Dennoch gewöhnt man sich schnell an die Eigenarten und kann die Kabbeleien, die sich auflockernd durchs Geschehen ziehen, genießen. Daniel Cole beschreibt Handlungsorte und Protagonisten so authentisch, dass man sich alles lebhaft vorstellen kann. Außerdem gelingt es ihm, die unterschiedlichen Handlungsstränge am Ende schlüssig zu verknüpfen.

Nach einem eher gemächlichen Start entwickelt sich "Wolves" doch noch zu einem Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen mag. Zum besseren Verständnis der privaten und beruflichen Verwicklungen empfiehlt es sich allerdings, die Bände der New Scotland Yard Serie in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

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Rezensionen von Vicky:

Ein Spaziergang durch die Pflanzenwelt

Pflanzencode von Ingrid Kleindienst-John

'Der Pflanzencode' ist ein Sachbuch der Autorin und Kräuterexpertin Ingrid Kleindienst-John.

Das Cover ist wunderschön und gleichzeitig sehr ansprechend gestaltet. Ich habe es immer wieder gerne betrachtet und auch genauso gerne von Seite zu Seite geblättert denn das gesamte Buch ist nett und übersichtlich aufbereitet.

Das interaktive Lesevergnügen mit der 'Freya Bücher'-App ist gut gelungen. Anfangs war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch was die App-Nutzung anging aber dieses 'Feature' ist gering dosiert und dadurch hängt man nicht (wie von mir befürchtet) dauernd am Smartphone sondern sieht nur zwischendurch ein paar Mal interessante Kurzvideos. Diese wiederrum sind auch nett und vor allem informativ gestaltet und ergänzen das Buch gut.

Ingrid Kleindienst-John vermittelt ihr Wissen und ihre Erfahrungen über die Pflanzenwelt auf interessante Weise. Es ist ein wahrer Genuss dieses Buch zu lesen und das ein oder andere dabei zu lernen. Vom Ackerschachtelhalm über den Löwenzahn und Mädesüß bis hin zur Zypresse ist hier sehr vieles zu finden. Man kann sich natürlich nicht alles auf einmal merken aber das eine oder andere kann hier bestimmt jeder mitnehmen und ich werde das Buch auf alle Fälle noch oft zur Hand nehmen.

Die Pflanzencode Seiten enthalten sehr nett gestaltete Kurzinformationen. Davor gibt es immer ein paar Seiten mit Informationen, Rezepten und Hinweisen welche mit vielen schön ausgewählten Bildern untermalt werden.

Am Ende folgt noch ein eine kurze Reise in die Vergangenheit und der Leser erhält noch ein paar geschichtliche Informationen, dann folgt noch kurz die Wirkstofflehre. Den Abschluss bilden Grundlagen zum Sammeln, welche ich persönlich sehr informativ und hilfreich fand. Das Glossar im Anhang war auch sehr nützlich und wurde von mir einige Male während des Lesens genutzt.

Fazit: Man darf sich hier mit der Autorin auf eine Suche nach dem Pflanzencode begeben. Diese ist äußerst interessant und wirklich nett gestaltet! Auch wenn dieses Thema nicht unbedingt alltäglich ist für die meisten von uns kann ich es dennoch jedem Pflanzeninteressierten nur wärmstens empfehlen!

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