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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von manu63:

Haushalt im Griff

Das ultimative Familien-Haushaltsbuch von Andrea Otto

Mit ihrem Ratgeber Das ultimative Familien-Haushaltsbuch möchte die Autorin Andrea Otto Ratschläge und Tipps rund um das Führen eines Haushaltes geben. Dies wurde in meinen Augen gut umgesetzt. So beginnt sie im ersten Teil damit aufzuzeigen wo Schwachpunkte sein könnten. Ihre eigenen Erfahrungen mit einem Haushalt mit 5 Kindern fließen an allen Stellen mit ein.

Ihre Erläuterungen sind schlüssig und praxisorientiert und lassen gut erkennen wo man ansetzten sollte um sich besser zu organisieren und wo es immer wieder Stolperfallen gibt. Dabei nimmt sie auch immer wieder Bezug auf ihren Glauben und baut ihre eigenen Erfahrungen im Alltag gut ein.

Der nächste Abschnitt gibt praktische Tipps rund um allgemeine Tätigkeiten im Haushalt wie aufräumen und putzen. Auch hier sind die Tipps praxisgerecht und umsetzbar.

Weiter geht es mit Küche und Essensplanung. Wieder ist alles alltagstauglich und man merkt das die Autorin aus ihrem persönlichen Umfeld heraus ihre Strategien entwickelt hat.

Der Schreibstil ist angenehm und die Autorin spricht die Leser auf angenehme Weise an. Ergänzt wird der Text durch viele Fotos aus ihrem eigenen Haushalt und schöne Zeichnungen runden das Bild ab.

Für mich ein lesenswertes Buch das auch gestandenen Hausfrauen und Hausmännern noch gute Ratschläge für den Alltag geben kann.

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Rezensionen von manu63:

Königsblut

Das Erbe der Macht - Band 22: Königsblut von Andreas Suchanek

Der 22. Band der Das Erbe der Macht Reihe des Autors Andreas Suchanek trägt den Titel Königsblut. Die Freunde von Chloe möchten sie mit Hilfe eines alten Rituals retten und Tomoe geht auf die Suche nach dem ersten Orakel von Camelot.

Gekonnt führt der Autor den Leser durch diesen Band und lässt den Leser teilhaben an einem emotionalen Ritual für Chloe das gut und spannend aufgebaut ist und in dem Ereignisse der Vergangenheit wieder ins Gedächtnis gerufen werden.

Auch Tomoe trifft bei ihrer Suche auf alte Bekannte und muss gefährliche Situationen meistern. Mit einen gewohnt überraschendem Cliffhanger lässt der Autor die Leser am Ende dieses Bandes zurück und macht so neugierig auf die Fortsetzung.

Die Geschichte wird im bekannten Erzählstil des Autors fortgesetzt und der Leser darf sich auf einige Überraschungen freuen, welche der Geschichte neuen Schwung geben. Das dieser Band Teil einer sich aufbauenden Reihe ist sollte er nicht einzeln gelesen werden, da Zusammenhänge sonst nicht verständlich sind.

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Rezensionen von Biene2004:

Tolle Idee zur Geschichte, von der Umsetzung habe ich mir mehr versprochen

Heartbreaker von Avery Flynn

Das Cover hätte in der Buchhandlung ganz sicher meine Aufmerksamkeit erregt, denn es läßt ohne Zweifel auf einen tollen, modernen Liebesroman hoffen.

Grundsätzlich ist die Idee zum Buch auch wirklich grandios, doch die Umsetzung hat mich leider ein bisschen enttäuscht. Der erste Tiefschlag kam eigentlich schon ziemlich am Anfang, denn unsere Geschichte hier von Sawyer und Clover erinnerte mich doch wirklich ganz stark an die von Richard Gere und Julia Roberts.

Und auch die anfängliche Entwicklung war meiner Meinung nach nicht so richtig glaubwürdig, doch damit hatte ich mich arrangiert und versuchte daraufhin, Clover´s und Sawyer´s Geschichte und unechte Verlobung einfach nur zu genießen...

Der Schreibstil der mir bis dato unbekannten Autorin ist toll! Genau so, wie ich es gerne lese! Locker und flockig, ein bisschen sarkastisch, aber auch witzig, gespickt mit mehr oder weniger heißen Szenen und Situationen

Clover mag ich total gerne leiden. Sie ist frisch, ehrlich, witzig, sarkastisch und bringt entsprechend all das mit, was man sich für einen zum ins Herz schließenden Charakter wünscht und vorstellt. Sawyer dagegen ist mir zu farblos. Er hat nicht viel anderes als sein Imperium im Kopf, zusätzlich feilt er dann noch an dem Plan, Clover in sein Bett zu zerren. Viel mehr hat unser Hauptprotagonist eigentlich nicht zu bieten.

Sawyer´s Mama ist eine riesige Schreckschraube! Sie scheint vor nichts zurückzuschrecken, um ihren Sohn so reich und angesehen wie möglich zu verheiraten.

Nach den ersten Kapiteln lässt diese Geschichte für meine Begriffe ganz schön nach.Mir passiert es wirklich selten, dass während des Lesens meine Gedanken irgendwie abschweifen und ich am Ende der Seite feststellen muss, dass ich sie doch einfach noch einmal lesen sollte. Das hat allerdings nichts mit dem Schreibstil zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass diese Kapitel überwiegend vom Streiten oder halt von Sex handeln. Also ehrlich gesagt war dieser mittlere Teile für meine Begriffe irgendwie langweilig und wenig anspruchsvoll. Ich hatte mir hier eigentlich einen etwas anderen Werdegang gewünscht, der Anfang dieses Buches war so toll und vielversprechend, doch leider schwächelt das Buch in der MItte ganz schön.

Das Ende dagegen war dann irgendwie "schnell", aber wenigstens gab es keinen Sex, dafür allerdings jede Menge Gefühle. Sawyer's Auftritt auf dem Gerüst fand ich ziemlich übertrieben und das Ganze hat mich wie schon zu Beginn des Buches ganz stark an Pretty Woman erinnert.

Alles in allem hab ich mir von dieser Geschichte weitaus mehr versprochen. Die Idee zur Story ist super, die Umsetzung leider nur mittelmässig...

Ob ich Hudson's Geschichte lesen möchte, überlege ich mir noch...

Fazit: Tolle Idee zur Geschichte, von der Umsetzung habe ich mir sehr viel mehr versprochen! Schade! Kann man lesen, muss man aber nicht!

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Rezensionen von Anja:

Zwillinge – lieber allein?

Ben und Teo von Martin Baltscheit

Ben und Teo sind Zwillinge. In vielem handeln sie als Einheit. Dass sie aber von ihrem Umfeld oft nur als Paar wahrgenommen werden, nervt beide. Schließlich sind sie in unterschiedlichen Dingen gut und wünschen sich, dass dies auch wahrgenommen und anerkannt wird. Ein magischer Spiegel erlaubt es ihnen, herauszufinden, wie das Leben als Einzelkind wäre…

Teo und Ben sind abwechselnd die Ich-Erzähler und schildern ihre Erlebnisse mit und ohne Geschwisterkind.

Der Erzählstil ist einfach und kindgerecht, Schimpfwörter inklusive, denn natürlich wird auch mal kräftig gestritten.
Wie alt die Zwillinge sind, bleibt offen. Sie interessieren sich für Fußball, Musik, Haargel und Deo…
Die bunten Illustrationen, teils ganzseitig, teils klein neben dem Text, sind ebenfalls kindgerecht und geben die Stimmung der Geschichte bildlich wieder.

Die Grundidee des Buches gefällt mir gut: Durch das Experiment „Einzelkind“ merken Ben und Teo, wie es sein könnte, die alleinige Aufmerksamkeit von Eltern und Freunden zu bekommen. Gleichzeitig stellen sie aber auch fest, was ihnen ohne den anderen fehlen würde.

Die Umsetzung konnte mich allerdings nicht durchweg überzeugen. Dass Kinder sich wünschen, das Geschwisterkind wäre nie geboren und dies auch äußern, ist wohl nicht ungewöhnlich. Aber das Thema Tod mehrfach aufzugreifen und die Beerdigung des Bruders – wenn auch nur gedanklich – samt Trauerfeier, -gästen und Sarg auszuschmücken, finde ich für die Altersgruppe doch irgendwie unangemessen.

Die anderen Situationen, die Ben und Teo erleben, sind harmloser und spiegeln den Schul- und Familienalltag wieder. Teilweise empfand ich die Handlung dabei aber als etwas abgehackt. Sehr knapp schildern die Zwillinge die aktuellen Erlebnisse, bevor es auch schon mit dem nächsten weitergeht. Ganz rund wird die Geschichte, besonders das Ende, für mich dabei nicht.

Fazit

Die Zwillingsjungs Ben und Teo wünschen sich, nicht nur als Paar sondern auch mit ihren individuellen Talenten wahrgenommen zu werden. Ein Zauberspiegel ermöglicht ihnen, das Leben als Einzelkind auszuprobieren. Niedlich dabei ist, dass sie es zwar total spannend finden, etwas getrennt zu machen, dem anderen aber dennoch zeitnah von ihren Erlebnissen erzählen möchten. Ganz allein ist es nämlich doch gar nicht so toll… Eine Geschichte über Freundschaft, Familie und Zusammenhalt, die inhaltliche aber teilweise ein wenig über das Ziel hinausschießt.
Dennoch greift das Buch mit dem Geschwisterstreit und dem Konkurrenzdenken, das nicht nur unter Zwillingen herrscht, lebensnahe Themen auf. In eine fantasievolle Geschichte eingebunden, erkennen die Jungen, was ihnen im Leben wichtig ist, und geben dabei den Leser/innen bzw. Zuhörer/innen einen entsprechenden Denkanstoß mit.

Ich vergebe 3,5 Sterne mit Tendenz nach oben und runde daher auf.

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Rezensionen von Claudia R:

spannend, fantasievoll und farbenreich ...

Indigo und Violetta von Christine Schär

Klappentext:

Indigo stammt aus einer Familie von Zauberern und weiss: Magie bringt mehr Probleme, als sie löst! Zum Beispiel ist er sich ganz sicher, dass sich andere Schulkinder in ihren Herbstferien nicht mit fleischfressenden Pflanzen, einem singenden Kürbiskopf und Handwerkerspinnen herumschlagen müssen.

Zu allem Überfluss hat er keine Ahnung, welche Art von Zauber er denn wirken kann. Der einzige Hinweis ist sein Name: Indigo Albin Pastell. Das hat alles mit Farben zu tun. Doch statt bunter wird sein Leben grauer. Die Dinge in Omas Haus verlieren ihre Farbe. Ist er selbst auch in Gefahr? Und was hat Violetta, die neugierige Malerstochter, damit zu tun? Als wütende Steingnome Indigo und Violetta angreifen, wird es höchste Zeit für den ersten Zauber ...

Cover:

Das Cover ist wunderschön, bunt und farbenfroh. Man erkennt einen Jungen und ein Mädchen, welche auf einem Kürbisfeld stehen bzw. sitzen. Der Junge hält einen Pinsel in der Hand aus dem ein richtiges Farbenspektakel, nämlich ein Regenbogen, entsteht. Im Hintergrund ist ein Wald mit einem dunklen großen Haus erkennbar. Das Buch riecht förmlich nach Spaß und Abenteuer. Allein das Cover macht schon sehr neugierig.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und locker. Humorvoll und ideenreich entsteht eine zauberhafte Welt und mit sehr viel Kreativität ist hier eine wundervolle Geschichte entstanden.

Das Buch eignet sich sehr gut zum Vorlesen, aber auch zum Selberlesen. Die Schriftgröße ist dem Alter bzw. der Altersempfehlung angemessen. Die Kapitel haben eine angemessene und angenehme Länge und auch die Überschriften passen sehr gut zu den einzelnen Kapiteln.

Indigo stammt aus einer Zaubererfamilie und steht kurz davor eine Zauberprüfung abzulegen, doch bisher klappt das mit dem Zaubern bei ihm noch nicht so richtig. Zu allem Überfluss weiß er auch noch nicht welche Art von Zauberer er ist. Eigentlich wollte er bei Oma zur Ruhe kommen, doch Arbeiterspinnen, fleischfressende Pflanzen und singende Kürbisköpfe machen sein Leben nicht gerade einfacher. Doch statt bunter wird es grauer. Die Dinge in Omas Haus verlieren an Farbe und dann trifft er auch noch auf Violetta, die neugierige Malerstochter und zusammen erleben sie allerhand spannende und kuriose Sachen. Zu viel sei aber an dieser Stelle nicht verraten.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und waren mir sofort sympathisch. Sehr viel Ideenreichtum und Kreativität schwingen in dieser Geschichte mit. Sehr viel Fantasie und auch einiges Ungewöhnliches wird hier verarbeitet und dies auf humorvolle und liebevolle Art und Weise.

Mir hat dies sehr gut gefallen. Ich wurde sehr gut unterhalten und es war ein richtiges Lesevergnügen. Besonders schön fand ich auch die kleinen Illustrationen ab und an. Dies waren nicht zu viel, sondern genau richtig und haben manche Stellen sehr gut aufgelockert und die Geschichte sehr gut abgerundet.

Fazit:

Eine wunderschöne, fantasievolle, spannende und humorvolle Geschichte, die sehr empfehlenswert ist.

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Rezensionen von dorli:

Die Schleusen des Himmels

Die Schleusen des Himmels von Charles Martin

Charles Martin beginnt „Die Schleusen des Himmels“ mit einem kurzen Prolog, ein Ausflug in das Jahr 1964 – Joseph und Bobby Brooks, 9 und 11 Jahre alt, wurden gerade von ihrem Vater verlassen und erleiden dadurch einen tiefen Schmerz, der sie noch jahrzehntelang begleiten wird…

Zeitsprung in die Gegenwart.

Der Leser lernt Allie kennen, die am Telefon einen heftigen Streit mit ihrem Mann Jake hat; kurz darauf stirbt Jake bei einem schrecklichen Unfall. Außerdem trifft man Catalina und ihre Kinder Diego und Gabriela; die drei befinden sich seit Jahren in den Fängen des brutalen Drogenschmugglers Juan Pedro.
Und man begegnet Joseph wieder. Er ist mittlerweile 62 Jahre alt und lebt allein in einer Hütte in den Bergen North Carolinas. In einer verschneiten Nacht landen Catalina und ihre Kinder bei ihm. Sie sind auf der Flucht vor Juan Pedro. Joseph hilft der kleinen Familie und bringt sie nach Florida in Sicherheit. Auf dem Rückweg lässt eine Rauchsäule nahe Cape San Blas, dem Ort seiner Kindheit, ihn anhalten. Er erfährt, dass bei dem Unfall, der sich hier vor kurzem ereignet hat, der Mann seiner Jugendliebe Allie ums Leben gekommen ist. Joseph zögert nicht, sondern besucht Allie und kümmert sich um sie. Und damit beginnt die Aufarbeitung des Schmerzes, der sich 53 Jahre zuvor tief in Josephs Brust gefressen hat…

Charles Martin hat einen sehr fesselnden Schreibstil. Er erzählt Josephs Lebensgeschichte so spannend und mitreißend, als wäre sie ein Krimi. Schon nach wenigen Seiten entwickelt sich das Buch zu dem grandiosen Pageturner, den der Klappentext verspricht.

In „Die Schleusen des Himmels“ geht es um Liebe und Loyalität, um Opferbereitschaft und Vergebung und um die Hoffnung auf eine zweite Chance.

Joseph und Bobby entwickeln sich nach dem prägenden Ereignis in ihrer Kindheit ganz unterschiedlich. Obwohl sich ihre Wege als Jugendliche trennen, verbindet die Brüder ein Geheimnis, das Josephs Lebensweg nachhaltig bestimmt. Physisch und vor allen Dingen psychisch versehrt aus dem Vietnamkrieg zurückgekehrt, hat er ganz unterschiedliche Phasen durchgemacht, aber nie in ein zufriedenstellendes Leben gefunden und sich deshalb schließlich in die Hütte in den Bergen zurückgezogen.

In geschickt eingeflochtenen Rückblenden kann der Leser an Josephs Werdegang teilhaben. Man erlebt die zahlreichen Höhen und Tiefen, die er über die Jahre hinweg durchgemacht hat, intensiv mit und erfährt so, wie er zu dem Mann wurde, der er heute ist.

Charles Martin wartet im Verlauf der Handlung mit einigen Wendungen und Überraschungen auf, die das Geschehen lebendig halten und die Sogwirkung bis zum Schluss nicht abreißen lassen.

„Die Schleusen des Himmels“ hat mich durchweg begeistert – ein abwechslungsreicher, tiefgründiger Roman, der mit ausdrucksstarken Charakteren und einer mitreißenden Handlung zu überzeugen weiß.

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Rezensionen von Dana:

2,5 Sterne: düster, brutal, sehr extrem -leider nicht komplett überzeugend

Die Fesseln des Bösen,8 Audio-CDs von Jean-Christophe Grangé

Zwei junge Frauen werden tot und übel zugerichtet aufgefunden. Commandante Stéphane Corso übernimmt den Fall und sein erster Weg führt ihn in den Stripclub, in dem die beiden Tänzerinnen gearbeitet haben. Umso mehr er forscht, umso weiter dringt er in das düstere Milieu vor, in dem die beiden Frauen sich aufgehalten haben.

Und es führt Corso auch zu einem Mann, der perfekt ins Täterbild passen würde. Doch kann der Maler mit den Alibis wirklich etwas mit den Morden zu tun gehabt haben?

Dieses Hörbuch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück und es fällt mir auch nach einigen Tagen Abstand immer noch schwer, es so richtig einzuschätzen.
Es gibt im Verlauf der Geschichte viele interessante, spannende und auch sehr düstere und brutale Passagen, die teilweise die Abgründe der menschlichen Seele sehr eindrücklich präsentieren. Man erhält detaillierte Einblicke in die SM- und Bondage-Szene, die ich in der Intensität zwar nicht gebraucht hätte, aber das ist natürlich Geschmackssache und machte den Fall insgesamt noch authentischer in der Ausführung und Recherche. Verknüpft mit den Ermittlungen begegnet man den unterschiedlichsten Menschen, von denen mir leider nur die wenigsten sympathisch und die meisten einfach ziemlich überzogen dargestellt waren. Eingeflochten in die Mordermittlungen war auch immer mal wieder das Privatleben von Corso. Eigentlich mag ich das ganz gern, da man dadurch einen besseren Bezug zu den Ermittlern bekommt, denn ihre Persönlichkeit spielt ja auch bei der Arbeit keine unwichtige Rolle. Allerdings wäre es mir hier zwischendurch auch lieber gewesen, nicht noch mehr von den furchtbaren Dingen über Corso, seine Vergangenheit, seine Ansichten und Einstellungen zu erfahren. Auch wenn man verstehen kann, dass ihn die Dinge, die da angesprochen wurden, beschäftigen, hat es ihn nach und nach immer weiter in meiner „Gunst“ sinken lassen. Zusätzlich konnte für mich auch die Spannung im Buch nicht dauerhaft gehalten werden… alles in allem also eine sehr gemischte Geschichte, die mich zwar erschüttert, aber auch ratlos zurück lässt.

Corso arbeitet bei der Mordkommission und ist ein ziemlich knallharter Ermittler mit einer düsteren Vergangenheit. Ermittler müssen aus meiner Sicht auch keine komplett braven, wohlerzogenen Beamten sein, bei ihm war es mir insgesamt aber doch zu viel, zu drüber, zu unsympathisch, zu viel gegen das Gesetz. Und vor allem kommt er mit all seinen Fehltritten ungestraft durch. Auch wenn das Buch in Frankreich spielt und die Dinge da möglicherweise etwas anders laufen, kann ich mir nicht vorstellen, dass man wirklich mit ALLEM durchkommt, was Corso so im Verlauf der Geschichte verzapft. Ein paar der kleineren „Delikte“ fand ich in Bezug auf die Dringlichkeit den Fall zu lösen und Beweise zu finden, ja noch okay und hätte man ihm sicher mit einer kleinen Verwarnung noch verziehen, aber anderes ging einfach gar nicht. Dabei wird auch immer wieder deutlich, wie viel Gewalt, Hass und Extremität in ihm steckt. Aus meiner Sicht hat er absolut nichts bei der Polizei verloren! Die Antipathie hat es natürlich nicht unbedingt leichter gemacht, die Geschichte zu mögen, aber es gab auch Aspekte im Handlugnsverlauf, die mir nicht komplett gefallen haben.

Der Beginn des Hörbuchs ist sehr düster, blutig, brutal und enthält auch immer wieder Szenen, die bei dem einen oder anderen wohl Ekelgefühle, Kopfschütteln und Ungläubigkeit hervorrufen werfen. Der Thriller verfehlt hier, aus meiner Sicht, seine Wirkung also nicht. Auch wenn ich nicht all die Details gebraucht hätte, die dort präsentiert wurden, wird eine sehr finstere, passende Atmosphäre erzeugt, die einen in eine Welt voller Extreme zieht. Die Fülle an Brutalität, Gewalt, SM-Praktiken war hoch und auch wenn ich nicht unbedingt noch mehr davon hätte lesen wollen, war es doch ein ziemlich krasser Umbruch in der Mitte des Hörbuchs, als es dann irgendwie fast ereignislos und zäh wurde. Die Ermittlungen haben zwar immer mal wieder für kleine Passagen mit neuer Gewalt und Blut geführt, im Vergleich zu dem fesselnden, extremen, intensiven Einstieg war es aber eben einfach langatmig und wenig spannend. Auch der Prozess an sich hat mich nur wenig mitgenommen. Zum Ende der Geschichte drehte sich das Blatt dann aber wieder erneut. Die Ermittlungsarbeiten standen mehr im Vordergrund, es wurden Zusammenhänge aufgedeckt, Verknüpfungen erkannt, Zeugen befragt und so weiter – eben das was ich mir vorher schon gewünscht hätte. Einige der Ergebnisse waren erschreckend und überraschend und die Auflösung insgesamt hat mir weitestgehend auch gefallen (auch wenn ich einen der Schlüsse, die gezogen wurden bzw. die man als Leser/Hörer daraus wohl ziehen sollen übertrieben und nicht unbedingt passend finde), aber es kam für mich dann einfach zu spät. Das Hörbuch wirkte nicht harmonisch, man hätte es aus meiner Sicht ein wenig besser verteilen können, damit es nicht von einem Extrem ins nächste fällt.

Auch die persönliche Komponente rund um Corso wirkte für mich zwischendurch fehl am Platz und hat nur noch dazu geführt, dass ich ihn noch weniger mochte. Man kann sicher verstehen, wieso ihn das beschäftigt und am Anfang fand ich auch noch gut, dass er für seine Rechte kämpfen wollte… aber nach und nach drehte sich auch dort das Blatt für mich. Wobei ich sagen muss, irgendwie sind die meisten Charaktere in der Geschichte etwas seltsam und übertrieben. Das sorgt zwar für eine abwechslungsreiche Zusammenstellung, aber auch für sehr viele Extreme auf einem Haufen. Ein paar Figuren mit Ecken und Kanten und düsteren Geheimnissen hätten da wirklich gereicht, mir war es insgesamt zu viel.

Die Stimme von Martin Keßler hat mir allerdings gut gefallen. Die dunkle, kraftvolle Stimme passte gut zu den düsteren Vorgängen im Buch und die unterschiedlichen Szenen sind gut dargestellt gewesen. Man konnte die verschiedenen Personen gut voneinander unterscheiden, wenn es Gespräche gab und es war insgesamt angenehm ihm zuzuhören – zumindest vom Klang der Stimme. Es war ausdrucksstark gelesen, gut betont, was eine stimmungsvolle Atmosphäre erzeugt hat.
Fazit

Das Hörbuch lässt mich sehr gemischt zurück. Es gab Passagen, die mir wirklich gut gefallen haben, die spannend und überraschend waren, anderes jedoch hat mich gar nicht überzeugt. Irgendwie durchlief man während der Geschichte so viele krasse, extreme, gewalttätige Stränge und doch harmonierte es insgesamt nicht so richtig für mich. Ich hätte gar nicht noch mehr von den blutigen, dunklen Details gewollt, aber man hätte sie einfach besser verteilen können. Die interessanten, aufschlussreichen Ermittlungen kamen viel zu spät und konnten zum Beispiel die langatmigen Passagen im Gerichtsaal nicht mehr aufwerten. Auch hatte ich meine Probleme mit Corso. Protagonisten mit Schwächen, Geheimnissen, ggf. auch dunkler Vorgeschichte stören mich nicht generell, im Gegenteil, das kann die Handlung sehr spannend machen und die Figuren können dann ja manchmal sogar besser nachvollziehen, was im Gegenüber (den Verbrechern) vor sich geht. Für mich war Corso, wie einige andere Dinge im Buch, einfach zu extrem, zu unangepasst, zu düster, zu gewalttätig… und bei all dem kommt er völlig ungestraft davon. Da muss man leider ziemlich an der Gesetzgebung zweifeln, denn auch als Polizist sollte man sich doch an gewisse Grenzen halten müssen.
Die guten Thrillerelemente stehen für mich hier sehr im Kontrast zu dem Protagonisten, der für mich einfach gar nicht geht und dem sehr unausgeglichenem Handlungsverlauf.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

WOW! WOW! WOW!

Night of Crowns, Band 1 - Spiel um dein Schicksal von Stella Tack

Das Jahr 2020 ist noch relativ jung, dennoch kann ich nach der Lektüre von Stella Tacks Jugend-Fantasyroman "Night of Crowns" (erschienen am 22.01.2010 beim Ravensburger Verlag) mit Freude verkünden, dass ich mein erstes Jahres-Highlight gefunden habe! Was für ein mitreißendes, an Spannung nicht zu übertreffendes, beispiellos kreatives Werk! – Und noch dazu aus der Feder einer solch jungen Autorin! Respekt! Ich würde sagen, hier kommt die neue J.

K. Rowling!

Eine Party im Wald, auf dem Grundstück zweier Elite-Internate – hier wollen Alice und ihre Freundin einen ausgelassenen Abend verbringen, tanzen, flirten, sich amüsieren. Weder sie noch die meisten der anderen Feiernden ahnen, dass auf den einstigen Adelshäusern ein jahrhundertealter Fluch liegt. Alle 18 Jahre verwandelt sich der Wald zwischen den geheimnisumwobenen Privatschulen in ein Spielfeld und die Nachkommen der Häuser Chesterfield und St. Burrington werden zu lebendigen Schachfiguren. - Sie haben keine Wahl; das grausame Spiel um Leben und Tod fordert ihren Einsatz und wird erst dann enden, wenn einer der beiden Könige getötet worden ist. All dies bleibt vor der Außenwelt, der nahegelegenen Kleinstadt Foxcroft, in die Alice und ihre Mutter vor zwei Jahren gezogen sind, verborgen…

Ein verstörendes Erlebnis sorgt dafür, dass Alice die Party fluchtartig verlässt. Die nächsten Monate werden zur Qual, denn fortan leidet sie unter Halluzinationen: große Spinnen krabbeln überall um sie herum – aber niemand außer Alice kann sie sehen! Nicht ihre Mom (- die ohnehin besser nichts vom nächtlichen Ausflug erfahren sollte -), nicht ihre beste Freundin Cordy, die sich Alice gegenüber irgendwie immer distanzierter verhält. Als die beängstigenden Visionen Überhand nehmen, rutschen Alice‘ Schulnoten in den Keller und beim Cheerleading passiert ihr ein Fehler nach dem anderen. Um das Schuljahr nicht wiederholen zu müssen (– und in der heimlichen Hoffnung, dass eine Luftveränderung die Halluzinationen vielleicht verschwinden lassen wird –) willig Alice zähneknirschend ein, die Summer School auf Chesterfield zu besuchen. Schnell wird deutlich: dort ist nichts so, wie es scheint. Und für Alice gibt es kein Entkommen mehr.

Womit beginne ich nun meinen Lobgesang…? Vielleicht sollte ich zunächst das traumhaft schöne, von silberfarbenen Glitzerpartikeln durchzogene Cover erwähnen, für das es nur ein Wort geben kann: 'Eyecatcher'! Schon allein aufgrund der geschmackvollen Gestaltung, die zwar düster, aber nicht furchteinflößend wirkt, zog das Buch mich magisch an. Der in edlen, verschnörkelten Lettern und Hochglanzprägung gestaltete Buchtitel dominiert das Cover und ist absolut treffend gewählt worden. Auch das Innencover überraschte mich mit einer aufwendigen Gestaltung und stellt eine fantastische Ergänzung zur Story dar (u.A. eine Übersicht der betreffenden Schachfiguren). Diese Liebe zum Detail setzt sich in den Einleitungen diverser Kapitel fort, welche die Eigenschaften und Fähigkeiten der einzelnen Figuren erklären, und wird ebenfalls deutlich im Hinblick auf die Ausarbeitung der Charaktere. Sowohl die Hauptprotagonistin als auch sämtliche Nebenfiguren beeindruckten mich hinsichtlich ihres facettenreichen Wesens sowie der ihnen zugeschriebenen Charaktertiefe. In die sympathische, von der ganzen Situation ziemlich überforderte Alice habe ich mich sofort hineinversetzen können. Speziell über ihre Wortgefechte mit dem sprechenden Kater namens Curse habe ich immer wieder schmunzeln müssen. Überhaupt schließt man dieses freche Katerchen einfach ins Herz – seine Sprüche sind der Knüller! Beide Könige, Vincent und Jackson, sind äußerst charismatisch, sehen verboten gut aus und könnten doch unterschiedlicher kaum sein; vor allem weiß Alice nie, woran sie bei ihnen ist bzw. wem sie trauen kann.

Der bildgewaltige Schreibstil ist mal schwungvoll, mal eindringlich, gleichermaßen locker und humorvoll, leicht verständlich – und durchgehend fesselnd. Einmal angefangen mit der Lektüre, kann man nicht mehr aufhören. Ich habe dermaßen mitgefiebert, dass ich bis spät in die Nacht gelesen habe und mich kaum zum Schlafen zwingen konnte. Rasante Action und romantische Herzklopf-Momente, glaubwürdige Dialoge, eine spektakuläre Hintergrundgeschichte, jede Menge unvorhersehbare Wendungen, welche die Handlung plötzlich in eine gänzlich unerwartete Richtung lenken… Dieses Buch macht absolut süchtig! Es fängt schon so außergewöhnlich und interessant an und steigert sich dann immer weiter, bis man die Spannung zuletzt kaum noch aushält. Nach dem dramatischen Cliffhanger am Ende hätte ich am liebsten selbst kurz geflucht – wie soll ich es nun bis zur Veröffentlichung des Folgebandes aushalten, der erst im Dezember 2020 erscheint?!

Die von der Autorin erschaffene Story-Welt ist umwerfend realistisch gestaltet worden – das College-Setting, die mystische Atmosphäre, die den Wald und die beiden Internate umgibt…all das wirkt so echt! Man taucht direkt in die Handlung ein und das Kopfkino nimmt seinen Lauf. Apropos Kino: ich könnte mir vorstellen, dass eine Verfilmung des Werkes ziemlich erfolgreich wäre - so catchy wie "Die Tribute von Panem" ist "Night of Crowns" allemal!

Fazit: Nicht nur für Fans von Fantasyromanen ein definitives Must-Read! Eine frische, gänzlich neue Story-Idee, grandios umgesetzt. Wahrlich ein sensationeller 'Schachzug' der Autorin!

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Rezensionen von LadyIceTea:

Langweilig und konstruiert

Die Toten von Marnow von Holger Karsten Schmidt

Der Jahrhundertsommer 2003. Gluthitze liegt über Marnow, dem malerischen Ort an der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Kommissare Frank Elling und Lona Mendt ermitteln in einem Mordfall. Das Tatmotiv scheint klar, die Aufklärung nur eine Frage der Zeit. Doch nichts ist so, wie es scheint. So entpuppt sich das Tatmotiv als absichtlich gelegte Fehlspur des Mörders, der vermeintliche Routinefall als Beginn einer Mordserie mit brisantem politisch-historischem Hintergrund.

Und mächtige Gegenspieler der Kommissare haben ein Interesse daran, die wahren Zusammenhänge im Dunkeln zu belassen. Je weiter Elling, der treusorgende Familienvater, der auf recht großem Fuß lebt, und Mendt, die Unnahbare, die in ihrem Wohnmobil geheimnisvolle Besuche empfängt, in ihren Ermittlungen kommen, desto größer werden die Hindernisse, die sie überwinden müssen. Und desto häufiger lassen sie sich selbst zu moralisch höchst fragwürdigen Handlungen hinreißen. So zwingen die Ereignisse die beiden so unterschiedlichen Charaktere nach und nach, einander blind zu vertrauen – nicht zuletzt, um ihre eigene Haut zu retten.

Als ich den Klappentext zu „Die Toten von Marnow“ von Holger Karsten Schmidt gelesen habe, wurde in mir direkt die Hoffnung auf einen richtig schön spannenden Krimi geweckt. Leider wurde diese Hoffnung in großen Teilen enttäuscht.
Der Autor hat hier einen Krimi erschaffen, der wirklich verzwickt ist. Das muss man ihm lassen. Ich wusste bis zu den letzten hundert Seiten nicht, wer in den Fall verwickelt ist und wer genau welche Rolle spielt.
Zu diesem verworrenen Fall hat er zwei Ermittler kreiert, die wohl in die Gruppe „Anti-Held“ fallen. Besonders KHK Elling baut einen Bockmist nach dem anderen, um sich seinen eigenen Vorteil zu sichern. Er hat nie böse Absichten dabei, lässt mich aber doch immer wieder mit dem Kopf schütteln. KHK Mendt hält in Punkto „moralisch höchst fragwürdige Handlungen“ recht gut mit Elling mit, obwohl sie von ihm in vieles nur hineingezogen wird. Trotz alledem haben beide auch eine recht sympathische Seite.
Leider konnte mich dieser Krimi überhaupt nicht für sich gewinnen. Der Fall wirkt auf den ersten Blick wirklich interessant und lädt zum Grübeln ein. Doch grade durch die vielen Abzweigungen und Wirrungen wurde es mir im Endeffekt einfach zu konstruiert. Das Wort konstruiert trifft auch auf einige Handlungen der Figuren zu. Unrealistisch war ebenfalls ein Wort, welches mir öfter durch den Kopf ging.
Dazu hält der Autor sich oft mit den privaten Problemen der Ermittler auf. Ich verstehe, dass einige Dinge davon nötig waren, um gewisse Handlungen zu rechtfertigen. Trotzdem haben mich diese Nebenhandlungen einfach nur gelangweilt. Ich hätte sie am liebsten übersprungen.
Dieser Krimi hat eine wirklich gute Grundidee und auch das Setting ist wirklich nicht schlecht. Leider hat mich die Umsetzung komplett enttäuscht. Einen Stern gibt es für die Grundidee und einen für die ungewöhnlichen Charaktere (ihre Handlungen ausgenommen).
Ich würde diesen Krimi nicht weiterempfehlen.

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Rezensionen von jonroth:

Geniales Kinderbuch!

Die Toten von Marnow von Holger Karsten Schmidt

Ich habe dieses Kinderbuch für meinen kleinen Sohn gekauft. Es ist wunderschön gestaltet und zeigt eine träumerische Welt. Die Geschichte ist auch toll – sehr kreativ, unerwartet und erfrischend frei vom moralischen Unterton, den man in so vielen anderen Kindergeschichten findet.

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