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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Die Präparatorin von Andreas Wagner

Felicitas Booth ist wie ihr Vater, der vor vielen Jahren ermordet worden ist, Tierpräparatorin. Sie lebt ein etwas verschroben wirkendes Leben, hat weder eine Beziehung noch viele Freunde und auch das Verhältnis zu ihrer Mutter ist mehr als unterkühlt. Als die dann gleich zu Beginn der Buches stirbt und sich Felicitas mit ihrem Nachlass beschäftigt, geschehen einige unheimliche Dinge: Es wird mehrmals eingebrochen, jedoch nichts entwendet.

Den schleimigen Bestatter, der sie zu Hause aufsucht und ihr aufgeregt etwas mitzuteilen versucht, findet sie wenig später ermordet in seinem Institut. Hängen diese unheimlichen Dinge alle mit der Afrikareise ihres Vaters zusammen?

Dann gibt es noch neuen Mieter Thorsten, der sich nett um die verwirrte Frau kümmert. Doch ob hier der Schein trügt oder ob hier endlich ein patenter Mann in ihr Leben tritt, lest bitte selbst ...

Meine Meinung:

Andreas Wagner ist hier ein höchst spannender Krimi gelungen, der die Leser schon von der ersten Seite an fesselt. Hat das Kind seinen Vater ermordet? Oder was hat es damit auf sich? Da wir es nicht mir Stephen King zu tun haben, der jedes Tabu bricht, wird diese Anfangsszene im Laufe der Zeit ordentlich aufgelöst und die schlechte Beziehung Felicitas‘ zu ihrer Mutter hinreichend erklärt.

Der Autor webt ein Netz leicht gruseliger Ereignisse, deren Spannung man sich nur schwer entziehen kann. Es ist kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Sehr gut hat mir das minimalistische Cover gefallen, das wohltuend unter den vielen Krimis hervorsticht. Auf die Rolle des abgebildeten Käfers wird der Leser neugierig gemacht.

Die Charaktere sind gut gelungen. Die traumatisierte Felictas, die von ihrer Mutter abgelehnt wird und wie eine Schlafwandlerin durch das Leben taumelt. Nur in der Werkstatt ihres Vaters scheint sie sich wohl zu fühlen. Sie führt dessen Lebenswerk fort. Völlig unaufgeregt erfährt der Leser wie Tiere präpariert werden. Der interessierte Laie, der diesen Krimi gelesen hat, wird nun nicht mehr von „ausgestopften Tieren“ reden.

Der Ausflug in Welt der Großwildjäger ist für viele neu, abstoßend und unverständlich. Einfach Tiere um ihrer Trophäen willen und der Lust am Töten schießen? Das ist nichts für mich. Doch bei näherer Betrachtung sind die Tier nur Mittel zum Zweck.

Geschickt lässt der Autor, durch gezielt platzierte Rückblicke, die Ereignisse der Vergangenheit Revue passieren. Manchmal ist nicht klar, wann und wie der Albtraum enden wird.

Fazit:

Ein fesselnder Krimi, der uns in die unbekannte Welt einer Tierpräparatorin führt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Halloween in Fredenbüll

Friedhof der Krustentiere von Krischan Koch

Der Titel dieses achten Fredbüll-Krimis erinnert nicht zufällig an Stephen King. Man könnte sagen - volle Absicht.

Seit dem letzten Band haben sich einige Änderungen ergeben. Nicole Stappenbek ist als wieder KHK tätig, allerdings im eher beschaulichen Husum statt in Kiel. Thies, der inzwischen vom POM zum PHM befördert worden ist, hat ein neues Dienstfahrzeug (hoffentlich in der richtigen Lackierung), einen ausgemusterten Ford Focus, mit dem er allerdings nicht in die Husumer Altstadt einfahren darf, dem Umweltschutz und des Dieselverbots wegen.

Doch zurück nach Fredenbüll: Der Friseursalon Alexandra hat einen neuen Star: Eddie, mit den Scherenhänden, der die Mehrheit der Kundenköpfe verschönert. Allerdings herrscht nicht nur eitel Wonne und Sonnenschein (eh klar, es ist Spätherbst), denn eine Einbruchserie verunsichert die Einwohner.
Als dann noch des Schimmelreiters Mustang verschwindet und wenig später mit dessen toter Tante auf dem Beifahrersitz im Watt gefunden wird, ist es endgültig mit der Beschaulichkeit vorbei.

Doch damit noch nicht genug: Eine Gruppe „Hellsichtiger und Hellhöriger“ ist ausgerechnet zu Halloween unter der Anleitung von Ex-Elternvertreterin Iris Lammers-Lindemann in einem recht heruntergekommenen Hotel auf der Hallig Westeroog zusammengekommen, um ihre übersinnlichen Fähigkeiten auszuprobieren. Mit von der Partie, eines Praktikums im Hotelgewerbe wegen: Tadje Detlefson, eine von Thies‘ Zwillingstöchtern. Auch ereignen sich einige gruselige Dinge. Ein Mann in einem blauen Arbeitsoverall versetzt Tadje und Sabine in Angst und Schrecken, genauso wie Nebelschwaden aus denen Skelette emporschweben.
Während Nicole und Thies dem Mörder von Schimmelreites Tante Telse nachspüren, ereignet sich auf Westeroog ein weiterer Mord.

Meine Meinung:

Im Gegensatz zu den vorherigen Bänden ist dieser hier ziemlich düster. Nun gut, es ist Spätherbst und die Novemberdepression hat alle fest in Griff. Ich vermisse die Leichtigkeit, die Krischan Kochs Krimis in der Vergangenheit so ausgezeichnet hat. Für heitere Momente sorgen diesmal nur Piet Paulsen und seine Beziehung zu Alexa. Man erinnere sich, der allein stehende Piet hat ein künstliches Knie erhalten und braucht ein wenig mehr Aufmerksamkeit, die ihm seine Verwandtschaft durch Alexa zuteil werden lässt. Diese Dialoge sind köstlich zu lesen, vor allem, wenn er von Alexa daran erinnert wird Hrubesch und Magath zu füttern und selbst seine Medikamente einzunehmen oder ihm Kochrezepte mit Tofu empfiehlt. Auch sein Faible für den HSV inklusive Panini-Album macht ihn so richtig liebenswürdig. Herzlich lachen musste ich, als die Einbrecher von Alexa zugetextet werden.

Die unterschiedlichen Handlungsstränge sind diesmal doch ein wenig verwirrend geraten. Auf der einen Seite erfahren wir recht viele Details aus dem Leben von Hotelierssohn Michi Meyer, andererseits erschließt sich das Motiv für den Mord an Tante Telse erst recht spät durch ein belauschtes Gespräch auf dem Begräbnis von Telses Bruder, der kurz vor ihr das Zeitliche gesegnet hat.

Fazit:

Für mich leider nicht der beste Fredenbüll-Krimi. Daher kann ich diesmal nur 4 Sterne vergeben.

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Rezensionen von Manfred Fürst:

Großartig und wie sagt Fitzek: „Ganz toll.“

Der Fund von Aichner Bernhard

Cover: „Keiner schreibt wie Bernhard Aichner. Ganz toll. Unverwechselbar!“ von Sebastian Fitzek. Soll ein zusätzliches Kaufargument sein, nicht für mich, braucht Aichner nicht.
Wenn das Schicksal dir alles nimmt, alle deine Träume vergraben werden, dein Leben ein einziges Dahinvegetieren ist, du ganz unten angekommen bist, dann bist du bereit.

volles Risiko einzugehen - wie Rita, die 53-jährige Supermarktverkäuferin, sie sagt „all in“.

In einer Bananenkiste aus Kolumbien findet Rita nicht nur Bananen, sondern auch 12,75 Kilogramm Kokain. Sie nimmt den „Fund“ mit nach Hause und versteckt ihn bei, der alten totkranken Gerda, für die sie sorgt. Beide trinken Tee mit Kokain und beiden geht es danach besser. Doch nun beginnt für Rita die unerwartete Achterbahnfahrt ihres Lebens.

Rita, eine Krankenschwester, eine Kassiererin in einem Supermarkt, trotz abgebrochener Schauspielausbildung spielt sie die Rolle ihres Lebens, bis sie als verkohlte Leiche endet.

Ein Kommissar nach Poirot- oder Colombo-Art mit grandiosen Dialogen will die Wahrheit herausfinden. Der Plot erinnert mich an Akiro Kuroasawas Meisterwerk „Rashomon“, nur diesmal sind es mehr als drei Personen, die jeweils unterschiedliche Versionen in den Verhören erzählen.

Aichners Art Schreibstil fesselt mit kurzen Sätzen, die eine Spannung erzeugen, der man sich nicht entziehen kann. Es besteht die Gefahr des Durchlesens. Mit großer Empathie sind die Charaktere aller Personen gezeichnet. Der Leser will wissen, ob die verkohlte Leiche wirklich Rita - unsere heimliche Heldin - ist.

Das Schicksal scheint doch nicht so grausam zu sein…

Der Schluss endet ähnlich wie bei Roald Dahl mit einer völlig unerwarteten Pointe.

Schreiben kann er, der B. Aichner. Großartig und wie sagt Fitzek: „Ganz toll.“

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Rezensionen von April1985 :

Sehr tiefgründiger, einfühlsamer Roman über das Schicksal, das Leben und die Liebe

Das Licht von tausend Sternen von Leonie Lastella

"Das Licht von tausend Sternen" war mein erstes Buch von Leonie Lastella und es konnte mich voll und ganz überzeugen. Das Buch ist so viel mehr als "nur" eine Liebesgeschichte. Leonie Lastella schreibt sehr tiefgründig und einfühlsam über das Schicksal, das Leben und die Liebe mit all ihren Facetten.

Es geht um die junge Harper, die sich neben ihrem Studium aufopferungsvoll um ihren kleinen autistischen Bruder Ben kümmert. Von Parties und Freizeit kann Harper nur träumen. Als Harper während einer Lerneinheit in der Bibliothek auf Bad Boy Ashton trifft, soll sich einiges in ihrem eingeschränkten Leben ändern. Denn Ashton ist sofort Feuer und Flamme für Harper und setzt alles daran ihr Herz zu erorbern.


Harper und Ashton haben mich bereits nach der ersten Szene für sich eingenommen. Harper ist ein Charakter, der sehr viele Opfer erbringt und selbst immer zurück steckt. Sie kümmert sich liebevoll um ihren Bruder und tut alles um ihre Mutter zu entlasten. Als Asthon in ihr Leben tritt, ist sie im Zwiespalt. Sie würde den jungen Mann gerne näher kennen lernen, hat Schmetterlinge im Bauch wenn sie in trifft, aber ihre Verpflichtung gegenüber ihrer Familie geht vor. Das sie die Situation vor Ashton verheimlicht, macht es nicht leichter. Denn Ashton gibt sich zwar von Außen sehr locker, in seinem Inneren sitzt allerdings ein sehr verletzlicher Kern. Ashton hat in seinem Elternhaus nie die Liebe und Fürsorge erfahren, die er hätte bekommen sollen. Seine krebskranke Schwester Emma stand aufgrund ihrer Krankheit immer im Mittelpunkt. Es ist also nachvollziehbar, dass sich Ashton von Harper ziemlich verraten fühlt, wenn diese immer ohne ein Wort zu sagen verschwindet und sich dann tagelang nicht mehr meldet.


Auch die Nebencharaktere wurden von Leonie Castella mit vielen Schichten ausgestattet. So zum Beispiel Harpers Mutter, die ihrer Tochter einerseits gerne mehr Freiheiten zugestehen würde, sie aber gleichzeitig zu Hause verpflichtet und in ihrer Entwicklung dadurch extrem einschränkt. Ich hätte Harpers Mutter wirklich gerne so einiges an den Kopf geworfen. Dieser Charakter hat sehr viele, vorallem negative, Emotionen bei mir hervorgerufen, dabei ist sie eigentlich ein herzensguter Mensch.

Im Gegensatz dazu musste ich bei Becca und der Clique meist herzhaft lachen. Solche Freunde, die einem bei allen Höhen und Tiefen im Leben begleiten, kann man sich nur wünschen.


Überzeugen konnte mich neben den Charakteren natürlich auch die Handlung. Die Geschichte von Harper und Ashton ist vielleicht etwas vorhersehbar, denn im Grunde weiß man ja schon zu Beginn wie diese für die Beiden ausgehen wird. Das Besondere sind die ersten Themen, welche Leonie Lastella anspricht. Die Autorin schreibt über Autismus und Krebs, aber auch verletzte Seelen. Die Kapitel wechseln zwischen Harper und Ashton. Dabei lernen wir die beiden unglaublich gut kennen und erfahren die Geschichte, die sie zu den Menschen gemacht hat, der sie jetzt sind. Krankheit und Tod sind dabei allgegenwärtig. Das Buch ist aber deswegen nicht traurig, ich würde es eher als berührend bezeichnen.


Der Schreibstil der Autorin ist wie eingangs bereits erwähnt sehr einfühlsam, gleichzeitig aber auch jugendlich und frisch. Die Perspektivenwechsel zwischen Harper und Asthon verleihen der Geschichte eine unglaubliche Dynamik und es wird eine große Spannung erzeugt. Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen und habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.


Fazit:

"Das Licht von tausend Sternen" ist ein New Adult Roman mit ersten und tiefgründigen Themen. Die Entwicklung der Protagonisten ist großartig und nachvollziehbar. Leonie Lastella hat ein Buch geschrieben, dass eine Welle an positiven und negativen Gefühlen in mir hervorgerufen hat. Ich habe mit Harper und Ashton gelacht und geweint, habe sie geliebt, im nächsten Moment ihre Handlungen wieder mit Kopfschütteln beäugt. Ich kann nur sagen "Danke für dieses wunderbare Buch!".

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Rezensionen von KimVi:

Solider Krimi

Der Schmetterling 18.02.2020. Paperback / softback. von Ullberg Westin Gabriella

Kriminalinspektor Johan Rokka kehrt nach einer beachtlichen Karriere in Stockholm, in seinen Heimatort Hudiksvall zurück. Doch er ist nicht der Einzige aus seinem ehemaligen Bekanntenkreis, den es wieder in die alte Heimat zurückzieht. Der Fußballstar Mans Sandin kehrt mit seiner Frau Henna und den beiden Kindern ebenfalls zurück.

Das Weihnachtsfest soll für die Familie ein besonderes Ereignis werden. Deshalb freuen sich die Kinder schon lange darauf. Als der Weihnachtsmann endlich an der Tür klingelt, wird er deshalb freudig hereingelassen. Doch der Weihnachtsmann ist nicht der verkleidete Mans Sandin, auf den die Kinder sehnsüchtig warten. Er hält keine Geschenke bereit, sondern bringt den Tod. Denn er erschießt Henna vor den Augen der Kinder und verschwindet unerkannt. Johan Rokka nimmt mit seinem neuen Team die Ermittlungen auf. Diese führen ihn in seinen ehemaligen Freundeskreis. Ist der Täter wirklich dort zu finden?

Dieser Krimi ist der Auftakt zu einer Reihe um den Ermittler Johan Rokka. Johan Rokka macht es einem nicht leicht, ihn einzuschätzen. Er wirkt von sich überzeugt, scheint aber einige Geheimnisse zu haben, die er weiter im Verborgenen hält. Deshalb beobachtet man ihn zunächst eher distanziert. Dennoch gelingt es der Autorin, das Interesse an dem rätselhaften Fall und den agierenden Personen, sofort zu wecken. Sie beschreibt Handlungsorte und Protagonisten so lebendig, dass man alles mühelos vor Augen hat. Man kann sich deshalb ganz auf die Ermittlungen einlassen.

Die Spannung wird früh aufgebaut, denn der Fall wird, durch einen weiteren Mord, immer rätselhafter. Die Ereignisse werden aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Man stellt sich beim Lesen die Frage, wo die Verbindung liegen könnte und versucht, gemeinsam mit den Ermittlern, Licht ins Dunkle zu bringen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn es ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Leider kann die früh aufgebaute Spannung nicht durchgehend gehalten werden, da sich im Verlauf der Ermittlungen einige Längen einschleichen. Zum Ende hin steigt die Spannungskurve dann allerdings wieder stark an. Die Auflösung ist zwar schlüssig, doch stellenweise hat man das Gefühl, dass es die ein oder andere Verwicklung nicht noch gebraucht hätte. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Ein solider Krimi, bei dem die früh aufgebaute Spannung leider nicht durchgehend gehalten werden kann. Dennoch interessant zu lesen, sodass die Lust auf weitere Fälle mit dem schwer einzuschätzenden Kriminalinspektor Johan Rokka geweckt wird.

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Rezensionen von Tara:

Deutliche Worte zum Thema Klimaschutz

#klimaretten von Rainer Grießhammer

„#klimaretten“ ist ein gut strukturiertes Buch des Autors und Experten für Umweltpolitik und Konsum Prof. Dr. Rainer Grießhammer.

Der Ratgeber spricht alle wichtigen Themen – Energiegewinnung, Fortbewegung, Ernährung und Wohnen - rund um den Klimaschutz an.
Mit seinem klaren und deutlichen Schreibstil spricht er den Leser direkt an.

Seine Sätze und Forderungen sind für jeden verständlich.

Schnell wird deutlich, dass der Weg aus der Klimakrise aus unzähligen einzelnen Maßnahmen besteht. Allerdings gibt es auch einiges an Wiederholungen, da der Autor immer wieder zu den gleichen Schlussfolgerungen kommt. Für jemanden, der sich bisher nur wenig mit dem Thema beschäftigt hat, mag das gut sein, für Leser mit Vorwissen eher unnötig.

Wenn man gezielte Informationen zu einem Thema haben möchte, helfen die Grafiken, Fakten- und Informationsboxen auch losgelöst vom Fließtext für einen schnellen Überblick.

Ein ausführliches Glossar, ein umfangreiches Stichwort-und Hashtag-Verzeichnis sowie das Nachwort runden das Buch zu einem gelungenem Ratgeber ab.

Mein Fazit: Ein brandaktuelles Buch, das informiert und Wege aufzeigt, wie man selbst aktiv werden kann.

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Rezensionen von Lilli33:

Spannend und gruselig

Bloom - Die Apokalypse beginnt in deinem Garten von Kenneth Oppel


Inhalt:
Nach einem heftigen und anhaltenden Regen beginnt auf der ganzen Welt schwarzes Gras zu sprießen, gegen das alle Menschen hochgradig allergisch reagieren. Alle? Nein, die drei Jugendlichen Anaya, Petra und Seth sind immun. Ihnen geht es sogar besser als vorher, denn ihre ursprünglichen Allergien sind plötzlich weg.

Doch die schwarzen Pflanzen drohen den ganzen Planeten kaputt zu machen und alles zu überwuchern. Sie greifen sogar Tiere und Menschen an …

Meine Meinung:
„Bloom. Die Apokalypse beginnt in deinem Garten“ ist der Auftaktband einer Trilogie.

Kenneth Oppels Schreibstil ist klar und schnörkellos, die Sätze relativ einfach und die Handlung ziemlich geradlinig. Für die Zielgruppe (Leser*innen ab ca. 12 Jahren) ist das absolut angemessen.

Nach einer kurzen Einführung der Charaktere zu Beginn des Buchs entwickelt sich dann sehr schnell eine hohe Spannung, wodurch sich die Seiten fast von selbst umblättern. Die Gefahr ist direkt greifbar, es sterben auch Menschen, und die Beschreibungen sind zuweilen sehr drastisch und ein bisschen horrormäßig. Für zartbesaitete Kinder könnte das eventuell zu viel sein und für Albträume sorgen.

Die Entwicklung, die die Protagonisten durchmachen, wird nachvollziehbar dargestellt. Neben der drohenden Apokalypse haben sie es auch mit ganz normalen Teenagerproblemen zu tun.

Ich war voll und ganz begeistert von dieser Lektüre, bis der Ursprung des schwarzen Grases geklärt wurde. Es ist zwar plausibel, aber für meinen Geschmack zu wenig raffiniert.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der auf den Folgeband überleitet. Allzu fies finde ich ihn aber nicht, da man die Geschichte als relativ abgeschlossen betrachten kann, wenn man die letzte halbe Seite außer Acht lässt.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Spannend - mehr als nur ein Thriller

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod von Barry Jessica

Ich mag die dtv premium Reihe schon alleine wegen der guten Lesbarkeit. Ausreichend große Schrift, guter Zeilenabstand, auch in fortgeschrittenerem Alter und bei schlechten Lichtverhältnissen noch gut lesbar.

Aber das wichtigere Kriterium ist natürlich der Inhalt, auch hier bin ich begeistert.

Auf dem Cover steht Thriller - aber eigentlich ist es mehr eine Mischung aus Mutter-Tochter-Beziehungsroman, Familiendrama und Thriller.
Kein Thriller, der einen atemlos durch das Buch hetzen lässt, die Spannung baut sich erst Seite um Seite auf.
Erzählt wird immer abwechselnd aus Sicht der Tochter und der Mutter, das hat mir hier sehr gut gefallen und sorgt für eine stetige Spannung.
Man weiß zwar gleich zu Beginn, dass Ally den Flugzugabsturz überlebt hat, ich hatte befürchtet, dass deshalb die Handlung uninteressant werden könnte, aber weit gefehlt.
Ich habe inzwischen einige Kritiken über das Buch gelesen, die die Vorhersehbarkeit der Handlung bemängeln - da bin ich dann wohl zu einfach gestrickt, für mich waren die Zusammenhänge tatsächlich nicht klar und ich war von der Auflösung überrascht, auch das Ende war ganz nach meinem Geschmack.

Für mich eine sehr gelungene Mischung aus verschiedenen Komponenten, wer ausschließlich einen atemberaubenden Thriller sucht, könnte unter Umständen enttäuscht sein und etwas Drive vermissen; wer sich aber mit der Kombination anfreunden kann, wird mit ausgezeichneter Unterhaltung belohnt.


Zum Abschluss noch einen schönen Satz aus dem Buch:
"Wie weit man auch weggeht, man trägt es immer in sich, tief in den Knochen. Zuhause."

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Rezensionen von yellowdog:

ohne Pathos

Christine Fenzl: Land in Sonne von Barry Jessica

Land in Sonne ist ein Fotobuch, das mir sehr gut gefällt, weil es völlig ungekünstelt und ohne Pathos Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Umgebung in Ostberlin zeigt: z.B. Marzahn, Lichtenberg, Hellersdorf.
Für mich ist diese Gegend fremd. Durch das Buch kann ich mir ein wenig vorstellen, wie es wohl ist, in dieser karg wirkenden Gegend in den Nachwendejahren aufzuwachsen.

Die abgebildeten Jugendlichen sind oft ernst, aber auch selbstbewusst und abgeklärt.
Das ein Buch mit vielen Fotos, die ausdrucksstark und manchmal auch mit Humor sind, einen so intensiven Eindruck vermitteln kann, ist eine große Leistung.

Die Fotos werden ergänzt von einem Vorwort, einem Text von Dani Levy sowie ein einleitender Text der Fotografin Christine Fenzl.

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Rezensionen von heinoko:

Turbulente, witzige, verrückt-schräge Geschichte

Carla Chamäleon: Oh Schreck, ich bin weg!; . von Franziska Gehm


Das vorliegende Buch ist die erste Folge einer vielversprechenden neuen Kinderbuchreihe, die mit Ideenreichtum und Witz überzeugt.

Carla weiß nicht, wie sie das neu begonnene Schuljahr bewältigen soll. Ihre allerbeste Freundin Herta ist weggezogen, und alles was Carla bleibt, sind traurige Erinnerungen.

Ohne Herta ist Carla schüchtern, geradezu ängstlich. Manchmal hilft es Carla, Listen aufzuschreiben. Listen sind ihr Halt, ihre Krücken, wenn es darum geht, verwirrte Situationen für sich selbst zu klären. Als Jole, ein lustiger neuer Klassenkamerad, auftaucht und sie in seiner Unbefangenheit nervt, möchte Carla am liebsten verschwinden, sich in Luft auflösen. Und genau das passiert tatsächlich, Carla verschmilzt mit ihrer Umgebung, wie ein Chamäleon. Carla ist verwirrt, Jole ist begeistert. Wenn da nicht auch noch ein Geheimbund wäre, der sich ganz besonders für Carla interessiert…

Eine total verrückte, schräge Geschichte wird da erzählt, und zwar so lustig und überraschend, so liebevoll und ideenreich, so turbulent, dass man gar nicht aufhören mag zu lesen. Klar, dass das Buch mit einem Cliffhanger endet. Doch auch ohne ihn will man unbedingt wissen, wie es mit der sympathischen, liebenswerten Hauptperson weitergeht. Die Autorin hat herrliche Ideen, man spürt direkt ihren eigenen Spaß beim Schreiben. Die niederbayerische Englisch-Lehrerin ist ein wunderbares Beispiel – wer Niederbayern kennt, weiß genau, was die Autorin meint. Das Auftauchen der in ihrer Pubertät versunkenen und wenig angenehmen Schwester von Carla, die meinen (seltenen) Vornamen trägt, hat mich fast ein wenig erschreckt. Einen Pinguin, der in Reimen spricht, in der Wohnung zu halten, ist allerdings vielleicht ein wenig fragwürdig, passt aber zur chaotischen Familie von Carla. Das Buch ist insgesamt gesehen ein ganz großer Spaß, wobei es durchaus auch sensible und fein formulierte Stellen im Buch gibt, die die Gefühle der Unsicherheit, die jedes Kind kennt, aufgreifen. Julia Christians gelingt es, mit ihren ausdrucksstarken Illustrationen das Leseerlebnis rund um Carla Chamäleon zusätzlich zu vertiefen.

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