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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gudrun Gaber:

Und über dem Hof brauen sich dunkle Wolken zusammen

Vom Land von Dominik Barta

Die Mutter funktioniert nicht mehr. Könnte der Untertitel des Buches sein.

Theresa und Erwin blicken auf eine 40 jährige Ehe zurück mit 3 erwachsenen Kindern. Ein Sohn (der Ich-Erzähler) lebt als Lehrer in Wien. Der andere lebt verheiratet und mit einem erfolgreichen Handel von Stromturbinen ins Ausland wie China und Ägypten in der Nähe, und die Tochter, mit dem notorischen fremdgehenden Ehemann und deren Sohn leben in dem öberösterreichischen Dorf, zwar im 21.

Jahrhundert (ua mit Asylanten in der Nachbarschaft) angesiedelt, aber mit einer Gangart und Gefühlswelt teilweise wie vor 100 Jahren.

Theresa erkrankt plötzlich und verstummt, Erwin der Ehemann muss daraufhin 3 Tage kalt Abendessen „ich möchte wieder etwas Warmes essen. Die Arbeit nimmt kein Ende. Seit wann lässt du dich so gehen? Warum?“ und ihm geht die frischgewaschene Wäsche aus. Da der Arzt keine für Erwin bekannte Krankheit benennen kann, schleppt er sie zu einem Heiler und der erkennt die Situation sofort und richtig, aber Erwin sagt er es nicht, er raunt Theresa etwas zu.

Nun kommt die Familie zusammen, da der Hof ja bewirtschaftet werden muss. Da beide Eheleute immer nur gearbeitet haben, gibt es kein funktionierendes Familiennetz, welches jetzt greifen würde und das Elend nimmt seinen Lauf.

Ich bin begeistert vom Debütroman der auf 163 Seiten eine große Geschichte abzeichnet die mir einige Emotionen während dem Lesen abverlangt hat. Insbesondere die Wahrnehmung der Frau in der Gesellschaft, manches ist echt zu absurd aber leider, es stimmt. Die Erwartungshaltung der Eltern an die Kinder, über die aber nie gesprochen wurde, nur als Vorwurf. Das Leben der engstirnigen Dorfgemeinschaft mit den Asylanten, in den Räumlichkeiten der Kirche. Überall gibt es Ungerechtigkeit, Ängste, Sprachlosigkeit …

Mich erinnert die Geschichte an den fabelhaften Film mit Clint Eastwood und Meryl Streep „Die Brücken am Fluss“.

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Rezensionen von Claudia R:

Tierschutz - kindgerecht umgesetzt

Die Hobis. So ein Zirkus von Thomas Sterr

Klappentext:

Wie aufregend! Ein Zirkus schlägt vor dem Wald der Hobis seine Zelte auf! Neugierig schleichen sich Noki, Rina und Bimpf in die Vorstellung. Ihr anfängliches Staunen wird jedoch rasch von Zweifeln überschattet – die Tiere im Zirkus scheinen keine Freude beim Zeigen ihrer Kunststücke zu empfinden.

Auch der fiese Zirkusdirektor ist den Hobis nicht geheuer!
Als die Freunde schließlich mit ansehen müssen, wie schlecht es dem Zirkusaffen Roberto ergeht, schreiten sie zur Tat. Ein spannendes Abenteuer beginnt!
Wieder einmal merken Noki, Rina und Bimpf dabei, dass man gemeinsam stärker ist als allein, und dass Freundschaft alle Hürden überwindet.

Cover:

Das Cover zeigt im Hintergrund einen Zirkus und davor einen Affen in einem Kostüm und drei kleinere Tiere, die Hobis, die gemeinsam mit dem Affen vom Zirkus wegrennen. Die Zeichnung ist wunderschön und toll dargestellt. Die Illustration hat mir sehr gut gefallen.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und macht sehr viel Spaß und regt dabei noch zum Nachdenken an.

Es ist sowohl zum Vorlesen, wie auch zum Selbstlesen geeignet. Die Schriftgröße ist sehr gut gewählt und auch die Kapitellänge ist angenehm. Die Überritten passen sehr gut zu den einzelnen Kapiteln und ermöglichen, dass man eine kleine Pause zwischendurch einlegen kann.

Dies ist bereits der zweite Band der Hobis, aber man kann diese auch sehr gut unabhängig von einander lesen. ich kannte den ersten Band nicht und bin dennoch sehr gut in das Buch und in die Geschichte hineingekommen.

Zu Beginn wird der Leser direkt angesprochen und die Hobis stellen sich vor und erklären was sie eigentlich sind, bzw. was sie nicht sind und womit sie immer verwechselt werden. Danach beginnt dann auch schon die eigentliche Geschichte. Diese wird sehr schön, detailliert und spannend erzählt.

Zu viel vom Inhalt möchte ich jedoch an dieser stelle nicht verraten, ad ich sonst zu viel vorweg nehmen würde und das würde gegebenenfalls den Lesespaß verderben, daher gehe ich auf den eigentlichen Inhalt nicht wirklich ein.

In diesem Buch wird der Zirkus von all seinen Seiten beleuchtet und dabei erfährt man auch, dass es den Tieren leider nicht immer gut dabei ergeht. Auf kinderechte Weise wird hier auf das Thema Misshandlungen von Tieren nd schlechter Tierhaltung eingegangen. Die Tiere haben keine Freude an ihren Kunststückchen und der Direktor ist nicht gerade nett, zudem haben sie viel zu enge Käfige.

Auf dieses sensible Thema des Tierschutzes und Tierwohls wird hier sehr gut und altersgerecht eingegangen und auch eine Lösung gefunden. Das Buch setzt sich sehr gut mit diesem Thema und auch weiteren Themen wie Vertrauen, Hilfsbereitschaft ohne Eigennutz und Freundschaft auseinander. Man kann sehr viel von diesem Buch lernen und neben der tollen und spannenden Geschichte, wird man über die Themen zum Nachdenken angeregt und lernt noch was dabei.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen.

Die wunderschönen Illustrationen runden das ganze sehr gut ab. Diese passen sehr gut zum Text und zum Geschriebenen und veranschaulichen dies. Das hat mir sehr gut gefallen, wunderschöne Bilder und Zeichnungen, die das Gelesene sehr gut unterstreichen.

Fazit:

Eine wundervolle Geschichte, die sich kindgerecht, mit dem sensiblen Thema des Tierschutzes bei misshandelten Zirkustieren, annimmt.

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Rezensionen von Petra:

auf dem zweiten Blick

Wenn das Schicksal anklopft, mach auf von Roger Marie-Sabine

Die Autorin schafft es immer wieder, Menschen die aus verschiedenen Gründen am Rande der Gesellschaft stehen in den Mittelpunkt zu stellen. In diesem Buch sind es hauptsächlich Menschen die soziale Kompetenzprobleme haben, die alte Dame die vor allem Angst hat und die junge Frau mit dem Tourette -Syndrom kommen zusammen und mischen auf unterhaltsame Art und Weise ihre Umgebung auf.

Man muss bei Menschen mindestens zweimal hinsehen um den Gegenüber zu erkennen. Das lernt man in diesem Buch. Die eine scheut die Menschen sie machen ihr Angst, die andere macht den Menschen Angst wenn sie beschimpft und im nächsten Moment freundlich ist. Aber wenn man sie näher kennenlernt ist die eine wie die andere humorvoll, hilfsbereit und ein guter Kumpel. Sie lernen andere "Nulpen" kennen ein Schimpfwort das ungewollt ausgesprochen die ganze Geschichte ins Rollen bringt.
Worte können mehr verletzen wie Taten, sie lassen sich nicht zurück nehmen oder ungeschehen machen. Aber manchmal erwächst daraus etwas Gutes und wenn es nur in der Phantasie der Autorin ist.
Ein berührendes Buch in dem Menschen über sich selbst hinauswachsen.
Die Protagonisten erzählen abwechselnd ihre Geschichte, jede auf ihre Art. Ohne große Emotionen nehmen sie die Leser mit und berühren sie.

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Rezensionen von Claudia R:

die Idee ist gut, aber der Schreibstil nicht meins

Wenn das Schicksal anklopft, mach auf von Roger Marie-Sabine

Klappentext:

HEFTIGER. HEMMUNGSLOS. HUMORIG.
TÖDLICHE TRIAGE
Die LKA-Beamtin Andrea Birnhofer und der Verkehrspolizist Nowak wissen nicht mehr, wo zuerst ansetzen: Da tauchen Erpressungsvideos hemmungsloser sexueller Exzesse in einem Transporter auf. Dort sperren völlig enthemmte Gewerkschafter Pflegekräfte eines Salzburger Krankenhaues einfach weg.

Und dann toben sich noch serbische Folterknechte in der Stadt an der Salzach ungehemmt aus.
Zu allem Überdruss wird Birnhofer zwischendurch entführt und ihr Freund Felix liegt im Krankenhaus. Doch Birnhofer und Nowak nehmen die heftigen Mordfälle mit Galgenhumor, in einem finalen Shootout übernimmt sie die Regie.
Der HEFTIGER schneidet hier präzise ins verkommene Fleisch der Salzburger Mediziner-Milieu-Marionetten.

Cover:

Das Cover wirkt humorvoll und lebendig. Man sieht im Hintergrund die berge und eine Straße die dorthin führt und im Vordergrund steht eine Tiger in Arztkittel mit Stethoskop vor einer Blutlache. Die Illustration ist sehr schön gezeichnet, es wirkt sehr witzig und interessant zugleich.

Meinung:

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Meist ist dieser sehr sachlich direkt und ohne viel Emotionen. Dadurch wirkt dieser sehr stenohaft und man kann teilweise den Gesprächen nicht richtig folgen, da man nicht immer besteht, wer wann was gesagt hat. Mir viel dies nicht gerade leicht und daher war ein flüssiges Lesen leider nicht möglich.

Die Idee dahinter und die Geschichte bzw. der Fall an sich hat mir jedoch sehr gut gefallen. Auch der Aufbau und die immer mehr dazu kommenden Toten fand ich sehr spannend und interessant, jedoch hat der stockende Schreibstil leider nicht zum Lesevergnügen beigetragen.

Die Aufmachung des Buches und auch die kleinen Herz-Illustrationen am unteren Seitenrand fand ich sehr stylisch und auch die Gliederung der einzelnen Kapitel hat mir recht gut gefallen.

Der Humor war leider auch nicht immer meins, daher konnte ich mich leider in Summe nicht so ganz mit dem Buch anfreunden, aber dies ist auch Geschmacksache, denn jeder hat eine andere Art von Humor.

Leider war es nicht so ganz meins, die Idee dahinter ist wirklich toll, aber die Umsetzung war leider nicht nach meinem Geschmack, doch dies muss jeder für sich heraus finden. Vom Inhalt selbst möchte ich an dieser Stelle auch nicht zu viel verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte.

Fazit:

Die Idee dahinter und die Geschichte an sich ist ganz schön, nur leider könnte ich mich nicht so recht mit dem Schreibstil anfreunden.

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Rezensionen von Claudia R:

spannende archäologische Abenteuer Reise

Das Geheimnis der Mondberge von David Reimer

Klappentext:

Als Henry ein mysteriöser Brief erreicht,
findet er sich bald auf der Spur einer alten Legende wieder.
Der Beginn eines neuen gefährlichen Abenteuers.
Ein neuer Widersacher aus Henrys Vergangenheit betritt die Bühne.
Nach Vergeltung durstend, setzt er alles daran, sich an ihm zurechen.

Abermals beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Wird es Henry und seinen Freunden gelingen, als Erstes das Geheimnis der Mondberge zu entschlüsseln?

Cover:

Das Cover hat etwas magisches, mystisches fantastisches an sich, durch die Zahlen, Runen und die vielen kreisförmigen Verschlingungen in einander. Das Coverbild finde ich sehr interessant und es macht auf jeden Fall neugierig.

Meinung:

Dies ist bereits der zweite Band der Henry Voigt Abenteuer. Den ersten band hatte ich vor einer etwas längeren Zeit bereits gelesen. Auch wenn dies schon eine Weile her war, kam ich dennoch ganz gut in das Abenteuer hinein.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm. Es ist von Anfang bis zum Ende sehr spannend und auch rasant aufgebaut. Die einzelnen Kapitel sind durch kurze Überschriften gekennzeichnet und diese passen sehr gut zum entsprechenden Kapitel.

Die einzelnen Abschnitte werden sehr gut beschrieben. Die Handlungen und Geschehnisse sind sehr rasant und lebendig und man kann sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Auch die Charaktere aus dem ersten Band Isaac, Henry und Ezra trifft man hier wieder. Mir hat die spannende Schreibweise sehr gut gefallen, auch wenn es an mal kleinere Längen hatte, so blieb der Spannungsbogen stets sehr hoch. nur zum Ende hin ging es mir ein wenig schnell, da hätten einige Orte und Ereignisse ruhig etwas länger angesprochen werden können.

Das Buch ist Spannung und Unterhaltung pur und auch die Charaktere wurden wieder sehr gut ausgearbeitet. Mir hat dieser zweite Band auch sehr gut gefallen, er knüpft von Niveau sehr gut an den ersten Band an und man bekommt ein tolles Abenteuer, welches bildlich, detailliert und actionreich beschrieben wird.

Die Charaktere bekommen immer mehr an Tiefe und ich habe diese inzwischen sehr in mein Herz geschlossen und bin schon sehr gespannt, wie es in den nächsten Abenteuern weiter geht.

Zu viel vom eigentlichen Inhalt möchte ich nicht verraten um nicht zu viel zu Spoilern. Es ist eine lebendige, spannende archäologische Abenteuer Reise, mit vielen tollen Beschreibungen, Action und wundervollen Charakteren.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und mich gut unterhalten.

Fazit:

Es ist eine lebendige, spannende archäologische Abenteuer Reise, mit vielen tollen Beschreibungen, Action und wundervollen Charakteren.

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Rezensionen von begine:

Das Leben auf Juist

Die Schule am Meer von Sandra Lüpkes


„Die Schule am Meer“ von Sandra Lüpkes ist ein Roman der 1925 auf Juist beginnt.

Ein paar Lehrer gründen eine Privatschule und Internat auf Juist. Paul und seine jüdische Frau Anni Reiner gehören zu ihnen. Der Pianist Eduard Zuckmayer war als Musikerzieher an der Schule.

Die Insulaner geben sich der Schule feindlich gegenüber.

Das Klima auf der Insel ist hart, im Winter ist sie oft vom Festland abgeschlossen. Besonders im Jahr 1929 werden die Lebensmittel knapp.
Die verschiedene Charaktere der Schüler beleben den Roman.

Dann kommt auch noch die politische Lage ins Spiel. Es ist alles realistisch nachvollziehbar.

Die Autorin zeigt die Emotionen vieler Personen. Mit humorvoller und auch ernster Sprache webt sie eine interessante Geschichte über einige Personen die tatsächlich in der Schule am Meer lebten.
Das Buch ist eine gute Erinnerung, das wirklich lesenswert ist.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Der freie Hund beißt wieder zu

Der freie Hund von Wolfgang Schorlau; Claudio Caiolo

Antonio Morello gelang in Sizilien ein Schlag gegen die Mafia. Danach hatte er die Wahl zwischen einem bewachten Leben in einer Kaserne oder die Versetzung ans andere Ende Italiens. Venedig gefällt ihm nicht, die Menschenmassen, die stinkenden Kanäle, die Vorurteile, die ihm an seiner Dienststelle entgegen gebracht werden, aber da muss er durch.

Gleich sein erster Fall hat es in sich, ein Student wurde erstochen. Er hat sich vehement gegen die Gefährdung der Lagunenstadt durch die Kreuzfahrtriesen ausgesprochen. Francesco Grittieri stammte aus einer vermögenden Familie und wie weit deren Einfluss reicht, erkennt Morello schon daran, dass der Questore die Freigabe der Leiche an die Familie verfügte, bevor eine pathologische Untersuchung erfolgen konnte. Aber der Commissario hat nicht umsonst den Namen „Der freie Hund“, Weisungen haben Morello noch nie aufgehalten, wenn er Verflechtungen zwischen Politik und Mafia vermutete.
Der Krimi ist ohne Zweifel spannend. Er greift auch ganz aktuelle Probleme auf, wie die Kreuzfahrtschiffe, die die Luft verpesten und die Stadt mit Tagestouristen überschwemmen. Wie der immer weniger werdende Wohnraum, der alt eingesessene Venezianer ins Umland zwingt und die steigenden Preise überall. Das macht den Plot aktuell.
Geschrieben ist der Roman sehr flott, fast würde ich sagen: zu gefällig. Kurze Sätze und viele Dialoge machen das Lesen wirklich einfach. Manchmal ist es mir fast mit Klischee überfrachtet. Der junge Taschendieb, der durch Morello geläutert und anschließend für ihn durchs Feuer geht, ist schon nah am Kitsch. Die sympathische Nachbarin, die in Morello wieder Gefühle weckt und ihn den Tod seiner Frau leichter werden lässt, bedient die Romantik.
Dass für die taffe und wehrhafte Kollegin, die nicht grade wie eine Elfe gebaut ist, der Name Anna Klotze gewählt wurde, finde ich etwas unpassend. Im Gegensatz dazu lese ich den Namen der Journalistin, die Morello für sich einnehmen kann, als eine kleine Geste an die Journalistin Petra Reski, die auch im Nachwort erwähnt wird.
Kleine eingestreute italienische Redewendungen, Grüße und Flüche sorgen für das Ambiente, genauso wie die abgedruckten Songtexte, die Morello ganz besonders gern hört.
Das alles ist nicht neu und originell, aber gut gemacht und im Ergebnis ein unterhaltsamer Venedig-Krimi, der wohl der Auftakt einer Reihe sein wird. Der freie Hund wird also wieder beißen.

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Rezensionen von Lesemama:

Nett, aber nichts besonderes

Hard Love – Ich kann dir nicht widerstehen! von Lauren Blakely

Hard Love - Ich kann dir nicht widerstehen!
von Lauren Blakely

Bewertet mit 3.5 Sternen

Zum Buch:

Patrick möchte gerne etwas festes, er möchte sich binden. Er hat auch schon eine Frau gefunden, die sein Herz höher schlagen lässt. Aber die scheint tabu zu sein, denn erstens ist es die Schwester seines besten Freundes und zweitens lebt sie am anderen Ende des Landes.

Und eines weiß Patrick mir Sicherheit, eine Fernbeziehung kommt für ihn nicht in Frage. Wäre Mia nur nicht so absolut heiß und liebenswert ...

Meine Meinung:

Ja, ich wollte das Buch auch lesen, weil ch schon drei Bücher dieser Reihe gelesen habe. Hard Love ist das sechste(?) Buch der Reihe, man kann sie unabhängig voneinander lesen, möchte man aber alle lesen, sollte die Reihenfolge eingehalten werden, wenn man sich nicht spoilern möchte.
Allerdings ist diese Reihe einer der Reihen die nach dem Motto stehen, kennste eines, kennste alle. Sie sind im Prinzip alle gleich gestrickt. Freund verliebt sich in die Schwester des besten Kumpels, der hat, aus was weiß ich was für einem Grund, was dagegen, dennoch, große Liebe, große Gefühle, denn Frau liebt Mann ebenfalls ...
Einzig das Drumherum ist jedes mal ein wenig anders, aber ansonsten ist die Autorin ihrem Stil treu geblieben.
Patrick und Mia z.B. lieben das Camping und Patricks Kater Zeus. Natur und Tierliebe spielt in diesem Buch eine große Rolle.

Wer prickelnde Liebesroman mit Happy End mag ist hier gut beraten, denn nett zu lesen sind sie allemal. Keine Überraschungen zwar, aber trotzdem eine ganz lesenswerte Reihe.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Wirtschaftsmacht China - eine Herausforderung

China am Ziel! Europa am Ende? von Christoph Leitl

Christoph Leitl, rund 20 Jahre Chef der österreichischen Wirtschaftskammer, beleuchtet die Situation der europäischen Wirtschaft gegenüber der chinesischen. Es scheint, als ob die Chinesen demnächst die Nase vorne haben werden.
Was man dagegen tun kann?

Im ersten Teil erklärt er in elf Kapiteln, warum Europa so ist, wie es ist.

Er zeigt die Bruchlinien auf.

In Teil zwei stellt er zwölf Thesen auf, die durchaus ihre Berechtigung haben und aller (auf)fordern sich anzustrengen und mit zu machen:

Unabhängigkeit erlangen!
Den inneren Zusammenhalt wieder finden!
Talente fördern!
Handlungsfähigkeit herstellen!
Innovationsführerschaft erlangen!
Globale Partnerschaften bilden!
Auf den Mittelstand setzen!
Lassen wir die Jungen ran!
Den Governance-Wettbewerb gewinnen!
Großbritannien bleibt Europa!
Europa weiterdenken!
Jetzt weiterdenken!


Die Ideen aus Christoph Leitls Mund klingen durchaus interessant. Nur bei einigen frage ich mich, was hat er die letzten 20 Jahre getan? Warum hat er nicht versucht, das eine oder andere um zusetzen? Vielleicht, weil er aktiver Teil des etablierten Systems war? Ohne diese Bürde, irgendeine Gruppe zu nahe zu treten, lässt es bestimmt leichter gewagte Hypothesen anstellen.

Leitl hat bestimmt Recht, wenn er das unschöne Szenario für 2049 entwirft, dass selbst die USA hinter China und Indien auf den dritten Platz zurückfallen. Meiner Ansicht nach, wäre es endlich an der Zeit, dass Europa und Russland an einem Strang ziehen, dass deren Politik aufhört, sich gegenseitig mit Sanktionen zu bestrafen.

Christoph Leitl wünscht sich ein bunteres, jüngeres und weiblicheres Europa. Vielleicht schafft es ja Ursula von der Leyen:
„Es gibt keine Herausforderung Europas, die nicht mit den Stärken Europas bewältigt werden kann. Gemeinsam bewältigen wir Herausforderungen, mit denen jeder Einzelne von uns überfordert wäre.“

Ein schöner Gedanke, doch allein, mir fehlt der Glaube.

Fazit:

Der Leser merkt, dass Christoph Leitl ein leidenschaftlicher Europäer ist. Seine Vision ist „Europe together“ statt „America first“ oder „China strong“.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein wahrer Augenschmaus

Der goldene Atlas von Edward Brooke-Hitching

Mit seinem zweiten Buch, dem "Goldenen Atlas" begibt sich der britische Dokumentarfilmer und Autor Edward Brooke-Hitching gemeinsam mit seinen Lesern auf eine gefahrvolle Reise. Wir reisen auf den Spuren der großen Seefahrer und Entdecker.

An Hand von 39 Entdeckungsreisen beschreibt der Autor, den man wohl als Kartenfreak bezeichnen muss, wie sich das Wissen um die Erdgestalt im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.

Das Buch umfasst eine Zeitspanne knapp 4.000 Jahren, beginnend ca. um 2.250 v. Chr. bis zum Jahre 1917.

Neben Abbildungen von traumhaften Karten und dem notwendigem Instrumentarium für die Reisen, erfreut uns der Autor auch mit der Schilderung von Anekdoten, die u.a. auch von Messfehlern berichten. Nicht alle Entdecker haben so ausführliche Reiseberichte wie Alexander von Humboldt hinterlassen, die selbständig gelesen werden können.

Wir lesen von Triumph und Tragödien, von verschollenen Expeditionen und erfolgreichen Rückkehrern.

Im Zeitalter von Satellitengeodäsie und Google ist es kaum vorstellbar, mit welchem Aufwand und Einsatz früher Kartographie betrieben wurde.

Keine Epoche komm zu kurz, auch wenn über die antiken Entdecker wenig bekannt ist. Der Autor gibt Antwort auf drängende Fragen, wie doch die fremden Welten entdeckt worden sind.

Wer das erste Buch („Atlas der erfundenen Orte“) des Autors kennt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Es ist ein eindrucksvolles Werk über die Geschichte der Entdecker und der Kartographen.

Die Aufmachung, gebunden und mit einem wunderschönen Schutzumschlag versehen, kann sich sehen lassen. Das Buch lässt das Herz historisch Interessierter höher schlagen. Es besticht nicht nur durch die Haptik sondern auch durch die detailreiche Fülle an Information. Trotzdem ist es auch für den interessierten Laien gut lesbar. Dieses Schmuckstück hat sich einen besonderen Platz in den Bibliotheken der Leser verdient.

Fazit:

Dieser Atlas bringt seinen Lesern nicht nur wunderschöne Landkarten nahe, sondern ist eine Hommage an die vielen Seefahrer und Entdecker, die oftmals ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben. Gerne gebe ich sowohl 5 Sterne als auch eine unbedingte Leseempfehlung.

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