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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yesterday:

Venedig löst seine Probleme nicht, ersetzt sie aber durch andere

Der freie Hund von Wolfgang Schorlau; Claudio Caiolo

Viel Flair (dazu später), Mafia und klassische Polizeiermittlungen bietet dieser launige Venedig-Krimi. Die Hauptperson, Antonio Morello, seines Zeichens titelgebender Commissario in Cefalù, wird in den Norden versetzt und kann dem vielen Wasser (und den Persönlichkeiten?) wenig abgewinnen.

Das Verbrechen holt ihn jedoch schnell ein und lässt ihm erst einmal keine Zeit, Venedig zu mögen oder nicht zu mögen.

Morello kümmert sich um alles, wo es an Gerechtigkeit zu mangeln scheint Taschendiebstahl, Mord, ominöse Geschäfte im Hafen und so weiter.

Er kommt nach und nach mit den neuen Kollegen zurecht und entdeckt auch die Kulinarik (sehr gut eingeflochten) sowie Kunst, Architektur und Straßen beziehungsweise Kanäle (etwas zu langatmig) für sich. Ob alle Ortsangaben et cetera genau stimmen, ist für die Handlung weniger relevant und wird nur diejenigen stören, die dort leben oder einen Stadtplan ausbreiten.

Zusätzlich gibt es auch Episoden aus Cefalù (aktuelle und vergangene) und von Morello entsteht so langsam das Bild des grundsätzlichen Gesetzestreuen mit der nötigen Flexibilität. Zudem liebt er seine Familie, tut für wahre Freundschaft alles und ist Musik-Fan.

Alles in allem wirkt das authentisch, für Nicht-Kenner der betreffenden Musik(-richtung) aber mitunter weniger interessant.

Die aufgegriffenen Themen wie Umwelt, Schmuggel und Touristenmassen sind leider schon viel zu lange aktuell und werden es wohl auch noch länger bleiben. Sie sind daher glaubhaft vermittelt und runden das Gesamtbild ab. Und auch wenn die grundsätzlichen Themen real sind - es bleibt Belletristik und also solche sollte man den Krimi auch sehen.

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Rezensionen von Meli:

Nur kurze Momente, kein richtiges Kennenlernen

Truly von Ava Reed

Andie ist eigentlich eine süße Maus. Nach einer schwierigen Zeit läuft es bei ihr finanziell nicht so gut, aber sie freut sich sehr auf das Studium gemeinsam mit ihrer Freundin, die deutlich extrovertierter ist als Andie - was wohl keine große Leistung ist, denn Andie ist schüchtern, hat kein großes Selbstvertrauen und hat außerdem noch einen Ordnungsfimmel.

Cooper ist etwas verkorkst, weil er etwas erlebt hat, sodass er sich nicht mehr traut, eine Beziehung einzugehen. Andie erinnert ihn an dieses Ereignis und schürt nur seine Ängste, weswegen er sie auf Distanz hält und daher etwas grob behandelt. Das verletzt Andie dann schon, weil sie eben etwas sensibel ist.

Das Buch konnte mich einfach nicht so richtig packen. Ich hatte oft das Gefühl, dass es keine richtige Handlung hat, weil die Liebesgeschichte mich nicht so ganz überzeugen konnte. Spannung wurde erst einmal durch den Prolog erzeugt, der einige Zeit in der Zukunft spielt und deswegen neugierig macht, wie es denn zu dieser Situation kommt und was danach passiert. Als das dann aufgelöst wurde, war ich schon ein wenig enttäuscht, weil ich etwas anderes erwartet hatte.

Bei der Liebesgeschichte war mein Problem, dass die beiden sich kaum kennengelernt haben. Sie finden einander attraktiv und die Chemie ist da, aber weil Cooper sich so zurückhält und Andie sich nicht traut, passiert kaum etwas zwischen ihnen. Die Szenen der beiden sind immer sehr kurz, sie reden kaum - daher kann ich bei Andie auch kaum nachvollziehen, warum sie sich in ihn verliebt, wenn er doch gar nicht die Chance hat, irgendwelche Eigenschaften von sich zu präsentieren. Eigentlich ist das die Geschichte vom Anfang einer Liebesgeschichte, also bevor es wirklich Liebe wird, aber dann auch wieder nicht, weil manches dafür auch schon wieder zu viel ist. In puncto Liebe ist mir dann jedenfalls zu wenig passiert, ich hätte mehr Momente der Zweisamkeit gewünscht.

Und ohne Liebesgeschichte bleibt auch nicht mehr so viel übrig. Andies beste Freundin June und Coopers bester Freund Mason, die in der Fortsetzung "Madly" die Hauptrolle spielen, bekommen hier schon so einige gemeinsame Auftritte, sodass ich die Geschichte der beiden schon interessanter fand als die von Andie und Cooper - das sollte ja wohl nicht so sein, dass ein anderes Paar den Protagonisten die Show stiehlt!

Fazit
"Truly" konnte mich leider nicht wirklich überzeugen, weil ich eine Liebesgeschichte erwartet habe, diese aber nur dezent war. Da hätte ich gerne etwas mehr Gefühl und mehr schöne Szenen mit den Protagonisten!

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Rezensionen von C. P.:

Liebes-Hin-und-her mit viel Kaffee und Cupcakes

Crazy in Love von Emma Winter

Sasha hat einen großen Traum: In die Fußstapfen ihres verstorbenen Vaters treten und Medizin an der Yale University studieren. Dafür zieht sie für das letzte Highschool-Jahr aus Kalifornien zu ihren reichen Verwandten nach Boston, da ein Abschluss an der dortigen Upperclass-Schule ihr deutlich bessere Chancen bietet.

Während ihre Tante sie mit offenen Armen empfängt, zeigen ihr Onkel sowie die Oma, direkte Verwandte ihres Vaters, ihr die eiskalte Schulter. Und ihre gleichaltrige Cheerleader-Cousine kommt ihr zunächst ebenso versnobt und arrogant vor wie der Rest der Mitschüler. Ohne groß Freundschaften zu schließen, stürzt sie sich also ins Lernen und ihren Nebenjob, frönt ihren Vorlieben Kaffee und Cupcakes - und verliebt sich ausgerechnet in die grünen Augen des Baseball-Stars Ben, Sohn einer reichen Familie und Frauenaufreißer schlechthin. Der Verstand sagt Sasha, dass Yale oberste Priorität hat. Aber das Herz...
Geschrieben ist die Story sowohl aus Sashas wie auch aus Bens Sicht. Sasha ist ein wenig nerdig, macht sich gerne für alles Listen, trinkt soviel Kaffee an einem Tag wie andere in der Woche und hat eine Vorliebe für Cupcakes. Zwar ist sie in vielen Dingen willensstark und auf ihre Art auch sehr sympathisch, dennoch konne ich nicht nachvollziehen, warum sie ausgerechnet einem Frauenaufreißer hinterherschwärmt, vor dem sie sogar explizit gewarnt wird. Nur wegen der grünen Augen? Ben selbst gehört einer der großen Bostoner Familien an, die die Karriere ihrer Kinder am liebsten von Beginn an durchplanen - und dem er sich zu widersetzen versucht. Bevor Sasha und Ben einander näher kommen, gibt es eine Vielzahl von Vorurteilen und Missverständnissen. Bis zu einem gewissen Punkt fand ich es ganz interessant, doch im Laufe der Story kam es wiederholt zu vorschnellen Schlussfolgerungen, Überreaktionen und entsprechend hausgemachtem Liebeskummer. Sashas Vorliebe für Kaffee und Cupcakes wurd mir auf Dauer zu sehr breitgetreten, ihr immenser Kaffeekonsum kam mir ebenso ungesund vor wie der Alkohol- und Drogenkonsum, welchen die Autorin unnötigerweise noch mit einbauen musste.
Die innere Zerrissenheit der beiden war von der Autorin recht gut dargestellt, allerdings machen die beiden sich durch ihr Verhalten lange Zeit unnötig alles viel zu schwer, wodurch sich die Handlung etwas in die Länge zieht. Da es ein Dreiteiler ist, endet Band 1 mit einem entsprechenden Cliffhanger.

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Rezensionen von Streiflicht:

Noch besser...

Abendmahl für einen Mörder von Uwe Ittensohn

Da ich bereits das Vorgängerbuch „Requiem für den Kanzler“ voller Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich auch total gespannt, wie es weitergeht. Und ob es dem Autor gelingt, den Erfolg des ersten Buches zu wiederholen. Und ich finde, dieses Buch übertrifft sogar noch Teil 1. Es hat mir noch besser gefallen, es ist noch spannender und raffinierter.

Besonders gut fand ich, dass der Schwerpunkt dieses Mal auf der Figur des genialen André Sartorius lag und auch seine Mitbewohnerin Irina eine größere Rolle spielt. Die beiden sind ein tolles Duo, das gut zusammenpasst und dem Leser Spaß macht – auch durch ihre Wortgefechte, bei denen ich so manches Mal sehr schmunzeln musste. Gut finde ich auch, dass die Protagonisten realistisch wirken und nicht übertrieben. André ist ein guter Denker und hat immer wieder geniale Ideen, aber er ist kein abgefahrener Superheld. Dadurch wirkt auch die ganze Geschichte authentisch und gut nachvollziehbar. Kleine Details spielen eine Rolle – auch das mag ich sehr.
Man merkt, dass der Autor Speyer sehr mag und sich dort auch wirklich gut auskennt. Das bringt auf eine positive Weise ganz viel Lokalkolorit ins Spiel. Gleichzeitig war es auch schön, die bereits bekannten Figuren wieder zu „treffen“ und wieder einen spannenden Fall zu lösen. Aber auch für Quereinsteiger wäre das Buch gut zu lesen – man braucht keiner Vorkenntnisse, auch wenn es so natürlich noch viel schöner ist.
Eine rundum gelungene Fortsetzung, die noch mehr bietet als der Vorgänger! Weiter so, davon hätte ich zu gerne mehr!

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Rezensionen von Streiflicht:

Gelungene Fortsetzung

Stumm vor Angst von Ingrid Zellner

Da ich bereits ein Buch aus der Reihe um den Kommissar Surendra Sinha gelesen habe und es sehr mochte, war ich nun natürlich auch gespannt, wie es weitergeht. Dazwischen gab es noch ein Buch, das ich allerdings nicht gelesen habe. Aufgrund gelungener Rückblenden war das aber gar kein Problem, das hat die Autorin geschickt gelöst.

Das hat mir sehr gefallen.
Die Lebenssituation von Surendra hat sich inzwischen ziemlich verändert, aber genau das fand ich umso spannender und auch realistisch. Was passiert ist, passt gut zu ihm und öffnet neue Möglichkeiten – für ihn, aber auch für die Autorin. Surendra ist und bleibt eine spannende Figur, weil er Exotisches mit Gewohntem verbindet und einfach so ein netter Kerl ist, der sich aufgrund seines Gewissens nicht immer an die Regeln hält und deswegen Probleme bekommt. Aber genau das macht ihn so sympathisch und liebenswert!
Der Fall selbst hat mir sehr gut gefallen und hat mich auch sehr berührt. Surendra ist hier sehr persönlich gezeichnet und man erfährt als Leser sehr viel über seine Gedanken und Gefühle. Auch sein alter Freund hat einen wichtigen Part, auch das fand ich gut. Genauso wie die vielen Verwicklungen aus Gegenwart, Vergangenheit, Schuld und Sühne. Eine rundum gelungene Geschichte, die auf eine weitere Fortsetzung hoffen lässt.

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Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:

Berührend bitter!

Vom Land von Dominik Barta

Es ist keine leichte Kost, die uns Dominik Barta da vorsetzt. Es ist Hausmannskost. Schwer verdaulich, aber ehrlich sättigend. In seinem großartigen Debütroman berührt der Autor mit seiner klaren, eindringlichen Sprache und einer tragischen Familiengeschichte. Ich empfehle dieses Buch für Leser, die mehr als nur heitere Unterhaltung suchen.

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Rezensionen von MB:

Ein Fachbuch für alle, die sich für Führung interessieren.

Vom Land von Dominik Barta

Das Buch ist sehr hilfreich, da es sowohl um die langfristige Organisationsentwicklung als auch um die tatsächliche Umsetzung von Veränderungen geht. Man merkt, dass der Autor aus der Praxis kommt und weiß, wovon er schreibt. Daher unterscheidet sich das Buch von der klassischen Managementliteratur.

Die Ideen zur Organisationsentwicklung sind gut aufgebaut. Durch die Beispiele aus verschiedensten Branchen und Organisationsformen fand ich gute Anregungen.

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Rezensionen von Gudrun7:

Konzentration auf die Tiefgründigkeit - wirkt wie eine moderne Fabel

Die Weisheit des Regenbogens Wegweiser des Herzens. 15.05.2020. Hardback. von Jando

Das Buchcover und auch die Klappeninnenseiten sind einfach phänomenal. Die geschaffene Atmosphäre konnte ich bereits auf den ersten Blick einfangen. Dass sich diese Szene dann auch noch als wichtiges Detail im Inhalt wiederfindet, macht es perfekt.

Darin lassen sich auch immer wieder neue, wundervolle Details finden, bei denen man nicht müde wird, sie zu betrachten.

Auch wenn die Vorkommnisse nicht so authentisch oder gar kitschig rüberkommen, gebe ich dennoch die volle Punktzahl. Dies liegt daran, dass der Fokus hier für mich eher auf der Tiefgründigkeit der behandelten Themen liegt und es mich an eine Fabel erinnert, die sich ja auch häufig "nur" um die wesentlichen Details kümmert und alles andere etwas außen vor lässt. Die Weisheit, wie auch der Titel schon sagt, findet sich hier immer und immer wieder und ist extrem wertvoll.

Die Szenerien schaffen wundervolle Bilder im Kopf, die mir des Öfteren Gänsehaut beschert haben.

Wenn ich da auf Bilder zu sprechen komme:

die Illustrationen von Antje Arning verleihen dem Ganzen das gewisse Etwas und haben eine Strahlkraft, die das Buch eindrucksvoll komplettieren.

In den Kapitelüberschriften kann man Detailgenauigkeit erkennen, denn ein Großteil davon ist passend zum Titel gewählt.

Die Tiefsinnigkeit, die sich hier entfaltet, ist von immenser Intensität und hallt noch lange nach. Es werden die vielfältigsten Emotionen dargestellt, die man greifbar spüren kann.

Die Charaktere haben Charme und, genau wie der Schreibstil, enormen substantiellen Gehalt.

Wie man meinem Schreiben hier entnehmen kann, bin ich total geflasht und hin und weg von diesem wundervollen Buch.



Mein Fazit: Konzentration auf die Tiefgründigkeit - wirkt wie eine moderne Fabel

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Rezensionen von Manfred Fürst:

Unni Lindell zu Recht Norwegens Krimikönigin.

Im Wald wirst du schweigen von Unni Lindell

Nach 10 Cato Isaksen-Krimis der zweite aus der Marian Dahle-Reihe, aber Unni Lindell kann sich von Cato, dem Vorgesetzten von Kommissarin Marian Dahle nicht trennen.

„Das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann“

Unni Lindell ist Norwegens Krimikönigin, was sie mit Im Wald wirst du schweigen (Übersetzung: Andreas Brunstermann und Gabriele Haefs) aufs Neue beweist.

Für diesen Roman wurde sie zum zweiten Mal mit dem begehrten Riverton-Preis ausgezeichnet.

„Dass jemand uns bei allem, was wir tun, beobachtet, ist so ungefähr das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann“, sagt Lindell und umreißt damit das Thema ihres Kriminalromans. Ein Zelt steht in einem Wald an einer Stelle, wo vor fünf Jahren ein Mord geschehen ist, und genau dort lässt ein Mann eine Drohne fliegen. Dabei entdeckt er eine junge Frau. Die Ermittlerin Marian Dahle ist nach einem Unfall mit einer schweren Brandverletzung wieder im Dienst und soll den in diesem Zelt geschehenen Mord aufklären. Damit wird Dahle in Ermittlungen hineingezogen, die sie nicht mehr kontrollieren kann und nahe an einen Zusammenbruch bringt.

Der Originaltitel Dronen – also Drohnen, trifft den Krimi viel besser, spielen sie doch eine zentrale Rolle, verkaufstechnisch hatte der Verlag eine andere Wahl getroffen. Der Drohnenmann mit Savant-Syndrom, Spezialist für Nachverfolgungen von Sendung bei der Post lebt in versteckten Räumen einer aufgelassenen Militärstation im Wald, überwacht mit seiner Drohne die Gegend und spioniert sein Opfer aus. Gleich zu Beginn ist somit der Mörder bekannt. Aber wer hat an der gleichen Stelle vor fünf Jahren eine junge Frau ermordet. Ein Cold Case für Marian Dahle, wenn sie denn im Vollbesitz ihrer kriminalistischen Fähigkeiten und ohne psychische Probleme wäre. Da der Leser den Täter, auch den zweiten kennt, nimmt die Entwicklung des Lebens von Marian und die Auseinandersetzung mit ihrer engsten Umgebung sehr viel Platz ein. Die übergroße Empathie für die psychisch gestörte Agnes, der Tochter des Ermordeten, bringt Marian an die Grenzen der Belastbarkeit. Ist ihr vermisster Hund Birka tot? Hat die Beziehung mit Heine eine Zukunft?

Ihre Zusammenarbeit mit Cato hat eine emotionsfrei und sachliche Ebene erreicht, die wohltut: Keine Gehässigkeiten, kein Zynismus und keine Beleidigungen, fast im Stil eines Sachbuches.

Nicht die Mordtaten stehen im Mittelpunkt, sondern das Aufspüren der Täter und die Anstrengungen derer, unentdeckt zu bleiben. Das ist die besondere Qualität dieses Krimis und unterscheidet ihn im besonderen Maße von vielen anderen.

Mehrere Erzählstränge werden ineinander verwoben: Militäreinsätze in Afghanistan, Drohnentechnik, psychische Auffälligkeiten, Entomologie und die Liebe bilden ein überaus lesenswertes literarisches Geflecht. Ausgezeichneter Schreibstil und perfekte Übersetzung.

Unni Lindell zu Recht Norwegens Krimikönigin.

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Rezensionen von rewareni:

9 Kurzgeschichten

Der Katzenfänger und andere Grenzgänger von Sarah Samuel

,, Der Katzenfänger und andere Grenzgänger“ ist eine Sammlung von 9 Kurzgeschichten. Hinter dem Autoren Pseudonym Sarah Samuel steckt ein österreichisches Autorenpaar, das in vielen Ländern der Erde gelebt hat und nun aus diesen vielfältigen Eindrücken und Erlebnissen literarische Geschichten zu Papier gebracht haben.

Der Leser erhält dabei einen Einblick in Länder wie z. B. Indien oder Saudi Arabien. Dabei biete die Autorin viele Hintergrundinformationen über Land und Leute, wo man als Leser eindringen kann in Länder, die ob ihrer Bräuche, der Lebensumstände oder religiösen Gedanken völlig konträr den unseren sind. Die Kurzgeschichten beginnen zumeist wie eine langsame Einführung in ein gewisses Thema, wo man diverse Einblicke über die Protagonisten oder dem jeweiligen Land erhält. Mit der Zeit merkt man aber, dass sich eine besondere Geschichte dahinter verbirgt, die meist einen ernsten oder traurigen Hintergrund hat. Es werden viele Themen erwähnt wie scheinheilige Moral ob seiner Mitmenschen, Armut, Lebensmittelknappheit.... Dabei bedient sich die Autorin einer wohl geschliffener Sprache, die zeitweise schon einer ,,vornehmen“ Ausdrucksweise gleich kommt. Während man bei der Geschichte ,, Die Woge“ sprichwörtlich mit einem Tsunami in den Abgrund gerissen wird, wird in Saudi Arabien ,, Mein viel geliebter Freund“ der Alkohol eine nicht unbedeutende Rolle spielen . Manche Geschichten zeigen aber auch eine andere Seite der Autorin auf, wenn sie pointenreich und zugleich auch mit einem manchmal leicht zynischen Humor ihre Botschaft rüber bringen möchte. In Wien darf man beim ,,Konzert der Nächstenliebe“ bildhaft miterleben, wie der Dirigent die Zuschauer auf seine besondere Art und Weise unterhält und in einem kleinen Dorf bringt ,,Die Künschtlerei“ einen Autor mit seiner erhofften Lesereise fast schon zur Verzweiflung.
Es sind sehr abwechslungsreiche Kurzgeschichten, die exotischen Flair versprühen, die eine Botschaft auf humorvolle Art und Weise rüber bringen, die über menschliche Tragödien berichten aber auch immer wieder der Menschheit einen Spiegel vorhalten, ohne belehrend zu wirken.

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