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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin Emely, 14 Jahre aus Hall:

Nach vorn, nach Süden von Jäger Sarah

Lena, Marie, Can, Pavel, Vika, Otto, Leroy und Marvin arbeiten als Aushilfen beim Penny-Markt und hängen die meiste Zeit auf dem Hinterhof ab. Jo war früher auch immer dabei. Doch seit einem halben Jahr ist er verschwunden. Marie, Can und Lena fahren los um ihn zu suchen. Da Lena die einzige mit Führerschein ist, fährt sie.

Doch sie hat Angst vor der Autobahn und deswegen müssen sie die Bundesstraße nehmen, weshalb ihre Reise ziemlich lange dauert. Sie befragen Jos Mutter und seine Freunde und vermuten schließlich, dass er zum Mittelmeer gefahren ist. Doch Lena ist der Meinung, dass Jo bei der Ostsee ist und fährt dorthin.

Dieses Buch ist für erwachsene Frauen. Ich persönlich bin der Meinung, dass es diesem Buch etwas an Spannung fehlt. Teilweise war es aber auch lustig.
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Testleserin Marie, 16 Jahre aus Innsbruck: Entenarsch. So wird sie auf dem Hinterhof des Pennymarktes genannt. Den Namen hat sie von dem 16-jährigen Jo, der seit Monaten spurlos verschwunden ist. Ein Verschwinden, an dem sie nicht ganz unschuldig ist. Die Suche nach Jo entwickelt sich zu einem Sommertrip der sie, Marie und Can durch heiße Julitage immer weiter in den Süden führt.

Mehr möchte ich zum Inhalt an dieser Stelle nicht verraten, denn in diesem Buch geht es nicht vordergründig um die Ereignisse. Viel eher geht es um die Gefühle im Hier und Jetzt, was dem Buch eindeutig eine gewisse Tiefe verleiht. Trotzdem muss ich sagen, dass es nicht so ganz meins ist. Der Schreibstil ist sehr besonders und für mich leider nichts. Mit der Protagonisten konnte ich lange nicht warm werden, aber je länger man sich auf der gemeinsamen Reise befindet, desto mehr kann man ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Ein weiterer Kritikpunkt für mich ist der fehlende Hintergrund jeder Figur. Die Autorin beschreibt jede Figut nur im Moment und geht nicht auf ihre jeweilige Vergangenheit ein. Einerseits passt das natürlich zu dieser Art von Geschichte, aber andererseits hat es das Nachvollziehen der Handlung für mich um einiges erschwert.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin Romina, 11 Jahre aus St. Lambrecht:

Ruby Fairygale (Band 1) - Der Ruf der Fabelwesen von Kira Gembri

Testleserin Romina, 11 Jahre aus St. Lambrecht: Seit Nana Ruby als kleines Baby am Nordstrand gefunden hatte, lebt Ruby bei ihr. Nana hat eine Tier – Pflegestation wo sie kranke Tiere verarztet. Doch seit Ruby sechs ist, teilt sie mit ihrer Großmutter ein großes Geheimnis : Fabelwesen existieren wirklich und Nana hat eigens für sie eine Pflegestation eingerichtet.

Als Ruby’s heißgeliebte Fabelwesen in Gefahr geraten, muss sie entscheiden, ob sie dem merkwürdigem Noah trauen kann…

Dieses Buch fand ich Anfangs etwas langweilig, aber danach hat es mich richtig in seinen Bann gezogen. Das Buch war sehr gut erklärt und mir hat es gut gefallen, das Noah Ruby dann vertraut hat und ihr so viel erzählt hat. Was mit den Fabelwesen los war, müsst ihr selber lesen.

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Testleserin Katharina, 13 Jahre aus Breitenbach,

Acht Wochen Wüste von Van Draanen Wendelin

„Acht Wochen Wüste“ von der Autorin Wendelin van Draanen erzählt, wie ein Mädchen namens Wren in ein spezielles Camp in der Wüste geschickt wird. Eines besonderen Morgens wird Wren um 03:47 Uhr von ihren Eltern geweckt. Sie wird von ihnen in ein spezielles Camp in der Wüste geschickt, da sie Auseinandersetzungen mit ihren Eltern hat, aber auch Drogen und Zigaretten abhängig ist.

Am Anfang hat sie große Probleme im Camp, da sie nichts mit den anderen Jugendlichen reden darf und nicht versteht, dass man seine Kräfte aufsparen sollte und im Leben auch mal durchbeißen muss. Doch dann lernt sie ein Mädchen namens Hanna kennen, das ihr hilft. Natürlich macht Wren auch Nächte ohne dieses Mädchen durch, in denen sie über alles nachdenkt und die sie nie vergessen wird. Wren entwickelt sich aber zu einer besseren Person.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, da sich das Leben des Mädchens namens Wren zum Gutem verändert hat.
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Testleserin Susanna, 13 Jahre aus Mils: Ich empfehle das Buch allen, die natur- und detailgetreue Geschichten gernhaben. Im Buch wird genau beschrieben, wie ein Feuer zu machen ist oder wie man ein Zelt aufstellt.

In der Geschichte geht es um ein junges Mädchen, das auf die schiefe Bahn gerät. Ihre beste Freundin nutzt sie nur aus und der Junge, in den sie verliebt ist, benutzt sie zum Drogenschmuggel. Ihre Eltern melden sie daher, ohne ihr Wissen, in einem Überlebenscamp an. Dort muss sie mit anderen Mädchen, die in der gleichen Lage sind wie sie, für acht Wochen in der Wüste campieren. Nach dieser Erfahrung findet sie die Orientierung wieder, ihr wird klar, wie sie ihre Zukunft gestalten möchte und wie sie ihr Leben verbessern kann.

Das Buch ist aufregend und spannend, und ich schlage es jedem Bücherliebhaber vor, der sich gerade in seinem Privatleben überfordert fühlt, Probleme in der Schule und mit der Familie hat.

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Testleserin Emely, 14 Jahre aus Hall:

Acht Wochen Wüste von Van Draanen Wendelin

Ruby fährt gemeinsam mit ihrem Kaktus, der sie immer begleitet, in den Ferien zu ihrem Onkel Leo um von ihren Eltern wegzukommen, die die ganze Zeit umziehen wollen und mit denen sie sich die ganze Zeit streitet. Ihr Onkel arbeitet in Redmoor Garden, einem großen Park, der vor 50 Jahren immer mehr verwilderte und nun wieder hergerichtet wird, allerdings fehlt es etwas an Geld.

Redmoor gefällt ihr von Anfang an, nur hätte sie Leo doch eigentlich ganz für sie gehabt. Dieser Paul nervt ziemlich. Sie verbringt den ganzen Tag im Wald und entdeckt eine kleine Eule. Sie will ihr helfen und informiert sich über Eulen. Doch irgendetwas bringt die Eulen dazu, Menschen anzugreifen und Carl, der Neffe der Gutsbesitzerin, will einen Zaun rund um den Wald bauen. Doch wird dieser Zaun die Eulen schützen, oder einsperren? Paul und Ruby legen sich beim Baumhaus auf die Lauer, um endlich herauszufinden, wer die Eulen so aggressiv macht. Auf einmal decken sie eine Tragödie auf: Carl stiehlt Euleneier um Geld zu verdienen und dann befinden sie sich plötzlich in einer wilden Verfolgungsjagd, auf der Flucht vor dem verrückten Carl und versuchen mit aller Kraft, die Eier zurückzubringen.

Ich empfehle dieses Buch Buben und Mädchen ab 10 Jahren. Mir hat besonders das Ende sehr gut gefallen und lustig war es zwischen durch auch.
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Testleserin Jana, 12 Jahre aus Aurach: Das Buch hat mir gut gefallen. Was mir nicht so gut gefallen hat war, dass es erst sehr spät spannend wurde. Ansonsten war es sehr gut.

Im Buch geht es um ein Mädchen namens Ruby sie fährt in den Ferien zu ihrem Onkel Leo, der in Redmoor arbeitet und sehr beschäftigt ist. So muss Ruby sich selbst beschäftigen. Als sie durch die Wälder streift, entdeckt sie eine Junge Eule, die am Boden sitzt und - wie es scheint - nicht fliegen kann. Soll sie Leo von der Eule erzählen? Was weiter passiert müsst ihr selbst herausfinden.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin Nina, 7 Jahre aus Kirchbichl:

Wie ich einmal eine Meerjungfrau vor dem Ertrinken rettete von Cameron Josephine

Testleserin Nina, 7 Jahre aus Kirchbichl: Das Buch handelt von einem elfjährigen Mädchen namens Anthoni. Als ihre Mutter zur Bienenkönigin wurde und somit ein Bienenmobil, ein gelb-schwarz gestreiftes Auto, das aussieht wie eine Biene, ändert sich ihr Leben. Ihre Mutter beschließt mit dem Bienenmobil, zusammen mit ihrer Tochter Anthoni um die Welt zu reisen um Cremes und Bienenshampoo zu verkaufen.

Dadurch hat das Mädchen keine Chance um echte Freunde zu finden. Als ihre Mutter zum Showschiff nach Eagle Waters will, da sie dort vor vielen Jahren einige coole Sommerferien verbracht hat, ändert sich alles für die beiden und eine abenteuerliche Zeit beginnt.

Das Buch ist spannend und handelt von jeder Menge Magie.

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Rezensionen von begine:

Südtiroler Tragödie

Ich bleibe hier von Marco Balzano


Der italienische Schriftsteller Marco Balzano erzählt in seinem Roman „Ich bleibe hier“ von Familien aus einem Dorf in Südtirol. Die Einwohner sprechen deutsch und fühlen sich nach Österreich zugehörig.
Ab 1939 können sie nach Deutschland ziehen. Die dagebliebenen Familien werden mal von den Faschisten, dann von den Nazis drangsaliert.

Daneben kämpfen sie noch gegen den Bau eines Stausees.

Die Protagonistin Trina erzählt die Geschichte des Dorfes. Sie ist Lehrerin, mal darf sie nicht arbeiten, weil die einen es verbieten, dann wieder die anderen. Weil sie italienisch sprechen kann, muss sie immer übersetzen.

Der Autor schreibt mit einfühlsamer Sprache.
So lässt er uns den Kampf gegen den Stausee genau mitverfolgen.
Der Roman ist einfach großartig.

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Rezensionen von Nele33:

Toller neuer Tino

Ich bin dein Tod von Inge Löhnig

Ich bin dein Tod ist nun schon der neunte Fall für Kommissar Dühnfort und er hat an Spannung wieder sjo einiges zu bieten.

Nachdem Tino Dühnfort aus der aktiven Ermittlungsarbeit in die operative Fallanalyse gewechselt ist, muss er feststellen, dass ihm die Eingewöung ins neue Team und die beratende Tätigkeit , vor allem aber die Arbeit mit und in einem Team doch enorme Schwierigkeiten bereiten.

Die neuen Kollegen sind auch erst einmal nicht so begeistert, besonders Manfred legt ihm ordentlich Steine in den Weg.
Schon beim ersten Mordfall ist Tino entgegen der Ermittelnden, dass es sich nicht um ein Eigentumsdelikt handelt. Nachdem sich in Bayern die Morde mit Ansage: Ich bin Dein Tod häufen, stellt Tino eigene Ermittlungen an. Was er nach und nach zu Tage fördert ist unvorstellbar und grausam.Nachdem er das Puzzle fast gelöst hat, beginnt ein regelrechter Wettlauf gegen die Zeit, der Mörder hat die Kontrolle verloren. Kann Tino schlimmeres verhindern?
Auf einer zweiten Ebene erfahren wir von Lea, deren Videotagebuch den zweiten Strang der Geschichte bildet und deren erleben einfach nur erschüttert.

Auch der neunte Fall um Tino Dühnfort ist von einer spannenden Präzension begleitet, die ich von Inge Löhnig erwartet habe. Die neuen Kollegen Tinos werden hervoragend charakterisiert , sie haben ihre Macken. Der eine sympathisch, der andere eher unangenehm. Gerade diese aus dem Leben gegriffene Charaktere in den Büchern um Tino Dühnfort machen die Geschichten so lebendig.
Für mich war die Thematik und die Eindringlichkeit der Schilderungen sehr spannende und der Krimi bekommt eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von skiaddict7:

Ein gelungenes Debüt

flüchtig von Hubert Achleitner

„Alles ist flüchtig, aber nicht alles ist gleich flüchtig. Jedes Ereignis hat seine eigene Halbwertszeit. Ich will dir jetzt meine Geschichte erzählen, bevor sie sich zu sehr verflüchtigt. Denn ich schreibe nicht die Ereignisse fest, sondern nur meine Erinnerungen daran.“

Nach fast dreißig Jahren Ehe mit Herwig verschwindet Maria plötzlich.

Mit seinem Volvo, dem Großteil des Geldes und ohne einen Abschiedsbrief… Sie möchte Abstand zwischen sich und ihr Leben bringen. Zwischen ihre unerfüllte Ehe, ihren Beruf, ihre Heimat. Nach Jahren des Funktionierens und des Nebeneinanderher Lebens sucht sie ihr eigenes Glück. Sie begibt sich auf eine Reise durch Österreich, und von dort schließlich nach Griechenland, wo sie mehrere Monate hängen bleibt und das Leben neu entdeckt.

Hubert Achleitner, bekannt als „Hubert von Goisern“ ist in der österreichischen Volksmusikszene bekannt. Nun hat er seinen ersten Roman geschrieben. Ich war zuvor etwas skeptisch, muss aber nun sagen: Herr Achleitner, wieso haben Sie nicht schon früher mit dem Schreiben begonnen? Ich fand das Buch sehr interessant zu lesen. Diese sympathische österreichische Sprache, der poetische Schreibstil, die festgefahrenen Protagonisten, die zwar alles andere als modern denken, aber einfach das typisch Österreichische verkörpern. Dazu die griechischen Protagonisten, der heilige Berg, und dann das Klettern und Bergsteigen… Alles in allem eine sehr gelungene Kombination. Ich habe das Buch gerne und schnell gelesen, und kann es wirklich weiterempfehlen.

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Rezensionen von begine:

Kommissar Dühnfort

Ich bin dein Tod von Inge Löhnig


Die Schriftstellerin Inge Löhnig schreibt angenehme Krimis.

Ich bin dein Tod, ist der sechste Teil mit Kommissar Dühnfort. Er ist also schon ein alter Bekannter.
Es gibt einige Morde und die Opfer bekamen vor ihrem Tod, die Nachricht: Ich bin der Tod.

Dühnfort ist in einer neuen Abteilung versetzt worden.

Seine Kaffeemaschine hat er mitgenommen.
Seine Art zu ermitteln ist intensiv und genau.

Nebenbei lässt die Autorin die Lebensgeschichte einer jungen Frau erzählen.
Die weiß, das sie bald sterben muss.

Inge Löhnigs Schreibstil ist immer angenehm fesselnd, es gibt die Morde und einige Episoden, aus Dühnforts Privatleben.
Diese gut Mischung macht ihre Krimis zu einer guten Unterhaltung.

Der Krimi ist wieder ein Muss, für Dühnfort Fans.

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Rezensionen von *RC*:

Zu viel Gepäck ist nicht gut

Ich bin dein Tod von Inge Löhnig

Was sich auf den ersten Blick wie eine lustige, turbulente Verwechslungskomödie anhört, entwickelt sich aber rasch zu einer tiefgründigen und zum Nachdenken anregenden Parabel. Die drei Reisenden Gillian (Mutter von 3 Kindern), David (Workaholic) und Michael (sportlich und kunstbegabt) vertauschen in der Hektik der Kofferabholung am Flughafen ihre Koffer, in denen sie für den Aufenthalt wichtige Utensilien haben, die für ihre Zukunft teils von großer Bedeutung sind.

Um rechtzeitig wieder an ihre Sachen zu gelangen, müssen sie sich in einem Gepäckdepot einfinden. Soweit die Geschichte, die sich wie ein lustiger Roman anhört…
Kaum ist der Leser mit den Protagonisten im Gepäckdepot angekommen, findet er sich in einer wunderbaren Parabel wieder. Denn der junge Mann vom Gepäckdienst, der sich ihnen als „Gepäckträger“ vorstellt, ist weitaus mehr als nur jemand, der die richtigen Koffer zurückbringt.
Anliegen des Gepäckträgers ist es nämlich, dass die Reisenden nicht nur den Koffer wieder an sich nehmen, sie sollen sich auch ‚um ihr Gepäck kümmern‘ - ja, KÜMMERN!
Denn in DIESEN Koffern befinden sich nun nicht Klamotten und Utensilien im eigentlichen / engeren Sinne, in DIESEN Koffern befindet sich nun Gepäck im viel weiteren Sinne. Es ist symbolisches Gepäck. Es sind Dinge, die die Protagonisten belasten und ihr Leben erschweren, so dass sie nicht frei aus ihrem Willen heraus leben können.
Und da alle drei (durchs Leben) Reisenden eine individuelle Lebensbiographie haben, bekommt jeder von ihnen einen auf ihn abgestimmten Warteraum zugeteilt. In der Parabel erlebt man nun, wie der Gepäckträger von einem Raum zum anderen geht und abwechselnd mit den Protagonisten ihr Gepäck durchforstet und analysiert. Der Gepäckträger wird zum Seelendoktor und Lebensberater und zeigt jedem Einzelnen, was ihn belastet. Schnell dringt der Leser zu den Charakteren der unterschiedlichen Protagonisten mit ihren Problemen vor und kann sich unschwer in einen, zwei oder gar drei Personen wiedererkennen. Oder er stellt fest, dass es in seinem sozialen Umkreis Menschen gibt, die in einem nervenaufreibenden Hamsterrad laufen und nicht aus der eigenen Haut können, weil sie in einer Routine gefangen sind.
Der Gepäckträger hält ihnen in aller Härte den Spiegel vors Gesicht und wäscht ihnen regelrecht den Kopf; die Wahrheit ist hart für die Drei aber auch wichtig und reinigend, so dass sie am Ende (mehr oder weniger) erleichtert, klaren Blickes vom Gepäckträger Abschied nehmen können.
So lernt jeder seine eigene Lektion, sei es dass man beim Betrachten der Dinge immer eine ‚eingefärbte Brille‘ hat, so dass man nicht richtig ‚objektiv’ sehen kann, oder dass der Spagat zwischen beruflichem Erfolgs-Ehrgeiz und familiären Glück einem an die Nieren geht, oder dass man eher die Erwartungshaltung eines anderen lebt - aber nicht möchte.
Das Buch, die Parabel, ist einfach nur wunderbar. Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen, da sie flüssig geschrieben ist aber gleichzeitig eine unwahrscheinliche Tiefe besitzt. Viele Aus- und Sinnsprüche laden ein, innezuhalten und nachzudenken. Manchmal hatte ich das Gefühl, selbst im Depot dem Gepäckträger gegenüber zu sitzen. Und nach dem Lesen wird einem klar, dass man auch auf sich achten darf / muss.
Mir gefällt außerdem, dass der Leser mit der Parabel - dem Gepäckträger - nicht alleine gelassen wird, denn am Ende der kurzen, dichten Erzählung gibt es noch einen kapitelweisen zugeordneten Fragenkatalog, mit dem man das Gelesene vertiefen und für sich hinterfragen kann.
Absolut lesenswert!
★★★★★

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