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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Andrea Nicole Widmann:

Lesenswertes Buch mit einzigartigem Soundtrack

Das war die schönste Zeit Roman von Jane Sanderson Jörn Ingwersen

Jane Sanderson schafft es die Geschichte, die aus 2 Perspektiven und 1 Rückblick besteht, sehr gut zu verknüpfen. Abwechselnd widmet sich ein Kapitel dem Leben von Dan, dem Leben von Alison und ihrer Beziehung in den späten 70ern. Dabei ist jedes dieser Kapitel nicht nur für sich extrem spannend beschrieben, sondern so gut miteinander verknüpft, das man nie das Gefühl hat, dass die Wechsel störend sind.

Darüber hinaus würde ich auch Nicht-Musik-Fans dazu raten, sich den Soundtrack am Buchanfang anzuhören, da dieser die Geschichte textlich und emotional stützt.

Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, da es sowohl die Leichtigkeit eines Liebesromans besitzt als auch eine stilistische Tiefe, die weit über einen "normalen" Liebesroman reicht und durchaus mit einer Jojo Moyes mithalten kann.

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Rezensionen von S.:

Es war kein Unfall

Die verstummte Frau von Karin Slaughter

Eine unerfahrene Polizistin macht schreckliche Fehler. Es sah wie ein Unfall aus. Es war keiner.
Nach und nach kommen grausame Wahrheiten heraus. Ist ein Serientäter am Werk? Jeffrey Tolliver sammelt Spuren, verhaftet den Verdächtigen und bringt ihn hinter Gitter. Bis dieser bei einer Gefängnisrevolte Jahre später einen Deal aushandeln möchte.

Chief Jeffrey Tolliver, gleichzeitig Dr. Sara Lintons Ex-Mann, ist tot.
Er kann den Fall nicht neu aufrollen. Aber das Team um Will Trent geht Hinweisen nach, die weitere scheinbare Unfälle als bestialische Morde offenbaren.
Fieberhaft werden Zusammenhänge gesucht, Spuren verfolgt, Unterlagen neu bewertet, in der Vergangenheit gegraben.
Karen Slaughter wechselt geschickt zwischen den Kapiteln, um die damaligen Ergebnisse mit denen zu den aktuellen Ermittlungen auszuwerten.
Spannend, wie Details aufgedeckt werden. Unglaublich genau werden die brutalen Taten und ihre Auswirkungen auf die Frauen geschildert. Das lässt Niemanden unbeteiligt, man wünscht sich, dass der Täter schleunigst gefunden und hart bestraft wird. Hochachtung der Polizei, derart engagiert zu ermitteln. Trotz privater Probleme, denn eine Liebesgeschichte ist dieser Thriller auch. Der sympathische Will liebt die aus vorausgegangenen Fällen bekannte Dr. Sara Linton. Und sie ihn, aber die Präsenz von Tollivers Schatten macht es beiden schwer.
Sehr gern mochte ich Faith, offene, couragierte und emphatische Kollegin im Ermittlerteam.
Nach vielen akribisch zusammengetragenen Fakten verfestigt sich ein unwahrscheinlicher Verdacht....
Spannung und Unfassbares pur.
Packender Thriller von Harper Collins.

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Rezensionen von Miro:

Sie wissen, was du tust!

Paradise City von Zoë Beck

Deutschland in einer nicht allzu fernen Zukunft: Die meisten Menschen leben in wenigen Megacities, das Meer hat einiges an Land geraubt und die Kleinstädte werden nicht perfekt mit Wasser und Strom versorgt. In den Megacities ist das Leben angenehm, sofern man dem System entspricht. Fällt man auf, bekommt man Punktabzug bei der Wohnungsvergabe, bei der Schulwahl für die Kinder, oder was man sich eben so wünscht.

Der Gesundheitsdienst versorgt die Menschen über einen Chip und eine App. Stimmt etwas am Blutbild nicht, wird einem prompt das passende Medikament geliefert.

Liina arbeitet nicht wirklich für das System. Sie ist Rechercheuren für die einzige Zeitung, die immer wieder die staatlichen Meldungen anzweifelt. Ihre Tätigkeit ist verdeckt, nicht einmal ihre Eltern dürfen wissen, was sie wirklich arbeitet.

Als ihr Chef sie ins Hinterland schickt, um einen angeblichen Fall von Tierbissen aufzuklären, wird er zur selben Zeit vor einen Zug gestossen. Das kann kein Zufall sein. Mithilfe des restlichen Teams beginnt sie zu recherchieren und stösst auf ein schreckliches Geheimnis.

Zoe Beck hat hier eine Version von Deutschland entworfen, die eine mögliche Zukunft darstellen könnte. Der Klimawandel und die fortschreitende Techniknutzung zeigt jedenfalls einen Trend in diese Richtung an. Ob die Überwachung mittels Smartcases, wie es in diesem Buch heißt, wirklich so ein Ausmaß annehmen wird, möchte ich jetzt mal nicht hoffen, aber es liegt definitiv im Bereich des Möglichen.

Und wieder einmal wird gezeigt, wie wichtig investigativer Journalismus ist. Auch das ist ein Thema, das aktuell ist wie nie. In nicht wenigen Ländern versuchen die Politiker sich der Medien zu bedienen. Unabhängiger Journalismus ist ein Muss für eine freie Gesellschaft und soll es uns Wert sein, dafür zu bezahlen. Ansonsten wissen wir nicht, was über unsere Köpfe hinweg entschieden wird und es ergeht uns, wie den Menschen in dieser Zukunftsvision.

Ich habe "Paradise City" sehr gerne gelesen. Das Buch konnte mich fesseln und die aufgezeigt Welt fand ich sehr interessant. Manchmal dachte ich, zu ahnen, was dahinter stecken könnte, aber dann hat mich die Autorin doch wieder überrascht. Es liest sich locker und flüssig und fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.

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Rezensionen von Miro:

Würdiger Abschluss

Die Spiegelreisende 4 - Im Sturm der Echos von Christelle Dabos


Über den Inhalt muss hier nichts mehr verraten werden. Ophelia und Thorn kämpfen weiter gegen Gott und/oder den Anderen. Dabei erleben sie noch ganz einige Abenteuer und müssen Opfer bringen.

Ihre Liebe stärkt sie und zusammen können sie einiges erreichen. Doch die letzte Reise oder den letzten Kampf müssen beide allein austragen.

Beide Hauptfiguren haben sich weiterentwickelt. Ophelia findet ihre innere Stärke und Thorn beginnt sich selbst weniger zu verabscheuen.

Gut gefallen hat mir, wie Ophelia lernt ihre neue Familienkraft, die Krallen wirkungsvoll einzusetzen. Im Gegensatz zu Thorn hasst sie diese Kraft nicht.

Gut gefallen haben mir auch die Nebencharaktere - die lange bekannten: Reinecke, Gwenael und der Botschafter, aber auch die neuen Freundschaften aus Babel - Elisabeth und Oktavio.

Der krönende Abschluss ist etwas verwirrend, aber in wie weit eine Fantasiegeschichte der Logik folgen muss, möchte ich nicht beurteilen. Das Grande Finale lässt etwas zu lange auf sich warten. Immer wieder wendet sich die Story und der Endkampf rückt wieder in die Ferne. Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen und habe mit Ophelia mitgefiebert, ob alles zu einem guten Abschluss kommt.

Der Schluss ist härter als erwartet und völlig kitschfrei. Obwohl ich das bei dieser Geschichte auch vertragen hätte. Vielleicht bleibt aber diese kleine Detail offen, um doch noch einen fünften Band zu schreiben?

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Rezensionen von niknak:

Helena wird vom Mädchen zur Frau

Blutjung verführt | Erotischer Roman von Evi Engler

Inhalt: (Klappentext)
Helena ist sechzehn Jahre alt und noch Jungfrau. Neben der Schule hilft sie im Schuhladen ihres Onkels, bei dem sie seit dem Tod ihrer Eltern lebt, aus. Dort trifft sie die sehr herrische Kundin Frau von Barnfels-Schmelling. Diese bestellt sie kurz darauf zu einer privaten Anprobe nach Hause.

Dort wird das junge Mädchen in die Kunst der Verführung und Leidenschaft eingeführt und ist ihrer Herrin fortan untertan. Zusammen mit den Angestellten Randa, Igor und Dimitri steht sie auch Freunden der Herrin zur Verfügung. Ein berauschender, sinnlicher Lebensabschnitt beginnt.

Mein Kommentar:
Dieses Buch stammt von der Autorin Evi Engler, welche einen sehr schönen und leicht zu lesenden Schreibstil hat. Es war sehr leicht in die Geschichte hineinzufinden und da ich schon einige Büches des Verlages kannte, wusste ich ja bereits worauf ich mich einlasse. Dennoch war es für mich ein wenig befremdlich, dass Helena erst 16 Jahre alt ist und erst in diesem Buch ihre ersten Erfahrungen gesammelt hat.
Was mich leider gestört hat, war ihre Beziehung zu ihrem Onkel und wie sie sich entwickelt hat. Deshalb habe ich auch den Stern abgezogen, da das ein wenig zu viel für mich war. Und außerdem finde ich, dass es im Laufe des Buches nur mehr um Se* ging und die Geschichte in den Hintergrund gerückt ist. Das fand ich ein wenig schade, da ich es gerne mag, wenn es auch eine kleine Hintergrundhandlung in einem solchen Buch gibt. Und zu Beginn des Buches war dies meiner Meinung auch noch vorhanden.
Aber ansonsten hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Und sie regt das Kopfkino auf alle Fälle an. Auch wenn mir nicht alle Praktiken gefallen haben, welche im Buch praktiziert werden, so fand ich sie detailliert und anschaulich beschrieben. Für andere sind sie sicher passender als für mich.
Die Autorin wechselt immer wieder ihren Schreibstil und die Sprache, was ich sehr passend und schön fand. So beschreibt sie Helena immer ein wenig naiv und Kindlich und hat eine gehobenere Sprache, wenn es um die Kundin geht. Diese spricht Helena immer in der dritten Form an, was meiner Meinung nach gut zur Geschichte passt.

Mein Fazit:
Eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte über Helena und ihre ersten se*uellen Erfahrungen. Man kann als Leser ihre Entwicklung zur devoten Frau sehr gut miterleben und nachvollziehen.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Ältester Bailey findet die große Liebe in seiner Chefin

Lessons from a One-Night-Stand von Piper Rayne

Inhalt:
Damit du nicht wie ich in eine heikle Situation gerätst, weil du mit deiner heißen neuen Chefin geschlafen hast, der zukünftigen Schulleiterin, betrunken, auf der Rückbank deines Jeeps, habe ich ein paar Tipps für dich:

1.Lass dir immer ihren vollen Namen geben.
2.Frag sie, wo sie arbeitet.

3.Finde heraus, warum sie in deine Stadt gezogen ist. Details!
4.Benimm dich nicht wie ein Trottel.
5.Solltest du Lektion 4 ignoriert haben, entschuldige dich bei ihr, anstatt zu flirten, wenn sie dich in ihr Büro zitiert.
6.Schlaf nicht noch einmal mit ihr.

Und falls du all diese Lektionen ignoriert hast: Verliebe dich nicht in deinen One-Night-Stand!

Mein Kommentar:
Dies ist der erste Band einer Reihe um die Baileys - Geschwister. Man lernt alle von ihnen bereits in diesem Buch kennen. Dies finde ich sehr schön und ich freue mich darauf mehr von ihnen zu lesen.

Ich kenne das Autorenduo bereits von ihrer "Love and Order" Reihe. Ich liebe ihren Schreibstil. Er ist locker, humorvoll, emotional und voller Tiefe. Das Buch ist abwechselnd aus den Ich - Perspektiven von Holly und Austin geschrieben.

Ich weiß nicht wieso, aber ich liebe Bücher die in Alaska spielen. Trotz der kalten und kahlen Umgebung sind die Charaktere bunt, warm und einfach super erfrischend. Dieses Buch spielt in einer recht kleinen Stadt namens Lake Starlight. Ich hoffe, dass die weiteren Teile auch dort spielen werden und man mehr Personen aus dem hohen Norden kennen lernen kann.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und machen Lust auf mehr. Zwischenzeitlich war ich ein wenig verwirrt, weil viel zu viele Geschwister von Austin auf einmal aufgetaucht sind. Es brauchte ein wenig, bis ich mich zurechtgefunden habe.

Holly Radcliffe ist die Aushilfsdirektorin an der Lake Starlight Highschool. Sie ist eine sehr starke und ambitionierte Frau, die oft sarkastisch ist. Dadurch wurde sie mir gleich viel sympathischer. Es verschlägt sie aufgrund ihrer Vergangenheit nach Alaska und ihrer Suche nach Antworten. Durch ihr Geheimnis wurde das Buch gleich spannender und zum absoluten Page-turner.

Austin Bailey ist Baseballcouch und Lehrer. Er hat sein eigenes Leben hinten angestellt, als seine Eltern starben und er plötzlich Erziehungsberechtigter für seine sieben Geschwister war. Er übernahm die Rolle des Erziehenden, während seine jüngere Schwester den Familienbetrieb übernahm. Austin ist ein unheimlich gelungener Charakter, der loyal, einfühlsam und leidenschaftlich.

Die Beziehung zwischen den beiden prickelt und knistert sehr stark. Die Dialoge der beiden laden zum Verzweifeln, Lachen, Weinen und Mitfühlen ein. Es gab ein paar erotische Szenen, die sehr gut geschrieben sind und das Buch wunderbar abrunden.

Mein Fazit:
Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich darauf mehr von den Autorinnen zu lesen. Gut, dass der nächste Teil dieser Reihe nicht mehr lange auf sich warten lässt. ;)

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Ist die Pest wieder ausgebrochen?

Todgeweiht von Catherine Shepherd

Inhalt:

(Klappentext)

Er bringt dir eine letzte Mahlzeit. Deine Henkersmahlzeit.

Gegenwart: Zoe will nach einem anstrengenden Tag eine Runde joggen gehen. Doch bevor sie losläuft, klingelt es an der Tür. Ein Pizzabote übergibt ihr eine Bestellung, die sie überhaupt nicht aufgegeben hat. In der Lieferung findet sie einen merkwürdigen Zettel mit der Aufschrift: Henkersmahlzeit.

Nur wenige Kilometer von Zoes Wohnung entfernt ermittelt Kommissar Oliver Bergmann in einem neuen Fall. Am Ufer eines Sees wurde eine Frauenleiche angeschwemmt. Bei der Autopsie stellt sich heraus, dass die Frau vor ihrem Tod tagelang gehungert und gedurstet hat. Offenbar befand sie sich über einen längeren Zeitraum in der Gewalt ihres Mörders.

Kurz darauf ist Zoe verschwunden.

Zons 1501: In Zons breitet sich die Angst aus. Die Pest steht vor den Toren der Stadt und Bastian Mühlenberg trifft hastig Vorbereitungen, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Doch innerhalb der Stadtmauern geschehen zugleich weitere grausame Dinge.

Der Wirt Gottfried liegt tot vor seiner Schenke. An seinem Hals prangt eine Pestbeule. Merkwürdigerweise sind seine Gliedmaßen entsetzlich verrenkt. Bastian ist hin- und hergerissen. Wurde der Wirt Opfer der Pest oder steckt etwas anderes dahinter? Als ein weiterer Toter aufgefunden wird, greift Bastian zu einer List. Nicht ahnend, dass er gegen das Böse kämpft, das vor nichts zurückschreckt.


Mein Kommentar:

Ich kenne bisher schon die gesamte Zons Reihe und habe mich auch schon sehr auf den neuesten Band gefreut. Meine Erwartungen wurden komplett erfüllt, was ich aber auch nicht anders von der Autorin Catherine Sheperd erwartet habe.

Sie hat einen tollen und lebhaften Schreibstil. Man ist sofort mitten im Geschehen und bekommt einen guten Einblick in die Geschichte. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und man hat als Leser ein klares Bild von ihnen vor Augen. Ich kann mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen.

Mir gefällt besonders gut an dieser Reihe, dass zwei verschiedene Geschichten miteinander kombiniert werden. Eine spielt im Mittelalter und die andere in der Gegenwart. Bei beiden geht es um ähnliche Fälle und die Lösung beider hängt meist zusammen. Die Autorin schafft einen perfekten Spagat zwischen diesen beiden Welten und hält den Leser somit doppelt fest. Denn keine der Beiden Geschichten in weniger spannend als die andere. Auch gibt es immer wieder Verbindungspunkte zwischen beiden Welten. Der Wechsel erfolgt meist von Kapitel zu Kapitel und dabei schafft es die Autorin auf ganz besondere Art und Weise immer an einer spannenden Stelle, die Perspektive zu wechseln, sodass man das Buch fast nicht zur Seite legen kann.

Auch wird die Geschichte zum Teil von einem Erzähler erzählt, zum Teil aber auch aus der Sicht der Opfer oder des Täters. So lernt man auch diese Personen oder deren Beweggrunde kennen, was einen zusätzlichen Reiz dieser Bücher ausmacht.

Ich liebe diese Reihe einfach und habe sie auch schon komplett gelesen. Obwohl sie alle in sich abgeschlossen sind, und einzeln gelesen werden können, finde ich es für mich interessant die Entwicklung der Hauptprotagonisten mit zu verfolgen und zu sehen, was man so alles im Laufe der Geschichten von ihnen erfährt.


Mein Fazit:

Es ist wieder ein sehr gelungenes Werk der Autorin und lässt den Leser schon jetzt hart warten auf den nächsten Roman aus Zons. Ich liebe diese Reihe einfach.



Ganz liebe Grüße,

Niknak

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Rezensionen von niknak:

Cozy Cottage und seine Regeln

Ein Cottage für deinen Sommer von Viola Shipman

Inhalt:

(Klappentext)

Wer erinnert sich nicht gern an die unbeschwerten Sommer der Kindheit?

Ein wunderbar herzerwärmender Roman über einen neuen Anfang, zweite Chancen und über den Mut, den es braucht, das Leben zu leben, das man sich erträumt hat:
Adie Lou verbrachte die Sommerferien als Kind im Cottage ihrer Eltern am Michigansee.

Damals waren Schwimmreifen und Angeln genug für das Glück endlos scheinender Tage am Wasser.
Auf der Suche nach diesem Gefühl gibt sie nach ihrer Scheidung ihre Stelle in Chicago auf und zieht an den See. Wird es ihr gelingen, das Ferienhaus ihrer Familie in ein stylisches und gemütliches Inn umzubauen? Und wer wird ihr helfen, ihren Traum zu verwirklichen?



Mein Kommentar:

Dieser sommerliche Roman stammt von der Autorin Viola Shipman und hat einen einfachen aber mitreißenden Schreibstil. Die Protagonisten waren sehr schön und anschaulich beschrieben und man konnte sie sich gut vorstellen. Auch das Cottage war sehr schön und detailliert beschrieben. Beim Lesen hatte ich ein klares Bild vor Augen und würde am Liebesten selbst ein solches Cozy Cottage besitzen, bei dem man alle Sorgen draußen lassen kann und die Zeit einfach nur genießt.

Beim Cottage gibt es ganz spezielle Regeln, die auch die einzelnen Kapitel wiederspiegeln. Jedes Kapitel ist nach einer solchen Regel benannt und beschreibt auf seine Weise, wie schön das Leben sein kann.

Obwohl es sich nach einer leichten Sommerlektüre anhört, bei der man dem Alltag entfliehen und einfach in eine heile Welt abtauchen kann, täuscht dies auf den zweiten Blick. Es steckt sehr viel Tiefsinniges dahinter und als Leser wird man immer wieder darauf aufmerksam gemacht, was im Leben wichtig ist und dass man seinen Träumen folgen soll. Man soll sich selbst immer treu bleiben und nicht versuchen sich für jemand anderen zu verstellen. So kann man auf Dauer nicht glücklich werden.

Dies wird durch all die Cottage Regeln auch verdeutlicht, die immer einen anderen Aspekt besprechen und zeigen wie glücklich Adie Lou als Kind war. So langsam findet sie auch wieder dahin zurück, ob es ihr allerdings ganz gelingen wird, müsst ihr schon selbst herausfinden.

Die Autorin verdeutlicht dies außerdem indem sie ein paar Rückblicke in frühere Zeiten macht und zeigt, wie es Adie Lou damals erging und welche Werte wichtig waren und auch heute noch wichtig sind. Welche Werte wir unseren Kindern mitgeben sollen und worauf es im Leben ankommt.

Dennoch kommt der leichte Sommerroman nicht zu kurz. Man kann sich einfach im Liegestuhl zurücklegen und die Auszeit im Cottage genießen und mit Adie Lou träumen.



Mein Fazit:

Ein toller und leichter Sommerroman, der aber auch zum Nachdenken anregt, ohne störend zu wirken. Mit sympathischen und authentischen Charakteren, die dem Leser sofort ans Herz wachsen.



Ganz liebe Grüße,

Niknak

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Erfrischend andere Grundidee, leider schwach in der Umsetzung

Ein Cottage für deinen Sommer von Viola Shipman

Griechische Mythologie vor dem Hintergrund einer amerikanischen Uni – was für eine grandiose Idee von Autorin Alana Falk! Dementsprechend gespannt war ich auf Erins Geschichte, da ich ohnehin ein Faible für College Love Stories habe und erst kürzlich ein Seminar über griechische Göttinnen in der Literatur besucht hatte.

Aufgrund des vorherrschenden Hypes um das Werk waren meine Erwartungen relativ hoch und wurden nur bedingt erfüllt; wirklich vom Hocker gerissen hat mich die Lektüre leider nicht.

Hades, Herrscher über die Unterwelt nutzte einst einen schwachen Moment von Erin aus, als sie erfüllt war von Wut und Verzweiflung. Sie ließ sich auf einen fatalen Deal mit ihm ein und muss ihm seitdem wöchentlich ein neues Opfer, eine neue Seele bringen, denn sie ist als unsterbliche Rachegöttin für ihn im Einsatz. Erin wählt dabei gezielt nur jene Männer aus, die es in ihren Augen auch 'verdient' haben – z.B. brutale Schlägertypen. Nichtsdestotrotz leidet sie unter diesem grausamen Pakt - auch wenn Hades sie im Gegenzug ihre verstorbene Schwester sehen lässt, hat das Ganze schlichtweg einen schalen Beigeschmack. Erin weiß nämlich, dass sie ihre Opfer durch einen Kuss zu einem seelenlosen Leben verdammt. Plötzlich taucht der charismatische Arden auf und zum ersten Mal gerät Erin in Versuchung, einen Jungen rein aus Eigeninteresse küssen zu wollen. Zeitgleich weiß sie, dass sie dies niemals zulassen darf, denn es wäre Ardens Untergang. Dumm nur, dass ihre Gefühle für ihn immer stärker werden…

Den Einstieg in die Story habe ich als sehr vielversprechend und fesselnd empfunden, schon allein aufgrund des Mythologie-Backgrounds flog ich begierig durch die Seiten, um mehr über Erin, ihre Freunde und ihre außergewöhnliche Situation zu erfahren. Nach und nach tauchten allerdings immer mehr Längen auf, die wortreich umschrieben wurden, ohne dass es mit der Story voranging. Ich war des Öfteren versucht, einige irrelevante Abschnitte zu überfliegen, habe mich aber durchgebissen und auf eine Überraschung gehofft. Diese gab es durchaus ab und zu, doch der Mega-Twist, bei dem dann endlich etwas mehr Spannung aufkam, konnte das Ruder nicht mehr herumreißen und den eher mäßigen Gesamteindruck positiv abmildern. Der Schreibstil war leicht verständlich, schön gespickt mit bildreichen Beschreibungen, leider auch ein wenig ausschweifend und mit einigen Wiederholungen.

Erin, die weibliche Hauptfigur, war mir nicht zwingend unsympathisch, aber es fiel mir schwer, mich in sie hineinzuversetzen und mich mit ihr zu identifizieren – irgendwie blieb sie mir durchgehend fremd und ihr Verhalten schwankte permanent zwischen waghalsig und naiv. Arden, der männliche Counterpart, war mir natürlich aufgrund des Plots generell suspekt, da ich dazu tendiere, in allem Unerwarteten zunächst einmal Gefahr zu wittern. Im Hinblick auf die Ausarbeitung seiner Figur fehlte mir hier zwar auch etwas Tiefe, was ich jedoch nicht als sonderlich schlimm empfunden habe, da mein Hauptfokus ohnehin auf Erin lag und mich an Arden eher seine Rolle in der Handlung interessierte. Das Flirt-Geplänkel zwischen den beiden Protagonisten, aus deren Perspektive abwechselnd in Ich-Form erzählt wird, hat mich emotional nicht packen können; anfangs war es noch ganz witzig, bevor es zum langatmigen Hin und Her ausartete. Schon klar: sie wollen sie küssen und dürfen es nicht…big deal! Tatsächlich hätte ich gerne mehr über die Nebencharaktere erfahren, da diese trotz erheblich geringerer Szenenanzahl weniger blass als die Hauptfiguren wirkten; vor allem zusätzliche Details zu Mayas Hintergrundgeschichte hätten mich interessiert.

Das wunderschöne, geschmackvolle Cover in ansprechenden Grüntönen und mit goldfarbenen Elementen durchsetzt ist ein absoluter Eyecatcher und macht sich vortrefflich im Bücherregal! – Hier wurde bei der Covergestaltung ganze Arbeit geleistet.

Fazit: Trotz einiger überraschender Wendungen recht zäh – ein paar Kapitel weniger hätten völlig ausgereicht. Vor allem der Mittelteil war enttäuschend, Anfang und Ende (samt Cliffhanger) hatten dagegen Pfeffer. Schade um die kreative Grundidee – da hätte man meines Erachtens viel mehr draus machen können! Fans von Jugendliteratur mit Interesse an griechischer Mythologie könnten dennoch Gefallen daran finden. Für mich stellt das Buch kein Must-Read dar, sondern fällt in die Kategorie 'kann man mal gelesen haben'.

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Rezensionen von Schmiesen:

Die Auslöschung der Heimat

Ich bleibe hier von Marco Balzano

"Niemand kann verstehen, was sich unter den Dingen verbirgt. Niemand hat Zeit, stehen zu bleiben und um das zu trauern, was gewesen ist, als wir nicht da waren. Vorwärts gehen, wie Mutter zu sagen pflegte, das ist die einzige Richtung, die erlaubt ist."

Trina wächst in einem idyllischen Bergdorf in Südtirol auf, nahe der Grenze zu Österreich und der Schweiz.

Doch die Zeiten sind hart und werden noch härter, als die Faschisten in Italien die Macht ergreifen und die deutschsprachige Minderheit in Südtirol vor die Wahl gestellt wird: Entweder nach Nazideutschland auswandern, oder als Bürger zweiter Klasse in Italien bleiben. Trina entscheidet sich zu bleiben. Und auch Jahre später, als ein Energiekonzern entscheidet, für einen Stausee Dörfer und Felder zu überfluten, bleibt sie - und kämpft für den Erhalt ihrer Heimat.

Balzano hat sich mit Südtirol an eine Problemregion im Herzen Europas herangewagt. Grenzgebiete liefern immer viel Stoff für Geschichte(n), denn die Bevölkerung ist meistens durchmischt oder entspricht nicht der "Standardethnie" der Nation, zu der das Gebiet gehört. Im Falle Südtirols kommt erschwerend hinzu, dass es eigentlich zu Österreich gehörte und zum Zeitpunkt der Geschichte erst seit Kurzem an Italien angegliedert ist, Die Südtiroler sprechen kein Italienisch, die Italiener und v.a. die Faschisten betrachten sie als Bürger zweiter Klasse. Der Konflikt ist vorprogrammiert. Aber wie hart die Faschisten vorgingen, das war mir nicht bekannt. Deutsch sprechen und unterrichten wurde verboten, von heute auf morgen. Deutschsprachige Lehrerinnen fanden keine Anstellung, deutschsprachige Angestellte und Beamte wurden gefeuert. Es fand eine regelrechte Italianisierung statt. Die Dynamiken und Strömungen in der Bevölkerung schildert Balzano mit viel Einfühlungsvermögen, und er erklärt sehr anschaulich, wie es zu den vielen unterschiedlichen Meinungen und den scheinbar widersprüchlichen Haltungen und Anfeindungen kommen konnte. Er macht klar: Der Faschismus ist ein Krebsgeschwür, das jede intakte Gesellschaft zu zerstören vermag.

Das Leben unter solchen Bedingungen, in einer eh schon abgeschiedenen Bergregion, ist natürlich besonders hart. Doch Trina ist eine wahrhaft starke Heldin. Durch all die schweren Zeiten bewegt sie sich mit erstaunlicher Gelassenheit, und das Einzige, das ihr wirklich etwas anhaben kann, ist das urplötzliche Verschwinden ihrer Tochter. Dieses bedingt auch die ungewöhnliche Erzählform des Romans: Trina schreibt eine Art langen Brief an ihre Tochter Marica, die sie immer wieder mit "Du" anspricht. Das verleiht der Geschichte eine tiefere Ebene, die man schnell übersehen kann.

Gleichzeitig ermöglicht diese Art des Erzählens Trina eine relativ starke Distanzierung von den Geschehnissen. Zwar ist der Roman durchaus berührend, aber nie herzduselig oder -schmerzig. Obwohl so viel Tragisches passiert, lässt Trina die Leserin nie allein mit der Verwirrung und den Schmerzen, sondern nimmt sie behutsam an die Hand und führt sie durch diese harten Lebensabschnitte.

Am Ende steht dann natürlich noch der Bau des Staudamms, der das Dorf schon seit Erzählbeginn bedroht wie ein Damoklesschwert. Hier gelingt es dem Autor sehr gut, die Ignoranz und blinde Gottesfürchtigkeit (und die damit verknüpfte Handlungsunfähigkeit) darzustellen, mit der die Bewohner dem Bauunternehmen begegnen (verkörpert durch den Mann mit Hut). Der Schmerz von Trinas Ehemann Erich wird erlebbar, und nach und nach bekommt man ein Gefühl dafür, was es bedeutet, wenn die eigene Heimat überflutet wird - es ist nicht einfach nur ein Abriss, nicht einfach nur ein Wegzug, es ist die endgültige materielle Auslöschung der eigenen Vergangenheit. Dennoch gelingt es Bolzano im letzten Abschnitt des Buches nicht vollständig, mich abzuholen, da die Geschehnisse fast wie im Zeitraffer erzählt werden, während z.B. die Flucht vor den Deutschen äußerst ausführlich geschildert wird. Aber vielleicht kennzeichnet ja gerade das den furchtbaren Verlust, den Trina und Erich erleiden: Dass Trina kaum darüber schreiben kann, dass sie es schnell hinter sich bringen will.

Balzano gelingt es in seinem neuesten Buch, auf großartige Weise historische Fakten mit einer fiktiven, aber dennoch authentischen Individualgeschichte zu verknüpfen. Genauso könnte es gewesen sein in Graun, dessen Name schon für sich spricht, egal wie idyllisch die Landschaft auch sein mag.

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