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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Miro:

Brücken bauen

Ein Sonntag mit Elena von Fabio Geda

Der Vater war Zeit seines Arbeitslebens viel unterwegs. Auf der ganzen Welt baute er Brücken und nur zwischendurch war er Familienvater in Turin. Jetzt verbringt er seine Pension in der Turiner Wohnung, die leer und still geworden ist.

Sein Frau wurde bei einem Autounfall getötet und seine Kinder sieht er kaum.

Sein jüngster Sohn lebt in Finnland, seine älteste Tochter ist aufs Land gezogen und mit der mittleren Tochter telefoniert er nicht mal. Da herrscht Funkstille, obwohl es nicht mal einen Streit gegeben hatte.

Endlich soll wieder einmal Leben in die Wohnung einkehren. Seine Tochter mit Familie kommt ihn besuchen und er wagt sich an alle ihre Lieblingsgerichte. Endlicht fasst er den Mut, dass Kochbuch seiner verstorbenen Frau zu öffnen, das alle ihre kulinarischen Geheimnisse enthält.

Doch kurz vor Mittag sagt seine Tochter ab. In der leeren Wohnung will er nicht bleiben. Sie wirkt jetzt noch anklagender.

So macht er sich auf in den Park und lernt dort Elena und ihren Sohn Gaston kennen. Zögerlich lädt er die beiden zum Essen ein und es entspinnt sich eine Begegnung, die für alle Seiten bereichernd ist.

Die Erzählstimme ist die mittlere Tochter. Das fand ich lange sehr befremdlich, weil sie ja keinen Kontakt zum Vater hat. Doch ab der Mitte, wird klar, dass nur die Bühnenschreiberin die Erzählerin sein kann. Sie liebt es, aus alten Bildern Geschichten zu entspinnen und durch die Distanz wird die Geschichte ihrer Familie keine Nabelschau, sondern eine ruhige, einfühlsame Geschichte über den Zusammenhalt unter Geschwistern, die Suche nach Liebe und Anerkennung und den Halt, den die familiären Wurzeln geben können.

Im Zentrum des Romans steht nicht die Begegnung mit Elena. Der Titel verwirrt hier etwas. Im Zentrum stehen die Geschwister, die immer unter dem abwesenden Vater gelitten haben und später seine Anhänglichkeit nicht brauchen können. Schließlich hat immer die Mutter alles zusammen gehalten.

Sie alle müssten ihre Plätze im Gefüge neu finden.

Stilistisch ist das Buch recht einfach gehalten. In leisen Tönen wird erzählt. Nicht immer chronologisch, eher themenbezogen. Wie bei einem langen Gespräch im Familienkreise. Besprochen wird, was grad auf den Tisch kommt, manches kann aufgearbeitet werden, manches muss noch ein bisschen im Raum stehen blieben. Vorwürfe findet man kaum in diesem Buch.

Es ist eine wirklich feine Geschichte über eine Familienstruktur, die wohl gar nicht so selten anzutreffen ist. Mir hat die Lektüre gut gefallen, aber für den fünften Stern hätte sie vielleicht etwas packender oder einzigartiger sein müssen.

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Rezensionen von C. P.:

Wohlfühl-Romantik auf dem College

Love Crash - Der Traum vom Neubeginn von Andreas Suchanek

Nach Spannung, Urban Fantasy und Science Fiction wagt sich Andreas Suchanek in ein Genre, bei der Magie und Sterne diesmal im romantischen Sinne eine Rolle spielen.
Julie hat fleißig für ihr Studium in New York gespart und hofft, dass sie für die Zukunft ein Stipendium erhält, um sich das Studium weiterhin finanziell leisten zu können.

Allerdings gerät ihr geplantes Leben komplett durcheinander, als sie den neuen Studenten Luca sieht und dadurch einen ziemlichen Verkehrsunfall verursacht. Als sie sich anschließend bei ihrem Retter bedanken möchte, stößt sie erstaunlicherweise nur auf Ablehnung von Luca. Doch ihre WG-Mitbewohnerin lässt nicht locker, mehr über diesen geheimnisvollen Neuen herauszufinden, der scheinbar niemanden an sich heranlassen will. Was verheimlicht er?

„Die Fliege war schuld.“ (Zitat 1. Satz)

Das Buch liest sich wirklich wunderbar, ich konnte beim Lesen regelrecht in die Szenen eintauchen. Julie lebt in einer 3er-WG mit ihren besten Freunden Melissa und Cullen, welche mir auf ihre Art ebenso sympathisch waren wie Julie. Dabei sind die drei ziemlich verschieden, halten aber stets zusammen. Das große Fragezeichen war da vielmehr Luca, dessen ablehnende Haltung förmlich danach schrie, sein Geheimnis zu lüften. Bei ihm habe ich etwas länger gebraucht, um ihn einschätzen zu können, weil er mich als Leser zunächst ebenso auf Abstand hielt wie seine Mitstudenten. Neben Geheimnissen, Gefühlschaos und ein paar gemachten Fehlern im Leben gibt es zudem ein paar intrigante Personen, welche anderen unnötig das Leben schwer machen. Und natürlich die ein oder andere überraschende Wendung.
Ich würde das Buch als unterhaltsamen Wohlfühl-Liebesroman bezeichnen, bei dem es ein emotionales auf und ab gibt, der Autor seine Protagonisten aber vor allzu grausamem Gefühlschaos verschont.

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Rezensionen von nuean:

Richtig gut! Spannend, überraschend ich kann den nächsten Teil kaum erwarten!

Elbendunkel 1: Kein Weg zurück von Fischer Rena

Das Cover hat mich sofort angezogen und auch den Klappentext fand ich sehr spannend und interessant. Die Autorin kenne ich bereits und mag ihren Schreibstil sehr gern. Die Chosen-Reihe hat mir auch sehr gut gefallen.
Deshalb bedanke ich mich ganz herzlich bei netgalley und Planet! , dass ich das Buch schon lesen durfte.

Es geht im Luz, die im Jahr 2044 in San Francisco lebt. Es herrschen Unruhen zwischen Elben und den Menschen und Luz ist die Tochter des Chefs der Elbensicherheitsbehörde wächst wohlbehütet und wohlhabend auf. Als sie sich heimlich mit dem Halbelben Niall verabredet gerät ihr Leben aus den Fugen. Plötzlich ist nichts mehr so wie es war und sie stellt alles in Frage und weiß nicht wem sie trauen kann.
Der Einstieg ins Buch war für mich etwas schwierig. Die Welt wurde erstmal erklärt, die verschiedenen Elbenarten und was alles passiert ist, damit die Welt so ist wie sie eben ist. Es war auch viel technisches „Geschwafel“ dabei und man wurde mit so vielen Fakten beschossen, dass es mir persönlich etwas zu viel war. Ich mag es lieber wenn diese Dinge während der Handlung erklärt und verteilt gestreut werden. Der Spannung hat es aber keinen Abbruch getan. Richtig gut wurde es, als die Handlung richtig begann und ab da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Luz war mir sofort sympathisch. Obwohl sie behütet, abgeschottet und reich aufwächst ist sie ganz anders. Ihr sind die Unterschiede zwischen Elben und Menschen egal, sie hat keine Vorurteile, ist mutig und hat ihre eigene Meinung. Bei den anderen Charakteren bin ich mir bis jetzt nicht sicher auf welcher Seite sie stehen und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil.
Die Handlung ist überraschend, spannend und mitreißend. Ebenso der Schreibstil, der flüssig und so bildhaft ist, dass ich in diese Welt eintauchen und mir alles sehr gut vorstellen konnte.
Fazit: Ein spannender erster Teil dessen Fortsetzung ich kaum erwarten kann.

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Rezensionen von Gudrun7:

enormer Tiefsinn, der mit charmantem Humor gekonnt in Szene gesetzt ist

Pauls Göttliche Komödie von Victoria Suffrage

Bereits das Cover hat hohe Aussagekraft. Wenn man die Details, die vielleicht beim ersten Anschauen noch nichtssagend erscheinen mögen, nach und nach beim Lesen des Buches begreift, könnte es passender nicht gewählt werden.
Der Schreibstil hat mich gleich von der ersten Seite an gepackt. Ich dachte mir dann noch, dass dies wirklich super gelungen ist und das Steigerung kaum mehr möglich wäre.

Da habe ich mich jedoch geirrt, denn der tiefe Sinn, der vielfältige Emotionen einschließt, wird durch charmanten Humor, der sich durchs komplette Buch zieht, gekonnt in Szene gesetzt. So kann man als Leser die Vorgehensweisen und Gedankengänge der Mitwirkenden und gerade des Protagonisten wundervoll nachvollziehen und erkennt die Authentizität, die sich dahinter verbirgt.
Ich konnte da Buch kaum mehr aus der Hand legen, weil mich die Tiefgründigkeit zusehens gefesselt hat.
Die Charaktere sind, genau wie der Schreibstil, wunderbar eingängig und authentisch dargestellt und ich war auf Du-und-Du mit den Beteiligten.

Mein Fazit: enormer Tiefsinn, der mit charmantem Humor gekonnt in Szene gesetzt ist

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Rezensionen von ClaudiaWirth@t-online.de:

Wem kannst du noch vertrauen?

Ich beobachte dich von Chevy Stevens

Chevy Stevens war die erste Autorin, bei der ich auf einer Lesung war, deshalb ist diese Autorin für mich etwas Besonderes. Dies ist aber natürlich nicht der einzige Grund, warum ich Fan von Chevy Stevens bin. Ihre bisher verfassten Werke sind einfach fesselnd ohne Ende. Dabei handelt es sich hier um keine blutrünstigen Thriller.

Nein, Chevy Stevens erschafft spannende Bücher ohne viel Blut. Dennoch zieht sie den Leser so in den Bann, dass man die Bücher kaum noch aus der Hand legen kann. Man MUSS einfach wissen, was weiter passiert. Aber um was geht es eigentlich in Stevens‘ Buch „Ich beobachte dich“? Der Leser lernt Lindsey kennen, die mit ihrer 17-jährigen Tochter Sophie an der kanadischen Westküste lebt. Sie hat sich ein neues Leben aufgebaut, nachdem sie elf Jahre zuvor vor ihrem gewalttätigen Mann Andrew geflohen ist. Sie hat so sehr gehofft, sich nie wieder vor ihm verstecken zu müssen, doch dann kommt Andrew frei – und die Angst vor ihm nimmt neue Dimensionen an…

Mein Eindruck vom Buch:
Schon die erste Seite hatte mich! Das Buch ist in der Ich-Version von Lindsey und ihrer Tochter Sophie geschrieben und deshalb fiel es unheimlich leicht, sofort eine Verbindung zu den beiden herzustellen. Beide Charaktere sind authentisch gezeichnet, man kann richtig nachvollziehen, wie belastend es für Lindsey sein muss, ihren Ex wieder in Freiheit zu wissen. Aber auch die Gefühle von Sophie wurden genial auf Papier gebracht. Ihre Zerrissenheit war deutlich zu spüren und ich habe richtig mit ihr mitgefühlt. In der Geschichte befinden sich einige Zeitsprünge, so dass der Leser auch die Anfangszeit zwischen Lindsey und Andrew miterlebt. Diese Zeitenwechsel sorgen für mega Spannung, denn wenn ein Kapitel mit einem Cliffhanger endet, wird man aber vorerst wieder in die Vergangenheit oder eben in die Gegenwart katapultiert. Raffinierter Aufbau der Story! Was mir persönlich auch ein breites Grinsen entlockte, waren die Lieblingsserien von Lindsey. Da habe ich mit ihr nämlich eine ganz große Ähnlichkeit und es fiel mir nochmal leichter, mich mit Lindsey zu identifizieren. Ich hatte anfangs und auch in der Mitte des Buches eine kleine Ahnung, wie diese Geschichte ausgeht. Doch weit gefehlt, Chevy Stevens hat mich mit dem Ende komplett überrascht!

Fazit:
Wer gerne spannende Bücher ohne Gemetzel liest, ist mit den Werken von Chevy Stevens bestens bedient. „Ich beobachte dich“ ist wieder ein packende Story der kanadischen Autorin und wird mit Sicherheit nicht meine letzte von ihr gewesen sein.

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Rezensionen von ClaudiaWirth@t-online.de:

Wem kannst du noch vertrauen?

Ich beobachte dich von Chevy Stevens

Chevy Stevens war die erste Autorin, bei der ich auf einer Lesung war, deshalb ist diese Autorin für mich etwas Besonderes. Dies ist aber natürlich nicht der einzige Grund, warum ich Fan von Chevy Stevens bin. Ihre bisher verfassten Werke sind einfach fesselnd ohne Ende. Dabei handelt es sich hier um keine blutrünstigen Thriller.

Nein, Chevy Stevens erschafft spannende Bücher ohne viel Blut. Dennoch zieht sie den Leser so in den Bann, dass man die Bücher kaum noch aus der Hand legen kann. Man MUSS einfach wissen, was weiter passiert. Aber um was geht es eigentlich in Stevens‘ Buch „Ich beobachte dich“? Der Leser lernt Lindsey kennen, die mit ihrer 17-jährigen Tochter Sophie an der kanadischen Westküste lebt. Sie hat sich ein neues Leben aufgebaut, nachdem sie elf Jahre zuvor vor ihrem gewalttätigen Mann Andrew geflohen ist. Sie hat so sehr gehofft, sich nie wieder vor ihm verstecken zu müssen, doch dann kommt Andrew frei – und die Angst vor ihm nimmt neue Dimensionen an…

Mein Eindruck vom Buch:
Schon die erste Seite hatte mich! Das Buch ist in der Ich-Version von Lindsey und ihrer Tochter Sophie geschrieben und deshalb fiel es unheimlich leicht, sofort eine Verbindung zu den beiden herzustellen. Beide Charaktere sind authentisch gezeichnet, man kann richtig nachvollziehen, wie belastend es für Lindsey sein muss, ihren Ex wieder in Freiheit zu wissen. Aber auch die Gefühle von Sophie wurden genial auf Papier gebracht. Ihre Zerrissenheit war deutlich zu spüren und ich habe richtig mit ihr mitgefühlt. In der Geschichte befinden sich einige Zeitsprünge, so dass der Leser auch die Anfangszeit zwischen Lindsey und Andrew miterlebt. Diese Zeitenwechsel sorgen für mega Spannung, denn wenn ein Kapitel mit einem Cliffhanger endet, wird man aber vorerst wieder in die Vergangenheit oder eben in die Gegenwart katapultiert. Raffinierter Aufbau der Story! Was mir persönlich auch ein breites Grinsen entlockte, waren die Lieblingsserien von Lindsey. Da habe ich mit ihr nämlich eine ganz große Ähnlichkeit und es fiel mir nochmal leichter, mich mit Lindsey zu identifizieren. Ich hatte anfangs und auch in der Mitte des Buches eine kleine Ahnung, wie diese Geschichte ausgeht. Doch weit gefehlt, Chevy Stevens hat mich mit dem Ende komplett überrascht!

Fazit:
Wer gerne spannende Bücher ohne Gemetzel liest, ist mit den Werken von Chevy Stevens bestens bedient. „Ich beobachte dich“ ist wieder ein packende Story der kanadischen Autorin und wird mit Sicherheit nicht meine letzte von ihr gewesen sein.

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Rezensionen von Vicky:

Auf nach Parrish Falls

Hunter Legacy - Verlangen der Dunkelheit von Lara Adrian

'Verlangen der Dunkelheit' ist der dritte Teil der 'Hunter Legacy' Reihe der Autorin Lara Adrian. Diese Reihe ist ein Spin-Off der 'Midnight Breed'-Reihe.
Das Cover ist ansprechend gestaltet und der Wiedererkennungswert der Reihe ist auf jeden Fall gegeben. Nach einem kurzen Blick auf das Buch weiß man es immer sofort der Reihe zuzuordnen.

Der Roman umfasst dreißig Kapitel sowie einen Epilog. Unter 'Zu diesem Buch' kann man sich bereits einen kurzen aber recht guten Vorgeschmack auf die Geschichte rund um Lenora Calhoun, deren Ziehsohn, der mächtigen Familie Parrish und dem Hunter Knox holen. Es verspricht nicht nur leidenschaftlich sondern auch sehr spannend zu werden in Parrish Falls!
Fazit: Ich bin ein absoluter Lara Adrian Fan und verschlinge jedes Buch sofort nach erscheinen. So auch dieses hier und es hat mich nicht enttäuscht. Die Autorin hält das Niveau und durch den angenehmen Schreibstil kommt man gut und schnell voran. ich bin jedes Mal überrascht wie schnell ich das Ende ihrer Bücher erreiche.
Anmerkung: Es ist nicht zwingend notwendig die anderen Bände dieser oder der 'Midnight Breed'-Reihe zu kennen aber ich würde es dennoch empfehlen, zumindest die ersten zwei Bände dieser Reihe sollte man lesen, gut wäre aber auch die andere Reihe denn dann tut man sich mit dem Verständnis einiger Dinge bestimmt einfacher. Andererseits wird hier aber auch für vieles eine kurze Erklärung geliefert also könnte es vielleicht auch ohne Vorkenntnisse klappen.

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Rezensionen von heinoko:

700 Seiten Lesegenuss pur

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest von Oliver Pötzsch


Da ich die ersten Bände rund um die Henkerstochter nicht kenne und historische Romane nicht mein bevorzugtes Genre sind, fürchtete ich mich etwas vor dem schwergewichtigen Werk. Andererseits war ich auch neugierig darauf, denn in „Der Lehrmeister“ hatte mich der Autor bereits mit seiner plastisch-lebendigen Erzählfreude überzeugt.

Den Inhalt gibt der Verlag sehr prägnant an: „Sommer 1679. Die Pest, die bereits in Wien wütet, breitet sich in Bayern aus. Der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl wird von einem Pestkranken aufgesucht, der kurz darauf zusammenbricht. Bevor er stirbt, flüstert er Jakob Kuisl noch ein paar rätselhafte Worte ins Ohr: Kuisl muss Kaufbeuren retten, ein schwarzer Reiter spielt dort mit seiner Pfeife zum Tanz auf, der Mörder hat zwei Gesichter. Gemeinsam mit seiner Tochter Magdalena geht Jakob Kuisl den geheimnisvollen Andeutungen nach. Ein gefährliches Unterfangen, denn inzwischen gibt es immer mehr Tote in Kaufbeuren. Doch was steckt dahinter – die Seuche oder ein raffinierter Mörder?
In Zeiten von Corona über die Pest zu lesen, erfasst den Leser ganz, ganz hautnah. Schrecken und Schauder einer Seuche in ihrem ganzen Ausmaß geschildert zu bekommen, bedeutet plötzlich nicht mehr nur, durch eine Geschichte aus weit, weit ferner Zeit unterhalten zu werden. Man zieht beim Lesen immer wieder Parallelen zur Gegenwart, und genau das machte mir die Lektüre, was die Grundthematik betrifft, besonders intensiv. Wiederum besticht der lebendige und fesselnde Schreibstil von Oliver Pötzsch. Über das gesamte Buch hinweg bleibt es durchweg spannend. Immerzu hatte ich farbig-lebendige Bilder im Kopf und empfand das Buch als ein Füllhorn rasant erzählter Historie und damit als Lesegenuss pur!

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Spannungsgeladene Love Story inmitten atemberaubender Natur

Dangerous Hearts – Mit dir gegen jede Gefahr von Romina Gold

Bei “Dangerous Hearts – Mit dir gegen jede Gefahr“ handelt es sich um den zweiten Band der Romantic-Suspense-Reihe von Romina Gold (erschienen im Juli 2020 bei beHEARTBEAT). Für mich war es das erste Werk der Autorin und hat mir so gut gefallen, dass ich mir nicht nur den Vorgängerband, sondern gewiss auch die Folgewerke zu Gemüte führen werde.

Romantik und Action – passt das überhaupt zusammen? Nach dieser Lektüre kann ich sagen: ja, definitiv! Tatsächlich bietet die Geschichte um Nikki und Jared sowohl prickelnde Herzklopf-Momente als auch nervenaufreibende Spannung.

Erzählt wird in der dritten Person, abwechselnd aus Sicht der beiden Hauptfiguren. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ein wichtiges Kriterium für mich ist stets, dass mir die Charaktere sympathisch sind, dass ich mich mit ihnen identifizieren und ihre Gedanken nachvollziehen kann. – Bereits nach wenigen Seiten war klar, dass die von der Autorin geschaffenen Figuren diese Anforderung ganz klar erfüllen! Sowohl Nikki als auch Jared wollen die Vergangenheit hinter sich lassen und haben sich in die Abgeschiedenheit Montanas geflüchtet. Beide haben noch am enttäuschenden Ende ihrer letzten Beziehung zu knabbern, folglich steht ihnen der Sinn nicht nach etwas Neuem. Doch schon bei ihrer ersten Begegnung funkt es gewaltig zwischen ihnen…

Nikki ist schlagfertig, aufrichtig und voller Lebensfreude; sie liebt die Natur und sprudelt förmlich vor positiver Energie. Von ganzem Herzen wünscht sie sich eine eigene Familie oder zumindest einen Mann, auf den sie sich verlassen kann. Bisher haben sich nämlich alle Prinzen als Frösche entpuppt und Nikki musste auf die harte Tour lernen, dass Sex nicht automatisch zu Liebe führt. Von ihrem Ex in Judson Creek war sie eiskalt ausgenutzt und hintergangen worden; sie ist es leid, von allen Menschen nur als hübsches, naives Püppchen wahrgenommen zu werden. Damit soll nun Schluss sein!
Jared ist ein absoluter Hottie mit einem Herzen aus Gold – charismatisch, tiefgründig und überhaupt beinahe zu gut, um wahr zu sein. Vergeblich hatte er gegen die Drogensucht seines Bruders Sam angekämpft und gibt sich die Schuld daran, dass er dessen Suizid nicht verhindern konnte. Auch seine Partnerin Luanne hat er verloren – an einen anderen Mann. Nie hätte Jared es für möglich gehalten, dass ihm ausgerechnet in den dichten Wäldern des Nordens die Frau seiner Träume begegnen könnte. Ebenso wenig konnte er ahnen, dass sein Leben mehr als einmal in Gefahr sein würde – denn im Glacier Nationalpark, wo er fortan als Ranger arbeitet, treiben Wilderer ihr Unwesen. Bald schon weiß Jared nicht mehr, wem er trauen kann…

Besonders fasziniert haben mich die bildgewaltigen Beschreibungen der Naturkulisse – das saftige Grün der Wälder, malerische glasklare Seen, in denen sich die majestätischen Gipfel der Rockies spiegeln, schroffe Felswände (an denen Jared sich als passionierter Freeclimber entlang hangelt), rauschende Wasserfälle…all das fängt die Autorin mühelos ein. Am liebsten möchte man sofort die Koffer packen und dieses Naturparadies mit eigenen Augen sehen! Bis es soweit ist, tut es auf jeden Fall das wunderschöne Cover.

Der lockere, temporeiche Schreibstil ist geprägt von authentischen Dialogen. Nie dümpelt die Handlung vor sich hin, im Gegenteil - atemlos habe ich die Ereignisse verfolgt und mit Jared und Nikki gebangt! Mit dem runden Abschluss im Epilog bin ich durch und durch zufrieden!

Fazit: Mitreißend und voller überraschender Wendungen, daher eine klare Leseempfehlung von mir!

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Rezensionen von Sabine M:

Ist das das Paradies?

Paradise City von Zoë Beck

Irgendwann in der Zukunft. Liina arbeitet bei einer investigativen Onlinezeitung. Eine Recherche führt sie in die Uckermark. Eine angeblich von Schakalen getötete Frau. Auf den ersten Blick langweilig und Liina ärgert sich, denn sie hatte ein spannendes Thema im Visier, aber dann geschehen Dinge, die auch ihr Leben in Gefahr bringen.

Sieht so unsere Zukunft aus? Die Menschen werden vollkommen überwacht und fremdgesteuert. Zoe Beck hat sich in ihrem Roman einem sehr brisantem Thema gewidmet. Schon jetzt sind wir von einigen dieser Phänomene betroffen. Überschwemmungen, Wetterkapriolen, Stadtflucht. All dies findet doch bereits statt. Corona, als weltweite Pandemie, ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Wer weiß, was uns noch alles erwartet? Ich bin schockiert, wie realistisch sich das neue Buch der Autorin liest. Ihr Schreibstil ist sehr prägnant und hat mich so an das Buch gefesselt, dass ich es an einem Wochenende ausgelesen habe. Obwohl der Thriller nur knapp 300 Seiten fasst, bringt die Autorin doch sehr viel Information unter. Und auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Sehr brisante Themen und die erschreckende Realität machen aus diesem Roman eine Zukunftsdystopie, die längst schon im wahren Leben angekommen ist.

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