Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bücherwald13:
Hat seine Zeit gebraucht
Die Topeka Schule von Ben Lerner
Es fällt mir ehrlich gesagt sehr schwer das Buch zu bewerten. Den objektiv betrachtet ist es ein sehr sehr gutes Buch. Doch es auch auch sehr herausfordernd und schwer zugänglich.
Der Inhalt an sich hat mich absolut überzeugt. Wir begleiten Jonathan, Jane, Adam und Darren die allesamt in Topeka.
Adam ist der Sohn der Psychiaters Jonathan und der in Topeka berühmten Schriftstellerin Jane. Darren ist Jonathans Patient.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht der vier geschrieben. Die Handlung baut sich langsam auf ist teilweise sehr verworren aber am Ende ergibt sich ein spannendes gesammtbild.
Diese Verworrenheit ist ein Punkt der das Buch herausfordernd macht. Ein anderer großer Punkt ist die Sprache des Autors. Diese ist ohne Frage heruasragend gut. Es schaft es mit Wörtern und Sätzen zu spielen, doch als Leserin hatte ich oft Probleme mit den Gedanken des Autors hinterher zu kommen. Auch vermischt er in einem Satz desöfteren verschiedene Zeitebenen.
Insgesamt hat mich das Buch am Ende sehr beeindruckt. Doch es hat seine Zeit gebraucht bis ich da hinein finden konnte. Und es ist sicher auch keine Lektüre für einen gemütlichen Freibadbesuch. Eher für ein bewusstes Lesen, mit Zeit für Notizen.
Rezensionen von C. P.:
Spannende Jugend-Dystopie mit Science Fiction Elementen
New Earth Project von David Moitet
Lust auf eine Zeitreise ins Jahr 2125? Dann ist dieser Roman genau richtig. Aber Vorsicht bei der Auswahl des Landeplatzes: Während die Reichen als sogenannte Unantastbare unter wunderschönen Kuppeln leben, wo es alles im Überfluss gibt, lebt der Großteil der Bevölkerung in der echten Welt. Dort sind die Meeresspiegel stark angestiegen, Armut, Dreck und Umweltgifte prägen den grauen Alltag.
Nicht zu vergessen die Temperaturen, denn die angestaute Hitze kann einem das Leben buchstäblich zur Hölle machen. Isis lebt in dieser armen Welt. Sie ist eine der wenigen Grauen, welche das Sonderrecht erhalten haben, zusammen mit den privilegierten Unantastbaren zur Schule zu gehen, wenn auch unter strengen Auflagen.
"Ich fühle mich anders als grau und habe jede Menge Farben in mir, die nur darauf warten, zum Vorschein zu kommen." (Zitat Isis, Kap. 3)
An der Schule lernt Isis Orion kennen. Der Unantastbare ist der Sohn von Arthur C. Parker, der das Firmenimperium NEP (New Earth Project) leitet. Seit 10 Jahren verspricht er, arme Mitbürger dank seiner High-Tech-Weltenschiffe in eine neue, bessere Welt zu bringen - das Ticket dafür gibt es nur per Lotterie.
Erzählt wird das Buch hauptsächlich aus Isis' Sicht, wobei andere Perspektiven das Gesamtbild geschickt abrunden. Das pfiffige Mädchen zeigt uns ihre Welt, unsere mögliche Zukunft. Dabei werden wichtige Themen erwähnt wie Umwelt, Überbevölkerung, Ernährung und gestiegene Meeresspiegel. Ebenso gibt es auch Science Fiction-Elemente wie Raumfahrt, die Kuppeln der Reichen und jede Menge Roboter.
"Ich mag keine Roboter. Habe ich das schon erwähnt? Dann kann ich es nur noch mal betonen. Wenn ich das Sagen hätte, würde ich diese verdammten Maschinen allesamt auf den Müll werfen." (Zitat Isis, Kap. 32)
Spannend ist, dass die von der Gesellschaft unerwünschte Freundschaft zwischen Isis und Orion einen Stein ins Rollen bringt, der sich im Laufe des Romans zu einer Lawine gewaltigen Ausmasses vergrößert. Neben der anschaulichen Schilderung, wie sich das Leben in der Zukunft gestaltet, ist es vor allem diese spannende Idee des Romans, welche die Jugendlichen zwingt, über sich hinauszuwachsen.
Ich denke, das Buch ist vor allem für junge Leser wunderbar geeignet, da sich bestimmte Menschentypen im Buch wiederfinden, die wohl jeder irgendwie kennt wie z. B. die zickige Mitschülerin oder der beste Freund, der mehr will. Inhaltlich wird ein regelmäßiger Leser von Science Fiction und Dystopien bestimmt das ein oder andere wiedererkennen, ansonsten ist es jedoch gut gestaltet. Lediglich in einigen Punkten wirkte es für mein Gefühl manchmal zu konstruiert und einige genannte Fakten, das NEP betreffend, eher unglaublich als faszinierend.
Eine faszinierende Reise in die Zukunft - einfach mal anschnallen und ab geht's!
Rezensionen von Marie aus E.:
Melancholischer Rückblick
Der letzte Satz von Robert Seethaler
Das Büchlein (denn mit nur 128 Seiten greift hier die Verkleinerungsform wirklich) lässt uns mit Gustav Mahler an Deck eines Schiffes den Atlantik überqueren und dabei auf sein Leben zurückzublicken.
Glückliche Momente, aber auch Schicksalsschläge sowie eine große Liebe, die schon Vergangenheit ist, all das können wir hier mit erlesen.
Das Buch liest sich leicht, ich fand es interessant und schön geschrieben und habe mich über geärgert (ich dachte bislang, dass es in Künstlerkreisen schon Geschlechtergerechtigkeit gab), Neues erfahren (u. a. Mahler traf Freud) und schöne Sätze genossen, wie etwas über das Glück mit Frau und Tochter.
So richtig gefesselt hat mich das Buch aber nicht, es war schön zu lesen, keineswegs eine verlorene Lesezeit, aber nachhaltig in Erinnerung bleiben wird es mir wohl eher nicht.
Rezensionen von C. P.:
Gelungene Sammlung von Märchen-Interpretationen verschiedener Künstler
Der letzte Satz von Robert Seethaler
Als Hommage an die Reihe "Grimms Manga" von Kei Ishiyama haben acht Mangaka ihrerseits acht Märchen der Gebrüder Grimm neu interpretiert und in diesem Sonderband herausgebracht. Dabei orientieren sich einige Geschichten recht nah am Original wie z. B. König Drosselbart, während andere wie Rumpelstilzchen, Aschenputtel und Frau Holle für ein paar Überraschungen sorgen.
Die Stile der Mangaka sind natürlich alle ein wenig unterschiedlich, sowohl zeichnerisch wie auch von den Ideen her, passen aber gut zusammen und ergänzen sich zu einer schönen Märchensammlung. Als Extra gibt es wieder ein paar Farbprints zu Beginn.
Rezensionen von C. P.:
Sehr schöne Märchen-Interpretationen
Grimms Manga.Bd.2 von Keiko Ishiyama
Vier wunderschöne Manga-Interpretationen Grimm'scher Märchen in einem Band. Hier landet Schneewittchen auf der Flucht vor der bösen Königin bei sieben Feen-Zwergen und ihren tierischen Freunden im Wald, ist der gestiefelte Kater ein Feen-Kater, der seinem Herrn durch eine List zu Reichtum verhelfen will und dafür leider aus seiner Komfortzone heraus muss.
Beim Froschkönig darf man sich auf vertauschte Rollen freuen und bei dem mir bis dahin unbekannten Märchen "Das singende, springende Löweneckerchen" gibt es ein spannendes Märchen zum Mitfiebern. Der Stil ist märchenhaft ansprechend, die Panels dynamisch angeordnet und die Interpretationen der Märchen wunderbar gelungen. Als Extra sind vorn im Buch ein paar farbige Prints zu den Märchen dabei.
Rezensionen von C. P.:
Spannende Story und ein anspruchsvoller Gegner
The Isolator - Realization of Absolute Solitude.Bd.4 von Naoki Koshimizu; Reki Kawahara; Shimeji
Minoru "The Isolator" geht zusammen mit seinen Freunden aus der Gruppe SPA gegen das Rubinauge "Igniter" vor. Dabei versuchen sie zunächst, mehr über den Igniter herauszubekommen, bevor es zum gefährlichen Angriff kommt. Neben den bisher bekannten Charakteren kommen weitere hinzu, u.
a. wird auch ein neuer Feind angedeutet. Ebenso gibt es neue Fähigkeiten, welche bisher noch nicht verraten wurden, sowie die Überlegung, Fähigkeiten möglichst gewinnbringend zu kombinieren.
Der Manga ist wieder ansprechend und dynamisch gezeichnet und hat diesmal keine unnötigen Längen. Laut Notiz im Buch wird es nach Band 4 in Novel-Form weitergehen.
Rezensionen von Miro:
Die Salpétrière tanzt
Die Tanzenden von Mas Victoria
Die Salpétrière, Paris' Irrenanstalt ist gut gefüllt mit Frauen jedes Alters. Frauen, die öffentlich ihre Meinung vertreten, Frauen, die sich wehren in ihrer männerdominierten Welt oder einfach Frauen, deren man sich entledigen wollte. Es sind geschundene, geschlagene und gebeugte Frauen, die spätestens in den Räumen des Hospitals verrückt werden.
"Keine Frau kann je wirklich sicher sein, wegen ihrer Äußerungen, ihrer Eigenart oder ihrer Ideale nicht doch hinter den gefürchteten Mauern im dreizehnten Arrondissement zu landen. Daher sind sie auf der Hut."
(S. 35)
Eugenie ist eine bürgerliche, junge Frau, die sich wünscht auszugehen, zu diskutieren, in den Kaffeehäusern zu lesen. Doch das alles ziemt sich nicht für ein Mädchen ihres Standes. Ihr Vater nimmt sie kaum wahr, denn ihr einziger Wert ist, verheiratet zu werden. Um von ihm gesehen zu werden, provoziert sie ihn immer wieder.
Außerdem hat sie eine besondere Gabe. Seit sie 12 Jahre alt ist, sieht sie immer wieder ihren verstorbenen Großvater. Er spricht auch zu ihr. Eugenie lernt schnell, dass sie diese Gabe für sich behalten muss. Als ihr der Großvater verrät, wo sich der geliebte, gestohlen geglaubte Anhänger der Großmutter befindet, vertraut sich Eugenie der vermeintlich liebevollen Großmutter an und befindet sich wenige Tage später auf dem Weg in die Salpétrière.
Gleichzeitig lernen wir die Oberschwester dieser Anstalt kennen. Ihr einziger Lebensinhalt ist die Klinik und der Dienst für die allseits angehimmelten Ärzte da. Regelmäßig werden hier Vorführungen abgehalten und unter Hypnose Anfälle ausgelöst, zur Belustigung und zum Entsetzen der Bourgeoisie.
"Wenn eine Geisteskranke unter Hypnose vor einem stummen Publikum einen hysterischen Anfall ereilte, hatte man weniger den Eindruck, einer psychischen Störung beizuwohnen als einem verzweifelten erotischen Tanz."
(S. 97)
Was den Frauen in der Psychiatrie alles angetan wurde, ist ja bekannt. Allerdings macht es das Grauen beim Lesen nicht geringer. Unvorstellbar, was die mehr oder weniger 'Verrückten' alles im Namen der Wissenschaft erdulden mussten.
Bei der Lektüre leiden wir mit Eugenie. Doch die Autorin lässt uns nicht ohne Hoffnungsschimmer zurück. Ihre Gabe verschafft ihr vielleicht einen Ausweg, aber das wird hier natürlich nicht verraten.
Im Großen und Ganzen habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es ist spannend, mitleidserregend und auch interessant. Nur die Gabe von Eugenie macht mir etwas zu schaffen, denn prinzipiell glaube ich nicht daran, dass jemand mit Toten sprechen kann. Diese Gabe macht sie in meinen Augen eigentlich zu einer Verrückten, um in der Sprache des Buches zu bleiben. Für meinen Geschmack ist Eugenie nicht das beste Beispiel, um die Willkürlichkeit, mit der Frauen eingewiesen wurden, anzuprangern. Da hätte das Schicksal, der vom Onkel vergewaltigten Louise, besser gepasst. Oder das Schicksal der Frau, die nach dem Tod ihres Babys versucht hat, sich das Leben zu nehmen.
Wie dem auch sei, die Autorin hat sich dafür entschieden und ihre Geschichte auf diese Gabe aufgebaut. Ob dies stimmig ist, oder nicht, muss jede*r Leser*in für sich entscheiden. Ich habe das Buch trotzdem gerne und mit Interesse gelesen, aber für 5 Sterne reicht es aus ebendiesem Grund nicht.
Außerdem ist es stellenweise schlampig lektoriert. Ich habe einige Fehler gefunden und bin über manche Sätze gestolpert.
Rezensionen von Miro:
Wer kennt ihn nicht, den berühmten See mit dem Kirchturm in der Mitte!
Ich bleibe hier von Marco Balzano
Jeder kennt den berühmten Reschensee mit seinem Kirchturm im Wasser. In diesem Buch lesen wir von den Menschen, die diesen Ort bewohnten und verzweifelt versuchten ein gutes Leben zu führen.
Marco Bolzano gibt ihnen Gesichter und eine Geschichte, die genau so hätte passieren können: Trina ist in diesem idyllischen Bergdorf aufgewachsen und träumt davon Lehrerin zu werden.
Doch nach abgeschlossener Ausbildung übernehmen die Faschisten die Macht in Italien und als deutschsprachige Südtirolerin darf sie nicht unterrichten. Zwischen 1939 und 1943 sollten alle nach Deutschland auswandern. Diejenigen, die bleiben, werden zu Bürgern zweiter Klasse. Ihre Sprache wird verboten.
Beherzt beginnt Trina im Untergrund zu unterrichten, bis ihr Mann Erich für die Italiener an die Front muss und sie sich um den Hof kümmern muss.
Als die Nationalsozialisten Südtirol übernehmen, geht es für die Deutschstämmigen wieder etwas bergauf. Dennoch sind Repressalien zu fürchten, denn immerhin wollten die Dagebliebenen in der ersten Welle nicht heim ins Reich. Trinas Sohn Michael meldet sich freiwillig, aber Erich will auf keinen Fall ein zweites Mal in den Krieg. Es bleibt nur die Flucht.
Überschattet wird das Ganze noch von diesem irrwitzigen Kraftwerksbau. Der größte Staudamm Mitteleuropas soll gebaut werden und der wird Reschen und Graun verschlucken.
Für die Menschen in diesen Bergdörfern ist das Elend auch nach dem Krieg nicht vor bei. Ihre hart umkämpfte Heimat ist immer noch bedroht und was sie auch versuchen, sie finden kaum Unterstützung.
Wie es ausgeht, wissen wir ja alle. Dieses Buch bringt uns dazu, über die Menschen, die in dieser Kirche gebetet haben und in diesen Dörfern geschlafen, gearbeitet und geliebt haben, nachzudenken. Sie hatten es nicht einfach in ihren Leben. Ihre Arbeit war hart, ihre Zeit brutal und dennoch sind ihre Geschichten voller Hoffnung und Lebensmut.
Marco Bolzano hat ein schönes Porträt gezeichnet von dieser widerstandsfähigen Gemeinschaft der Dagebliebenen. Ich habe diese Geschichte sehr gerne gelesen, fand sie ungemein interessant und war stark berührt von der Grausamkeit der Geschichte. Äußerst lesenswert!
Rezensionen von Gudrun7:
sinnreiche Gedanken der Autorin, die nahe gehen
EMBRACE - Fühle die Umarmung des Lebens von Lesley B. Strong
Das Cover hat mich in seiner Farbgebung sofort angesprochen. Hier wird stimmungsvoll und mit Bedacht auf die Geschehnisse des Buches eingeleitet.
Der Schreibstil war gut zu lesen. Wobei man bei diesem Buch nicht von flüssig lesen reden kann, da der Inhalt gefühlvoll ist, der erst verstanden, reflektiert und begriffen werden möchte.
Zum Ende hin wird erläutert, dass es Empfindungen der Autorin sind, die ihr durch schwere Zeiten geholfen haben, bzw. immer wieder helfen. Diese Offenheit findet man in all den Zeilen wieder und genau diese Geradlinigkeit schafft Trost und Zuversicht und zeigt dem Leser das Innerste von Lesley B. Strong.
Mein Fazit: sinnreiche Gedanken der Autorin, die nahe gehen
Rezensionen von Miro76:
Brücken bauen
Ein Sonntag mit Elena von Fabio Geda
Der Vater war Zeit seines Arbeitslebens viel unterwegs. Auf der ganzen Welt baute er Brücken und nur zwischendurch war er Familienvater in Turin. Jetzt verbringt er seine Pension in der Turiner Wohnung, die leer und still geworden ist.
Sein Frau wurde bei einem Autounfall getötet und seine Kinder sieht er kaum.
Sein jüngster Sohn lebt in Finnland, seine älteste Tochter ist aufs Land gezogen und mit der mittleren Tochter telefoniert er nicht mal. Da herrscht Funkstille, obwohl es nicht mal einen Streit gegeben hatte.
Endlich soll wieder einmal Leben in die Wohnung einkehren. Seine Tochter mit Familie kommt ihn besuchen und er wagt sich an alle ihre Lieblingsgerichte. Endlicht fasst er den Mut, dass Kochbuch seiner verstorbenen Frau zu öffnen, das alle ihre kulinarischen Geheimnisse enthält.
Doch kurz vor Mittag sagt seine Tochter ab. In der leeren Wohnung will er nicht bleiben. Sie wirkt jetzt noch anklagender.
So macht er sich auf in den Park und lernt dort Elena und ihren Sohn Gaston kennen. Zögerlich lädt er die beiden zum Essen ein und es entspinnt sich eine Begegnung, die für alle Seiten bereichernd ist.
Die Erzählstimme ist die mittlere Tochter. Das fand ich lange sehr befremdlich, weil sie ja keinen Kontakt zum Vater hat. Doch ab der Mitte, wird klar, dass nur die Bühnenschreiberin die Erzählerin sein kann. Sie liebt es, aus alten Bildern Geschichten zu entspinnen und durch die Distanz wird die Geschichte ihrer Familie keine Nabelschau, sondern eine ruhige, einfühlsame Geschichte über den Zusammenhalt unter Geschwistern, die Suche nach Liebe und Anerkennung und den Halt, den die familiären Wurzeln geben können.
Im Zentrum des Romans steht nicht die Begegnung mit Elena. Der Titel verwirrt hier etwas. Im Zentrum stehen die Geschwister, die immer unter dem abwesenden Vater gelitten haben und später seine Anhänglichkeit nicht brauchen können. Schließlich hat immer die Mutter alles zusammen gehalten.
Sie alle müssten ihre Plätze im Gefüge neu finden.
Stilistisch ist das Buch recht einfach gehalten. In leisen Tönen wird erzählt. Nicht immer chronologisch, eher themenbezogen. Wie bei einem langen Gespräch im Familienkreise. Besprochen wird, was grad auf den Tisch kommt, manches kann aufgearbeitet werden, manches muss noch ein bisschen im Raum stehen blieben. Vorwürfe findet man kaum in diesem Buch.
Es ist eine wirklich feine Geschichte über eine Familienstruktur, die wohl gar nicht so selten anzutreffen ist. Mir hat die Lektüre gut gefallen, aber für den fünften Stern hätte sie vielleicht etwas packender oder einzigartiger sein müssen.










