Kunden em pfehlungen
Rezensionen von buchina:
Ein anderes Ende gewünscht
Im Sturm der Echos von Dabos Christelle
Das ist nun der letzte Band dieser doch außergewöhnlichen Reihe. Allen sei empfohlen, die Bücher der Reihenfolge zu lesen, denn sonst kann man kaum den zum Teil sehr komplizierten Handlungen folgen.
Auch dieser Band spielt in Babel. Nach dem Cliffhanger aus dem Band 3 scheint das Ende der Archen bevorzustehen, aus allen Teilen der Welt kommen Schreckensnachrichten über die bröckelnden Welten.
Ophelia und Thorn müssen den Anderen suchen.
Zuviel möchte ich gar nicht zum Inhalt schreiben, weil es relativ kompliziert wird und für mich oft auch zu abstrus. Es gibt einige interessante Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, das hat es nochmal spannend gemacht. Aber dennoch kommt der 4. Teil nicht an die Vorgängerbände heran, vor allem nicht an die grandiosen ersten beiden Teile. Mir fehlte vor allem die Weiterentwicklung der Beziehung von Thorn und Ophelia, die ich als eine der interessantesten Paarbeziehungen der letzten Jahre empfand. Aber auch läuft fast alles getrennt voneinander. Auch die anderen, doch sehr gut aufgebauten Charaktere der letzten Teile bekommen nur wenig Raum. Viel Raum dagegen bekommen die Erklärungen über das Entstehen des Ganzen, obwohl ich bis zum Schluss das Gefühl habe, die Welt der Autorin nicht zu verstehen.
Ich muss sagen, dass es für mich zum Teil doch sehr anstrengend war diesem Teil zu folgen. Vielleicht stellt das Hörbuch bei dieser Reihe auch eine besondere Herausforderung dar, denn es ist gekürzt. Vielleicht habe ich deshalb das Gefühlt, dass mir einige wichtige Infos fehlen. Die Hörbuchsprecherin hat aber wieder einen guten Job gemacht und es war eine Freude ihr zuzuhören.
Auch wenn mich der Abschluss der Reihe und auch deren doch offenes Ende nicht begeistern konnten, hat mir die Reihe sehr gefallen. Sie sticht unter den Jugendromanen sehr heraus. Die Charaktere und auch die Welt sind sehr komplex und vielschichtig. Schade, dass ich die Archen und ihre Bewohner*innen jetzt verlassen muss.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Realitätsnaher Einblick
Lehrerin einer neuen Zeit von Laura Baldini
Laura Baldini alias Beate Maly lässt uns in "Lehrerin einer neuen Zeit" am Leben von Maria Montessori teilhaben.
Die Lernmethoden, die die berühmte Pädagogin damals anwandte, sind heute nichts Spezielles und ganz normal. Wie z.B. der Test beim Kinderarzt, wenn Kleinkinder eine Form in die richtige Formbox stecken müssen.
Doch um 1895 waren solche "Begreif"-Methoden nicht bekannt. Kinder mit Traumata, oder solche, die sich einfach langsamer entwickelten, wurden in eine psychiatrische Klinik gesteckt und vegetierten dort vor sich hin - ohne jegliche Beschäftigung.
An diesem Punkt griff Maria Montessori ein. Den Kindern zu helfen, wurde ihr, die kurz zuvor als eine der ersten Frauen als studierte und ausgebildete Ärztin die Universität verliess, immens wichtig. Man machte es ihr schwer, das Studium abzuschliessen, doch sie gab nicht auf und war erfinderisch, um gewisse Dinge auszuhalten.
Marias Streben beeindruckt zwar, doch sie stellte ihre Arbeit über alles andere und wird im vorliegenden Roman auch als sehr eitel und stur dargestellt. Auf der einen Seite versteht man sie, andererseits wirkt sie dadurch nicht so sympathisch. Auf jeden Fall war Maria eine Vorreiterin, tatsächlich eine "Lehrerin einer neuen Zeit" wie der Titel passend sagt und zog damit in die Geschichts- und Pädagogikbücher ein.
Der Roman gibt einen realitätsnahen Einblick, wie man mit angeblich hoffnungslosen Kindern umging. Obwohl das italienische Bildungssystem diesbezüglich auch heute noch Schwächen aufweist, wird es so wie beschrieben, damals wohl nicht nur in Italien gewesen sein. Als anschauliches Beispiel, wie ein Kinderleben vor und wie mit Montessoris Methoden (die sie von französischen Pädagogen übernahm und weiter entwickelte) war, zeigt uns die Autorin anhand Luigis Leben, welches in Zwischenkapitel erzählt wird und mir sehr gut gefiel.
Auch dieses Buch von Laura Baldini/Beate Maly habe ich sehr gerne gelesen. Ihr Schreibstil fesselt, so dass ich schnell weiterlesen und wissen wollte, wie es weitergeht, obwohl mir die Eckdaten aus Montessoris Leben bereits bekannt waren.
Fazit: Eindrückliche Romanbiografie über eine der bekanntesten Pädagoginnen weltweit.
5 Punkte.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin Jana, 10 Jahre aus Aurach,
Wild Creatures - Die Jagd von Narroway von Rhiannon Williams
Das Buch war sehr spannend, ich konnte es nicht weglegen. Ich finde es schade, dass einige Fragen ungelöst blieben, ansonsten war es ein sehr tolles Buch.
Im Buch geht es um ein Mädchen namens Ottilie (12 Jahre) und ihren Bruder Gulliver auch Gully gennant (11 Jahre). Sie wohnen in der Sumpfgrotte und sind ziemlich arm.
Eines nachts kehrt Gully nicht mehr nach Hause zurück und Ottilie macht sich große Sorgen. Als Junge verkleidet setzt sie der Sache nach und erfährt, dass Gulliver von einer geheimen Organisation entführt wurde, doch es werden nur Jungs entführt. Wie lange wird es ihr gelingen ihre wahre Identität geheim zu halten?
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Testleser Jamie, 11 Jahre aus Innsbruck:
In diesem Buch sind die Hauptfiguren: Ottilie Colter, Gulliver Colter, Leo und Maestro.
Ottilie und ihr Bruder wohnen in den Sumpfgrotten. Eines schönen Tages wachte Ottilie auf und war allein in der Grotte, was sehr merkwürdig war: „Ihr Bruder blieb nie lange weg“. Als sie in den dunklen Tunnel ging, um sich zu waschen hörte sie etwas schlürfen. Von Angst gepackt lief sie wieder in ihre Grotte zurück. Später fragte sie jeden der in den Sumpfgrotten lebte, aber keiner wusste, wo ihr Bruder war. Ottilie ging schweren Herzens in den Sumpf hinaus, um ihn zu suchen. Was sie aber anzweifelte ihn dort zu finden, da Gully nie gerne in den Sumpf gegangen war. Als sie fast den ganzen Sumpf abgesucht hatte hörte sie wieder das Schlürfen, dieses Mal schon viel näher. Wieder rannte sie in ihre Grotte. Am Abend fuhr sie aus ihren Träumen hoch, da sie eine Bewegung durch den Wind spürte und wieder dieses Schlürfen hörte. Ottilie stand auf und nahm sich eine Fackel, sie konnte einen Schatten am Bett ihres Bruders sehen. Sie ging auf diesen Schatten zu und sah eine komische Kreatur. Die Kreatur stellte sich vor mit dem Namen Bill. Bill erzählte ihr das ihr Bruder nicht weit von hier ist und brachte sie zu einem kleinen Verlies, dort erfuhr sie, dass ihr Bruder mit weiteren gestohlenen Jungen schon über eine Grenze gebracht worden war. Ottilie schnitt sich ihre Haare kurz und mischte sich unter die Gefangenen. Sie wurden zu einer Festung gebracht, wo Ottilie auf ihren Bruder traf. Am nächsten Tag erfuhr sie, dass die Jungen und sie zum Monster töten ausgebildet werden würden. Wie lange würde sie es schaffen ihre Identität zu vertuschen und wo ist der ersehnte Ausweg? Was wird wohl weiter passieren … ein spannendes Buch …
Mir hat das Buch sehr gefallen bei der Szene mit Maestro und Leo. Ich empfehle dieses Buch guten Lesern und freue mich bereits auf den nächsten Band.
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Testleserin Emma, 11 Jahre aus Obernberg:
Ottilie und ihr Bruder Gulliver wachsen in ärmsten Verhältnissen in einer Sumpfgrotte auf und versuchen gemeinsam, irgendwie über die Runden zu kommen. Als Gulliver plötzlich eines Nachts verschwindet, begibt sich Ottilie auf die Suche. Gulliver wurde von einer geheimen Organisation entführt, die Monster jagt. Ottilie verkleidet sich als Junge und ist gefangen in einer Festung, umzingelt von Monstern. Sie sucht zunächst verzweifelt einen Ausweg und schlüpft dabei in die Rolle einer Monsterjägerin. Es geht um die geheime Mission „Jagd von Narroway“ im Auftrag des Königs. Ottilie muss ihre Prüfung bestehen und darf nicht entdeckt werden! Im Laufe der Geschichte finden die Kinder mehr und mehr Gefallen an der Jagd.
Das Buch hat mir nicht so gut gefallen, weil es mir an vielen Stellen zu brutal und angsteinflößend war. Dass Ottilie und ihr Bruder zusammenhalten, hat mir gefallen, auch, dass Ottilie sich als Mädchen nicht einschüchtern lässt und es schafft eine richtig gute Monsterjägerin zu werden. Obwohl sie als Mädchen enttarnt wird, darf sie schließlich wieder Monsterjägerin sein.
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Testleserin Valentina, 11 Jahre aus Bludenz:
Ottilie ist ein normales Mädchen, das in den Sumpfgrotten mit ihrem Bruder Gully (Gullyver) und ihrer Mutter lebt, bis ihr Bruder Gully entführt wird. Ein paar Tage später lernt Ottilie Bill kennen, der aber nicht weiß was er ist, wie alt er ist und eigentlich keinen richtigen Namen hat. Bill weiß aber ungefähr wo die entführten Jungen versteckt werden. Ottilie und Bill finden heraus, das Gully mit ein paar anderen Jungs vorgeschickt wurde, da sie nicht gehorchen wollten! Ottilie beschließt sich den Jungen anzuschließen um erstens herauszufinden was es mit den Entführungen auf sich hat und zweitens ihren Bruder wieder nach Hause zu holen. Sie schneidet nicht nur ihre Haare mit einem Säbel kurz und sieht somit aus wie ein Junge, sondern klaut auch noch die Namensliste der Entführer, da sie ja nicht aufgeführt ist und verbrennt sie. Nach einer komischen und etwas gruseligen Reise, in der sie die Jungen Noel Preddy (13) und Branter Scoot (12), beide aus dem Ort Wikric, kennenlernt und auf der sie und die anderen Jungs einen Ring bekommen und diesen nicht ablegen dürfen, kommt Ottilie zu einem Lager, in welchem Jungs im Alter von 11 bis 13 Jahren zu Kriegern ausgebildet werden. Sie sollen später Monster töten, die eine Gefahr für das Königreich sind. Da im Lager eine neue Namensliste gemacht wird, muss sich Ottilie etwas einfallen lassen und heißt von nun an Ott Colter aus den Sumpfgrotten und ist zwölf Jahre alt. Als Ottilie und die anderen Jungs in Schlafräume eingeteilt werden, geht Ottilie in den Schlafraum, in dem schon die vorgeschickten Jungs sind und dort entdeckt Ottilie Gully! Das Geheimnis, das sie kein Junge ist, bleibt geheim, bis eines Tages sich Ottilie mitten in der Nacht in einem der Waschsälen wäscht und eine Magd namens Skip sie entdeckt, sie freunden sich an und sie verspricht, das Geheimnis für sich zu behalten. Da Ottilie, Gully, Preddy und Scoot fliehen wollen, meint Ottilie nach einigen Überlegungen, dass es unklug wäre jetzt zu fliehen, da so ein Schattenschlinger (das sind die Monster) sie leicht töten könnte und sie deshalb erst noch warten sollten bis sie die Ausbildung beendet haben. Es steht bald die Grünschnabelprüfung an, bei der alle Grünschnäbel so viele Schattenschlinger wie möglich umbringen sollen, um die höchsten Punkte zu bekommen. Da sie sich konzentrierte wurde Ottilie mit 9 Punkten die Beste und bekommt den besten Jäger als Mentor. Da es drei verschiedene Stützpunkte gibt gehen Ottilie, Scoot und Gully nach Fiort Fiory und Preddy kommt nach Fiort Richter (das ist der zweite Stützpunkt). Da Ottilie in der Jagdausblildung ist, bekommt sie ein eigenes Zimmer mit einem eigenen Waschraum und ein Schrank gefüllt mit Waffen. Ihr Mentor Leonard (möchte nur Leo genannt werden), aus der ersten Garde (dort sind die besten Jäger) erklärt ihr, dass es drei verschiedene Orden von Jägern gibt: Die Fußstaffel, die Reitstaffel und Flugstaffel. Leo gehört zur Flugstaffel und deshalb wird sich Ottilie aufs fliegen auf Wingerslingen (Große fliegende Kreaturen) spezialisieren! Niemand außer Skip und Gully wissen bis jetzt das sie ein Mädchen ist bis eines Tages der Sumpfpicker Mr Slolch sie erkennt (Sumpfpicker = Mann, der die Jungs aussucht nach der Eignung zur Jagd). Mr Sloch weiß, dass Ottilie ein Mädchen ist und er kommt zu ihr ins Zimmer, um ihr zu sagen dass sie es niemanden erzählen soll. Dabei ist die Tür einen Spalt offen und Leo lauschte. Dieser verpetzt sie an den Direktor von Fiort Fiory und somit wusste es nun jeder das sie ein Mädchen ist. Die Direktoren von Fiort Richter und Fiort Arko kommen beide nach Fiort Fiory um über das Schicksal von Ottilie zu entscheiden. Zum Glück wird Ottilie nicht getötet, sondern sie wird Schauflerin (Vergraben die toten Schattenschlinger) und muss nun zu den Märkten ziehen. Preddy wird dann statt Ottilie Leos Schüler. Eines Tages beim Schaufeln hörte Ottilie plötzlich das Kreischen von Maestro, der Leos Wingersling ist. Ottilie merkt schnell, dass etwas nicht stimmt und läuft mit ihrer Schaufel auf das Gekreische zu und kämpfte gegen den noch unbekannten Schattenschlinger und rettet Leos und Maestros Leben, auch wenn Leo den letzten Schuss macht. Ottilie will sich gerade waschen gehen als Skip ihr sagt, dass die Direktoren sie erwarten würden. Leo erzählt den Direktoren die ganze Geschichte und Ottilie wird wieder Jägerin und somit die erste Jägerin in Norroway!!! Ach so, und Preddy durfte ebenfalls in Fiort Fiory bleiben!!!
Mir hat das Buch sehr gut gefallen!!!!! Es war spannend, aufregend und interessant!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin Magdalena, 10 Jahre aus Oberdenegg,
Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost von Laura Trinder und Benjamin Read »Trindles & Read«
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Autoren haben es sehr spannend und aufregend geschrieben. Ich empfehle das Buch daher ab dem 10. Lebensjahr.
Auf der Suche nach ihren Eltern, die nach der Ankunft von geheimnisvollen Briefen, die um Mitternacht bei Emely zu Hause eintrudeln, verschwinden, gelangt Emely in eine andere Welt.
Doch in dieser Welt wohnen nur Monster und Tote. Bald begreift Emely, dass sie sich in der Mitternachtsstunde befindet, Nokturne, ihre Eltern entführt hat und die Unglückspenny-Kette von Emelys Mutter haben will um die Mitternachtsstunde zu zerstören und Emely eine Púca ist wie ihre Mutter und deren Familie. Auf der Suche Hilft Emelys neuer Freund Tarquin natürlich auch fleißig mit. Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrer Mutter, Tarquin, Igel Hoggins und Nokturnes Schwester besiegt Emely Nokturne.
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Testleserin Maja, 10 Jahre aus Aldrans:
Emily hatte von ihrem Vater wieder Hausarrest bekommen – diesmal lebenslang! - und lag verweint im Bett auf ihrem Zimmer. Mitten in der Nacht bekommt ihre Mutter einen mysteriösen Brief. Emily belauscht ihre Eltern – irgendetwas von „Patrick, todbringenden Schwierigkeiten“ und „Schattenschlüssel“ und dann verschwindet Mum in die Nacht hinaus. Am nächsten Tag, merkt Emily, dass etwas überhaupt nicht stimmt. Dad macht sich große Sorgen um Mum und bricht schließlich auf um sie zu suchen. So verschwindet auch er und Emily ist ganz auf sich alleine gestellt. Sie findet heraus, dass ihre Eltern Zugang in eine andere Welt haben – in die „Mitternachtswelt“ und dorthin verschwunden sind. Um sie wieder zu finden, muss Emily auch in die Mitternachtswelt und dort einige Abenteuer bestehen.
Emily ist ein Mädchen das manchmal eine ziemlich große Klappe hat. Ihre Unerschrockenheit hilft ihr aber auch oft aus schwierigen Situationen heraus.
Mitternachtsstunde ist ein richtig spannendes Buch. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand geben, bis ich es in kurzer Zeit ausgelesen hatte. Ich kann das Buch jedem Kind empfehlen, das spannende und vielleicht auch ein bisschen gruselige Geschichten mag!
Rezensionen von yellowdog:
ausgeklügelter Plot!
Geburtstagskind von Anders Roslund
Der Schwedenkrimi Geburtstagskind von Anders Roslund beginnt mit einem Schockeffekt. Eine ganze Familie ermordet, nur ein fünfjähriges Mädchen überlebte. Hinzu kommt der sensible Kommissar Ewert Grens, der sie einst fand und der sich fast 20 Jahre später Sorgen um das jetzt erwachsene Mädchen macht.
Grens ist als Kriminalkommissar der Stockholmer Polizei gut gewählt, da er mit 64 Jahren sehr erfahren ist. Ihm zur Seite seine Kollegen Mariana Hermanssons und Sven Sundkist.
Im Vergleich zu Grens haben diese beiden jedoch weniger Profil, wie ich finde.
Dann ein krasser Bruch und es geht um einen ehemaligen zwiespältigen Undercoveragenten namens Piet Hoffmann, der zusammen mit seiner Familie bedroht wird.
Das ist ganz spannend gemacht. Die Fäden werden schnell zusammengeführt, indem Piet in seiner Not den Kommissar, den er von früher kennt aufsucht. Er will Hilfe, dafür wird er Grens bei seinem Fall helfen. Gegen Ende hin gibt eines Überraschung.
Was für eine Figurenkonstellation, was für ein ausgeklügelter Plot!
Rezensionen von Gaby 2707:
So schwarz kann eine Seele sein
Der rote Apfel von Mi-Ae Seo
Endlich sitzt der Serienmörder, der Seoul monatelang in Atem gehalten hat, in der Todeszelle. Aber die Polizei glaubt, dass er mehr Morde als die bisher zugegebenen auf dem Gewissen hat. Die Einzige, mit der er bereit ist zu reden, ist die junge Psychologin Lee Sonkyong. Aber sie soll einen roten saftigen Apfel mitbringen.
Warum will er ausgerechnet mit ihr sprechen? Woher kennt er sie? Und was hat es mit dem Apfel auf sich? Fragen, die Sonkyong hofft bei einem Gespräch mit ihm klären zu können.
Wow, was für eine Geschichte. Die ersten Gänsehautmomente hatte ich schon beim Prolog. Und bei denen ist es nicht geblieben.
„Du bist weniger Wert als eine streunende Katze“. Ein Satz von Vielen, die mich immer wieder schockiert haben.
Anfangs habe ich mich mit den ungewohnten Namen der Menschen, die ich hier kennenlerne, etwas schwer getan. Das hat sich aber nach kurzer Zeit gelegt.
Die Geschichte ist insgesamt sehr leise und langsam, baut Spannung ganz langsam auf und geht stetig auf ein Ziel hin, wo ich mir aber nicht vorstellen konnte, wo es mich hin führen würde. Es gibt keine dauernden Wendungen, keine super spannenden Cliffhanger, keine falschen Fährten, auf die ich hätte hereinfallen könnte. Trotzdem konnte ich mit dem Lesen kaum aufhören, weil ich unbedingt wissen wollte, was die Geschichte noch bringt. Es sind ganz kleine Hinweise, die mich antreiben, immer weiter kommen zu wollen.
Mi-Ae Seo kommt mit nur vier Hauptpersonen aus um einen Thriller zu schreiben, der mir richtig unter die Haut geht. Vor allem, weil auch ein Kind, die 10jährige Yun Hayong eine der Protagonisten ist. Sie lebt, nachdem ihre Großeltern, bei denen sie nach dem Tod ihrer Mutter gelebt hat, bei einem Hausbrand ums Leben gekommen sind, bei ihrem Vater Yun Chaesong und seiner neuen Frau Lee Sonkyong. Sie wiederum hat den Serienkiller Lee Byongdo mehrfach besucht und einen kleinen Einblick in sein Leben bekommen. Hier spielt z.B. ein Song der Beatles eine zentrale Rolle.
Ich bin schockiert, wie manche Menschen andere benutzen um an ihr Ziel zu kommen. Wie sie Seelen zerbrechen, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was daraus entstehen kann. Ich habe, wie es der Klappentext beschreibt, in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele blicken müssen.
Ein Buch mit vielen Gänsehautmomenten, mit Geheimnissen, die verborgen bleiben sollen, das ich absolut empfehlen kann. Wenn man sich an die asiatischen Namen gewöhnt hat, einfach ein Lesegenuss.
Rezensionen von Claudia R:
Haustieralarm
Der rote Apfel von Mi-Ae Seo
Klappentext:
Es ist Haustiertag in der Schule. Darauf hat sich Paolina schon so gefreut. Eigentlich. Denn plötzlich ist Ben mit Linus und seinem Hamster in einer Gruppe und Paolina soll zu Frida und ihrer Schildkröte. Und dabei ist Ben doch ihr alllerallerallerbester Freund. Und Frida ist doof. Und Schildkröten sind langweilig! Paolina reicht’s: Dann war’s das jetzt eben mit der Schule! Wobei … Vielleicht ist Frida ja doch ganz nett?
Cover:
Das Cover zeigt ein paar Kinder welche mit einer Schildkröte und einem Hamster spielen.
Die Szene selbst sieht sehr putzig aus und macht auf jeden Fall neugierig. Die Zeichnung ist sehr schön gestaltet und auch farblich sehr gut abgestimmt. Eine niedliche Szene, die mehr verspricht und daher das Interesse weckt.
Meinung:
Der Schreibstilist sehr angenehm und flüssig. Man kommt sehr gut in die Geschichte hinein und diese lässt sich sehr gut und locker lesen.
Auch wenn dies bereits der zweite Band von Paolina Plapperina ist, so kommt auch sehr gut ohne Vorkenntnisse in diesen Band hinein.
Die Charaktere wirken sehr authentisch und auch deren Eigenschaften und Charakterezüge sind sehr gut herausgearbeitet. Paolina selbst haben wir sehr schnell in unser Herz geschlossen, aber auch die zurückhaltende Frieda und auch Paolinas Eltern haben uns sehr gut gefallen und sind sehr gut ausgearbeitet. Sehr viel Empathie und soziale Kompetenzen spielen hier auf kindliche Weise eine Rolle und werden so auch sehr gut vermittelt.
Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet und man merkt die Herzenswärme in dieser Geschichte und das Herzblut der Autorin schwingt hier mit.
De Geschichte ist sehr gut durchdacht und man kann sich sehr gut in die Charaktere und Gefühle hineinversetzen und auch in Paolina und ihrem Wunsch nach einem Haustier. Die kindliche Denkweise kommt hier auch sehr gut rüber und ist auch in der Geschichte sehr präsent. Paolina hat hier mit ganz vielen unterschiedlichen Emotionen zu kämpfen und Freundschaft, Streit und auch Versöhnung spielen hier eine große Rolle.
Mit ihren Wortschöpfungen sorgt Paolina für so einige Schmunzler, auch wenn es beim Vorlesen dadurch zu einigen Stolperern kommen kann, so sind diese doch sehr sympathisch.
Auch die Beziehung, die zwischen Paolina und Frieda entsteht wird sehr schön beschrieben.
Auch Themen wie Haustiere, Kuscheltiere und Familie spielen hier eine große Rolle und sind im Buch sehr schön und kreativ umgesetzt. es macht sehr viel Spaß dies zu lesen.
Doch zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, sondern lest das am besten selbst.
Die Geschichte ist sehr schön und liebevoll gestaltet und greift Themen, wie Freundschaft und Versöhnung auf.
Toll sind auch die wunderschönen Illustrationen und Bildchen, welche das Ganze sehr gut veranschaulichen und ein richtiger kleiner Hingucker zwischendurch sind. Die Illustrationen sind sehr gut gelungen und einfach wunderschön gestaltet.
Fazit:
Die Geschichte ist sehr schön und liebevoll gestaltet und greift Themen, wie Freundschaft und Versöhnung auf.
Rezensionen von yellowdog:
sensibel erzählt
Das Leben ist ein wilder Garten von Roland Buti
Der Erzähler des Buches ist Carlo Weiss, ein Landschaftsgärtner.
Der Roman arbeitet mit einem leicht rätselhaften Plot. Wo ist die resolute, aber leicht demente Mutter des Protagonisten hin? Warum wird sein Kollege Agon von zwei Männern überfallen? Warum ist Carlo von seiner 18jährigen Tochter Mina entfremdet?
Eine Menge Fragen, die den Leser fest an den Roman bindet.
Der Schweizer Schriftsteller Roland Buti versteht mit Sprache umzugehen, wobei anzumerken ist, dass er in französisch schreibt. Die Sprache hat Momente, in denen sie zu schweben scheint.
Die Stimmungen seiner Hauptfigur prägen den Roman.
Es gibt viele Passagen, in der Carlo über seine Mutter nachdenkt.
Es gibt aber auch einen hintergründigen Humor.
Ein sensibel geschriebenes Buch, das sich lohnt!
Rezensionen von C. P.:
Spannung und Perfidie ganz nach meinem Geschmack
Wer auf dich wartet von Lodge Gytha
Endlich seine Geliebte über Skype sehen - darauf freut Aidan sich schon den ganzen Tag, als Zoe abends endlich online geht. Aus dem Wiedersehen wird allerdings nur ein Wiederhören, denn Zoe scheint lieber erstmal ein Bad zu nehmen, statt sich vor ihren Laptop zu setzen. Irritiert muss Aidan kurz darauf beobachten, wie sich eine weitere Person Zutritt zu Zoes Wohnung verschafft.
Kurz darauf hört Aidan Kampfgeräusche aus Zoes Badezimmer, dann Stille. Aiden ist wie gelähmt. Bis er jedoch die Polizei alarmiert, lässt er wertvolle Zeit verstreichen - warum? Als die Polizei am Folgetag ihre Wohnung betritt, ist die junge Künstlerin längst tot.
Ich liebe diesen Roman, ein spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite! Wie im ersten Band "Bis ihr sie findet" rund um den britischen Kriminalermittler DCI Jonah Sheens und sein Team wird der Leser erneut mit spannender Polizeiarbeit belohnt. Zugleich erfährt man, wie bereits im ersten Band, in Rückblenden aus der Zeit vor dem Mord, wer das Opfer überhaupt war sowie die Personen aus ihrem Umfeld, mit denen sie in letzter Zeit in Kontakt stand. Der Fall erweist sich zunächst als schwierig und unübersichtlich, nur Schritt für Schritt kommen die Ermittler voran. Dabei gefiel mir zum Einen, dass die Ermittlungen äusserst authentisch wirken, zum Anderen, dass hier Teamwork noch groß geschrieben wird und es keine Streitigkeiten zwischen den Kollegen gibt, welche die Nerven des Lesers unnötig strapazieren. Überhaupt wird der private Anteil der Ermittler angenehm übersichtlich gehalten, der Fokus liegt auf der Klärung des Mordfalles. Die beiden Erzählstränge sind geschickt angeordnet, wobei sich die Vergangenheit einem Countdown gleich dem Todeszeitpunkt nähert und in Kombination mit den Handlungen und Verhören aus der Gegenwart mehrere Personen im Wechsel in Verdacht geraten. So habe ich mich beim Lesen wie ein weiteres Mitglied aus DCI Jonah Sheens Team gefühlt und mich fast schon ein wenig geärgert, dass ich nicht einfach auf dem Revier anrufen und entscheidende Tipps geben konnte. Doch erst in Kombination mit den Ermittlungsergebnissen ergibt sich schlussendlich das entscheidende Bild, um den Täter für seinen, wie ich finde, perfekt inszenierten Mord zu überführen. Okay, fast perfekt, aber an Perfidie kaum zu übertreffen.
In meinen Augen ein hervorragender und lange Zeit undurchschaubarer Krimi, den ich vor lauter Spannung gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Zwar ist es ein zweiter Band des Ermittlerteams, dieser kann aber problemlos ohne Kenntnis des ersten Bandes gelesen werden.
Rezensionen von C. P.:
Wenn Rastlosigkeit das Leben bestimmt
Zugvögel von Charlotte McConaghy
Franny zieht es in die Ferne. Das war schon immer so. Besonders das Meer hat es ihr angetan. Und die Küstenseeschwalbe, eines der wenigen letzten freilebenden Geschöpfe ihrer Zeit. Denn Franny lebt in einer unbestimmten Zukunft, in der ein Großteil der wilden Tiere ausgerottet ist oder vereinzelte Exemplare in Gefangenschaft gehalten werden.
Nutz- und Haustiere ausgenommen.
"Aber der Rythmus der Gezeiten ist nun mal das Einzige, was wir Menschen noch nicht zerstört haben." (Zitat Kapitel 2)
Das Buch beginnt damit, dass die willensstarke Franny im eisigen Norden einige Vögel mit Sendern ausstattet, bevor diese ihre Reise bis in die Antarktis beginnen. Anschließend versucht die Frau eines Biologieprofessors, auf einem der wenigen letzten Fischerboote anzuheuern und die Crew davon zu überzeugen, dem Signal der Vögel zu folgen.
"Im Leben an Land hat ihnen etwas gefehlt, und sie sind losgezogen, um eine Antwort zu finden. Und worin die auch immer bestand, ich bin überzeugt, sie haben sie alle gefunden. Sie sind Zugvögel, die es vom Land wegzieht, und sie lieben es hier draußen auf dem Meer, das ihnen ein anderes Leben bietet, sie lieben dieses Schiff und - sosehr sie sich kabbeln und streiten - lieben sie doch auch einander." (Zitat Kapitel 8)
Zugvögel - im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob wirklich nur die Vögel, oder nicht doch auch Franny sowie einige weitere Charaktere des Romans damit gemeint sind. Hat man sich für dieses Buch entschieden, begleitet man Franny auf ihrer Reise, den Küstenseeschwalben hinterher, und erfährt zwischendurch immer wieder Details aus ihrem Leben, welche Stück für Stück zusammengesetzt den Grund ihrer Reise ergeben. Denn natürlich folgt Franny nicht völlig grundlos den Vögeln auf solch abenteuerliche und manchmal auch gefährliche Reise.
Die Crew des Schiffes ist, ebenso wie Franny selbst, alles andere als Durchschnitt. Stellenweise waren mir einige Charakterzüge sogar schon etwas zu ausgefallen. Dagegen ist es ein wenig schade, dass über die mögliche Zukunft der Flora und Fauna, auf die im Roman angespielt wird, nur wenig berichtet wird. Ein paar Überlegungen, was das für alle in Zukunft bedeuten könnte, wären gut gewesen. Grad weil es ein komplexes Thema ist, hab ich ein paar Denkanstöße vermisst.
Das Buch ist geprägt von Rastlosigkeit und exzentrischen Charakteren, arrangiert vor einer Welt, deren Artenreichtum beständig schwindet. Dabei konnte ich nicht nur Frannys Entscheidungen und Handlungen manchmal einfach nicht nachvollziehen. Zudem besitzt der Roman eine bedrückende, mäßige Spannung. Vielleicht hätte mir das Buch besser gefallen, wenn die Charaktere etwas glaubhafter gewesen wären. Zudem hatte ich manchmal das Gefühl, es würden verschiedene Themen angerissen, aber nie richtig ausgereizt.
Ja, das Buch liest sich auf seine Art unterhaltsam, dennoch hätte ich mir weniger exzentrische, dafür glaubwürdigere Charaktere und mehr gesellschaftskritische Zukunftsgedanken gewünscht. So fehlte mir das letzte Quentchen, um mit dem Buch vollauf zufrieden zu sein.










