Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nuean:
Sehr gelungener Auftakt in die Welt der Hunter. Spannend, emotional, ich freue mich auf die nächsten Bände.
Midnight Chronicles - Schattenblick von Bianca Iosivoni; Laura Kneidl
Wie habe ich dieser Reihe entgegen gefiebert! Ich kannte schon „die Elemente der Schattenwelt“ von Laura Kneidl, die mich damals total begeistert haben. Dann habe ich schon auf die Neuauflage gewartet, aber diese ist nie erschienen. Stattdessen wurden aus 3 Bänden der Reihe 6 und Bianca Iosivoni und Laura Kneidl teilten sich das Schreiben der einzelnen Teile der „Midnight Chronicles“
Teil 1 heißt Schattenblick, hat ein wundervolles Cover und wurde von Bianca Iosivoni geschrieben.
Ich kenne die Autorin und mag vor allem ihre Liebesromane. Die Fantasybücher (Soul Mates und Sturmtocher konnten mich leider nicht so begeistern). Deshalb bin ich mit gemischten Gefühlen in dieses Buch gestartet.
Es geht um Roxy, die als freie Huntress im Londoner Hauptquartier der Hunter lebt, hat einen Fehler gemacht und muss nun in 449 Tagen, 449 Seelen zurück in die Unterwelt schicken. Gemeinsam mit ihrem Partner Finn versucht sie diese Seelen zu finden und tötet dabei alles an Monstern, die ihr sonst noch über den Weg laufen. Eines Abends trifft sie auf Shaw, der von einem Geist besessen ist, nachdem sie den Geist getötet hat, hat Shaw seine Erinnerungen verloren. Also nimmt sie ihn mit zu ihrem Vorgesetzten und hat ab sofort die Aufsicht über Shaw, was ihr nicht wirklich passt.
Von der ersten Seite an bin ich in de Hunterwelt eingetaucht und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil ist locker und leicht, humorvoll und emotional, spannend und kurzweilig. Die Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen, Roxy, die viele Sorgen und Probleme hat, Finn, der ihr zu Seite steht und schließlich Shaw, der undurchschaubar und mysteriös ist.
Ich bin absolut begeistert von dem ersten Teil und freue mich auf die nächsten.
Vielen Dank an netgalley und den Lyx Verlag, dass ich das Buch lesen durfte.
Fazit: Spannender erster Band, ich kann es kaum erwarten die anderen zu lesen!
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Die Oma ist Klasse
Ans Vorzelt kommen Geranien dran von Renate Bergmann
Wissen Se, Urlaubszeit ist doch die schönste Zeit! Ich hör Sie schon sagen: Frau Bergmann, Sie als Rentnerin haben doch immer Urlaub!, aber das ist Unsinn: Wenn man sich wirklich erholen will, muss man mal raus. Ilse und Kurt wollten mit in die Sommerfrische, aber das war gar nicht so einfach, die wollten nämlich zelten.
Du liebes bisschen. Ich habe sie überredet, doch wenigstens einen Campingbus mit richtigem Bett und Spültoilette zu nehmen. Aber damit hat Kurt auf dem Zeltplatz gleich heimlich eine kleine Runde gedreht. Bald drei Stunden haben wir gebraucht, die Heringe wieder einzuklopfen und das Vorzelt wieder aufzubauen.“ Renate Bergmann packt die Badehose, die Grillzange und das Handy ein und geht campen. Freuen Sie sich auf Renates Abenteuer mit Kurt und Ilse und dem miesepetrigen Platzwart Günter Habicht!
Herrlicher Humor, sehr gut zu lesen. Die Online-Omi macht Urlaub und amüsiert uns dabei ganz großartig.
Ein bisschen erinnert es mich zwar an "Die Camper", aber auch das fand ich meistens sehr lustig.
Für mich war es der erste Ausflug mit Frau Bergmann, aber sicher nicht der letzte. Wer auf Humorvolle Bücher steht, ist hier sehr richtig.
Eine freche "Schnauze", ein bißchen Dialekt und fertig ist die Unterhaltung.
Rezensionen von C. P.:
Ist dein smartes Leben wirklich sicher?
Die App Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst. Psychothriller von Strobel Arno
Fluch oder Segen? Hendrik und seine Verlobte Linda wohnen in einem smarten Haus. Alles wird von der modernen Software „Adam“ gesteuert - Licht, Heizung, Jalousien, Haustür, Raumüberwachung uvm. Dazu gibt es die bequeme App fürs Smartphone als Rund-um-die-Uhr-Service. Diese neue Technologie ist absolut sicher, ein Iris-Scan schützt zuverlässig vor Hackern oder anderen Zugriffen.
Doch plötzlich ist Linda spurlos verschwunden, ohne jeglichen weiteren Hinweis. Von der Polizei nicht ernst genommen, sucht Hendrik verzweifelt Hilfe - und bekommt diese kurz darauf von einer Studentin, welche erstaunlich viel über die Anfälligkeit solcher Systeme weiß. Als die ermittelnden Beamten sich zudem plötzlich ziemlich auffällig verhalten weiß Hendrik bald nicht mehr, wem er noch trauen kann, um Linda wiederzufinden.
„Die App“ ist ein genialer Thriller mit einem brisanten Thema. Grad die modernen Annehmlichkeiten, die angeblich so smarten Anwendungen, scheinen eine Hintertür für Verbrechen zu bieten. Oder doch nicht? Gespannt verfolgt man Hendrik bei seinen Versuchen, die Wahrheit herauszufinden, während man als Leser parallel dazu Einblick in die Schicksale einiger Opfer erlangt. Und was man da zu lesen bekommt, ist ziemlich schockierend.
Durch die Einschübe der Opfer kam mir beim Lesen zwar schnell ein Verdacht, was hinter dem Verschwinden von Laura sowie weiterer Opfer stecken könnte. Unklar war jedoch die ganze Zeit über, wer alles hinter der ganzen Sache steckt und wie die Verbrechen aufgezogen wurden. Wiederholt war ich mir während des Romans nicht sicher, welchen der hilfreichen Personen zu trauen ist und wer stattdessen in die Sache involviert sein könnte. So bleibt der Thriller bis zum Schluss spannend und auf eine angenehme Art undurchsichtig, bis sich die Handlung zuspitzt und man die gefährlich Wahrheit erfährt - Überraschungen nicht ausgeschlossen. Okay, ein wenig war mir der Täter am Schluss zu redselig statt einfach mal zu handeln und sich selbst zu retten, aber das sei vor dem Hintergrund des wirklich gelungenen Romans verziehen.
„Die App“ - egal, ob du smarter Technologie vertraust oder diese verteufelst, hier erfährst du, was damit wirklich möglich ist. Mach dich auf mitreißende Lesestunden gefasst - ich jedenfalls konnte das Buch vor lauter Spannung nicht mehr aus der Hand legen.
Rezensionen von C. P.:
Spannende Idee, anstrengende Charaktere
Edingaard - Gebieter der Schatten von Elvira Zeißler
Im Land Edingaard, in welcher die Magiebegabten nicht überall gern gesehen sind, macht sich Cassion auf, um die Abschlussprüfung seiner Magierausbildung zu bestehen. An seiner Seite der Pegasus-Hengst Creolar, welcher sich als begehrtes Raubtier stets vor den Augen der Jäger versteckt halten muss.
Cassions Eltern halten große Stücke auf ihn, sind sie doch selbst berühmte Persönlichkeiten: Seine Mutter steht dem magischen Rat vor, während sein Vater als ruhmreicher Krieger gilt. Einzig die Seherin prophezeite frühzeitig, der junge Cassion werde noch ihr aller Untergang sein. Und tief in seinem Herzen befürchtet Cassion, dass diese Prophezeiung schon bald wahr werden könnte, denn er trägt eine dunkle Macht in sich, welche er nur mit Mühe unterdrücken kann. Und diese Macht, einmal freigelassen, ist tödlich. Während der junge Mann dabei ist, seine Aufgabe zu erfüllen, spitzen sich die politischen Intrigen eines mächtigen Mannes zu, dessen Ziel es ist, die Magie auszurotten. Und in diesem Trubel trifft Cassion auf eine junge Frau, die keine Erinnerung an ihr bisheriges Leben besitzt, aber wichtig für Cassions Schicksal zu sein scheint.
Die Schattenträger-Saga aus der High Fantasy Welt Edingaard spielt rund 20 Jahre nach den Ereignissen der Edingaard-Trilogie, kann jedoch unabhängig davon gelesen werden. Lernt man zunächst Cassion als einen in sich gekehrten jungen Mann kennen, der sich und seiner Magie selbst im Weg steht, wird schon bald klar, welch ungeheures Potential in ihm ruht. Eine Macht, welche dringend unter Kontrolle gebracht werden muss. Und vielleicht die einzige Möglichkeit ist, den beginnenden Kampf gegen den Mann zu gewinnen, der es sich zum Ziel gemacht hat, die Magie auszurotten.
Cassion konnte ich zunächst nicht einschätzen, er wirkte stets so, als würde er nicht aus sich herauskommen, als würde etwas in ihm schwelen, was ihn zu zerreißen droht. Als er im Lauf seiner Abenteuer auf verschiedene weitere Personen trifft, allen voran auf Kyana, die stark magiebegabte Frau ohne Erinnerungen, beginnen die Ereignisse auch schon bald, über seinen kopf hinauszuwachsen, so dass er sich oftmals nicht wirklich klug verhält, manchmal sogar schon anstregend. Das mag manchen nicht weiter stören, mir gefiel es auf Dauer weniger. Ebenso kam ich mit den zwischenmenschlichen Zwistigkeiten einiger weiterer Charaktere nicht klar, welche mir stellenweise zuviel wurden, zumal sie recht viel Raum einnahmen. Sowas nervt irgendwann. Sehr gut hingegen kristallisiert sich im Laufe des Romans heraus, wie die Stimmung im Volk gegen die Magier kippt. Ein Ziel, welches strategisch vom Feind von langer Hand vorbereitet wurde, auf mich aber auch wirkte, als würde das alles mancherorts etwas zu glatt laufen.
Ein wenig bin ich hin und hergerissen, wie ich das Buch am besten bewerte. Die Hintergründe, die Anfeindungen gegen die Magier sowie die diversen Intrigen, welche nach und nach angedeutet werden, sind schon interessant und bereiten den Leser auf bald anstehende Kämpfe vor. Weniger haben mir einige Charaktere gefallen bzw. deren Handeln, welches nicht immer stimmig war für die Charaktere. So wunderte es mich z. B., dass jemand Fragen ankündigte, welche er beantwortet haben wollte - und die dann einfach ausblieben. Und die Zwistigkeiten erwähnte ich bereits.
Für mich ist das Buch ein thematisch gelungener Start in ein bewegendes High Fantasy Abenteuer, jedoch mit einigen, in meinen Augen zu wenig stringenten Charakteren, welche mir manchmal zu anstrengend wurden, um noch Sympathien für sie zu hegen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleser Elias, 12 Jahre aus Mils:
Land of Stories: Das magische Land - Die Suche nach dem Wunschzauber von Chris Colfer
Testleser Elias, 12 Jahre aus Mils: Alex und Conner befinden sich gerade in einer schwierigen Familiensituation, da ihr Vater gestorben ist und ihre Mutter nicht viel Geld hat. Da kommt es ihnen gerade recht, dass sie ins Märchenland fallen. Bloß der einzige Haken ist, dass sie nicht wissen, wie sie wieder zurückkehren können.
Blöderweise bricht dann auch noch die böse Königin aus dem Kerker aus ...
Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen, denn man erlebt viele Märchen ( zB. Rapunzel, Schneewitchen, Aschenputtel) aus einer völlig neuen Sicht. Diese magische Welt hat mich vollkommen verzaubert.
Rezensionen von Miro76:
Drei Generationen Familiendrama
Was Nina wusste von David Grossman
Vera feiert ihren 90 Geburtstag im Kibbuz in vollem Gebraus. Familie und Freunde sind gekommen, um ihr zu huldigen. Nur ihre Tochter Nina, die von einer Insel nahe dem Nordpol angereist ist, finde keine Worte. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist stark getrübt.
Genauso wie das Verhältnis zu ihrer Tochter Gili, die sie 3jährig bei ihrem Vater zurückgelassen hattte.
Drei Frauen, drei Leben und ein großer Haufen an Schicksalsschlägen, die von Generation zu Generation weitergereicht werden.
In diesem Buch erzählt David Grossman das Leben von Eva Panic-Nuhar und ihrer Tochter in schriftstellerischer Freiheit.
Ich empfehle, sich mit den biografischen Eckdaten der oben genannten erst nach der Lektüre des Buches auseinanderzusetzen, denn der Autor baut meisterhaft eine unheimliche Spannung auf, die man sich nicht im Vorfeld verderben sollte.
Dadurch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Seite um Seite musste ich lesen, um endlich zu erfahren, was hinter dem ganzen Desaster steckt, welches Ninas Leben dermaßen aus der Bahn geworfen hat.
Zwischendurch war ich mir nicht mehr sicher, ob die Auflösung dem Spannungsbogen noch gerecht werden kann. Aber es funktioniert im Großen und Ganzen und es werden schwierige Fragen aufgeworfen. Doch auch die kann ich hier eigentlich nicht verraten, um nichts vorwegzunehmen.
Nur so viel sei noch gesagt, diese Lebensgeschichte ist sehr berührend. Sie hinterfragt die Menschlichkeit, die Liebe, Vertrauen und Verrat.
Man sollte diese Geschichte unbedingt etwas sickern lassen, bevor man über die Protagonistinnen urteilt, denn alles hat immer zwei Seiten!
Rezensionen von Miro:
Drei Generationen Familiendrama
Was Nina wusste von David Grossman
Vera feiert ihren 90 Geburtstag im Kibbuz in vollem Gebraus. Familie und Freunde sind gekommen, um ihr zu huldigen. Nur ihre Tochter Nina, die von einer Insel nahe dem Nordpol angereist ist, finde keine Worte. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist stark getrübt.
Genauso wie das Verhältnis zu ihrer Tochter Gili, die sie 3jährig bei ihrem Vater zurückgelassen hattte.
Drei Frauen, drei Leben und ein großer Haufen an Schicksalsschlägen, die von Generation zu Generation weitergereicht werden.
In diesem Buch erzählt David Grossman das Leben von Eva Panic-Nuhar und ihrer Tochter in schriftstellerischer Freiheit.
Ich empfehle, sich mit den biografischen Eckdaten der oben genannten erst nach der Lektüre des Buches auseinanderzusetzen, denn der Autor baut meisterhaft eine unheimliche Spannung auf, die man sich nicht im Vorfeld verderben sollte.
Dadurch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Seite um Seite musste ich lesen, um endlich zu erfahren, was hinter dem ganzen Desaster steckt, welches Ninas Leben dermaßen aus der Bahn geworfen hat.
Zwischendurch war ich mir nicht mehr sicher, ob die Auflösung dem Spannungsbogen noch gerecht werden kann. Aber es funktioniert im Großen und Ganzen und es werden schwierige Fragen aufgeworfen. Doch auch die kann ich hier eigentlich nicht verraten, um nichts vorwegzunehmen.
Nur so viel sei noch gesagt, diese Lebensgeschichte ist sehr berührend. Sie hinterfragt die Menschlichkeit, die Liebe, Vertrauen und Verrat.
Man sollte diese Geschichte unbedingt etwas sickern lassen, bevor man über die Protagonistinnen urteilt, denn alles hat immer zwei Seiten!
Rezensionen von KimVi:
Startet zunächst gemächlich, nimmt dann aber deutlich Fahrt auf
Ihr Königreich von Nesbø Jo
Die Brüder Roy und Carl sind auf einem Hof in den norwegischen Bergen aufgewachsen. Während der jüngere Bruder Carl seine Ausbildung in der Fremde absolviert und dort sein Glück sucht, ist der bodenständige Roy immer am Ort geblieben. Er führt dort eine Tankstelle und lebt eher zurückgezogen. Doch eines Tages kehrt Carl in seine Heimat zurück.
Er hat eine wunderschöne Ehefrau und einen Plan, mit der Unterstützung der Dorfbewohner ein Hotelprojekt zu verwirklichen, dabei. Carls Rückkehr bringt nicht nur Unruhe in den Ort, sondern auch auf den Gebirgshof. Denn Roy verliebt sich in die Frau seines Bruders und alte Geheimnisse drohen ans Tageslicht zu kommen....
"Ihr Königreich" ist nicht Teil einer Serie, sondern ein "Stand-Alone". Die Handlung wird in der Ich-Perspektive, aus der Sicht des älteren Bruders Roy, erzählt. Roy ist ein bodenständiger Typ, der keine Freundschaften pflegt. Für seinen charismatischen Bruder Carl, der vom Wesen her ganz anders ist, ist er der Fels in der Brandung und immer, in jeder Hinsicht, für ihn da. Der Einstieg in die Handlung verläuft ziemlich gemächlich. Hier muss man Geduld und Ausdauer mitbringen, um alles zu erfassen. Doch diese Informationen sind wichtig, um das Verhältnis der Brüder, ihre Geheimnisse und ihren Stand in der Dorfgemeinschaft einzuordnen. Von Anfang an schwebt eine gedämpfte Atmosphäre zwischen den Zeilen. Man ahnt, dass hier Geheimnisse im Verborgenen liegen, doch greifen kann man sie nicht. Um mehr zu erfahren, muss man geduldig sein. Denn der Autor holt weit aus, um seinen Charakteren Tiefe zu verleihen. Im Verlauf der Ereignisse wird klar, warum die Geschichte so erzählt werden muss, damit sie ihren Reiz entfaltet.
Die Spannung, die man in diesem Kriminalroman zunächst vergeblich sucht, schleicht sich mit dem Voranschreiten der Handlung beinahe unbemerkt ein. Plötzlich stellt man fest, dass man im Netz der Handlungsfäden gefangen ist und unbedingt erfahren möchte, was passiert ist und was passieren wird. Dabei wird man von unvorhersehbaren Wendungen überrascht, die dafür sorgen, dass man überhaupt nicht einschätzen kann, wie sich das Ganze entwickeln wird. Dem Autor gelingt es dabei hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so lebendig zu beschreiben, dass man alles mühelos vor Augen hat und ganz in die dramatischen Ereignisse eintauchen kann.
Nach einem gemächlichen Start, nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf und sorgt dafür, dass man sich den Ereignissen kaum noch entziehen kann.
Rezensionen von LadyIceTea:
Nette Highschool-Story
Very First Time Mein Masterplan in Sachen Liebe von Cameron Lund Freyja Melsted
Die 18-jährige Keely steht kurz vor ihrem Highschool-Abschluss, und sie freut sich schon riesig auf das Collegeleben. Doch eins ist für sie klar: Bevor es so weit ist, will sie endlich ihr erstes Mal hinter sich zu bringen. Auf keinen Fall kann sie sich am College als Anfängerin in Sachen Sex outen.
Ein Plan muss her, und Keely beschließt, dass für das erste Mal niemand besser geeignet ist als ihr bester Freund Andrew. Immerhin kennen die beiden sich schon ewig, also werden ihnen bestimmt keine Gefühle im Weg stehen. Oder etwa doch?
„Very first time“ von Cameron Lund hat mich erst ziemlich neugierig gemacht. Ich habe mir die Leseprobe durchgelesen und fand Keely und Andrew einfach unglaublich sympathisch. Ein bisschen erinnerte es mich an die Freundschaft in „The Kissing Booth“. Ich hatte die Hoffnung, dass die Geschichte, nicht so vorhersehbar wird, wie der Klappentext es vermuten lässt. Leider konnte mich das Buch da nicht überraschen.
Bei Keely und ihren Freunden dreht sich eigentlich alles nur um Sex. Wer mit wem und wann und überhaupt. Ich weiß, in dem Alter ist es wirklich ein wichtiges Thema und das ist auch in Ordnung so. Wären alle total abgeklärt damit umgegangen, wäre das wohl sehr unglaubwürdig. Zu diesem großen Thema kommen noch die typischen Cliquenrivalitäten und Zickereien aber auch ein paar schöne Freundschaftsmomente.
Keely ist eigentlich eine ziemlich coole Socke. Sie läuft nicht mit dem Strom, versucht eine gute Freundin zu sein und ihr eigenes Ding zu machen aber trotzdem ist sie unglaublich unsicher, weil sie scheinbar die einzige Jungfrau ist und sich komplett darüber definiert.
Bis hierhin plätschert die Story leider ein wenig vor sich hin. Sie ist schön geschrieben und man begleitet Keely und ihre Freunde gerne aber es fehlt einfach Pepp. Man wird nicht richtig mitgerissen.
Als dann Dean auftaucht, ein gutaussehender College-Boy, und Keely beginnt sich komplett zu verstellen, um ihm zu gefallen, wird es interessanter. Die Geschichte bekommt mehr Ebenen aber so richtig knackig ist sie trotzdem noch nicht. Es bleibt auch weiter bei dem Thema, dass es nicht cool ist, wenn man Jungfrau ist.
Im letzten Drittel läuft alles auf einen gewissen Punkt hin, der schon früh zu erkennen ist und man als Leser nur noch auf das Wie und nicht mehr das Was wartet. Der letzte Teil ist schön und man freut sich für die Figuren. Die gemeinsamen Momente und Aussprachen haben mir wirklich gut gefallen. Leider wird die negative Message aus dem Ganzen auch gegen Ende nur halbherzig revidiert. Das finde ich ein bisschen schade.
„Very first time“ ist eine wirklich nette Highschool-Story, mit sympathischen Hauptfiguren. Keely und Andrew können einem auf jeden Fall ans Herz wachsen. Leider dreht sich für mich zu viel um dieses eine Thema und die Zickereien und dafür verläuft mir zu viel vorhersehbar.
Die Geschichte lässt sich super mal zwischendurch lesen, ist für mich aber kein Highlight. Vielleicht bin ich nicht die richtige Zielgruppe. Wer auf die typischen Highschool-Geschichten, mit sympathischen Figuren steht, sollte dem Buch aber eine Chance geben.
Rezensionen von Marie aus E.:
Authentisches Island-Feeling, kulinarisch herausfordernd und ein absolut herzerwärmender Roman
Kalmann von Schmidt Joachim B.
Kalmann ist in den Dreißigern, lebt in einem kleinem Dorf auf Island, in Raufarhöfn (spricht man Reuwarhöbb) und ist von Beruf Haifischfänger.
Böse Zungen würden ihn vielleicht als Dorftrottel bezeichnen, Kalmann hat eine geistige Behinderung, die nicht weiter konkretisiert wird und seinen Platz in der Dorfgemeinschaft.
Er liefert den zweitbesten Gammelhai, den das Dorf kennt, den Besten hat sein Großvater produziert, dieser war für Kalmann eine wichtige Bezugspern, lebt aber inzwischen im Pflegeheim.
Das Buch ist auf jeden Fall in die Shortlist meiner persönlichen Lesehighlights 2020 aufgenommen. Kalmann ist ein Original, er wird manchmal mit der isländische Version von Forrest Gump verglichen, m. E. passt das aber nicht wirklich.
Kalmann hat mehr Ecken und Kanten, ich habe ihn nicht sofort in mein Herz geschlossen. Er kann mit Frustration nicht gut umgehen und wird aggressiv, andererseits ist er so herrlich ehrlich und der Autor schafft es, dass man sich wirklich in ihn hineinversetzten kann. Seine Sehnsüchte, sein Wunsch nach einer Frau und nach Geborgenheit. Hach ja. Auch sein einsames Leben mit nur einem Freund, der noch dazu nur Online verfügbar ist, sehr authentisch geschildert, ich konnte richtig in die Geschichte eintauchen.
Das Buch ist kein Krimi, auch wenn es Krimielemente beinhaltet.
Es eignet sich auch hervorragend zu einer Diätunterstützung, denn die Zubereitung des Gammelhais wird ausführlich beschrieben und ich kam bei diesem Buch nie in Versuchung, mich beim Lesen nebenbei mit Süßkram vollzustopfen. Empfindliche Gemüter und Tierschützer seien gewarnt, das Jagen und vor allem Erlegen eines Hais und die dann folgende Beschreibung zur Verwandlung in einen Gammelhai wird ausführlich beschrieben, ich fand das ja sehr spannend.
Wer unverfälschtes Island-Feeling fernab von romantischen Wasserfällen , Geysiren und touristischen Gletschertouren mag, sowie einen Held, der dem Buch sein eigenes Tempo aufdrückt und keinen Krimi sucht, aber trotzdem etwas Spannung und ganz viel Herz ohne Kitsch mag, dem empfehle ich das Buch uneingeschränkt. Ich lese ein Buch nur sehr selten zweimal, dieses hier aber auf jeden Fall.
Oder wie Kalmann sagen würde: Kein Grund zur Sorge, korrektomundo!










