Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Minigini:
Themaverfehlung
Zu viel und nie genug von Mary L. Trump
Von einer Psychologin, die ein Buch über den Präsidenten von Amerika schreibt hätte ich mir ein wenig mehr erwartet. Vor allem, da sie ihn ihr ganzes Leben kennt.
Die ersten 177 Seiten handeln fast ausschließlich davon, wie gemein alle zu ihrem Vater waren. Ja, es war interessant etwas über die Kindheit von Donald und seinen Geschwistern zu erfahren, aber das hätte auch auf einen Bruchteil des Papieres gepasst.
Marys Vater war offenbar schwerer Alkoholiker - auch wenn Fred Trump pädagogisch eine Niete war, kann dies nicht als Entschuldigung für den Rest des Lebens gelten. Einem Alkoholiker eine wichtige Position in einem Unternehmen zu geben, kann ziemlich riskant sein. Vor allem, da Freddy unter Alkoholeinfluss offenbar auch unberechenbar sein konnte (Szene mit der Waffe als Mary noch ein Kleinkind war).
Der Rest des Buches handelt handelt davon, wie Mary und Fritz um den Großteil ihres Erbes gebracht wurden, und wie Donald immer und immer wieder von Geldgebern und Banken aufgefangen wurde. Auch dieser Teil ist leicht im Internet zu finden, wenn man recherchiert.
Die einzelnen Kapiteln sind teilweise ziemlich unübersichtlich und chaotisch aufgebaut. Sie beginnt in einem Jahr zu erzählen, springt dann ein paar Jahre weiter um dann wieder noch weiter in die Vergangenheit zurück zu gehen. Manche Absätze erzählen völlig ohne Überleitung eine Begebenheit, die mit dem vorherigen Absatz nichts gemein hat. Teilweise musste ich zurückblättern, weil ich gedacht habe, etwas überlesen zu haben.
Mein Fazit:
Ich habe den Eindruck, dass Mary Trump ziemlich verbittert ist, und den Tod ihres Vaters nicht verarbeitet hat. Der Großteil des Buches handelt davon, dass ihr Zweig der Familie benachteiligt wurde. Das mag im Hinblick auf den immensen Reichtum der Familie Trump unfair erscheinen, trotzdem hat sie weit mehr an finanzieller Unterstützung erhalten als der Durchschnittsamerikaner/-Europäer.
Das Buch hat sie nur geschrieben, weil es sich vor bzw. während des Wahlkampfes gut verkauft. Der Titel des Buches hat überhaupt nichts mit Inhalt zu tun, Das Buch liest sich zwar relativ leicht, ist aber sonst völlig ohne Zusammenhang. Deshalb nur 1 Stern.. Einzig das Cover fand ich ansprechend.
Rezensionen von Didi2256:
Ein anderes Urlaubsparadies
Verschollen in Palma von Kallentoft Mons
Tim Blancks Tochter wird während ihrer Patyreise auf Mallorca vermißt. Das ist jetzt 3 Jahre her. Nachdem die Polizei es aufgegeben hat nach Emme zu suchen, macht sich Tim selbst auf den Weg nach Palma und bricht in Schweden alle Zelte ab, um selbst nach seiner Tochter zu suchen. In Palma nimmt er einen Job als Detectiv an und lernt die korrupte, kriminelle Welt der Reichen und Schönen kennen.
Dabei bekommt er eine Spur die mit Emme zu tun hat, lebt sie doch noch?
Der Autor hat hier einen Krimi geschaffen, der dem Leser schonungslos ein anderes Mallorca zeigt. Bildlich kann man sich in das Urlaubsparadies versetzen und leidet mit dem Protagonisten mit. Die Charaktere sind glaubhaft dargestellt und überschaubar. Der Schreibstil allerdings ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn immer wieder kommen Passagen vor, indem zwischen Emme und der Wirklichkeit hin und her geswitscht wird. Mir waren es auch zuviele englische Einwürfe, die für mich als der englischen Sprache nicht mächtig, eher störend waren. Aber das gehört wohl zu einem modernen Schreibstil und ich habe mir die Sätze zusammen gereimt. Der Spannungsbogen zieht sich durch das ganze Buch.
Ich fühlte mich spannend gut unterhalten und kann das Buch weiterempfehlen.
Rezensionen von Didi2256:
Thriller oder Horror
Dunkler Raum von Peter Robert
Peter Robert hat mit seinem Debütroman ein Buch geschaffen, das zum Nachdenken anregt, aber gleichzeitig auch Angst macht.
Zwei Familien kämpfen um ihre Kinder. Da ist eine alleinerziehende Mutter mit zwei dunkelhäutigen Jugendlichen und einem Sohn der keinen Kontakt pflegt. Problemkinder die in einem Milieu der harten Außenwelt aufwachsen.
Dann die Patchworkfamilie, die sich wohnlich verbessern kann und in eine Welt der Elitekinder eintaucht. Doch alles gerät massiv aus den Fugen.
Das Cover und der Klappentext zeigen schon, hier handelt es sich um eine dunkle Geschichte. Am Anfang nahm alles seinen normalen Anlauf und ich kam sehr gut in das Geschehnis hinein. Flüssiger Schreibstil, eine klare Aussprache mit einer manchmal außerordentlichen Wortwahl, die man selten findet. Bis es zu den Rückblenden kam, da war ich doch sehr irritiert und wusste manchmal gar nicht in welcher Zeit ich mich befand. Das forderte meine Konzentration und nahm mir ein bisschen den Lesefluss. Dabei stand die Brutalität im Vordergrund, die ich bei weitem nicht so erwartet hätte. Szenen zwischen Dystrophie und Wirklichkeit überschlugen sich, das war mir einfach zu viel und ich begann mich durch das Buch zu quälen. Schade eigentlich, denn die Story fand ich stellenweise ganz gut, kann aber das Buch dadurch schwer zuordnen. Als Roman würde ich das Ganze nicht einordnen, eher in die Horrorabteilung. Man brauch schon starke Nerven.
Rezensionen von Streiflicht:
Lesespaß mit Überraschungsfaktor
Die verstummte Frau von Karin Slaughter
Die Georgia-Serie von Autorin Karin Slaughter hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und ich muss gestehen, ich liebe die beiden Hauptfiguren. Das war schon in der Grant County-Reihe so und dass sie nun ein Team sind, ist für mich perfekt. Dementsprechend fiebere ich auf jeden neuen Band hin und war auch dieses Mal wieder voller Vorfreude und Spannung.
Und natürlich auch ein bisschen ängstlich, ob es mir wieder gefallen wird. Und ja, es hat mir gefallen. Noch besser als die Vorgänger und wie immer war ich absolut begeistert.
Die beiden Charaktere sind so toll und machen mir Freude und wenn dann noch ein spannender Fall dazukommt, ist es perfekt. Dieses Mal ist die Verstrickung in die Vergangenheit besonders deutlich und es ist gut, wenn man die anderen Bücher bereits kennt. Dann sind der Lesespaß und Überraschungsfaktor umso größer.
Die Mischung aus Spannung, Kriminalroman und Liebesgeschichte ist für mich perfekt – wie immer bei Karin Slaughter! Immer wieder gerne und gerne noch viel mehr davon!
Rezensionen von Streiflicht:
So gelingt es ganz einfach
Sila's Orientküche von Sahin Sila
Ich koche und backe sehr viel und sammle auch entsprechend Koch- und Backbücher. an die orientalische Küche habe ich mich bisher aber noch nicht gewagt, obwohl ich sehr gerne Gerichte aus diesem Kulturkreis esse. Da dieses Buch so übersichtlich aussieht und strukturiert gestaltet ist, wollte ich es damit gerne versuchen.
Die Aufteilung der Kapitel in schnell oder etwas komplizierter, klassisch, usw. finde ich sehr alltagstauglich. Man hat ja nicht immer so viel Zeit und da ist es auch schön, wenn man ein passendes, schnelles Rezept findet. Auch die Zutaten lassen sich leicht beschaffen und so steht dem Kochen und anschließenden Genießen nichts mehr im Weg...
Besonders gut hat mit der Abschnitt „Kochen für den Liebsten“ gefallen, denn Silas Mann isst kein Fleisch und ich bin immer auf der Suche nach guten vegetarischen Rezepten. Ab und zu mag ich gerne Fleisch, aber ich bin immer wieder begeistert darüber, wie lecker und abwechslungsreich man auch ohne kochen kann.
Highlight waren für mich die „Süßen Sünden“, denn ich mag es gerne klein und süß.
Die ergänzenden Fotos zu den jeweiligen Rezepten machen schon beim bloßen Durchblättern gute Laune und Lust auf das Ausprobieren und Nachmachen.
Ein rundum gelungenes Buch, mit dem ich sicherlich noch viel Freude haben werde!
Rezensionen von LEXI:
Mord vor der Küste Dänemarks
Tödliches Wattenmeer. Ostfrieslandkrimi von Elke Nansen
Mord vor der Küste Dänemarks
Als Melanie Hauke nach einem romantischen Ausflug mit ihrem Ehemann alleine auf dem führerlos treibenden Segelboot „Meli“ entdeckt wird, glaubt niemand ihren Unschuldsbeteuerungen. Eine große Blutlache auf dem Deck und ihre blutüberströmte Kleidung sprechen für Melanies Schuld am gewaltsamen Tod ihres Ehemannes Christian.
In ihrer Verzweiflung schickt die Mordverdächtige ihre elfjährige Tochter Maximiliane zu Dr. Philipp Schorlau und informiert ihn in einem Schreiben über dessen Vaterschaft. Der arrogante und zynische Chefpathologe, der stets genüsslich verbale Wortgefechte mit seinem besten Freund Richard Faber zelebriert, ist sprachlos. Um seiner ehemaligen großen Liebe wegen ersucht er Faber und Waatstedt, den Fall zu übernehmen und zu versuchen, Melanies Unschuld zu beweisen. Doch die Beweise scheinen erdrückend und Philipp muss sich langsam fragen, ob Melanie tatsächlich noch die gleiche Frau ist, die er einst liebte – oder aber eine hervorragende Schauspielerin und eiskalte Mörderin.
In dieser Neuerscheinung aus der Feder Elke Nansens durfte ich erneut in die Welt des ostfriesischen Ermittlerpaares Richard Faber und Rike Waatstedt eintauchen, die sich im aktuellen Fall große Sorgen um ihren Freund Philipp Schorlau machen. Während dieser sich langsam an seine neue Vaterrolle und die freche Elfjährige gewöhnt, die so unvermittelt ins Haus schneite, verdichtet sich zugleich der Verdacht gegen Melanie Hauke. Philipp zuliebe gehen die beiden Kriminalkommissare jeder noch so kleinen Spur nach, werden vom gesamten Team, aber auch vom kriminalistischen Spürsinn Opa Knuts und dessen scharfsinnigen Hinweisen unterstützt. Den Kriminalkommissaren Laurien Heiligenstadt, Sonja Withuus, Tamme Hehler, Friedhelm Steiner und Torben Husman werden kleine Nebenrollen zuteil, während der Chefpathologe Dr. Philipp Schorlau zwar im Zentrum des Geschehens steht, aufgrund seiner persönlichen Befangenheit an den Ermittlungen jedoch offiziell nicht beteiligt ist. Ich fand es interessant, wie das vorwitzige kleine Mädchen die sensible und weiche Seite dieses ansonsten brummigen und elitären Snobs zu Vorschein brachte. Auch der alte Ostfriese Opa Knut, dessen liebevolle und gastfreundliche Art ich bereits in den Vorgängerbüchern zu schätzen lernte, schloss den schlagfertigen kleinen Wirbelwind namens Maxi sofort ins Herz. Mit Andreas und Heidrun Hauke und der Assistentin Anja Schulte betraten weitere relevante Nebenfiguren den Schauplatz der Handlung.
Der flüssige Schreibstil der Autorin sorgte gemeinsam mit dem durchgehenden Spannungsbogen dafür, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen mochte. Unerwartete Wendungen und geschickt inszenierte falsche Fährten trugen zu meinem Lesevergnügen bei, die Auflösung des Falles hat mich letztendlich überrascht. In einigen Konversationen bedienen die handelnden Figuren sich zudem plattdeutscher Ausdrücke und Redewendungen, was ich besonders beim alten Ostfriesen Opa Knut überaus charmant fand.
Fazit: Mit „Tödliches Wattenmeer“ bescherte die Autorin mir einen interessanten Kriminalfall, der mich ausgezeichnet unterhalten und mir sehr gut gefallen hat. Die sympathischen Figuren dieser Buchreihe aus der Feder von Elke Nansen sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen und ich freue mich bereits auf weitere Ermittlungen mit Faber und Waatstedt sowie dem gesamten Team des Kriminal- und Ermittlungsdienstes Emden.
Rezensionen von Marie aus E.:
Von der Auszeit in die Katastrophe
Unter uns das Meer von Amity Gaige
Juliet und Michael führen ein typisches Vorstadtleben. Eine Familie mit zwei Kindern, er mit langen Arbeitszeiten, sie schreibt an ihrer Dissertation und leidet unter Depressionen. Er möchte eine Auszeit und träumt von einem einjährigen Segeltörn in die Karibik, sie zweifelt, lässt sich aber überreden.
Schon eingangs wird klar, dass die Auszeit, die ihre Leben positiv verändern sollte, in einer Katastrophe endet. Was aber genau geschah, das erschließt sich uns Lesenden erst nach und nach.
Im Wechsel liest man Juliets und Michaels Sichtweise, letztere in Auszügen aus seinem als Tagebuch geführten Logbuch. Das hat meinen Lesefluss gehemmt, da man sich ständig auf wechselnde Perspektiven einstellen muss.
Anfangs hat mich das Buch gefesselt, allerdings habe ich mich im Verlauf zunehmend schwer damit getan, ich konnte keine Nähe zu den erwachsenen Charakteren aufbauen. Ihr Schicksal habe ich nur aus der Ferne zur Kenntnis genommen, wirklich berührt hat es mich nicht.
Ich fand das Buch auch zu lang - immer wieder ähnlich kreisten die Themen in der Vergangenheit, mit vielen Wiederholungen, das Leben auf dem Schiff und der Alltag mit Kindern war zwar angerissen, aber da hätte ich mir mehr erhofft.
Ein Drama, das mich leider nicht wirklich gepackt hat.
Rezensionen von Petra:
Das Ritz
Die Königin des Ritz von Benjamin Melanie
Eigentlich gibt es drei Hauptprotagonisten in diesem Buch. Das Ehepaar Auzello und das Hotel Ritz in Paris.
Bekannt ist, dass das berühmte Hotel während der Besatzungszeit Hauptquartier der Deutschen war. Ein sehr bekanntes mondänes Haus mit allen erdenklichen Luxus und sehr illustren Gästen. Die Menschen die in diesem Haus gearbeitet und es geführt haben sind eher unbekannt.
Das Buch ist zur Hälfte eher eine Bestandsaufnahme einer Ehe. Nach 17 Jahren ist der Zauber der Liebe auf dem ersten Blick verflogen. Melancholisch erzählt Blanche, eine gebürtige Amerikanerin, wie sie das Gefühl nicht los wird hinter dem Hotel zurück zustehen. Ihr Mann Claude Franzose ist ebenfalls enttäuscht. Er hat eine brave Ehefrau a la Kind, Küche, Kirche erwartet. Sie wollte Glamour und Aufmerksamkeit.
Alles das ist anders als was ich nach dem Klappentext erwartet hatte.
Dann kommt der Bruch,
Blanche lernt eine junge Frau kennen die in der Resistance arbeitet. Auf einmal sieht Blanche das jüdische Angestellte nicht mehr da sind. Das die Menschen auf der Straße hungrig und abgerissen aussehen. Alles ein Gegensatz zu ihrem Hotel. Dort gehen die Nazis ein und aus. Sie spioniert für die Resistance und trotzdem erkennt sie das Nazi nicht gleich Nazi ist. Schwer für sie zu ertragen denn ihr geliebtes Paris leidet sehr. Auch Claude arbeitet für den Widerstand, er will vor allem seine Frau schütze .
Die Autorin hat einen biographischen Roman über die Auzellos geschrieben, mir kam es eher so vor als ob sie in ihnen nur ein Anhängsel des Ritz gesehen hat. Trotz des Schicksals von Blanche steht das Hotel immer wieder im Vordergrund. Nur das Haus als Institution ist glänzend dargestellt. Paris ist die Stadt die Mitleid verdient, die Aufmerksamkeit bekommen muss. Die Menschen sind nicht so wichtig, sie sind blass, traurig, fast austauschbar dargestellt. Das Paar sind zwei sehr interessante Persönlichkeiten, gehen aber in der Schwärmerei unter. Erst am Ende im Nachwort bekommen beide den Stellenwert der ihnen zusteht.
Rezensionen von *RC*:
Orient - so excellent
Sila's Orientküche von Sahin Sila
Allein schon die Aufmachung hat mich angelacht, dass ich einfach in das Buch schauen musste. Und prompt ist mir auch schon dieses Kochbuch ans Herz gewachsen.
Auch das Vorwort hat Freude gemacht zu lesen, da man so etwas von der Kochliebe der Schauspielerin - bekannt z.B.: aus „Lindenstraße“ und „GZSZ“ - auf lockere Art und Weise erfährt.
Eine Einführung in Besonderheiten der orientalischen Zutaten und Gewürze sind ein guter Einstieg, eine wunderbare ‚Vorfreude‘ aufs anschließende Rezepte-Schmökern und -Ausprobieren.
Bei diesem Kochbuch soll der Leser immer vor Augen haben, dass ‚Liebe durch den Magen geht‘, dass Kochen und Essen vor allem Freude machen soll und etwas Sinnliches ist. So heißen die Kapitel z.B.: „Kochen für den Liebsten“ oder „Love-Diner“. Tradition und Gesundheit stehen ebenso im Vordergrund, so dass „Rezepte meiner Mutter“ nicht fehlen dürfen. Und wer auf Gesundheit bedacht ist, der findet in der Kategorie „Healthy Week“ passende bunte Salate und leckere Suppen. Aber was wäre die arabische Küche ohne das Zuckersüße!? Zum Abschluss eines Essens oder als Beigabe zum Kaffee oder Tee sind kleine Küchlein oder Desserts - „Süße Sünden“ - genau das Richtige.
In diesem Buch finden sich in erster Linie vegetarische Rezepte. Es gibt ein paar Rezepte mit Hähnchen, Lamm, Garnelen und Fisch. Aber wer Auberginen, Tomaten, Bohnen, Kichererbsen, Möhren und Paprika (…) sowie Linsen, Bulger aber auch Feta und Joghurt liebt, der wird sich durch das Buch durchkochen.
Die Bilder zu jedem Rezept sind fantastisch gelungen, so dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Die Anleitungen sind schrittweise gut und verständlich erklärt. Die Zubereitung ist nicht sehr aufwendig und erfordert keine großen Profi-Kenntnisse und ist für jeden ‚Normalo’ machbar bzw. kochbar. Mir gefällt besonders, dass bei vielen Rezepten unten ein kleiner Tipp in andersfarbiger Schrift hervorgehoben wird. Hier geht es dann um alternative Zubereitungsarten, alternative Zutaten oder besondere Anrichtungsvorschläge. Eine spezielle und herzliche Note bekommen die Rezepte durch ‚kleine Anekdoten‘ oder persönliche Hinweise der Autorin.
Nicht unwichtig finde ich, dass bei den Rezepten auch die Zubereitungszeit, die Rezeptmenge (für wieviel Personen) und die Kalorienzahl gennant werden.
Ich habe mich gleich in das orientalische Granola-Müsli verliebt, das ich gerne als Topping auf meinen Joghurt streue. Und der Melonen-Gurken-Salat ist der knallige Sommerhit - einfach, aber einfach gut und leckerleicht!
Ich kann das Kochbuch wärmstens empfehlen. Das ein oder andere Gewürz wird man zwar nicht standardmäßig zuhause haben, aber einen Laden, in dem es türkische / arabische Gewürze gibt, werden die meisten sicherlich in der Nähe haben. Ansonsten, denke ich, kann man bei der ein oder anderen Zutat auch ein wenig schummeln und fantasievoll eine adäquate Alternative wählen.
In meinen Augen hat dieses Kochbuch 5 Sterne verdient.
Rezensionen von yellowdog:
Schuldig auf Verdacht
In der Hitze eines Sommers von Flint Emma
Es ist 1965 in den USA und das Frauenbild der Gesellschaft vorgeprägt. Daher ist die zweifache Mutter Ruth Malone, die von ihrem Mann getrennt lebt und wechselnde Männerbekanntschaften hat, als Femme Fatal gebrandmarkt.
Als ihre kleinen Kinder verschwinden, gerät sie unter Verdacht. Ihre vierjährige Tochter wird tot aufgefunden, der Junge bleibt verschwunden.
Detective-Sergant Devlin ermittelt gegen sie.
Auch von der Presse wird sie im „Malone-Fall“ vorverurteilt.
Der noch unerfahrene Reporter Pete Wonicke arbeitet für den Herald und er ist der einzige, der an Ruth Unschuld glaubt.
Emma Flint lässt die schwelende Spannung immer mehr glimmen. Ein Touch von Real Crime ist enthalten. Tatsächlich ist der Stoff von einem realen Fall inspiriert.
Die beschriebenen Abläufe bei der Polizei- wie Journallisten-Arbeit sind glaubwürdig geschildert. Das gilt auch für die Gerichtsverhandlung, die das Finale des Romans bildet.
Das ist ein ganz geschickt gemachter Roman, der den Themen Doppelmoral und Vorverurteilung auf die Spur kommt.










