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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R:

Steinzeitabenteuer ...

Doggerland von Daniel Bleckmann

Klappentext:

Ohne das Wasser zu sehen, weiß ich, was gerade geschieht: Der Tsunami ist da. Der Untergang Doggerlands hat begonnen. Ein Grollen wie von einem entfesselten Drachen hallt über die Insel.

Rote Steine, die an ein verfallenes Tor erinnern: Neugierig untersuchen die Zwillinge Lex und Leya die alten Felsbrocken im Wattenmeer - als sie urplötzlich in die Vergangenheit befördert werden.

8000 Jahre vor ihrer Zeit nach Doggerland. Mit Staunen tauchen sie in die vergangene Welt der Steinzeitmenschen ein. Doch zugleich mehren sich die drängenden Fragen. Wie kommen sie wieder zurück? Und was, wenn der große Sturm naht und Doggerland im Meer versinkt?

Ein spannendes Zeitreiseabenteuer über eine Insel, die es wirklich einmal gab: Vor 8000 Jahren ging Doggerland in der Nordsee unter.

Cover:

Das Cover entführt uns in eine versunkene Stadt und zeigt auf die Schätze und die Vergangenheit, welche am Meeresboden liegt. Auch farblich ist das Cover sehr schön gestaltet und macht auf jeden Fall neugierig auf die Geschichte.

Meinung:

Der Schreibstil ist fesselnd, lebendig und sehr angenehm und flüssig. Es lässt sich sehr gut und locker lesen.

Die drei verschiedenen Perspektiven aus Sicht von Alif, Lex und Leya ermöglicht ein tieferes Eintauchen in den jeweiligen Charakter und durch die verschiedenen Perspektiv-Wechsel wird zusätzlich Spannung aufgebaut.

Da die Perspektiven jeweils aus der Ich-Perspektive lesen und geschrieben sind, wird daher auch nochmal genauer auf den jeweiligen Charakter und auch dessen Eigenarten und Sprachweise eingegangen, was es zu Beginn nicht immer einfach macht, da der Zocker-Slang von Lex schon ein wenig gewöhnungsbedürftig ist und auch die einfache Sprachweise von Alif, mit allerhand Steinzeitbegriffen, macht es auch nicht immer einfach. Toll ist dazu jedoch das Glossar, welches die Steinzeit-Begriffe sehr gut erklärt. Die unterschiedlichen Sprachweisen machen es aber durchaus auch interessant und unterhaltsam. denn auch diese sorgen für einige Lacher.

Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und vor allem Leya habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen.

Die Geschichte wird sehr schön und spannend erzählt und durch die Ich-Perspektive fühlt es sich zeitweise so an, als wäre man mitten dabei und würde es hautnah miterleben. Auch die bildlichen und detaillierten Beschreibungen ermöglichen ein Einfinden in die Welt und die Geschehnisse und sorgen für ein Gefühl, als wäre man dabei. Spannung pur, die ein wundervolles Leseerlebnis entstehen lässt.

Inhaltlich möchte ich nicht zu viel verraten, erlebt selbst mit Lex und Leya die Reise in ein längst untergegangenes Doggerland vor 8000 Jahren und lässt euch in die Steinzeit entführen.

Toll fand ich auch die Gliederung und die angenehme Länge der Kapitel. Zu Beginn des Kapitells und auch an Hand des Symbols konnte man erkennen, aus welcher Sichtweise das folgende Kapitel erzählt wird. Die Idee fand ich sehr schön und gelungen.

Auch Themen wie Freundschaft und Umweltschutz kommen hier nicht zu kurz und werden altersentsprechend verpackt und in die Geschichte mit eingebaut.

Die Geschichte wird sehr schön erzählt, die wechselnden Perspektiven ermöglichen eine Vielfalt und zusätzliche Spannung, so dass man wie gefesselt bis zum Ende der Geschichte, dass Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Fazit:

Spannendes Steinzeitabenteuer mit vielfältigen Charakteren und einer bereichernden Geschichte.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Herzerwärmender Weihnachtsroman

Eine Weihnachtshochzeit im Schnee von Sarah Morgan

"Eine Weihnachtshochzeit im Schnee" macht Spass sagt Katies Mitbewohnerin, sagt ebenfalls Rosies Schwiegermutter in Spe, sagt auch Rosie.

Doch Roses Mutter Maggie und Rosies Schwester Katie halten das für keine gute Idee - Rosie kennt Dan doch erst seit einer Handvoll Monaten und jetzt soll schon geheiratet werden? Dazu noch an Weihnachten und in den USA, anstatt zuhause im Honeysuckle Cottage nahe Oxford Weihnachten zu feiern wie immer.

Nach den Telefonaten mit ihren Verwandten ist sich auch Rosie nicht mehr so sicher. Auch ihr geht es doch ein wenig zu schnell und immer öfter fällt ihr auf, dass sie eigentlich gar nicht so viel über Dan weiss und umgekehrt. Doch jetzt noch einen Rückzieher machen?

Derweil reisen ihre Eltern an. Zusammen, obwohl sie sich vor einiger Zeit getrennt haben, es ihren Töchtern aber noch nicht gesagt haben und gerade ist der Zeitpunkt ja auch schlecht. Die kratzbürstige Katie ist froh, kann sie alleine fliegen, denn nach einem traumatischen Erlebnis vor einigen Wochen ist sie nicht mehr dieselbe und will nun vor allem die Hochzeit ihrer Schwester verhindern. Und dann treffen sich alle in Aspen in einer Schneelandschaft und müssen sich ihrem Innenleben stellen.

Wem das Setting der Snow Crystal-Serie gefallen hat, wird sich auch hier wohlfühlen, denn auch hier liegt viel Schnee und die Baumhäuser müssen der Beschreibung nach einfach bezaubernd sein.

Viel Zeit um das winterliche Ambiente zu geniessen, bleibt den drei Frauen nicht, sie alle haben einiges zu tun, um ihre Probleme zu lösen. Abwechselnd erzählt Sarah Morgan von Maggie, Katie und Rosie und bringt die Story auf den Punkt.

Es sind unterschiedliche, meistens liebenswerte und sehr bodenständige Charaktere, die die Autorin in "Eine Weihnachtshochzeit im Schnee" zusammenbringt. Am wenigsten spürbar für mich war Dan, umso mehr sein Trauzeuge Jordan. Sarah Morgen lockert die emotionale Geschichte mit humorvollen Dialogen und Szenen auf, erklärt gut, wieso Katie so abgeht und legt eine runde Story, so wie wir es von ihr gewohnt sind, vor.

Einmal mehr ein super schöner und herzerwärmender Weihnachtsroman von Sarah Morgan und deshalb:

Fazit: Kuscheldecke ausbreiten, Tee aufsetzen, Kaminfeuer-Atmosphäre schaffen und die nächsten Stunden lesend in der Snowfall Lodge verbringen!
4.5 Punkte.

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Rezensionen von Claudia R:

Freundschaft verbindet ...

Eine Weihnachtshochzeit im Schnee von Sarah Morgan

Klappentext:

Die beiden Freunde Arda und Lennard machen in den Ferien Tegel unsicher. Auf einer Entdeckungstour erfahren sie etwas von dem Spuk aus Tegel. Das Geheimnis um die Geschichte lässt sie nicht mehr los.

Cover:

Das Cover ist sehr fantasiereich, kreativ und einfach wunderschön gestaltet.

Der Wind formt eine Gestalt, die einem kleinen wuscheligen Hund ähnelt und auch der Baum ist sehr schön und ausladend gestaltet, so dass hier die Natur, aber auch die Fantasie und Kreativität freien Lauf gelassen wird und so macht dieses Cover sehr neugierig auf die Geschichte.

Meinung:

Eine abenteuerliche und lehrreiche Geschichte, die viele verschiedene und wunderschöne Elemente in sich birgt.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr leicht und locker lesen. Die einfache Schreibweise ermöglicht Kindern und Erwachsenen das Buch zu entdecken und dabei auch noch das ein oder andere über verschiedene Kulturen und Hintergrundwissen über Berlin und andere Dinge zu erlangen, wie z.B. über "Moby Dick" oder die "dicke Marie".

Freundschaft der besonderen Art spielt hier eine sehr wichtige Rolle. Schnell sind Lennard und Arda unzertrennlich und erleben ganz besondere Ferien in Tegel. Sie erkunden die Landschaft mit ihren Fahrrädern und genießen die tolle Zeit. Als sie vom Spuk in Tegel hören, ist ihre Abenteuerlust geweckt und sie wollen unbedingt das Geheimnis lüften. Wird ihnen das gelingen und was steckt dahinter?

Doch zu viel möchte ich hier noch nicht verraten. Denn schließlich ist es ein Geheimnis und ihr solltet es lieber selbst lesen.

Die Geschichte ist sehr schön und spannend erzählt. Vor allem die Freundschaft und die liebevolle Art der Jungs untereinander kommt hier sehr schön hervor. Es zeigt, wie wichtig es ist, einen guten Freund zu habenund das Freundschaft und Familie zwei sehr wichtige Faktoren im Leben sind.

Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Auch die kurzen Kapitel sind sehr ansprechend und lassen sich sehr angenehm lesen.

Fazit:

Kultur, Freundschaft und Familie spielen hier eine wichtige Rolle und runden diese spannende Geschichte sehr gut ab. Tolle Unterhaltung, mit Wissens- und Wertevermittlung sowie einer spannenden Geschichte.

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Rezensionen von Gudrun7:

hatte mir mehr erhofft - nicht so meins

Made for more – Du bist für mehr gemacht von Dana Schwandt

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Das kommt frech und ehrlich rüber. Gefällt mir.
Der Schreibstil wirkt auf mich eher etwas chaotisch. Hier werden die unterschiedlichsten Dinge, die zwar zusammenhängen, etwas zu sehr vermischt. Da die Erwähnung, dass später näher darauf eingegangen wird, zu häufig vorkommt, leidet der Lesefluss zu häufig darunter.

Die Übungen, die die Autorin den Lesern zur Hand gibt, kratzen zwar etwas an, jedoch geht es zu wenig in die Tiefe. Da bleiben zu viele Fragezeichen oder auch Frust, weil es nicht näher geht, übrig.
Wenn mehr Tiefgründigkeit eingeflossen wäre, hätte es diesem Buch nicht geschadet. Klar, hätte dadurch sicherlich etwas die frech-fröhliche Art gelitten. Aber, es geht ja bei den Themen ans Eingemachte und dabei sollte die Unterstützung tiefer greifen.
Mir gefällt, dass Dana Schwandt so offen über ihre eigenen Erfahrungen "plaudert" und das macht das Ganze sympathisch.

Mein Fazit: hatte mir mehr erhofft - nicht so meins

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Rezensionen von Claudia R:

frisch und modern...

Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke! von Rüdiger Bertram

Klappentext:

Alle, wirklich alle anderen haben ein Handy - nur Franzi kriegt keins. Erst als Franzi die Schule wechselt, haben ihre Eltern endlich ein Einsehen. Was aber keiner ahnt: Franzis neues Handy hat ein Eigenleben! Es heißt Dandy Smart und hat eine Menge Ideen, was Franzi alles tun könnte.

Einen Superchip besorgen zum Beispiel, mit dem Dan unendliche Speicherkapazität bekommen kann - und damit auch Franzi unendliche Möglichkeiten! Doch auch die fiese Superschurkin Lady Ballerina hat ein Auge auf den Chip geworfen und will damit nicht weniger als sich die Weltherrschaft sichern! Können Franzi und Dan sie noch rechtzeitig aufhalten? Ein Wettkampf mit der Zeit beginnt...

Cover:

Das Cover ist sehr schön gestaltet. Man sieht ein Mädchen vor einem Handy, aus dem ein Superheld zukommen scheint. Auch farblich ist das Cover sehr schön gestaltet und macht auf alle Fälle neugierig.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr leicht und locker lesen.

Franzi ist die einzigste die noch kein Handy hat. Ein wirklich leidiges Thema, was sicherlich viele Eltern mit ihren Kindern führen und Franzi kann es kaum fassen als ihre Eltern plötzlich nicht kein handy, sondern ein Handy sagen. Sie ist überglücklich. Doch ihr Handy ist etwas ganz Besonderes, denn es hat ein Eigenleben ... Dandy Smart und der ist ein richtiger Schlawiner, der es in sich hat. Doch damit beginnt erst das richtige Abenteuer.

Doch zu viel vom Inhalt möchte ich hier noch nicht verraten.

Die Geschichte wird sehr spannend und interessant aus der Sichtweise von Franzi aus der Ich-Perspektive erzählt. So kann. man sich auch sehr gut in Franzi und ihre Gefühle und Emotionen hineinversetzen. Auch die Handlungen und Geschehnisse sind sehr nachvollziehbar beschrieben. Franz hat mir persönlich sehr gut gefallen. Und auch Dan sorgt für allerhand Aufregung und Lacher.

Nebenbei werden Themen wie Mobbing und, dass das Internet nicht immer nur ehrlich ist, kindgerecht mit in die Geschichte eingewoben. So lernt man auch noch wichtige Werte dazu und es werden zugleich wichtige Botschaften vermittelt.

Die Geschichte ist sehr frisch und lebendig und an die heutige Zeit, sehr modern, mit angelehnt und geht auf die Themen der heutigen Jugend und Kinder ein.

Die Geschichte wird spannend und fesselnd erzählt und so vergehen die Seiten, wie im Fluge. Eine tolle Geschichte, die fast schon ein wenig zu schnell vergeht. Mir hat sie sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt, auf weitere Bände dieser Reihe, da dies der Beginn dieser neuen Reihe ist und hoffentlich noch viele weitere Bände folgen werden.

Toll sind auch die schwarz-weiß Illustrationen, die hier schon teilweise fast an eine Art Comic erinnern. Diese sind sehr schön gestaltet und toll mit in die Geschichte eingebunden. Geschichte und Illustrationen bilden eine sehr schöne Einheit.

Fazit:

Lebendig, fesselnd und modern ist hier die Geschichte um Franzi und ihr Handy Dandy Smart, was für allerhand Trubel sorgt.

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Rezensionen von heinoko:

Der kleine große Sänger Joseph Schmidt

Der Sänger von Lukas Hartmann

Der kleine große Sänger Joseph Schmidt

Wer erinnert sich heutzutage noch an diesen grandiosen Sänger Joseph Schmidt, nur 1,54 m groß, dem aufgrund seiner Körpergröße die Opernbühnen verschlossen blieben, der aber als Konzert-, Film- und Radiosänger eine großartige Karriere hinlegte? Vielleicht kennt man noch am ehesten „Tiritomba“ oder „Ein Lied geht um die Welt“.

Ich empfehle Ihnen sehr, sich Joseph Schmidt bei YouTube mit der Arie „Nessun dorma“ anzuhören. So bekommen Sie am ehesten eine Ahnung davon, wieso seine Stimme die Welt verzauberte.

Das vorliegende Buch befasst sich mit den letzten Lebensjahren des berühmten Tenors, dem die Frauen zu Füßen lagen, Joseph Schmidt,„the tiny man with the great voice“. Nach den Jahren größter Erfolge in Deutschland, Europa und Amerika ist Joseph Schmidt als Sohn orthodoxer Juden seit 1933 auf der Flucht vor den Nazis, von Wien nach Belgien nach Holland nach Frankreich. Schließlich schafft er es von der Auvergne aus in die Schweiz. Joseph Schmidt ist krank, schwer krank. Doch der Schweizer David fürchtet sich vor dem deutschen Goliath. Und so landet Joseph Schmidt trotz seiner schlechten körperlichen Verfassung im Internierungslager Girenbad, erfährt keine wirkliche medizinische Hilfe und stirbt schließlich 1942, im Alter von nur 38 Jahren.

Lukas Hartmann versucht in seinem Buch, dem begnadeten Tenor während seiner letzten Lebensjahre intensiv nachzuspüren, indem er viel Platz lässt für Innenansichten, für Gedanken, für Erinnerungen, kurzum für die Tragik eines jüdischen Tenors, für den Gesang eine Form der Frömmigkeit war, der sich durch seine Stimme Größe und Raum verschaffte. Und der in der Schweiz seine Stimme verliert und damit auch sein Kapital, seinen Glanz, seine Kraft der Verführung und der, obwohl er keine Hilfe erfährt, dennoch den Schweizern dankbar bleibt, weil sie ihn (im Lager!) aufgenommen haben. Obwohl sich Lukas Hartmann in einem etwas zähflüssigen, gefühlsarmen Schreibstil ausdrückt mit geradezu nüchtern-distanzierten Schilderungen, geht das Buch ans Herz. Aber es ist nicht nur eine Hommage an den Künstler Joseph Schmidt, es ist vor allen Dingen ein politisches Buch. Denn es ist eine Ohrfeige für die Schweiz während der NS-Zeit, und auch eine Ohrfeige für unser gegenwärtiges Europa und seine Flüchtlingspolitik. Ein Buch, das lange nachklingt…

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Rezensionen von Bibliomarie:

Kluftinger in Hochform

Funkenmord von Klüpfel Volker; Kobr Michael

Der Klappentext von Funkenmord hat mich veranlasst, wieder einmal zu einem Kluftinger-Krimi zu greifen. Die letzten Bände hatte mir nicht mehr so gut gefallen, da mir der Klamauk zu viel wurde. Aber es scheint, Kluftinger – bzw die Autoren haben wieder die Kurve gekriegt.

Nach den persönlichen Angriffen auf Kluftinger, die im letzten Band thematisiert wurden, ist noch keine Normalität im Kommissariat in Kempten eingekehrt.

Richard Maier trauert exzessiv, Kluftinger ist verunsichert und Frau Kluftinger kommt nach all den Bedrohungen nicht aus ihrer Depression. Alles deutet auf einen alten Fall, den Klufti wohl in seiner Anfangszeit bei der Kriminalpolizei versemmelt hat. Immer mehr kommt er zur Überzeugung, dass er damals den Falschen – trotz Geständnis – überführt hat und der Mord an einer jungen Lehrerin noch nicht gesühnt ist.

Auch wenn Kluftinger auch dieses Mal kein Fettnäpfchen auslässt, seine sprichwörtliche Sparsamkeit kuriose Blüten treibt und er bei seinen öffentlichen Äußerungen wirklich Jedem auf den Schlips tritt, wird er nicht zum Clown. Seine Schlussfolgerungen, oft über die Ecke gedacht, sind logisch und treffend. Erfrischend wirkt eine neue Protagonistin, Lucy Beer, eine junge Kommissarin die als Teamverstärkung ihren Dienst antritt. Sie weiß Kluftinger zu nehmen und die Zusammenarbeit wird zur großen Überraschung des Eigenbrötlers sehr angenehm.

Mir hat dieser Band wirklich wieder so gut wie die frühen Bände gefallen, der handfeste Allgäuer Charme ist spürbar und Kluftinger wirkt realer, nicht mehr so als der Depp vom Dienst. Der Fall, der ihn umtreibt, ist gut aufgebaut, zwar durchschaubar, aber trotzdem bleiben die Ermittlungen überraschend und der Spannungsbogen hoch.

Die Nebenfiguren, allesamt gut gezeichnet runden die Atmosphäre ab, auch die privaten Probleme Kluftingers fügen sich gut in die Handlung und bieten immer wieder urkomische Auftritte. Im Theater gäbe es dafür wohl Szenenapplaus.

Dieser Kluftinger hat mir wieder sehr gut gefallen.

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Rezensionen von Claudia R:

vampirisch gut ...

Das Spiel der Wächter von Sabine Buxbaum

Klappentext:

2020. Die Menschen haben mit den Vampiren nach dem verheerenden Krieg einen Friedensvertrag geschlossen. Doch der Frieden droht zu zerbrechen, als mehrere Vampire von Menschen in einen Hinterhalt gelockt und brutal ermordet werden. Schnell ist klar, dass ausgerechnet Wächter, diejenigen Menschen, die für den Frieden einstehen und ihn verteidigen sollen, an dem Attentat beteiligt waren.

Fortan stehen die Wächter, allen voran Amy und ihre Brüder Daniel und Michael, unter Verdacht. Dabei ist bekannt, dass die Vampire und vor allem ihr neuer Anführer Jakob gnadenlos sind, wenn es darum geht, Morde an ihresgleichen zu rächen. Es beginnt ein gefährliches Spiel um Macht zwischen Menschen und Vampiren, bei dem sich Amy mehr als einmal entscheiden muss, auf welcher Seite sie steht. Denn Jakob kommt ihr nicht nur im Verlies gefährlich nahe, sondern auch in ihrem Schlafzimmer …

Cover:

Das Cover zieht einen förmlich in den Bann. Ein rot Bekutteter zieht einsam eine Straße entlang. Entfernt scheinen die bunten Lichter der Stadt im Hintergrund. Über allem stechen zwei sehr prägnante Augen gen Himmel empor, direkt dem Leser entgegen und machen so neugierig und wecken das Interesse.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen. Aus weiteren Büchern ist mir die Autorin bereits bekannt und auch in diesem Buch konnte mich die Autorin wieder überzeugen.

Ihr toller, lebendiger und fesselnder Schreibstil hat mich geradewegs gefangen genommen.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind teils sehr kurz, was es sehr angenehm fürs Lesen macht und man dadurch das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Zu Beginn der Kapitel ist erkenntlich wo man sich gerade befindet, was das Ganze sehr übersichtlich macht.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Diese sind sehr gut durch dacht und mit ihren Ecken und Kanten auch sehr authentisch. Besonders gut hat mir die toughe Amy gefallen und auch Jakob konnte mich in seinen Bann ziehen. Er strahlt eine ganz besondere Anziehungskraft aus.

Man kann die Handlungen und Geschehnissen sehr gut folgen und diese werden sehr fesselnd und spannend erzählt. Eigentlich scheint es zwischen den Menschen und Vampiren recht friedlich zuzugehen, bis einige Vampire in einen Hinterhalt gelockt werden und ermordet werden. Amy und ihre Brüder werden verdächtigt und werden nach und nach zum Verhör gebeten, wobei der junge Vampir Jakob eine ungeheure Anziehungskraft auf Amy ausübt. Was es damit auf sich hat und wie sich das alles entwickelt, dass lest am besten selbst, denn zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Die Geschichte ist sehr gut durchdacht, die Charaktere sind sympathisch und es wird alles sehr fesselnd und spannend wieder gegeben. Mir hat es sehr gut gefallen und mir wunderschöne vampirische Lesestunden bereitet.

Fazit:

Kann Frieden zwischen Menschen und Vampiren herrschen?

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Rezensionen von Claudia R:

spannendes Hörabenteuer

Achtung, Übernachtung!,1 Audio-CD von Sabine Städing

Klappentext/ Inhalt:

Alexander Huhn, genannt Hühnchen, und sein Freund Matz sind schwer enttäuscht. Ihre Eltern sind auf eine Kostümparty eingeladen, während ihnen schon wieder ein öder Abend mit Babysitter bevorsteht. Als ihre Eltern dann einwilligen und Matz bei Hühnchen übernachteten darf, beschließen die beiden Jungs kurzerhand auf der Party vorbeizuschauen.

Verkleidet, versteht sich. Als doppelstöckiges Gespenst mischen sie sich unter die Gäste und werden prompt Zeuge eines wirklich dreisten Diebstahls.

Cover:

Das Cover wirkt spannend und zeigt zwei Jungs, die hinter einem gespenstischen Vorhang eine Party im Hintergrund beobachten. Das Cover ist sehr schön gestaltet und macht neugierig.

Meinung:

Das Hörbuch ist sehr schön und spannend erzählt. Man kann der Handlung sehr gut folgen und auch die Charaktere sind sehr gut durchdacht.

Alex ist sauer, dass seine Eltern allein zu einer Kostümparty gehen und er zu Hause bleiben muss. Doch gemeinsam mit seinem Freund Matz schmiedet er einen Plan, wie er doch noch auf die Kostümparty kommt.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten. Da ich an dieser Stelle noch nicht zu viel vorweg nehmen möchte.

Auch der Erzähler macht seine Sache gut und es macht Spaß ihm zu folgen. Die Sprecherstimme ist sehr angenehm und lässt sich gut anhören. Man folgt dieser gern und so vergeht, dieses kleine Abenteuer auch viel zu schnell. Es bereitet angenehme Hörminuten, könnte aber ruhig etwas länger sein. Mir hat es gut gefallen und ich hatte sehr viel Spaß an dieser Geschichte.

Fazit:

Ein lebendig erzähltes, spannendes und unterhaltsames Hörabenteuer.

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Rezensionen von LEXI:

Eine abenteuerliche Reise in längst vergangene Zeiten

Mitternacht in Charlbury House von Helen Peters

Eine abenteuerliche Reise in längst vergangene Zeiten

Mitternacht ist eine gefährliche Zeit, wenn man als Dreizehnjährige in einem geheimnisumwitterten alten Herrenhaus zu Besuch ist. Die Protagonistin Evi Tregarron fühlt sich vernachlässigt, nachdem sie für die Zeit der Hochzeitsreise ihrer Mutter bei ihrer schrillen Patentante Anna in Charlbury House untergebracht wird.

Nicht nur die Trennung von der Mutter, sondern auch die Tatsachen, dass es dort weder Internetempfang, noch ein Fernsehgerät gibt, machen ihr zu schaffen. Evi ist außer sich, und als sie in ihrer ersten Nacht noch dazu einen Geist erblickt, ergreift sie die Flucht. Doch dabei wird sie auf unerklärliche Weise in eine längst vergangene Zeit katapultiert und mit einem ungelösten Rätsel konfrontiert. Evi darf tief in die Ereignisse des Jahres 1814 eintauchen, lernt den Alltag und die Gepflogenheiten dieser Zeit kennen und erlebt als Hausmädchen in Charlbury House das harte, arbeitsame und mühevolle Dasein der dienenden Klasse. Obgleich Evi den Komfort und all die Errungenschaften der modernen Zeit vermisst, darf sie dennoch von ihrem spannenden Ausflug in die Vergangenheit profitieren. Sie lernt interessante Menschen kennen, gewinnt eine gute Freundin, und stellt sich dabei stets die Frage, wie es ihr wohl gelingen wird, wieder in ihre eigene Welt zurückzufinden…

Helen Peters präsentiert mit diesem Jugendbuch einen höchst interessanten, lehrreichen und amüsanten Zeitreise-Roman, in welchem die junge Protagonistin Evi einige Abenteuer in der Vergangenheit bestehen muss. Die verwöhnte junge Dame lernt bei ihrem Ausflug die Bequemlichkeit und die vielen technischen Hilfsmittel ihres Lebens in London so richtig zu schätzen. Denn als Hausmädchen im Jahre 1814 ist sie zu körperlich anstrengender Arbeit verpflichtet. Die Idee der Zeitreise ist nicht neu, und dennoch hat die Autorin es geschafft, mich vom ersten Augenblick an dafür einzunehmen. Man verfolgt gespannt Evis Aktivitäten, wird vom Zauber längst vergangener Zeiten gefangen, erfährt aber auch viele Einzelheiten vom harten Leben der Hausmädchen, Küchenmädchen, Mägde und Diener eines solch imposanten Anwesens. Standesdünkel und Kinderarbeit, Aufbegehren gegen die soziale Ungerechtigkeit, und nicht zuletzt ein mysteriöses Familiengeheimnis sind Themen dieses Buches.

Der einnehmende Schreibstil der Autorin und der mit dem rätselhaften Verschwinden einer der Figuren des Buches einhergehende Spannungsfaktor machen diese Lektüre zum reinen Vergnügen. Interessante Figuren bereichern die Handlung, ein aufregendes Finale mit einer Überraschung am Ende des Buches runden das Ganze ab. Es hat mir große Freude bereitet, Evis Ausflug in das Jahr 1814 mitzuverfolgen und die hasserfüllte Küchenmagd Alice, die verängstigte Spülmagd Nell, die gefürchtete Haushälterin Mrs. Hardwick, die singende Waschmagd Mary, den kreativen und sensiblen Gärtnergehilfen Robbie und den üblen Stallburschen Jacob kennenzulernen. Die herrschende Klasse wird durch den stark verschuldeten Hausherrn Sir Henry Fane, dessen strenge und hoheitsvoll auftretende Schwester Mrs. Bailey sowie den schwerreichen Mr. Charles Ellerdale vertreten, dem sein arrogantes Auftreten, sein Alter und sein Hang zur Gewalttätigkeit die Brautwerbung um die junge Tochter des Hauses erschweren. Im Handlungsstrang der Gegenwart fungieren Evis Patentante Anna sowie Evis Mutter Lara als Nebenfiguren. Obgleich Anna relativ große Aufmerksamkeit zuteilwurde und ihre Person ausführlich beschrieben wurde, konnte ich mich mit ihr nicht anfreunden. Ihr schrilles Aussehen und ihre Marotten bildeten einen eigenartigen Gegensatz zu ihrem Beruf als forensische Anthropologin, ihre nüchterne und kühle Art und ihr offensichtliches Desinteresse an ihrer jungen Besucherin konnten mich letztendlich nicht von dieser Figur überzeugen.

Fazit: „Mitternacht in Charlbury House“ war ein faszinierendes Abenteuer und eine interessante und lehrreiche Zeitreise in die Vergangenheit dieses alten Herrenhauses, die mir großes Lesevergnügen bereitet hat. Evis Erlebnisse und ihre Bestrebungen, in das Schicksal der Menschen einzugreifen und zu versuchen, die Vergangenheit zu verändern, boten aufregende Momente. Ich kann dieses Buch jedem jungen Leser ans Herz legen, der sich für vergangene Epochen interessiert und Spannung und Abenteuer zu schätzen weiß.

Begeisterte fünf Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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